SEPP HOLZER JOSEF HOLZER KRAMETERHOF (AUSTRIA)

Sepp and Josef Holzer farm steep alpine land in Austria using ponds fed by springs, terraced slopes with fruit and energy trees, and year-round free-range livestock to manage water scarcity and build soil in a cold, dry climate.
Questions this video answers
About 45 hectares.
About 1,100 m to 1,500 m (≈400 m difference).
Approximately 750 mm per year.
About 5 °C (annual average).
About 1.7 days per year over 30 °C.
Chapters
The cremator Hof is Europe's most well established and oldest permaculture. Farm, set up by Seb Holtz. It's now run by Joseph his son for the last three years. So we've come to get an up to date view of what's going on at the Kremertohof these days.
OK, vielleicht ein paar grundlegende Dinge zu unserem Hof. Unser hof hat circa 45 Hektar und hat circa 400 Höhenmeter Höhendifferenz in diesen 45 Hektar. Er beginnt unten im Tal bei knapp 1100 Meter und geht dann bis hinauf auf circa 1500 Meter Seehöhe. Diese 400 Meter Höhendifferenz sind natürlich, was die Bewirtschaftung betrifft, etwas schwieriger. Das Gelände ist sehr steil, man sieht es ja, wenn man da runter schaut, man hat hier einen Blick zu unserem Hof und ins Tal hinunter. Das heißt, wir haben doch ein sehr steiles Gelände, das manches schwieriger macht, aber manches oder auch manche Vorteile mit sich bringt. So haben wir unter anderem Teichsysteme, wie wir sie schon gesehen haben, wo wir.
Ganz einfach mit Schwerkraft arbeiten können.
Dasselbe ist, wir können mit dem Wasser beispielsweise so Elektrizität erzeugen durch diesen Höhenunterschied und wir nutzen auch den Höhenunterschied aus, um quasi unsere Erntezeiten etwas zu strecken. Das macht einen Unterschied, ob wir unten auf knapp 1100 Meter arbeiten oder 1500 Meter. Da können wir etwas Zeit gewinnen. Was natürlich ganz wichtig ist bei diesem Gelände, dass wir mit Terrassen arbeiten. Nur so haben wir die Möglichkeit überhaupt Anbau zu betreiben. Unser Niederschlag liegt hier bei knapp 750 mm, das heißt nicht sehr wenig, aber auch nicht besonders viel. Mit ein Grund, wieso wir darauf achten müssen, dass wir unser Wasser möglichst lange hier halten und auch mit ein Grund, wieso der Anbau auf Terrassen, wo man das Wasser gut speichern kann, bei uns sehr wichtig ist. Von der Temperatur her schaut es so aus, dass wir eine Jahresdurchschnittstemperatur von 5 Grad Celsius haben. Das ist relativ wenig. 5 Grad Celsius bedeutet dann, damit man sich vorstellen kann, bei uns in etwa laut statistischen Daten 1,7 heiße Tage über 30 Grad im Jahr, circa 25 Sommertage über 25 Grad im Jahr, aber dafür circa 166 Frost und Eistage, in denen zumindest Frost und um die 50 Eistage, an denen es nie Plusgrade hat. Wir sind jetzt gerade ziemlich an der oberen Grenze unseres Grundstücks und sind jetzt da bei einer unserer Teichanlagen. Wasser ist für uns wahrscheinlich die wichtigste Ressource. Wir versuchen das Wasser so gut wie möglich bei uns zu nutzen und so lange wie möglich auf unserem Grundstück zu haben. Und zwar ist es so, dass unsere ganzen Teiche sind mit Quellwasser gespeist und wir haben relativ wenig Wasser und wir müssen unsere Quellen einfach gut einsetzen für unsere Teiche. Wir sammeln das Wasser und arbeiten mit Teichsystemen. Das heißt, wir transportieren das Wasser von einem Teich zum nächsten und bauen Teichsysteme auf, mit denen wir arbeiten. Das ist ganz ein wesentlicher Punkt, weil es wirklich darum geht, das Wasser gut zu nutzen und so lange wie möglich am Grundstück zu halten. Und da geht es uns auch wirklich darum, dass wir mit dem Wasser an den höchstmöglichen Stellen beginnen und das dann über unser gesamtes Grundstück verteilen. Man sieht hier unseren höchstgelegenen Teich und von dem gehen wir jetzt da mit unseren Teichsystemen quasi über unser ganzes Grundstück nach oben. Ganz wesentlicher Punkt bei den Teichen ist, dass man sehr viel Struktur drinnen hat. Unsere Teiche sind Teichwirtschaft im Sinne von wir bewirtschaften die Teiche mit der eigenen Produktivität. Es geht darum, was der