🎙️Lernen leicht wie Eis essen | Trixi Tumert zu Gast bei Diana Wegel
In dieser Podcast‑Folge des Formats „Schule leicht gemacht“ spricht Diana Wegel mit Lern‑ und Elterncoach Trixi Tumert über ihre "Gerne Lerner"‑Methode, die das Lernen für Kinder leicht und freudvoll gestalten soll. Der Kern ihrer Arbeit ist das Bild der "Eiswaffel": die stabile Beziehung zwischen Eltern und Kind bildet das Fundament, auf das Lernstrategien erst wirksam werden können. Tumert erklärt, wie Eltern ihre eigenen Glaubenssätze und Trigger erkennen und mit der "Palmenliste" bearbeiten, um Druck und Konflikte zu reduzieren. Sie kritisiert verbreitete Lernmythen (z. B. die drei Lerntypen) und betont, dass jedes Kind ein "gerner Lerner" ist, das von Natur aus lernen will. Praktische Tipps für Hausaufgaben‑Motivation, Selbstregulation und die Gestaltung von Lernumgebungen werden anhand von Elternfragen demonstriert. Tumert stellt ihre beiden Bücher vor – das 2021 erschienene "Gerne Lerner" mit konkreten Lernstrategien und das neuere "Lernen ohne Streit", das den Fokus auf die innere Haltung der Eltern legt. Abschließend diskutieren sie Visionen für das Schulsystem: Abschaffung klassischer Klassenverbünde, Lehrer als Lernbegleiter, individualisiertes Lernen und bedingungsloses Vertrauen. Als Metapher zieht sie Parallelen zu sportlicher Mentalität, namentlich Novak Djokovic, um Resilienz zu illustrieren. Der Podcast endet mit einem schnellen Fragen‑und‑Antwort‑Rundlauf, einem Aufruf zu Bewertungen und Hinweisen, wo Interessierte Trixi Tumert online finden können.
Herzlich willkommen zum Podcast Schule leicht gemacht. Mein Name ist Diana Wege. Ich bin Autorin, Lehrerin und Gründerin vom virtuellen Klassenzimmer, der Lernplattform, mit der Eltern ihr Kind zu Hause beim Lernen unterstützen können. Hier in diesem Podcast geht es darum, wie Kinder mit Freude und Spaß lernen, denn das ist für jedes Kind möglich. Ich zeige dir hier, wie viele Eltern kennen das Gefü Hausaufgaben, Lernstress und Diskussionen am Küchentisch können die Familienharmonie ganz schön auf die Probe stellen. Doch es geht auch anders. Wie? Darüber möchte ich heute mit Trixi Tumat sprechen. Trixi ist zertifizierte Lern und Elterncoachin, Autorin und Mama von drei Kindern. Mit ihrer Gerne Lerner Methode zeigt sie, wie Lernen wieder leicht wird, voller Freude, ohne Streit und mit mehr Vertrauen. Trixis Leitsatz Lernen leicht wie Eis essen. Früher war Trixi Unternehmensberaterin für große Konzerne. Heute unterstützt sie Familien in ihren eigenen Veränderungsprozessen. Sie zeigt Eltern, wie sie Schule und Lernen neu denken können und dabei auch noch auf die Beziehung ihrer Kinder achten. Ich freue mich sehr, dass sie heute hier bei mir ist. Herzlich willkommen, Trixi.
Moin Diana, das ist eine schöne Anmoderation. Das ist so ein bisschen wie das Revue passieren lassen meines Lebens.
Wunderbar, sehr schön. Aber sag mal, Trixi, wenn dich jetzt jemand auf einer Party und Was machst du so? Was antwortest du da?
Dann antworte ich erstmal. Da sage ich nicht, ich bin Lernen und Eltern Coach, weil dann kommen die Leute und Ah ja, dann bringst du den Kindern das Lernen bei und das ist ja genau das, was ich eigentlich gar nicht möchte, Sondern ich habe Hast du Kinder? Ja, okay, guck mal, kannst du dir vorstellen, wie das ist, wenn die Kinder nach Hause kommen, Hausaufgaben und du willst, dass das Kind lernt und das Kind lernt nicht? Ja, das kenne ich, das kenne ich. Ja. Und dann bin ich da, um dich zu unterstützen und dein Kind zu unterstützen, damit das Ganze ohne Druck und ohne Streit stattfindet. Und dann können sie sich ungefähr vorstellen, was ist dann passiert? Ja, aber dann kommen noch die Lernstrategien. Ja, aber erst im zweiten Schritt. Im ersten Schritt gucken wir auf ganz andere Sachen, auf die Beziehung zwischen dir und deinem Kind und der Grund, warum dein Kind eigentlich nicht lernen möchte, Weil in meiner Welt ist ja jedes Kind ein Gerne Lerner. Mit dieser inneren Haltung kannst du eigentlich nicht nur eigentlich ganz andere Lösungen finden, als wenn du denkst, mein Kind ist faul. Und das ist schon mal der erste Twist. Und dann sagen Ja, aber mein Kind hat keinen Bock zu lernen. Das ist faul. Und dann kommen verschiedene Beispiele, wo das Kind eben nicht faul ist, wo das Kind gerne lernen will. Und dann haben wir die Brücke geschlossen und dann verstehen die auch, warum Lernstrategien erst im zweiten Schritt kommen.
Und wie entstand denn dieses Motto Lernen leicht wie Eis essen? Gab es da so einen bestimmten Aha Moment?
