Steuerlicher Erfassungsbogen - Digitaler Steuerberater klärt auf, erfolgreich starten Teil 4

Stefan Gostomzik walks through the German tax registration form (Fragebogen zur steuerlichen Erfassung) step by step in ELSTER. Most entries aren't binding and can be changed later, but income estimates trigger tax prepayments, so get those right. Decide whether to register as Kleinunternehmer or into the VAT system, and request a USt-IdNr if you need it.
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Herzlich Willkommen zum Teil 4 unserer Videoreihe. Wir zeigen ja in einem Mehrteiler, was der Existenzgründer machen muss. Von der Auswahl der Rechtsform, haben wir im Teil 1 gemacht. Teil 2 war die Gewerbeanmeldung. Teil 3 haben wir uns hart durch die Elster Anmeldung darum gekümmert, dass wir da durchkommen. Jetzt im Teil 4 machen wir den steuerlichen Erfassungsbogen. Dafür brauchen wir auch unsere ELSTER Anmeldung, die wir im Teil 3 gemacht haben. Wie das funktioniert, was ihr ausfüllen müsst und warum braucht ihr diesen steuerlichen Erfassungsbogen überhaupt und was das ist, das machen wir jetzt. Der steuerliche Erfassungsbogen. Wenn ihr eine Gewerbeanmeldung gemacht habt, werden eure Daten von der Gewerbeanmeldung automatisch zum Finanzamt verschickt. Das Finanzamt wird oder erwartet dann automatisch einen sogenannten steuerlichen Erfassungsbogen. Im besten Falle bekommt ihr nochmal eine Erinnerung vom Finanzamt, im schlechtesten Fall eine Mahnung. Der steuerliche Erfassungsbogen könnt ihr online eingeben, nämlich über ELSTER. Die Anmeldung haben wir im letzten Teil gemacht. Ich will euch in diesem Teil einfach mal zeigen, wie einfach das eigentlich ist. Ihr habt das Ding in zehn Minuten ausgefüllt. Wir geben auch nur die nötigsten Daten ab. Wir kämpfen uns zwar durch einen relativ großen Fragebogen durch, aber ihr werdet merken, das meiste ist für euch gar nicht, ist für euch gar nicht anwendbar. Wir machen das wieder am Beispiel einer Einnahmenüberschussrechnung. Wir nehmen ja als Beispiel unseren Badehosenhändler, den wir dafür nehmen, Einzelunternehmer. Und ja, dann ist die erste Frage, die wir uns stellen müssen, welche Aufgabe hat der steuerliche Erfassungsbogen? Ist der irgendwie bindend? Was bedeutet das für euch? Und das erkläre ich euch jetzt erstmal zum Staat kurz und knapp. Der steuerliche Erfassungsbogen ist letztendlich in vielen Dingen überhaupt nicht bindend. Es ist also Dinge, die ihr dort entscheidet, könnt ihr alle korrigieren. Es ist so eine Art Voreinstellung der Finanzverwaltung. Die Finanzverwaltung will Was habe ich da für einen Unternehmer vor mir? Die fragen grundsätzliche steuerliche Dinge ab. Da geht es gleich um Kleinunternehmer. Ja, nein. Ist eine Voranmeldung nötig? Das wollen die ja darüber wissen. Dann wollen die natürlich auch Macht das schon direkt im Staat Riesengewinne. Können wir also eine Steuervorauszahlung bekommen. Dafür ist dieser steuerliche Erfassungsbogen da. Der steuerliche Erfassungsbogen ist auch nötig, damit ihr eure eventuell eigene Steuernummer dafür bekommt. Das ist immer abhängig davon, hängt von vielen Dingen ab. Und ihr beantragt vielleicht auch eine Umsatzsteuer ID und die bekommt ihr einfach nur, wenn ihr diesen steuerlichen Erfassungsbogen eben ausfüllt. Aber viele meinen ich habe mich dann schon entschieden im steuerlichen Erfassungsbogen, ich habe das und das ausgefüllt. Dann meinen die Mandate naja, okay, ich habe es quasi beantragt und damit ist es nicht mehr änderbar. Da geht es auch gleich um den Kleinunternehmer. Da sage ich euch schon im Bitte schaut euch, bevor ihr diesen Film zu Ende schaut, bitte schaut euch vorher den Film von uns an bezüglich des Kleinunternehmers, was die Umsatzsteuer angeht. Das ist wichtig, weil ihr braucht es gleich für den steuerlichen