ESPRIX Excellence Suisse, Gerd Leonhard, Futurist, Autor, CEO The Futures Agency (in German)
6 Apr 2017 · 47 min
This content was created by Gerd Leonhard. This content was uploaded by GHION.AI . This is a podcast titled "ESPRIX Excellence Suisse, Gerd Leonhard, Futurist, Autor, CEO The Futures Agency (in German)" created by Gerd Leonhard on April 6, 2017. The content features a talk by Gerd Leonhard discussing the future of humanity in the context of advancing technology, the convergence of humans and machines, and the ethical implications of technological progress. The talk covers topics such as artificial intelligence, human augmentation, and the balance between technology and humanity.
Chapters
Ja, meine Damen und Herren, ich wage mal die Prognose in die Zukunft, dass es Musik immer geben wird, weil sie uns berührt, weil sie unser Gemüt bewegt, weil sie unser Innerstes bewegt, weil sie Schwingungen erzeugt und weil sie uns eben als Menschen auch irgendwo erkennt und wie gesagt berührt. Dass der Mensch auch in der Zukunft Mensch bleiben wird, davon gehen wir heute ja auch aus bei unserem heutigen Weitblick in eine digitale und technologisierte Zukunft. Welche Rolle spielt der Mensch inmitten dieser Technologie, die sich weiterentwickelt und die sich eben auch potenziert und in Zukunft natürlich auch Dinge ermöglichen wird, die wir uns heute kaum vorstellen können? Unser Gast, der befasst sich, Sie werden ihn gleich kennenlernen als Futurist, als Autor und Berater, Zukunftsfragen genau damit sein Weg ist sehr unkonventionell. Er hat zunächst einmal Theologie studiert, Dann war er 15 Jahre lang als Musiker unterwegs in den USA als Gitarrist. Dort wurde er auch vom Internetvirus befallen und hat dann als digitaler Unternehmer unter anderem eine eigene Online Plattform geführt mit 100 Angestellten. Inzwischen gehört er zu in Europa zu den führenden Futuristen und spricht heute über Menschlichkeit der Technologie, ein Schlüsselwort, ein Schlüsselfaktor für unsere Zukunft. Nach allem, was wir heute gehört haben. Hoffen wir, dass es so ist. Herzlich willkommen, Gerd Leonhard.
Ja, hallo meine Damen und Herren. Ich komme auch noch selber zu Ihnen, nicht nur auf der Leinwand, das ist schon ein Vorteil. Ich freue mich heute bei Ihnen sein zu dürfen, um über das Thema Mensch und Technologie zu reden. Ich glaube, es gibt eigentlich momentan in den nächsten 10 Jahren kein wichtigeres Thema als Mensch und Technologie. Ich bin seit 15 Jahren als Futurist, also als Forscher kann man das jetzt nicht bezeichnen, aber als Zukunftsberater unterwegs und in den letzten fünf Jahren habe ich nichts mehr gehört als diesen Kommentar von meinen vielen Plätzen, wo ich weltweit unterwegs bin. Was machen wir denn dann, wenn es so kommt? Gibt es noch Jobs für uns? Werden wir noch gebraucht oder werden wir, wie Noel Harari sagt, useless humans? Ich glaube, es ist ganz wichtig seit 50 Jahren in der Schweiz, dass wir uns hier in der Schweiz damit beschäftigen, weil es braucht jemanden, der dieses Thema in die Mitte des Raumes stellt. Ich glaube, dass wir dieses Thema natürlich in den USA momentan erst recht verlieren. Das ist mein letzter Kommentar über Trump, aber in China zum Beispiel auch, deswegen habe ich ein Buch darüber geschrieben, das ist Technology vs. Humanity, momentan nur auf Englisch, es gibt es dann im Sommer auch auf Deutsch endlich. Ich glaube, der Buchladen später hat auch ein paar Exemplare da, falls Sie das anschauen wollen. Und eins habe ich zu verschenken, wenn Sie wollen. Also erstmal kurz, was mache ich meine Arbeit? Ich sage nicht die Zukunft voraus. Das können einige wie Alvin Toffler, Arthur C. Clarke, Ray Kurzweil, Nostradamus, ich nicht. Ich sage nichts voraus. Ich beobachte in China, sagt wenn ihr die Zukunft wissen wollt, fragt eure Kinder. Wir müssen alle die Zukunft beobachten, weil sie kommt jetzt viel schneller, als wir gedacht haben. Sie wissen noch, wie wir über das Paperless Office geredet haben vor 15 Jahren. Paperless Office, jetzt langsam aber sicher immer noch nicht ganz paperless, aber es kommt. Wir haben über die Energiewende, Solarenergie gesprochen, 50 Jahre nichts auf einmal, bumm, in 20 Jahren ist es hier. Beobachten ist Thema Nummer eins. Thema Nummer zwei ist Verstehen. Das ist das, was Sie von Maschinen unterscheidet. Maschinen können beobachten, Sie können zuhören, Sie können mein Gesicht lesen, Sie können meine Sprache nachahmen, Sie werden intelligent, Sie können denken in Anführungsstrichen, aber sie können nicht existieren. Der Mensch als Computer stellen sich viele Leute vor. Ich denke, da ist ein großer Unterschied. Wir operieren auf Kanälen als Mensch. Der Computer hat einen Kanal und das ist einfach Daten. IBM Watson kann 1,2 Millionen Bücher pro Minute lesen, aber hat er den Kontext von diesen Büchern? Versteht er Moral, Wert, Ethik, triviale Sachen wie Menschlichkeit? Ich glaube, da sind wir an einem Punkt, wo wir dann früher oder später das wird unser Job in der Zukunft auch vorstellen zu können. Stellen Sie sich vor, Sie fragen einen was ist die Zukunft der Schweiz? Ich glaube, der könnte faktmässig Antworten geben, aber könnte eine Geschichte erzählen darüber. Ich glaube, das ist auch der Unterschied. Und dann last not least von der Zukunft zurück planen. Ich sage meinen Klienten immer wenn sie sich neu erfinden wollen, dann ist es gut, nicht von heute in die Zukunft zu gehen, weil dann machen wir irgendwelche Pflaster darauf, was uns jetzt gerade wehtut und machen das besser. Sondern von der Zukunft zurückzukommen, back from the future. Wenn ich sie fragen würde, individuell, ich glaube, die meisten von Ihnen könnten uns sagen, was in fünf Jahren auf uns zukommt, wenn wir denn die Zeit dafür hätten. Ganz wichtiger nehmen Sie sich die Zeit für die Zukunft. Thema Nummer eins können wir heute sehen, wir sind heute auf der skala von mensch und maschine konvergenz sind wir auf fünf von 100 sie denken heute