Teich produzieren kann, nutzen wir. Wir versuchen in diese Teiche nicht, also wir geben nicht extra Futter oder von außen was hinein, sondern wir arbeiten mit der Produktivität des Teiches selbst. Und da ist es ganz wesentlich, dass wir einfach sehr viel Struktur drin haben. Man braucht einfach die sehr produktiven Flachbereiche. Man braucht dann aber natürlich auch die Tiefzonen für die Fische, für die ganzen Wassertiere eben genügend Wasservolumen zu haben, die richtige Wassertemperatur zu haben und natürlich auch die Möglichkeit haben zu überwintern. Bei uns ist ja im Winter im Prinzip alles zugefroren Und um möglichst viel Struktur zu haben, man sieht es, haben wir hier eigentlich überall Flachzonen und hier auch sehr viel von diesen Stöcken drinnen, weil wir mit unseren Teichen neben Fischen vor allem auch Krebse produzieren. Krebs ist eine ganz wesentliche Sache. Wir haben hier den Edelkrebs, unser heimischer Flusskrebs. Eine ganz wesentliche Sache ist, wenn man hier mit dieser Struktur arbeitet, man kann bei Teichsystemen am Hang sehr gut mit Systemen arbeiten. Es ist schwierig bei uns große Teiche zu machen, das ist klar, weil es steil ist, aber es ist sehr leicht dafür mehrere Teiche quasi in ein System zu bringen. Und ich kann also Teiche haben, die mehr den einen Zweck erfüllen, quasi produktive Flachzone und ich kann den nächsten Teich haben, der vielleicht ein bisschen mehr den anderen Zweck erfüllt, etwas tiefer ist, etwas mehr für die Fische ist und ich kann diese Teiche einfach irrsinnig gut kombinieren. Das ist ein Riesenvorteil. Also ich kann es dann später noch einmal ganz gut zeigen. Ich kann quasi diese Struktur am Hang in mehrere Etagen aufteilen. Und das ist ein System, mit dem wir hier auch arbeiten. Also wir werden uns jetzt einige unserer Teichanlagen anschauen. Wir haben hier hauptsächlich Krebse, von den Raubfischen haben wir ein bisschen Forellen, relativ wenig dann Hecht und Zander und von den Friedfischen als Hauptfische, die wir produzieren, haben wir Karpfen und Schleien, wobei bei uns vor allem Krebse sozusagen das Hauptthema sind. Und gerade der Edelkrebs braucht oder die Krebse brauchen sehr viel Struktur. Und das sieht man hier auch in diesen Teichen. Also das ist hier quasi ein Krebsteich, es sind nur ein paar Forellen drinnen, sonst keine Raubfische, der produziert sehr viel Futter und die Teiche, die darunter liegen, sind wieder eher Raubfischteiche. Und so arbeitet man in dem System. Hier können sie einfach sehr viel Futter aufbauen und produzieren. Und in Teichen, die darunter liegen, wird da wieder ein Teil davon abgeschöpft. Das sind ein paar unserer Tiere. Und zwar, wir halten ja verschiedene Tiere bei uns am Garmiterhof. Wir haben Rinder, ihr seht Pferde, wir haben Schafe, wir haben Schweine, die anderen werden wir dann später noch sehen. Die Tiere sind bei uns das ganze Jahr in Freilandhaltung, das heißt das ganze Jahr draußen in Freiland und Weidehaltung. Wir haben deshalb sehr robuste Rassen bzw. Auch relativ kleine Tiere, weil wir ja auf unserem Hang die Tiere in der Freilandhaltung so haben möchten, dass sie uns keine Schäden machen. Deshalb möchte ich relativ kleine Tiere haben, die nicht aufgrund ihres Gewichts viele Trittschäden produzieren. Wir werden uns das noch anschauen. Wir arbeiten ja mit Terrassen. Die Hänge der Terrassen sind immer gesichert mit einer Art Mittelwaldsystem und das wird auch beweidet und dafür brauchen wir auch vor allem die Tiere. Das heißt, die Tiere beweiden quasi immer die Hangflächen zu unseren Terrassen hin und sind also ständig draußen, sind ständig im Hang und deshalb sollten sie relativ leicht sein. Hier sind unsere Rinder und zwar ist das eine Kreuzung zwischen einer Zwergrinderrasse und den schottischen Hochlandrindern und die hat sich bei uns sehr gut bewährt. Also unser Ziel ist es, möglichst ein kleines Rind, das möglichst robust ist. Weidetiere sind ein wesentlicher Teil der Berglandwirtschaft. Das ist ganz eine wichtige Sache, weil wir sehr viele Flächen haben, die wir quasi