Gerd Leonhard, Futurist, Autor, CEO - Handelskraft 2017, "Zukunft 2025" (in German)
29 Mar 2017 · 60 min
In diesem deutschsprachigen Podcast präsentiert Futurist Gerd Leonhard seine Sicht auf die kommenden fünf bis zwanzig Jahre. Er beginnt mit einer Reflexion über die Grenzen von Vorhersagen und betont, dass er keine Prophezeiungen macht, sondern Foresights liefert. Der Kern seiner Argumentation ist die exponentielle Beschleunigung von Technologie, die zu einer tiefen Konvergenz von Mensch und Maschine führt – von sprachgesteuerten Interfaces über selbstfahrende Autos bis zu fliegenden Taxis und Genmanipulation. Leonhard erklärt, dass in den nächsten 15‑20 Jahren 50‑60 % der heutigen Jobs automatisiert werden, wobei Routineaufgaben besonders gefährdet sind. Er warnt, dass Daten das neue Öl und Künstliche Intelligenz die neue Elektrizität sind, und stellt seine „Megashifts“ (Datafizierung, Automatisierung, Kognifizierung, Mobilisierung, Visualisierung, Virtualisierung, etc.) als Leitfaden für Unternehmen vor. Der Futurist betont die wachsende Experience Economy, in der Millennials Produkte durch Erlebnisse ersetzen, und illustriert das mit Beispielen wie Amazon Go, Amazon Echo, IBM Watson, Airbnb Experiences und AR/VR. Gleichzeitig diskutiert er ethische Fragen zu Datenschutz, Überwachung und der Gefahr, menschliche Werte zu verlieren. Leonhard schließt mit einem Appell, emotionale Intelligenz und kognitive Flexibilität zu kultivieren, da diese Fähigkeiten nicht automatisierbar sind, und fordert das Publikum auf, aktiv an Umfragen teilzunehmen, um die eigene Zukunftsfähigkeit zu prüfen.
Chapters
Guten Morgen, meine Damen und Herren. Schön, dass ich heute bei Ihnen sein kann. Ich bin zwar kein Porsche Fahrer, aber ich genieße trotzdem diesen schönen Platz. Seitdem ich in Zürich wohne, musste ich mein Auto aufgeben. Nach vier Monaten in der Garage habe ich dann okay, ich brauche es eigentlich wirklich nicht mehr. Aber das ist ein anderes Thema. Lassen Sie uns über die Zukunft reden. Können wir die Slide TV nachhaben? Bitte auf den Monitor? Ganz wichtiges Thema, womit ich anfangen Ich sage Ihnen nicht die Zukunft voraus. Das gibt es eigentlich gar nicht. Es gibt Leute, die das können. Alvin Toffler kennen Sie vielleicht, Arthur C. Clark, das ist so wie Sie wissen vielleicht ich war früher im Musikbusiness. Das sind die Jimi Hendrix, der Futuristen. Die konnten das, was ich Ihnen sage, sind Foresights, wie man das nennen auf Neudeutsch, also vorausschauen. Ganz wichtiges Thema ist eben zu verstehen, was die nächsten 5 Jahre bringen. 1 ist ganz klar, wenn wir uns heute umschauen, ist, dass wir heute in einer Zeit leben, wo wir uns exponentiell verändern. Also wir sind nicht mehr da, dass wir Vielleicht geht das ja mit Technologie das zu tun, sondern jedes Mal, wenn wir eine Frage stellen, ob Technologie etwas kann, ist die Antwort früher oder später ja, selbstfahrende Autos, bald Flugzeuge ohne Piloten. Das würde vielleicht der Lufthansa helfen. Tatsächlich. Airbus bringt das erste Flugzeug auf den Markt, ein Frachtflugzeug, was ohne Piloten fliegen kann. In Dubai können Sie ab dem Herbst in ein selbst fliegendes Taxi einsteigen. Ein fliegendes Taxi, Sprachübersetzung, Spracherkennung, Genmanipulation, Nieren, die in Schweinen wachsen, die wir austauschen. Alles Science Fiction Technologie kann das. Dann ist halt die Was bedeutet das für uns, für unsere Arbeit, für unsere Zukunft? Der wichtigste Punkt ist zu schauen, ob wir uns damit irgendwie besser befassen können, um vorbereitet zu sein. Mein Buch versucht das Technology vs. Humanity. Es gibt bis Juli dann nur auf Englisch und ab Juli dann auf Deutsch, wenn Sie so lange warten wollen. Sie können aber jetzt eins von sieben Büchern gewinnen, wenn Sie twittern. Wenn Sie nicht auf Twitter sind, dann müssen Sie es halt einfach persönlich versuchen nachher. Das kann ja auch sein. Sie müssen diese zwei Hashtags nehmen, also diese HK Lübzik und meine eigene Tag vsuman und dann die ersten sieben kriegen das Buch gratis. Das werde ich dann nachher nachschauen, wenn Sie Zeit zum Zittern haben überhaupt. Wir haben uns leider ein bisschen spät abgestimmt wegen der Communication Plattform. Jetzt haben wir Dann zwei Slido, haben Sie ja schon versucht, wir haben auch Menti Com, das wird natürlich Ihre Kapazität erheblich herausfordern, beide zu benutzen, aber probieren wir das mal gerade aus. Also es gibt bei Mentimeter heißt das, gehen Sie bitte zu Menti Com, holen Sie Ihr externes Gehirn raus, hier Ihre mobilen Geräte, Sie können es rausholen, Sie haben es eh in der Hand oder irgendwo versteckt, da können Sie jederzeit Fragen stellen oder an der Umfrage teilnehmen, Sie müssen nichts runterladen oder keine Daten teilen, nicht Ihre Location teilen, außer dass natürlich Google alles monitoren wird, was sie dort tun. Menti Com, es gibt für jede Frage einen anderen Code und für die Kommentare gibt es dann so eine Art von Word Cloud, die daraus entsteht, zeige ich Ihnen nachher. Der Code ist 63 61174, den zeige ich unterwegs auch ab und zu. Das ist dann einfach der offene Fragenkanal, das sehen wir nachher alles auf dieser Word Cloud. OK, fangen wir mal an. Also ganz am Anfang ist erstmal ganz klar, dass wir an der Grenze stehen, wo Mensch und Technologie konvergieren und zwar im tatsächlichen Sinne, also nicht im Sinne von hier, wir konvergieren ja auch schon darin, dass es quasi unser zweites Gehirn ist, sondern tatsächlich, dass wir uns so verknüpfen mit Technologie, dass wir eins werden vielleicht. Und das müssen wir beobachten, was das bedeutet. Der größte Change in den letzten sechs Monaten ist eben, dass wir bald kein Interface mehr haben zu digitalen Medien, digitalen Inhalten. Wir reden einfach, also no Interface im Endeffekt. Ich glaube, das ist eine Frage der Kultur, ob wir das adaptieren werden oder nicht. Also mir wäre es nicht so wohl zum Beispiel ein Gerät im Wohnzimmer sitzen zu haben, was ein offenes Mikrofon hat. Das Problem hat man vielleicht in Deutschland mehr als woanders, aber in Amerika sind bereits 6 Millionen verkauft, momentan kann man gar nicht mehr bestellen, die sind extrem populär. Ich glaube, dass wir in der Zukunft digitale Informationen und E-Commerce und so weiter komplett auch ohne Interface machen werden, also mit Maschinen reden wie mit Freunden, wie mit Personen. Das ist ja genau das, was Google, Amazon und ebay wollen, dass wir quasi nahtlos von unserem Denken auf den Prozess des Kaufens gehen oder der Informationen gehen. Ich war neulich bei einem Demo bei einem großen Fernsehersteller und da haben wir auf der Couch gesessen und mit dem Fernseher interagiert über Sprache. Dieser Fernseher hatte alle möglichen legalen und illegalen Möglichkeiten integriert, Content zu bekommen. Da konnte man einfach sagen, auf Deutsch, auf Französisch, auf