Wie baut man als deutscher einen VC im Silicon Valley auf, Marc Schröder? (#48)

Marc Schröder, Mitgründer von Maschmeyer Group Ventures, erklärt, wie deutsche Gründer im Silicon Valley Fuß fassen. MGV investiert ausschließlich in US-Unternehmen, nutzt Y Combinator als Einstiegspunkt und setzt auf Nischen wie Gaming-Browser-Startups. Ein erfolgreicher US-Markteintritt dient als Sprungbrett für die Expansion nach Europa.
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Das heißt, derjenige gewinnt, der schneller ist als der andere und du bist nicht schneller als der andere, wenn du drei Tage die Woche arbeitest und dann chillst du. Das hängt vom Gründer ab. Aber zurückblickend, die Erfolgreichsten sind die, die das nicht als Job sehen, sondern wirklich als ihre Vision, ihren Traum sehen und koste, was es wolle. Sie wollen das erfüllen. Herzlich willkommen zum OMR Silicon Valley Update, der Podcast mit Christian Bützer, der e von deutschen Erfolgsgeschichten aus San Francisco und dem Valley berichtet.
Mein heutiger Gast ist jemand, der wirklich zwischen den zwei Welten lebt und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Marc Schröder ist Managing Partner bei MGV, dem Venture Fonds von Carsten Maschmeyer und pendelt seit Jahren, also seit wirklich vielen Jahren regelmäßig einmal im Monat zwischen München und San Francisco hin und her und das mittlerweile mit drei kleinen Kindern zu Hause. Wir sprechen also darüber, wie er das überhaupt schafft, was sie ihn antreibt und wie man als deutscher Investor im Valley wirklich richtig Fuß fassen kann. Marc hat echt einen spannenden Weg, war erst Jurastudent, der ist dann Gründer geworden, hat Millionen Umsätze mit einer Security und Personalfirma gemacht, hat dann irgendwie durch Umwege Carsten Maschmeyer kennengelernt, erzählt er natürlich gleich und ist mittlerweile eine der wenigen deutschen VCs, die hier im Herzen von San Francisco eine super Präsenz haben. Und wir reden über den Aufbau von MGV, über seine Partnerschaft mit Carsten Maschmeyer, natürlich über Vertrieb als Schlüssel, Kompetenz für Gründer und natürlich über den aktuellen Hype hier in San Francisco. Also los geht's mit einem Mann, der Brücken baut zwischen München und San Francisco. Marc Schröder, Co Founder und Managing Partner von MGV. Auf geht's. Moin Marc.
Hallo, Servus, grüß dich.
Sag mal, wie organisiert man ein Leben, wo man abends die Kinder ins Bett bringt in München und dann am nächsten Tag in San Francisco ist und das in einem 4 Wochen Rhythmus oder 2 Wochen Rhythmus?
Ja, also ich würde lügen, wenn ich sagen würde, es wäre einfach. Es ist schon schwer. Es ist schwer, vor allem für die Familie. Meine Frau Katharina und wir haben drei Kinder, die sind jung, die zwei Jungs sind vier. Meine Tochter Florentine ist sechs. Für die ist es schwierig und dann für mich ist es eher eine körperliche Belastung. Ich mache das jetzt seit Januar 2017 jeden Monat hin. Und her, man gewöhnt sich dran und der einzige Weg, wie das wirklich klappt, ist, dass man eine gewisse Routine und Disziplin hat, hat und klare Absprachen zu Hause. Also ich fliege immer, nehme immer den gleichen Flieger, immer am gleichen Tag, fliege auch immer gleich wieder zurück. Dann habe ich meine eigene Jetlag Routine, hast du garantiert auch irgendeine. Ich halte mich da strikt dran, ich esse nichts im Flieger, ich trinke nur etwas, wenn ich hier ankomme, dann gehe ich draußen eine riesige Runde laufen und nehme die ersten zwei Abende Melatonin und dann bin ich gut eingestellt. Und das Wichtigste ist dann auch noch mal einen sportlichen Ausgleich zu haben, Also gesunden Lebensstil, was wir eh zu Hause haben. Aber für mich, jeder braucht irgendeinen Stressausgleich. Du hast einen anderen als ich wahrscheinlich. Für mich ist es sieben Tage die Woche versuche ich eine Stunde Sport zu machen in der Früh, bevor der Tag losgeht. Und dann ist es natürlich den richtigen Partner zu haben. Katharina macht den mit Abstand härteren Job als ich. Ich bin so viel weg. Die erzieht im Grunde genommen zum Großteil die Kinder alleine und wir haben eine Beziehung mit klaren Absprachen. Wir sind ein Team, wir arbeiten auf ein Ziel zusammen und daran halten wir uns. Aber jetzt zum Beispiel sind alle Kids krank zu Hause und sie ist alleine und kränkelt auch schon, also weiß ich schon, wie der Sonntag aussieht, aber ist hart. Aber wir haben das klar von Anfang an so festgelegt. Wir unterstützen uns gegenseitig, sie hält mir den Rücken frei, da kann ich hier Gas geben.
Ich meine, es passt so schön auf das Format hier, diese Brücke zwischen Deutschland und San Francisco und wer schlägt sie mehr als du? Insofern, da sprechen wir gleich noch mehr drüber. Aber lass mal ein bisschen vorne anfangen.
Wo kommst du her, wenn du meine Skinny Jeans gesehen hast beim Reinlaufen, dass du es eigentlich erkennen könnt? Katharina macht immer Witze darüber, dass ich so aussehe. Aber ich bin Holländer, ich bin Den Haag geboren. Mit vier Jahren haben meine Eltern dann beschlossen nach Südafrika zu ziehen aus beruflichen Gründen. Mit 13 sind wir dann nach Deutschland gekommen und seitdem, da habe ich meinen Schulabschluss gemacht und dann hat das Leben so seinen Lauf dort.
OK Und sag mal, du hast dann ja erst mal Jura studiert, das hast du wahrscheinlich irgendwie was ganz gut in der Schule, gehe ich mal von aus. Und hast aber dann relativ schnell schon entdeckt für dich, dass nur so ein Studium nicht ausreicht und du wolltest was Unternehmerisches machen. Vielleicht fangen wir da mal an, wie das da so losging mit dir.
Ja, also es fing eigentlich jung schon wusste ich, dass ich irgendwas selbst machen möchte. Erstmal bin ich meinen Eltern unglaublich dankbar für diese verschiedenen Stationen. Als Kind war das schwierig, neue Sprache, neue Kultur, neue Mentalität, neue Way of Life und Einstellung. Aber ich habe dadurch gelernt, mich schnell anzupassen an mein Gegenüber. Egal ob das jetzt ein Selfmade Billionär wie Carsten ist oder jemand, der mit uns zusammen unser Au-pair in der Familie macht. Gar nichts. Ich passe mich an. Und so konnte ich mich auch hier gut anpassen. Aber mein Vater hat mir von Anfang an eingetrichtert, du musst wissen, was ein Euro wert ist oder damals eine Deutschmark wert ist. Und sehr früh habe ich angefangen zu arbeiten und ich wollte immer, ich wollte immer mehr und wollte, dass das meins ist. Ich fand das nicht gut, von jemandem gesagt zu bekommen, wie ich etwas zu machen habe, obwohl ich glaube, ich kann es effektiver gestalten. Und so war das dann von Anfang an immer drin. Und der wichtigste Moment ist wahrscheinlich, meine Eltern wollten unbedingt, dass ich in St. Gallen studiere. Und nach all diesen Stationen, ich fühlte mich richtig wohl da, wo ich bin. Ich hatte einen super Freundeskreis, hat eine Freundin, in der ich damals voll verknallt war und spielte meine Lieblingssportart Rugby in drei verschiedenen Ligen. Ich fühlte mich richtig wohl und wollte einfach da bleiben, wo ich bin. Und dann wollten meine Eltern Druck ausüben auf der einzigen Art und Weise, wie sie dachten, dass sie es konnten und indem sie den Geldhahn einfach abgedreht haben. Nur mit meinem Charakter bist du dann genau fehl am Platz. Ich bin dann zur Tasche gepackt, zum Nachbar gelaufen, hab 100 Deutschmark damals ausgeliehen, bin zu meiner damaligen Freundin gefahren und dann war es Glück im Unglück. Es hat mich dann gezwungen, arbeiten zu müssen, irgendwas zu machen. Und da habe ich angefangen als Doorman zu arbeiten in einem Club und war in dem, was ich machte, gut, weil es gab nie Stress. Und es gab nie Stress, weil ich relativ gut Menschen einschätzen, einschätzen kann und einschätzen konnte und vor allem mit ihnen auch kommunizieren konnte. Deswegen wurde ich dann immer mehr und mehr gefragt für andere Veranstaltungen, aber ich konnte mich nicht klonen. Und daraus ist dann meine Idee entstanden. Da sage okay, ich weiß genau, was dieser Kunde haben möchte. Ich kenne so viele Studenten, bin in diesem Netzwerk drin. Wenn ich denen genau sage, wie sie sich zu kleiden haben, wie sie zu kommunizieren haben, wie sie sich zu verhalten haben, den Kunden gegenüber und deren Kunden gegenüber, dann zahle ich denen einfach weniger pro Stunde, als was ich kriege pro Stunde. Und so hat sich das entwickelt. Dann lief eins nach dem anderen. Dann ging es über Nachtleben zu Events, zu Konzerte, zu Fußballstadien etc. Und dann irgendwann war ich dann mit 21 bei 1,4 Millionen Umsatz, dann drei Jahre später bei 3,5 Millionen Umsatz in drei Städten. Und so hat sich das dann entwickelt.