schon, dass wir Maschinen sind, wenn wir unsere mobilen Geräte nehmen, unser externe Gehirne sozusagen oder wenn Sie sich manchmal umschauen, wenn Sie in Asien essen gehen, Südostasien speziell jede einzelne Familie hat mehr Unterhaltung mit ihren Screens als mit den anderen Familienteilnehmern. Die Konvergenz ist da und ich glaube in meinem Buch nenne ich das den Algorithmus und den Androrhythmus, das ist eine Worterfindung, der Androrhythmus ist das, was uns eigentlich wirklich beschäftigt. Menschen reagieren nämlich nicht auf Daten, nur auf Daten. Menschen reagieren auf alles andere, außer Daten eigentlich. Wenn wir uns nachher treffen, vielleicht am besagten Buchstaben, dauert das 45 weniger als eine Sekunde, bis wir einander abgeschätzt haben. Unmöglich für Computer, ohne ein Wort zu sagen. Das heißt also da ganz sicherlich kommen Dinge auf uns zu, wo wir sagen müssen, was bedeutet denn diese Symbiose von Mensch und Maschine Und ich meine wirklich eine Symbiose? Ich rede nicht vom mobilen Telefon hier, Sie wissen wohin das geht, vom Handy zu der Brille, die connected ist, bis zum Implantat, so wie das Coachella Implant zum Hören bis hin zu einem Brain Computer Interface und in 15 bis 20 Jahren eine direkte Connection vom Neokortex zum Internet. Sie meinen, das ist ein Witz? Leider nicht. Es gibt viele Menschen, die bereits darüber reden, dass wir als normaler Mensch ein Upgrade brauchen. Kann man sich schwer vorstellen, wenn wir in der Schweiz leben, wo wir das eigentlich als gut empfinden, dass wir kein Upgrade brauchen, aber aber vielleicht sind wir die letzte Generation von Menschen, die nicht augmentiert ist. Wir sind genau in diesem Softspot, exponentielle Veränderung der Technologie, Wir sind an diesem Take off Punkt. Wir sind an dem Punkt, wo auf einmal alles das, was früher Science Fiction war, nämlich denkende Maschinen, selbstfahrende Autos, Sprachübersetzung, Paperless Office, zum Mars zu fliegen, was weiß ich, the sky is the limit, Wir immer sagt in Amerika geht Science Fiction wird zu Science Fact. Gerade in der Schweiz ist das wichtig, weil wir haben ja eine Menge gute Researcher bei der ETH, bei der EPFL, die genau diese Zukunft erfinden und dann damit nach Amerika gehen oder nach China jetzt. Also wir erfinden ja auch teilweise die Zukunft selber Und da kann man sagen, früher oder später in ungefähr 40 an diesem Take Off Punkt, wo eigentlich alles geht, also die Frage, ob Technologie etwas kann, die wird eigentlich immer mit Ja beantwortet. Können wir Krebs heilen mit Genmanipulation? Die Antwort ist ja. Wann genau, wissen wir nicht. 20 Jahre, das ist ein kurzer Zeitraum. Können wir eine Energiewende herbeiführen für Solarenergie, die 100 Prozent unseres Energiebedarfs abdeckt? 20 Jahre. Das heißt, wir kommen also auch an den Punkt, wo dann so triviale Sachen wie Ethik im Raum stehen, wo wir uns ja gar nicht einig sind, was das eigentlich ist. Der Sozialkontrakt, den wissen wir, aber wir reden nicht drüber. Also in der Schweiz würden Sie Familien nicht sehen mit den Notebooks, die gleichzeitig essen nicht so oft. Das ist unser Sozialkontrakt, der das verhindert. Das heißt, wir kommen jetzt an den Punkt, wo wir diese ganzen Dinge, die Sie hier sehen, die passieren alle auf einmal. Das Internet der Dinge, kognitive Systeme, Nanotechnologien, Geo Engineering, Human Genome Editing. Wenn Sie im Business sind, ist das für Sie ganz klar. Die Wir brauchen nicht nur Innovation, wir brauchen Transformation. Innovation machen wir sowieso jeden Tag, sonst wären Sie gar nicht hier, wenn Sie nicht innovativ wären. Die Frage Wie können wir uns wandeln, um was ganz anderes zu werden. Transformation, wenn Sie in Deutschland die Automobilwirtschaft anschauen, das ist keine Innovation, das ist Transformation vom Autoverkaufen zu Mobilität verkaufen. Die Musikwirtschaft, wo ich lange Zeit tätig war, wir verkaufen keine Musik mehr, weil die ist de facto umsonst. YouTube, Spotify kennen Sie vielleicht. Wir zahlen jetzt 10 Franken für 20 Millionen Songs. Früher war es 20 Franken für 10 Songs. Das kann ja bestimmt nicht gut für Musiker sein, glaube ich nicht bei der Menge. Aber wir müssen uns neu erfinden. Das ist das, was Disruption bedeutet. Wir müssen überlegen, was das für uns bedeutet. Diese kommende Transformation, die wir jetzt überall sehen. Die Transformation aller Industrien ist sicher. Wenn Sie meinen, dass Sie als Banker oder als Versicherung oder als Politiker oder als Staat sicher sind von den gleichen Unterbrechungen, die bereits im Musikbusiness gelaufen sind, dann fragen Sie nur wann, nicht wie oder ob. Die nächste Welle der dramatischen Transformation ist Die Automobilindustrie, gefolgt von den Banken fängt ja jetzt schon an. Bitcoin, Blockchain, Versicherungen und ich würde sagen, zu 90 Prozent positiv, aber teilweise ziemlich herausfordernd. Wir müssen nämlich manchmal die ganzen Dinge, die wir gelernt haben, die erfolgreich sind, vergessen. Als ich Musiker war, haben wir Platten verkauft und da ging es um Unit Sales. Desto mehr Platten wir verkauft haben, desto besser war es. Und heute ist es Attention. Wer mag mich, wer liked mich, wer will mich sehen, wer will meine Werbung sehen und so weiter und so fort. Ganz anderes Geschäftsmodell. Wir nähern uns also immer mehr diesen Momenten, die nenne ich den Tesla Moment. Der Tesla Moment ist, wo wir erkennen, dass die anderen, die was total Verrücktes erfunden haben, doch nicht einfach nur wie meine full of Shit sind, sondern das funktioniert tatsächlich. Vor sieben Jahren hatte ich ein Meeting mit einer großen deutschen Automobilfirma, wo wir darüber geredet haben, selbstfahrende Autos, Batterie getriebene Autos, Da gab es Gelächter. Es ist unmöglich. Und heute können wir in zehn Jahren werden Sie kein Auto mehr kaufen, was einen Benzinmotor hat, Es sei denn, Sie haben einen speziellen Nutzen dafür oder eine Ausnahmegenehmigung. Also wenn Sie heute eine CD kaufen und Ihren