Englisch, Spiel Colombo 1982 25. Minute und los geht's. Das ist in ein paar Jahren soweit. Da werden sogar die Fernsehstudios und die Filmstudios mitmachen, weil Dann werden wir 8 Milliarden Leute haben, die es tun. Also Sie können sich vorstellen, was das für Handeln bedeutet. Die komplette Verschmelzung von Denken und Bestellen, sozusagen Informationen anfangen. Spiel mir ein Video über den neuen Porsche. Das kommen wir heute auch schon, nur wir müssen es halt nachschauen. Das heißt, da kommen wir also in eine Welt, wo es grundsätzlich ganz anders ist. Wichtiger Punkt für uns ist, die Zukunft zu verstehen. Das ist auch deswegen wichtig, weil Verstehen ist eine menschliche Sache, die Computer nicht wirklich können. Computer können Sprachen verstehen, sie können mein Gesicht lesen, sie können meine Daten anschauen, sie können vielleicht eine Milliarde Daten zusammen gleichzeitig filtern, aber sie werden deswegen trotzdem nicht wirklich verstehen, wer ich bin. Sie werden die Daten haben über das, wer ich bin. Wenn wir uns zufällig nachher treffen, braucht ein Mensch weniger als eine Sekunde, um den anderen Menschen einzuschätzen, ohne ein Wort zu sagen. Das ist eine menschliche Fähigkeit. Also unsere ungefähr 40 Quadrillionen Transaktionen pro Sekunde. Wir kommunizieren auf verschiedenen Kanälen. Ein Computer kann das auch tun. Er kann mich verstehen, aber niemals wirklich existieren. Das heißt, unsere Zukunft in Bezug auf Arbeit, dem was wir machen werden, ist die Tatsache, dass wir fähig sind, Dinge zu verstehen, den Kontext zu verstehen. In der nahen Zukunft werden alle Jobs, die Routine sind, automatisiert. Das können wir heute schon sehen. Also Buchhaltung ist als nächstes dran, Marketing, Programmatic Advertising, Dinge wie Banking, Investment, Checkout im Supermarkt, Fast Food. Also man rechnet damit, dass in den nächsten 15 bis 20 Jahren zwischen 50 und 60 Prozent aller Arbeit automatisiert und quasi von Maschinen gemacht wird. Das kann eine ganz schlechte Nachricht sein oder eine ganz gute, kommt darauf an, wie wir das sehen. Aber es ist ganz sicher so, dass unsere Zukunft nicht ist, die Arbeit von Computern zu machen. Das konnten wir bisher, weil Computer eigentlich wirklich sehr stupide waren bis jetzt, also wenn sie Google Translate benutzt haben, bis vor 5 Jahren oder so, nicht wirklich Siri Container? Ja, OK, nicht wirklich. 5 Jahren ist es vorbei. 5 Jahren wird einer sogar Schweizerdeutsch verstehen oder Finnisch in allen Dialekten. Das heißt also kommen wir an einen Punkt ganz klar, wo unsere Funktion der Zukunft ist, Dinge zu verstehen. Einstein hat mal Vorstellungskraft ist wichtiger als Wissen. Ich glaube, da kommen wir an einen Punkt, wo wir darüber nachdenken müssen, was das für uns bedeutet, wo wir uns die Zukunft besser vorstellen müssen. Ganz wichtiger Punkt. Und natürlich der letzte ist vorauszusehen, das ist nicht nur mein Job, das ist auch jetzt Ihr Job. Weil wenn Sie nicht ungefähr fünf Jahre voraussehen können, dann kann es durchaus sein, dass Sie den Punkt verpassen, wo es noch gut ist, einzusteigen oder eben nicht einzusteigen. Vielleicht setzen Sie sich heute Abend mal hin und was wird in fünf Jahren konkret so sein? Was wird anders sein als heute? Machen Sie eine Liste. Das wird Ihre Arbeit beeinflussen und Ihre Zukunft beeinflussen. Weil wir gehen ganz klar jetzt an den Punkt, wo diese Konvergenz von Mensch und Maschine stattfindet. Das hat viele Vorteile und viele Nachteile. Können Sie sich vorstellen, wenn Sie Marketer sind, desto mehr Daten man über Sie hat, desto besser. Also ich sage oft, Marketing braucht eigentlich genau die gleichen Daten wie der NSA, weil desto mehr Daten wir haben, desto besser geht es. Do not track ist gut für uns, aber nicht gut für Marketing. Das heißt also, wir kommen da in eine Situation, wo wir überlegen müssen, was genau heißt das für uns. Die ersten Firmen, die es bereits nutzen, diese Verschmelzung ist Amazon zum Beispiel. Sie sehen hier den Amazon Go Laden. Da gehen Sie einfach rein und gehen wieder raus mit dem, was Sie gekauft haben, weil das vollkommen vernetzt mit Radio Frequency ID ist. Das heißt es bisschen wie über Sie merken gar nicht, dass Sie was gekauft haben. Das ist diese Verschmelzung von Mensch und Maschine, wo man ganz klar sagt, das Essen ist vielleicht organisch menschlich, aber der Kaufprozess ist komplett irgendwie Teil von dem, was ich mache, wer ich bin. Anderes Beispiel ist das, was Mercedes Benz macht. Mercedes Benz Wähl. Haben Sie vielleicht schon mal gesehen. Das ist der neue Mercedes Benz Van, der nicht nur ein Fahrzeug ist, sondern man hört schon an der Musik so ein bisschen Blade Runner mäßig unterwegs ist. Der hat also eine Drohne auf dem Dach und der hat einen Roboter hinten drauf, der wird komplett eingerichtet durch einen Roboter für die Fahrt. Dort kann ein Fahrer ungefähr zehn, zehnmal so viel Pakete anliefern. Also dieses Auto ist kein Auto mehr, sondern eine Arbeitsplattform. Zumindest ist das die Vorstellung von Mercedes Benz Van. Hier sehen Sie ein Projekt, das heißt Pilot. Endlich können Sie eine Beziehung haben, ohne dass man die andere Sprache spricht. Also das kommt in drei Monaten auf den Markt und das ist ein Earpiece, wo Sie das genau machen, was Sie heute mit der App machen, Nur dass es quasi, Sie kennen den Film her, kennen Sie vielleicht, man hat den Knopf im Ohr, man kann miteinander reden, ohne dass man wirklich die Sprache spricht. Ob das eine gute Erfindung ist, weiß ich nicht. Irgendwann muss man vielleicht das Ding doch mal ausziehen. Aber sicherlich interessant, was da passiert in dieser Mensch Maschine Konvergenz. Also Punkt Nummer 1 heute, der wichtigste Punkt, wir sind am Take Off Punkt von einer exponentiellen Kurve. Also wenn Sie, wie ich, schon eine Weile da sind und gesagt OK, Paperless Office, wissen Sie noch Paperless Office vor 15 Jahren, jetzt endlich langsam, Paperless Office hat ewig gedauert. Also am Anfang dieser Kurve merkt man eigentlich gar nichts von dieser exponentiellen Moore's Law, Metcalfe's Law. Das heißt also, wenn Sie 0,01 verdoppeln, haben Sie 0,02, ist immer noch nichts. Aber wir sind jetzt an 4, wir sind am Take Off Punkt, das heißt 4, 8, 16, 32 in ungefähr 7 Jahren sind wir 30 mal soweit, 30 mal die Kurve, eine Milliarde so weit. Das heißt also, wenn Sie sich vorstellen, wenn Sie Kinder haben, denken Sie darüber nach, in 20 bis 30 Jahren wird unsere Welt im Potenzial eine Milliarde Mal anders sein. Also wenn wir uns heute vorstellen, dass die gleiche Entwicklungskurve, die es bei Computern gibt, zum Beispiel, dass diese Maschine, mein iPhone, die gleiche Power hat wie ein Mainframe Computer wie vor 20 Jahren. Wenn wir uns das für Autos vorstellen, dann könnten Sie heute mit diesem Auto bis zum Mars und zurückfliegen mit einer Tankfüllung. Also