Das ist so richtiges Unternehmertum eigentlich. Also man sieht irgendwo die Opportunity und dann expandet man langsam und so und es ist immer so lustig, weil das war ja, da gab es ja keine Investoren oder so. Das ist ja alles so gebootstrapped. Und das ist wirklich so aus dem. Es hat sich einfach so entwickelt irgendwie.
Ich wusste gar nicht, was Startup ist. Ich hatte meine Webseite, ich war ich am Telefon. That's it, word of mouth.
Gibt es da irgendwelche Learnings, wo du gesagt hast, boah, das hat mich so echt total krass geprägt jetzt für dein weiteres Leben?
Ja. Nummer eins. Ich klaue jetzt den Satz von Carsten Without networking, it's not working. Alles im Leben im Grunde genommen in irgendeiner Art und Weise ist Sales. Networking ist Sales. Du verkaufst dich selbst an andere Personen, dann musst du Talente akquirieren. Ich war ja damals letztendlich eine Offline HR Plattform, hab super Typen an tolle Jobs verholfen, aber ich musste den Kunden zufriedenstellen. Gleichzeitig musste ich aber die Studenten davon überzeugen, dass sie das machen. Und es ist ja jetzt genau das Gleiche auch in allen Start ups, Wenn ein Gründer muss ja Talente akquirieren können, muss an Investoren verkaufen können etc. Also Networking, Sales und dann Durchhaltevermögen. Es gab einen Punkt, da habe ich alle Kunden verloren, außer einen. Es gab eine neue gesetzliche Reform, Da waren plötzlich alle Auflagen weg. Da kam die Konkurrenz wie Sand am Meer rein mit Dumpingpreisen und dann kamen alle Kunden zu mir her. Ich muss die Preise alle, ich sage jetzt mal, um 5 runtersetzen habe ich gesagt, nein, Qualität kostet, mache ich nicht. Dann habe ich alles verloren, hatte einen einzigen Laden und da, weil ich Geld verdienen musste, stand ich dann da alleine wieder. Aber ich wusste, irgendwann zahlt sich das aus. Qualität zahlt sich aus. Hatte dann 6 Monate echt schwierig, die anderen noch am Ball zu halten, weil die wollten natürlich wieder woanders hingehen, woanders arbeiten und nach sechs Monaten hatte ich alle wieder zurück und habe mehr verlangt und hatte mehr Kunden. Und es war einfach, manchmal muss man dann einfach durchbeißen und durch, wenn man sich selbst glaubt, man glaubt an das Produkt bzw. Die Lösung zu den Problemen des anderen, dann einfach weitermachen.
Werbung. In fast jedem Gespräch der letzten Wochen und Monate kam immer wieder die Frage, Christian, habt ihr bei Learn XYZ Kurse, damit unsere Teams lernen, wie man AI im Job richtig nutzt? Also so was wie ChatGPT 5 im Arbeitsalltag sicher anwenden, richtiges Prompten und so weiter, haben wir jetzt gebaut. In Learn XYZ gibt es jetzt Lernpfade und am Ende ein Zertifikat und das kannst du dann auf dein LinkedIn hinzufügen. Das es ist nicht nur für Unternehmen, sondern für alle, also auch für dich. Also jetzt starten und in AI zertifizieren lassen.
Auf
zurück zum Podcast. Aber ich meine, wenn du so ein Business hast wie so ein Security Business, das ist ja kein any recurring revenue so automatisch, aber vielleicht hat man da irgendeinen Club oder so akquiriert, wo es dann immer weitergeht. Aber gab es irgendwann schon den Punkt, wo du so reflektiert hast, okay, will ich das jetzt mein Leben lang machen? Also ich meine, ich frage mich jetzt gerade so ein bisschen die Brücke. Du hast gerade Carsten Maschmeyer, also wenn du von Carsten sprichst, erwähnt, den hast du irgendwie kennengelernt, das musst du jetzt gleich mal erzählen, wie das losging. Aber wann war für dich irgendwie klar, okay, Security Business ist jetzt nicht mein
Lebenstraum, Ende mit dem Studium. Okay, da wusste ich, irgendwann waren wir so groß, dass wir das gesamte Stadion von FC augsburg hatten wir 360 leute gestellt an einem Wochenende. Und das ist jetzt natürlich nicht die Art von Person, die du da verwendest, wie du jetzt hier in Silicon Valley triffst, irgendeinen Tech Entrepreneur, das ist eine andere Art von Mensch. Und ich wollte mich einfach, ich wollte mich wie der Dümmste Mann im Raum fühlen, wie ich es hier jeden Tag tue. Und ich will mich selber geistig weiterentwickeln. Ich will mein Horizont erweitern. Und ich kam da an eine Grenze. Ich konnte nicht weiterkommen. Ich hätte anderes Geld aufnehmen müssen. Ich wäre dann in Konkurrenz gegangen mit großen Personalplattformen. Ich wäre in diesem einen bestimmten Nischenbereich Sicherheit, wäre ich in Konkurrenz gegangen mit Securitas etc. Und dann dachte Will ich das den Rest meines Lebens machen? Nein. Und da hatte ich das Glück, dass ich genau zum richtigen Zeitpunkt manchmal fügt sich das Carsten eben kennengelernt habe und
lief der dir einfach auf der Straße entgegen oder wo lernt man den kennen?
Nein. Seine Frau Veronika kannte ich viel länger. Für die habe ich gearbeitet, Personal gestellt, für sie selbst persönlich gearbeitet. Da ist über Jahre hinweg, da war ihre Tochter, die Lilly war damals vier, da war der Schulranzen größer als sie war und genauso alt wie meine Söhne. Jetzt so schnell geht es. Die ist jetzt in ihre Er sie hat hier eine extrem erfolgreiche Karriere in Kalifornien. Und als Veronika dann angefangen hat, Carsten zu daten, dann habe ich ihn über zwei Jahre kennenlernen dürfen. Und das war durch Veronika eine schnell sehr eng aufbauende Beziehung. Und als ich dann aus meiner letzten Staatsexamensklausur rausgelaufen bin, war die erste Person, die mich angerufen hat, war Carsten.
Und der hat gesagt jetzt machst du keine Security mehr, jetzt kommst du mal zu mir.
Genau, weil ich hatte mich verabschiedet von beiden, weil ich lernen musste für Staatsexamen, dann selber nichts mehr gemacht habe. Aber der hatte sich und das ist einer seiner absoluten Talente, Er hatte sich das genau aufgeschrieben, genau gemerkt, Er war der erste Anruf und dann hat er Ich habe meine Anteile verkauft erfolgreich an Swiss Life, aber ich will wieder was Neues machen. Ich bin und bleibe Entrepreneur. Und ob ich Lust habe, auf diese Reise mit ihm zu gehen. Und so fing das dann an.
Ich muss einmal diese kritische Frage stellen und zwar ich mag Carsten ja sehr gerne. Der war gestern auch hier bei uns Mouse of AI und ist echt immer super nett mit ihm. Aber wenn man ihn halt googelt oder so, die Wahrnehmung von ihm ist ja so ein bisschen bei den Deutschen auch so ein bisschen zweigeteilt. Auf der einen Seite ist natürlich der Löwe und hat irgendwie diese ganze positive Gründergeist und auch wenn man ihm bei LinkedIn folgt, dann ist es ja wirklich echt mal so sehr viel motivierender Content. Ich liebe das, ich bin der großer Fan davon. Aber es gibt natürlich auch die anderen Stimmen, die dann immer direkt sagen Abzug und AWD, was weiß ich, da ist irgendwas passiert, ich will da gar keine Wertung ändern. Aber trotzdem ist es ja schon irgendwie im deutschen Markt gibt es halt diese dunkle Wolke aus der Vergangenheit, gerade vielleicht bei den Deutschen, die auch immer sehr gerne sehr negativ sind. Ja genau. Immer so direkt als erstes gesagt wird. Also das gibt es ja so, wie ist das hier im Valley? Du bist ja hier, wir sprechen gleich über euren Fund und so weiter. Ist das ein Thema oder sind die Amis eigentlich, denen ist eigentlich völlig egal.
Völlig egal. Im Gegenteil, ich komme gleich dazu, als wir hier angefangen haben, aber wir sind eigentlich gleich nach San Francisco. Wir haben sehr viel Zeit in Los Angeles zusammen verbracht und die Amerikaner und es zieht sich einfach durch. Ist auch der Grund, warum du wahrscheinlich hier bist und ich hier bin. Die haben einen komplett anderen Mindset. Wenn du da sagst, wie er, der ein Unternehmen von Null aufgebaut hat, zu 22 Milliarden in Topline Revenue Mitarbeiter, dann sind die oh, wie hast du das geschafft? Ich will das auch. Die schauen nur von dieser Perspektive. Der Mann hat was von null komplett aufgebaut. Und dieser negative Mindset, dieser ich würde eher sogar noch sagen, diese gewisse Art der Neidkultur, die wir haben in Deutschland, die gibt es hier nicht. Hier schauen sie nicht, der fährt ein Porsche, sondern das ist irgendein Weiß schon, sondern die sagen boah, der fährt ein Porsche, wie hat er das geschafft? Will ich auch.