Kindern zu Weihnachten geben, dann rufen Sie einen Therapeuten an. Sie sind hoffnungslos von gestern. Diesen Test im Moment, auf den müssen Sie gut aufpassen, ob Sie jetzt in der Medienbranche sind oder bei Banking. Der Tesla Moment heißt nämlich, wenn Sie den versäumen, wird sehr teuer und kann sie auch den Kragen kosten. Wir sehen hier, wie Sie bestimmt wissen, die Schweiz ist ja schon seit Jahren Nummer eins auf dem Global Innovation Index, Excellent sozusagen. Wir müssen uns aber dann schon fragen, was bedeutet eigentlich Excellence in der Zukunft? Das ist was ganz anderes, als was wir bisher gemacht haben. Was bedeutet das für uns, exzellent zu sein in der Zukunft? In dieser Welt sind Daten das neue Öl, das sage ich bereits seit 15 Jahren, jetzt ist es endlich soweit. Und Intelligenz ist das Benzin, auf dem wir fahren. Sie sehen hier links, früher, nur vor zehn Jahren, waren die wichtigsten und die mächtigsten Firmen der Welt waren Erdölfirmen, Konzerne und Banken. Natürlich, das waren gute Zeiten für uns. Und heute auf der rechten Seite, wer sind die mächtigsten Firmen? Technologie, Daten, Mining. 7,6 Trillionen Dollar Umsatz im letzten Jahr. Also wir kommen jetzt an einen Punkt, wo wir Technologie regiert die Welt. Nicht mehr Erdöl, nicht mehr Waffen, nicht mehr Kernenergie, nicht mehr Fossil Fuels Technologie. Und da müssen wir uns darauf einstellen, was es für uns, wo das hingeht. Super Beispiel ist Airbnb. Sie kennen vielleicht Airbnb, die größte Konkurrenz zu Hotels, die wir eigentlich kennen, in der Schweiz noch nicht so wahnsinnig verbreitet, aber es kommt langsam. Ich habe es mindestens schon 50 mal benutzt. Drei oder viermal war es ein totales Desaster. Also machen Sie es bloß nicht in London oder Paris. Das ist keine gute Idee. Aber Airbnb hat gerade vor drei Wochen ein neues Projekt angefangen. Sie haben okay, wir machen nämlich nicht mehr nur Wohnungen und Häuser, sondern man kann Erfahrungen buchen bei Airbnb Experiences. Ich kann also ein Haus mieten von dem Fischer in den Florida Keys und der nimmt mich mit zum Haifischjagen. Ein Teil des Angebotes Experience. Und ich glaube, dass wir da ganz klar sehen können, was passiert, wo es hingeht. Gutes Zitat. In Silicon Valley ist man sehr gut damit, eben diese Reibungspunkte zu entfernen und woanders ist man gut, sie zu machen, speziell bei Banken. Also ich muss immer wieder sagen, wenn ich mit einigen Banken unterwegs bin hier in der Schweiz, muss ich sagen, diese Reibungspunkte, diese Friction, die wir einfach so hinnehmen, das ist nicht zukunftsträchtig. Da müssen wir unbedingt diese Friction entfernen, denn ich sage immer flow not friction. Also wenn Sie sich ein Beispiel nehmen können von Airbnb und Dropbox und Über, ganz egal, was sonst für Probleme da herrschen bei denen, die machen es nämlich reibungslos. Ich steige aus dem Autoausbau über und verschwinde einfach. Das kommt mir gar nicht so vor, als ob ich auch bezahlt hab. Flow not friction. Das ist eigentlich so das, was in die Zukunft bringt, denn gut genug ist tot. Früher hat es gereicht, gut genug zu sein. Und das betrifft uns alle. Ich glaube, wir kommen an den Punkt, wo alles ich nenne das den Smart Converter, wo alles um uns herum smart wird. Smart City, Smart Farming, Smart Logistics, Smart Energy. Also wenn Sie eine neue Firma gründen würden, sagen Sie einfach, Sie machen smart. Was weiß ich? Futurist von mir aus. Und dann haben Sie schon ein neues Business. Und dann kommen wir in diese Zeit, wo Sie ganz klar sehen, was passiert. Wir benutzen Daten, manipulieren Daten, wir konsumieren Daten, alles basierend auf Smartness. Ich sage manchmal die ganze Welt um uns herum wird smart. Die Autos, der Laden, unsere Kleider, nur wir nicht. Wir sind immer noch die gleichen. Und das ist eine Herausforderung für uns, wo es hingeht. Hier ist ein super Es gibt jetzt einen Artificial Intelligent Doctor in einem System, der heißt Benjamin in England, dort können Sie chatten und Video und so weiter sich beraten lassen. Remotely können also eine Diagnose. Hier ein kurzes Video dazu. You can talk to an NHS approved doctor face to face on your mobile. Wherever you are, Make an appointment in seconds, Get advice or a diagnosis, have your prescription delivered to a pharmacy near you. You can have a summary of your appointment sent to your GP and play your consultation back. Das funktioniert alles noch nicht so wahnsinnig gut, aber Sie können sich vorstellen, wo das hingeht. Wenn es uns gelingt, die Menschen, die nur triviale Probleme haben, umzulenken vom Arzt oder Krankenhaus, Hierhin können wir 90 Prozent sparen. Vielleicht wäre das der Schlüssel in der Zukunft für die healthcare, die nicht so teuer ist. Wir werden auch bald die Welt mit neuen Augen sehen können, im wahrsten Sinne des Wortes. Das heißt, wir können da auf einmal Augmented Reality, Virtual Reality, der Doktor sieht die ganzen Daten bei der Operation, der Bänker sieht, wie sich mein Gesicht verändert und sieht die Analyse von dem, was ich fühle. Ich glaube, Schweizer Firma, die heißt Enveso, die das macht, können Sie mal nachschauen, ist auch schon im Einsatz. Also auf einmal sehen wir ganz andere Dinge. Es wird möglich, neue Dinge zu sehen. Das neue Interface ist eben kein Interface. Ich weiß nicht, ob Sie es bemerkt haben, aber viele Kids und Millennials, die heute unterwegs sind, die sprechen mit ihrem Computer und ihrem Handy. Die nehmen Voice Commands. In ein paar Jahren sind wir so weit, dass wir den Computer gar nicht mehr sehen, sondern wir sagen einfach, Sie haben heute Morgen, glaube ich, Alexa gesehen. Amazon habe ich gehört, Da sagen sie hey, ich brauche ein Hotel in Luzern, du weißt, was ich gern hab. Hier ist ein Beispiel. Introducing Amazon Echo. Hi there and some of Echo's first customers. Echo is a device designed around your voice. Simply say Alexa and ask a question or give a command. Alexa, how many tablespoons are in three, four cup?