Eigentlich nicht. Ich mag ja immer gerne Bildern sprechen, weil wir was mit Bildern und Emotionalem. Damit können wir am besten lernen. Ist nun mal so. Und warum soll das anders sein, wenn ich meine Firma, meine Tätigkeit beschreibe? Eis essen, das tut jeder gern eigentlich, würde ich doch mal sagen, oder? Eis essen. Ja, mit Eis essen verbinden wir was. Leichtigkeit, Spaß, Lachen. Vielleicht sehen wir uns da auch in dieser alten Langnese Werbung, wo wir am Strand sind und es ist alles witzig und das Wasser plätschert uns. Und genau dieses Gefühl möchte ich auch erreichen, dass wieder dieses Lernen, diese Schwere von dem Lernen wegkommt. Und jeder Ach so, ja, lernen, das muss gar nicht schwer sein. Es kann auch leicht sein. Und dadurch kam dieses Wort oder dieser Slogan Lernen leicht wie Eis essen. Auch wenn manche Leute sagen, das hat doch miteinander gar nichts zu tun. Genau. Und das ist das eben, was ich miteinander verbinden möchte.
Und wie machst du das in deiner Gerne Lerner Methode, dass du diese Schwere wieder wegnimmst?
Für mich ist das Wichtigste wirklich, dass die Beziehung, die Beziehung Eltern Kind ist für mich das Fundament. Das ist für mich diese Eiswaffel. Ohne diese Eiswaffel, wenn die brüchig ist, kannst du oben draufpacken. Lernstrategien, Lerntipps, das wird nicht funktionieren. Die fallen einfach durch. Und darum arbeite ich an der Beziehung. Und leider ist es ja häufig so, dass die Beziehung in der Schule so sehr darunter leidet. Und damit meine ich nicht nur die Beziehung zwischen Eltern und Kind, sondern insbesondere auch die Beziehung mit mir selber. Weil wir selber, wir als Elternbegleiter, als Elternbegleiter, als Lernbegleiter, als Eltern, verlieren die Beziehung zu uns selber. Wir machen all das, was im Außen uns gesagt wird. Das Kind muss schneller lernen, es muss schneller rechnen können und es muss besser lesen können und es muss besser schreiben können. Und dann tun wir all das was die anderen uns sagen, wir verlieren uns und wir spüren diesen Druck, der ist immens. Dieser Druck. Also dieser Druck auf die Eltern ist Wahnsinn. Oder auf Lernbegleiter, genauso auf Lehrkräfte. Ich meine, wem sage ich das? Da sind Lernpläne, die gehalten werden müssen. Und wenn das Kind vielleicht ein bisschen auffällig ist, dann stellt man gleich die Diagnose in den Raum, weil man sich ja auch schützen möchte. Und dann gibt man das den Eltern weiter. Die Eltern sind verunsichert und in all dem ist dieses kleine kleine Kind, was okay, was passiert denn jetzt hier um mich herum? Ich bin doch eigentlich nur ich. Aber offensichtlich, wie ich bin, bin ich verkehrt. Und wenn ich dann eben Eltern habe, die eine gute Beziehung zu sich selber haben und wissen, was die eigenen Stärken sind, wie sie wissen, wie sie sich regulieren können, wie sie wissen, wie sie mit dem Druck von außen umgehen können, dann kannst du dein Kind schützen vor all diesen vermeintlich guten Ratschlägen, die dann mehr die Schläge sind als ein Tipp und kannst für dein Kind einstehen und auch im Endeffekt für dich. Und dann hast du dieses Vertrauen, bildest du aus für dein Kind, zwischen dir und deinem Kind. Und für mich ist das Vertrauen in das Kind der stärkste Lernmotor. Nicht irgendeine Lernstrategie oder einen Lerntipp, wie das Lernen jetzt leicht sein kann oder wie das Lernen spielerisch starten kann, sondern in meiner Welt will jedes Kind lernen will. Die wollen lernen, die kommen mit dieser Entdeckerfreude. Und es ist unsere Aufgabe, die beizubehalten. Genau. Und so funktioniert das in dem Moment, wo ich also auf die Eltern achte und auf das Kind und dabei die Persönlichkeit sehe, wie jeder anders tickt. Und das ist für mich der Schlüssel, dass jeder individuell ist und jeder tickt anders und jeder ist gut, wie er ist. Und wir können die nicht alle über einen Kamm scheren. Und wenn ein Kind zu laut, zu leise, zu schüchtern, zu wild ist, dann ist das die Persönlichkeit. Und es geht nicht darum, die Persönlichkeit in Frage zu stellen oder diese Besonderheiten abzuschaben, damit die nicht mehr da sind und in das System passen, sondern es geht darum, einen Weg zu finden, wie das Kind diese Besonderheit behalten kann und in diesem System, was wir nun mal haben, in den meisten Fällen existieren kann, ohne sich selbst zu verlieren. Und dafür brauchen wir Eltern, die das Kind sehen, wie es ist und sich selber sehen, wie es ist, wie wir sind.
Das klingt irgendwie einfach, aber ich glaube, das ist auch in der praktischen Umsetzung dann gar nicht so einfach. Wie schaffe ich das denn erstmal eine gute Beziehung zu mir selbst aufzubauen? Dann nehme ich mir vor, heute bleibe ich ganz geduldig und dann dauert es ungefähr dreieinhalb Minuten, dann habe ich mein Geduldsfaden, der ist schon zum Zerreißen dünn. Du merkst, wie schaffe ich das denn da wirklich erstmal in Beziehung zu mir selbst zu gehen, meine eigenen Stärken finden, mit dem Druck umgehen. Wie machst du das mit Eltern ganz praktisch?