Das ist einer der Hauptgründe, warum ich hier auch lebe.
Ja, genau.
Und ihr habt dann ja MGV, also was für Maschmeyer Venture, ne? M sag nochmal, also wofür steht das eigentlich?
MGV stand ursprünglich für Maschmeyer Group Ventures, Group Ventures. Genau. Haben nicht, wir sind wir nicht, sind mit dem Namen nicht gekommen, sondern das Team. Wir hatten komplett andere Namen. Gut, dir kann ich es jetzt hier sagen. Wir hatten ursprünglich stand es für Atlantic Tech, weil wir dachten, wir sind super cool und intelligent. Atlantic Brücke, Europa, USA und Tech. Wir wollten halt hier Tech. Das hat nur kein einziger Amerikaner verstanden, weil die haben gesagt, es ist doch der Pazifik. Okay, und Tech, seid ihr ein Startup und okay, wrong name. Und haben wir mit dem Team gebrainstormt und dann haben wir gesagt, wieso nicht unsere Herkunft zeigen, ein self made man. Und so haben wir den Namen, haben die vorgeschlagen und dann haben wir das irgendwann komplett rebranded und ist jetzt nur noch MGV. Kannst du Massive Growth Ventures, das wäre
auch noch eine gute Abkürzung. Wofür steht ihr? Also ihr seid ja ein Fund, also investiert in Startups. Was macht euch besonders aus?
Ich glaube, da musste erstmal zurückgehen zur Historie. Wir sind ja nicht sofort hierher gegangen, haben gesagt, wir machen das jetzt. Wir haben sehr viel Zeit in Los Angeles verbracht. Veronika hat eine Filmproduktionsgesellschaft, Carsten Sohn hat da angefangen zu studieren. Wir haben zusammen viel von dort gearbeitet. Und dann irgendwann bin ich immer mehr nach San Francisco gefahren und ich war hier komplett geflasht. Asus finde ich noch immer wahrscheinlich die schönste Stadt, in der ich jemals gelebt habe. Du hast innerhalb von vier Stunden alles. Du kannst Skifahren gehen, du kannst an den Strand gehen gehen, kannst ins Weingebiet gehen, überall hingehen. Traumhafte Natur, wunderschöne Stadt. Und gleichzeitig hatte ich hier etwas, was ich schon lange nicht mehr hatte. Ich war immer so in Awe, wenn ich in irgendeinem Meeting war, neue Leute kennengelernt haben, die waren immer, ich fand sie immer schlauer als ich und ich lernte jedes Mal neu dazu und I always felt like the most stupid person in the room. Und das fand ich mega. Und dann hast du alle Firmen hier, die im Grunde genommen unser tagtägliches Leben beeinflussen und die ziehen Talente von der gesamten Welt hierher. Diese unglaubliche Diversity, den du hier in San Francisco hast. Und dann sagte ich mir selbst, hier will ich sein. Und dann habe ich gelernt, wie Venture Capital wirklich funktioniert, wie die VCs das hier machen, wie die Gründer das hier machen. Und das war damals in 2017 noch viel krasser. Als jetzt, so ein krasser Unterschied zu Deutschland. Und dann kommt meine holländische Art und Mentalität noch dazu, Die kommt hier besser an als da. Und er sagte, hier will ich sein. Und dann mit Carsten lange drüber geredet und dann hat er gesagt, fand er die Idee super, okay, wir starten. Aber dann war die Prä Wir können ja nicht Touristen sein, da nimmt uns keiner viel voll. Boots on the ground. Und dann haben wir von null angefangen. Also ich kannte hier niemand, hab dann sehr viele glückliche Zufälle gehabt, habe eine Person kennengelernt Heute noch ein Freund von mir, Anthony Schiller, MD, GP von Green Bay Ventures, komplett anderer Fokus als wir, aber mit dem super schnell befreundet, kennengelernt in der Bar, Wine Bar, Saß neben mir gleich ins Gespräch gekommen, auch wieder anders als bei uns. Ich sage immer, wenn ich in München an die Bar gehe und sitze da, dann bleibe ich da auch alleine sitzen. Wenn ich aber hier in München vielleicht
sogar noch, hast du vielleicht sogar noch
Glück, geh mal in Hamburg an die Bar oder so. Und hier, du redest immer mit deinem Nachbar, links, rechts, überall. Und habe mich mit dem anbefreundet. Und dann hat er hey, hey, what are you doing tomorrow? Und ich so, nothing, I'm at my hotel. And dann sagt, yeah, you want to come to a barbecue with me, say sure. Und dann dachte ich, typisch amerikanisch, halt sehr freundlich und so, aber den sehe ich morgen nicht beim Barbecue. Und dann war ich tatsächlich damals noch im Hotel, in dieses Nikon Hotel war ich da, Union Square, auch leicht falsch gelegen da. Und dann rief er tatsächlich an am Sonntag und sagte, hey, I'm gonna pick you up in an hour. Sag ich, wow, cool. Und dann völlig falsch gekleidet, komme ich gleich zu. Und dann sind wir los, losgefahren, seine Freundin abgeholt und dann er muss seinen besten Kumpel abholen. Okay, dann sind wir da hingefahren und wo halten wir an? For Dropbox, wer steigt ein? Drew Houston, CEO von Dropbox mit seiner damaligen Freundin. So, dann fahren wir zu fünft raus und sind ewig gefahren. Und ich war davor noch nie in Palo Alto.
Und da kommen wir da raus, so eine Stunde südlich.
Ja, genau. Und dann steigen wir aus und dann ist das der Barbecue von Ben Horowitz, einer der Gründer von Andreessen Horowitz. Und da war da, das war seine Charity Barbecue, das macht einmal im Jahr, da war Mariah Carey, Quincy Jones, Gründer von Lyft, Gründer von Dropbox, all diese Kaliber an Leuten waren da und Ben Hurwitz, werde ich niemals vergessen, kommt rein, American Football Trikot, Cappy, falsch rum, weiße Tennissocken bis zu den Knien, Jeans abgeschnitten und ich stehe da in so Möchtegern München, Schickimicki, weißt du, so halb cool sein wollen, Jeans, Hemd und Sakko. Und ich bin hier total fehl gleich weggeschmissen, Ärmel hochgekrempelt, Hemd raus. Und da dachte ich mir, gut, ich bin das fünfte Rad am Wagen, Wie nutze ich denn das jetzt hier aus? Und während ich mir das ausdachte, passiert genau das amerikanische Prinzip. Der erste kam an und die erste Person, die mich dort angesprochen hat und ich stand da an der Bar, war der Gründer von Lyft und dann frägt Hey, who are you? My name is? Und ich Hey Mark. Und dann siehst du automatisch in den Augen der Filter Bringt der mir was oder bringt der mich nichts? Und wenn er mir was bringt, tauscht man Kontaktdaten und wenn nicht, dann okay, I'll see you later. Und dann war der Moment, der entscheidend war, Ich bin zurück ins Hotel an dem Abend und dann habe ich eine E Mail nach der anderen bekommen an dem Sonntagabend noch Hey, let's set an appointment tomorrow, Tuesday, Wednesday, when can we meet? Und da hat es dann bei mir klick gemacht. Dann habe ich auch mit Katharina telefoniert und dann wusste ich I can do this. Einfach hustle, go out there, network, put yourself out there, be vulnerable. Und dann ging es los. Und dann habe ich mir wirklich wirklich jeden Early Stage Fonds hier angeschaut. Wir haben dann mit Carsten das große Glück gehabt, auch in mehreren rein zu investieren, um dann noch ein anderes Verhältnis aufzubauen, ihre Entscheidungsprozesse zu sehen und dann über ein Jahr Team eingestellt. Da habe ich wirklich jede HR Regel gebrochen, die es gibt. Wenn du willst, kann ich dir das erzählen und dann unseren Prozess aufgebaut und dann März 2018 und sie erstes Investment gemacht.
Okay. Und das war dann schon von vornherein aber so als Fund geplant. Ich meine, du hast ja nur einen LP praktisch. Also es kommt ja Alles aus dem MGP-1. Ja genau. Und es kommt. Das ist ja nicht Also wie geht man davor? Hast du jetzt gesagt, okay, ich will das 50 Millionen haben und dann wird das aufgeteilt oder war das erst mal so? Ja, wir gucken mal. Also wie bist du da vorgegangen?
