CEO – SIA – Dîner 2016 - Gerd Leonhard
31 Dec 2025 · 58 min
Futurist Gerd Leonhard argues the future is better than we fear. He maps exponential change in health, energy, and AI, then warns that uniquely human skills like trust and creativity will be the real competitive edge as technology automates everything else.
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einen schönen Abend. Ja, guten Abend, es freut mich, hier zu sein bei Ihnen. Das ist ein spezieller Anlass für mich. Ich bin öfter schon im GDI gewesen, ein ganz toller Platz. Ich bin gerade auf der anderen Seite vom See vor 4 Wochen dorthin gezogen, aus Basel, 15 Jahre in Basel, freue mich jetzt auch, in Zürich zu Hause zu sein. Ich werde gleich ein bisschen auch über die Schweiz reden. Wenn ich das tue, dann tue ich das mit meinem neuen Schweizer Pass, den ich seit 4 Jahren jetzt habe. Die Diskussion zum Thema Zukunft, für viele Menschen ist ja das Thema Zukunft so ein bisschen Glaskugel, Kristallkugel, Predictions. Das ist nicht das, was ich tue. Meine Arbeit als Futurist, das ist ja auch kein deutsches Wort, aber ich benutze es trotzdem, ist nicht unbedingt Forschung, als Zuhören, Observieren. Und zwar in den nächsten 5 Jahren. Man sagt in China dazu, wenn Sie die Zukunft wissen wollen, fragen Sie Ihre Kinder. Weil Kinder sind noch nicht dabei, Geld zu verdienen oder irgendwas Bestimmtes zu machen, sondern sie experimentieren. Meine Arbeit ist zu 95% das zu tun, was noch nicht da ist heute. Und das ist eine ganz gute Sache, weil ich kann dann mit Leuten arbeiten, die wirklich 150% ihrer Zeit damit zubringen, das zu tun, was bereits Hier ist mein neues Buch, ist Technology vs. Humanity, ein brennendes Thema, was momentan überall sich entfaltet. Wie können wir in der Zukunft Mensch bleiben, wenn Technologie eigentlich alles übernimmt für uns? Das ist sowohl gut als auch schlecht. Das kommt in ca. 4 Wochen raus. Dürfen Sie gerne eins kaufen, wenn es unbedingt sein muss. Ich fange hiermit an. Also oft, wenn ich irgendwo Vorträge halte bei Professionals, also bei Leuten, die in diesem Bereich auch über die Zukunft nachdenken müssen, kriege ich oft zu hören, dass die Zukunft eigentlich schlecht ist. Weil wenn man die Medien anschaut, kann man sagen, okay, alles was wir über künstliche Intelligenz und Roboter und so hören, ist eigentlich Roboter Warfare oder Arbeitslosigkeit oder die ganzen Dinge, die Technologie für uns infrage stellt. Wenn Sie die Latte der Filme anschauen von den letzten paar Jahren, Ex Machina, Oblivion, ist alles Krieg der Roboter. Wir müssen also darüber nachdenken, dass eigentlich die Zukunft besser ist, als wir denken, weil Sie sehen zum Beispiel Kurven wie diese. Die Armutsgrenze hat sich dramatisch verschoben. Sterblichkeit der Mütter mit Kindern hat sich auf 90% reduziert. Gentechnik ist bald so weit, dass in 5 Jahren wird es billiger sein, Ihr Gen analysieren zu lassen, als das Klo abzuspülen. Früher war das 1 Million Dollar pro Person, heute kriegen Sie eine Genanalyse für 80 Dollar. Ob das wirklich was bedeutet im Sinne von Krankheit, das ist noch unklar. Aber wir werden das in Zukunft genauso machen wie heute Blutgruppe analysieren. Das führt zu ganz neuen Dingen, wie zum Beispiel auch, was Sie jetzt in Solartechnik sehen. Also wir sind jetzt an dem Punkt, wo über 4000 Firmen investieren darin, Batterietechnik neu zu erfinden. Das wird einen riesigen Input haben auf Smart Cities, auf Environment. Jetzt kommen wir also an den Punkt, wo wir davon ausgehen können, dass wahrscheinlich in 3 Jahren unser elektrisches Auto einmal im Monat aufgefüllt wird. In 5 Jahren einmal alle paar Monate und in 10 Jahren vielleicht einmal, wenn Sie kaufen. Stellen Sie sich vor, in dem Moment, wenn das elektrische Auto ein Drittel von dem kostet, was jetzt ein Tesla kostet, vielleicht ein Zehntel, und Sie einmal im Monat auffüllen, wer würde noch ein normales Auto kaufen? Was bedeutet das für unsere Städte zum Beispiel, wenn wir solche Autos teilen können? Man hat neulich ausgerechnet, dass in New York City die 150.000 Taxicabs, Sie kennen sie vielleicht, einige von denen, die schlimmsten Erfahrungen meines Lebens, in Taxis aus New York. Diese 150.000 könnten wir komplett ersetzen durch 9.500 geteilte selbstfahrende autonome Autos. Und es wäre halb so teuer und dreimal so schnell. Allein die Parkplätze, die frei werden in New York City oder in Großstädten von dieser Errungenschaft, wäre gewaltig. In Amerika 2 Milliarden Parkplätze. Das ist bei uns nicht ganz so dramatisch, aber trotzdem hätte das große Konsequenzen. Also ich denke, die Zukunft ist besser, als wir denken, mit einem großen Stern, wo ich sagen würde: Aber es gibt Dinge, die jetzt schon sehr beunruhigend sind: Privatsphäre, Datenschutz, Cyberwarfare, die natürlich gigantisch anwachsen werden. Das sind Dinge, die wir natürlich auch angehen müssen. Dazu brauchen wir auch Politiker, die das können. Müsste ich mal gucken, vielleicht finde ich hier unten einen, aber das ist ein schwieriges Thema. Ich denke, zum Großteil ist es Opportunity für uns. Momentan sind wir so 90/10, würde ich sagen, 90% Gelegenheit und 10% Bedrohung. Aber es ist ein bisschen wie nukleare Energie. Es könnte auch so sein, dass in 10 Jahren vielleicht die Bedrohung genauso groß ist wie die Gelegenheit. Da müssen wir drüber nachdenken, was das bedeutet. Wurde gerade schon erwähnt, diese Kurve. Das ist unsere neue Realität. Exponentiell. Ich rede jetzt nicht von Moore's Law, was wir ja alle kennen. Moore's Law mit Chips wird vielleicht enden in der Art und Weise, wie es bisher fortgeschritten ist, sondern im Allgemeinen die Tatsache, dass wir uns jetzt nicht mehr linear nach vorne bewegen. Und zwar waren wir am Anfang dieser Kurve, sagen wir, als ich angefangen habe mit Zukunftsarbeit vor 15 Jahren. Hier an diesem Teil der Kurve, wenn Sie 0,001 verdoppeln, haben Sie immer noch nichts. Macht also nicht wirklich den Unterschied. Paperless Office zum Beispiel. Wie lange das gedauert hat. Musik in der Wolke, Spotify. Legal Filme anschauen, Netflix. Wie lange das alles gedauert hat. Jetzt haben wir das endlich. Jetzt sind wir hier an dieser Kurve. Wir sind am Take-off-Point. Von dieser Kurve. Wir sind an dem Punkt, wo vieles, was Science-Fiction war, Science-Fact wird. Bis hin zu Dingen, die wir lieber nicht als Science-Fact annehmen wollten. Zum Beispiel wäre es sicherlich schön, wenn wir in 10 Jahren, 15 Jahren durch Genmanipulation Krebs besiegen. Das müssen wir auf alle Fälle tun. Aber gleichzeitig wird die gleiche Technik auch dafür