Erfassungsbogen und das ist einfach kriegsentscheidend in mehreren Dingen. Aber auch da ist es so, wenn ihr den steuerlichen Erfassungsbogen ausfüllt, ihr könnt alles korrigieren. Nichts ist in Stein gemeißelt. Ihr müsst nur auf ein paar kleine Dinge achten, dass ihr die nicht im Vorfeld einfach total falsch ausfüllt. Aber ansonsten könnt ihr letztendlich gar keine Fehler machen. Im schlimmsten Falle muss es eben korrigiert werden, wenn ihr ein paar Zahlen einfach auch zu hoch eingetragen habt. Das machen wir aber gleich. Also stürzen wir uns direkt in die Arbeit. Öffnen wir den steuerlichen Erfassungsbogen. Wir machen das natürlich über Elster und ich zeige euch mal, wie ihr wirklich in kürzester Zeit euch durch diesen doch recht umfangreichen Fragebogen hangeln könnt. Und okay, wir starten mit Elster. Ich habe es auch schon aufgerufen. Als erstes den Login. Ich benutze hier, weil ich es praktischer finde, meinen Zugang über meinen Pass, über meinen Personalausweis. Dazu gehen wir jetzt erstmal auf den Login und dann sage ich ihm hier Personalausweis und dann muss ich einen Moment warten. Dann Login mit der Ausweis App. Jawohl, meinen Personalausweis habe ich zur Hand und da ist er. Dann sage ich weiter zur PIN Eingabe. Jetzt will er, dass ich den Ausweis drauflege, das machen wir jetzt auch mal. Die PIN will er haben. Und go. So, dann dauert es immer ein bisschen. So, da ist er. Okay, ich kann meinen Personalausweis wieder entfernen. Wir sind drin. Sehr schön. Wir gehen dann in die Formulare und suchen dann in den Formularen den steuerlichen Erfassungsbogen. Ich gehe hier mal direkt auf meine Formulare, ich hätte den jetzt auch suchen können. Das Formular heißt Fragebogen, hier unten steht es Fragebogen zur steuerlichen Erfassung für Einzelunternehmen mit mir. Und dieses Formular will ich jetzt, diesen Entwurf, den habe ich schon mal ein bisschen vorbereitet. Muss ich nicht alles abtippen hier, dann müsst ihr mir nicht beim Tippen zugucken. Das habe ich mir schon mal ein bisschen vorbereitet. Das sieht man hier hier oben in der Kachel bin ich in dem Eingabenbereich. Wenn ich das später abgeschlossen habe, gehe ich auf Prüfen. Bedeutet, da kann man sehen, ob die Finanzverwaltung noch nicht eingetragen habe, was die Finanzverwaltung aber definitiv erwartet, dann lässt es sich nämlich nicht übertragen. Ja, dann gucken wir uns das Ganze mal an. Ich gehe mal ein bisschen weiter runter, dann sieht man bei den Seiten, ich habe hier 1 bis 22 Seiten, wenn man sich das Ding in Papier anguckt, boah, es sieht wirklich schrecklich aus. Ist wirklich wie ein Zahlenfriedhof. Aber wenn ihr schon mal auf die grünen Haken spinxt, dann seht ihr, was ihr in Wirklichkeit nur ausfüllen müsst. Das geben wir jetzt auch gleich mal einzeln durch. Da sind viele Stammdaten drin, viele echt einfache Sachen und deswegen, ihr habt das Ding tatsächlich relativ schnell ausgefüllt. Okay, wir fangen mit den persönlichen Angaben an. Gehe ich auch jetzt mal hier drauf. Da ist es und klar, hier müssen wir erstmal angeben, Name, Vorname, Geburtsdatum, ausgeübter Beruf. Ich scroll mal so ein bisschen weiter. Die Adresse natürlich im Inland, dann Postfachadresse, da könnt ihr überall drüber gehen. Ich habe auch keine E Mail angegeben. Also ich mache hier so die Quick and Dirty Version, wirklich nur das absolut Nötigste, weil ihr habt in der Regel keine Lust, großartig Bürokratie für die Finanzverwaltung zu machen. Deswegen habe ich mich absolut nur auf das Nötigste konzentriert, so dass ihr das Ding zur Finanzverwaltung übertragen könnt und möglichst schnell fertig seid. Gehen wir weiter zur nächsten Seite. Dann kommt das Ganze mit den Ehegatten. Wenn ihr also verheiratet seid, dann müsst ihr das auch eintragen. Das ist bei mir jetzt nicht der Fall. Dann gehe ich zur