Also das war eine klare Entscheidung von Carsten und von mir. Und da muss ich wirklich einen riesen Dank aussprechen. Er hat mir hier komplette Freiheit gelassen, komplett vertraut und ich kam hier an und dann hatte ich mir echt ü Gut, dann habe ich plötzlich diesen Druck gespürt, Ich kenne hier niemand. Wie mache ich das jetzt eigentlich? Aber da habe ich für mich die Entscheidung getroffen, wenn ich das jetzt hier mache mit ihm, dann muss das Hand und Fuß haben und dann mache ich da nicht eine einmalige Sache daraus, dann muss daraus irgendwann ein Establishment werden, eine Firm werden. Mein Ziel, I wanna be a recognized early stage investor in the United. States. Und dann habe ich zurückgearbeitet. Wie mache ich das? Und das mache ich, indem ich ein mega Team aufbaue. Ohne mein Team bin ich gar nichts. Wir sind eine Familie, ein Team. Wir haben einen einzigartigen Entscheidungsprozess aufgebaut. Wir haben eine Teamatmosphäre. Ich nenne uns immer die MGV Family, weil für mich ist Team rein perfekt, performance based und Familie ist auch für einen da. In schlechte Zeiten, Jeder hat mal Phasen und dann heben die anderen halt, machen halt mehr. Und das schweißt uns enorm zusammen. Wir machen auch am Wochenende immer alles zusammen. Und mit diesem Team, mit unserem Entscheidungsprozess haben wir dann einfach gehustled, einfach Gas gegeben.
Aber ich meine, wie setzt man sich ab? Es gibt ja so viele VCs und Leute gehen dann irgendwie in YC und dann kommt Andreessen Horowitz und Sequoia und sagt, okay, wir fanden euch vielleicht oder so. Oder es gibt ja so ein paar Namen, die Leute gerne haben, sag ich mal, als early stage Investoren. Und wenn du jetzt als neuer Fund kommst, wie differenzierst du dich da? Also ist das dann, dass man sagt, ja, ihr habt Zugriff zu Carsten, der kann euch erklären, wie man verkauft. Oder was sind so die Top 2, 3 Sachen, wo du sagst, da setze ich mich halt gegen andere Funds ab?
Also erstmal war YC, weil du YC sagst 2018 noch anders als jetzt. Das war invite only damals, da sind nur die Partner hingegangen. Wir hatten zwei Tage Pitches, dann hatten wir einen Tag Speed Dating und dann musstest du den Gründer sozusagen überzeugen, dass er dein Geld nimmt. Aber auch da eben Networking. Aber einfach drei Sachen. Nummer eins, es klingt banal, aber geht hier sehr weit. Be nicer than anybody else. Das ist Regel Nummer eins. Du kennst das hier. Manchmal ist es ein bisschen Schrott. Manchmal denken, wie sie es, vor allem die großen Namen, ich muss jetzt nicht antworten. Wir haben eine Regel, wenn uns einer eine E Mail schreibt, dann beantworten wir an dem Tag noch die E Mail. Wenn es einer unserer Gründer ist, beantworten wir es in einer Stunde. Wir sind immer höflich zu denen. Und wenn wir etwas sagen, halten wir uns daran. Und das geht schon einen Riesenschritt weit. Und dann gibt es den nächsten Punkt. Ich habe mal und ich finde sie nicht mehr. Es gab eine Studie in Deutschland, Da haben sie 2000 Gründer gefragt, was ist das Wichtigste an einem Investor? Und was war Nummer 1? Was glaubst du?
Also ich meine, es ist schwierig. Ich würde wahrscheinlich erst mal sagen, dass sie dir die Kohle geben. Also gut, wenn du die Kohle schon hast, was ist dann am wichtigsten?
Ist das vielleicht eher die Frage genau näher an was ist das Wichtigste an deinem Investor? Was willst du von deinem Investor? Nummer eins?
Was will ich von meinem Investor? Ich meine, am Ende des Tages musst du verkaufen und da brauchst du irgendwie Hilfe beim Vertrieb vielleicht. Also das passt wahrscheinlich ganz gut dann.
Also passt gut. Aber Nummer eins war Pünktlichkeit. Pünktlichkeit, wirklich mit Abstand. Nummer eins, PünktlichkeIT. Und das translates to be respectful. Das sind Gründer, die haben eine Vision. Im Grunde genommen kommen sie zu dir rein und legen ihr Leben, ihre Historie auf den Tisch und ihre Träume und wollen, dass du sie dabei hilfst, dorthin zu kommen. Das heißt, Pünktlichkeit translates für mich zu be respectful, treat me at eye level. Davon kannst du dich schon mal abscheiden. Also be nicer and be respectful. Und dann kommt der dritte Punkt, den du gesagt hast. Unser wirkliches USP ist, was wir für unsere Gründer alles tun. Hauptsächlich ist es unsere Sales DNA. Das kommt von Carsten. Wir haben, als wir das Family Office aufgebaut haben, haben wir zunächst auch eine Sales Beratung aufgebaut. Wir haben im Grunde genommen Sales Beratung gemacht für jede Financial Institution in Germany. Große Versicherungen, Later Accelerator Programme, für MetLife, Techstars, dann große Konzerne wie Bofrost oder Metro, Costco, Target etc. Und dieses Sales Programm haben wir dann spät, als wir dann angefangen haben in Deutschland in Startups zu investieren, dort implementiert. Und das haben wir natürlich dann hier auch mitgenommen. Wir führen die Gründer ganz streng durch, streng klingt jetzt negativ im positiven Sinne, durch einem Sales Programm und bringen denen bei the importance of sales, weil ich investiere in technologische Gründer und meistens haben die Angst vor Sales oder haben eine negative Verknüpfung mit Sales. Die denken an sleazy sales card car Salesman. Aber das ist es nicht, Wenn du ihnen erklärst, it's not difficult, but there is a science behind sales. Und wenn du das von Anfang an aufbaust in einer skalierfähigen Art und Weise, dann skalierst du viel schneller, du hast viel schneller Wachstum, deine Conversion Rates gehen nach oben und du stehst als Unternehmen ganz anders da. Und das machen wir von Anfang an an. Sei es mit HR, welche Leute stelle ich zu welchem Zeitpunkt ein, wie mache ich da die Assessment Center, wie incentiviere ich die hin zu, wie onboarde ich die dann hin zu CRM, wie setze ich den ganzen Prozess auf, wie strukturiere ich diesen Funnel, wie qualify ich diese Leads hin zu psychologische Profile, Objection, Handling, Sales, Playbooks, machen wir alles mit denen zusammen. Ich und Danny Lennart ist mein Sales Partner hier. Wir beide machen den Bereich Sales hier für unsere Gründer.
Ich meine, das ist ja, wenn du die gefunden hast und du hast in die investiert und da können wir gleich noch mal drüber reden, wie das funktioniert und so. Aber was ich mich halt frage gerade da du ja nicht Vollzeit hier bist, wie kommst du wirklich an die guten Deals ran? Ich hatte zum Beispiel jetzt die Folge kommt jetzt als nächstes sozusagen nach dir eine Gründerin, ich kann nicht zu viel hinwegnehmen, aber die habe ich halt durch Zufall mal auf so Networking Event getroffen vor drei Jahren, habe mich dann bei LinkedIn mit ihr verknüpft und dann habe ich so einfach immer mal wieder geguckt, was sie so macht, weil die in Stanford damals studiert und hatte, ich wollte die damals aus Stanford rausheiern und die hat mir dann erzählt, dass sie überlegt, selber was zu gründen und habe ich die einfach so in meinem Kopf so abgelegt, als da muss ich mal gucken, was so aus der wird. Und dann stand irgendwie zwei Jahre lang jetzt auf ihrem Profil Stealth und dann habe ich schon gedacht, okay, ob da wo noch was draus wird und dann schreibe ich sie halt an und schnacken wir so kurz irgendwie so 15 Minuten und sie meinte so, ja, ja, wir haben gerade Eine Runde Gerace, 5 Millionen von einem der Top Top, Top VCs hier in Valley. Jetzt kann ich wie gesagt noch nicht sagen, wer das ist, weil das wird dann mit unserem Podcast zusammen announced, aber die habe ich halt da gefunden sozusagen und ich wollte damals sozusagen in sie investieren. Und das ist ja nur, wenn du halt so gerade als Early Stage wirklich auf diese ganzen Veranstaltungen gehst, du gehst zu den Hackathons oder oder kriegst du einfach inbound? Also ich frage mich einfach, wenn man nicht 100 prozent hier ist oder macht das dein Team, dass die so ausschwirren? Also wie kommst du an diese Deals ran, weil die hat ja nicht bei LinkedIn gepostet, dass sie irgendwie eine Runde Race.