Three, four cups is twelvepoons.
Also ich sage immer, Sie können schon bemerken bei der Art und Weise, wie die Musik ist. Sie können schon bemerken bei der Art und Weise, wie die Musik ist, was mit dem Produkt nicht stimmt. Wenn die Musik nämlich so vor sich hin und her jingelt, dann ist immer irgendwas, was dabei nicht stimmt. Hier ist ein kleines Problem. Das Mikrofon ist nämlich offen die ganze Zeit. Also ein kleines Problem. Wen würde das schon stören, dass wir komplett angehört werden können. Theoretisch kann man das ja ausmachen, aber 8 Millionen Amerikaner haben das in der Zukunft sagen Alexa, wen soll ich heiraten? Und schon kommt die Antwort. Vielleicht das Heiratszertifikat direkt mit dabei. Science Fiction wird zu Science Fact. Sie sehen hier die Hyperloop, haben Sie schon gesehen, die gebaut wird, 32 Minuten von San Francisco nach Los Angeles. Also eine Hyperloop, die ganz neue Art von Zug ermöglicht. Es wäre in der Schweiz hier sehr schwierig, weil wir einfach nicht den Platz haben dafür. Aber dort ist das sicherlich eine Wahnsinnsidee. Das heißt, dass in der Wüste natürlich ganz einfach zu realisieren ist. Bei uns wäre das viel aufwendiger. Aber eine Art von Jet Train können Sie auf dem Internet sehen. In Dubai gibt es bereits das erste fliegende Taxi und zwar selbstfliegend. Also wenn Sie mich fragen, ich würde mich nicht da reinsetzen, aber Sie können es ja gerne mal ausprobieren im September, wenn Sie unbedingt nach Dubai müssen, Machen Sie vorher Ihr Testament und probieren Sie es mal aus. The Self Flying Helicopter. Die Werbung ist übrigens ganz interessant, also müssen Sie mal nachschauen auf YouTube. Man fühlt sich bisschen wie ein Blade Runner. Das ist ja auch das Gute an Dubai, nehme ich jetzt an. Aber andere Zukunft, die wir um uns herum sehen. Das Ende des Sterbens, the end of dying. Also wird vorausgesagt, dass die Kinder meiner Kinder im Schnitt 100 Jahre alt werden. Wir alle momentan werden ein drittel Jahr älter pro Jahr durch medizinische Versorgung und andere Dinge. Die ersten Firmen in Los Angeles, San Francisco und Silicon Valley, die sagen, wir schaffen das, dass wir 150 werden und irgendwann das durchbrechen, dass wir sterben müssen. Das ist eine interessante Vorstellung. Was passiert denn dort eigentlich genau? Springen wir dem Tod von der Schippe? Sollten wir das tun, weil wir es können? Oder sollten wir sterben, weil wir sterben sollten? Ich meine, das sind jetzt keine theologischen Diskussionen, wie gesagt, triviale Fragen, die wir irgendwann mal erwägen müssen. Es ist ganz sicherlich so, dass Technologie uns enorme Fortschritte bringt und gebracht hat. Das müssen wir akzeptieren. Wir werden auch nicht zurückgehen, das wieder ausradieren. Sie sehen hier nur ein paar Die Gleichheit ist gestiegen, die Armut ist gefallen, die Education ist gestiegen und so weiter. Also das ist nicht nur alles Technologie, aber alles positive Ereignisse. Und dann haben wir auch diverse negative Ereignisse Herausforderungen, die uns Technologie bringt, zum Beispiel Waffensysteme, die automatisch töten können. Die einzelnen zwei Länder in der Welt, die das wollen, sind die, die Sie Amerika und England also nicht eine Drohne, die das bemannt macht über das Internet, sondern tatsächlich selber entscheidet, wen sie töten soll. Und natürlich Verlust unserer Arbeitsplätze. Man sagt, bis zu 50 Prozent aller Routinearbeiten werden automatisiert in den nächsten 20 Jahren. Und der absolute Überwachungsstaat, der durch diese Dinge, also kleine Herausforderungen, die wir anschauen müssen, überlegen müssen, was bedeutet das eigentlich für uns? Wo gehen wir hin? Was sind unsere Karten? Unsere Karten als Mensch sind diese einfachen Karten. Moral, Ethik, Werte. Und die Maschine kriegt immer mehr Karten, weil Technologie macht reich. Wenn Sie das schaffen, den Mensch zum Großteil durch Maschinen zu ersetzen, können sie ein paar 20 30 Trillionen pro Jahr daran verdienen. Wenn Sie es schaffen, den Mensch besser zu machen, wie verdienen wir damit Geld? Wie verdienen wir Geld mit Ethik? Ich glaube, intelligente Maschinen, die wir in der Zukunft sehen werden und menschliche Genmanipulation werden unsere Welt in den nächsten Jahren mehr verändern als in den 200 Jahren vorher. Und auch zum Positiven lassen Sie es bloß nicht darin verfallen, zu Das ist ja alles schlecht, weil das ist nicht so leider oder Gut, es ist zu 90 Prozent gut. Aber wie finden wir diese Balance? Wie weit würden Sie gehen, um in 2025 noch exzellent zu sein? Würden Sie mutieren zu einem Cyborg, wie man Amerika sagt? Wired or fired? Sind wir jetzt schon eigentlich nur, dass es noch unsere eigenen Gehirne sind. Aber würden Sie so weit gehen, sich zu verknüpfen mit dem Internet? Wenn ich mit manchen Leuten rede, weltweit, vor allen Dingen die Leute, die im Bereich Technologie sind, die sagen dann eigentlich, sobald das geht, möchte ich mein Brain zum Internet uploaden. Es wäre praktisch einfach. Also könnte man für immer leben, theoretisch. Wie weit würden Sie gehen damit? Marshall McLuhan hat mal zuerst machen wir unsere Werkzeuge und dann machen unsere Werkzeuge uns First we make our tools and then they make us. Ob das eine gute Idee ist, wage ich zu bezweifeln. Ob wir dann an einen Punkt kommen, wo wir dann wirklich nicht mehr ohne sein können. Was brauchen wir dafür eigentlich? Brauchen wir jemanden, der uns