exponentiell gesehen wahnsinnige Entwicklungen. Die Kinder meiner Kinder werden niemals wissen, wie man selber ein Auto fährt. Sie werden definitiv keine CD oder DVD kennen, Wahrscheinlich werden sie keine Bücher kennen und sie werden vielleicht keine Sprachen lernen. Hoffentlich sind sie noch Mensch. Das ist eine andere Frage, ob das geht. Aber eins ist ganz Lineares Denken wird immer gefährlicher Also wenn Sie meinen, dass das, was Sie heute machen, in fünf Jahren noch genauso läuft, ist äußerst unwahrscheinlich, weil sich der gesamte Kontext verändert. Wir werden es immer wieder neu erfinden müssen. Sehen Sie jetzt, was die Automobilfirmen machen. Auf einmal geht es nicht mehr um Autos zu verkaufen, außer vielleicht diese, sondern um Mobilität zu verkaufen. Das offizielle Programm eigentlich von allen großen Automobilfirmen ist jetzt Carsharing, Autonomous Driving electric vehicles. Stellen Sie sich vor, was Sie machen in einer Industrie, die auf Benzinmotoren aufbaut. In zehn Jahren wird kein einziger Mensch mehr ein Auto mit Benzinmotor kaufen. Es sei denn, Sie haben einen ganz triftigen Grund. Also wenn Sie einen schönen BMW haben oder Mercedes, verkaufen Sie ihn so schnell wie es geht. Der ist nämlich dann nichts mehr wert. Das heißt, wir kommen also an dieser exponentiellen Kurve, so weit Man sagt, in 20 Jahren wird Solarenergie in der Lage sein, den gesamten Energiebedarf der Welt abzudecken, den gesamten. Das heißt nicht, dass wir kein Öl mehr haben oder keine Kohle, aber man würde jetzt definitiv da nicht mehr investieren. Das heißt also, die Veränderung müssen wir vorausschauen, das wird immer wichtiger. Wir müssen darüber nachdenken, was das für uns bedeutet. In dieser Welt regieren Computer, und zwar nicht nur einfache Computer, sondern wir reden von Quantum Computing, D Chips, Quantum Computing. Gestern wurde gerade der neue Computer in China online genommen, der hat die Power von ungefähr zweieinhalb Milliarden normalen Rechnern. In dieser Welt müssen wir linear leben, weil wir können nicht anders leben. Wir sind als Mensch linear. Wir werden niemals exponentiell wachsen. Einige wünschen sich das, aber ich glaube, es ist ein Trugschluss. Sie werden niemals schneller denken, mehr Freunde haben, weniger Schlaf brauchen und nicht essen müssen. Wie gesagt, man könnte auch das diskutieren, aber ich finde das eine schlechte Idee. Aber wir müssen exponentiell denken, müssen uns die Welt vorstellen, wie sie ist in dieser Zeit. Man sieht das ganz klar an diesem Slide. The Age of Tech. Vor zehn Jahren waren die mächtigsten Firmen der Welt Erdölfirmen und Banken. Und die sind immer noch mächtig. Aber schauen Sie sich An, was in 10 Jahren passiert ist. Die mächtigsten Plattformen mit dem meisten Geld sind Technologiefirmen, sind Online Plattformen, Social Networks, sind Firmen, die mit Daten agieren. Wir werden nachher die slides veröffentlichen auf gerdleonhardt.de können Sie dann gerne runterladen, aber das ist ganz klar, wo das hingeht. Daten sind das neue Öl. Und Dieser Spruch ist 15 Jahre alt, aber jetzt ist es wirklich wahr. Nämlich in 2016 wurden zum ersten Mal mehr Geld verdient mit Daten als mit Erdöl und Gas und Nuklear, weil Nuklear verdient gar kein Geld. 7,6 Trillionen Dollar. Das heißt also, wenn Sie jetzt da weiter gucken auf dieser liste, die nächsten 14 Firmen sind aus China. Das heißt, wir haben also da eine Welt, die ganz klar von Daten bestimmt ist, von Daten, die das neue Öl sind, von Daten, die uns bestimmen mit dem, was wir tun, wo wir hingehen. Hier ist es ganz wichtig zu sehen, dass die Zukunft eben keine Verlängerung der Gegenwart ist. Das heißt also, wenn ich meine Arbeit anschaue, vor zehn Jahren haben wir noch mit Kunden geredet darüber, was sie wissen müssen, was sie wissen müssen, können Sie heute überall nachsehen. In zwei Jahren sagen Sie zu Was muss ich wissen, damit ich besser im Handel bin? Dann sagt Ihnen Siri das kein Witz. Neulich war ich bei einer großen Firma, die Artificial Intelligence macht in New York und wir haben eine Demo gemacht und ich habe diese Maschine Was ist die Zukunft von Europa? Die Maschine hat mir einen zwölfminütigen Vortrag, einen TED Talk gegeben. Ich hätte nicht sagen können, dass es keine Person war, intelligent. Aber dann habe ich diese Maschine Was ist denn mit United States of Europe? Das ist ein Konzept, woran ich arbeite. Hat die Maschine Command not understood, Weil es gibt kein United States of Europe Imagination. Aber ganz sicherlich ist es so, dass wir damit uns befassen müssen, dass wir wahrscheinlich in fünf oder sieben oder acht Jahren, je nachdem, ganz anders Geschäfte machen. Retail und Handel ist ja extrem davon betroffen. Die Konvergenz von On und Offline, also wir reden noch über Online, Offline, Multichannel und so weiter und so fort, aber die Realität es gibt kein Offline mehr. Online ist wie Luft. Heute ist es tatsächlich so, dass Offline zu sein ist ein Luxus. Offline ist der neue Luxus. Also in ein paar Jahren werden wir gar nicht mehr wissen, ob wir online oder offline sind. Wir werden immer online sein. Das ist auch eine Herausforderung in sich. Also ganz sicherlich so, dass wir uns vorstellen müssen, was passiert. Und ich glaube vor allem im Bereich Handel müssen wir darüber nachdenken, was ist jetzt Science Fiction und was ist Science Fact? Und da wird es natürlich immer komplexer, weil Science Fiction wird zu Science Fact zum Beispiel Robotics. Wir haben jetzt tatsächlich Maschinen, die das können, was Menschen können, sogar besser. Das war bis vor fünf Jahren undenkbar, dass Maschinen wirklich laufen können. Hier ist das fliegende Taxi aus Dubai. Also ich würde Ihnen nicht empfehlen, das auszuprobieren. Ich glaube, irgendwann muss man schon die Grenzen ziehen. Aber ich glaube, vielleicht ist es die Zukunft von Dubai, nachdem Sie das Öl verlieren, als mögliche Einnahmequelle die Welt mit fliegenden Taxis zu versorgen. Hier ist ein Computersystem namens Enviso aus der Schweiz, was Face Recognition macht. Das wird für E Commerce benutzt und für Beratung bei Banken zum Beispiel. Wenn Sie einverstanden sind, setzen Sie sich vor diesen Screen und der Bänker kann dann sehen, ob Sie das wirklich gut finden oder nicht. Das ist eine Art von Liedetektor. Also Dieser Lügendetektor ist 100 Prozent perfekt. Es gibt keinen, den wir dort nicht analysieren können. Das ist genau das, was Facebook im Hintergrund benutzt übrigens. Also wenn Sie nur meinen, das ist Facebook und FBI wahrscheinlich in Kollaboration. Die Drohnen haben wir eben schon gesehen, das wird auch zum Standard. Gentechnologie. Die Möglichkeit, menschliche Gene zu editieren, zu programmieren, rückt in greifbare Nähe. Greifbar im Sinne von unserem Lifetime 20 25 30 Jahre. Das ist nichts. Wenn das geht, wer wird das bezahlen? Ist es dann gratis? Ist das