über die Tiere nutzen. Wir haben sehr viele steile Hänge, wir haben sehr viele Waldflächen, die man mit den Tieren nutzen kann in Form der Waldweide, um sozusagen Flächen zu nutzen, die ansonsten nicht produktiv wären. Wir brauchen aber sozusagen die Weideflächen für die Tiere und gleichzeitig, damit man hier nicht reine freie Weideflächen hat, sondern eine Mehrfachnutzung hat, kombinieren wir das mit einem Waldsystem. Das heißt, es geht uns hier wirklich um eine agroforstwirtschaftliche Nutzung, das heißt eine kombinierte Nutzung mit Wald und Landwirtschaft. Und da sind die Tiere ein ganz wesentlicher Teil, was man hier sieht. Diese Terrasse hier zum Beispiel ist hier mit Vogelbeeren bewachsen, also diese Terrassenböschung hier ist mit Vogelbeeren bewachsen und gesichert. Hier heroben haben wir die Terrasse, auf.
Der man arbeiten kann, wenn man möchte.
Der Hang ist mit den Vogelbeeren gesichert, die wir ernten, weil wir aus den Vogelbeeren Marmeladen, Schnaps und verschiedene andere Sachen machen. Der Hang dazwischen oder der Bereich zwischen den Bäumen wird mit den Tieren immer wieder freigehalten, dass man auch hingehen kann und das auch ernten kann. Ohne Pflege würde aus diesen ganzen Hängen.
Schlussendlich ein Wald werden, den wir nicht mehr nutzen können.
Wir brauchen aber einen Wald, den wir landwirtschaftlich auch nutzen können und das ist ein ganz wesentlicher Punkt. Das heißt, die Tiere sind ein ganz wesentlicher Bestandteil. Sie pflegen für uns die Flächen und machen sie uns landwirtschaftlich nutzbar. Und das ist ein ganz wichtige kombinierte Nutzung. Die Terrasse. Die Terrassenböschungen sind quasi, die Terrassen sind landwirtschaftlich genutzt, die Terrassenböschungen sind quasi agroforstwirtschaftlich genutzt und hier sind die Tiere einerseits die Pflegenden und nutzen natürlich auch den Hang, das Futter und pflegen mir auch in diesem Fall meine Obstbäume, die ich dann später auch wieder ernte, weil eben die Tiere anderen Bewuchs der Fläche freihalten. Deshalb sind die Tiere ein ganz wesentlicher Teil des Systems, gerade hier am Berg, weil wir mit den Tieren einfach pflegen können, aber auch eine zusätzliche Nutzung haben. Wir arbeiten bei uns hier mit Anbau auf Terrassen und das ist deshalb wichtig, weil man am Steilhang einfach oder am Hang mit Terrassen einfach wesentlich mehr besser arbeiten kann, Ackerbau betreiben kann, weil man mit den Terrassen den Boden aufbauen kann, weil man keine große Erosion hat bei einer Bodenbearbeitung und weil sich das Wasser verlangsamt einsickern kann und man die Feuchtigkeit in den Terrassen sehr gut halten kann. Gleichzeitig kann das Wasser auch weil ihm die Energie genommen wird, nichts abschwemmen und kann dadurch im Es führt nicht zu einer Erosion. Auf dieser Terrasse sehen wir jetzt zum Beispiel unseren Roggen. Das ist eine sehr anspruchslose Pflanze, die quasi auch in den Höhenlagen noch ganz tolle Erträge liefert. Wir arbeiten mit diesem Roggen bei uns hier quasi zweijährig und zwar sehen wir ihn im im Frühsommer aus, lassen ihn im ersten Jahr hochwachsen, beweiden ihn oder mähen ihn im Spätsommer nochmals oder beweiden ihn im Herbst und im nächsten Jahr ernten wir dann sozusagen das Getreide. Das hat den Vorteil, dass er dadurch bei uns heroben einfach schöner stockt, dass er konkurrenzstärker ist und dass er mit dieser zweijährigen Wirtschaftsweise die Wildkräuter viel besser eindämmen kann und deshalb auch ohne Unkrautregulierung ein sehr schönes Getreide hat, ohne dass man irgendwas machen muss. Wenn wir es hier bei uns einjährig machen würden, dann hätten wir einen wesentlich höheren Aufwuchs an Wildkräutern und deshalb würde er nicht so schön und leicht ehrenbar wachsen. Das heißt, das ist ein ganz einfacher Trick, um ihn hier quasi freier und reiner zu haben. Das ist das Erste. Der zweite Vorteil ist, ich kann es natürlich noch einmal nutzen, kann es noch einmal beweiden, Ich soll es sogar, ich muss es sogar, wenn ich es zweijährig mache, beweiden oder mähen. Also ich habe noch eine zusätzliche Nutzung.