sorgen, dass wir Supersoldaten schaffen können, dass wir Menschen programmieren. Das hört sich an wie Science-Fiction, aber das Thema ist in dieser exponentiellen Kurve nicht weit. Wenn Sie hier nur 7 Jahre gehen, Moore's Law ungefähr, sind Sie nicht dann bei 10, sondern bei 128, ja, wie gerade schon erwähnt wurde. Das heißt, unsere Kinder werden eine Welt erleben, die so dramatisch anders ist. Deswegen sage ich oft, wir werden uns in den nächsten 20 Jahren mehr verändern als in in den 300 Jahren vorher. Und das sage ich jetzt nicht als Technikbegeisterter, weil natürlich sind wir alle technikbegeistert. In Ihrem Job muss man ja technikbegeistert sein, in meinem auch. Aber da kommen natürlich auch Dinge auf uns zu, die wir eigentlich gar nicht mehr verstehen können, weil Menschen sind nicht exponentiell. Wir denken nicht schneller, weil wir twittern. Wir haben nicht mehr Freunde, weil wir Facebook oder LinkedIn machen. Ein Mensch kann 150 Menschen in seinem Stamm, in seinem Tribe haben. Die meisten von uns haben 15 oder ein paar, aber nicht 15.000. Wir müssen schlafen, wir müssen essen, wir sind teuer. Menschen sind teuer. Menschen machen Fehler, sind ineffizient. Wir sind genau das Gegenteil der Maschine. In Amerika sagt man immer: Machines are cheap and fast and efficient. Humans are expensive. Am besten sollten wir das dann auch so machen, dass wir auch effizient werden, uns aufrüsten. Wir sehen bereits Errungenschaften wie diese, wollte ich Ihnen gerade zeigen. Eine automatische Sprachübersetzung. Science-Fiction bis jetzt mehr oder weniger. Wenn Sie früher Google Translate benutzt haben, wissen Sie, was dabei rauskam. Aber heute ungefähr. In 18 Monaten ist es so perfekt, Sprach-Natural-Speech-Recognition, dass wir alle Callcenter der Welt bis auf 98% abbauen können. Das sind 40 Millionen Menschen, die da arbeiten. Da können Sie jetzt anrufen, kriegen Sie jemanden dran, irgendwo anders. Das macht in der Zukunft alles die Maschine. Ich führe mal gerade vor, wie die Übersetzung funktioniert hier. Ich probiere jetzt mal gerade hier auf Italienisch vielleicht. Ich würde heute Abend gerne mit Ihnen zu Abend essen, aber ich muss nach Brüssel fliegen. Ja? Speak. Live-Demo-Effekt, hervorragend. Dann nehmen wir mal eine andere App, ich will Sie natürlich nicht enttäuschen. Das ist Microsoft, ist jemand von Microsoft hier im Raum? Dann nehmen wir diese andere App, die heißt SayHi, und die übersetzt jetzt auf Chinesisch. Probieren wir das mal aus. I would like to have dinner with you tonight, but I have to fly away. Das klang total akkurat, also für mich zumindest. Also ich war neulich, als Live-Beispiel, ich war neulich in Shanghai, In Japan in einem Sushi-Restaurant und habe dort mit dem Sushi-Chef eine halbe Stunde lang, hat besser funktioniert als jetzt, eine halbe Stunde lang auf Japanisch geredet. Über Fisch, über Japan, über nukleare Energie. Einmal vor und zurück. Er in die App und ich in die App. Stellen Sie sich vor, was das für Dating machen würde, wenn Sie da jetzt Bedürfnis haben. Also das ist Science-Fiction in der Zukunft. Reden wir mit unserem Computer in 50 Sprachen, er redet mit anderen Computern, und wir machen das nicht mehr über Tippen, wir machen das nicht mehr über Handy, sondern das ist in der Wolke, in der Cloud. Stellen Sie sich vor, was das für Ihren Job macht. Instant Translation. Heute ist es bereits so, dass ein Großteil der Manuals, also der Betriebsanleitung von Geräten, von Robotern geschrieben wird, von Software. Das ist also nicht weit entfernt. Hier sehen wir einen von den Robotern Pepper, der gerade in Japan und in Singapur und in Jakarta angefangen hat, in Pizzarestaurants Leute zu bedienen. Da ist ein Beispiel. Hier sieht man einen Bus bereits im Einsatz in China. Ein Bus, der über Straßen hinweg transportiert, sodass Autos unten drunter fahren können. Selbstfahrend. Also er hat einen Operator, aber er fährt nicht. Also exponentielle Veränderung. Und dahinter steht ein Modell, was für uns natürlich schon lange klar ist. Wir sagen schon seit ungefähr 15 Jahren Data is the new oil. Daten sind das neue Öl. Das ist ein alter Hut. Aber mittlerweile ist es tatsächlich so, dass die Datenökonomie mehr Geld einbringt als Erdöl und Fossil Fuels. Dieses Jahr 7,5 Trillionen Dollar wird von denen verdient, von Google, Baidu, Facebook, Twitter, Amazon und so weiter und so fort. Wie Sie wissen, ist ja die Ökonomie nicht gerade im aufsteigenden Ast. Sie wird auch nicht wiederkommen. Also die Zukunft der Wirtschaftssysteme sind Daten, Data Economy, Connectivity, Datenöl. Also da geht es hin in der Zukunft, da können wir ganz klar sagen, ich habe ein bisschen geschaut, was das für Architektur bedeuten könnte und habe dort ein bisschen mal geschaut in diversen Publications. Heute kam gerade das von Kleiner Perkins raus, das Internet Report für dieses Jahr. Und da redet man davon, wie viel Daten insgesamt aggregiert werden in vielen Plätzen und was mit diesen Millennials passiert, also mit denen, die jetzt um die 30 sind, dann die Generation Z. Die so um die 20 sind und wie genau die vorgehen. Future focused communication mit Images. Diese ganzen Dinge, die eigentlich mit Daten zusammenhängen. Und dann kommen wir auf diese Kurve zurück und sagen, was hier passiert eigentlich, ist exponentielle Vernetzung. Always on Hyperconnectivity, wie man sagt. Exponentielle Daten, das heißt, die Daten werden jetzt so viel mehr, dass die Kurve wirklich dramatisch so verläuft. Also Ihre Positionen auf dem Handy. Wo Sie mit Ihrem Auto lang fahren, wie schnell Sie fahren, was Sie eingekauft haben, Ihre Gesundheitsdaten. Diese Vernetzung ist natürlich momentan ein bisschen ein Wildwuchs, kann man sagen. Ich glaube, dass das Internet der Dinge natürlich nochmal eine tausendfache Verstärkung darstellt, gut und schlecht. Da können wir darüber diskutieren, was das bedeutet, aber ganz sicherlich, was hier passiert, ist künstliche Intelligenz, Maschinen, die Daten besser verstehen können als wir. Im Schnitt haben Sie, wenn Sie eine Weile Google benutzt haben, ungefähr 80 Millionen Daten auf Google. Im Durchschnitt. Kein Mensch kann diese Daten durchschauen und sagen, haben Sie vielleicht terroristische Neigungen oder nicht. Aber mit einer künstlichen Intelligenz können wir dort Profiles anlegen. Wir können Ihre Werbung frisieren. Wir können Dinge anschauen, die normalerweise für Menschen vollkommen undenkbar sind. IBM Watson und Google und Hewlett Packard sind gerade dabei, große Systeme wie Verkehrssysteme komplett von künstlicher Intelligenz