Sozialmedizin? Das wird nämlich ungefähr 15 Trillionen Dollar kosten, Aber es wird gehen. Können wir unsere Kinder programmieren oder Super Soldaten erzeugen? Das sind alles Dinge, darüber nachdenken müssen. Wir werden immer älter. Alle von uns leben pro Jahr im Durchschnitt ein Drittel länger, ein Drittel Jahr. Die Kinder meiner Kinder werden im Schnitt 100 Jahre alt werden. Schwer vorstellbar. In Amerika gibt es bereits die ersten Firmen, die sagen dying is a disease. The end of dying war neulich im Economist ein großer Artikel darüber, the end of dying. Ein Kollege von mir hat gerade eine neue Firma eröffnet, die heißt Human Longevity inc. Menschliche Langlebigkeit GmbH. Crazy. Also da kommen wir also ganz sicherlich dahin, dass wir sagen in Amerika sagt man becoming as God. Wir werden Supermensch da drin. Was bedeutet das für Handel, für Commerce? Also natürlich würde ich Wir müssen future ready sein. Das ist die Hauptfrage, die ich heute an Sie wie Future Valley, wie zukunftsbewusst sind Sie? Das heißt nicht, dass wir allen Innovationen blind hinterherlaufen aber Sie müssen sie zumindest verstehen. Stellen Sie sich vor, BMW oder Audi oder Mercedes Benz hätte vor sechs Jahren verstanden, dass die Zukunft elektrischer Fahrzeuge sind, autonomes Fahren und Carsharing. Vor sechs Jahren hat man hier darüber gelacht und jetzt ist es Nummer eins. Ob man das hätte machen können, das ist eine andere Frage. Jeder ist hier gefangen in seinen Assumptions. Also das ist ganz sicherlich unsere Zukunft, die Konvergenz von Mensch und Maschine. Und wir müssen uns überlegen, wie weit wir gehen wollen damit. Wie gesagt, wenn Sie Dinge verkaufen, ist das Ideal, desto mehr Daten, desto mehr Informationen, desto besser zum Verkaufen, zum Marketing, für Advertising. Aber sicherlich, was hier auch passiert, ist, dass die tatsächlichen Erfahrungen von Menschen immer wertvoller werden. Also diese Experience Economy, Dinge, die wir wirklich erfahren als Mensch und die wir nicht kaufen. Sie sehen zum Beispiel einen Trend bei Generation Y, also bei den Millennials zwischen 25 und 33, dass die zehnmal lieber eine Erfahrung machen, anstatt was zu kaufen. Das ist ein Trend, den wir überall sehen, auch zu teilen. Ich zeige gleich ein Beispiel von Airbnb. Sie kennen Airbnb, die haben vor vier Wochen einen neuen Geschäftszweig aufgemacht, nämlich Experiences. Dort können Sie dann, wenn Sie das Haus in Neuseeland mieten, können Sie vom Gleichen, der das Haus verkauft, auch mit zum Angeln gehen, wird direkt mit verkauft oder auch separat. Sie können sich vorstellen, wohin das hinführt. Airbnb, nicht nur Häuser und Apartments und so, sondern Experiences, Ausflüge, Flüge, Bookings, Dating, Dating, Airbnb, Tinderella, was weiß ich. Also ganz sicherlich haben wir hier die Konvergenz von Algorithmen und was ich als Androrhythmen bezeichne, in meinem Buch kann man einfach verstehen, Androrhythmen sind die Dinge, die wir nicht in Daten ausdrücken können. Und 95 Prozent unseres Lebens besteht aus Dingen, die wir nicht ausdrücken können als Daten. Also Empathie, Mitgefühl, Kreativität, Intuition, Vorstellungskraft, Lügen, Zufälle, Ineffizienz. Also wenn wir eine Liste machen, ist die Liste von Sachen, die uns menschlich macht, die ist ewig lang, habe ich in meinem Buch versucht, wenn ich auf ungefähr 1000 verschiedene Begriffe bekommen. Und Daten sind das, was wir ja alle verehren, weil Daten ist das Feuer unseres Handelns bei Handel. Das heißt, wir müssen darüber nachdenken, was jetzt in dieser Konvergenz passiert, wo wir hingehen, vor allem zum Thema Hantel. Wie sehr glauben Sie Daten? Wie sehr glauben Sie Menschen? Also ich glaube, dass eine Firma, die eine Maschine wird, zum Beispiel Amazon, ist auf dem besten Weg dahin, im Endeffekt keinen Wert mehr hat, weil sie nichts bedeutet. Wir müssen auch darüber nachdenken, inwieweit wir diese Konvergenz betreiben, wo wir aufhören. Weil es ist ganz klar, es geht hier um Jahre, nicht um Jahrzehnte. Also wenn Sie in meinem Alter sind, werden Sie es noch erleben. Es ist nicht so, dass wir safe sind und sagen, Das dauert noch 20 Jahre, bevor Maschinen so intelligent werden. Absolut nicht. Also wir werden in den nächsten fünf Jahren erleben, dass ein Großteil der User gar nicht mehr eine App runterlädt oder auch keinen Browser mehr benutzt, sondern einfach hey, ich brauche 15 Paper Clips oder zeigt mir, was meine Freunde gekauft haben und es kommt dann auf den Fernseher oder auf der Wand im Wohnzimmer. Also da ist ganz sicherlich auch das Ende von Search. Ich meine die Tatsache, dass wir diese stupiden Worte eingeben und sagen bestes Sushi in Leipzig. Wenn das überhaupt möglich ist, geben wir das ein. Und natürlich ist das klar, da kann man dann Keywords dagegen machen, verdient man irgendwie drei Milliarden Euro im Monat damit. Google Wenn Sie mit einem Computer reden, werden Sie nicht Sushi Leipzig, sondern Sie werden Ich möchte heute Abend ausgehen, Du weißt, was ich gerne habe, Ich bin nicht sehr gut angezogen, ich habe nicht so wahnsinnig viel Geld. Die werden eine richtige Geschichte erzählen und der Computer wird okay, das ist genau der richtige Platz, Ich habe schon gebucht und du kriegst noch ein Coupon. Das, was ein Freund machen würde. Also wenn Sie einen Freund fragen, wo Sie essen gehen sollen, wenn es ein Freund ist, den Sie gut kennen, der das Gleiche mag, ist instant 100 Prozent klar, dass es passt. Das hat ein Computer noch nie erreicht. Also TripAdvisor OK, manchmal gut, manchmal wirklich nicht gut. Das TripAdvisor Problem werden wir hier natürlich lösen. Also reden wir kurz über künstliche Intelligenz. Hier ist die Wikipedia-Definition KI oder AI. Im Grunde gesagt, das sind Computervorgänge, die früher von Menschen gemacht wurden, zum Beispiel Spracherkennung, visuelle Dinge, Entscheidungen zu treffen. Das Keyword hier ist Deep Learning. Kennen Sie wahrscheinlich auch schon von den diversen Medienausstattungen. Deep Learning Geschichten ergreifen, so dass wir einem Computer viele, viele Fakten füttern. Der Computer erkennt per Patterns, simuliert dann eine Antwort und bei sehr vielen Fakten kommt dann früher oder später ein Resultat, was der Computer gelernt in Anführungsstrichen hat. Das heißt, da kommen wir also an Dinge wie zum Beispiel Google Maps und solche Dinge, die die Maschine langfristig lernt. Deswegen haben wir auch jetzt so Produkte wie Autos, die sie selber einparken. Das ist jetzt nicht wahnsinnig intelligent, also intelligent in unserem Sinne garantiert nicht, aber schon auch komplex, darf man nicht vergessen. Selbstfahrende Autos würden ohne diese Techniker gar nicht gehen. Aber ein selbstfahrendes Auto, was eine Entscheidung trifft über Tod oder Leben oder auf der Autobahn 220, genauso funktioniert. Ich glaube, es ist noch eine Weile weg. Das heißt aber nicht, dass sie nicht