Und was auch noch dazu Ich gebe.
Dem Boden eine längere Regenerationsphase und damit Humusaufbau. Nur dass man es sieht. Ein ganz wesentlicher Punkt ist, wenn man auch in kleineren Einheiten arbeitet, in kleineren Terrassen arbeitet, dann hat man immer, und das ist vielleicht eine Sache, auf die oft nicht so gedacht wird, aufgrund der kleinen Einheiten hat man eigentlich immer eine sehr gute Mischung. Man hat immer die Randlinien. Ich hab zwar hier nur das Getreide und das ist deshalb auch so schön und dicht gestockt, weil es eben im letzten Jahr aufwachsen konnte, einmal beweidet wurde, dann wirklich schön gestockt ist und deshalb schon so hoch ist und auch sehr konkurrenzstark ist und automatisch quasi alle Wildkräuter verdrängt. Aber man hat hier am Rand, den Böschungen quasi immer eine sehr hohe Vielfalt und ich habe deshalb mit diesen relativ kleinen Einheiten, mit diesen kleinen Terrassen nie. Diese Probleme, die ich bei Monokulturen habe. Auch wenn ich jetzt gerade nur eine Bucht drauf hab, spielt das keine Rolle, weil auf die Strukturierung viel kleiner ist und weil ich einfach immer hier Randlinien habe. Das ist ein ganz Riesenvorteil, auch deshalb, weil mir quasi alle Nützlinge und auch das Boden immer alles sofort von diesen Randbereichen einwandern kann. Ich habe maximal zwei Meter von beiden Seiten und deshalb habe ich hier quasi immer das Maximum an Bodenleben drinnen. Das ist auch ein ganz wesentlicher Punkt. Wir werden uns das bei anderen Terrassen dann noch anschauen, wo man es noch ein bisschen besser sieht und wo man auch den Aufbau der Terrassen noch besser sieht. Aber das hier quasi ein Beispiel für uns. Wir bauen das Getreide eigentlich für uns zur Selbstversorgung an, für uns einfach wichtig, dass wir unser eigenes Brotgetreide haben und das ist eben hier in diesem Fall dieser Haufen. Das ist jetzt einer unserer Erdkeller. Wir versuchen auch hier die Ressourcen zu nutzen. Wir lagern in diesen Erdkellen unser Obst und unser Gemüse. Das ist wie gesagt einer davon. Wir haben mehrere. Der Riesenvorteil von diesen Erdkellern ist ganz einfach, man hat die Erdtemperatur zum Lagern und hat auch die ideale Luftfeuchtigkeit für den Großteil des Gemüses und für den Großteil des Obsts. Wir machen die Erdkeller so, dass wir darauf achten, dass wir eine gute Entlüftung und eine gute Belüftung haben, wobei die Entlüftung ist meistens in dem Fall ein Rohr an der höchsten Stelle und die Zuluft geht bei uns immer unterirdisch. Das heißt, es gibt quasi ein Zuluftrohr, das unterirdisch reinkommt und das quasi als natürliche Luftentfeuchter dient. Es geht dabei darum, dass man die Luft schon auf die Kellertemperatur bringt, bevor sie im Keller ist. Warme Luft kann mehr Luft oder mehr Wasser transportieren als kalte Luft. Und wenn ich jetzt warme Luft mit mit hoher Luftfeuchtigkeit in den Keller bringe, die Luft abkühlt, dann habe ich Kondenswasser. Und wenn also die Luft schon quasi im Rohr unterirdisch abkühlt, bevor es in den Keller kommt, kondensiert das Wasser schon an der kalten Wand vom Rohr mit ganz einfachen Mitteln, ganz gute Luftentfeuchtung, so dass ich quasi mit der Luft schon in den Keller hineinkomme mit