zu analysieren und neu aufstellen zu lassen. Nochmal Gentechnik zum Beispiel: Wenn wir da mal 1 Milliarde Gene analysiert haben, dann kann der Computer sagen, dieses Gen ist wahrscheinlich für diese Krankheit verantwortlich. Weil er hat dann ungefähr 150 Trillionen Kombinationen durchgespielt. Und das ist die Zukunft, die wir sehen, ganz sicherlich zu dieser Überlappung führt von Mensch und Maschine. Ich meine das jetzt eher ironisch, die Mensch-Maschine-Beziehung, obwohl einige sagen würden, dass das eine Mensch-Maschine-Konvergenz wird. Die Realität ist, dass wir bereits hier mit diesem Gerät unser externes Gehirn haben. Dort sind Dinge, die wir früher hier hatten, die sind jetzt hier. Und in der Zukunft wird es so sein, dass dieses Gerät nur noch der Gateway ist zu der Wolke, zu dem Gehirn in der Wolke. Dass ich mit Voice Control operiere oder mit Augmented Reality. Das heißt, ich brauche nichts mehr eintippen, keine Apps mehr runterladen, sondern ich habe mein externes Gehirn und sage dem Gehirn: Bitte Bauplan für dieses Gerät projizieren. Und anhand der Daten von so und so zusammenführen und mir zeigen, wie das aussehen würde. Das können Sie heute auch schon, ist halt sehr teuer, man braucht eine Ausbildung dafür. Heute können Sie als Querschnittsgelähmter bereits wieder laufen, wenn Sie ein sogenanntes Exoskelett anziehen, also einen Anzug aus Maschine, und 2 Jahre trainieren und ungefähr 2 Millionen Dollar haben. Können Sie mit Gedanken, also mit Brainwaves, wieder laufen. In den nächsten 10 Jahren wird der Preis dafür ungefähr 100-mal billiger werden. Brain-Computer-Interfaces. Also Dinge dort, wo wir sagen, da müssen wir drüber nachdenken, was das bedeutet für uns. Ich glaube, wir sollten nicht unbedingt alles tun, nur weil es getan werden kann. Das ist natürlich eine sehr unamerikanische Einstellung. Ich habe dort 15 Jahre gelebt. Man macht in Amerika eigentlich alles, was getan werden kann, wenn es dann auch Geld verdient. Aber wir kommen ganz sicherlich an diesen Punkt. Konvergenz von Mensch und Maschine. In Amerika benutzt man bereits den Ausdruck „wired or fired". Das heißt, wenn Sie ineffizient arbeiten, weil Sie nicht vernetzt sind, weil Sie nicht mobile Geräte benutzen, weil Sie vielleicht nicht Augmented Reality benutzen, weil Sie kein Social Media machen, sind Sie gefeuert. Das wird, glaube ich, dazu führen, dass wir Dinge sehen, zum Beispiel, wo wir mit Robotern interagieren. Das ist wieder Pepper. Gerade eine Szene aus Singapur, wo ich vor 2 Tagen war, wo man sogar mit Robotern Gefühle austauscht. Also nicht ich, sondern jemand, wo man sich in seinen Roboter verliebt, wie der Film Her. Den Sie vielleicht schon mal gesehen haben, wo wir Beziehungen mit Screens aufbauen und wo wir uns von Computern fahren lassen, wo wir uns von Computern fliegen lassen. Das ist der nächste Schritt. Wir kommen also an den Punkt, wo wir sagen, das ist ganz sicherlich eine Realität, wo wir, man sagt in Amerika, becoming as God, wir kriegen Superpower. Es ist einerseits hervorragend. Stellen Sie sich vor, Sie haben ein Architekturbüro. Sie können diese Virtual Reality, Sie können Voice Control, Sie können Smart Automation benutzen. Ganz klar Superpower. Ist positiv. Auf der anderen Seite natürlich geben wir auch was hinein. Das heißt, wir werden diese Superpower nicht bekommen, wenn das System keine Daten über uns hat. Google kennt Sie besser. Als Ihr Mann oder Ihre Frau. Das ist ein Fakt. Wenn Sie googeln, wenn Sie sich einloggen. Dort können wir Zusammenhänge herstellen, die eigentlich im wirklichen Leben total schwierig zu erfahren wären. Also besser im Sinne von Daten jetzt, natürlich. Alles relativ gesehen. IBM sagt dazu die Cognitive Era of Computing. Jemand von IBM im Raum? Dann kann ich ja offen sprechen. Das ist auch einer meiner Kunden, aber ich rede trotzdem offen darüber. Für IBM ist jedes Problem ein Engineering-Problem. Erstmal, it's all about technology. Deswegen momentan ist der Haupttrend in diesen ganzen Dingen wie zum Beispiel Medical Health Banking, Versicherungen, ist menschliche Prozesse durch Computing zu ersetzen. Cognitive Computing. Computer, die denken. Sie haben vielleicht davon gehört, dass IBM Watson schon vor, glaube ich, vor 8 Jahren den Gasprow geschlagen hat. Das ist trivial, weil Schach ist mathematisch. Vor 2 Monaten hat Google DeepMind, Googles Supercomputer, der braucht so viel Strom wie die ganze Stadt von Zürich übrigens, dieser Supercomputer hat den World Champion in Go geschlagen. Go ist ein chinesisches Game. Mit über 1 Trillion Varianten von Zügen. Nicht mathematisch, ist strategisch. Und dieser Computer hat den Herrn Sodol aus Korea geschlagen, und zwar ohne programmiert zu sein. Dieser Computer wurde nicht programmiert für das Spiel, dem wurden keine Regeln eingegeben, er hat observiert. Und dann ein halbes Jahr mit sich selber gespielt. Und hat 4:1 gewonnen. Und jetzt immer. Das heißt, Computer, die lernen, die Dinge lernen. Stellen Sie sich vor, dieser Computer schaut die Stadt von Zürich an und sagt: Ich schaue mir alle Abwasserableitungen, alle Abfälle, alle Verkehrsaktionen, alle Rentner, alle Sozialleistungen, und ich baue daraus eine komplett neue Logik. Da kommen wir relativ bald hin. Dazu brauchen wir ja Supercomputing, das ist noch ein bisschen weg, aber Nicht mehr so weit. Computer, die lernen können. Cognitive Computing. Smart Machines. Da sind wir also, wenn wir jetzt uns das anschauen, sind wir hier, das ist Kindergarten. Das heißt, wir kommen also jetzt an den Punkt, wo auf einmal, wir hatten früher diese Dinger oder Mainframes, jetzt haben wir das und Tablets, in der Zukunft haben wir nichts mehr, sondern Wir reden mit Maschinen. Wir können ja heute schon Maschinen über Voice Control betreiben. Das wird so leicht werden, wie sich auf die Couch zu setzen und zu sagen: Bitte House of Cards Episode 4. Und dann geht das los. Ich glaube, dass wir da überlegen müssen, was das für uns bedeutet, diese Game Changers. Hier sind 4 von denen. Innovation Boom in Material Sciences. Ganz neue Baustoffe, ganz neue chemische und organische und physikalische Zusammensetzungen, Nanoscience. Zum Beispiel hier die Battery Factory von Tesla, die mit einem Schlag das gesamte Batterieproblem für Nordamerika lösen würde. Und die Innovation ist da so schnell, dass alle 2 Wochen neue Ideen auftauchen. Industrie 4.0. Ist Ihnen sicherlich kein Fremdwort. Cyber-Physical Systems, die Überlappung von Mensch und Maschine, die vierte industrielle Revolution. Distributed Manufacturing. In der Zukunft