Episode 032: Senken – Klimaschutz mit hochwertigen Projekten und AI – Adrian Wons
30 Jan 2025 · 52 min
German-language podcast interview (Episode 032) with Adrian Wons, founder and CEO of Senken, recorded Jan 30, 2025. Wons explains Senken’s mission to channel private capital into high-quality carbon-removal and nature-based projects via a transparent marketplace, strict three-stage due-diligence (standards + ratings + on-site and data checks), and complementary tools (strategy automation and an AI Scorecard). The episode discusses trade-offs of blockchain and AI (energy use vs. transparency/scale), project examples (regenerative agriculture in Germany, mangrove restoration in Senegal, Direct Air Capture), internal goals (10 billion EUR to projects by 2030), and measurement challenges (only a small share of projects pass Senken’s filters).
Chapters
Natur im Allgemeinen ist immer nur bis zu einem gewissen Grad messbar. Also jetzt zum Beispiel diese Ratings, die gucken letztendlich an, wie hoch ist das Risiko, dass das Projekt vielleicht nicht diese Senkenleistung, also ein Credit eine Tonne Co gesenkt eingehalten hat. Und es gibt kein einziges Projekt, das hat Triple A, also kein Risiko, weil in der Natur gibt es immer Risiko.
Hi, wieder eine Episode von Regenerativ und Digital, dem Business Podcast für regeneratives Wirtschaften und Digitalisierung. Moin David, wen haben wir denn heute zu Gast?
Heute sprechen wir mit Adrian Woans, dem Founder und CEO von Senken. Senken ist ein führendes Unternehmen im Bereich Co Kompensation, das Unternehmen weltweit dabei unterstützt, Emissionen zu neutralisieren. Mit der eigenen Plattform erleichtert Senken den Kauf und die Verwaltung von Co-Zertifikaten und unterstützt Unternehmen. Bei der Planung ihrer langfristigen Klimastrategie. Nach eigenen Angaben bestehen nur 3 Prozent der Klimaprojekte. Die Prüfung durch Senken und werden auf der Plattform angeboten. Bis 2023 hat Senken über 300 Prozent, 76 Unternehmen bei der Co Kompensation geholfen und daher freuen wir uns heute sehr auf das Gespräch. Herzlich willkommen Adrian.
Ja super, danke für die Einladung und stimmt alles, was du gesagt hast.
Wunderbar, das ist schon mal gut. Jack, wir steigen relativ breit ein. Wie definierst du regeneratives Wirtschaften für dich?
Ja, erstmal ganz lustig. Im ersten Jahr haben wir immer gesagt, wir sind ein regenerative Finance Startup, also ein regeneratives Finanz oder Fintech Unternehmen. Und warum haben wir das gesagt? Weil Definition ist ja so ein bisschen, wie können wir über unser Geschäftsmodell nicht nur nachhaltig wirtschaften, sondern auch im Sein unseres Geschäftsmodells mehr zurückgeben an die Welt und an die Umwelt, als wir brauchen. Und warum haben wir uns dann sozusagen so beziffert? Weil wir halt gesagt haben, unser Geschäftsmodell ist relativ straightforward. Wenn wir Geld machen sozusagen, dann heißt es immer, dass automatisch an diesem Umsatz von uns auch immer eine Investition ins Klima stattfindet. Das heißt, umso mehr Geld wir machen, umso mehr Geld bringen wir letztendlich in hochwertige Klimaprojekte um die ganze Welt. Und deswegen haben wir gesagt, wir sind ein regeneratives Fintech mittlerweile, weil die meisten Leute nicht wussten, was ein regeneratives Fintech ist, sagen wir Climate Tech, damit wir uns besser einpassen. Aber lustigerweise, erste Jahr haben wir immer gesagt, wir sind ein regeneratives Fintech. Und genau aus dieser Beschreibung, die ich.
Gerade gesagt hatte, ja, das heißt, würdest du euch als Unternehmen auch tatsächlich als regeneratives Unternehmen bezeichnen oder weil du hebst gerade auch sehr stark auf euren Impact ab. Seid ihr da auf dem Pfad? Seid ihr schon angekommen? Wo würdest du dich, wenn wir diese Kurve der Regeneration vor Augen haben, wo würdest du dich beziehungsweise Senken da einordnen?