relevant sind. Ganz sicherlich werden sie relevant sein in vielen Umständen. Hier ein paar Zitate, die Sie vielleicht ein bisschen schocken. Ist ja auch noch morgens, können wir gut verkraften. Satya, CEO von Microsoft, Artificial Intelligence is the ultimate breakthrough in technology. Künstliche Intelligenz ist der ultimative Breakthrough. Maschinen, die denken, das wird für sie im Handeln wahnsinnige Konsequenzen haben. Ich denke zum Großteil positive, aber teilweise auch erschreckende von Dingen, die gehen, die vielleicht gar nicht gehen sollten. Andrew Naji von Baidu, der gerade das Handtuch geworfen hat gestern, beziehungsweise was anderes machen will. Er sagt sogar, künstliche Intelligenz ist die neue Elektrizität. Das müssen wir überlegen, was das bedeutet. Comscore sagt, die Hälfte Der Suchen in 2020 wird mit Voice Control gemacht. Da können Sie ganz andere Dinge. Sie müssen nur einen einzigen Satz von jemandem analysieren. Also ein Satz von Ihnen auf Siri oder Contana sagt mir mehr als zwei Millionen Zeilen Text. Ihre Sprache sagt ganz eindeutig, wer Sie sind. Ein Satz reicht furchterregend. Also Himmelhölle, wie ich sage. Also könnte schrecklich sein oder gut sein, hier so als Schaubilder mal. Also Sie müssen sich vorstellen, es gibt einfach 90 Prozent von dem, was wir jetzt machen mit künstlicher Intelligenz, ist eigentlich IA, nicht AI, also Intelligent Assistance. IA ist das, was Sie haben. Wenn Gmail sagt, das ist Spam, das ist Assistance. Intelligent Assistance. Wenn Google Maps sagt, du kannst hier auch einen Kaffee trinken für heute, für die Hälfte off oder was weiß ich. Das ist alles Intelligent Assistance. Fancy Software sozusagen. Das ist das, was Sie im Handel und Retail eigentlich jetzt sofort nutzen können und sollten, also IA, nicht AI. Das heißt zum Beispiel die komplette Vernetzung der Daten, also Big Data, gut und schön, aber eben Garbage in, Garbage out. Wir müssen dann intelligente Dinge haben, die das tun für uns. Wir müssen überlegen, was das bedeutet, zum Beispiel für das Internet der Dinge, für Smart Cities, für Wearable Computing, für Robotics und überhaupt für das ganze Leben in diesem Datenstrom. Das ist hier und jetzt, Das würde ich zuerst anschauen, bevor Sie schauen, ob Sie etwas komplett ersetzen können durch Maschinenintelligenz. Nochmal der CEO von Microsoft, der sagt, wir gehen von Mobile first, das ist ja auch das, was wir bei Marketing und Commerce immer sagen, Jetzt gehen wir zu AI first, was nicht bedeutet, dass Sie Mobile lassen sollten, natürlich im Gegenteil, Aber da geht ganz sicherlich die Zukunft hin. Smart Machines, hier ein Beispiel, Todd Spoletto, President of the North Face, We are working on the prototype to match customers to gear. Watson. Let's give it a try, say it's mid June and I'm backpacking in Yosemite of our three hundred fifty three jackets. I can recommend nine. Watson, what if it rains? There is just a three percent chance of rain. So I recommend the breathable stretch fleece fuse form Delamiti jacket. A perfect choice. Watson, IBM Watson. Also das können Sie jetzt schon ausprobieren bei the N O RFACE COM. Dort hilft Ihnen die AI, also die künstliche Intelligenz, ein Kleidungsstück auszusuchen. Relativ trivial, weil geht es um Wetter und um Größe und so, das ist nicht so komplex, aber die Verkäufe gehen senkrecht in die Höhe damit. Es ist quasi, kann man sich vorstellen, wie das funktioniert, weil in dem Fall ist ja der Schaden begrenzt, wenn es nicht funktioniert. Aber wir kommen ganz eindeutig in eine Zukunft, in der wir bei diesem Kartenspiel immer mehr Karten auf der Seite von Technologie haben, weil wir haben uns ja nicht wesentlich verändert. Also als Menschen haben wir eben diese trivialen Dinge wie Moral und Werte und Ethik und diese ganzen Dinge, die man eigentlich kaum definieren kann, die sind eigentlich noch die gleichen, Aber Technologie erfindet immer wieder neue Dinge, Nanotechnologie, Ubiquitous Computing und so weiter und so fort. Und da ist halt ganz klar zu sagen, dass intelligente Maschinen unserer Welt mehr verändern werden als alles andere in den letzten 50 Jahren. Und ich meine es jetzt eigentlich positiv. Natürlich gibt es auch viele Probleme dabei, ganz sicher zum Beispiel Privatsphäre, Datenschutz, Surveillance, die wir auch ganz sicherlich angehen müssen. Aber Sie können sich vorstellen, man sagt zum Beispiel, wenn es uns gelingt, Logistik zu koordinieren weltweit mit künstlicher Intelligenz, könnten wir 40 Prozent Energie sparen bei Logistik. 40 Prozent würde aber deuten, dass wir alles tracken. Das heißt, wir kommen also da in der Welt, wo wir OK, Daten sind das neue Öl und Intelligenz ist das neue Benzin. Und ich glaube, da werden wir auch ganz klar sehen müssen, dass die Möglichkeiten da eigentlich unbegrenzt sind, wenn wir diese zwei Dinge noch hinzufügen können, Die Menschlichkeit und eben die Werte. Also Menschlichkeit heißt ja im Grunde genau das Gegenteil von Daten. Menschen sind eigentlich die ineffizientsten Maschinen, die wir uns vorstellen können. Also in Amerika sagt man Technology is cheap and humans are expensive. Let's get rid of the humans. Logische Konsequenz, eine Telekom Firma zum Beispiel wird es sich leisten können, in fünf bis sieben Jahren 50 Prozent ihrer Leute loszuwerden, weil bis dahin kann die Software das Network Controlling, was heute Personen machen. Da kommen wir also auch in eine Herausforderung, wo das bedeutet für uns, wo geht es hin? Was genau heißt das für uns und wie reagieren wir darauf? Deswegen eine Frage an Sie. Wie sehr glauben Sie an Daten? Glauben Sie, dass Menschen nur fancy data sind, also dass wir quasi auch aus Technologie bestehen? Das ist das, was ich oft höre heute. Also das Argument schlicht und ergreifend zu Wir sind zwar ziemlich weit entfernt von dem wirklich kopiert zu werden, aber im Endeffekt sind wir auch Technologie, sind wir auch Daten, sind wir auch fancy technology. Hier ist Ray Kurzweil, ein anderer Futurist, kennen Sie vielleicht aus Silicon Valley, der genau zu diesem Thema redet, Singularity Biology is a software process. Ich glaube, da unterscheiden sich die Amerikaner von den Europäern in dieser Meinung. Ich glaube nicht, dass es so ist, deswegen würde ich gerne Ihre Meinung dazu hören. Da kommen wir dann gleich dazu. Ich kurz noch zeigen, wie das eigentlich sich jetzt schon ausdrückt. Wir sind im Bereich von Computing von diesen primitiven Maschinen, die irgendwas errechnen, die programmiert werden zu Cognitive Computing. Wir gehen zu Maschinen, die denken können, also auf keinen Fall zu denken wie wir logischerweise, weil zum Denken braucht man auch einen Körper, das kennen Sie von dem Film her, sondern die selber denken können auf ihre eigene Art und Weise. Diese Thinking Machines werden ganz nah in der Zukunft Dinge ersetzen können, die