ist es durchaus so weit, dass wir vielleicht an der Baustelle einen Lastwagen haben, der kommt und der bringt nicht die Baustoffe, sondern der bringt den Drucker. Und der druckt Ihnen dann, was Sie brauchen. Von den Fensterbänken bis hin zu den Steinen. Das geht auch jetzt schon, nur ist das alles noch ein bisschen teuer und ein bisschen kompliziert. Aber ich war in China neulich und habe bereits vor Ort gesehen, wie ein 3D-Drucker Häuser druckt, gesamte Häuser druckt. Also keine Häuser, in denen wir jetzt wohnen wollten. Also Häuser in Anführungsstrichen. Aber immerhin, es sah aus wie ein Haus. Aber da können wir davon ausgehen, jetzt sind bereits die ersten Consumer-Goods-Firmen dabei zu schauen, ob wir nicht in der Zukunft das Magnum-Eiscreme am Strand nicht mehr kaufen, sondern on demand drucken. Und zwar mit Ihrem eigenen Namen drauf, dem Namen Ihrer Freundin, wie auch immer. Nicht weit weg. Nummer 4: Deep Learning und künstliche Intelligenz. Maschinen, die lernen, Dinge zu verstehen, die wir nicht verstehen können, weil sie Hunderte von Millionen oder Milliarden von Datensätzen haben. Da sind wir jetzt beim Flugzeug, Thema Flugzeug. Wo ich relativ viel Zeit verbringe, sind wir jetzt eigentlich schon da. Der Pilot könnte durchersetzt werden, sagt man zu 99,9%, aber es würde keiner damit fliegen. Also wir würden uns komisch vorkommen, in einem Roboter zu fliegen, aber de facto ist es bereits so. Airbus baut jetzt gerade das erste Flugzeug, Transportflugzeug, vollkommen automatisiert. Eine Person an Bord. Und das ist kein Pilot. Keine Ahnung, was der sonst macht dabei. Ich warte da auf gute Nachrichten. Ganz sicherlich, was hier passiert, ist eine Art von Trade-off. Wir haben in dieser Smart City, man hört ja heutzutage übrigens, wenn Sie Karriere machen wollen, müssen Sie nur vor Ihren Job smart setzen. Smart Journalism, Smart Media, Smart Futurists, Smart wie auch immer. Sie müssen nur einfach smarter vortun. Smart City, Smart Farming. Aber was hier passiert, ganz klar, ist eine Revolution. Wir können hier bis zu 80% Energie einsparen. Und das geht von Städten aus, nicht von Regierungen. Das ist der springende Punkt. Die Megastädte, ungefähr 300 Megastädte, die wir haben werden in 5 Jahren, die werden dort dramatische Veränderungen vornehmen, die wir von Regierungen niemals sehen werden, von Ländern nicht sehen sehen könnten. Das sieht man jetzt schon in Rio de Janeiro, in Kopenhagen, vielen Beispielen, die wir hier haben, wo wir darüber nachdenken müssen, was da passiert. Auf der anderen Seite natürlich, indem wir ein Smart Energy Grid aufbauen oder Smart Homes vernetzen usw., haben wir auch den perfekten Überwachungsstaat. Das eine geht mit dem anderen natürlich einher. Wenn wir Daten teilen, wenn wir uns vernetzen, desto mehr Vernetzung, desto mehr potenzielle Überwachung. Und Missbrauch. Und es gibt bereits schon Tausende von Fällen, wo elektronisch vernetzte Autos gehackt worden sind. Es gibt bereits den ersten Fall eines Mordversuchs über einen Hack. Es gibt schon mehrere Fälle, wo der Pacemaker gehackt wurde. Das können wir uns vorstellen, exponentiell in der Zukunft nach oben zu gehen. Wenn wir jetzt noch mal exponentiell denken, können wir sagen: Wer hätte denn das gedacht? Mercedes-Benz, automatisches Auto. In Bayern im Einsatz gerade, die erste Fahrt von Amsterdam nach Dubrovnik mit diesem vollautomatisierten Lastwagen auf normalen Straßen. Sind alleine in Amerika 23 Millionen Jobs. Die werden natürlich nicht alle wegfallen. Wir brauchen ja immer noch den Operator, aber was der jetzt auf seinem iPad macht, vielleicht tut er dann irgendwie journalistische Dinge da entwerfen. Hier ist der Roadtrain. Das war eine Karikatur vor 50 Jahren. Hyperloop heute: Elon Musk, Tesla, vor 3 Wochen in der Wüste in Kalifornien den ersten Test durchgeführt. Sehr erfolgreich. Keine Toten diesmal. Das kommt in den nächsten paar Jahren. Die Finanzierung steht. Wir können von Los Angeles nach San Francisco in 35 Minuten fahren. Stellen Sie sich vor, was das mit den ganzen Infrastrukturen macht. Das ist so wie Zürich und Basel und Los Angeles und San Francisco sind sich nicht sehr grün eigentlich. Die vernetzen sich dann in 30 Minuten. Ich könnte also in San Francisco leben und dann trotzdem ein Moviestar sein in Los Angeles. Dort werden also Dinge passieren, die wir sozial noch gar nicht vorausgesehen haben. Tesla macht ein super Beispiel für diese neue Art von Vernetzung. Tesla gibt es überhaupt nur wegen exponentieller Vernetzung. Also der Tesla ist ja kein Auto, sondern der ist Software auf Rädern. Sie stellen den Tesla in die Garage und am nächsten Tag ist es ein neues Auto, weil es gab ein Update. Und auf einmal haben Sie neue blinkende Instrumente und können noch ein bisschen sparen, ein bisschen weiter fahren oder Was weiß ich, können Sie sich bei Starbucks was bestellen. Neue Beziehungen von Mensch und Maschine. Und was passiert hier? Tesla verkauft mehr Autos als alle anderen Luxusmarken zusammen. Gerade auch in der Schweiz jetzt. Sie sehen hier die US-Sales-Figures. Das neue Auto, der Tesla 3, ob es den überhaupt irgendwann mal geben wird, weiß auch keiner, aber es gibt Es gibt 440.000 Vorbestellungen für dieses Auto. Dann müssen Sie 1.000 Dollar bezahlen. Ich weiß nicht, haben Sie einen bestellt? Okay, Sie können sich ruhig outen. Ich habe keinen bestellt. Ich bleibe bei meinem BMW. Mein BMW ist in 3 Jahren nutzlos. Da kann ich jemand Geld dafür geben, dass er mir ihn abnimmt. Weil wenn das so weitergeht, die exponentielle Kurve, ist vollkommen klar, was hier passiert. Autofahren wird zur Mobilität, nicht zu Besitz. Das wird unsere ganze Struktur verändern, auch wie Sie bauen, wo Sie bauen, welche Stoffe Sie benutzen. Ich sage immer zusammen mit dem CEO von Unilever, der auch immer sagte: Sustainable is the new profitable. Vor 5 Jahren hat der CEO von Unilever das zum ersten Mal gesagt und dann haben alle gesagt: Du bist vollkommen, du bist verrückt. Du gehörst in die Klapsmühle. Sustainable, profitable. Heute ist es Standard. Was bedeutet das für die Schweiz? Die Schweiz ist ja, wie Sie wissen, natürlich sind wir alle stolz drauf, seit Jahren Nummer 1 in der Innovationskurve weltweit. Wissen Sie das? Economist-Statistiken, Number 1. Das ist toll, aber wird uns das in der Zukunft helfen? Wird das, was wir gelernt haben, was funktioniert bis jetzt, auch in der Zukunft funktionieren? Dazu sagt Gary Hamel, Businessbuchautor: The single biggest reason companies fail is they overinvest in what is as opposed to what might be. Wir