Das geht nicht, ist nicht erlaubt. Oder brauchen wir jemanden, der sagt, okay, was ist der Sozialkontrolle Das ist im wahrsten Sinne des Wortes die Himmelhölle. Hellvan, auf Englisch hell heaven. Können Sie, wenn Sie auf Twitter sind, können Sie meinen Hashtag danach verfolgen. Das kann total gut sein, das kann total schlecht sein. Das ist ja immer so bei Technologie. Nur dass wir in diesem Falle nicht mehr davon reden, dass wir eine Atombombe bauen können, statt ein Kernkraftwerk, sondern wir reden davon, den Menschen neu zu gestalten, zu reprogrammieren, Maschinen zu schaffen, die einen IQ von haben Keine Science Fiction. Meinen Sie bloß nicht, dass wenn Sie jetzt in meinem Alter sind, Sie das nicht mehr erleben werden, dann sind Sie safe. Das stimmt leider nicht. Wir reden hier von fünf bis sieben Jahren bis hin zu sogenannten Singularität, wo die Maschine so viel Brainpower hat wie ich und in 2050 eine Maschine, die Brainpower aller Menschen hat. Das ist die exponentielle Kurve. Ich sehe da momentan die Verteilung. Ich sehe, Wir haben zu 10 Prozent Hölle und zu 90 Prozent Himmel. Wir können effizienter werden, wir können Dinge tun, Sachen werden billiger, Musik, Film, Fernsehen. Endlich können wir die Filme schauen, ohne Bittoren zu benutzen, Endlich können wir umsonst uns anrufen auf WhatsApp. Ist alles gut. Die 10 Prozent sind Privatsphäre, Datenschutz sind ein Thema. Aber 10 Prozent, wir wollen natürlich nicht dahin kommen, dass wir in der Zukunft kommen, wo es 90 10 ist. Andersrum oder fifty fifty. Wie umarmen wir diese Technologien und wie investieren wir in diese Technologien? Wie nutzen wir sie, ohne dann dann nachher die 50 Prozent zu schaffen an den neuen Konsequenzen? Unintended consequences, wie gesagt, Magie oder Hölle, das sehen wir ja heute schon an mobilen Geräten. Never offline. Also ich bin mir ganz sicher, dass wir in fünf Jahren gar nicht mehr wissen, was offline ist, weil wir einfach immer da ist es so, wenn Sie heute Wasser nutzen wollen, das Wasser einfach da oder Strom. Also es gibt weniger Plätze ohne Strom oder Wasser. Offline ist ein mentaler Zustand dann, wo Sie sagen, ich nehme keine Daten mehr an. Wann wird Technologie so gut und so schnell und so billig, dass wir wirklich useless werden. Hier eine Szene aus Black Mirror, Sie kennen vielleicht Black Mirror, die ein bisschen weiter treibt die englische Fernsehserie und sagt, dass um uns herum alles mit Ratings stattfindet. Sie müssten sich mal anschauen. Gibt es auf Netflix mittlerweile, glaube ich, auch in der Schwei, wo wir alles raten und alles umherum. Es ist nur ein kleiner Schritt von heute entfernt. Wenn Sie mich nachher dann raten auf Twitter oder auf Facebook, sind wir gar nicht so weit weg davon. Das ist eine Frage, die ich habe und Sie vielleicht auch, wo wir überlegen müssen, was genau bedeutet das für unsere Zukunft? Wohin wird es gehen? Ist das unsere Zukunft? Ich glaube nicht. Erstmal glaube ich nicht, dass Maschinen uns wirklich das wegnehmen können, was wesentlich ist für uns. Dass Maschinen das können, was wir können, glaube ich. Information, Knowledge, Daten, ganz sicher besser als wir. Aber können Sie wirklich fühlen? Können Sie denken? Können Sie das nachvollziehen, was wichtig ist? Können Sie Entscheidungen treffen? Können Sie kreativ sein, ohne es einfach zu simulieren? Können Sie Beziehungen pflegen? Ich glaube, speziell in der Schweiz haben wir ja nicht so viele Jobs, die absolute Routine sind. Sagen wir mal Callcenter zum Beispiel oder Lastwagenfahrer sind 21 Millionen Lastwagenfahrer in den USA 21 Millionen. Davon werden 90 Prozent arbeitslos. Das ist so sicher wie das Abend in der Kirche. Das heißt, da kommen wir auf den Punkt, wo wir sagen mü Was bedeutet das für uns? Wir müssen natürlich auch schauen, dass wir die gleichen Ressourcen in einer Ethik stecken. Und ich rede hier nicht von Religion, wie Dalai Lama gesagt Ethik ist wichtiger als Religion. Ganz triviale Sachen. Was ist wichtig als Mensch zu sein? Was ist das Wichtige daran, dass wir Mensch bleiben? Wie nehmen wir Technologie, die diese Nachteile hat? Wie tun wir die einbetten? Die Europäische Kommission hat bereits vor acht Wochen ein digitales Grundrecht Manifesto gestartet, wo es um eine Art von Grundrecht geht, wo es hingehen soll auf dem Internet und mit digitalen Daten und mit künstlicher Intelligenz. Und ich glaube, das sollten wir unterstützen und überlegen, wo es dahin geht. Denn eins ist ganz Technologie ist moralisch neutral, bis wir sie anwenden. Wenn wir Technologie anwenden wie nukleare Energie, dann kommen wir ganz klar dahin, dass wir sie kontrollieren müssen. Wenn wir das nicht täten, wären wahrscheinlich heute gar nicht mehr da. Es ist nicht perfekt. Es gibt diverse Player wie Nordkorea oder Iran, die vielleicht nicht ganz damit einverstanden sind, Aber im Großen und Ganzen funktioniert es. Wir brauchen das gleiche Manifest für künstliche Intelligenz und für Genmanipulation, denn wir wollen auf keinen Fall den Fortschritt aufhalten. Stellen Sie sich vor, wir könnten nur eine einzige Person mit Krebs retten durch Genmanipulation. Eine einzige, dann müssen wir das tun. Aber die gleiche Technik erlaubt uns eben auch, Superbabys zu programmieren, Super Soldaten zu programmieren. Da kommen wir also in Entscheidungen, wo wir überlegen müssen, wo das hingeht. Und dann ist die Wer ist denn eigentlich hier Mission Control? Wer ist Mission Control for Humanity? Wo wird das alles entschieden? Sie wissen die Antwort in Silicon Valley und in China. Zum Hauptteil in Silicon Valley. 