Also erstmal, indem man es überhaupt sich bewusst ist. Die meisten wissen das ja gar nicht. Und Bewusstsein ist ja das erste, was du brauchst, um die Sachen zu ändern. Und in dem Moment, wo du sagst, OK, bestes, du denkst, dein Kind soll lernen und du gehst an der Tür vorbei und ein Kind lacht, da denkst du ja gleich, Moment, das lernt gar nicht. Lachen und lernen passt gar nicht zusammen. Du bist also dann schon auf Zinne und gehst dementsprechend mit dieser Haltung in das Kinderzimmer rein und bringst auch gleich einen. Meinst du nicht, du müsstest mal. Aber das Thema ist ja, das liegt ja an uns. Das heißt, warum sind wir getriggert, um dieses Wort zu nutzen, wenn das Kind lacht? Weil es lernen soll, Weil wir gelernt haben, dass es nicht zusammenpasst. Das heißt, es sind unsere eigenen Prägungen, die wir erstmal reflektieren dürfen. Bei mir im Coaching gibt es die Palmen-Palmliste und die Palmenliste. Ist die Liste, die Leute, die die Eltern erstellen bei Sachen, wo das Kind sie auf die Palme bringt, weil die Kinder irgendetwas machen, was die Eltern nicht verstehen. Warum hängt das schon wieder am Handy rum? Warum kann es nicht den Tisch abräumen? Warum trödelt es morgens, wenn es zur Schule gehen soll? Warum ist es noch nicht im Bett? Warum triggert mich das? Was ist das? Ist das vielleicht, weil es nimmt sich Sachen heraus, die ich eigentlich auch gerne mal machen möchte. Vielleicht möchte ich eigentlich auch gerne mal am helllichten Tag einfach mal eine Seite in Buch lesen mit einem guten Gewissen, ohne denken zu müssen. Aber die Wäsche muss noch gemacht werden, ich muss noch einkaufen und das Meeting von morgen muss auch noch vorbereitet werden und das Kind muss auch noch lernen, dann nehmen wir uns nicht diese Zeit zu. Aber ich kann eigentlich nicht, Ich möchte eigentlich gerne mal fünf Minuten nur für mich haben und das nehmen wir uns nicht raus. Aber die Kinder tun es und dann sagen chillst du schon wieder, weil wir das gerne machen würden. Das heißt, viele Sachen, die die unsere Kinder zeigen, haben was mit uns zu tun. Und das ist ja das Tolle. Das ist ja das Super. Ich sage ja auch immer, meine Kinder sind die besten Coaches, weil ich so viel von denen gelernt habe. So viele Sachen, die ich gedacht habe, das ist doch so, haben sie in Frage gestellt. Und manche Kinder mehr und manche Kinder weniger. Und dadurch wird es nicht leicht. Aber das Bewusstsein, ich meine, es ist ja dann auch, wenn das nicht, wenn wir sagen, es wird nicht leicht, dann ist es ja automatisch schwer und dann ist es anstrengend. Aber was ist, wenn wir Naja, ist doch leicht. Also ja, mein Kind macht mich darauf aufmerksam, Ich gucke, was hat das mit mir zu tun? Ich kann an mir was ändern, weil ich kann ja nie an irgendjemand anderen was ändern. Und in dem Moment ist es doch dann leicht, oder?
Ja, ich höre das schon. Das spielt ja schon zusammen mit so Glaubenssätzen, die ich vielleicht habe und die mich da als Elternteil auch so ein bisschen sabotieren vielleicht. Und das fand ich eine total tolle Idee mit dieser Palmenliste. Also du sprichst so schön in Bildern erst mit der Eiswaffel, die Beziehung die Eiswaffel und jetzt haben wir die Palmenliste. Wie komme ich denn an diese Glaubenssätze ran? Also wie kann ich die umdrehen? Wie kann ich das für mich leichter machen, dass ich das Positive mehr in dem Kind, in meinem Kind entdecke?
Das ist doch schon schade, dass wir das brauchen, mehr das Positive ins Kind zu entdecken, oder? Also für mich ist wirklich das A und O, diese Grundhaltung. Mein Kind macht es nicht gegen mich, sondern für sich, Was immer passiert. Es macht es nicht um mich zu provozieren, um mich zu ärgern, sondern es macht es für sich. Es ist für das Kind die einzige Strategie, momentan seine Bedürfnisse zu erfüllen. Das ist erstmal das eine. Das heißt, das ist ja schon mal was Positives in dem Moment, wo ich eben nicht sage, es ist ärgert mich, sondern es tut es. Das für sich ist ja dann schon mal eine Grundhaltung, wo ich denke, okay, das ist ja schon mal nichts Negatives. Und wie komme ich an solche Glaubenssätze ran? Also ganz extrem, wenn es sich schlecht anfühlt, wenn irgendwie ein komisches Gefühl kommt, dann erkenne ich schon mal meine Glaubenssätze oder an der Das macht man so. Das war schon immer so. Jeder macht dieses generalisierend. Das ist schon mal eine Sache, wo ich diese Glaubenssätze erkenne, weil manche Sachen das sagen Eltern auch zu Nee, aber es ist doch so wie jetzt Noten. Noten sind wichtig. Das ist ja eine Aussage. Punkt. Und das ist ja auch eine, die ich dann Challenge, ne? Was sagen die denn aus, ne? Aber die sind doch wichtig. Und dann geht es eben darum zu erklären, dass es vielleicht nicht diesen Stellenwert hat, den sie meinen, dass es hat, weil sie so aufgewachsen sind oder weil auch das ihre Erfahrung ist in der damaligen Zeit gewesen, dass die einfach wichtig sind. Und ich bin ja auch in dieser Zeit groß geworden, wo Zensuren zählten und stellte dann durch meine Kinder eben auch fest, dass Zensuren einfach nur eine Momentaufnahme sind und gar nicht aussagen, ob das Kind das Wissen hat oder nicht. Weil de facto, wenn das Kind das Wissen fünf Minuten nach der Zensur hat, spiegelt das die Zensur doch nicht wieder. Zensuren sind nicht die Benchmark oder der Indikator, ob mein Kind das Wissen hat oder nicht. Genau. Also daran erkenne ich solche Glaubenssätze. In dem Moment, wo es sich komisch anfühlt, in dem Moment, wo ich generalisierte Aussagen treffe, die mit man mit jeder oder so ist das so ist das. Wenn ich das auch noch dahinter wagen kann, dann erkenne ich solche Glaubenssätze, die besten, die wir immer kennen. Das Leben ist kein Ponyhof ohne Fleiß, kein Preis. Wenn du das nicht kannst, dann musst du nur mehr lernen, was ja auch nicht richtig ist.
Und wenn ich die jetzt erkannt habe, wie kann ich diese Glaubenssätze aufbrechen?
