Gerd Leonhard, Futurist, Autor und CEO: Marketing Tag 2017, Luzern (in German)
17 Mar 2017 · 15 min
Gerd Leonhard speaks on exponential technological growth and artificial intelligence at Marketing Tag 2017 in Lucerne. He examines how AI will reshape marketing and society as technology accelerates beyond human control.
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Guten Morgen, meine Damen und Herren. Bonjour à tous. Hello everybody. Schön, dass ich heute bei Ihnen sein kann. Ich lebe seit 15 Jahren in der Schweiz, nur um ein bisschen vorauszuschicken, wenn ich dann gleich über uns rede, rede ich über uns Schweizer aus meinem Schweizer Pass sozusagen, wenn das für Sie okay ist. Ich rede gerne über die Zukunft von Technologie und Mensch. Und ich glaube, Marketing hat ja mit beidem zu tun, mit Menschen und mit Technologien. Als Zukunftsberater, als Zukunftsforscher bin ich nicht jemand, der die Zukunft voraussagt, sondern der sie zuhört. Man sagt in Wenn ihr die Zukunft wissen wollt, fragt eure Kinder. Das stimmt sehr, weil Kinder natürlich nicht beschäftigt sind mit der Gegenwart, mehr Zeit haben zum Experimentieren, zum Spielen. Wichtigste Kurve des Tages ist diese die exponentielle Kurve. Wir sind also jetzt an einem Punkt, wo Technologie exponentiell explodiert. Science Fiction wird Science Fact, wie ich immer sage, Sie müssen sich nur umgucken. Selbstfahrende Autos, Sprachübersetzungen, Roboter für Haushalte in Japan, 1,5 Millionen elektronische Pets, also elektronische Hunde und Katzen, die Sie Was weiß ich, was Sie jetzt genau machen? Aber es gibt sie. Ich sage immer, unsere Gesellschaft wird sich in den nächsten 20 Jahren mehr verändern als in den nächsten 300 Jahren. Und manche denken, das ist übertrieben. Ich denke, es ist untertrieben. Wir werden also Dinge sehen, die uns ganz entgeistern werden, wie zum Beispiel Genmanipulation des menschlichen Gens, wo wir vielleicht früher oder später in 20 Jahren Krebs besiegen. Können, der Wandel zur erneuerbaren Energie, ganz neue Dinge. Positiv zum Großteil, aber eben auch eine Herausforderung, wo wir Alles ist möglich. Wenn Sie Marketer sind, ist das super, dass alles möglich ist, weil desto mehr Daten Sie kriegen, desto mehr Informationen, desto besser das Marketing vielleicht. Aber gleichzeitig haben wir auch einen Konflikt dazwischen, dass wir Was ist denn eigentlich mit der Ethik? Was genau passiert? Was sollte erlaubt sein? Was sollte nicht erlaubt sein? Momentan sind die Spielregeln auf dem digitalen Feld ja weit offen. Ich sage immer, Amerika ist eigentlich Mission Control of Humanity. Alles das, was in Amerika passiert, wird uns hier rübergetragen. 95 Prozent von dem, was wir tun, ist auf amerikanischen Servern zu sehen. Wir kommen also jetzt in der Zukunft ganz sicherlich, wo diese exponentielle Kurve an einem Take off Punkt ist. Und ich sage gerne, dass, weil wir eben an diesem Punkt sind, wo jetzt alles möglich wird, Das heißt, dass wir uns verdoppeln alle 18 Monate. Moore's Law, Matt Calf's Law, kennen Sie vielleicht, Das heißt, in sieben Jahren sind wir dreiig mal soweit und wenn wir dreiig mal die Kurve raufgehen, sind wir bei einer Milliarde. Es könnte also sein, dass die Kinder meiner Kinder zum Beispiel niemals selber ein Auto fahren werden, dass sie nicht wissen, wie eine CD aussieht, das