95 Prozent aller IT Technologie in den letzten 15 Jahren kommt aus Amerika und der Rest kommt jetzt langsam mal sicher aus China. Ich war selber 15 Jahre in den USA und jetzt kommen wir an den Platz, wo wir sagen mü Wir haben hier eindeutig eigentlich gar nichts zu melden. Und das ist schlimm genug, wenn es um Daten geht, um Datenschutz. Warten Sie mal ab, bis es darum geht, was ein Mensch eigentlich ist und was wir damit tun können. Da müssen wir ganz sicherlich sagen, vor allen Dingen hier in der Schweiz ganz sicherlich. Wir müssen unseren eigenen Mission Control haben dafür oder zusammenarbeiten, um ein gemeinsames zu haben. Das ist ja auch der europäische Gedanke eigentlich. Ich glaube, eine Zukunft, die das auf diese zwei Pfosten verteilt, könnte ziemlich schwierig aussehen. Vor allen dingen jetzt mit Mr. Trump, der eigentlich da natürlich auch nicht unbedingt positive Dinge zu beiträgt. Jetzt wollte ich Sie fragen, weil wir sind ja bei einem Excellence Event heute. Was ist eigentlich Excellence in der Zukunft? Sind Sie besonders schnell, besonders schlau, besonders Swiss? Was ist Exzellenz in der Zukunft in einer Zukunft, in der Maschinen denken können? Thinking Machines, der CEO von IBM. Sie sagt in fünf Jahren, alle großen Geschäftsentscheidungen werden durch kognitive Technologien getroffen oder unterstützt. Ist das dann die Exzellenz, dass Sie einen Computer benutzen? Was bedeutet das eigentlich dann? Mein Punkt ist Excellence ist kein Algorithmus. Es gibt auch exzellente Algorithmen, die wir natürlich benutzen sollten, aber Exzellenz oder Happiness ist keine App ist keine Technologie. Dasein ist keine Technologie. Ich glaube, es ist ein ganz wichtiger Punkt, wo wir darüber nachdenken müssen, wo uns das hinbringt. Denn ich denke, das menschliche Dasein ist nicht wirklich kompatibel. Computable. Weißt du, wie Sie darüber denken? Ich glaube nicht, dass wir nur fancy Data sind oder cool technology, wie man sagt, in Silicon Valley oder Wetware sagt man dazu in Amerika, NASA Software Meetspace sozusagen. Wenn Sie glauben, dass Menschen Data sind, dann ist unsere Zukunft vollkommen klar. Dann werden wir mit Maschinen konvergieren, Weil da geht es hin. Und das ist die Frage, gibt es so ein Happiness Kit, was wir dann runterladen und dann sind wir happy. Ich glaube, dass Technologie total gut darin ist, eben Eudonismus zu erzeugen. Das ist ja auch nicht schlecht. Also wenn Sie auf Facebook gehen und mich liken, dann fühle ich mich happy für 0,002 Sekunden. Ist auch nicht schlecht. Aber ist das wirklich Happiness? Ist das wirklich menschliches Glück Sinn? Ich glaube, da kommen wir an den Punkt, wo wir überlegen, wie Daniel Kahneman sagt jetzt auf Cognition is embodied. We think with the body, not the brain. Wir denken mit dem Körper, nicht mit dem Kopf. Nobelpreisträger Kahneman und viele andere. Das ist ein vollkommener Irrtum, dass wir mit dem Kopf denken, mit dem Brain. Es ist viel komplexer als das. Und klar, wir könnten sagen, natürlich früher oder später finden wir das auch raus, wie das geht. Dauert einfach länger, kann gut sein. Aber ich glaube, wir sind noch weit entfernt davon. Deswegen brauchen wir auch keine Angst davor zu haben, dass die Technologie uns überholt oder uns platt macht, wie wir in Hollywood Filmen immer wieder sehen. Wir sollten nicht mit Angst in die Zukunft gehen, aber mit Vorsicht. Ich glaube, dass wir darüber nachdenken müssen, was diese Art von Maschinendenken für uns macht. Machine Thinking. Wenn Sie Klienten oder Kunden haben oder Partner, denken Sie ja auch nicht an diese Kunden als eine Art von Maschine, wo Sie einen Chip reinstecken und dann kommt das Geld unten raus. Das sind Beziehungen, die wir pflegen. Wir kommen also dahin, wo wir ganz klar sagen müssen, unsere neuen Skills, die wir brauchen, um exzellent zu sein, sind die menschlichen Skills. Ich kann Ihnen garantieren, dass wenn Sie nicht technologische Skills haben und andere, kommen Sie da erst gar nicht hin. Aber es wird nicht ausreichen zu Wir haben tolle Technologie, wir sind innovativ. Wir müssen auch definieren, was es heißt, Mensch zu sein. Wo fängt das an? Wo hört das auf? The mind of an engineer and the heart of an artist. Ich glaube, da kommen wir an den Punkt, wo wir Was heißt das konkret? Und das sieht man eigentlich jetzt schon Der Economist hat viele Daten darüber veröffentlicht, wo wir sehen ganz klar Non routine Arbeit in der Zukunft. Non routine cognitive work Geistige Arbeit geht bergauf. Non routine manual Arbeit. Es wird eine Weile dauern, bevor ein Roboter ihr Klo reparieren kann, Aber Buchhalter Checkout im Supermarkt, Taxifahrer, Piloten, das ist gute Nachricht für Lufthansa, die können wir vielleicht automatisieren. Ob ich jetzt mit dem fliegen würde, das ist eine ganz andere Frage. Wahrscheinlich nicht, das ist eine soziale Frage. Aber wir sehen ganz klar, was da passiert. Alles, was Routine ist, wird automatisiert. Das ist so sicher wie die Musik, die in die Wolke gezogen ist, obwohl es alle Plattenfirmen nicht für gut hießen. Und ich glaube, wir kommen dahin an den Punkt, wo wir sagen müssen, welche Skills brauchen wir eigentlich? Das World Economic Forum hat viele