wir früher gemacht haben, aber eben auf einem ganz anderen Level. Ich komme gleich nochmal darauf zurück, was es bedeutet. Menschliches Denken findet so statt. Also Sie müssen sich vorstellen, wenn ein Computer denkt, dann denkt er auf einem Kanal Nullen und Einsen, aber eben 50 Trillionen Nullen und Einsen. IBM Watson liest 1,2 Millionen Bücher pro Minute. Aber ist es wirklich Kontext, das wirklich verstehen? Was genau lernt er dabei? Daniel Kahneman sagt, der berühmte Nobelpreisgewinnende Psychologe der Cognition is embodied. Also Denken braucht einen Körper. Ich glaube, das ist ganz wichtig für uns zu sehen, dass es da in der Zukunft sicherlich darum geht, dass wir das zusammenfügen, weil unsere Welt wird total vernetzt. In jeder Hinsicht wird immer mehr Daten geben, Vernetzung und Intelligenz. Das heißt, wir haben dieses Investment in Technologie überall und dann haben wir das. Leute werden nichts von ihnen kaufen, gar nichts von ihnen kaufen, wenn sie keine Beziehung haben. Das ist genau der springende Punkt, eine Beziehung zu einem Algorithmus. Manche Leute finden das interessant, aber ich glaube nicht, dass es eine Verkaufsmotivation ist. Ich glaube dann die Beziehung ist im Endeffekt die Verkaufsmotivation. Das heißt, wie wir gerade schon gesehen haben, wir gehen hier in eine Art von Himmelhölle. Ich bin Optimist. Ich sage in meinem Buch, dass wir ganz am Anfang sind. Also wenn Sie jetzt schauen auf Eine Skala von eins bis 100 sind wir auf vier oder fünf. Die Veränderungen, die wir jetzt schon gesehen haben, die sind im Vergleich zu dem, was kommt, klein. Ich meine, in sieben Jahren werden ungefähr 8 Milliarden Menschen auf dem Internet sein, heute sind es 3,4 Milliarden. Und Sprache wird keine Rolle mehr spielen. Alles das, was Sie verkaufen, kann in jeder Sprache verkauft werden und alle, die was haben, können auch in unserer Sprache verkaufen. Das heißt, wir kommen also da an einen Punkt, wo ich sage, okay, momentan ist 10 Prozent Hölle. Sie wissen, was ich meine mit 10 Prozent Hölse. NSA, Edward Snowden, Surveillance, Beobachtung, Tracking, Datenschutz, Fake News und so weiter. Ist ein Big Deal, aber ist noch relativ klein. Stellen Sie sich vor, diese Kurve wächst auch exponentiell an. Ihre Gesundheitsdaten, Ihre Banking Daten, Ihre Einkaufsdaten, Ihr DNA. Das heißt, da müssen wir überlegen, wie wir das auch orchestrieren, dass es gut funktioniert und nicht nachher 90 10 ist. Bestes Beispiel sind diese Applications, die wir jetzt schon überall sehen, wie zum Beispiel Amazon Echo. Also ich habe natürlich den Amazon Ich kaufe den ganzen Krempel, um ihn dann irgendwann wieder dem Recycling zuzuführen. Aber das ist ganz klar, dass wenn das wirklich funktioniert und das wird funktionieren, dann ist das ein Gerät, was Sie im Büro stehen haben, wo sie Buch den Flug nach Leipzig. Und er wird das gut machen. Er wird das zehnmal so schnell machen wie Ihr Assistent, wenn Sie einen haben und die Hälfte billiger. Würde er wirklich wissen, was Sie da wirklich damit meinen, wenn Sie irgendwo hinfliegen? Das ist eine andere Frage, weil es gibt auch Dinge, die ungesagt sind. Hier ist ein Beispiel, bisschen lauter. I like the bridge fall too soft. Alexa, order sixty wheels of pecorino, please adding sixty wheels of pecorino. There will be no soft footballs this year, not on my watch. That's a joke, right? Because the hole deflated. Yeah. Also man kann sagen, er hat es nicht wirklich verstanden. Von diesen Dingen werden wir unheimlich viele sehen. Die Frage Ist das das neue Normal, dass irgendeine Application bei uns ins Gehirn springt und nachschaut, was wir denken. Im Endeffekt ist es das. Ist das gut oder schlecht? Wird das eine Sache, die uns begeistert, So wie dieser hier, der bereits an Amazon Echo liebt? Wer weiß, was der nächste Schritt ist für den Amazon Encoder? Das ist ganz sicherlich das, was momentan passiert. Eben wurde schon erwähnt, Conversational Commerce. Für mich ist es einfach no Interface Interface. Das heißt, wir reden mit Maschinen wie mit Menschen. Furchtbar gut oder furchtbar schlecht. Das müssen Sie selber beurteilen. Alexa, Ask my Ford mobile to start my car with pin two thousand, three hundred seventy six. Sending start command to your car. Alexa, all night now. What was the score? Last night for the Detroit game, Last night Detroit Beat Champions show in Las Vegas waren diese ganzen Voice Controller fürs Auto. Da können Sie dann sagen, Alexa, heute Abend brauche ich ein Date, schlag was vor wahrscheinlich. Und dann kommt eine gute Antwort, Das ist der Starbucks Barista. Da können Sie bei Starbucks bestellen, indem Sie quasi mit dem virtuellen Barista reden. Wo jetzt genau der Unterschied sein soll zu einem echten Barista, keine Ahnung, aber wahrscheinlich kann man das machen, während man noch im fliegenden Taxi sitzt. Aber trotzdem ist ganz klar, Sie wissen, wo er das hinführt. Amazon Alexa will das nächste Operating System werden für uns. Das Interface zu allen, ob wir jetzt Reisen buchen oder Krempel kaufen oder abstimmen oder politische Aktionen unternehmen oder eben überwacht werden müssen oder eben Fake News lesen. Wie weit würden Sie gehen, damit vielleicht einen AI Therapeuten, Machen Sie sich das auch bereits vorgeschlagen? Vielleicht der nächste heiße Start up oder sowas. Wäre das das Ende von Geheimnissen, Wenn Computer in unseren Gehirnen forschen können, quasi wie gesagt, wenn Sie öfters mit Maschinen reden, weiß die Maschine viel mehr über Sie, als Sie jemals selber wissen. Das ist so eine Art von Lügendetektor. Ich denke, es kann unheimlich positiv sein, wenn wir es kontrollieren können, dass wir eben autorisieren. Aber wenn wir es nicht tun, wohin führt das? Vielleicht vergessen wir schon bald, wie es war, als wir noch nicht mit Computern geredet haben. Genauso wie Sie jetzt ganz bestimmt vergessen haben, wie das früher war mit dem Downloaden von Musik über bittorrent oder Napster oder sowas. Heute brauchen wir das nicht mehr. Wir haben ja Spotify, wir haben das vergessen. Kann gut sein, dass die Zukunft das beinhaltet. Jetzt möchte ich gerne die erste Umfrage machen. Holen Sie bitte Ihre Weapons raus. Ihre Ihre externen Gehirne. Ja, ich weiß genau, dass Sie die dabei haben. Also wenn ich jetzt nicht 200 Antworten sehe, dann sind sie nicht zukunftsbereit. Okay, also menti com, Okay, Menti Com und der Code ist, den geben Sie einfach ein und Dann können Sie Multiple Choice machen. Der Code ist 44 71638. Sie brauchen nicht Location teilen oder irgendwas runterladen, Formular ausfüllen oder bei Amazon ein Echo bestellen, Menti Com und dort einfach eine von den Fragen aussuchen und Zip mitdrücken. Das ist also Multiple Choice hier, glaube ich. Wir sind da. Frage ist schlicht Und wie schätzen Sie die Überlappung von Mensch und Maschine in der Zukunft ein? Das ist so