wäre jetzt kein Verlust. Aber dass sie vielleicht keine Bücher kennen, das wäre ein Verlust. Dass sie vielleicht sich weigern werden, Sprachen zu lernen, weil das Gerät, das macht unser externes Gehirn. Wir kommen also jetzt an einen Punkt, wo weiterhin linear zu denken, könnte extrem Risiko bedeuten. Linear heißt eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben. Wir müssen uns darauf einstellen, dass Dinge sich verändern. Sie sehen hier an dieser Kurve USA, wie die Medienlandschaft sich seit diesem Knick verändert hat. Dramatische Veränderungen der Einnahmen zum digitalen Bereich, das kennen Sie ja alle, ganz klar. Die andere Kurve zeigt den dramatischen Anwachs von Investitionen für künstliche Intelligenz und von zukünftigen Investitionen. Künstliche Intelligenz ist ein wichtiges Thema für uns alle Maschinen, die denken. Natürlich denken die Maschinen nicht, wie wir denken. Es reicht ja, wenn sie denken, wie Maschinen denken, aber IBM Watson zum Beispiel kann in einer Minute 1,2 Millionen Bücher lesen. Den werden wir also nicht schlagen, was unser Knowledge betrifft und unsere Informationen. Wir kommen also in eine Zukunft, wo diese Konvergenz von Mensch und Maschine direkt vor uns liegt. Ich weiß nicht, wie Sie darüber denken, aber ich glaube, es ist keine gute Idee, wenn der Mensch auch zur Technologie wird. Ich glaube, das ist eher der europäische Ansatz. In Amerika sagt man, es ist eigentlich ganz klar. Singularity kennen Sie vielleicht. Transhumanismus. Wir werden in 10, 15 Jahren verknüpfen uns mit Technologie. Und da stellt sich die Frage in meinem neuen Buch Technology versus Humanity gibt es übrigens ab Juni dann auf Deutsch rede ich von diesem Thema. Der Algorithmus, die Maschine und der Androrhythmus, die menschlichen Dinge, was ist wichtiger? Wenn Sie Marketer sind, lieben Sie Algorithmen? Natürlich, ganz klar, weil dort verstehen wir Dinge besser und können Dinge automatisieren. Kreativität, Compassion, Empathie, Ideen, Mitgefühl, das sind schwierige Sachen, die wir manchmal gar nicht quantifizieren können. Wenn wir uns vorstellen, was passiert eigentlich ein Mensch an Technologie, wenn wir sehen, dass die ersten Roboter schon bereits Gefühle hervorrufen aller Art, wo wir denken, das sind vielleicht dieser Zusammenschluss von Mensch und Maschine, der uns bevorsteht oder eben die Möglichkeit, Maschinen zu benutzen, hier wie Boston Robotics, die dann auch endlich Dinge können, die früher nur Menschen könnten. Ich wage zu bezweifeln, dass viele friedfertige Anlässe da zur Verfügung stehen, aber Dinge, die in den letzten paar Monaten passiert sind, wo wir sagen, dass das überhaupt geht, dass Maschinen das können, also Roboter werden in unserer Gesellschaft so normal werden wie die Verkehrsampel. Das ist ein furchterregender Gedanke und vielleicht auch ein toller Gedanke, wenn jetzt der Busfahrer vielleicht von selber, also nicht mehr da ist sozusagen, vielleicht sitzt dann einfach ein kleines Googlezeichen auf dem Sitz, was weiß ich. Oder Autos, die sich selber einparken können, kennen Sie schon, ist ideal. Wenn Sie nicht parken können, dann kaufen Sie so ein Auto. Die ganzen Dinge, die wir so vor uns sehen, die eigentlich jeden Tag passieren. Der größte Hürde hier ist zum Beispiel, wenn Sie im Bereich Medizin schauen, in Amerika gibt es bereits 