nächsten Seite. Meine Bankverbindung muss ich eintragen. Was heißt muss ich? Kann ich eintragen. Wenn ihr die jetzt nicht eintragt und ihr bekommt später vielleicht mal eine Erstattung aus der Umsatzsteuer oder so, dann weiß natürlich die Finanzverwaltung nicht, wo sie es hier überweisen soll. Deswegen tragt eure Bankverbindung bitte ein. Hier auch noch ein kleiner Ich empfehle euch, gebt der Finanzverwaltung eine Lastschrift. Kann man ganz unterschiedlicher Meinung sein, aber ich sage Die Finanzverwaltung muss auch absolut pünktlich bezahlt werden. Und wenn ihr das nicht macht, bekommt ihr sofort einen Säumniszuschlag. Und damit es euch nicht passiert, ihr seid im Urlaub, ihr müsst die Umsatzsteuer bezahlen, ihr habt es vergessen, drei Tage zu spät, ihr habt immer sofort ein Problem. Deswegen empfehlen wir immer gebt der Finanzverwaltung einen Einzug. Sollte mal was schief laufen, dann ist es kein Problem. Dann könnt ihr ja das Geld einfach immer zurückgehen lassen. Ein Man sollte vorher die Finanzverwaltung anrufen, bevor man das tut, Sonst löst ihr dort ein Bürokratiemonster aus, was echt ätzend werden kann. Also dann ruft man da einfach an, klärt das. Das ist eigentlich nie ein Problem, deswegen geht da eigentlich kein Risiko ein, aber jeder wie er mag. Ich habe jetzt hier mal keine Bankverbindung eingetragen. Ich habe ja auch gesagt, nur das Nötigste. Dann die steuerliche Beratung. Hier könnt ihr euren Steuerberater eintragen, wenn ihr einen habt. Das müsst ihr aber nicht. Habe alles freigelassen, ist also keine Pflicht. Macht in der Regel auch der steuerliche Berater danach nochmal, weil er meistens ja auch sich als Bevollmächtigter der Finanzverwaltung zeigt. Deswegen könnt ihr da drüber gehen. E Mail habe ich alles weggelassen, Telefon habe ich weggelassen, die Adresse im Ausland, Postfach. Also ihr seht, da ist jede Menge Zeugs drin. Hier ist beispielsweise so gut wie gar nichts auszufüllen. Dann Empfangsbevollmächtigter für alle Steuerarten. Springt darüber, wenn euer Steuerberater eine Empfangsvollmacht haben möchte. Bedeutet eigentlich nichts anderes, dass der Bescheid sofort zum Steuerberater geht, bevor es zu euch geht. Das ist immer eine Vereinbarung zwischen euch und dem Steuerberater, aber wir wollen ja hier etwas probieren, wo ihr ja auch ohne steuerliche Beratung erstmal klarkommt. Deswegen sehr komfortabel. Hier können wir ganz locker drüber springen. Ich gehe mal gerade so, scrolle mal hier so durch, genau, da war auch nichts. Nächste Seite, die bisherigen persönlichen Verhältnisse. Ihr müsst überlegen, so ein steuerlicher Erfassungsbogen, der will ja irgendwie alles erfassen. Ich sage euch, die wollen so wissen, was ihr in den letzten zwölf Monaten gemacht habt. Ich sage euch, wenn ich hier so drüber scrolle, was ihr hier eintragen müsst, ist bei dem Feld 57 falls ihr in den letzten 3 Jahren eine Einkommensteuer erfasst worden seid, das seid ihr üblicherweise behaupte ich mal bitte das Land eingeben, Bundesland Rheinland Pfalz in meinem Fall, dann bitte eure Steuernummer, die bekommt ihr ja aus eurem Steuerbescheid und das steht auch immer noch mal klein hier so eine Hilfe und wenn ihr die Steuernummer eingetragen habt, die ersten zwei Stellen zeigen immer das Finanzamt, dann trägt er das Finanzamt bei mir jetzt hier Bad Neuenahr Ahrweiler automatisch ein. OK, scrollen wir weiter runter, gehen wir zur nächsten Seite. Ja, OK, jetzt kommen so ein paar Sachen, die werden wichtig und zwar Angaben zum Unternehmen. Was müsst ihr da eintragen, wo müsst ihr darauf achten? Das machen wir jetzt die Angaben zum Unternehmen. Ich habe jetzt hier nochmal die Übersicht so ein bisschen dargestellt, damit ich euch nicht durch die ganzen leeren Seiten durch scrollen lassen, gehen wir tatsächlich direkt einfach in meine grünen