eine Art von Sentiment Analysis, die wir jetzt machen, eine Art von Marktforschung, um zu schauen, ob Sie selber denken, dass es wahnsinnig positiv sein wird. Okay, ich habe mir schon gedacht, dass Sie eigentlich eher positiv sind, weil deswegen sind Sie ja hier. Ich muss sagen, ich sehe es eigentlich auch so. Die Balancefindung wird unsere Herausforderung sein. Man könnte in gewisser Weise sagen, dass Technologie wie eine Droge ist mittlerweile. Also ich sage oft eben das Internet ist eine neue Religion und das Mobile ist die neue Zigarette. Wir müssen also eine Balance finden in dieser Zukunft, deswegen auch die Säule in der Mitte, glaube ich, ganz gut. Sie können weiter abstimmen, ich werde nachher auch das Slide einfügen in das Deck, was Sie dann nachher runterladen können. Aber man sieht hier ganz eindeutig, dass wir eher positiv unterwegs sind. Drei Personen empfinden es als Hype, das ist auch gut. Ich werde jetzt nicht fragen, wer das ist. OK, ich habe noch ein paar Slides und dann vielleicht nehmen wir ein bisschen Fragen. Also wichtig ist eben, ich nenne das in meinem Buch, die Mega Shifts. Die Mega Shifts, wir reden immer alle über digitale Transformation und diese ganzen Dinge, aber eigentlich sind es, ich habe mittlerweile fast 20, aber das sind die Top 9 Dinge, die Mobilisierung, Datafizierung, alles wird zu Daten, die Automatisierung, die Kognifizierung. Das heißt also, dass Daten jetzt denken können, Maschinen denken können. Ich werde nicht alle durchgehen. Ich würde nur sagen, eigentlich ist es so, dass wir sagen, das könnte eine Herausforderung sein, aber zum Großteil ist eine Gelegenheit, wenn Sie diese Megashifts verstehen und ich habe jetzt eine neue Webseite eingeführt, die heißt Megashifts Com, da können Sie dann anschauen, was das genau heißt, dann sind Sie eher für die Zukunft gerüstet. Hier ist eine von diesen Mega Shifts, JP Morgan hat neulich gesagt, vor einer Woche, glaube ich, oder zwei, dass sie mittlerweile eine künstliche Intelligenz haben, die Verträge macht, die also das ersetzt, was früher Anwälte, also unteres Level Anwälte gemacht haben. In Sekunden, das macht, was Stunden von Anwälten macht. Das glaube ich wiederum ist natürlich Marketing Language, also ganz sicher, Aber trotzdem glaube ich, eine Sache, die wir sehen müssen, diese Automatisierung. Für uns stellt sich folgende Frage, weil das wahnsinnig attraktiv ist zu automatisieren. Die Frage stellt sich schlicht und greifend, was sollte und was sollte nicht automatisiert werden. Happiness cannot be automated, sage ich immer auf Englisch. Die Kundenbeziehung, die sie haben, das Vertrauen, das was sie mit Leuten kann man nicht automatisieren, Man kann es zerstören mit Technologie, aber Sinn und Wert sind nicht automatisierbar. Beziehungen sind nicht automatisierbar. Wenn wir das tun, zerstören wir sie meistens, so wie in gewisser Weise Facebook den Begriff von Freundschaft zerstört hat, eigentlich indirekt, aber natürlich viel Geld damit verdient hat. Von daher ist es OK. Aber das ist eben die Frage. Dann haben wir Mobilisierung und Visualisierung Sie wissen, was bei uns passiert eigentlich jetzt schon Video. Video ist die Zukunft von Marketing. Also immer mehr Videos. Wenn Sie die Statistiken hier sehen, ganz klar visuelle experiences und stories. 80 Prozent des Internet Traffics. Der wichtigste Faktor hier ist 64 Prozent der Kunden sind mehr wahrscheinlich das Produkt zu kaufen, wenn Sie ein Video geschaut haben. Also Video geht in die Richtung von Storytelling, Experiences und so weiter. Der nächste Schritt ist Virtualisierung, Augmented Reality. Ich glaube, das Problem wird nicht sein, dass es eben nur für Geeks ist, sondern ganz im Gegenteil, es wird so weit verbreitet sein, dass wir die Welt gar nicht mehr normal sehen wollen. Also momentan, Wenn Sie das Oculus Drift ausprobieren oder Microsoft HoloLens, das kostet 5000 Euro das Ding und Ihnen ist schlecht danach, aber in zwei bis drei Jahren, dann ist es vielleicht so virtuell auf meinen normalen Brillen, so wie früher Google Glass und dann auf meiner Iris mit einer Projektion geht es auch schon. Also ich glaube, dass wir die Welt in anderen Augen sehen werden. Und da ist eben auch die Was bedeutet das für unsere Ethik? Sozialkontrakte zum Beispiel der Polizist. Natürlich will jeder Polizist gerne eine solche Brille haben, dann könnte er sofort, wenn er sie sieht, sie einordnen. Ist ist das gut oder schlecht? Gut, jetzt Trump würde sagen, das ist natürlich alles gut. By the way, how does Trump sleep at night he lies? Muss der nochmal einen Trump Joke hier einfügen? Der CEO von Walmart, Walmart, ist einer unserer Klienten beim Thema Future of Retail und er hat neulich was ganz Interessantes gesagt, was ich nicht erwartet hätte von Walmart. Die Welt wird immer digitaler, also wird es unsere Menschlichkeit sein, die uns absetzt von unseren Konkurrenten? Hätte man jetzt von Walmart nicht gedacht oder überhaupt nicht von Jemandem gedacht, der 2,2 Millionen Angestellte hat, von Menschlichkeit zu reden, weil natürlich Menschen auch teuer sind. Das ist die Wie machen wir das genau? Wo geht das hin? Wie finden wir diese Balance in dieser Zukunft und was genau kann man machen? Ich glaube, was passiert ist, dass wir uns in eine Erfahrungsgesellschaft bewegen. Das sieht man heute vor allen Dingen, weil Sie wissen ja, dass die Millennials, also Generation y von ungefähr 24 bis 33, die werden in fünf bis sieben Jahren 75 Prozent des Geldes ausgeben und die werden die Chefs sein, viele von ihnen sind ja auch in dem Alter, das sind dann die Chefs von lufthansa, wenn sie 35 sind. Das heißt, was wollen die? Wenn man schaut, was Millennials wollen, sieht man ganz klar, da geht es nicht um Konsument, nicht immer, sondern um Erfahrungen und Beziehungen zu schaffen. Also man sieht ganz klar eigentlich auch zum Beispiel auf diesem Graph, dann kann man jetzt sehen, OK, für die ist vernetzt zu sein normal, es muss alles einen Sinn haben. Das heißt, wir haben Dinge auf einmal, da geht es um Kollaboration, da geht es um diese Abenteuerökonomie. Das ist jetzt nicht so wahnsinnig gut, wenn sie Units verkaufen, also wenn sie zum Beispiel Autos verkaufen, ist eigentlich ganz klar, diese Leute werden weniger Autos kaufen, aber sie werden mehr Services kaufen. Jetzt ist der erste Service, Cadillac ist bereits online in Amerika, wo sie kein Auto kaufen, sondern sie kaufen ein Abo, das ist noch ziemlich teuer, 1500 Dollar, also jetzt für Studenten perfekt geeignet Und dort können sie dann ein Abo kaufen, wo sie alles, was Cadillac macht, bekommen. Sie kriegen sogar einen elektrischen Scooter, sie kriegen einen Bahnpass, sie kriegen Helikopterflüge innerhalb von dem und sie kriegen jedes Auto, was sie wollen, auf dem Rotierungsprinzip. Das heißt, sie haben ein Access Package, das könnte ich mir