Daten darüber veröffentlicht und eins ist ganz Die Future Skills sind Human Skills und angeführt von den beiden, nämlich Creativity und Emotional Intelligence. Keiner weiß so genau, was eigentlich Emotional Intelligence ist, Aber Wenn Sie vor 15 Jahren gesagt hätten, wir brauchen Emotional intelligence überhaupt Emotionen bei der Arbeit auf gar keinen Fall. Das sind ja Störfaktoren. Leute, die Fragen stellen, die was riskieren wollen. Heute ist es genau andersrum. Man muss ja traurigerweise sagen, dass unsere Kinder in den Schulen genau das lernen, was sie garantiert nie wieder einsetzen können, nämlich das, was vor zehn Jahren funktioniert hat. Also wenn mein Sohn ein MBA machen würde, würde ich sagen, es geb dir lieber Geld, dass du nach Indien gehen kannst für ein Jahr. Dort kannst du dann sehen, wer du bist. Die wichtige Frage ist für Sind wir bereit für das Ende der Routine? Schauen Sie mal Ihren Job an. Das mache ich alle paar Monate und sage, alle Routine wird geoutsourced, gebe ich an Software ab, weil ich brauche keine Routine machen in dem Bereich, wo es eigentlich viel einfacher geht. Deswegen sage ich immer Routine delegieren, aber niemals Effizienz über Menschlichkeit stellen. Sie kennen vielleicht positive psychology. Seligman, der redet von positivity, engagement, relationships, meaning and accomplishment. Das ist das, warum Leute mit Ihnen Business machen. Das sind die Werte, die dahinter stehen. Alles andere können wir delegieren, aber nicht Menschlichkeit, nicht Beziehungen. Und wir sollten uns auch davor hüten, den Daten alles zu glauben. Dataismus sagt man dazu, Reduktionismus. Das beste Beispiel ist TripAdvisor. Sie kennen TripAdvisor. Das ist manchmal total gut, manchmal total schlecht und wir wissen nicht wann genau und wie genau. Ist einfach, ist interesting, aber nicht wirklich die Wahrheit. Also natürlich gibt es keine objektive Wahrheit, was Essen betrifft oder Hotels, aber da können wir ganz klar manchmal gut, manchmal schlecht. Aber wir sollten auf keinen Fall denken, dass diese Wahrheit der Daten besser ist als unsere eigene, sondern Wir sollten sie mit hineinnehmen. Wir sollten auch darauf verzichten, in der Zukunft darüber nachzudenken, wie wir alles hyper effizient machen können. Der Sinn des Lebens ist nicht Effizienz. Nur für den CFO vielleicht. Ich glaube, da kommen wir an den Punkt, wo wir überlegen müssen, was ist denn eigentlich wirklich wichtig? Das Ziel vom Business ist eben nicht Hyper Effizienz und maximale Optimierung. Customer Happiness, Customer Delight. Das sollte man nicht verwechseln, weil oft meine Kunden oh ja, Technologie, Big Data, Internet der Dinge, Artificial Intelligence. Wir werden so effizient, dass wir 90 Prozent der Leute loswerden können. Das ist der falsche Weg. Ich glaube, da müssen wir drüber nachdenken, wohin das führt. Der CEO von Walmart, einer unserer Klienten, hat neulich Wenn die Welt mehr digital wird, dann ist es unsere Menschlichkeit, die uns heraushebt von unseren Competitors. Das ist schon ein großes Statement für Eine Firma, die 2,2 Millionen Angestellte hat und bisher nicht so wahnsinnig für Menschlichkeit bekannt war, wenn Sie sich vielleicht an Walmart erinnern. Also kommen wir an einen Punkt, wo wir ganz klar Wir müssen da unseren Mittelweg finden. Wir müssen den Human wieder hinein tun, Human Insight und nicht in andauernd rausholen. Wenn wir automatisieren wollen, dann brauchen wir eine Automatisierungssteuer, eine Robot Tax, wie Bill Gates gesagt hat. Ich glaube, da müssen wir darüber nachdenken, wie wir uns da genau entscheiden, weil ganz sicherlich ist Technologie unsere Zukunft, aber sie sollte nicht unser Zweck werden. Technologie sollte uns nicht so beherrschen, dass wir eigentlich gar nicht mehr kontrollieren, was dort los ist oder wir zu einer Art von Supermensch werden. Becoming as God. So schön das vielleicht auch ist, Ich glaube, da sind wir auf einem Holzweg, das uns das dahin führt, wo wir glücklich werden damit. Die Herausforderung ist ganz sicherlich, Mensch und Maschine zu balancieren. Sie können nicht einfach Nein sagen oder einfach Ja sagen, sondern die Antwort ist meistens Ja. Es kommt darauf an. Wer kriegt denn jetzt die Genmanipulation, wenn es geht, Krebs zu vermeiden? Ist es dann gratis oder ist es nur die Reichen, die das können? Die Reichen leben, bis sie 300 sind und wir sterben mit 80. Das sind Fragen, die im Raum stehen, wo wir Balance finden müssen. Ich sage mal gerne in diesem Bild perfekt ausgedrückt Technologie umarmen, Logik, Algorithmen, Spock, aber nicht Technologie werden Kirk Mensch bleiben Ich glaube, in der Kombination ist das, was uns in der Zukunft Exzellenz bringen wird. Die Frage, die ich an Sie Sind Sie zukunftsbereit? Hören Sie der Zukunft zu? Das ist das Wichtigste überhaupt. Verbringen Sie 5 bis 10 Prozent Ihrer Zeit, die Zukunft zu erforschen, dann sind Sie auch sicher für diese Zukunft. Und ich rede nicht von Science Fiction, ich rede von fünf Jahren, von Dingen, die bereits hier sind. Wenn wir noch Zeit haben, würde ich gerne einen kurzen Clip zeigen und dann paar Fragen stellen, Was wirklich wichtig ist, sollte Technologie nicht ersetzen. Ich danke Ihnen fürs Zuhören. Ich möchte Sie begrüßen bei meiner Webseite. Es gibt nachher einen Download von meinen Slides in ungefähr zwei Stunden, falls Sie das runterladen wollen. Danke fürs Zuhören.