Ja, ich sag mal, bei uns, dadurch, dass wir so gestartet sind, ist es natürlich viel einfacher als bei einem großen Unternehmen, das erst auf die Reise gehen muss und natürlich extrem viel umstellen muss. Dadurch, dass, ich sag mal so, unsere Hauptkosten im Unternehmen eigentlich die Kosten der Angestellten sind, ansonsten aber sehr viel digital stattfindet und auch sehr effizient letztendlich das Geld, das über unsere Plattform läuft, eigentlich direkt in Projekte fließt, die dann nicht nur umwelttechnischen, aber auch sozialen Impact auf dem Boden haben, würde ich sagen, ist es für uns recht einfach gewesen, direkt sehr oben auf der Kurve zu starten und würde definitiv sagen, dass wir da regenerativ wirtschaften.
Bevor wir vielleicht jetzt gleich nochmal ein Stück weit stärker auf das Unternehmen, das Geschäftsmodell eingehen, würde mich noch mal interessieren, was war damals deine Motivation, vor allen Dingen hinter der Gründung von Senken?
Da geht es auch um regenerativ. Ich hatte ein Forschungsprojekt in Südafrika oder nicht nur Südafrika, südliches Afrika, also auch Namibia, Botswana, Mosambik und so weiter, Simbabwe zum Thema regenerative Landwirtschaft. Und zwar habe ich ganz viele Farmer interviewt auf so einem riesigen Roadtrip, was sie dann incentivieren würde, auf regenerative Landwirtschaft zu wechseln. Dann haben sie gesagt, letztendlich Subventionen, also so GIZ oder halt Co Zertifikate, aber das würde nicht funktionieren und ich damals wirklich nicht der Experte für Co Zertifikate gewesen. Ich komme zwar ganz ursprünglich aus der Windenergie und habe da computergestützte Strömungslehre studiert und dann irgendwie geguckt, wie die Windturbinen designt werden müssen und so weiter und damit kann ich ein bisschen mit dem ganzen Markt in Kontakt, aber letztendlich der Experte war ich nie. Dann haben die aber zu mir gesagt, das funktioniert alles nicht und dann habe ich gefragt warum. Dann haben die gesagt, einerseits kommt das Geld nicht an, dadurch, dass die meisten Klimaprojekte ja auch im globalen Süden sind, aber die meisten, die in die Projekte investieren im globalen Norden, gibt es halt extrem viele, die es ausnutzen. Und das zweite ist halt für sie extrem schwer nachzuweisen, dass sie einen guten Job gemacht haben. Und mit gutem Job, meine ich, hat der Farmer, der Landwirt wirklich eine effektive CO Senke da gebaut, die mehr CO aus der Luft nimmt als vorher und dadurch auch gar keine Incentivierung, guten Job zu machen oder auch wirklich das so als wirklich gutes Tool zu sehen. Und dann habe ich gesagt, hey krass, es gibt ja gar nicht so viele Werkzeuge in unserem Werkzeugkasten, um die Klimafinanzierungslücke zu schließen. Wenn da eins der Hauptpfeiler wegfällt, weil es e entweder nicht gut funktioniert, dass das Geld beim Impact ankommt oder dass es super intransparent ist, ob da wirklich CO mehr gebunden wurde oder nicht, dann ist es natürlich sehr, sehr bitter, weil dann fällt eines der Hauptteile, Hauptbausteine weg und wir werden das Ziel noch weniger erreichen. Und dann habe ich gesagt, ja, ja, habe ich ja super viel in meiner Vergangenheit gemacht mit vielen digitalen Lösungen, probiert so Märkte und Lieferketten transparenter und effizienter zu machen. Dann habe ich Senken gegründet, das war vor zweieinhalb Jahren.
Gibt es denn Prinzipien oder Werte, die ihr für euch definiert habt, die euch dann auch im Unternehmen, sage ich mal, sozusagen leiten?