400 Firmen von Venture Capital gefundet, denen ihr Ziel ist es, den Tod zu besiegen. The end of death. Es ist kein Witz jetzt, man könnte meinen, das ist ein Witz, aber eines von denen ist Human Longevity Inc. Hört sich an wie aus Star Trek mit 450 Millionen Dollar. Ich nehme an, das ist dann auch nur für die einen Prozent oben, die dem Tod von der Schippe springen können. Aber Technologie, Mensch, wo ist die Grenze? Wo geht das hin? Ich glaube, es ist Jahre, nicht Jahrzehnte, bis wir die Konvergenz von Mensch und Maschine erreicht haben. Das bedeutet für uns als Gesellschaft große Herausforderungen und auch große Gelegenheiten. Wir werden natürlich Dinge wie Smart City, Smart Farming, Smart Energy, Smart Everything erleben, werden viel Geld dadurch sparen können, werden effizienter sein. Aber da stellen sich auch die Fragen, zum Beispiel im Marketing, wie sehr automatisieren wir das? Was ist eigentlich unser Job in der Zukunft? Ich bin mir ganz sicher, dass jeder Job, der Routine ist, in der nahen Zukunft automatisiert wird. Und ich rede von jedem Job. Finanzberater, Checkout im Supermarkt, Taxifahrer, Pilot, ob ich damit fliegen würde, ist eine andere Frage, fragen Sie sich wahrscheinlich auch. Aber alles, was Routine ist, wird automatisiert. Das ist digitaler Darwinismus. Und alles, was nicht Routine ist, wird immer wertvoller. Und das sind Sie zum Glück oder wir, nämlich das, was nur Menschen können, wenn sie Mal schauen, was können eigentlich nur Menschen? Die Liste ist ewig lang verstehen, verhandeln, Dinge erfinden, Transformation, Regeln missachten, Lügen, Geschichten erzählen. Das ist ja auch Marketing. Nicht das Lügen, sondern die Geschichten erzählen. Also da kommen wir also an den Punkt, wo wir Das ist Ihr Overlap. Das ist Marketing eigentlich zwischen Mensch und Maschine in der Zukunft. Und das ist, glaube ich, die Herausforderung, die bevorsteht. Diese intelligente Vernetzung ist da. Die Maschinen, die sammeln nicht nur Daten, sondern die denken jetzt auch. Die können also Daten zusammenbringen, eine Trillion Datenströme und entscheiden, ob der Patient wirklich Krebs hat oder nicht oder wie die Verkehrsamplung geschaltet werden soll oder wie Ihre Anzeigenkampagne am besten. Ganz Intelligent Machines sind eine der größten Veränderungen unserer Gesellschaft. Ich denke zum Großteil positiv. Aber natürlich liegen auch Assoziationen nahe, wie zum Beispiel Skynet oder Dinge, wo wir uns vorstellen, das ist vielleicht der ewige Überwachungsstaat. Ein riesiges Thema. Natürlich insgesamt wollen wir uns vorstellen, was bedeutet das? Wir werden in der nahen Zukunft, sehen Sie jetzt schon mit Kids auch nicht mehr auf einen Browser gehen oder irgendeine App runterladen. Wir werden überhaupt nicht mehr ein Interface benutzen. Wir werden mit Maschinen reden wie mit Freunden. Ob das eine gute Idee ist, das können wir nachher diskutieren. Aber das ist sicherlich auch jetzt schon der Fall, Wenn Sie schauen, WhatsApp oder so, 30 Prozent der amerikanischen User von Google Android benutzen die Sprachkontrolle, um Dinge zu bestellen. Hier ist ein Beispiel. Echo Start Smalltalk. Das ist Amazon Echo spricht mit Google Home.
Great, thanks, what can I do for you? Please tell me the current time. The time is twelve, fourteen PM. Oh, it's already twelve forty. Hey, Google Play.