Haken rein, das ist für euch einfach übersichtlicher und ihr seht, wir haben Eben was unter Nummer 1 zu uns selber natürlich gesagt, die Stammdaten Nummer 6 war da, wo wir die Steuernummer eingetragen haben und bei der Nummer 7 Angabe zum Unternehmen. Das machen wir jetzt und das erste was die erstmal wissen wollen, was machen wir in Zeile 24 wir wollen in unserem Beispiel Verkauf von Badehosen durchführen, dann die Bezeichnung des Unternehmens und wir hatten das schon mal bei der Gewerbeanmeldung, da müsst ihr super aufpassen. Ihr denkt vielleicht das was ihr da reinschreibt, könntet ihr als Firma bezeichnen Das ist aber echt wichtig. Ihr macht nämlich, wenn ihr das glaubt, nachher gerade in der Umsatzsteuer viele Folgefehler. Ich sage euch, ihr habt keine Firma. In meinem Beispiel habt ihr keine Firma. Deswegen, hier steht eigentlich genau genommen Bezeichnung des Unternehmens. Ihr habt nämlich in Wirklichkeit ein Unternehmen und keine Firma. Eine Firma hättet ihr, wenn ihr im Handelsregister eingetragen seid. Seid ihr aber nicht, bedeutet, ihr habt keinen Fantasienamen. Ich habe aber hier deswegen einfach mal reingeschrieben, Bezeichnung des Unternehmens Hubba Bubba Badehosen Worldwide, Inhaber Stefan Gostomzik. Das ist aber eigentlich nicht mehr als eine Kurzbeschreibung eures Unternehmens, aber auf gar keinen Fall eine Firmenbezeichnung. Also kommt bloß nicht auf die Idee, das nachher anzugeben, wenn ihr Sachen kauft, wenn ihr Sachen einkauft. Da ist es nämlich super wichtig, dass ihr euch nur mit eurem Unternehmensnamen darstellt. Und der ist ganz einfach. Der heißt so wie ihr heißt, in meinem Falle Stefan Gostomzik. Ende nicht mehr, kein Zusatz. Viele sagen dann, ja, kann ich das nicht so machen wie hier Hubba Bubba Badehosen, das klingt doch viel toller, viel professioneller. Ne, lasst es sein, auch wenn die den Zusatzinhaber da reinschreiben, weil ihr seid eigentlich Inhaber von nichts, weil ihr keine Firma habt. Und das hat hinten raus nachher gravierende umsatzsteuerliche Konsequenzen, wenn ihr das nicht beherzigt. Die Umsatzsteuer ist ekelhaft formal und wenn ihr da einen formalen Fehler begeht, habt ihr hinten raus ruckzuck ein Problem. Deswegen, das ist der Fehler, den die meisten Existenzgründer machen. Macht den nicht. Euer Unternehmen heißt streng genommen, wie jetzt in meinem Beispiel Stefan Gostomzik. Alles andere ist eigentlich eher eine Unternehmensbeschreibung. In euren Ausgangsrechnungen könnt ihr als Logo nehmen, was ihr wollt. Das ist in Wirklichkeit keine Firmenbezeichnung. Wenn ihr aber etwas kauft, wenn ihr gegenüber fremden Dritten auftretet, dann dürft ihr nur mit eurem Unternehmen auftreten. In meinem Falle Stefan Gostomzyk. Dann wollen die natürlich Beginn der Tätigkeit, bei mir ist es der 01.01.2023 und dann eine Adresse, schreibe ich nichts weiter ein, weil wäre bei mir zu Hause, in meinem Fall, dann wollen die wieder Telefon und E Mail und Internet. Nee, geht dir nichts an erstmal, wir wollen das Ding quick and dirty fertig kriegen. Deswegen trage ich da nichts ein. Ich trage nur so viel ein, dass ich es zum Finanzamt übertragen kann und wenn die dann Rückfragen haben, können die sich immer noch melden. Dafür gibt es ja letztendlich nachher auch die Prüfung. OK, gehen wir nochmal zurück, damit wir nicht einzeln durchklicken müssen. Das war im Prinzip bei Nummer 7. Das heiß Nummer 8 abweichender Ort der Geschäftsleitung, Nummer 9 Betriebsstätte, Nummer 10 Handelsregistereintragung. Haben wir in unserem einfachen Fall nicht, deswegen springe ich komplett drüber. Ihr seht keinen grünen Haken, müssen wir nicht besprechen. Als nächstes gehen wir in den Part Gründungsform rein. Okay, die Gründungsform Ich habe schon aufgerufen, Ihr wählt dort die Neugründung aus und zwar Gründungsdatum auch hier und