gut vorstellen, dass das in der Zukunft funktioniert. Da muss man auch keine Autos mehr verkaufen. Wir verkaufen Zugang, das ist auch eine Stelle, so wie Spotify eigentlich, wo wir keine Musik verkaufen, sondern Zugang zu Musik. Radikale Veränderung eben dieser Erlebnisökonomie. Burning Man, das bin ich auf der rechten Seite, nein, bin ich nicht, aber schon eine Weile her. W Hotel in Barcelona, die haben eine Experience Wall, wo man dann nachschauen kann, was man heute machen kann, ist Quasi ein gigantisches iPad, also ist sehr interessant, steht in der Lobby rum, Emirates Business Class Bar, gehen sie bloß nicht hin, weil es ganz schlecht so viel Alkohol zu trinken beim Fliegen, aber trotzdem, es trinkt auch fast keiner dort, man trifft sich da, es ist eine Experience, außer in Australien natürlich, die trinken ja immer. Das heißt also, wir kommen dahin, wie hier der CEO von Airbnb sagt, läuft irgendwie nicht. Aber können Sie auf dem Internet nachschauen, habe ich eben schon erzählt, wo er über diese neue Experience Economy redet. Ich komme zum Schluss. Also bottom lines, alles was digitalisiert, automatisiert und virtualisiert werden kann, wird schauen Sie Ihren Job an, ist vollkommen klar. Also es dauert vielleicht länger, je nachdem was Sie machen. Wenn Sie jetzt einen Anwalt sind, zum Beispiel, der komplizierte Deals macht und emotional Intelligence braucht, dann ist das nicht gut automatisierbar. Aber wenn Sie ein Anwalt sind, der non disclosure Agreements macht oder normale Verträge, das wird eine Maschine lernen oder eDiscovery und solche Dinge. Das Gegenteil ist auch alles, was nicht digitalisiert werden kann und automatisiert, wird immer wertvoller. Und das ist unsere Zukunft. Leisten Sie bloß keinen Widerstand zur Automatisierung. Es ist zwecklos. Wir konnten bisher Maschinen schlagen, weil sie einfach stupide waren. Sie haben Ihren Microsoft Rechner nicht gesagt, wie das Spreadsheet aussehen soll, Sie haben es einfach selber gemacht. Das brauchen wir in Zukunft nicht. Ich glaube, es ist gute Nachricht. Nur wir müssen uns daran gewöhnen, dass wir eben diese Jobs outsourcen. Immer die wertvolleren Jobs. Und was ist wertvoller? Sind natürlich die menschlichen, die Androrhythmen verstehen, verhandeln, Beziehungen knüpfen, Vertrauen aufbauen. Das einzige, was wirklich zählt im Handel sind Beziehungen und Vertrauen. Alles andere wird mit Technologie natürlich auch in eine Million Commodity. Das heißt, ganz sicher glaube ich nicht, dass wir in so eine Zukunft gehen, wo alles der Algorithmus ist. Menschliche Existenz ist kein Algorithmus. Sie sind vielleicht anderer Meinung, deswegen der Asterix. Ich denke, Menschen sind nicht computable. Nicht wirklich. Ich glaube, das ist auch unsere Zukunft, die mich mit Hoffnung erfüllt, dass wir das tun können. Wir sehen auch schon ganz klar, wo es hingeht. Der Faktor Mensch wird immer wichtiger. Man könnte ja meinen, dass er unwichtiger wird, weil Technologie das alles kann. Ich glaube, es wird immer wichtiger, vor allen Dingen im Retail, im Handelsbereich Beziehungen zu knüpfen. Man sieht hier auf dem Economist Chart schon, non routine work explodiert. Non routine cognitive work, also nicht routine geistiger Arbeit oder nicht körperliche Arbeit. Was aber auch anwächst, ist körperliche Arbeit, die nicht Routine ist. Also Schreiner, Elektriker und sowas. Es ist ganz schwer für einen Roboter, ihr Klo zu reparieren, Das wird eine Weile dauern. Aber ein Roboter kann Auto fahren, da kann er nicht ihr Klo reparieren. Das sind zwei ganz verschiedene Dinge. Das heißt also, da geht es hin, wenn Sie Kinder haben, lassen Sie bloß Ihre Kinder keine Routine Jobs lernen. Ob das jetzt der MBA ist oder Buchhaltung oder irgendwas anderes, schicken Sie lieber ein Jahr nach Indien, um was anderes zu lernen. Man sieht hier in diesem Trend, ich schreibe ja auch Bücher, wie Sie wissen. Interessant zu sehen. Ich habe selber vorausgesagt vor sieben Jahren, dass wir früher oder später das Ende des Buches sehen werden. Jetzt hat sich herausgestellt, Leute kaufen immer mehr Bücher und E Bücher. Amazon verkauft ja wahnsinnig viele E Books, ich glaube fünfmal so viel wie gedruckte Bücher. Aber trotzdem sehen hier in diesem ungefähr vier Prozent Wachstum. Woran liegt das? Bücher sind menschlich ineffizient, schwer teuer, aber menschlich. Deswegen haben wir sie noch. Das gilt jetzt nicht so sehr für Zeitungen und Magazine, aber die Erfahrung im Buch zu lesen ist eine andere menschliche Erfahrung. Das heißt nicht, dass die andere Erfahrung schlecht ist, sie ist einfach anders. Ich glaube, da können wir ganz klar sehen, was passiert. Und wir sehen auch hier World Economic Forum, die sagt, die Skills, die wir brauchen in der Zukunft, das sind die Skills, die Sie brauchen, um erfolgreich zu sein in Ihrer Handelskraft sozusagen. Die zwei wichtigsten Emotional Intelligence und Cognitive Flexibility. Emotionale Intelligenz, das ist das, was nur wir können. Ich glaube, es wird lange dauern, vielleicht nie, ich hoffe 100 Jahre, bevor Maschinen emotionale Intelligenz entwickeln. Das wäre wahrscheinlich unser Ende. Da kann man dann in eine andere Richtung nachher darüber diskutieren. Aber das sind ganz klar Skills, die wir in der Zukunft brauchen. Jetzt hätte ich gerne Ihr Feedback, was heute für Sie am wichtigsten war. Jetzt müssen Sie ein bisschen darüber nachdenken. Sie dürfen nur jeweils ein bis zwei Worte oder so eingeben auf diesem Chart, also einfach Refresh machen bei mentee com. Das bildet jetzt eine Word Cloud, das ist 69553. Sie können einfach eingeben, das Wichtigste war, Gerds Buch zu kaufen. Nein, das Wichtigste war exponentiell. Die Keywords, die ich heute eingegeben habe, Das ist gut. Sie bauen schon eine gute Word Cloud. Sie können mehrmals machen, das ist kein Problem. Sie können also Submit machen und dann nochmal. Das teilen wir auch gleich dann auf Twitter, damit jeder weiß, was Sie denken. Sie haben das sehr gut gemacht. Humanity, Wow, Sie sind ja ganz fleißig. Das ist gut so. Wissen Sie, wenn ich das in Amerika mache, diese Umfrage, dann kriege ich nicht das Keyword Humanity, sondern exponential. Das heißt also exponentielles Wachstum genau das gleiche. Andersrum. Humanity ist auch da drin, aber Exponential Growth ist der Hauptwert. Das ist ganz interessant. Ich komme zum Schluss. Sie werden das dann gleich veröffentlichen in einer Stunde. Wenn Sie mir ein bisschen Zeit geben, wird es die Slides geben. Ich ende mit einem Zitat von David Bowie, den ich früher im Musikbusiness kennenlernen durfte, der gesagt the future belongs to those who can hear it coming. Die Zukunft gehört denen, die Sie kommen hören. Ich glaube, wenn Sie das können, dann werden Sie auch morgen gute wetäler Händler Menschen sein. Vielen Dank fürs Zuhören.
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