Ja, wir haben, wir haben so einen sechs Punkte, sechs Wertepunkte. Ich sag mal so, erst mal der große, wir nennen es das Big Harry Audacious Goal, das über allem drüber steht, ist, dass wir bis 2030 10 Milliarden in Klimaprojekte gebracht haben wollen. So, das steht über allem. Und dann haben wir da drunter noch Werte, die einerseits intern, aber nach außen gelebt werden. Da geht es dann zum Beispiel um Vertrauen und Transparenz ist ein großer Punkt. Dann haben wir eins, die sind alle auf Englisch, deswegen überlege ich gerade, wie die übersetzt werden, Intrinsic Urgency, also dass wir auch wirklich verstehen, dass der Klimawandel und die Probleme, die wir lösen müssen, auch eine gewisse zeitliche Knappheit haben und wir von innen heraus wirklich die Probleme auch schnell lösen wollen. Dann gibt es Sachen wie die klassischen All Hands on Deck, also dass wir auch wirklich als Team das lösen wollen, aber auch mit unseren Partnern, weil wir natürlich mit extrem vielen Projekten zusammenarbeiten. Was gibt es noch? Dann gibt es zum Beispiel noch, dass wir passioniert neugierig sind, weil ja auch im Klimawandel, muss man ganz ehrlich sagen, immer wieder neue Sachen rauskommen, also neue Erkenntnisse und wieder natürlich auch immer konstant auf der Lauer sein müssen. Gibt es irgendwie neue Erkenntnis zu, sage ich mal, einem Mangrovenbaum in Senegal, der speichert vielleicht weniger Co als vorher gedacht oder sowas in der Art. Und dieses Set ist dann recht stark verankert, auch bei uns im Unternehmen. Also jede Person, die wir einstellen, kriegt ein Plus, einen Kreis oder Minus und wird auch wirklich so nach den ersten Gesprächen gerankt. Wir sagen für uns, es darf eigentlich, Es muss mindestens 4 plus haben in den 6 Werten, die wir haben und 2 Kreise, also neutral. Das haben es da aber nirgendwo ein Minus sein und da sind wir auch recht streng so für uns, weil das extrem viel ausmacht, auch wie das Team dann zusammenwächst.
Das heißt, das ist auf jeden Fall ja schon sehr gutes Beispiel, wie das dieses Wertekonstrukt dann ja auch im täglichen Geschäft bei euch eine Anwendung findet.
Ja, total. Also intern, aber auch natürlich nach außen, wie du gerade gesagt hast. Also unser Produkt, eine Sache, die halt im Markt komplett falsch gelaufen ist, halt Transparenz und Vertrauen und da die meisten Werte, die nach innen gelebt werden, also persönliche Werte kommen aber auch irgendwie im Produkt nach außen zum Vorschein.
Sehr spannend. Du sprichst gerade schon das Produkt an und hast auch eben schon darüber gesprochen, wie ihr mit eurem Geschäftsmodell Geld verdient. Was ist denn das detaillierte Geschäftsmodell hinter Senken und welchen Impact hat es? Also wie funktioniert es? Wo verdient ihr Geld?
Also ganz einfach gesagt, bringen wir Unternehmen mit hochwertigen Klimaprojekten zusammen, ganz einfach genannt über einen Marktplatz. So der Wert, den wir letztendlich für beide Seiten schaffen, ist, dass wir einen sehr, sehr tiefgehenden, datengetriebenen Prüfungs und Due Diligence Prozess für die Projekte selbst haben, weil nach meinen Recherchen in Südafrika, wo mittlerweile auch die Hälfte von unserem Unternehmen ist, also den Angestellten, kam halt schon raus, dass viele von den Projekten auch einfach nicht hochwertig sind. Aber wenn halt kein Vertrauen in den Markt herrscht, dann wird er nicht skalieren, weil dann nützen das Unternehmen nicht als wertvolles Mittel im Kampf gegen Klimawand, sondern wird immer in der Greenwash Ecke, sage ich mal, bleiben Und das wäre natürlich sehr schade, weil wir dann, wie ich vorhin erwähnt habe, eines unserer Werkzeuge verlieren würden Und deswegen haben wir halt diesen Marktplatz, wo alle Projekte, die durch diesen Prozess durchgekommen sind, super transparent mit allen Daten, Satellitendaten, Rating Daten, Drohnen Daten, je nachdem was für eine Projektart es ist, gibt es verschiedene Datenpunkte, werden dann dargestellt, auch welche sozialen Impacts haben wie das Geld an die Community sollen in den auf den Areas weiterverteilt werden und das wird halt Unternehmen dann sozusagen dargestellt und dann können sie eine Entscheidung treffen auch über unser Tool. Das hilft denen damit, wie das in die Gesamt Nachhaltigkeitsstrategie von dem Unternehmen über die nächsten Jahre mit rein spielt und was auch Sinn für sie macht, weil wir jetzt nicht sagen hey ihr habt eine 1000 Tonnen Fußabdruck, kauft jetzt 1000 Credits, sondern da gibt es eigentlich mittlerweile auch recht viele Guidelines, wie man das also transparent in die eigene Strategie entwickelt und deswegen ist es eigentlich zwei Produkte. Wir haben einerseits diesen Marktplatz, das einfache, was ich erklärt habe und dann aber auch ein Tool, das so automatisiert einem Unternehmen Strategien ausgibt wie Carbon Credits in ihre bestehende Netto Null Strategie mit reinspielen.