investieren sehr viel in dem, was wir wissen, was funktioniert. Na, dann nicht ganz genug an dem, was wir noch nicht wissen, dass es funktioniert. Das ist natürlich wegen der Risikovermeidung. Also ich sage immer, das größte Risiko der Risikovermeidung ist das Risiko. Das können wir hier sehr gut. Das müssen wir anschauen. Deswegen frage ich mich, bei der Vorbereitung habe ich mir gedacht, okay, das ist unheimlich interessant. Vielleicht gibt es auch in dieser Branche, in der Baubranche oder bei Ingenieuren, eine Art von Tesla-Krise, der Tesla-Moment. Wo auf einmal was ganz Neues daherkommt. Vor 6 Jahren hatten wir ein Seminar mit den CEOs von einer führenden deutschen Automobilfirma. Ich kann nicht sagen wer, ich sag nur Dieselgate. Und vor 6 Jahren haben wir ein Seminar gemacht und haben darüber geredet, was die Zukunft des Autos bringt. Selbstfahrende Autos, Kinder, die keinen Führerschein machen, geteilte Autos, Apps. Das alles, ja. Vor 6 Jahren haben wir in einem Raum von CEOs einhelliges Gelächter geerntet. Es war vollkommen abwegig, dass jemand wie ich nicht ein schönes Auto kauft, sondern Carsharing macht. Heute ist Thema Nummer 1 bei jeder Automobilfirma weltweit: Autonomous Driving, Electric Cars, Carsharing. Die Tatsache ist, genau wie Erdöl, it's not coming back. Ganz egal, wie Sie das sehen, Sie werden in 10 Jahren nicht mehr Autos verkaufen, als Sie jemals verkauft haben, sondern Sie werden Mobilität verkaufen. Und das ist eine Frage, die wir uns stellen müssen, was bedeutet, hier sind 9 Trends, die ich für Sie gesammelt habe. Wir werden nachher diese Slides auch verteilen, weil das ist eine Menge Material, vor allen Dingen jetzt um die Uhrzeit und schon nach dem Apero. Das können Sie nachher runterladen bei gerdleonhardt.ch oder Auch Punkt D. Nummer 1, klar, Digitalisierung. Das ist unser täglich Brot, da rede ich noch ein bisschen mehr drüber. Aber Nummer 2 ist interessanter, Desintermediation. Das bedeutet, dass auf einmal jemand anders in der Mitte ist oder keiner mehr in der Mitte ist. Zum Beispiel, wenn Sie heute 20 sind und Sie ziehen aus von zu Hause, dann gehen Sie nicht bei der Credit Suisse oder jemand anders an die Ecke und machen ein Bankkonto auf, sondern Sie öffnen Ihr Handy und laden eine App runter. Und machen das dort. Die Banken sind ausintermediert, genauso wie die, wie die Tageszeitung. Also wenn wir wirklich noch daran glauben, dass wir in 10 Jahren noch eine Tageszeitung lesen, so wie heute in Brasilien oder in Singapur, wo ich gerade war, da kann ich Ihnen 1.000 Franken dafür geben, wenn Sie einen unter 30 finden, der eine Tageszeitung anhält. Das ist das Neue. Leute, die da in der Mitte stehen. Das wird immer schwieriger. Mobilisierung, Skalierung, alles wird zu Screens. Alles, was früher Papier war, wird zu Screens. Da sind enorme natürlich auch beim Architektenbetrieb, also BIM zum Beispiel, gleiches Beispiel, früher Papier, jetzt Screen. Aber das bedeutet eben auch Customer Relationships, Intellisierung, also alles wird intelligent. Die Lastwagen haben einen Sensor, die Baustellen haben einen Sensor, die Die Materialien haben Sensoren, die Sensoren werden so billig, dass vernetzte Sensoren billiger sind als Wasser. Und das ist ein Prozess, den wir sehen werden, natürlich die Automatisierung von allem. Alles, was automatisiert werden kann, wird. Das ist Digital Darwinism. Das ist das, was Technologie macht. Das ist das, was wir erfunden haben. Was Technologie macht. Die Virtualisierung, alles zieht in die Wolke. Ich weiß nicht, ob Sie noch zu den wenigen gehören, die noch CDs kaufen. Ich hoffe nicht. Also wenn Sie jetzt eine CD kaufen und das Ihren Kindern zu Weihnachten geben, dann rufen die den Therapeuten. Nein, das ist kein Witz. Also das ist Geldverschwendung. Ich hab auch noch CDs, ich hab noch eine Bücherei, aber Musik ist in der Wolke. Musik in der Wolke ist 99,999% billiger. Und das Gleiche gilt für digitales Geld, das gilt für digitale Patientenverfügungen und Patientendatenbanken, das gilt für alles, geht in die Wolke, alle Daten, alle Zusammenhänge. Ja, wir haben große Sicherheitsprobleme in der Wolke, aber ich sage Ihnen, ein Großteil von dem im Vergleich zu dem, was wir mit wirklichen Maschinen hatten, ist Da ist die Wolke besser. Müssen Sie mal Research anschauen. Die Wolke ist mehr secure im Endeffekt als das, was wir früher im Büro hatten. Große Diskussion darüber natürlich. Anticipation, Automatisierung, vorausschauen. Sie können durch diese Daten dann sagen, das ist ganz klar, ich werde in 4 Jahren in diesem Gebiet den folgenden Demand haben für die folgenden Häuser. Das können Sie jetzt auch, wenn Sie smart sind, wenn Sie vorausschauen können, aber hier werden Sie es mit Systemen tun, die das ganz, ganz eng vorausbeschreiben können. Google Now tut das jetzt schon mit Ihren eigenen Daten. Der sagt Ihnen dann, dass Sie heute Abend den Termin nicht wahrnehmen können, weil Sie wahrscheinlich verspätet sind. Müssen Sie mal ausprobieren, Google Now. Virtual Reality, das ist jetzt für Geeks. Sie wissen, was Virtual Reality ist, ja? Ich ziehe so einen kleinen Helm an, dann kann ich die Daten oben drüber sehen. Das ist für Pornografen oder für Gamer jetzt, okay. Aber dieses Ding wird so billig, dass wir in der Zukunft damit zum Beispiel ganz klar auf der Baustelle das alles plastisch vor uns sehen können. Das geht auch jetzt schon, wie gesagt, aber es ist halt noch, sagen wir, 3, 4 Jahre bis zur Massenverbreitung. So wie jetzt, weiß nicht, ob Sie WhatsApp benutzen, Messaging, ja, immer WhatsApp, ja. Wenn Sie Freunde im Ausland haben, WhatsApp ist gratis SMS und gratis Phone Calls, Skype. Also Augmented Reality, Virtual Reality wird so normal wie Skype. Und natürlich die Roboterisierung. Also Roboter auf der Baustelle ist ein No-Brainer. Das ist vollkommen klar, ist momentan einfach Wie gesagt, noch zu teuer, zu früh. China hat bereits 2,7 Millionen Baxter bestellt. Baxter ist eine amerikanische Roboterfirma, US Robotics, kostet 27.000 Dollar, um ungefähr 100 Millionen Leute arbeitslos zu machen in Fabriken. Das heißt, wir haben da ganz sicherlich einen Trend hier. MIT Sloan Research sagt, Firmen, die sich digital aufstellen, sind 26% mehr profitabel. Ich glaube, das ist ein Understatement. Die Flipseite ist aber, nicht alles kann effizient sein. Der Sinn des Lebens ist nicht Effizienz. Also irgendwann ist man mit Technologie auch am Ende, wo man dann Effizienz zum Standard gemacht hat. Da komme ich gleich darauf zurück. Aber wir sehen zum Beispiel bei Airbnb, Sie kennen Airbnb, Airbnb ist der Grund, warum in den meisten Großstädten der Welt jetzt die Hotels 27% weniger verdienen. Ist in der Schweiz noch nicht ganz so weit, weil wir eher privat sind und nicht an Fremde vermieten wollen und so weiter und so fort. Aber auch in der Schweiz explodiert das bereits. Man sieht hier zum Beispiel, Airbnb fügt mehr neue Plätze hinzu pro Woche als die gesamten Hotelketten pro Jahr. Also in Paris, wo es mittlerweile illegal ist, haben Sie auf jedem Block, auf jeder Straße in Paris 2 Airbnb. Ich habe es ungefähr schon 50-mal gemacht für verschiedene Anlässe. 