Sie kennen vielleicht die Maschine auf der linken Seite. Das ist Amazon Echo. Hier ist jemand, der Echo ganz besonders liebt. Amazon Echo ist eine Maschine, mit der Sie reden und Dinge bestellen können. Sie sagen einfach, ich brauche noch mehr Papier und dann bestellt es. Acht Millionen Menschen haben das in den USA mit einem immer offenen Mikrofon. Die Maschine hört Ihnen zu die ganze Zeit. Ist natürlich sehr naheliegend, was man sonst noch damit machen könnte. Die Frage ist also ein bisschen, was passiert in dieser Welt, wo auf einmal diese Dinge ganz normal werden, wie Fake News, Manipulation, Robots, die bei uns im Gehirn nachschauen, was wir denken, was wir fühlen, wohin geht das? Ist das super oder Ist das schlecht? Sind diese sprachgesteuerten Intelligent Digital Assistants, wie ich sie nenne? Das ist die Zukunft. Das ist Software, die überall sitzen kann. Auf dem Computer, auf der Wristwatch, in meinem Anzug, auf der Brille, wo ich einfach Ich brauche ein Ticket nach Cancun. Du weißt, was ich gern hab. Geht auch jetzt schon, ist ein bisschen kompliziert. Hier ist ein Beispiel mit Expedia, die es bereits heute machen, allerdings nicht mit Sprache, sondern mit Tippen. Sehr erfolgreiches Produkt, wo man quasi über den Messenger bestellen kann. Das als nächstes mit Sprachsteuerung ist auch bereits hier. Das werden wir ganz klar sehen. Stellen Sie sich vor, Sie haben ein Hotel und Sie haben so eine App und ich kann mit der App einfach reden, so wie ich mit dem Empfang reden würde. Ist das cool? Ist das creepy? Ich nenne das manchmal das Global Brain. Das entsteht jetzt gerade. Sie wissen vielleicht, dass Google und auch andere Suchmaschinen, es gibt ja eigentlich keine anderen Suchmaschinen, aber Firmen wie Google dabei sind, künstliche Intelligenz zu werden. Google hat in 40 verschiedene Firmen investiert. In fünf Jahren wird nicht mehr gesucht, sondern die Maschine weiß, wer ich bin, was ich brauche, was ich will, bevor ich es vielleicht weiß. Google wird zur künstlichen Global Brain. Sie haben auch ein Projekt, das heißt die Global Brain. Starbucks hat sich bereits dort eingeklinkt in dieser Global Brain mit einer App, wo ich einfach meinen Kaffee über dieses Messaging App bestelle. Das heißt also, das Interface wird invisible, Das Global Brain wird immer stärker Künstliche Intelligenz. Die Definition ist eigentlich ganz einfach, Dinge, die früher Menschen gemacht haben, zu automatisieren, von Maschinen emulieren zu lassen, wie zum Beispiel Smart Control fürs Auto, Google DeepMind haben Sie vielleicht gesehen, Mit dem Parken beschäftigen wir uns nicht weiter, aber selbstfahrende Autos, die intelligent sind, das ist unsere Zukunft. Und ich glaube, da sind wir an einem Punkt angelangt, wo wir sagen, jetzt müssen wir mal schauen, okay, es ist sicherlich toll, wenn wir Dinge automatisieren können. Wir können also die Hälfte unserer Belegschaft rausschmeißen und dann die Marge erhöhen. Aber was genau bedeutet das für unsere Struktur von dem, was wir machen sozial, was uns Menschen macht, wo die Zukunft hinführt und was es für uns in der Zukunft bedeutet. Also ich denke, wir sind in dem Wandel zwischen diesen zwei Algorithmen, Maschinen und Androrhythmen. Wenn Sie da einen guten Platz finden für Marketing, dann haben Sie die Zukunft. Und da muss ich Marketing wie heute wird es in zehn Jahren nicht mehr geben, weil in diesen zwei Polen entstehen ganz neue Möglichkeiten. So wie wir gesagt haben vor zehn Jahren, die Musikindustrie, wo ich früher war, CDs verkaufen, Leute verklagen, weil