Also erstmal ist auch da das Ich kenne sie, also ich habe sie erkannt. So was wie wenn du mehr lernen musst, wenn du das nicht kannst, dann musst du mehr lernen. Ah OK, das stimmt vielleicht gar nicht so. Und dann kannst du vielleicht Ideen finden, wo Beispiele in der in der Biografie deines Kindes gibt, wo das gar nicht stimmt, wo es vielleicht von sich aus was schnell gelernt hat, weil es den Fussballtrick unbedingt lernen wollte oder Computer, Minecraft, Fortnite, ein Level höher gegangen, musste auch vielleicht nicht viel tun und konnte das trotzdem. Das ist ja manchmal leider auch so. Wenn es nicht anstrengend ist, ist es ja auch nicht so viel wert, was ja auch Blödsinn ist. Wenn es dir leicht fällt, dann ist es ja nicht so viel wert. Ist ja auch blöd. Das heißt, in dem Moment, wo ich das weiß, kann ich Beispiele suchen, wo mir das anders gezeigt wird, dass es eben nicht so stimmt. Und dann gibt es solche Methoden wie Tappen oder wie Das ist ja eine Art von Blockade, die kommt ja auch irgendwoher, die dann aufgelöst werden kann, also durch EFT. Dann gibt es ein paar Tools, wo du es auflösen kannst. Und ansonsten würde, was ich mache, was auch ich jeden Morgen mache, ich richte mich positiv auf den Tag aus. Das heißt, in dem Moment, wo ich vielleicht weiß, okay, wenn mein Kind heute nicht lernt, heißt es nicht, dass es das nie kann oder dass es Wissenslücken haben kann. Das heißt, ich fokussiere mich auf einen Tag mit einer positiven Ausrichtung, sodass diese Sachen, diese Sachen, wo ich dann aus dem Karton kippe, weil mein Kind schon wieder das gemacht hat, wesentlich weniger wert, weil ich okay, mein Kind macht es nicht gegen mich, sondern für sich. Das ist eine positive Ausrichtung. In dem Moment, wo das kommt, habe ich das schon mal, weiß ich ah ja, guck mal, es ärgert mich aber nur kurz und dann geht es weiter. Das sind so meine Methoden, die ich habe. Und auch, was auch sinnvoll ist, wenn so ein Glaubenssatz kommt, den nicht wegzuschieben, weil der hat ja einen Grund gehabt. Bis zu dem Datum war der ja auch positiv. Der hat mich ja auch zu etwas hingebracht. Wenn ich nicht diesen Glaubenssatz hätte, meine Zensuren sind wichtig, dann wäre ich jetzt nicht da, wo ich jetzt bin. Das heißt, wir dürfen auch in Liebe diesen Glaubenssatz angucken, welchen Nutzen Und dann okay, ich brauche dich nicht mehr. Wir können jetzt was anderes machen. Das ist was auch mit Ängsten. Wir wollen vermeintlich das Schlechte wegschieben und wegdrücken, aber die kommen immer wieder hoch, wie so ein Zigarettenfleck auf der weißen Wand, die wir versuchen überzutünchen. Der kommt auch immer wieder. Das heißt, wir dürfen die Sachen sehen, wie sie sind, was das für einen Nutzen hat. Und dann okay, ich brauche dich jetzt nicht mehr, Du kannst erst mal parken und vielleicht hole ich dich ja wieder zurück, vielleicht auch nicht.
Sehr schön. Jetzt hast du das Buch geschrieben, Lernen ohne Streit, nachdem du ja schon das Buch gerne Lernerbuch geschrieben hast. Was war so der Beweggrund, dass du gesagt hast, es braucht jetzt noch ein weiteres Buch, Das ist jetzt dir so wichtig. Um welche Botschaft geht es da? Was sollte unbedingt noch raus an die Welt?
Also Das erste Buch, mein Gerne Lerner Buch, das habe ich 2021 geschrieben. Da geht es wirklich um Lernstrategien, um Lerntipps. Da habe ich Fälle, die ich in meiner Lerncoaching Praxis habe, aufgedröselt, was die Eltern machen können. Mein Kind kann sich nicht konzentrieren, dann gibt es da die Konzentrationstreppe. Mein Kind kann sich nicht organisieren. Dann haben wir da Kanban Boards oder auch wie du Ziele definierst. Das ist wirklich Praxis und explizit, wie was gemacht wird. Und das ist auch ein bisschen wie mein Weg. Ich habe eine Lerncoaching Ausbildung gemacht und habe Dann bringe ich den Kindern das Lernen bei und dann funktioniert alles. Und dann stellte ich aber fest, wie groß der Einfluss zu Hause ist auf das, was wir selber erlebt haben, unser eigenes Schulkind. Wir sitzen ja dann nicht als Erwachsener neben unserem Kind, wenn es lernt, sondern dann sind wir auf einmal wieder das Schulkind. Und dann habe ich verstanden, okay, das ist nicht die Lösung alleine, sondern es darf dann noch gerne was anderes. Und das ist eben Lernen ohne Streit. Und bei Lernen ohne Streit, gucke ich Mir ist der Fokus auf das Lernen begleiten. Und da sind die ersten Tipps, die es gibt Tipps für die Eltern, wie sie den Druck rausnehmen können, wie sie bei sich ankommen können. Weil wie gesagt, ich sehe, es gibt so viele Ratgeber und ich finde, da wird so viel Druck zusätzlich bei den Eltern gemacht. Du musst das jetzt so machen und bedürfnisorientiert und du musst die Bedürfnisse des Kindes sehen. Ja, deine sind auch wichtig. Und wir Eltern sind so verunsichert und das finde ich immer so furchtbar. Und ich finde, wir dürfen zurückkommen in dieses intuitive Verhalten, was wir haben. Wir wissen eigentlich, was das Beste für unser Kind ist. Wir haben es nur verlernt, weil wir so viel von außen hören, wie was zu sein hat. Und darum bin ich ja Checklisten können in dem ersten Moment wirklich helfen und gleichzeitig dürfen wir wieder zu uns kommen, wer wir eigentlich sind. Vielleicht bist du eine Mutter, die einfach schnell redet mit deinem Kind oder Sachen, wo das nicht so wichtig ist, dass das Kind hundertprozentig ist oder dieser Perfektionismus, den hast du vielleicht gar nicht, aber von außen wird dir Nein, das ist alles