Ja, das ist die Frage von Tag 1 gewesen. Das hat das Team, was ich eingestellt habe im August 2017 war das die Hauptfrage Nummer eins. Wir haben keine Brand, wir haben keine Reputation. Wie kriegen wir, wie finden wir dann die Deals und wie kommen wir dann überhaupt da rein? Und letztendlich führt es immer wieder zurück zu dem Point, you have to hustle, hustle, hustle. Du musst Netzwerken immer rausgehen. Die Hauptaufgabe von uns allen ist in zweiter Linie der Sales Bereich, in erster Linie Netzwerkaufbau und Netzwerkpflege. Und dann musst du think outside of the box. Du hast gerade zum Beispiel gesagt, machst du inbound. Wir machen gar nichts inbound. Wir haben noch nicht einen Deal gemacht, der uns einfach kalt angeschrieben hat. Wir machen ausschließlich Deals aus den von uns kreierten Netzwerk. Und am Anfang war das okay, was machen wir jetzt anders? Als ich hier ankam und mir die ganzen Fonds angeschaut habe, dann läuft der Standard Early Stage Prozess hier so, du hast Associates, vielleicht hast du ein paar Principals und dann hast du Partner, die im Investmentkomitee sitzen und die Associates, die finden das, weil das irgendein Kumpel ist oder von der Uni oder von Alumni oder irgendwo ist und dann muss der das und die Idee machen, Investment Memo schreiben und dann wird es an dem Lead abgegeben und das ist dann der Partner oder der, der im Investmentkomitee sitzt. Und da habe ich mir gedacht, der führt ja keine Wertschätzung, der hat noch nicht mal eine Carry Interest Beteiligung, müssen wir anders machen. Wir müssen die wertschätzen, wir müssen die aufbauen und dafür sorgen, dass die uns mögen. Was haben wir?
Das heißt die, das sind die jungen
Leute, die du die Associates überall in allen VC Firmen. Also nochmal be nicer. Also was haben wir gemacht? Ich habe am Anfang, habe ich dann meinem Team Geld gegegeben, dass sie Associate Freunde zum Basketball spielen einladen. Dann haben wir angefangen, jeden Donnerstagabend bei uns im Büro war es ja, bei uns im Büro haben wir Einfach Pizzakartons bestellt, Cake Beer aufgestellt, 17 Uhr kommt rein, umsonst Pizza, essen, Bier und wir unterhalten uns über irgendein Thema. Und daraus ist dann entwickelt die EVCA. Und die EVCA ist jetzt, jetzt ist es ein Non Profit mittlerweile, hat einen eigenen Board, wurde gesponsert oder ist gesponsert von Silicon Valley Bank zum Großteil. Und das ist jetzt ein Zusammenschluss, ich würde mal sagen, so eine Art Rotary Club für Associates. Und das sind Associates jetzt mittlerweile über 7, 700, knapp 800 sind wir jetzt mittlerweile oder sind die mittlerweile, die in allen möglichen VC Firms drin sind. Und das ist alles mit dieser Idee entstanden. Das haben dann damals Kevin und Luke dann ins Leben gerufen. Dann haben wir das professionell als Struktur aufgebaut. So und dann haben die angefangen, da Deals zu sharen. Dann bin ich zu Kaufman Fellows gegangen. Kaufman Fellows, kennst du, soll ich erklären? Kaufman Fellows ist tatsächlich ein Rotary Club für VCs, für GP Level. Dreieinhalbtausend Leute bewerben sich jährlich, 60 werden zugelassen weltweit. Wir sind jetzt weltweit, glaube ich 1400, davon sind 600 hier in the Bay Area. Du durchläufst ein zwei Jahres Programm, nachdem du aufgenommen worden bist, in dem du wirklich mit den Top VCs dieser Welt dich Auge auf Auge unterhältst. Dadurch ist zum Beispiel Mamoon von kleiner ein enger Freund von mir geworden, der ist auch ein Kaufman Fellow. Und nach dem Zwei Jahres Programm bist du dann in dieser Alumni Gruppe drin und ich bin der Bay Area Chapter Chair. Und das ist ja auch nicht von ungefähr, dass der Ausländer hier der Bay Area Chapter Chair ist, weil wieder Hustle, Mühe machen, da mache ich dann auch jeden Monat ein Event. Mittlerweile sind es Dinners, wir nennen die Venture Montage Dinners. Wir machen ein Gesetzes Dinner. Zwölf Leute half Kaufman Fellows, half nicht Kaufman Fellows. Jeder muss einen neuen einladen. Wenn du einmal eingeladen worden bist, kommst du immer auf die Liste, ist immer Entscheidungslevel GP Level. Und warum sind es 12? Weil wenn du 12 Leute an einem Tisch hast, dann kannst du, wenn du nach der Vorspeise einmal durchwechselst, dann kannst du mit allen reden und mit allen eine Beziehung aufnehmen. Immer durch nach jedem Gang. Und so haben wir mehrere Sachen gemacht. Dann hat der Luke, der ist Afroamerikaner, der hat Black VC mit ein paar anderen ins Leben gerufen und so think outside of the box. Wie macht man das?
Eigentlich bist du wie ein Gründer auch. Also muss halt irgendwelche.
Gut, wir sind ein Startup und wir werden immer ein Startup bleiben, weil so verbessern wir uns immer. Wir haben jetzt neu eingestellt. Katie in New York, wir haben zwei Leute in New York, Rest sitzt hier und ich habe katie gesagt, Tag 1 vom ganzen Team. Katie, once you're on boarded and you spent a month with us you're going to tell us how we can do things better. That's your job now. Tell me how do we do the processes better? How is the tech better? How can we improve? Tell me that.
Da muss ich jetzt die Startup Frage, Wie viel Umsatz macht ihr sozusagen? Nicht Umsatz, aber wie groß ist der Fund? Also wie viel investiert ihr?
Wir haben März 2018 das erste Investment getätigt und da gleich erstes Investment war Modern Health, was jetzt Unicorn ist, war damals fastest growing female led Unicorn in US History. Gefolgt nach uns rein investiert haben kleine Perkins. Danach hat dann Peter Thiel rein investiert mit Founders Fund Und seit März 2018 haben wir jetzt 58 Deals gemacht. Okay, okay. Und weil wir nicht die amerikanische Methode von Spray and Pray anwenden, sondern wirklich Conviction haben müssen in diesen Gründer, machen wir auch nur maximal 12 Deals pro Jahr. Das ist auch das Pensum, dass ich und Danny den Support geben können. Dann haben wir noch einen PR Support mit Mike, Dann haben wir noch jemand, der die Pitch Decks macht, das ist die Jenna. So kommt es dann alles zusammen.
Und wie groß ist so ein Ticket? Eine Million oder sowas Oder wie groß variiert?
Wir haben in 2018 haben wir mit kleineren Tickets angefangen. Da musste ich ja auch erstmal Carsten zeigen, dass wir das können, dass wir reinkommen. Und dann sind wir sukzessive mit Tickets nach oben gegangen. Jetzt IST Standard bei MGV 1 dass der erste Check, First Check 250K ist. Wir sind jetzt im Januar begonnen mit Fundraising für MGV 2 und da richten wir uns ja nach einem wirklichen Deployment Model, den ich gebaut habe. Und da richten wir uns nicht nach Checksize, sondern nach Ownership. Ich muss ja sehen, wie kann ich den highest possible Return für meine Investoren kreieren? Und da brauchen wir mit dem ersten Check zwischen 5 und 8 Prozent Prozent ohne Shit.
Und wie wählst du diese Gründe aus? Also gerade so Early Stage, gibt es da so zwei, drei Kriterien? Ich hatte neulich jemanden auch ein VC und am Ende ist das irgendwie ein cooles Team. Ist der Markt irgendwie einigermaßen sinnvoll? Und. Haben wir sozusagen die Conviction eigentlich an die Leute? Also ist der Markt und die Leute, macht das irgendwie Sinn so Und das war relativ einfach. Was sind für Dich so die Top 2, 3 Kriterien?
Ja, jeder Early Stage VC wird dir sagen, ich investiere in das Team. Markt muss groß genug sein. Sie müssen irgendein echtes Problem lösen. Für mich ist ein Problem, definiere ich, wenn du meine Software Solution kaufst. Wir investieren ja ausschließlich in Enterprise Software, BB Sales in the Americas. Und wenn du jetzt meine Software kaufst und ich schalte die ab, rufst du mich morgen an, rufst du mich in der Woche an, rufst du mich im Monat an, rufst du mich ein Jahr an. Es muss ein High Hair on Fire Problem sein. Du musst eigentlich sofort zum Hörer greifen. Hey, was muss eingebaut sein? Aber in der Tat, das Hauptaugenmerk ist der Gründer. Und deswegen habe ich eine Regel und viele fragen mich, wieso machst du nicht mehr remote? Wieso tust du das deiner Familie an? Wieso tust du es dir selbst an? Weil meine Faustregel ist, ich investiere in keinen einzigen Gründer remote. Wir müssen die Gründer sehen. Und da habe ich einen Prozess entwickelt. Und zwar das erste Meeting ist immer ein Pitch Session. Die müssen zu uns ins Büro kommen, face to face, alle Gründer, und dann müssen sie uns gegenübersetzen. Da habe ich noch so Psychological Engineering gemacht, kann ich dir noch erzählen, wenn du willst, aber fängt. Also kleine Minitricks eingebaut, aber die sitzen uns gegenüber und dann will ich sehen, wie die pitchen.