der richtigen Luftfeuchtigkeit, ohne sie Kondenswasser hab. Hier sieht man drei Terrassen mit Obstbäumen und zwar ist das so eine Art Streuobstwiese, die bewirtschaftet wird mit den Tieren. Also da geht es jetzt wirklich darum, das ist Weide zum Teil für Schweine und auch für unsere Rinder. Die obere ist mit den Rindern beweidet worden, die untere wird mit den Schweinen beweidet und gleichzeitig kann man hier unsere Obstwiese mit Birnen und Äpfeln hochstämmen, wo wir quasi auch das Obst verwenden, zum Teil ein bisschen für Mostobst bzw. Säfte und das überschüssige Obst wird dann von den Schweinen gefressen. Das heißt, das sind sozusagen auch Futterbäume für die Tiere. So sind diese Terrassen aufgebaut. Wir werden uns dann gleich da unten die Schweine anschauen, wie sie jetzt im Sommer schon einmal das Grundfutter beweiden. Da werden sie durchgekoppelt durch die Terrassen und im Herbst dann, wenn das Obst reif ist, ernten wir einen Teil des Obst und das ganze Rest des Obst, das ganze Fallobst wird dann auch von den Schweinen gefressen. Das ist auch eine Form der kombinierten Nutzung, agroforstwirtschaftlichen Nutzung und einfach der Mehrfachnutzung einer Fläche und für uns ganz wesentliches Zusatzfutter für die Tiere. Einer kleinen Schweinekoppel.
Wir halten die Schweine ebenso ganzjährig in Freilandhaltung.
Die Tiere haben bei uns im Prinzip.
Nur einen trockenen und zugfreien Unterstand, beispielsweise wie dieser Erdstall hier. Die Tiere sind ganzjährig im Freiland bzw. Weidehaltung und zwar werden die in Koppeln gehalten, die immer wieder gewechselt werden. Geht es darum, dass die Tiere in der Weidehaltung sich selbst zumindest einen guten Teil des Futters selbst auf der Fläche holen. Das bedeutet, sie kommen in eine neue Fläche, fressen als Weidetiere das Gras, wühlen aber natürlich auch fressen die Wurzeln, fressen aber auch Würmer, Schnecken, alles was sie finden, sind auch vor tierischem Eiweiß nicht abgeneigt, suchen sich so ihr Futter und dann ab dem Zeitpunkt, wo sie den Großteil schon gefunden, gefressen und durchgewühlt haben, füttern wir sie noch nach, dann füttern wir sie zu, damit sie quasi auch den Rest auch noch fressen und dann.
Kommen sie in die nächste Koppel und.
So gibt es eine Rotation, wo die Fläche sich immer wieder erholen kann, immer wieder nachwächst. Und das ist mit den Schweinen ganz ideal, was sozusagen der natürliche Lebensraum dieser Tiere ist, denn die Schweine sind eigentlich Waldtiere und deshalb haben wir die Schweine auch immer auf bewaldeten Flächen ganz wichtig. Erstens finden sie dort genug und zweitens können sie dort keinen Schaden machen. Die Schweine wühlen und sind deshalb bei uns immer auf Flächen, die wir maschinell sowieso nicht bearbeiten könnten. Das heißt auf Flächen, wo es keine Rolle spielt, wenn Steine Schweine gehören, auf Flächen, die eigentlich nicht bewirtschaftbar sind, weder maschinell noch sonst mit der Hand gut bewirtschaftbar sind. Und da sind die Schweine eine wunderschöne Ergänzung. Man kann die Wühltätigkeit der Schweine positiv nutzen, indem man sie quasi als Arbeitsleistung nutzt, indem man nach dem Wühlen der Schweine wieder einsät und so die Produktivität.