sie gratis downloaden, Lizenzen verweigern. Was haben wir heute? Musik ist in der Wolke. Wer sind die neuen Musikfirmen? Das ist nicht Sony Music und Eni, Spotify und YouTube und Baidu und Facebook. You name it. Das heißt, wir kommen also jetzt dahin. Der größte Gamechanger ist künstliche Intelligenz. Sie sehen hier die Einnahmen für Enterprise Artificial Intelligence. Da sind wir ganz am Anfang. Das ist eine richtig exponentielle Kurve. Der CEO von Google, Sundar Pinchai, glaube ich, heißt der Nachma, der sagt bereits, was dort bevorsteht und We're moving from mobile first to AI first artificial intelligence. Also das heißt nicht, dass Sie aufhören, an mobilen Sachen zu arbeiten, auf keinen Fall. Aber die Zukunft ist ganz sicherlich künstliche Intelligenz Maschinen, die das für uns tut. Programmatic Advertising ist ein super Beispiel. Wir kommen also an den Punkt, wo diese ganzen Dinge konkurrieren, wo unsere Zukunft mit Smart Machines zusammenhängt. Neulich war ein Report, der gesagt hat, dass 85 Prozent aller Customer Service Activities in der Zukunft von Smart Machines gemacht wird. Neulich habe ich ein Demo gesehen, ich habe zehnmal angerufen, um meinen Flug zu ändern, und ich habe nur ein einziges Mal richtig getippt, dass es keine Person war. Also normal Schweizer Twitch, glaube ich, wäre ein bisschen schwierig noch für diese Maschine wegen verschiedenen Varianten. Aber wenn Sie Mainstream Englisch reden, funktioniert das gut in zwei Jahren. Problem gelöst und automatische Übersetzung.
Todd Spoletto, President of the North Face, We are working on the prototype to match customers to gear.
Watson Let's give it a try, say it's mid june and I'm backpacking in.
Yosemite of our three hundred fifty three jackets I can recommend nine.
Watson what?
If it rains, there is just a three percent chance of rain. So I recommend the breathable stretch fleece fuse form Delamiti jacket a perk.
Den Rest erspare ich Ihnen. Das ist IBM Watson, der bereits bei the North Face eingesetzt wird, um eine Jacke zu bestellen, wo Millionen von Fakten in die Bestellung mit einbezogen werden. In Realtime können Sie auf der Webseite ausprobieren Also es sind Dinge, die uns ganz klar bevorstehen in der nahen Zukunft. Wir sind in diesem Wechsel von Maschinen. Sie wissen vielleicht noch, wenn Sie aus dem Internet kommen, Tabulating Machines, Programmed Machines und heute sind das Cognitive, Cognitive Machines. Cognitive ist ein super Wort, gibt es eigentlich gar nicht auf Deutsch. Cognitive denkend. Natürlich wäre es hirnrissig zu denken, dass die Maschinen denken wie wir, aber es ist ein guter Marketing Slogan, glaube ich, der Sie auch gut verkauft für IB. Wir gehen also da in diese Zukunft in dieser Reihenfolge, passiv, zu generativ, zu kognitiv. Wenn Sie das verstehen, Sie können diese Maschinen benutzen, glaube ich, können wir einen großen Sprung machen mit Marketing Intelligence, mit Prediction. Die Slides gibt es nachher zum Download, wenn Sie downloaden wollen, GerdLeonhardt, CH oder DE, können Sie das ganze Ding runterladen. Thinking Machines sind nicht wie denkende Menschen. Eine Maschine, die eine Million Bücher lesen kann pro Minute, ist zwar extrem smart mit Fakten, aber sie hat immer noch keinen Kontext. Sie versteht keine Ethik, keine Moral, keine Bedenken, keine Fehler, keine Ineffizienz. Sie müssen sich eine intelligente Maschine so vorstellen, dass sie auf einem Kanal wahnsinnig gut ist und zwar viel, viel besser als wir und auf allen anderen Kanälen vollkommen versagt bis jetzt. Das wird sich