Also machst du so eine Mini Shark
Tank Folge mal da draus sozusagen. Und warum mache ich das? Viele nennen das altmodisch. Es gab mal so eine Phase hier, da wollen die einfach nur ein Gespräch mit dir führen und da sage ich, nein, ich will ein Pitch Deck haben und ich will, dass du pitchst. Warum? Ich will sehen, ob dieser Gründer verkaufen kann. Er muss die Technik nicht können, aber ich muss sehen, ob er mit mir kommunizieren kann, ob er es mir erklären kann. Weil wenn ich es nicht verstehe, wie soll denn sein Kunde es verstehen? Wie sollen seine zukünftigen Mitarbeiter es verstehen? Sie müssen pitchen können und wie harmonieren sie zusammen? Haben die klar definierte Rollen und dann durchlaufen die ihren Prozess. Nummer 1 Pitch Session. Nummer 2 ist immer ein Meal. Das heißt entweder Mittagessen, ein Abendessen oder einen Kaffee irgendwo. Ich sage immer, once you've broken bread with somebody, it's harder to disappoint. Und psychologisch, sie fühlen sich ruhiger, sie haben dich schon mal gesehen. Es sind andere Leute aussenrum, es sind Nebengeräusche da, sie sind entspannter und da ist das Gespräch komplett fokussiert und das finden die alleigenartig auf den Menschen. Ich frage gar nichts mehr über das Produkt oder so, sondern ich z dann meine Story und dann erzähle ich irgendwas vulnerable out of my life zum Beispiel wie bin ich zu Entrepreneurship gekommen, was wir vorhin hatten und dann öffnen die sich und dann höre ich dann was wie was für Sportarten machen sie? Wie sind sie überhaupt auf die Idee gekommen Entrepreneur zu werden? Wie harmonieren die dann zusammen? Und dann ist der dritte ist immer ein Walk. Es ist ich wohne hier Marina, kennst du Presidio Am liebsten lade ich die dazu ein, dann laufen wir an Wasser entlang oder im Presidio und da ist es immer nur der CEO, also einer Und weil if you walk and talk ist es psychologisch wieder anders. Du bist entspannter, dein Gehirn funktioniert anders. Ich sage den Sales Leuten auch immer du musst stehen und reden, du klingst anders, hast eine andere Präsenz und wenn ich cold cold Trainings mache, dann laufe ich auch am liebsten, weil du denkst anders, du bist entspannter, du klingst anders und du kriegst was anderes aus ihnen raus und so. Jetzt habe ich sie drei Mal gesehen.
Und dann ich meine die Ticket Sizes gehen ja auch ein bisschen nach oben. Kannst du dann auch Runden leiten oder ist es immer eher so der follow on check dann von dir?
Mgv 1 war einer der Taktiken, die wir hatten. Ich will mit einem Investor co investieren, den ich kenne, vertraue, weil zusammen sind wir dafür verantwortlich, dass er die nächste Runde aufsetzt aus unserem Portfolio Portfolio. Die überwiegende Mehrheit sind pre seed Deals. No traction founder idea done. Das heißt, die nächste Runde ist die Seed Runde. Das heißt, ich habe über die Jahre mein Netzwerk aufgebaut. Okay, wer kann die nächste Runde leiten? Arbeiten wir mit sehr vielen zusammen mittlerweile sharen da die Deals. Die wissen genau, wenn wir investiert sind, dann stimmt der Sales Prozess schon mal, ist alles aufgesetzt, Go to market ist da und dann geht das so sukzessive durch Und wenn ich bei Preed investiere, dann denke ich nicht fünf Jahre weiter. Ich denke daran, was muss dieses Startup erreichen, damit sie eine erfolgreiche Series A aufsetzen können und wer könnte dieser Investor sein und was will der sehen? Und so entwickelt sich das.
Ich habe noch eine weitere Frage zum Mindset des Gründers. Du siehst ja viele Gründe und was ich hier bei uns im House of AI halt sehe ist dieser ganze neue Trend zu eben, also 996 hat man ja erst gesagt und also sechs Tage die Woche arbeiten ja schon viele und jetzt gibt es ja mittlerweile Leute, die halt dann irgendwie ihre Mitarbeitenden irgendwie 7 Tage ins Büro antanzen lassen. Und da gibt es ja wirklich einige Start ups, die das total feiern und da ist eine Kultur, wo das wirklich dann auch irgendwie funktioniert. Ich persönlich sehe das ein bisschen skeptisch, weil wie du auch schon gesagt hast, wir leben hier an einem Ort, wo die schönste Natur drumherum ist und irgendwie so diese Natur auf sich wirken zu lassen, meines Erachtens, bringt auch viel mit einem. Und man muss irgendwie in seinem Kopf auch klar sein, es gibt immer Sprints und so. Aber habe ich neulich mit dem VC gesprochen, der meinte, mehr ist halt mehr und ich weiß nicht, ob mehr gleich mehr ist. Ich würde mich für deine Perspektive da sehr interessieren, was du denkst. Erwartest du von Gründern, die du investierst, dass die auf jeden Fall sieben Tage die Woche im Büro sind und ihre Mitarbeiter auch?
Ich glaube, es gibt da keine Standardantwort, wo man alle über einen Kamm scheren kann. Ich glaube, das ist einfach, hängt vom Charakter ab. Wenn ich jetzt zurückblicke auf all meine Gründer, wir haben von den 58 Startups, in die wir investiert haben, haben wir nur drei Shutdowns. Und wenn ich mir diese drei Shutdowns anschaue und die vergleiche mit meinen besten Gründern, dann ist es eine Mentality Difference. Die besten Gründer, in die ich jemals investiert habe, die ich kenne, mit denen ich heute noch so habe gesehen, befreundet bin, egal ob geexited oder nicht, sind getrieben. Für die ist es kein Job, die leben das und everything else is second. Du musst natürlich eine Balance finden, dass du deine Mitarbeiter weiterhin an der Stange hältst, motivierst. Wir sind in einem War of Talent. Du musst denen auch Freiraum bieten, um Gedanken zu entwickeln, auch sich zu erholen. Aber Beispiel Alison von Modern Health, das war ein absolutes Arbeitstier, die hat sieben Tage die Woche durchgearbeitet. Anise jetzt von Attention in New York, in New York. Ich weiß genau, wenn ich einen Gründer treffen will zum Abendessen an einem Wochenende, dann gehe ich zu Anis ins Büro, weil der sitzt da im Büro, da sitzen wahrscheinlich nur er und sein Co Founder, die Mitarbeiter nicht, aber die beiden sind definitiv da und die sehen das nicht als Verpflichtung, sondern die haben eine klare Mission und die sind getrieben und die wollen das erfüllen. Die wissen genau, wenn wir jetzt Gas geben, dann kommt unser Erfolg, kommt dann eben innerhalb von 10 Jahren und dann sieht das Leben ganz anders aus. Aber ich muss jetzt eben Gas geben und vor allem in der heutigen Zeit, vor allem in den letzten zwei Jahren, die technologische Entwicklung, die wir gehabt haben, es ist noch nie, es ist glaube ich, die darf man geil sagen hier im Podcast, es ist die geilste Zeit zu gründen. Es gab doch keine Zeit, wo du einfacher und schneller gründen kannst als jetzt. Das heißt aber auch, die Konkurrenz ist größer als jemals zuvor. Das heißt, derjenige gewinnt, der schneller ist als der andere und du bist nicht schneller als der andere, wenn du drei Tage die Woche arbeitest und dann chillst du. Das hängt vom Gründer ab. Aber zurückblickend, die Erfolgreichsten sind die, die das nicht als Job sehen, sondern wirklich als ihre Vision, ihren Traum sehen und koste, was es wolle. Sie wollen das erfüllen.
Du hast gerade schon gesagt, dass das hier gerade so ist. Die geilste Zeit und diese Woche war oder ist gerade erst erfolgreich. Tech Week.
Tech Week, ja, aber es ist ja wirklich so.
Eigentlich ist jede Woche Tech Week. Du kannst immer auf Luma und Partyful gehen und es Der Hype ist real, oder?
Ja, San Francisco ist eine Stadt, die sich immer wieder neu erfindet. Erstmal war es Internet, dann kam Mobile, dann kam Cloud und jetzt kommt AI. Es gab eine Phase jetzt in den letzten Jahren nach Corona, wenn man in Deutschland war und dann sehen die auf Instagram irgendwelche Feeds, dass San Francisco nach unten geht. Aber ich behaupte mal, wenn du im Bereich Software unterwegs bist und vor allem im Bereich AI, dann ist San Francisco wieder the place to be.
Absolut. Wie schätzt du das ein? Im Moment sind wir an so einem Peak vielleicht auch in gewisser Weise angelangt auch. Es gibt ja so mehr kritische Stimmen, die auch sagen, okay, jetzt weiteres Investments in die Foundational Models werden gar nicht so viel bringen. Die Enttäuschung von GPT-5 zum Beispiel war relativ groß, dass der Lift gar nicht so toll war, wie es alles erwartet haben. Wo glaubst du, sind wir? Geht das noch richtig krass jetzt weiter?
Als ob wir in einer Bubble sind.