5 waren eine komplette Katastrophe, so wie auch Hotels eine Katastrophe sein können. Aber insgesamt fantastische Plattform, die natürlich auch Regulierung bedarf. Wir können was davon lernen. Diese neuen Firmen, die besitzen keine Hotels, keine Infrastruktur, zahlen keine Steuern, beachten keine Regeln. Ja, wir ärgern uns darüber, aber die Tatsache ist, diese Firmen kommen durch die Hintertür. Und das wird auch bei Ihnen so sein. Wenn Firmen durch die Hintertür kommen und sagen, wir können diesen einen Teil von dem, was Sie machen, neu erfinden. Indem wir einfach Software nehmen, eine Datenbank, künstliche Intelligenz, Internet, Connectivity, neu erfunden. Warum hat Tesla das Auto neu erfunden? Warum nicht BMW oder Mercedes? Die Antwort ist: Waren einfach nicht hungrig genug. Einfach kein Grund, das neu zu erfinden. Warum hat Spotify Musik neu erfunden und nicht Sony Music? Weiß überhaupt noch ein Künstler, wer Sony Music ist? Alle wissen, wer YouTube ist und Spotify. Und da müssen wir drauf achten, was da passiert in diesen fundamentalen Veränderungen. Das war ich hier vor 10 Jahren mit meinem ersten BlackBerry. Da war ich total happy, dass ich eben jetzt meine E-Mail so checken konnte. Sie wahrscheinlich auch. Hat auch gut mit dem Tippen funktioniert. Auf einmal kam iPhone und dann Apps. Alles geht um Apps. Der nächste Schritt ist aber ein bisschen weiter noch. Ist ein Bot, ein Roboter, eine Software, die das macht für uns. Also, man geht quasi von mach meine E-Mail zu nimm die App und mach meinen Job zu erledige das für mich. Ich gebe Ihnen kurz einen Videotrailer, dann können wir das sehen. Play the morning playlist. Okay, playing morning playlist. Okay Google, play music in all rooms. Okay Google, I'm listening. Your flight to Portland is delayed by 30 minutes. Change my dinner reservation tonight from 7:30 to 8:00. Your reservation at Andina is now confirmed for 8:00 PM. Hey Google, text Louise, flight is delayed, dinner moved to 8. Okay, message sent. Morning. Hey Google, turn the lights on in Kevin's room. Das ist vor einer Woche bei Google I/O, bei dem großen Google-Kongress, gezeigt worden. Das ist Google Home, heißt das. Das ist nicht Science-Fiction, das Funktioniert jetzt. Da können Sie also alles erfragen. Sie können sagen, Sie möchten Tickets buchen. Sie können nach Heiratsvermittlung suchen. Wie auch immer. Also alles, was die Maschine kann, kann sie leisten. Da kommen wir dann wirklich relativ rasch an Science-Fiction. Stellen Sie sich vor, zum Beispiel, Sie haben eine Firma, Sie haben Executive Assistants, die können Sie alle rausschmeißen, weil auf Ihrem Schreibtisch steht Google Office Now. Sagen Sie: Book airplane ticket to Costa Rica. 10 Sekunden später, gemacht. Das sind alles Dinge, die jetzt passieren, also sowohl Professional als auch sonst. Voice Control wird das neue Normal. 2 Jahre ungefähr, bis es wirklich gut funktioniert. Ich glaube, da sind sehr viele Dinge, die dann wirklich einfach und gut werden. Zum Beispiel können Sie im Büro sagen: Bring mir die Pläne von diesem Bau. Und zack, ist es. Taucht es auf. Natürlich muss man dazu auch die IT-Infrastruktur haben. Früher war das so, haben Sie vielleicht schon von Siri gehört? Das war Siri vor 3 Jahren: I'm going to jump off a bridge and die. Und Siri ist sehr helpful und schlägt dann die Brücken vor, wo man hingehen kann. Das war vor 3 Jahren. Und heute ist hier diese App, die heißt WIV. Da frage ich: Will it be warmer than 70 degrees near the Golden Gate Bridge after 5 PM the day after tomorrow? Keine einfache Frage. Und das System sagt: No, it won't be that warm Wednesday after 5 PM. Komplexe Fragen. Neulich war ich bei IBM Watson. IBM hat eine Veranstaltung über IBM Watson gemacht in Amerika und habe dort IBM Watson gefragt. Also natürlich ist es eine Frau, es ist immer eine Frau aus irgendeinem Grund. Aber ich habe dann gesagt: Okay, what is the future of Europe? Und Watson hat mir einen Vortrag gehalten, 12 Minuten, perfekt. Sprachlich, inhaltlich, mein Job. Und zwar wirklich gut. Dann habe ich ja gedacht, okay, irgendwie muss ich herausfinden, ob ich da jetzt was kaputt machen kann. Und dann habe ich gesagt, okay, Watson, what do you think about the United States of Europe? Das ist ein Konzept, ein far-out-Konzept natürlich. Und Abiy Ahmed hat gesagt: Command not understood. Specify command. Weil es gibt kein United States of Europe. Das ist eine Idee. Das ist der Unterschied zwischen Mensch und Maschine. Und ich glaube, der wird uns noch eine lange Zeit begleiten. Hoffentlich. Aber wir sehen bereits hier, ich habe nachgeschaut im American Journal of Architects, Zukunftstrends habe ich ein bisschen gesammelt in den letzten paar Wochen. Ein Zukunftstrend ist the year of the digital assistant. Wir werden also digitale Assistenten benutzen, um unsere Arbeit zu machen. Das können Sie online lesen, das ist ein sehr guter Artikel. Virtuality in design and workflow, das schauen Sie bestimmt auch schon an. Ich glaube, das ist eine gigantische Möglichkeit für uns. Effizienter, schneller, besser, transparenter für den Kunden. 