früher oder später ändern. Dann haben wir ein anderes Thema, darauf möchte ich jetzt nicht eingehen, das ist kein positiver Aspekt, aber es ist noch 50 Jahre weg, da haben Sie noch ein bisschen Zeit. Aber ganz klar leben wir jetzt in einer Welt, wo Daten das neue Öl sind. Das sage ich seit 15 Jahren und jetzt ist es wahr. 2016 war der Wert aller Datentransaktionen Data Mining, Advertising 7,6 Trillionen Dollar mehr als die gesamte Erdölökonomie. Das heißt, wir kommen an den Punkt, wo wir ganz klar sagen, in jeder Hinsicht das neue Öl, Möglichkeiten, die sich da ergeben, die es früher gar nicht gab. Zum Beispiel Marketing Automation, Prediction Technologies. Das wird so normal werden, wie wenn Sie Heute ich benutze WhatsApp oder Twitter oder Social Media. Und ich glaube, das ist eine Zukunft, die wir auch umarmen müssen und verstehen müssen, was sie bedeutet, was sie möglich macht und was vielleicht nicht so wahnsinnig schön ist, was nicht so wahnsinnig schön ist. Zum Beispiel hier ein Beispiel, Es gibt ein IBM Insights Personality Test. Müssen Sie mal ausprobieren, googeln Sie einfach nach Insights Personality Ich mache das ab und zu, um meiner Frau zu sagen, wer ich wirklich bin. Das können Sie hier auf der linken Seite, Wenn Sie Ihre Twitter Hand eingeben oder ich glaube, mindestens 3000 Wörter Text, dann sagt Ihnen IBM, wer Sie wirklich sind. Das ist sehr hilfreich, wenn Sie paranoide Tendenzen haben. Aber die Frage ist, wie genau stimmt das? Und da muss ich sagen, wenn ich das anschaue, manches stimmt, manches ist so wie TripAdvisor, manches ist total schlecht, manches ist total gut, aber es ist ein Ausschnitt der Wahrheit. Wir sollten nicht an Daten glauben. Religiös, Dataismus nennt man das sogar heute. Aber wir sollten sie schon nutzen, Wir sollten auch nicht an Daten glauben. Und ich glaube, das ist die Herausforderung, wo wir überlegen müssen, was bedeutet das? Diese Mega Shifts, wie ich sie nenne, manche von denen kennen Sie wahrscheinlich, Ich gehe kurz auf 2 ein, einige sind Herausforderungen und andere sind eher gut. Es gibt eine neue Website, die ich gestartet habe, Megachips Com, können Sie mehr darüber lesen, was das bedeutet. Thema Nummer eins, kennen Sie Mobilisierung, Visualisierung, Ganz klar, Video ist die Zukunft, das sehen wir ja überall. Also da kommen wir an den Punkt, wo wir ganz klar sehen müssen, sehen hier die Facts, die Sie sicherlich auch alle kennen. Visuelle Experiences und Stories schlagen alles andere Videos, 80 Prozent des Web Traffics in der Zukunft, YouTube Traffic, 64 Prozent aller User sind mehr likely, ein Produkt zu kaufen, wenn sie Videos schauen, als wenn sie keins schauen. Hier sind die zwei wichtigen Facts. Eine Minute von Videocontent ist äquivalent mit 1,8 Millionen Wörtern, die wir lesen. Also Video ist ganz klar die Zukunft visuell. Ich glaube aber nicht, dass wir uns ganz dem Wort verlieren werden. Aber sicherlich, das ist ein Trend, den wir anschauen müssen und was er bedeutet. Wir gehen in eine Zukunft der Datafizierung. Ich habe hier meine Kuh genommen, weil wir in der Schweiz sind. Sogar die Kühe sind vernetzt. Sie wissen heute, es gibt automatische Melkanlagen, wo Kühe sich selbst bedienen können, um gemolken zu werden. Und sie gehen deswegen zweimal mehr pro Tag zum Melken. Das ist ganz interessanter Trend. Also wir gehen sicherlich, was früher so persönlich war oder privat, das ist auf einmal Daten, Datafication, Datafixierung. Sie sehen hier eine Szene aus Black Mirror, kennen Sie vielleicht, Black Mirror Science Fiction