OK, verstanden. Und wie tragt ihr mit diesem Geschäftsmodell zur Regeneration von ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Systemen bei?
Genau, also um auf das Geschäftsmodell an sich zu kommen, ist Wir verdienen nur, wenn Geld in ein Projekt fließt. Heißt vorher war es super intransparent, dann hat man, sage ich mal, hat wurde irgendwie angeboten hier für fünf könnt ihr ein Zertifikat kaufen, aber man wusste gar nicht, wo kommt das Geld an, wie viel kommt letztendlich bei dem Mittelmann an und bei uns ist relativ transparent sind immer 10 Prozent und der Rest geht direkt ins Projekt selbst und da wird dann auch noch bei uns gleichzeitig dargestellt, wie viel von dem Geld, das in das Projekt fließt, auch dann zu Communities fließt, weil das ist noch mal ein Unterschied. Es gibt ja einerseits den Projektentwickler, der das Projekt durchführt. Das sind ja auch oft riesige Projekte, da muss man auch Erfahrung haben, aber die Leute, die dann an den Projekten arbeiten und auch das Land ist ja nicht das Land von dem Projektentwickler meistens Und oft sind das dann die Communities, die daran arbeiten, auf dem Land auch leben. Und da zeigen wir auch, wie das Geld dann, wie viel Prozent von dem Geld dann in die Community ist und wie es in die Communities fließt. Und deswegen jeder Euro, der bei uns sozusagen ausgegeben wird, kommt dann direkt an den Projekten selbst an. Das kommt je nach Projekt selbst noch mal darauf an, welche Sachen es unterstützt. Also wie zum Beispiel ein Mangrovenprojekt extrem viel auch auf maritimes Gleichgewicht, Biodiversität, Essensversorgung, weil in den Mangrovenbäumen selbst kommen dann Schrimps und Muscheln und so weiter, die auch als Nahrungsquelle dienen. Also zu den Communities und Umweltimpact. Aber wir haben zum Beispiel auch neuartige Dinge, wie zum Beispiel Direct Air Capture, also neue negative Emissionstechnologien, wo das halt zu 100 Prozent eigentlich nur einen Umwelt Impact hat und noch so ein bisschen Forschungs Impact fast, aber halt eigentlich fast zu 0 Prozent irgendwelche Biodiversität oder sozialen Impacts. Und das ist natürlich auch extrem wichtig zu beachten, wie man dann für ein Unternehmen so ein Portfolio aufbaut, weil natürlich will man nicht nur, sage ich mal, klassisch die Tonne Co aus der Luft ziehen, sondern diese sogenannten Co Benefits auch noch in die Strategie mit einfließen lassen.
Du hattest jetzt eben auch erwähnt, dass ihr durchaus da auch gerade bei dieser strategischen Arbeit unterstützt. Auf der anderen Seite habt ihr dann sehr automatisierten Prozess. Wie viel individuelle Handarbeit ist da noch dabei? Also wie viel Beratungsansatz findet dann wirklich bei Senken statt?
Also aktuell ist es noch sehr viel. Warum? Weil der Bildungsgrad innerhalb von Unternehmen, der hat zwar extrem zugenommen über das letzte Jahr, aber es ist nach wie vor eine Reise, sage ich mal, einerseits bei vielen Unternehmen erst die Ressourcen frei geworden, sich mit dem Thema zu beschäftigen und auf der anderen Seite, die Ressourcen, die frei geworden sind, kümmern sich vielleicht dann 10 Prozent um Carbon Credits, 50 Prozent um Reporting und 40 Prozent um Fußabdruck aufnehmen. Und deswegen ist es nach wie vor schon recht viel Manpower, also sehr viel, wo wir mit den Unternehmen selbst arbeiten. Wir haben verlangen aber wirklich kein Geld für die Beratung, weil ich immer so sage, hey, ich glaube, jetzt ist so der Punkt, wo es einfach mega, mega wichtig ist, das Geld, das zur Verfügung ist, in richtige Projekte und richtigen Impact zu investieren, damit der Markt vertrauenswürdig wird und es später einfach ein Baustein sein kann und deswegen packen wir noch viel selbst mit an. Wir haben zwar ein Tool, wo sehr viel automatisiert stattlaufen könnte, aber ich weiß, dass es nicht vor allem im BB Bereich, man sehr viel mit den Unternehmen immer noch ein People's Business sich dann auseinandersetzen muss und es macht auch Spaß. Natürlich ist das Ziel irgendwann, wenn der Markt vertrauenswürdig ist, dass es dann uns mehr auch noch Guidelines gibt von zum Beispiel Deutschland, der Europäischen Kommission und so weiter, dass man das dann vielleicht noch automatisierter ablaufen lassen kann.