3D-Printing, Rockprint, sollten Sie sich unbedingt anschauen auf dem Internet. Das ist der erste Baustoff, der on demand gedruckt wird, und zwar in 150 verschiedenen Varianten, der alles Mögliche simulieren kann und auch zugelassen ist. Da kommen wir auf den Hauptpunkt jetzt. Die Digitalisierung ist eine Himmelhölle. Hell Van, sage ich dazu auf Englisch. Auf Twitter. Das heißt, viele von den Sachen sind total gut, da können wir sagen, das ist toll, weil ich werde schneller, ich kriege Superpower, ich kann meine Kunden mehr begeistern, ich kann sie mehr ansprechen. Customer Relationship Management, Marketing. Aber es ersetzt mich vielleicht auch irgendwie. Oder es macht mir Angst, weil ich nicht verstehe, wie es funktioniert. Oder es kommt irgendein 20-Jähriger mit einer Software und macht mein Business kaputt. Siehe Napster. Ich glaube, da müssen wir drüber nachdenken, wohin das geht. Wir müssen unterscheiden können. Also ich sage oft eben, Technologie hat oft diese Komponenten. Am Anfang ist es magisch und dann zum Beispiel hier Mobile Banking. Ich kann in Bangkok im Zug mein Konto nachsehen und schauen, ob ich noch Geld habe. Manisch, das heißt Fear of Missing Out, wie man sagt. Ich checke nachts um 12 meinen Facebook-Feed, weil ich könnte ja noch ein Like bekommen von irgendjemandem. Kennen Sie vielleicht, ja? Oder giftig. Maschinen, die meinen Job übernehmen. Ich glaube, da genau an dem Punkt, wo ich sage, okay, Magie ist toll, also wenn Sie Apple Keynotes anschauen, jedes dritte Wort ist Magic. Oder zumindest war es früher mit Steve, rest in peace. Ein bisschen manisch, okay, verstehen wir, wir sind alle ein bisschen manisch. Also wir arbeiten meistens mehr jetzt deswegen. Aber toxic, giftig? Da müssen wir überlegen, Technologie ist ein guter Diener, aber ein schrecklicher Herrscher. Dort müssen wir einen Kompromiss finden, Balance finden. Zum Beispiel, ich sage gerne, also offline ist der neue Luxus. Wenn Sie wirklich Luxus haben wollen, dann machen Sie einen Disconnect jetzt. Deswegen ist die Schweiz so gut aufgestellt für Tourismus. Ich habe schon dem Tourismusbüro vorgeschlagen, wir sollten eine Kampagne anwerfen: Kommt in die Schweiz, seid gelangweilt. Das ist kein Witz. Ich glaube, das würde gut funktionieren, weil Leute können jetzt auf einmal sagen: Jetzt bin ich offline, ich muss nicht mehr andauernd irgendwas tun. Gleich kennen Sie das Gefühl. Also Offline ist ein neuer Luxus. Das wird sich auch im Bauen niederschlagen, ganz sicher. Aber es ist kein Trend, wo man jetzt sagen würde, es wird die Mehrheit der Bevölkerung, das werden die sein, die sich das leisten können. Menschen bauen Maschinen. Wir haben immer schon Maschinen gebaut. Wir lieben unsere Maschinen. Gerade Sie lieben Maschinen, Technologie. Denke ich. Aber jetzt können wir sehen, dass diese Maschinen auf einmal ein Teil unseres Lebens werden und unsere Jobs wegnehmen, unsere Arbeit verändern. Wir sehen bereits am Flughafen, das beste Beispiel, ich habe immer gern Flughafenbeispiele. Früher war der Check-in eine Person, jetzt ist es ein Automat. Wenn Sie jetzt nachts da gestrandet sind, dann sehen Sie, wie die Roboter rumfahren und sauber machen. Und manche Menschen verhalten sich schon wie Roboter an Bord. Aber alles, was digitalisiert und automatisiert wird. Ein Tipp für Ihre Zukunft, auch für Ihre Kinder: Schauen Sie Ihre Arbeit an. Alles, wo Routine draufsteht, sollten Sie jetzt loswerden. Weil das wird von Software gemacht. Schauen Sie Buchhaltung an zum Beispiel. Es gibt 3 große Firmen, die es zum Ziel gemacht haben, Buchhalter auszurotten. Grundsätzlich. Weil Buchhaltung ist eine manuelle Arbeit. Es ist keine ganz einfache Arbeit, aber es ist Routinearbeit zum Großteil. Also zumindest auf normalem Level, nicht auf dem Top-Level, nicht CFO-Level oder so was. Andererseits gilt auch das, und das ist unsere Hoffnung: Alles, was nicht digitalisiert werden kann oder automatisiert werden kann, wird immer wertvoller. Und was ist das? Das sind unsere menschlichen Dinge. Ich nenne das manchmal den Algorithmus, Technologie, und den Humanrhythmus, also menschliche Dinge. Empathie, Kreativität, Emotionen, Verstehen, Verhandeln, Erfinden, Reagieren, Pattern Recognition. Ich glaube, das wird die Zukunft auch von unseren Jobs sein, dass wir das benutzen, solange wir können, und dann Und dann Wert oben mit drauftun. Ich habe jetzt mal diese Pyramide zusammengestellt hier, was eigentlich passiert, diesen Kontext für Ingenieure und Architekten, exponentielle Technologien und Consumer Empowerment. Ihre Kunden, die Millennials in der Zukunft, die Häuser kaufen, die Dinge beauftragen, die werden so viel anspruchsvoller sein, das sieht man jetzt auch schon, also exponentiell anspruchsvoller. Das ist sicherlich keine Überraschung für Sie, aber wir sind erst am Anfang. Schauen Sie, was mit Musik passiert ist. Heute kriegen Sie keinen mehr dazu, da 2 Franken zu zahlen für einen Song. Das ist auf YouTube. Und zwar morgen oder bevor ich es überhaupt schon gemacht habe, auf YouTube. Urbanization, Cities as Leaders, Sustainable, 70 ist das neue 50. Das ist ein Trend. Wir werden jeden Tag im Westen, werden wir 8 Stunden älter in der Lebenserwartung. Jeder von uns kriegt jedes Jahr ein Dritteljahr gutgeschrieben. Für uns ist es zu spät, für immer zu leben. Für unsere Kinder, wenn Sie jetzt einen 30-jährigen Sohn haben und der hat Kinder, dann werden die wahrscheinlich 120 Jahre alt. Es gibt Leute, die sagen, dass sie Gar nicht mehr sterben müssen. Da wäre ich jetzt nicht so sicher, aber neue Arbeitskultur. Unsere Jobs der Zukunft sind nicht mehr feste Arbeit. Die sind diese unsere Gig Economy. Wir arbeiten am Auftrag, dann machen wir was anderes, dann gehen wir an den nächsten Auftrag, wir ziehen weiter, wir teilen Dinge. Stellen Sie sich vor, was wir dafür an Ausbildung brauchen. Die Experience Economy. Mehr Zugang, weniger Besitz. In Großstädten kann man das schon gut beobachten, weil viele Kids keine Häuser mehr kaufen, keine Wohnung mehr kaufen, sondern zusammen kaufen und teilen oder einfach sich verknüpfen über online und dann Wohnungen tauschen. Shared Offices kennen Sie auch schon, das Phänomen. Das ist überall im Gang, dass man eben kein Büro mehr mietet, sondern nur noch rotiert. Weil die Arbeit ist in der Wolke. Man braucht nur eine Dockingstation für Power und für Kaffee. Also, was hier gerade passiert, Smart City, kennen Sie wahrscheinlich, Diskussion über das Internet der Dinge, alles wird vernetzt, Internet des Hauses. Es gibt bereits den ersten Kühlschrank, der Ihnen Zugang verweigert, wenn Sie auf Diät sind. Und das ist ein Hit in Japan, Samsung Smart Fridge, der sagt: You cannot eat before 10 PM. Wahrscheinlich verteilt der auch Stromschläge und man muss es dann trotzdem versuchen. Und dann ist die Frage: Haben wir denn auch smart people? Smart Politiker? Weil die brauchen wir ja nicht jetzt. Stellen Sie sich vor, das wird zum Standard, ganz egal, was wir darüber denken, weil das wird so effizient, so effektiv und so schnell und so billig, Das ist genauso, wie wir heute sagen: Ich wünschte, es wäre jetzt endlich mal Ruhe und keiner würde auf dem Handy reden. Aber es ist nun mal einfach Realität. In 10 Jahren brauchen Sie eine Sondererlaubnis, um mit dem Auto zu fahren, so wie wir das heute tun in Großstädten. Also selber zu fahren. Das heißt, wir kommen da also am Bedarf eben auch, sonst kommen wir vielleicht dann doch in