Der Fläche erhöht oder indem man die.
Schweine verwendet, um quasi unerwünschten Bewuchs wegzubringen. Es gibt kein anderes Tier, dass Bewuchs von einer Fläche so gut entfernen kann wie Schweine.
Was wir hier sehen, ist ein gutes Beispiel für ein agroforstwirtschaftliches System.
Und zwar ist es ein System, das.
Wir in Form einer Kombination der Terrassen und eines Mittelwaldes aufgebaut haben. Und da geht es darum, auf den Terrassen wird Landwirtschaft betrieben und die Böschungen der Terrassen werden mit Bäumen gesichert. Aber um da eine Mehrfachnutzung reinzubringen, braucht man ein spezielles System vom Wald, Das ist eben eine Art Mittelwald. Um das kurz zu erklären. Diese Böschungen dienen dazu, Holz bzw. Früchte, sofern es Obstbäume sind oder Sträucher, Früchte zu produzieren. Gleichzeitig müssen die Bäume die Fläche sichern, die Böschung sichern, weil es doch ein sehr steiles Gelände und dürfen aber trotzdem.
Nicht den Terrassen zu viel Licht wegnehmen.
Dass der Anbau oder die Produktivität auf der Fläche sinkt. Deshalb muss es ein sehr lichtes Waldsystem sein, das landwirtschaftlich genutzt wird und das auch quasi immer ein bisschen gepflegt wird.
Wir haben das so aufgebaut, dass es eine Kombination ist aus Fruchtbäumen und Sträuchern.
Wie zum Beispiel hier dieser Holunder oder für die Vogelbeeren.
Zum Teil sind andere Obstbäume dazwischen, drinnen.
Dann wieder einzelne Bäume, die fürs Holz.
Dienen, wie es hier diese Lärchen sind oder die Birken.
Der Aufwuchs dazwischen wird regelmäßig für Brennholz gefällt und diese einzelnen Fruchtbäume oder Bäume fürs Bauholz oder Wertholz lässt man stehen und die erntet man dann, wenn man dieses Holz benötigt. Die Böschungen werden ansonsten zum Teil auch beweidet bzw. Das aufwachsende andere Holz wird als Energieholz, als Brennholz dazwischen gefällt. So hat man immer genügend Licht für die Terrassen, auf denen man anbaut. Einerseits man hat das Obst zum Teil, man hat das Nutzholz, das Mehrfachnutzung, man hat die Hangstabilisierung, das ist ganz wesentlich und man hat natürlich auch das Energieholz und die Terrassen haben die Mehrfachnutzung, dass man sie im Winter sozusagen als Wege zur Holzernte nutzen kann und sind somit auch die Erschließung, um das Holz zu ernten. Okay, was man hier sieht, ist im.
Prinzip dasselbe System, nur dass es in einer etwas anderen Entwicklungsphase, in einem anderen.
Entwicklungsstadium, das ist jetzt genau die Phase, wo sich das verjüngt hat, wo man jetzt entscheidet, was bleibt.
Man hat hier die einzelnen Birken, man hat hier den Holunder und die sind alle selbst aufgewachsen, das heißt, da ist kein Baum gepflanzt.
Und das ist eigentlich das Schöne an dem System. Man gibt dem Wald quasi diese Verjüngungsphase, also diese Täuschung, die Verjüngungsphase, wo sich die Bäume und Sträucher verjüngen, wo sie.
Aufwachsen und dann wählt man aus, was.
Möchte man im System behalten und was nicht. Lege ich jetzt mehr Wert auf das Holz, lege ich mehr Wert auf die Frucht und so geht man in eine gewisse Richtung oder welches Holz möchte ich, welche Bäume fördere ich, welche nehme ich weg. Das System an sich ist ja sehr alt, diese Mittelwaldbewirtschaftung gehört zu den ersten Waldbewirtschaftungen, die es gab und wurde im Mittelalter großflächig angewendet, ist nur leider im letzten Jahrhundert hauptsächlich einfach ein bisschen in Vergessenheit geraten. Ist aber die ideale Bewirtschaftung gerade für Terrassen im Steilgelände, weil man die Bäume unbedingt braucht, um die Böschungen zu sichern. Man braucht hier die Bewurzelung und man kann mit den Bäumen auf dem Hang plötzlich Produktivität schaffen, weil ich habe ja, wenn ich eine Terrasse habe, ansonsten nur die Terrassenfläche als produktive FL. Und so erhöhe ich die Produktivität, schaffe Stabilität und habe einen wirklich wunderbaren Mehrfachnutzen.