Und gibt es vielleicht ein Beispiel Projekt, was du gerne hervorheben möchtest, gerade auch vor dem Hintergrund, Du hast eben gesagt, dass ihr sehr hochwertige Projekte bei euch auf der Plattform habt und dass ihr da einen sehr krassen Prozess habt, bis die Projekte bei euch es auf die Plattform schaffen. Gibt es da so ein Beispiel, an dem du das gut festmachen kannst?
Ja, total. Also erstmal muss man sagen, das ist vielleicht manchmal so ein Missverständnis, Jede Projektart kann in der Theorie hochwertig sein. Also es ist nicht so, dass man sagt, ja, das ist ja ein Mangroven Projekt, das ist immer hochwertig oder das ist ja ein regeneratives Landwirtschaft oder das ist ein Aufforstungsprojekt, die sind immer ein bisschen schwieriger und so weiter. Natürlich gibt es ein paar Projekte, die schwieriger zu messen sind als andere, aber in der Theorie erstmal, um das irgendwie so den Standard zu schaffen, kann jedes Projekt hochwertig sein. Manche sind nur sehr viel schwerer zu messen als andere. Also das mal so, um kurz das zu sagen. Und noch vielleicht als ein Beispiel, was zum Beispiel extrem schwer messbar ist und das auch sehr viel in den Medien gelandet ist, ist das Ganze Wir schützen einen Regenwald. Warum ist es extrem schwer? Weil du musst ja irgendwie ein Szenario schaffen, was passiert wäre, wenn mein Geld nicht den Regenw geschützt hätte. Also du musst sozusagen in die Zukunft schauen und sagen, wäre mein Geld nicht angelangt, dann wären die drei Bäume nicht mehr da. Aber das ist ja nur wäre, wenn. Also das ist letztendlich sehr schwer wissenschaftlich zu belegen und deswegen sind zum Beispiel so Projekte sehr schwer nachweisbar. Man muss extrem viel prüfen und gucken, okay, wie wurde die Baseline, das ist dieser Fachbegriff der Entforstung, wie wurde die Baseline angelegt und wie viel Bäume wurden wirklich dafür geschützt durch das Geld selbst natürlich viel schwerer, aber andere Projekte, die sind viel einfacher nachzuweisen. Jetzt mal ganz ganz einfach ein neuer Baum ist relativ einfach zu zeigen, dass der Baum vorher nicht da war und jetzt ist er da. Also deswegen zwei verschiedene Projektarten und das einfachste von allen ist natürlich diese technologisch Lösung. Also jetzt zum Beispiel dieses Direct Capture, was jetzt der letztendlich einfach ein großer Föhn ist, der andersrum wie ein Föhn läuft und letztendlich oder wie ein großer Staubsauger, nennen wir es mal so und der einfach CO aus der Luft zieht, dann kommt irgendwie ein schwarzer Stein raus, der ist fast 100 prozent irgendwie co kannst du messen, weißt genau wie viel CO da ist und der wird dann Boden geschossen und bleibt da irgendwie für Jahr super einfach nachzumessen, kostet aber Halt auch irgendwie 60 mal so viel. Aber ja, also das erstmal so zur Einordnung und dann ein Projekt, auf das ich super glücklich bin. Also vielleicht 2 1 ist mit einem Partner zusammen regenerative Landwirtschaft in Deutschland zu unterstützen und da auch super gut durch verschiedene Datenpunkte, durch einerseits Satellitendaten, aber auch dann wirklich Bodenproben, die von ganz vielen verschiedenen Punkten genommen werden, dann an der Uni ausgetestet werden, wie viel CO wurde mehr gespeichert als vorher und dann kann man relativ gut gucken, wie viel mehr CO senken und daher kommt auch der Name wirklich erreicht worden ist. So das war als deutsches Projekt und dann haben wir auch noch ein super Mangroven Projekt, mit dem wir zusammenarbeiten in Senegal. Da waren wir jetzt auch schon öfters, haben das besucht das mit den lokalen Communities, mit der Universität und auch mit Senegal, dem Staat selbst und ja, ist total verrückt. Ich wusste vorher auch gar nicht, wie ein Mangrovenbaum eigentlich wächst, aber das sind letztendlich so kleine Zapfen, die von dem bestehenden Mangrovenbaum eigentlich so runterfallen und die müssen dann in der perfekten Position landen im Boden, wo das Wasser nur 10 cm oder so hoch steht und dann muss der wirklich im richtigen Winkel da reinfallen und dann wächst es letztendlich und wenn man es dann letztendlich selber macht, dann zapft man die ab und steckt die halt sozusagen in die in die Umgebung und total spannend, was man groben alles machen einerseits als CO Senke, aber auch andererseits als CO Benefits wie Schutz gegen Überflutung, Ernährung sicherstellen und so weiter.