das war schon. Mehr brauchen wir hier gar nicht an Angaben zu machen. Das heißt, wir gehen wieder zurück, scrollen wieder runter. Bisherige betriebliche Verhältnisse brauchen wir alles nicht ausfüllen. Konzernzügigkeiten werdet ihr wahrscheinlich nicht haben. Wenn solche Dinge auf euch zutreffen sollten, dann empfehle ich immer mal vielleicht doch sich zu überlegen, eine kleine Beratung einzukaufen. Aber ich sage mal, in dem einfachen Standardfall, den wir jetzt hier auch durchgehen wollen, braucht ihr das nicht. Angaben zur Festsetzung der Vorauszahlung zur Einkommensteuer. Jetzt müsst ihr ein bisschen aufpassen. Das sind nämlich Punkt 14 und Punkt 15 sind tatsächlich wichtige, der Punkt 18 eigentlich auch. Das sind eigentlich die wirklich wichtigen Angaben, die wir hier machen. Und zwar was wollen die wissen? Die wollen die voraussichtlichen Einkünfte wissen, die ihr haben werdet. Und das hat einen ganz einfachen Grund. Das stand ja auch schon oben in der Überschrift. Das Finanzamt will wissen, ob die denn schon Einkommensteuervorauszahlungen von euch veranlagen könnten. Seid also so ein bisschen vorsichtig, was ihr hier für Zahlen eintragt, wenn ihr zu übermotiviert seid. Ja, ich glaube an mein Unternehmen, ich werde ein Weltunternehmen im ersten Jahr eine Million Gewinn. Ja, mag für euch schön sein, aber ihr müsst dann wissen, Finanzamt freut sich mit. Die sagen oh cool, vierteljährlich können wir direkt schon mal eine Einkommensteuervorauszahlung abfordern und die kommt auch prompt deswegen klar, ihr müsst ehrlich antworten, es bleibt eine Schätzung, aber es ist eben auch eine Schätzung. Und ich behaupte mal, das erste Jahr ist nie das Beste und oft ist das erste Jahr letztendlich auch immer mit einem Verlust geprägt. Ihr habt Ausgaben, ihr fahrt euer Unternehmen hoch, ihr habt Investitionen. Deswegen, wenn ihr euch nicht sicher seid, deswegen gehen wir immer hin und Mensch, überlegt noch mal, wenn ihr denkt, das wird erstmal ein Startjahr, seid vorsichtig und deswegen geht ihr da rein. In meinem Falle habe ich mit einem kleinen Verlust geplant. Minus, wie gesagt, es ist eine reine Schätzung und ihr könnt euch auch später verschätzen. Es darf natürlich jetzt nicht gelogen sein, das darf es natürlich nicht und die wollen immer das laufende Jahr und das Folgejahr wissen. Und wenn wir ins Folgejahr gucken, das ist hier die nächste Spalte, da trage ich jetzt einfach mal, da habe ich mal so grob geschätzt, seid konservativ mit dem Schätzen. Wie gesagt, seid ihr wollt ihr zu stark schätzen, führt das dazu, ihr müsst sofort Steuern zahlen und Steuern vorauszahlen. Die Liquidität fehlt euch sofort, deswegen habe ich hier komm, ich schätze mal, ich werde ins Plus kommen, ich habe investiert, ich muss ja auch Kunden finden, dazu meinen Shop aufbauen und ich sage einfach mal Folgejahr 1000 Euro, deswegen habe ich hier ein Plus von eingetragen, alles andere lasse ich leer. Die Daten hat die Finanzverwaltung schon. Ihr könnt natürlich jetzt hier eintragen, welche Einkünfte ihr noch aus nichtselbstständiger Arbeit habt. Dazu könnt ihr euren Steuerbescheid nehmen und könnt die Daten hier eintragen. Aber ich sage jetzt einfach mal, ihr könnt auch eine Mitteilung gerade nachher ins Bemerkungsfeld reinschreiben, dass die Finanzverwaltung sich die Daten selber holen soll. Das sage ich jetzt einfach mal so, weil die Daten werden auch so durchgehen. Habt ihr schon mal eine Steuererklärung gemacht, hat die Finanzverwaltung eure Daten auch und kann daraus auch die Vorauszahlung berechnen. Deswegen, wir wollten es quick and dirty machen, springe ich da einfach drüber. Aber wenn ihr genau sein wollt, dann könnt ihr natürlich jetzt hingehen und hier eben reintragen, welche Einkünfte ihr aus eurer vielleicht Hauptbeschäftigung, wenn ihr das jetzt hier