ganz wichtig und so weiter. Das heißt, du verdrehst dich ja in deiner Persönlichkeit auch und dann überlegst OK, darf ich das jetzt? Ist das jetzt richtig? Und das macht das Ganze so schwer. Und in dem Moment hält dein Kind mit der Palmliste wieder den Spiegel vor und Mama, ist das überhaupt der Weg, den du gehen willst? Ist es das, was du möchtest? Und das macht das Kind natürlich unbewusst. Steht ja morgens nicht auf und super, ich ärger heute mal meine Eltern, sondern es passiert dir alles unbewusst. Und dafür sind die ersten Tipps in dem Buch. Also die sind wirklich und die Tipps sind nicht lang. Ich kenne ja noch so, wenn ich mit meinen Kindern früher gespielt habe, bestimmte Spiele, wo ich erst mal meine YouTube Anleitung angeguckt habe, um zu wissen, wie die funktionieren, weil ich die einfach so schwer fand zu verstehen, wie jetzt der Spielablauf ist. Und das ist dann nicht. Das sind wirklich Tipps, die du schnell in deinen Alltag integrieren kannst. Und ein Tipp sind vielleicht so zwei, drei Seiten lang und dann kannst du den ausprobieren und gucken, ob es zu dir passt. Das heißt ja nicht, dass jeder Tipp das ist, dass du es machen musst, sondern probier es aus. Passt das? Ja, nein. Und wenn nicht, dann lässt du das. Und wenn es passt, dann machst du den. Und so ist mein Weg gewesen, dass ich erst gedacht habe, Lernstrategien non plus ultra und dann nee, das darf mehr. Und ich möchte gerne die Eltern den Druck rausnehmen, um das jetzt noch mal zu sagen, Diana, den Druck rausnehmen, den die Eltern so sehr spüren, weil das ist das, was das Kind dir nachher spiegelt. Genau.
Das ist doch wirklich super. Vielleicht machen wir es jetzt mal ganz praktisch. Trixi, ich habe dir mal zwei ganz konkrete Fragen von Eltern mitgebracht und wir gucken mal, wie wir jetzt diese Tipps I love it. Wenn du sagst, so schnell lesen, anwenden. Es gibt ja irgendwie der Klassiker, du liest ein ganzes Buch und am Ende denkst du dir was soll ich jetzt machen? Eltern wollen ja oft immer, wollen einfach auch Dinge ausprobieren und einfach mal machen.
Und so sind die Tipps auch aufgebaut. Also erstmal geht es darum, worum geht es eigentlich? Dann geht es Wie funktioniert das? Also wie kannst du es in deinen Alltag einführen? Dann gibt es ein bisschen Theorie, falls man das haben möchte. Und dann gibt es noch mal eine Zusammenfassung, so dass es wirklich Ja, es gibt keinen Grund mehr zu sagen, ich weiß nicht, wie ich das umsetzen soll.
Großartig. Gucken wir doch mal jetzt ganz praktisch. Ich lese dir mal eine Frage von einer Mama vor. Mein Kind schreibt bald eine Klassenarbeit, aber es hat absolut keine Lust zu lernen. Alles ist angeblich langweilig oder viel zu anstrengend. Wie kann ich das lernen, meinem Kind schmackhafter machen, ohne ständig zu diskutieren oder Druck zu machen?
Ja, genau. Also da ist als erstes für mich die innere Haltung, das Kind macht es ja nicht, weil es keinen Bock hat, sondern es gibt ja Gründe dafür. Was ist der Grund? Ist das Unterforderung? Ist das Überforderung? Selbst wenn das Kind sagt, es ist alles so leicht, muss es ja nicht das sein, dass es alles so leicht ist. Und manchmal ist es für das Kind ja auch leichter zu Ich habe nicht gelernt und schreib eine schlechte Note. Und dann zu sagen naja, ich habe ja auch nicht gelernt, als gelernt zu haben und eine schlechte Note zu schreiben, weil das ist ja da bin ich ja, dann bin ich ja blöd. Ich habe gelernt und schreibe trotzdem eine schlechte Note. Und das möchte ja kein Kind. Das heißt, für das Kind ist das wirklich eine Bewältigungsstrategie, einfach jetzt nicht zu lernen, aus welchen Gründen auch immer. Und da gilt es, das herauszufinden. Also es ist jetzt nicht, dass wir von oben herauf diesen Druck oder irgendwas überstülpen, sondern okay, erzähl mir mal, was ist denn das, was dich jetzt gerade abhält? Manche Kinder keine Ahnung, lass mich in Ruhe. Je nachdem, wie die Beziehung zwischen den Eltern ist, Eltern und Kind ist. Also kriegt das Kind sowieso schon die ganze Zeit Druck und du musst das jetzt machen. Dann ist das Kind nicht sehr bereit darüber nachzudenken. Ist das aber sonst eine super Beziehung und du zeigst wirklich echtes Interesse daran? Lass uns mal kurz überlegen, wie kriegen wir jetzt die Kuh vom Eis? Was brauchst du? Und je nachdem, wie alt das Kind ist. Wenn die Kinder klein sind, dann lernen sie ja mehr erlebnisorientiert. Da bist du ja der tolle Fachmann. Und wenn die Kinder größer sind, dann arbeiten sie ergebnisorientiert. Was ich immer gut finde, ist, wenn die Kinder ein Ziel haben, warum tun sie das eigentlich? Was ist denn das? Was möchten sie eigentlich erreichen? Und da finde ich das auch immer cool, wenn man die Kinder einfach mal träumen lässt. Ich habe zum Beispiel, hat mir letztens eine erzählt, genau die möchte Reitlehrerin werden. Das Kind ist neun oder sechs, hat aber noch nie geritten. Es ist auch nicht, dass irgendjemand in der Umgebung ein Pferd hat oder sonstiges, aber sie möchte Reitlehrerin werden. Und was tun wir Eltern oft in solchen Situationen? Naja, also wir werden uns nie ein Pferd leisten können oder wir haben gar kein Pferd. Wie willst du das denn machen? Das heißt, wir unterdrücken immer die Träume von den Kindern und das ist so schade. Und anstelle dessen dürfen wir sie einfach unterstützen in diesen Träumen. Wenn dieses Kind jetzt also denkt, okay, ich möchte Reitlehrerin werden, dann unterstützt dein Kind. Und dann