Ja, superschön. Vor allen Dingen auch zu sehen oder beziehungsweise auch zu hören, dass die Projekte, die ihr anbietet, ja auch wirklich sehr vielfältig sind in der Ausprägung. Wenn man sich jetzt mit euch dann auch noch mal so ein Stück weit tiefer beschäftigt, merkt man ja schnell, dass vor allen Dingen Technologien, aber auch digitale Technologien bei euch eine große Rolle spielen. Der Marktplatz, klar sind digitale Plattformen, aber aber ihr nutzt ja auch Technologien wie zum Beispiel Blockchain oder AI. Vielleicht können wir mal auf das erste Thema Blockchain so ein Stück weit eingehen und auch vielleicht auch nochmal um den Zuschauer so ein bisschen Zuschauer Zuhörenden noch mal so ein bisschen aufzuschlauen. Wozu braucht es denn überhaupt diese Blockchain Technologie beim Emissionshandel? Also warum brauche ich das und was hat das für Vorteile? Vielleicht auch zu klassischen Datenbankstrukturen, sage ich jetzt mal so.
Ich sag mal, der größte Vorteil geht so ein bisschen auf den Punkt zurück, den ich ganz am Anfang erwähnt hatte, dass mir die ganzen Farmer in Afrika erzählt haben habe, das Geld kommt nicht an. Und als ich dann die ganzen Broker und Trading das gefragt habe, haben die gesagt, ja natürlich kommt es an. Und dann sage ich, ja wie viel nehmt ihr denn an Transaktionskosten und diese zwischen 40 und 100 Prozent, also obendrauf. Und dann habe ich gesagt, ja und das weiß dann der Käufer später auch, dass wenn er sagen wir 10 zahlt, vielleicht nur 5 ankommt. Aber wir sagen dem schon, dass wir da ein bisschen was nehmen, aber natürlich nicht wie viel. Und das ist so genau die Sache, dass in in einem Geschäft, wo ja sozusagen der Zwischenhändler immer intensiviert ist, seinen eigenen Profit zu steigern, natürlich niemals im Sinne des Kunden handeln wird. Und Kunden kann auf beiden Seiten sein, also einerseits das Projekt als auch das Unternehmen letztendlich die Credits zum Fußabdruck kompensieren kauft. Und in einem Umfeld, wo es halt eigentlich in der Hinsicht dann kein Vertrauen gibt, können halt so dezentrale Datenbankstrukturen wie zum Beispiel eine Blockchain als Vertrauensschaffer dienen. Und einfach ganz klar okay, so und so viel kam jetzt bei dem Zwischenhändler an, so und so viel kommt bei dem Projekt selbst an, auch wenn ich dem in der Mitte nicht vertraue. Und genau, ich sag mal so, das ist eigentlich das Haupteinsatzgebiet bei Senken, wo wir sagen, hey, wir zeigen ganz transparent so viel kommt bei uns an, so viel kommt bei dem Projekt an.
Ja, auf jeden Fall. Das finde ich auch immer sehr schön an der Blockchain Struktur oder dezentralen Datenbank hat dieses Vertrauen im digitalen Raum, was da geschaffen wird. Das ist natürlich einer der großen Vorteile, wenn man jetzt mal auf die andere Seite schaut, mal über die vermeintlichen oder über die Nachteile spricht. Da gibt es ja immer diese wunderschönen Vergleiche. Die Blockchain verbraucht so viel Strom, so viel Strom wie Dänemark in einem Jahr, auch wenn es jetzt natürlich sehr auf Bildzeitungsniveau ist. Aber wie passt das dann vielleicht aber auch zu euch zusammen? Auf der einen Seite diese sehr energieintensive, vermeintlich sehr energieintensive Technologie und auf der anderen Seite dann aber dieser nachhaltige bzw. Regenerative an.