In einer Bubble im Prinzip, ja genau. Also vor allen Dingen, was halt die Capabilities der AI angeht. Es gibt ja auch so Stimmen die sagen so wir sind eigentlich auf dem holzweg mit diesen LLMs wie wir das angehen. Das ist eigentlich der falsche Weg. Es muss ganz anders funktionieren. Also wie siehst du das als Investor
erstmal also meine Antwort zweigeteilt. Nummer 1 haben wir uns nie damit beschäftigt, was gerade Trend ist. Wir haben uns nie von FOMO leiten lassen. Wir waren zum Beispiel 2023 als das Kapital knapp wurde und dann plötzlich AI langsam kam, die Investoren dachten mega jetzt kann ich wieder investieren, investieren kann wieder investieren. Haben wir nicht mitgemacht. Wir haben 2023 nur in zwei Startups investiert. Wir müssen davon überzeugt sein, dass es ein echtes Problem ist, Hair on fire Problem und dass das die Gründer sind zu jetzigen Zeitpunkt um das zu solven und in AI haben wir schon 2018 investiert. Mein erstes Investment war oben observe AI sind jetzt knapp unter einer Milliarde wert ist ein Callcenter Software sozusagen sind in den größten Callcentern der Welt drin und deswegen wir haben immer unsere eigene these, wo wir rein investieren und die ajustieren wir übers Jahr hinweg. Wir machen jedes Quartal, setzen wir uns zusammen, machen uns Market Maps und okay, hier haben wir rein investiert, investiert. Was hat funktioniert, was hat nicht funktioniert und wo glauben wir geht die Reise nächstes Jahr hin So und das passen wir ständig an. Es ist fließende Tabelle Und jetzt zum AI Bubble. Ja ich glaube schon, dass wir gewissermaßen in der AI Bubble drin sind, sagt Sam Altman selbst sagt wir sind eine Bubble. Jeff Bezos sagt wir in Industrial Bubble, wenn man sagt im Moment CapEx United States ist 500 Milliarden AI, das ist die Hälfte des GDP. OpenAI 500 Milliarden Bewertung, hätte damals übrigens bei einer 1 Milliarden Bewertung investieren können, habe nie gedacht, dass das so geht.
Fehler wärst du aber auch diluted worden.
Ja klar, es gibt ja diesen Stat
die Leute, die Seed Investoren von OpenAI, die haben bis aktuell gerade mal ihr Investment verzehnfacht, weil die immer wieder so
runtergedrückt wurden durch irgendwelche Recaps dann nicht wieder trotzdem. Und wenn du dann zum S P gehst, wenn du zum Beispiel Nvidia anschaust, wo der gerade tradet, das ist ja multiple von was 53 54 was ist normal? SaaS multiple 12 15 oder so also wir sind definitiv in dem Bereich in der Bubble aber wenn und da zitiere ich jetzt Jeff Bezos when the dust settles will society will still profit from the technology, you'll still get better medicine, you'll still be able to live longer, live more efficient et cetera. Wir werden da immer noch von profitieren und wir im Bereich AI, wir investieren nicht wo die Großen mitgehen wir gehen in Verticals rein, die boring sind im Bereich INS, im Bereich Health beispielsweise Finance etc. Wir gehen wirklich tief, wir investieren in Vibe Coding, Agentic AI, wir haben jetzt eine unserer letzten Investments ist ein AI Browser für Gen Z, was wirklich da tippst du nur noch ein Buch mir einen Flug nach San Francisco und dann wird es einfach geregelt oder dein ganzes Verhalten kennt dein ganzes Muster, bucht sich bis auf den Sitzplatz genau da wo du normalerweise immer sitzt etc. In solche Sachen investieren wir rein, aber wie gesagt AI war bei uns schon
2018 wenn ich jetzt ein Gründer bin und ich bin gerade dabei Geld zu raisen, wie erreiche ich dich am besten?
Komm ins Büro, face to face ist immer das Beste, also es ist okay,
wenn die Leute bei dir anklopfen, immer
anklopfen, freut uns tatsächlich Deswegen sind wir ja in South Park, da sitzen übrigens
ganz viele Investoren in einem so ein
Park da ja Wir waren zu 2017 haben wir das Büro dort genommen, da waren wir knapp 20 VCs in a two block radius, jetzt sind wir über 80 Ja Wahnsinn, alles was früher Sand Hill Road war, sind jetzt da. Also ich nenne es Murderer's Lane, weil Konkurrenz ist genau überall oder Carsten nennt es Wall Street Adventure Capital mittlerweile. Wir sind mit Grund, wir wollen nah an unseren Co Investoren sein, wir wollen nah an den Gründern sein und der Park ist auch berühmt in San Francisco als Capital für Venture Capital geworden unter anderem ist es ja die Geburtsstätte von Twitter, die Gründer von Twitter saßen dort auf dieser Parkbank und das Logo kommt daher, weil in den ganzen Tauben, die damals da da kommt das ursprüngliche Logo angeblich her und schnacken miteinander, so kam das ungefähr, Ist ja auch ein schönes
Branding, wenn ich jetzt ein Gründer bin, da geht man auf jeden Fall mal hin und ihr habt ein fettes Office und euer Logo hängt da dran. Alleine deswegen habt ihr auch in gewisser Weise so ein bisschen Visibilität.
Da machen wir natürlich auch viel für die internationalen Gründer. Also wir kriegen immer Delegationen aus Deutschland, die zu uns kommen und Delegation aus Holland habe mich jetzt gerade mit dem Konsul getroffen, weil unser Prinz von Oranje kommt, der ist ja sehr tekavi machen wir eine Veranstaltung und da ist immer Standard. Erzähl mir den Unterschied zwischen Deutschland und USA.
Da kommen wir jetzt auch direkt super Segway. Glaubst du man sollte überhaupt noch in Deutschland gründen oder sollte man eigentlich hierher kommen?
Kommt drauf an, was du gründest, aber ich glaube wir beide sind ja hier aus einem bestimmten Grund. Absolut Und wenn ich ein Startup noch mal neu aufsetzen würde im Softwarebereich, dann finde ich sollte man hier sein. Allein schon aus dem Lerneffekt, den man hat. Wenn ich nochmal neu anfangen müsste Software ich würde versuchen als Nicht Amerikaner in Y Combinator reinzukommen. Allein diese Y Combinator Alumni ist schon mal groß Learnings mitnehmen zu lernen wie pitche ich den amerikanischen Investoren? Weil das ist wichtig, das unterschätzen alle. Die Amerikaner wollen ja eigentlich nicht in Europäer investieren, dafür haben sie ihre europäischen Vehikel. Aber wenn du amerikanisches Geld haben willst, dann musst du dich dieser Mentalität auch anpassen. Oftmals habe ich früher gesehen, kommt ein Deutscher und pitcht ein Ami und ein Deutscher pitcht dann ehrlich so wie es halt ist und ein Amerikaner pitcht groß und dann der amerikanische Investor baut ja schon mal ein so ein bisschen Salzschützer drauf. Okay und dann kommt aber von einem guten Startup bist du plötzlich ein mediocre Startup. Ist aber nicht so. Also musst du dich einfach anpassen, würde ich schon hierher kommen. Aber that said Europa is not bad. Im Gegenteil muss man schauen, was für ein Kaliber an Gründer auch in Europa sind In den Nordic sind unterwegs auch super im Investoren in Deutschland und ich glaube schon, dass das Mindset von wo ich hierher gekommen bin zu jetzt sich schon langsam verändert. Die sehen auch big picture und haben auch viel von den Amerikanern gelernt, aber sind noch nicht auch vor allem Regulatorik und politisch und Mindset von Investoren risk zu nehmen nicht da angekommen Und ich glaube es ist nirgends so leichter für einen Gründer Risikokapital aufzunehmen als hier in den USA.
Ich meine, du siehst ja beide Welten auch so ein bisschen Investiert ihr auch in Deutschland oder nur in den USA.
Ich investiere ausschließlich in US Entities, die operativ tätig sind in the Americas, also Kanada, USA, Lateinamerika. Und wir haben noch eine kleine Nische ausgewählt, weil ich da ein sehr großes Netzwerk habe und in Israel. Aber wir machen auch Kompromisse. Wir haben dieses Jahr investiert in Ray Browser. Ray Browser ist, ich nenne es ganz applakativ einfach Google für Gamer, der Gaming Browser und irgendwann soll das dann der Media Browser für Gen Z werden. Da sitzt der CEO hier mit dem Sales Team, aber das gesamte Gründer und Tech Team sitzen in Helsinki.
Ja, das ist nicht doof. Gibt es ja einige Firmen, die das so mittlerweile machen.
Das ist okay.
Ich glaube, das ist sowieso ganz spannend, weil die Leute nehmen dann dieses Mindset hier aus dem Valley mit und gehen dann aber halt auch dahin, wo sie es vielleicht auch ein bisschen günstiger bekommen. Also gibt es ja auch in Stockholm jetzt mittlerweile echt krasse Firmen mit Lovable und Co. Oder Fixer AI vielleicht in London und so, die auch alle hier mal waren, aber dann halt sagen, hier, da kann ich die Firma eigentlich auch genauso gut bauen.
Und wenn du es in USA schaffst, der Markt ist ja riesig. Wenn du den amerikanischen Markt einmal penetrierst, dann fällt es dir leichter danach nach England zu gehen, ähnliches System, nach Australien zu gehen, auch ähnliches System. Und dann siehst du, gehen sie dann in die anderen europäischen Länder rein und dann wählen sie meistens Deutschland aus, weil wenn sie Deutschland schaffen, schaffen sie den Rest auch.