Herzlichen Dank, Gerd Leonard. Ich habe da draußen gesessen und habe Ihnen zugehört und ehrlich gesagt, es gibt schon so die eine oder andere Stelle, wo man so ein bisschen zusammenzuckt und denkt uiuiui, was kommt da noch alles? Und ich habe ehrlich gesagt auch sehr stark an meine Kinder gedacht. Ich glaube, viele, die heute hier drin sind, haben Kinder, müssen Kindern beibringen, wie sie mit diesen neuen Technologien umgehen. Und sie haben gesagt, was ja nicht, was man nicht delegieren kann, ist Menschlichkeit und Beziehung. Aber gerade an diesen Punkt kommen wir Eltern ja auch sehr oft, dass wir eben gerade durch dieses Suchtpotenzial, das diese Technologie eben birgt, diese Menschlichkeit opfern müssen. Also es fehlt eben Menschlichkeit, es fehlt Beziehung, weil die Kinder sehr gerne einfach nur noch hinter dem Computer verschwinden und dem Smartphone. Also es klingt alles sehr schön, aber was sagen Sie dazu?
Ja, ich habe auch zwei Kinder, aber die sind mittlerweile nicht mehr unbedingt Kinder sind. Aber ich denke, Technologie ist eigentlich die Religion und die Droge von heute. Also sowohl die Religion als auch die Droge gibt Leute, die Technologie anbieten. Es gibt andere, die sie benutzen als Droge. Sie müssen sich mal vorstellen, in fünf Jahren, wenn wir in einer virtuellen, augmentierten Realität leben können und in dieser bunten Welt andauernd unterwegs sind, direkt mit dem Kopf verbunden, dann wer will dann noch in der Langeweile leben? Und das ist die perfekte Droge. Also manche sagen, das Smartphone ist die Zigarette von heute. Und wie bei jeder Droge müssen wir uns überlegen, was sind der Sozialkontrakt und was darum herum ist. Wenn wir einfach Nein, das gibt es alles nicht, Kein Wein, kein Bier, keine Zigaretten, das wäre auch nicht so eine gute Lösung. Aber wir müssen natürlich einen Weg finden, wo wir vielleicht das verhindern, dass es zu attraktiv ist. Also wir würden jetzt nicht sagen, der Wein ist gratis für alle.
Wir haben ja die meisten von uns diese Zeiten noch erlebt ohne Computer, ohne Smartphone, schon gar nicht mit Cyberbrille und was da noch alles kommt. Das verändert uns Menschen doch auch. Also wir sprechen jetzt immer vom Menschen in der Zukunft, aber wird das noch derselbe Mensch sein, weil das beeinflusst uns ja auch als Menschen.
Ja gut, die gleiche Frage könnte man natürlich übers Telefon oder übers Fernsehen stellen oder die Dampfmaschine oder Ich glaube im Endeffekt, dass es so ist, dass wir diese Macht der Technologie, die jetzt so exponentiell ansteigt, dass wir da schauen müssen, dass wir Dinge beschützen, die eigentlich für uns sind, zum Beispiel Zufälle, Fehler, menschliche Fehler, Ineffizienz, weil Menschen sind grundsätzlich einfach ineffizient als als Maschine sozusagen. Das heißt, wir müssen diesen Platz uns freischaufeln. Ich sage manchmal zum Spaß, wir brauchen eine Humanity Protection Agency, so wie die Environmental Protection Agency, die sagt, das sollten wir nicht tun. Wir sollten weiterhin schauen, dass Frauen ihre Kinder wirklich selber bekommen und wir sie nicht im künstlichen Uterus heraufzüchten, wie schon vorgeschlagen. Also ich glaube, dass wir da einfach überlegen müssen, wie wir zusammenarbeiten, was unsere Ethik ist, wie wir zusammen Probleme lösen und das müssen wir in den nächsten zehn Jahren schaffen. Sonst glaube ich, kommen wir an den Punkt, wo wir das vielleicht verlieren.
Sie haben mir vorhin gesagt, fragen Sie Nicht, was in 100 Jahren sein wird, weil ich gucke gar nicht so weit in die Zukunft. Also es hat mir jetzt eigentlich schon gereicht, was Sie da erzählt haben, 10, 15, 20 Jahren, was da alles auf uns zukommt. Wird es etwas geben, eine Erfindung, eine Neuerung in der Zukunft, die Sie gerne noch erleben möchten, sagen? Also das möchte ich unbedingt noch haben.
Also ich würde sagen, in den nächsten 20 Jahren, in denen ich hoffentlich noch lebe, werden wir den Großteil von diesen Erfindungen erleben, zum Beispiel mehr oder weniger kostenlose Energie durch erneuerbare Ressourcen, den Krebs zu besiegen, genug Nahrung zu haben, genug Wasser zu haben, das wird alles in den nächsten 20 Jahren gelöst. Wir müssen auch ganz klar sehen, dass wir davor keine Angst haben sollten, weil Das ist zu 95 Prozent positiv. Nur wir sollten dafür natürlich nicht opfern, dass wir noch mal lügen können oder einen Fehler machen oder was Ineffizientes tun oder offline gehen. Das heißt, es ist nicht die Frage von entweder oder. Und ich glaube, was ich gerne sehen würde, ist, dass wir diese Technologie nutzen, um wirklich gemeinsam daran teilzuhaben, auch diese Equality zu haben, ohne jetzt Dinge loszuwerden zu müssen, die uns eigentlich ausmachen, also diese Balance zu finden.
Ganz herzlichen Dank. Ich glaube, Sie haben uns alle zum Denken angeregt und wir gehen jetzt ein bisschen mit dem Gedanken, was kommt da alles auf uns zu. Aber wir werden versuchen, es positiv zu nehmen und die Menschlichkeit und die Beziehungen pflegen. Auf jeden Fall ganz, ganz herzlichen Dank, Gerd Leonard. Dankeschön.
More from GHION.AI
20VC: Is Chamath Right: Is DPI The Only Thing That Matters | Does OpenAI Even Matter | Mary Meekers AI Report: The Analysis| IPO Breakdown: Chime, Circle & Thoma Bravo's New Fund