Ja, also Bildtitel stimmt. Man muss aber da ein bisschen differenzieren. Deswegen glaube ich, dass Aufklärung auch in dem Gebiet super wichtig ist. Die meisten verbinden ja immer Blockchain ist gleich Bitcoin. Und wie Bitcoin letztendlich aufgebaut ist vom Verifizierungsmechanismus ist, dass das nennt sich Proof of Work, dass letztendlich Work eigentlich nur für Rechendaten stehen. Und das heißt letztendlich, umso mehr Wert auf der Blockchain von Bitcoin fließt, umso mehr Rechenpower muss als sozusagen als Beweis abgeliefert worden sein. Und deswegen ist eigentlich auch Bitcoin an sich selbst wahrscheinlich nicht regenerativ, weil umso mehr Wert auf dem Netzwerk stattfindet, umso mehr Arbeit und so mehr Ressourcen müssen ausgegeben werden. Man könnte natürlich argumentieren, okay, wenn Irgendwas, wann alles 100 Prozent auf Renewables läuft, dass vielleicht das dann anders aussieht, aber das ist ja nicht der Fakt. Und deswegen muss man sagen, okay, Bitcoin Blockchain, da ist auf jeden Fall nicht regenerativ. Jetzt ist aber So, dass die Bitcoin Blockchain ist ja jetzt glaube ich mehr als 15 Jahre alt oder so um die 15 Jahre alt und seitdem haben sich extrem viele neue Blockchain Technologien entwickelt und auch auf einer solcher bauen wir selbst auf, wo gar nicht mehr als Beweis diese Rechenleistung erbracht werden muss, sondern es andere Beweise gibt, die nicht mehr auf Rechenpower, sondern auf anderen Werten bestehen. Und deswegen Verbrauchen die dann 99,9 prozent weniger strom als eine bitcoin blockchain und eigentlich genauso viel Strom wie eine ganz normale andere Datenbank. Und deswegen trifft es bei uns nicht drauf zu. Natürlich ist da noch ein kleiner Fußabdruck, aber genauso viel wie wenn wir Amazon Web Services oder sowas benutzen, nutzen würden.
Gibt es noch zukünftige Potenziale oder Entwicklungspotenziale allgemein, die ihr vor allen Dingen auch in der Blockchain Technologie für euch als senken seht?
Ja, also ich sage mal so eine Sache, die man halt bei Blockchain immer betrachten muss, es ist nicht die effizienteste Datenbankstruktur. Also weil wir natürlich am Anfang sehr viel drauf geguckt haben, können wir irgendwie alle Daten von den Projekten, Satellitendaten und so weiter darauf speichern, aber dann schnell gesehen haben, gut, das macht gar keinen Sinn, weil wie gesagt nicht effizient effizient und macht Sinn für kleine Datensätze wie zum Beispiel Geldflüsse, aber alles drauf zu speichern macht keinen Sinn. So, jetzt gibt es aber, wo wir auch nach wie vor immer reingucken, okay, was könnte Sinn machen, sind dann auf jeden Fall neue Finanzinfrastrukturen, die vielleicht gut aufgebaut werden können. Zum Beispiel, jetzt wird es ein bisschen abstrakt, aber man könnte einen Pool von ganz vielen hochwertigen Credits, also eine Art Korb von ganz vielen verschiedenen Credits zusammenpacken und den dann nutzen, um mehr Liquidität in den Markt zu bekommen. Anstatt immer nur ein Projekt zu finanzieren. Ein Projekt kann ich zum Beispiel immer diesen Korb, der dann ähnlich wie einen ETF funktioniert, investieren, wenn ich weiß, dass alle Projekte hochqualitativ sind und die Blockchain verteilt automatisiert die Gelder an die verschiedenen Projekte, die in diesem Korb drin sind. Also so Sachen gucken wir uns an, die glaube ich relevant sein könnten. Aber bei uns geht es dann schon immer sehr viel um die Geldflüsse und.
Seit Anfang des Jahres bietet ihr auch eine sogenannte AI Scorecard an, der man als Unternehmen seinen eigenen Fußabdruck und die damit entstehenden Kosten so automatisiert geschätzt bekommt. Damit sind wir jetzt wieder so ein Stück weit beim Thema Automatisierung und menschliche Beratung. Wie funktioniert das Ganze? Also wie funktioniert diese AI Scorecard? Welche Berechnungen oder Schätzungen findet da denn durch die AI Station statt?