Man sieht es jetzt der Fläche fast.
Nicht an, aber wir haben hier, wir haben es oben schon gesehen, eine Terrasse mit Kartoffeln. Hier ist wieder eine Terrasse, die momentan.
Also dieses Jahr rastet, woher nichts angebaut wird.
Hier ist der Weg runter, hier meine Terrasse mit dem Getreide. Man sieht es der Fläche jetzt nicht.
So an, es sieht fast so aus.
Als wäre man quasi im Wald und es ist ja auch ein Waldsystem, ein Mittelwaldsystem mit Anbau dazwischen. Man sieht es hier also nicht anders.
Man hat das Gefühl, man steht im.
Wald, aber trotzdem baue ich allein auf dieser Fläche her mehr Kartoffeln und mehr Getreide an, wie es hier in der Gegend zum Beispiel bei den Nachbarn macht, weil es einfach daran liegt, weil keiner mehr etwas anpat. Das heißt, es geht hier nicht in diesem Gelände. Wir haben ja schon über das Thema.
Teichsysteme gesprochen, das ist hier auch ein ganz gutes Beispiel. Wir haben hier mehrere Teiche in Etagen aufgebaut. Man sieht, es kommt da hinten das Wasser vom oberen Teich herunter in den hier herein. Von dem Teich hier ist die Möglichkeit auszuleiten.
Man sieht da dieses Rohr, diesen Mönch und hier das Überwasser geht wieder quasi.
Über einen offenen Graben hinunter in den nächsten Teig. Was im Übrigen auch ganz wichtige Sache Und zwar geht es da darum, dass wir das Wasser immer wieder sozusagen regenerieren müssen, nicht müssen, sondern das sollte man.
Einfach.
Es geht im Prinzip darum, dass man sagt, man hält das Wasser so lange wie möglich, nutzt es mehrfach über verschiedene Teiche, muss dem Wasser aber dann.
Auch die Möglichkeit zur Regeneration geben.
Ich kann jetzt nicht mehrere Teiche hintereinander schalten und die alle intensivst nutzen, sondern ich muss dem auch Regenerationsmöglichkeiten geben. Das heißt, unsere Teichsysteme sind immer so aufgebaut, dass wir Teiche haben, die wir intensiver nutzen und dann wieder Teiche haben dazwischen, die quasi wie Pflanzen oder Bio Kläranlagen das Wasser regenerieren. Da geht es jetzt gar nicht ums Klären an sich, sondern einfach ums Anreichern mit Sauerstoff, um quasi als Lebensraum für Mikroorganismen und so weiter, um einfach das was wieder vorzubereiten für den nächsten Teig. Und ganz ein wesentlicher Bereich sind diese offenen Gerinne. Wenn hier das Wasser über diese Steine fließt an diesem kleinen Bachlauf entlang, dann reichert sich Sauerstoff an, dann regeneriert es sich und ist für den nächsten Teig.
Schon wieder perfekt vorbereitet.
Das ist ganz wichtig. Wir versuchen das zwischen den Teigsystemen auch immer verstärkt zu machen. Also wir haben Teigsysteme, danach gibt es nach jedem Teichsystem, das aus 5, 6 Teichen besteht, gibt es Teiche, die, wir schauen uns das von oben noch an, voll mit Wasserpflanzen bewachsen sind, die wirklich als natürliche Flachzone das Wasser sozusagen auch wieder klären und danach geht das Wasser über einen natürlichen Bachlauf erst wieder weiter und dann erst wieder in den nächsten Teich. Zwischen den Teichsystemen sind diese Bachläufe sogar noch wesentlich länger, da sind sie zum Teil 100 Meter lang, gehen dann wieder in den nächsten Teich hinein und regeneriert das Wasser und das Wasser ist dann wieder perfekt für den nächsten Teich. Das heißt, wir können mit diesem ganz einfachen Trick, haben wir trotz der vielfachen Nutzung des Wassers immer eine sehr gute Wasserqualität. Und das ist bei uns nötig, weil man eben relativ wenig Wasser zur Verfügung hat.