Serie. Das, was wir früher gesagt haben, das ist ein schönes Restaurant, das mag ich jetzt liken wir und raten wir alles. Wenn Sie Black Mirror nicht kennen, müssen Sie die Serie mal anschauen. Es gibt auf Netflix mittlerweile, die genau beschreibt, wie das vielleicht in zehn Jahren aussehen könnte, aber nicht vom Schlafengehen anschauen. Kognifizierung zum Beispiel. Face Recognition zu erkennen, was der Kunde wirklich denkt. Die Sachen kennen Sie weltweit, die ja schon bekannt sind eigentlich. Möglichkeiten, Face Recognition zu machen. Das ist sowohl creepy als auch useful. Das ist eine ganz schwierige Wollen wir das? Nutzen wir das? Wie gut ist es wirklich? Verspricht es das Falsche? Wir sehen bereits die ersten Firmen hier JP Morgan, die Software finden, die die gleiche Arbeit machen kann für Contracts zum Beispiel, um genau zu erkennen, was die Probleme sind. In 10 Sekunden die gleiche Arbeit wie ein Team von Menschen in Stunden. Also Anwälten, Menschen. Kurzer Ausschnitt von dieser Schweizer Firma kennen Sie vielleicht NVSO, da wissen Sie nicht, ob Sie lachen oder weinen sollen. Können Sie auf YouTube sehen. Der Springpunkt ist der, das wird jetzt eingesetzt für Finanzberatung zum Beispiel. Dort kann dann der Finanzberater sehen, was Sie wirklich denken über das Produkt, und zwar absichtlich mit Einverständnis des Klienten. Die Frage ist, ob diese Art von Intelligenz uns in der Zukunft supermenschlich macht. Wir können quasi unseren Roboter ins Gehirn hineinschicken und genau feststellen, was wir denken, wer wir sind. Ich denke, das hat natürlich interessante Versprechungen, aber eigentlich ist es das. Ich nenne das die Himmelhölle. Hellvan auf Twitter Hashtag. Das heißt, es bedeutet, wenn wir es gut tun, ist es Nirvana für uns, vor allen Dingen als Marketer natürlich. Mehr Daten, mehr Informationen, mehr Automation, mehr Möglichkeiten. Wenn wir es falsch tun, ist es George Orwell mal 5000. Gigantische Überwachungsanlage. Und da sind sie. Da ist Ihr Job zwischen diesen zwei Polen. Und ich glaube, wir müssen uns überlegen, was das bedeutet für die Zukunft. Denn wenn wir den Menschen als Maschine ansehen, wäre das ja alles Kein Problem. Aber Käufer, Konsumenten, Menschen sind keine Maschinen. Sie sind eigentlich wirklich zu 98 Prozent Mensch. Also nicht Daten. Ich sage immer, human thinking is not computable. Ich weiß nicht, ob Sie einverstanden sind damit, aber ich denke, da kommen wir an den Punkt, wo wir Maschinendenken ist eine große Herausforderung, dass wir unsere Klienten als Maschine als Algorithmus ansehen oder unsere Käufer. Und ich glaube, das wäre keine gute Zukunft. Keine Zukunft, in der wir in dieser Vielfalt überleben. Wir leben jetzt in dieser Hasenwelt, wo auf einmal alles vielfältig da ist. Musik, Medien, Reisen. Sie können das Wochenende in Zürich bleiben oder nach Thailand fliegen, kostet das Gleiche, liegt wahrscheinlich an Zürich. Aber ich glaube, dass wir in dieser Welt von Überwältigung, dass wir Überfluss haben. Vielleicht wird es ja in zehn Jahren überhaupt keinen Konsum mehr geben, so wie wir ihn heute kennen. Also Konsum, um zu konsumieren. Die Millennials, nämlich die wichtigste Gruppe der Zukunft, die schätzen mehr Erfahrung als Konsum. Also Access, not ownership. Ich glaube, das wird eine Zukunft, mit der wir uns auseinandersetzen müssen. Was bedeutet in dieser Kurve? Wir gehen hier ganz sicherlich dorthin, wo wir, wir als Anbieter, wir stagen Experiences, wir teilen, wir kreieren Erfahrungen. Erfahrungen sind im menschlichen Gehirn viel wichtiger als