nebenbei macht, hier drin habt, da ist der Bruttojahreslohn gefragt, eigentlich die Einkünfte, wie gesagt, aus dem Steuerbescheid und die, wenn ihr verheiratet seid, von eurer Partnerin natürlich auch. Und wie gesagt, wenn ihr Vermietung und Verpachtung hättet, alle anderen Angaben solltet ihr natürlich hier reintragen. Vergesst ihr es, wird es erstmal keine Konsequenz haben. Die Finanzverwaltung merkt es eventuell. Aufgrund der bestehenden Daten habt ihr das natürlich ganz hart vergessen. Es darf natürlich nicht gelogen sein, das ist klar. Ihr müsst schon wahrheitsgemäß antworten, dann wäre es hinten raus natürlich ein Problem. Aber das hier dient ja erstmal nur zu einer Art Voreinstellung, was die Einkommensteuervorauszahlungen angeht. Die eigentliche Steuererklärung wird ja viel später gemacht. OK, scrollen wir mal so durch, dann sind wir hier auch wieder fertig beim nächsten Mal, bei der nächsten Seite mussten wir auch noch was eintragen. Angaben zur Gewinnermittlung. Jetzt kommen wir schon so ein bisschen in den fachlichen Part. Wir sind ja Einzelunternehmer in unserem Beispiel. Die Gewinnermittlungsart hier ist Einnahmenüberschussrechnung. Wenn ich das jetzt hier mal aufklappe, dann sieht man, was da noch so alles drin steht. Kein Betriebsvermögensvergleich, das ist nämlich die Bilanz Einnahmenüberschussrechnung, abgekürzt EÜR. Das werdet ihr bestimmt schon mal gehört haben. Die anderen Felder, die können wir wieder übergehen, weil die betreffen letztendlich nur die Bilanzierung. Gut, dann gehen wir mal, ich gehe mal wieder auf die Übersicht, scrolle noch mal runter, genau, Freistellungsbescheinigung, Bauabzugssteuer will ich nicht darauf eingehen. Wenn ihr im Handwerk und für andere Handwerksbetriebe Bauunternehmer arbeitet, dann müsstet ihr das ausfüllen. Ist eine Besonderheit, könnt ihr googeln, dann braucht ihr eine Bescheinigung. Dafür ist dieser Passus da, überspringe ich jetzt. Als Badehosenverkäufer brauchen wir es nicht. Angaben zur Anmeldung und Abführung der Lohnsteuer, auch das will ich jetzt nicht im Detail machen. Wir wollten es ja quick and dirty machen. Das heißt, solange ihr keine Mitarbeiter habt und keine Mitarbeiter eingestellt habt, brauchen wir keine Lohnsteuer im Staat. Bei uns im Beispiel seid ihr jetzt erstmal nur alleine und wollt jetzt alleine das Unternehmen aufbauen. Deswegen ist auch hier nichts von Lohnsteuer anzugeben. Das ist natürlich anders, wenn ihr jetzt einen Betrieb kaufen würdet mit 10 Mitarbeitern, dann wäre das der Fall. Aber ich behaupte mal, ab dieser Größenordnung wären Beratungsgespräch im Staat immer nötig. Und dann kommen wir auch schon zur letzten Angabe und zwar Angaben zur Anmeldung und Abführung der Umsatzsteuer. Super wichtig. Umsatzsteuer, total wichtige Steuerart, die ihr, ich sage einfach mal, beherzigen müsst, ihr auch verstehen müsst. Deswegen hier an der Stelle meine dringende Guckt euch unseren YouTube Film zum Kleinunternehmer an. Kleinunternehmer ist ein Begriff aus der Umsatzsteuer. Wollt ihr den ja oder nein? Super wichtig. Ihr müsst das richtig einschätzen können. Und darum geht es nämlich jetzt und das machen wir jetzt. Angaben zur umsatzsteuer. Unser Punkt 18, wenn wir jetzt hier mal reingucken, Geschäftsvorerst und Ganzen überspringen wir bisherige umsatzsteuerliche Verhältnisse. Ist nur wichtig, wenn ihr schon mal im Vorfeld einen Betrieb hattet, gehe ich jetzt nicht weiter darauf ein. Wir gehen davon aus, ihr startet neu mit einem Einzelunternehmen und dann wollen die wieder dasselbe haben, erstmal Land, die wollen die Steuernummer haben und was die dann auch haben wollen, ist eine geschätzte Umsatzzahl. Das hängt mit ein paar Dingen zusammen. Zum einen wollen die schon mal, müsst ihr monatlich die Voranmeldung abgeben oder eben quartalsweise oder vielleicht