kannst du vielleicht okay, was hat denn jetzt diese Arbeit vielleicht mit dem Traum einer Reitlehrerin zu tun? Weiß ich nicht, was das jetzt sein könnte. Wenn es jetzt eine Matheaufgabe wäre, ja, dann könntest du vielleicht ausrechnen. Ich kenne mich mit Reiten gar nicht aus. Kennst du dich mit Reiten aus? Okay, sind wir zwei Blinde, entschuldigt für alle, die mit Reiten zu tun, Okay, dann kannst du vielleicht in der Halle diese Buchstaben besonders gut orientieren. Keine Ahnung. Aber dass du da eine Verbindung bekommst, dass dein Kind versteht, okay, das macht Sinn. Warum das so ist. Und was bei meinen Kindern gut geholfen hat am Anfang, als ich mich noch ein bisschen mehr darum gekümmert habe, ist der Tipp, dass ich Weißt du was, es ist manchmal so anstrengend, bevor du anfängst zu lernen, dann diskutieren wir und im Endeffekt dauert die Aufgabe 10 Minuten, haben aber vorher eine halbe Stunde diskutiert. Das ist doch blöd. Lass uns das doch einfach so machen. Du fängst an.
Warte, kann ich ganz kurz? Es tut mir leid. Wenn du jetzt die Antwort Wenn du das jetzt sagst, dann nimmst du mir die Antwort auf meine zweite Frage. Darf ich vorher meine zweite Frage stellen, damit du wahrscheinlich genau das sagen kannst,
was du gerade auf Schieß los, Schieß los. Sonst komme ich noch mal zurück auf die erste. Wenn das jetzt nicht die zweite war
es ist jedes Mal das Gleiche. Ich versuche bei den Hausaufgaben ruhig zu bleiben, aber bevor sich mein Sohn überhaupt überreden lässt, mit den Hausaufgaben zu starten, bin ich oft schon mit dem Nerven am Ende. Immer wieder findet er Ausreden oder diskutiert mit mir, wie schaffen wir es, dass mein Sohn einfach von alleine anfängt.
Ja, OK. Ich würde da sagen, das sind zwei Antworten. Okay. Auf meine ursprüngliche Antwort ist, dass du mit deinem Kind ausmachst. Weißt du, es ist egal, ob du Bock hast oder nicht. Fang einfach an, 5 Minuten und wenn du nachher keine Lust mehr hast, dann hörst du auf. Und wenn du Lust hast, dann machst du einfach weiter und beides ist in Ordnung. Und dann darfst du einmal merken, was ist denn dann, wenn dein Kind aufhört nach den fünf Minuten? Was macht das mit dir? Und dann sind wir wieder bei den Glaubenssätzen, Oh Gott, das geht doch nicht. Wenn mein Kind jetzt aufhört, dann macht es die Aufgabe nie. Dann haben wir wieder Wissenslücken und dann sind die Zensuren schlecht. Das ist ja dann der Film, der abgeht. Und das ist aber mein Thema, Es ist nicht das Thema meines Kindes. Und der zweite ist, ich glaube, da war so was wie, dann bin ich gestresst, wenn mein Kind oft schon mit den Nerven am Ende, bevor es übergeht. Genau, das ist richtig. Und da darfst du einfach mal einchecken, bevor es überhaupt ins Lernen geht. Wie geht es dir eigentlich? Bist du gerade gestresst, weil du so viel auf dem Zettel hast, weil du gerade vielleicht von einer Erwerbsarbeit kamst und gedanklich da bist du noch und denkst, aber jetzt muss ich noch mit meinem Kind lernen und dann müssen wir noch die Wäsche machen, dann müsste ich noch kochen und was kochen wir eigentlich? Was wollen wir denn eigentlich essen? Wenn du in diesem Status bist, dann bist du und das ist das, was du unbewusst ausstrahlst. Und wenn du nicht diese innere Ruhe hast, wenn du dich neben deinem Kind setzt zum Lernen, dann wird dein Kind dir zeigen, bist du eigentlich sicher, dass du jetzt hier neben mir sitzen möchtest? Bist du nicht sicher, dass du vielleicht doch noch mal vielleicht fünf Minuten für dich brauchst? Und das macht dein Kind unbewusst. Das heißt, wenn du dich neben dein Kind setzt zum Lernen, check einmal kurz mit dir selber, wie geht es dir gerade? Hast du eigentlich eine innere Ruhe oder nicht? Und dann darfst du für dich sorgen, damit du diese innere Ruhe bekommst, weil dein Kind dann nicht mit diesem dir spiegeln muss. Genau. Und nochmal zu der allerersten Frage, wo du gesagt Es will nicht lernen. Da herausfinden genau was dein Kind möchte, also was dein Kind braucht zum Lernen. Und da dürfen wir uns die richtigen Fragen stellen. Wie bringe ich jetzt mein Kind zum Lernen? Sondern was braucht mein Kind zum Lernen? Und das ist für jedes Kind unterschiedlich. Da dürft ihr das herausfinden, was es ist. Und ich bin ja auch nicht der Meinung, dass die Eltern zum Animateur der Kinder werden und sich immer tollere Spiele überlegen, damit das Kind jetzt lernt, sondern vielleicht können wir den Kindern Impulse geben. Guck mal, das könntest du so machen. Schreib dir das mal auf oder mal dir Bilder, welche Möglichkeiten du hast, wenn du keinen Bock hast zu lernen. So dass das Kind wirklich wieder auch in die Selbstermächtigung okay, ich habe jetzt keinen Bock zu lernen, ich weiß, das ist blöd und ich möchte jetzt lernen und wie kann ich mir das jetzt schmackhaft machen? Und hat dann eine Liste. Okay, ich fange jetzt erstmal mit den leichten Aufgaben an, ist zum Beispiel eine Sache und gar nicht mit den schweren. Eat the frog ist auch nicht für jeden geeignet. Oder okay, ich kann jetzt hier nicht am Schreibtisch sitzen, ich brauche erstmal Bewegung zum Beispiel oder ich brauche wirklich erst mal was zu trinken. Es gibt ja diese Anschaltknöpfe fürs Gehirn und dazu gehört Wasser und Trinken und das richtige Essen auch dazu. Also nur weil das Kind aufsteht und zum Kühlschrank geht und wir dann unterstellen ja, jetzt willst du es wieder in die Länge ziehen, muss das nicht unbedingt richtig sein. Deine beiden Antworten.