Besitz, prägt unser Gehirn. Ich glaube, das ist ein ganz wichtiger Punkt für unsere Marketingansatz Erfahrungen zu schaffen. Warum gehen wir nach Burning Man hier unten, das bin ich hier. Naja, stimmt nicht, wäre ich gerne vielleicht oder auch nicht. Deswegen gehen wir nach Burning Man. Deswegen gibt es in Hotels bereits die Experience Wall, das W Hotel in Barcelona, deswegen gibt es die Bar bei Emirates, die Sie vielleicht kennen. Experience, das lasse ich aus, wenn wir nicht genug Zeit haben. Aber wir gehen ganz klar in diese Zukunft von Zugang zu Besitz, Musik, Film, Medien, Autos, Bad News für Deutschland. Von Marketing zu Erfahrungen. Sie sehen hier die Quotes von den Marketing Experten. Native Great Media produced by great brands. Ein ganz wichtiger Punkt. Human Insight. Wir kaufen nämlich gar nichts, nur weil die Daten stimmen, weil die Fakten stimmen, weil das Auto weniger Benzin braucht. Human Insight ist der Hauptgrund, warum wir Sachen kaufen, warum wir Dinge liken, also die Erfahrung vermitteln. Das wird ganz deutlich. Die Zukunft. Experiences will be the future of advertising. Ich glaube, wir haben heute Nachmittag noch ein Referat zum ganz ähnlichen Thema. Das ist vielleicht der rote Faden, den Sie meinen am Anfang. Marketing as Experiences. Sie sehen hier ein Video von IBM wieder, sorry, das ist immer IBM mit ihren besten Beispielen, wo IBM bei einem, das glaube ich, Open 2015 Tennis Open, wo mit Technologie dargestellt wird, was hinter der Zähne passiert, wie schnell der Ball fliegt und wie das alles. Und da können Sie als Fan sich eintunen, können Sie eine neue digitale Erfahrung machen, die das Spiel ganz neu vermittelt als Erfahrung vermittelt. Das heißt, wir kommen also jetzt an einen Punkt, wo wir überlegen müssen, was machen wir mit diesen Technologien. Es gibt gute, es gibt schlechte. Also jede Technologie ist ja moralisch neutral, bis wir sie anwenden. Die Entscheidung müssen wir treffen als Marketer, was das bedeutet, wie das in unsere Kultur hineinpasst. Gewollt sein wird immer wichtiger. Sie sehen hier Blocking, Ad Blocking, kennen Sie ganz bestimmt das Problem, es ein Problem, aber eigentlich zeigt das nur eine Richtung. Wir müssen gewollt sein als Marketer. Leider ist das ja oft nicht der Fall. Man kann auch nicht immer nur gewollt sein, das ist auch nicht immer so einfach. Aber ich glaube, das ist unsere Herausforderung in der Zukunft. Die andere Herausforderung ist, dass wir natürlich personalized Advertising machen wollen, aber wenn wir es übertreiben, dann wird das wirklich, Dann wird es DDR 1942 viel schlimmer als das. Das heißt also, da kommen wir in Situationen, wo wir überlegen müssen, was wollen wir eigentlich. Und ich glaube, unsere Zukunft ist im Marketing ist, dass wir komplett Routine delegieren müssen, weil Software, Maschine, das kann 50 Prozent unserer Jobs gemäß Oxford Studie, also wenn sie Kinder haben, lassen Sie Kinder auf keinen Fall Routine lernen, dann sind sie direkt arbeitslos, sobald sie aus der Schule rauskommen. Also wir müssen dorthin gehen und Beziehungen können wir nicht delegieren. Relationships, Vertrauen, in der Psychologie sagt man dazu Martin Seligman Perma positive psychology, positivity, engagement, relationships, meaning und accomplishment. Das ist das, was Menschen kaufen, die kaufen das Gefühl von Happiness. Das ist Happiness Definition von Seligmann. Das heißt also, das können wir nicht delegieren, das bleibt uns selber überlassen. Ganz wichtiger Punkt zum Schluss.
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