Ist ja auch kein kleiner Markt im Kopf behalten. Ich frage eigentlich immer die gleiche Frage, ob man sich vorstellen kann, wieder zurück nach Deutschland zu gehen. Bei dir frage ich das mal andersrum. Wann glaubst du, lebst du vor Zeit in San Francisco?
Sehr gute Frage. Ich dachte eigentlich, dass wir, als ich in 2018 hier schon leben würde, als Katharina und ich geheiratet haben und dann kam ungeplant unsere Tochter Florentine zur Welt und weil, naja, unser erstes Kind, dann wirst du natürlich dein familiäres Umfeld haben. Und dann kam Covid, ich hatte eine National Interest Exemption, das heißt, ich saß auf Co, komplett leere Flieger hier, bin hin und her geflogen. Das war eine absurde Realität, in der ich damals gelebt habe. Hier testen, dort testen, ein Ausreise war aber super, hat geklappt. Und dann kam während Covid sehr unerwartet unsere Zwillinge zur Welt und das war ein sehr schwieriger Start im 2021 und da brauchten wir erst recht unsere Familie, Leute um uns herum, die uns und unsere Kinder lieben und uns unterstützen. Und jetzt sind die Kinder in einem Alter, meine Tochter ist sechs, meine beiden Jungs sind vier, wo wir sagen okay, jetzt sind wir so, jetzt ist es an der Zeit uns zu Kommen wir jetzt hierher oder mache ich weiter dieses Hin und Her. Meine Tochter ist jetzt eingeschult, jetzt September in Deutschland und wir werden uns das Anfang nächsten Jahres entscheiden. Wir werden im April sie hier für zwei Monate einschulen, so dass sie dann die Schulpflicht wird gewahrt, indem wir sie hier einschulen und dann werden wir eine Entscheidung treffen. Kommen wir hier Vollzeit. Ist aber auch eine Geldfrage, wie du weißt, drei Kinder in eine Privatschule. Hier redest du mal über Euro netto,
das ist unangenehm, Da muss der Pfand richtig, richtig gut gehen.
Vielleicht ist das auch eher Pfand 3 dann oder Fund 4 Thema, aber langfristig ist es das Ziel.
Okay, letzte Frage, die ich Was macht dich noch aus, außer was auf deinem LinkedIn Profil steht?
Wow, ich glaube, das kann man nicht so banal antworten. Ich glaube, man durchläuft im Leben verschiedene Phasen und in diesen Phasen prägen einen hauptsächlich verschiedene Elemente. Und ich glaube, in der Phase, in der ich jetzt mich gerade befinde im Leben, prägen mich am meisten meine Kinder. Ich bin mit Abstand im Moment nicht der beste Vater auf dieser Welt, auch nicht der beste Ehemann und ich versuche da in diesen Bereichen mich da weiterzuentwickeln und besser zu werden etc. Und ja, ich glaube, du weißt es selber, hast Kinder, es ist ein einschneidendes Erlebnis und da veränderst du dich auch noch mal, verändert sich die Beziehung auch noch mal. Und ich glaube jetzt in der jetzigen Phase in meinem Leben ist das wohl das, was mich am meisten prägt. Aber wenn du auf mein gesamtes Leben schaust, kann ich vielleicht overarching machen. Ich war auf einer Kaufmannveranstaltung in Santa Cruz, da waren meine gesamte Klasse war Da, da waren zwei Klassen, waren wir glaube ich 130 Leute waren und da war in Santa Cruz, kennst du 1440 dieses Retreat. Dort ist so Retreat, um so sich selbst auf geistiger Ebene weiterzuentwickeln etc. Und da kam der Gründer, der selbst Gründer war, hat seine Lebensstory erzählt, mehrere Firmen gegründet, verkauft, mal alles verloren, wieder neu aufgebaut und jetzt geht es ihm gut. Und dann stand er auf der Bühne und er hat eine Sache gesagt und die hat mich, das war auch in 2018 die hat mich sowas von geprägt und die ist so overarching und wir kommen alle irgendwann an den Punkt in unserem Leben, wo wir notgezwungen auf unser Leben zurückblicken werden Und er und ich garantiere es ist nicht die Uhr, es ist nicht das Haus, es ist nicht das Auto, es ist nicht die Marke der Kleidung, sondern es sind die Menschen, die dein Leben gibt, geprägt haben, sowohl im Guten als auch im Negativen, die mit dir diese Reise durchs Leben gegangen sind. Und das fand ich so bemerkenswert, weil es gab eine Phase in meinem Leben, wo ich wirklich nur an den Erfolg daran gemessen habe, an finanziellen Erfolg und am Ende des Tages ist es das nicht. Klar wirst du deinen Kindern gesundes Essen bieten, Best education, keine finanziellen Sorgen haben. Finanzielle Sorgen ist glaube ich etwas, was Familien wirklich auseinandertreiben können. Aber ab dem Zeitpunkt, dass du eine gewisse Basis hast, dann kommt es wirklich darauf an, auf die Menschen, die mit dir durch diese Reise gehen und wir haben sehr viel Glück, dass wir wo lernt man neue Leute kennen mit Kinder, Kindergarten und da haben wir jetzt da wo die Homebase in Inning ist, haben wir einen Freundeskreis auf aufgebaut, die alle so unseren gleichen Mindset haben. Der eine ist MD von Vodaventures, der andere hat seinen eigenen digitale Bank, der andere ist Head of Sales von WIZ in Europa etc. Das ist alles gleiches Alter, gleiche entrepreneurial
Spirit und so auch ein bisschen eine
Bubble da auch eine Bubble. Wir leben doch alle irgendwo in der Bubble, in seiner eigenen Bubble und am Ende sind es die Menschen und im Moment prägen mich am meisten meine Kinder und muss ich mich an mich selbst immer wieder arbeiten, weil es ist teilweise auch schwer in beide Welten zu leben. Ich habe hier ein Bachelor Leben und dann komme ich nach Hause und dann muss ich aber Zeit aufholen und habe auch andere Pflichten und dann ist das schwierig für mich in beiden Welten schwierig für die Kinder und vor allem für Katharina natürlich Mensch, dann hoffe ich, dass
ihr hier bald den Weg zusammen findet und dann freue ich mich hier auf gemeinsame Zeit und wünsche dir bis dahin alles Gute und vielen Dank für deine
Zeit Danke für deine Einladung.
Mach's gut.
Danke.
Das war es schon wieder mit dem Podcast mit Marc Schröder von MVM. Und bevor es zu Ende ist, muss ich was ganz kurzes Privates einschieben. Und zwar, ich muss meiner Frau zum Geburtstag gratulieren. Alles Gute zum 40. Geburtstag. Also ein ganz runder. Und warum ich das heute mache, ist nicht nur wegen des Geburtstags, alles Gute, wie gesagt, sondern vor allem, weil was sie macht, so gut passt auf die Folge. Marc hat ja gerade am Ende darüber gesprochen, über diesen Konflikt, wie man Eltern oder wie man bessere Eltern sein kann. Und in der Folge ist mir der Gedanke gekommen, dass sie eigentlich mal ein bisschen Werbung für das Business meiner Frau machen sollte. Und das mache ich hier einfach mal. Ich habe sie nicht gefragt, ich mache es trotzdem einfach so ein kleines Geburtstagsgeschenk, einen Werbespot im OMR Silicon Valley Update Podcast. Meine Frau ist promovierte zu Psychologin und Relationship Coach und macht mit BÜ oder Baiser Relationship Coaching was ganz, ganz Spannendes. Sie hilft Paaren, ihre Beziehung besser aufzustellen. Also jeder Mensch kennt das aus dem Beruf. Es gibt Coaches für alle möglichen Sachen, aber in der privaten Beziehung ist es eigentlich noch viel wichtiger. Und da hilft die Paaren, wer über Kinder nachdenkt, wer vielleicht gerade das erste Kind bekommen hat, sich richtig aufzustellen, ganz viele tolle Tools zu benutzen, um eine Beziehung erfolgreich so gestalten. Wir sprechen hier aus guter Erfahrung. Wir sind Beide seit über 20 Jahren zusammen, seit 12 Jahren verheiratet und ich darf von dem ganzen Research, den sie da einsetzt, sehr, sehr gut profitieren. Also wer da Interesse hat, nochmal alles Gute zum Geburtstag und ich wünsche allen anderen eine gute Woche. Und bevor es ganz zu Ende ist, vielleicht noch ein ganz kurzes Dankeschön an Tobi Nothelfer. Mit dem produziere ich nämlich diesen Podcast hier. Und die nächste Folge kommt schon in zwei Wochen dann wirklich mit einer Gästin. Ich habe lange gewartet, endlich eine Frau zu interviewen. Ich wollte sie eigentlich heute schon bringen, aber das große Funding Announcement der Folge, was wir exklusiv sozusagen vermitteln können, ist erst in zwei Wochen, dass das rausgeht. Deswegen muss man das ein bisschen timen. Also freut euch auch da auch wieder eine Folge in zwei Wochen und bis dahin, ich freue mich bis bald.
Ciao.