diese Gesellschaft, die uns ewig beobachtet. Wo wir keine Auswahl mehr haben. Ich glaube, das ist ganz sicherlich auch in Ihrem Bereich ganz sicherlich wichtig. Diese Vernetzung ist unheimlich positiv, weil sie effizient ist, weil sie neue Werte schafft, weil sie uns erlaubt, billiger und besser zu sein, schneller zu sein. Aber mit viel Macht kommt eben auch viel Verantwortung. Und es ist nicht unsere eigene Verantwortung, darauf zu schauen, ob Facebook mit unseren Daten das Richtige tut oder nicht. Es geht hier um strukturelle Dinge. Datenschutz ist keine Sache, die ich alleine betreibe. So ein bisschen nach dem Motto: Wenn das Atomkraftwerk explodiert, dann muss ich mich beschützen, statt darüber nachzudenken, ob wir Energie brauchen oder nicht. Also wir kommen in diese Ära von Digital Ethics und von digitaler Ethik. Ich glaube, das werden Sie in dem Job jeden Tag erleben in der Zukunft, wo Sie darüber nachdenken: Ist das eigentlich das Richtige für mich, für meine Klienten oder für uns als Mensch? Oder ist es nur, weil es Technologie tut? Was ist der Sozialkontrakt dahinter? Technologie hat keine Ethik, sind Maschinen. Aber eine Gesellschaft, die auf Technologie basiert und vielleicht keine Ethik hat, Das wäre bad news. Vielleicht denken Amerikaner da anders drüber oder Chinesen, ich weiß auch nicht. Weil wir haben nämlich auch diese Seiteneffekte von Technologie. Dinge, die vielleicht nicht ganz so gut sind, die müssen wir auch beobachten können. Deswegen war meine Frage an Sie, ich nenne das manchmal Team Human. Das ist ein Ausdruck, der in Amerika geprägt wurde, um zu sagen, wir haben diese ganze Technologie und die ist unausweichlich. Wenn Sie das nicht tun, sind Sie nicht konkurrenzfähig. Das ist die Bottomline. Wenn Sie nicht Big Data benutzen, wenn Sie nicht intelligent sind, wenn Sie nicht kognitiv, nicht mobil sind, sind Sie langfristig nicht konkurrenzfähig. End of story. Müssen Sie Luxus betreiben, wenn Sie das wirklich weglassen wollen. Wenn ich heute irgendwo rede und Leute sagen, dann verknüpfen wir uns, dann ist immer LinkedIn, wenn Sie nicht auf LinkedIn sind, sind Sie entweder reich oder blöd. Eins von beiden. Also das ist einfach eine Tatsache. Aber die Zukunft sicherlich bedeutet eben auch das auf der anderen Seite: Team Human sind Dinge, die nur Menschen können. Zum Beispiel Vertrauen. Nehmen Sie das banale Thema von Vertrauen. Vertrauen ist der Grund für Transaktionen. Vertrauen treibt Business, Business-Beziehungen. Und Vertrauen ist nicht digital. Ich werde Ihnen nicht mehr vertrauen, weil Sie eine App haben. Aber vielleicht, wenn ich Ihnen schon vertraue, dann wird Ihre App noch mehr Vertrauen auslösen oder verstärken. Das könnte schon sein. Aber ganz sicherlich geht es um Dinge wie zum Beispiel Emotional Intelligence. Dass ich den Kunden verstehe. Wenn ein Arzt zum Beispiel durch das Krankenhaus geht und mit IBM Watson die Runden macht und IBM Watson sagt: Dieser Krebspatient, der ist genau der gleiche wie diese 187.000 hier und deswegen musst du ihm das Medikament geben. Das macht er alles auch jetzt schon. Aber IBM Watson kann den Patienten nicht verstehen im Sinne von dem, was der Patient von sich gibt. Welche Dinge da noch passieren zwischen den Worten. Das heißt, wir haben also ganz neue Dinge, die wir überlegen müssen. Was ist eigentlich der Grund, der Purpose? Worum geht es im Endeffekt? Und ich glaube, das wird uns auszeichnen in der Zukunft und Ihre Firmen auszeichnen. Dass sie Technologie benutzen, aber auf Team Human sind. Dass sie nach wie vor darauf zählen, was zwischen Menschen passiert. Das gehört auch sehr dazu, man nennt das in Amerika die Triple Bottom Line: People, Planet, Profit. Und das ist eine Sache, die jetzt gerade passiert durch den Schwung der Energieindustrie. In der Zukunft wird es Börsen geben, Für diese Art von Firmen. Also investieren Sie nicht mehr auf den NASDAQ, sondern auf diese Triple Bottom Line Stock Exchange. Das wird auf uns zukommen, Sustainable Capitalism. Das war ein Joke vor 5 Jahren, mittlerweile ist das ein Mantra. Da könnten Sie drauf setzen. Ich glaube, wenn wir das tun, vor allen Dingen hier in der Schweiz, glaube ich, haben wir eine gute Zukunft. Ich fasse kurz zusammen und dann, weiß nicht, ob wir noch Zeit haben oder Ob es schon Zeit ist fürs Dinner? Aber das ist so ein bisschen meine Zusammenfassung. Ich glaube, dass wir da gucken müssen, dass wir das zusammenbringen. Das ist ein bisschen heller hier. In dieser Reihenfolge eigentlich unsere Zukunft ist Technologie, Vernetzung und Daten eindeutig. Das findet statt. Die Intelligenz und der Mensch auf dieser Abwägung der zwei. Wirklich Werte zu schaffen in der Zukunft. Ich glaube vor allen Dingen, wenn es ums Bauen geht, um das, wo Leute leben, können wir nicht nur Technologie anwenden. Und ich glaube, da wird es darum gehen, eben diesen Kompromiss zu finden. Und mein Tipp für Sie ist, um zukunftssicher zu werden, das fragen mich oft Kids, so 25-Jährige oder so was, in dieser Zukunft, die ist ja vollkommen unklar. Soll ich noch studieren? Oder soll ich einfach um die Welt reisen? Oder soll ich eine Religion starten? Oder was? Da sage ich immer: Okay, am besten, wenn wir eine Arbeit haben, wenn wir einen normalen Job schon haben, dann verwenden Sie 5% Ihrer Zeit mit dem, was sein könnte. Wenn ich Sie jetzt fragen würde: Was ist in 2020 mit Ihrer Firma? Könnten Sie diese Frage beantworten? Oder andersrum gefragt: Wenn Sie heute anfangen würden mit dem, was Sie machen, wie würden Sie anfangen? Das ist eine wichtige Frage, weil in 5 Jahren ist es so weit, dass ein Teil von dem, was Sie machen, ein Großteil von dem erneuert ist. Wissen Sie, wie lange die Top-S&P-500-Companies leben heute im Lifecycle? Früher 74 Jahre, heute 14,5 Jahre. So schnell geht das. Wir müssen also die Zukunft besser sehen können, um sie zu gestalten. Und dazu gehört eben nicht alles zu wissen, sondern Verständnis zu entwickeln. Und ich glaube, wenn Sie das tun, sind Sie future-proof, weil dann kommen die Ideen von selber. Denn wir sind ja erfinderisch hier in der Schweiz. Wir erfinden gerne Dinge. Aber manchmal ist eben das Risiko von beiden ein bisschen im Weg. Und ich glaube, das könnten wir verbessern. Deswegen danke ich Ihnen für Ihre Zeit. Sie können die Präsentation runterladen bei futureofsgerd, englische Webseite, oder gerdleonhardt.ch. Und natürlich, wenn mein Buch rauskommt, gehen Sie unbedingt dahin. Vielen Dank. Besten Dank, Herr Leonhard. Wir wechseln jetzt zuerst an
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