auch gar nicht. Und für Existenzgründer ist es immer so, im Standard ist es das Quartal, wenn ihr an der Umsatzsteuer teilnehmt. Das heißt, wenn ihr den Kleinunternehmer nicht wollt, seid auch hier vorsichtig mit euren Schätzungswerten. Das hängt auch ein bisschen mit dem Kleinunternehmer zusammen, weil ihr könnt hier keine Umsätze reinschätzen, die jenseits der Größenordnungen von einem Kleinunternehmer sind und ihr wollt eigentlich den Kleinunternehmer, deswegen passt hier ein bisschen auf. Ich habe jetzt hier mal reingeschrieben im Jahr der Betriebseröffnung im Staat Kundenaufbau und im Folgejahr. Diese Zahl ist tatsächlich nur da, dient nur dazu herauszubekommen, in welchem Takt ihr eine Voranmeldung machen sollt. In unserem Fall wird es dann automatisch die Quartalsanmeldung sein. Und die Umsatzzahl ist auch wichtig, um den nächsten Punkt zu überprüfen, und zwar die Kleinunternehmerregelung. Weil hier werden Dinge schon quer Tragt ihr zu viel ein und wollt die Kleinunternehmerregelung, wird er automatisch. Geht nicht, weil deine Umsätze sind viel zu hoch, dein Kleinunternehmer kann gar nicht funktionieren. Wir wollen bei uns auf den Kleinunternehmer verzichten. Wir wollen mit der wir wollen am Umsatzsteuerverfahren teilnehmen. Deswegen machen wir ein Häkchen bei dem Feld-132. Da steht ja der auf das Kalenderjahr hochgerechnete Gesamtumsatz wird den Kleinunternehmer, ich kürze das ab, nicht überschreiten. Das würde er bei uns auch nicht tun, aber es wird auf die Anwendung der Kleinunternehmerregelung verzichtet. Ich will bewusst verzichten, denn wenn ich das nicht tue, dann bin ich automatisch im Kleinunternehmer drin. Das heißt also, ich sage mal, der Standardzustand ist eigentlich der Kleinunternehmer, wenn ich innerhalb der Regelungen bin, der Umsatzgrößen. Will ich das aber explizit nicht, muss ich diesen Haken setzen. Das habe ich hier getan. Dann möchten die wissen, wie viel Zahllast. Das bedeutet letztendlich, ich kaufe ja Badehosen ein, die ich verkaufen will. Wenn ich einen Einkauf habe, kriege ich daraus ja Umsatzsteuer zurück. Und wenn ich etwas verkaufe, muss ich ja Umsatzsteuer logischerweise bezahlen und die Differenz aus beidem muss ich ja dem Finanzamt geben. Das nennt man Zahllast. Und die wollen wissen, wie hoch so die voraussichtliche Zahllast ist. Und da habe ich mal so ganz grob geschätzt und habe mal gesagt, die voraussichtliche Zahllast ist. Auch das dient wieder der Einschätzung, wie häufig die eine Voranmeldung wollen. Monatlich, Quartal. Darum geht es bei dieser Frage hier. Man kann übrigens, obwohl das Kalendervierteljahr gelten würde, explizit darauf verzichten. Fällt-134. Das macht man oft dann, wenn man beispielsweise hohe Investitionsausgaben hat und man möchte früher die Vorsteuer wieder haben und möchte da jetzt nicht irgendwie ewig warten. Deswegen könnte man dann dieses Häkchen setzen, ist aber wie gesagt ein Sonderfall. Im Standard habt ihr einfach das Kalenderjahr, Kalendervierteljahr und das ist auch schön bürokratiearm, steuerbefreiung das lassen wir weg. Ihr habt keine steuerfreien Umsätze, wenn wir Badehosen verkaufen. Wir machen es auch erstmal nur in Deutschland. Wir würden jetzt nicht sagen Schweiz ist auch super interessant, das macht die Sachen zu komplex. Deswegen gehen wir hier im steuerlichen Erfassungsbogen, der erstmal nur so eine Art Voreinstellung ist. Wie gesagt, alles was Sie hier eintragen, können wir alles zu jeder Zeit korrigieren, Ist nichts, was irgendwie bindend ist. Dann Angaben noch zu anderen Steuersätzen, das können wir, wie gesagt, alles überspringen. Durchschnittssteuersätze, uninteressant. Soll Ist Versteuerung zur Umsatzsteuer erkläre ich vielleicht ganz kurz, wann muss man eine Umsatzsteuer bezahlen? Sprich, wenn ihr was verkauft habt, gibt es zwei