Damit lang hast du beide Antworten wunderbar verwurschtelt. Danke dafür und vielen Dank auch für diese vielen, doch auch ganz praktischen Tipps, was man machen kann. Und wie immer, wie du es öfter gesagt hast, es startet bei uns selbst. Das ist der Schlüssel zur Veränderung. Wir würden uns noch so gerne wünschen, dass unser Kind schnell und fleißig und alles richtig und gute Noten und so. Doch der erste Schritt der Veränderung startet bei uns selbst. Wenn wir da für uns im Reinen und Klaren sind, dann können wir eine Veränderung bei unserem Kind bewirken.
Absolut, absolut. Und wie gesagt die Kinder stoßen uns auf unser Entwicklungspotenzial, die halten uns den Spiegel vor und es ist nicht, dass wir die Kinderform brauchen, sondern wir können die Kinder entdecken, was in ihnen steckt. Und das finde ich so sehr spannend. Und ich habe drei Kinder, die kleinste ist 19, dann 21 und 25, was ich durch meine Kinder gelernt habe und entdeckt habe, wie unterschiedlich sie alle sind. Wir wissen das ja, weil erstmal sind die Kinder anders und ich bin ja anders abhängig davon, welches Kind ich nun gerade hatte. Beim Kind Nummer eins war ich eine andere als bei Kind Nummer zwei. Und das ist so interessant, uns selber darin zu entdecken. Das ist also nicht, weil ich will keinem Angst machen, sondern es ist das größte Abenteuer, was wir erleben können uns entdecken in unseren Kindern und unsere Kinder entdecken, wie sie sind. Und ja, das Schulsystem ist vielleicht momentan noch so und wir können es nicht so schnell ändern, aber wir brauchen es auch nicht zu ändern, weil wir können die Veränderung für unser Kind sein. Und ich habe es erlebt, Entschuldigung, noch eine Sache, Ich habe es erlebt, ich war in verschiedenen Schulen, also meine Kinder waren in verschiedenen Schulsystemen, mein Großer ist im bayerischen Schulsystem eingeschult worden und dann waren wir auf der internationalen Schule und jetzt in WM Hamburger Schulsystem, wo sie ihre Abschlüsse gemacht haben und ich war in verschiedenen Schulsystemen. Einmal gab es keine Hausaufgaben. Moment mal, wie kann ich denn da erkennen, dass mein Kind gut ist oder dass es das Wissen hat? Das heißt, wir fordern und dann waren meine Kinder in Hamburg und da waren sie im jahrgangsübergreifendes Lernen. Auch das war wieder eine Veränderung. Geht das überhaupt? Und kann doch nicht sein, Wenn du von 1 und 2, dann lernt doch derjenige in der höheren Klasse nichts. Das heißt, es sind alles Sachen, mit denen ich mich beschäftigen durfte. Und wenn wir ein neues Schulsystem fordern, dann kann es auch sein, dass wir Eltern erstmal in diesen Veränderungsprozess mitgenommen werden müssen, sonst funktioniert das nicht. Und da ist der Bogen zu meiner Unternehmensberatertätigkeit. Wenn da Änderungen im Unternehmen eingeführt werden und die Mitarbeiter werden nicht mitgenommen, Mitarbeiter alias Eltern werden da nicht mitgenommen, dann funktioniert das nicht, dann boykottieren wir das. Und genauso ist das auch. Wir fordern ein neues System, wir fordern, dass es selbst reguliert ist, Es gibt es in klassischen Schulsystemen, gibt es das funktioniert, das gibt es in Dresden, das gibt es unten mit der Allemann Schule. Und gleichzeitig dürfen wir Eltern sehen, OK, kriege ich das überhaupt hin? Schaffe ich das, der Schule so sehr zu vertrauen und meinem Kind zu vertrauen, dass es funktioniert? Und das ist wieder unsere innere Arbeit.
Ja, so so wichtig. Schließt sich wieder der Kreis.
Ja, OK.
Trixi, dann kommen wir langsam zum Ende unseres Gespräches, doch nicht ohne unsere letzte Rubrik, die da Ich stell eine Frage und bitte dich in nur einem einzigen Satz zu antworten. Bist du bereit? Okay, meine erste Was ist dein liebster Erste Hilfe Tipp gegen Lernfrust für die
Eltern oder für die Kinder? Für die Eltern sich zurücknehmen? Warum stört mich das? Was ist da jetzt? Warum stört mich das? Warum muss das jetzt genau so passieren, wie ich es will?
Danke. Wenn Eltern beim Lernen mit ihrem Kind nur eine Sache beachten sollten, was wäre das?
Die innere Haltung, dass mein Kind ein gerne Lerner ist und dass mein Kind lernen will Und ich daraufhin Was braucht es?
Was sollte in jedem Elternhaus sein, wenn du einen magischen Zauberstab hättest?