Das ist eine Sache, die man sich auch immer überlegen muss.
Also auch etwas hergeben und etwas regenerieren.
Lassen ist ganz wichtig.
Und durch diese Teigsysteme ist man eben auch in der Lage, diese Struktur und diese ganzen unterschiedlichen Bereiche, die man braucht, dass die wirklich funktionieren, dass man die wirklich austeilen kann, auch vertikal am Hang. Und das kann man mit diesen Teichsystemen machen. Flachzonen, Flachbereiche, dann wieder die produktiveren Teiche, dann wieder offene Bäche, um wieder in.
Den nächsten Teich zu kommen.
Das ist ein Riesenvorteil, wenn man Teichsysteme am Hang haben. Hier sieht man eben diesen Bach und hier sieht man auch die Möglichkeit bei diesem Teich, wie man das Wasser.
Regulieren kann.
Das ist ganz wesentlich. Ich muss ja meine Teiche, wenn ich sie befischen will auch befischbar machen. Je mehr Struktur der Teich hat, umso schwieriger ist es die Fische zu fangen. Aber wenn ich die Teiche regulieren kann, indem ich das Wasser quasi ableiten kann, dann funktioniert das sehr gut und wir machen das über diese Rohre. Ich werde es dann gleich demonstrieren, wie das funktioniert. Der wichtige Punkt dabei ist auch, dass ich das Wasser nicht verliere, weil ich darunter wieder einen Teich habe, der mir dieses Wasser auffängt. Das heißt, das kann ich auch mit einem Teichsystem machen. Ich verliere nie was, ich verliere nie Biomasse, bis auf den letzten Teich natürlich, wenn ich den auslassen würde. Aber im gesamten System darüber kann ich alles an Wasser immer wieder auffangen, aber auch das ganze Wasser leben, das ganze Plankton oder auch kleine Krebs oder was auch immer ich da im Wasser drinnen habe, fange ich auf und ich verliere es nie. Und ich kann im Gegenzug, wenn ich einen Teig zum Fischen absenke, ihn sofort mit Wasser aus dem nächsten Teich wieder füllen. Das heißt, ich habe immer ganz schnell Wasser zur Verfügung und auch in großen Mengen, auch wenn ich über die Quellen nur wenig Wasser in kurzer Zeit verfügbar habe, kann ich es über dieses Teichsystem sehr einfach machen. Und dadurch habe ich ein vieles Problem, dass mir zum Beispiel hier mein ganzes Teichbodenleben nach einem Abfischen irgendwie Schaden nimmt, weil ich senk kurz ab, fange meine Fische und lasse sofort innerhalb kürzester Zeit den Teich wieder voll. Ich brauche nur vom oberen Teich ein bisschen was absenken und der untere ist schon wieder soweit gefüllt, dass nichts passieren kann. Ich werde das jetzt kurz demonstrieren, weil das ist eine ganz wichtige Sache, wie das funktioniert, weil es damit gewährleistet ist, dass die Fische nicht quasi über diese Rohre mitschwimmen können, wenn ich es nicht will und weil mir da oben nur immer ein kleiner Wasserfilm drüber läuft und ich immer nur das Wasser von der Oberfläche abziehe. Und das ist ganz wesentlich. Das System ist ganz simpel, denn es ist im Prinzip nichts anderes als ein Rohr an der tiefsten Stelle mit einem 90 Grad Bogen und Standrohren drauf. Und wenn man das richtig verbaut, ohne dass man es fixiert mit einer Dichtung, dann lässt sich das ganz einfach schwenken und man kann zentimetergenau den Teichstand regulieren. Wir machen das deshalb so gern, weil es wartungsfrei ist.
Das ist eigentlich das Schöne daran.
It would be so hard to do this farm justice in a little film. I mean, the systems here are so complex and so well established that to an untrained eye it just is too difficult to explain what is going on on all the different levels. But even so it's clearly such a beautiful and functional space creating and utilizing microclimates in a brilliant example of understanding landscape like these bare rock faces, fourteen hundred meters above sea level being used to grow tender vegetables because of the extra heat they absorb in an alpine mountain climate. There's things going on here that just shouldn't be happening from a conventional viewpoint. And it's pure testimony to reading the landscape and integrating various design ideas into a cohesive and really well functioning whole system.
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