Zeitpunkte. Der erste Punkt ist, wenn die Leistung erbracht worden ist, ich mache mal ein Beispiel. Ihr würdet Badehosen auf Rechnung verkaufen, dann müsstet ihr die Umsatzsteuer bezahlen, wenn ihr sie verkauft habt, nicht wann ihr euer Geld bekommen habt. Und das ist nämlich genau der Unterschied. Und die Ist Versteuerung ist genau das, dass ihr die Umsatzsteuer erst dann bezahlen müsst, wenn ihr auch euer Geld bekommen habt. Deswegen habe ich einen Haken reingemacht. Dann ebenfalls super wichtig, den Haken setzen im Feld 152 das ist die Umsatzsteuer Identifikationsnummer. Die wollt ihr in der Regel als Händler immer haben, weil wenn ihr nachher im europäischen Ausland etwas kaufen wollt, dann braucht ihr einfach die Umsatzsteuer ID. Ihr braucht sie auf jeden Fall, wenn ihr euch im E Commerce selbstständig machen wollt. Ich mache ein ein Amazon Konto könnt ihr nicht bekommen ohne eine Umsatzsteueridentifikationsnummer gibt es nicht. Seid vorsichtig, wenn ihr doch den Kleinunternehmer wählt und ihr könnt trotzdem eine Umsatzsteueridentifikationsnummer auswählen. Das hat eine Konsequenz. Guckt in den anderen Film für den Kleinunternehmer rein. Super wichtig, Wenn man es nicht weiß, kann es existenzbedrohend werden, weil ihr könnt dort einen massiven Fehler machen, weil es muss euch schon komisch vorkommen, wenn ihr sagt, ich will eigentlich Kleinunternehmer sein. Also nichts mit der Umsatzsteuer, ist ja ein Begriff der Umsatzsteuer, nichts mit der Umsatzsteuer zu tun haben, aber Gleichzeitig beantragt ihr eine Umsatzsteueridentifikationsnummer, sage ich euch, müsst ihr wissen, was es bedeutet, wenn ihr sie benutzt. Sie hat nämlich immer eine Konsequenz für euch. Ja, und damit sind wir auch schon durch. Ich scrolle mal hier bis hier runter, dann gehe ich noch mal zurück auf unsere Übersicht. Da bin ich so, da habe ich genau, ich habe das Feld 18 gemacht und den Rest, der da drin ist, Umsatzstelle, Organschaft, One Stop Shop, all das füllen wir alles nicht aus. Ist alles erstmal im ersten Schritt nicht unbedingt nötig in unserem Beispiel natürlich. Und das Einzige, was ich jetzt noch machen muss, ist, man sieht das hier, ich gehe auf Prüfen. Hier würde er sofort meckern, wenn etwas fehlen würde. Wenn ich meine Steuernummer nicht eingetragen habe, zum Beispiel, wenn die falsch wäre, dann würde er das merken und ich könnte es, das kann ich natürlich jetzt nicht machen, weil es Testdaten natürlich sind. Ich gehe jetzt auf Versenden und habe dann meinen steuerlichen Erfassungsbogen an die Finanzverwaltung versendet. Wie ihr seht, eigentlich schnell gemacht. Gibt ein paar Dinge, wo ihr ein bisschen aufpassen müsst, Das sind aber nicht viele. Ansonsten ist es eigentlich nur Stammdaten eintragen und kann man absolut selber machen. Und ich hoffe, es hat euch ein bisschen weitergeholfen. Das war der steuerliche Erfassungsbogen. Wie geht es jetzt weiter? Im nächsten Teil starten wir tatsächlich langsam mit Buchhaltung. Was ist Buchhaltung? Eigentlich nur das Erfassen eurer betrieblichen Belege, damit wir sie später eben auch steuerlich geltend machen können. Buchhaltung hat auch was damit zu tun, dass ihr natürlich in unserem Beispiel Quartal eure Umsatzsteuervoranmeldung pünktlich an die Finanzverwaltung übertragen müsst. Das könnt ihr mit Elster machen, so wie wir den steuerlichen Erfassungsbogen heute auch gemacht haben. Aber es geht auch noch ein Stück simpler und das will ich euch zeigen. Ganz unbürokratisch machen wir das Ganze mit der App. Ich zeige euch mal, wie das funktionieren könnte. Wir erfassen, bearbeiten die entsprechenden Belege mit der App und eine Umsatzsteuervoranmeldung ist nicht mehr Arbeit als, sag mal, 10 Sekunden, wenn ihr im Vorfeld die Sachen manierlich vorbereitet habt. Und das machen wir im nächsten Teil.