Wenn ich Elternhaus einen magischen Zauberstab, Diese Grundhaltung, dieses bedingungslose Vertrauen in das Kind und in sich selbst.
Was ist ein Mythos übers Lernen, den du sofort aus der Welt schaffen würdest?
Die drei Lerntypen, dieses visuell, auditiv, kinästhetisch
Und was würdest du als Bildungsministerin sofort an allen Schulen ändern?
Ja, sofort würde ich den Klassenverbund aufheben. Ich würde Lehrer zu Lernbegleitern machen. Ich würde auch da auch die Lehrer Lehrkräfte sind ja Begleiter wie Eltern Begleiter für ihre Kinder, Das wäre zu viel. Also ich würde die Klassenräume abschaffen. Ich würde individualisiertes Lernen einführen. Ich würde auch da bedingungsloses Vertrauen in die Kinder stecken. Diese Frage kannst du nicht mit einem Satz beantworten.
Man muss doch mal die Dinge auf den Punkt bringen.
Ja, ich bin ja auch nicht der Meinung, dass wir mehr Lehrkräfte brauchen, sondern das ist wie als wenn du einen Eimer Wasser, der voller Löcher ist, irgendwo flickst, dann fliegst du das eine Loch und dann kommt das bei der anderen Seite viel stärker raus. Sondern wir dürfen da wirklich radikal eine andere anderes System reinbringen. Und es ist möglich. Das ist ja das tolle, das ist ja nicht ein Hirngespinst, sondern das ist möglich und es funktioniert und das ist das Tolle.
OK, wen sollte ich auch unbedingt mal zu einem Interview einladen, weil du deren Arbeit sehr bereichernd findest?
Djokovic, dem Tennisspieler, weil für mich ganz viel Lernen mit mentaler Strategien zu tun hat, mentaler Stärke. Und für mich ist ist Tennis wirklich ein super Beispiel dafür, dass die Leute, die oben stehen, die können Tennis spielen. Top 100 können alle Tennis spielen. Aber derjenige, der oben ist, der weiß sich selber zu regulieren, der weiß sich zu motivieren, der weiß mit Rückschlägen umzugehen, der weiß, wie er mental einsetzen kann. Und wenn du den kriegst, dann sag mir Bescheid.
Okay, okay. Ja, ich war im Sommer bei den US Open und da hat man das auch wirklich so live noch mal gesehen. Ist noch mal was anderes, eine andere Dynamik als im Fernsehen, wie die da wirklich in ihre innere Welt so abtauchen und sich voll fokussieren und bei jedem Schlag irgendwie eigentlich mental voll dabei sind.
Und er hat auch zum Beispiel gesagt, es geht nicht darum, keine Fehler zu machen. Es geht darum, wie schnell kommst du aus diesem Modus Mist, ich habe einen Fehler gemacht, wieder raus. Und es geht nicht darum, um alles positiv zu sehen, sondern es geht darum, das zu sehen. Und wie kriegst du dich wieder in diesen anderen State rein? Und ich finde das jedes Mal faszinierend und ich nutze auch gerne Sportbeispiele in meiner Arbeit. Zum Beispiel finde ich ja, dass Eltern ein Team. Eltern und Kind dürfen ein Team sein, idealerweise auch mit der Lehrkraft idealerweise. Und nicht nur eine Ansammlung von Gruppen, eine Ansammlung von Menschen, was eine Gruppe ist, sondern wirklich ein Team. Und ein Team möchte gerne die beste Version des anderen herausheben. Und das finde ich, das dürfen wir sein.
Ich würde den Satz noch mit mehrere Komma durchgehen lassen. Meine vorletzte Welches Buch sollten Eltern unbedingt gelesen haben?
Meins,
Ob ich noch eine Klammer aufmache? Es kann auch dein eigenes sein, aber nein.
Also mein letztes Buch ist wirklich und das werde ich wahrscheinlich immer von meinen letzten Büchern sagen, aber das letzte Buch ist wirklich, wo ich sage ja, und ich habe so tolles Feedback bekommen. Und das sind nicht nur Feedbacks von Leuten, die ich kenne, sondern von wildfremden Menschen, die gesagt Ich habe mir schon zwei Sachen rausgenommen Es hat schon so viel verändert und ich meine, das ist ja das Größte, was du einem Autor sagen kannst. Autorin auf jeden Fall.
Und meine letzte Wenn du als alte, weise Frau vor einer Gruppe Kindern stehst, was wirst du ihnen erzählen?
Ihr seid toll, wie ihr seid und jeder auf seine Art.
Dem ist nichts mehr hinzuzufügen. Trixi wenn unsere Zuschauer oder Zuhörer noch mehr von dir erfahren und erleben wollen, wo können sie dich finden?
Sie können mich natürlich im Internet auf meiner Homepage finden, da bin ich. Oder bei Instagram, Trixi tumort lerncoach. Da kann man mich online finden und offline auch bei manchen Veranstaltungen.
Okay, perfekt.
Dann trägt sie Tumat.
Ich sage danke für die wesentlichen vielen Impulse, die du hier bei uns geteilt hast. Im Wesentlichen. Es geht um uns selbst. Wir starten bei uns selbst und wenn wir da alles im Reinen haben, dann können wir unser Umfeld erschließen. Vielen Dank, dass du diese Impulse heute mit uns geteilt hast. Die letzten Worte, die gehören dir.
Oha, oha. Ich danke dir für diese Plattform, die du hier geschaffen hast. Für mich und all die anderen tollen Interviewgäste, die du schon hast. Ist wirklich, wirklich. Und auch bereit bist, andere Blickwinkel zuzulassen, weil ich finde, darum geht es. Und wenn wir diese innere Haltung haben, dass alles richtig ist, wie es ist, dann haben wir da schon ganz viel gewonnen als Eltern. Und Eltern ist ein großes Abenteuer. Eltern sein ist ein großes Abenteuer, auf das wir uns einlassen dürfen und es genießen dürfen.
Super, wunderbar. Ich sage danke und auf Wiedersehen. Trixi.
Danke auch. Tschüss.
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