Ja, also wie das entstanden ist, dass die Kunden immer zu uns gekommen sind und haben gesagt, ich brauche Carbon Credits, aber ich weiß mein Fußabdruck nicht und dann habe ich immer gesagt dann braucht ihr auch keine Carbon Credits, weil dann habt ihr ganz andere Probleme Ihr müsst erst mal eine Strategie aufstellen, ihr müsst euren Fußabdruck rausfinden, ihr müsst Reduktionspfad für euch festlegen und dann irgendwann könnt ihr mal gucken wie Carbon Credits bei euch in die Strategie mit reinspielen könnten Und das blöde war dann habe ich halt immer weggeschickt und ich dachte mir okay wie kann ich denen denn jetzt vielleicht schon umsonst helfen und dass sie sehen okay ich kriege so und so viel Wert schon umsonst wie viel Wert kriege ich denn dann später wenn ich für den senken Service zahle und dann hatten wir mal so einen internen Hackathon gemacht und haben gesagt okay wie können wir den weiterhelfen und dann kam halt diese Idee auf zu sagen wie können wir nur anhand ihrer E Mail Adresse feststellen eine Schätzung was der Fußabdruck von ihnen ist und wie das dann letztendlich funktioniert ist dass anhand der E Mail Adresse wird über chatgpt geguckt was für ein Unternehmen ist das, wie viel Mitarbeiter, was für ein geschätzter Umsatz, in welchen Branchen sind die unterwegs, in welchen Ländern haben die ihre Locations und dann haben wir ein eigenes Modell gebaut, dass diese ganzen Dinger zusammen bringt und dann ungefähr eine Schätzung des Fußabdrucks erstellt und umso größer das Unternehmen umso genauer, weil dann mehr Datenpunkte zur Verfügung stehen aber lustigerweise auch bei kleinen Unternehmen wo 20 oder 30 Mitarbeiter gehen funktioniert schon okay manche Sachen werden dann halt geschätzt und dann kommt ein Fußabdruck raus und das hilft denen zumindest schon mal einzuschätzen in welcher Richtung bin ich weil manche die kamen so zusammen gesagt ich weiß nicht ob ich oder eine Million Fußabdruck habe so in der OK verstehe ich ja und dann haben wir nächsten Schritt gesagt okay dann haben die uns gefragt ja aber jetzt weiß ich immer noch nicht was das für mich bedeutet mit Carbon Credits und dann haben wir halt im nächsten Schritt noch gesagt okay wenn man mal so ungefähr guckt wie sich der Preis von Carbon Credits über die nächsten Jahre entwickeln wird und wann ihr Netto Null Ziel ist dann gibt es verschiedene Auflagen was sie für Carbon Credits auch kaufen müssen und dann haben wir sozusagen diese Schätzung dann noch mit einem Carbon Credit Preis, den sie jährlich wahrscheinlich ausgeben müssen in der Zukunft auch noch visualisiert.
OK spannend Und war eure Intuition da richtig? Also wie wird das von den Kunden angenommen?
Ja also es wird von extrem vielen genutzt. Es haben auch echt viele gefragt ob man das irgendwie white labeln kann auf dieses auf ihre Plattform bringen müssen musste ich aber den Leuten mal Das ist keine richtige Fussabdruckmessung das ist wirklich nur Benchmarking weil dann auch manche sich bei uns beschwert haben haben gesagt mein Fußabdruck ist viel niedriger. Dann habe ich gesagt dann heißt es dass ihr einen guten Job bis jetzt gemacht habt, weil basierend auf euren Daten eurer Industrie eurem Umsatz an Anzahl der Mitarbeiter und Location wäre das euer Benchmark und ihr seid 40 prozent niedriger habt ihr gut gemacht so in der Art und andersrum aber auch die sagt unser Fussdruck ist doppelt so groß habe ich gesagt gut dann sieht was nicht so gut gemacht und ja also das kam gut an. Ich sehe auch die ganze Zeit ich sehe mal so Pop ups wurde von der E Mail Adresse genutzt wurde von der E Mail Adresse genutzt. Also ich glaube es nutzen extrem viele, weil du innerhalb von paar Sekunden eine Einschätzung hast aber ist jetzt nicht irgendwie core von unserem Geschäftsmodell sondern eher so ein free Service.
Jetzt ist ja mit AI haben wir jetzt die zweite Technologie am Start die auch sehr Energie ineffizient daherkommt wenn sie falsch eingesetzt oder falsch aufgesetzt ist und die halt einfach einen sehr hohen Ressourcenverbrauch hat. Warum habt ihr euch auch an der Stelle zu diesem Thema entschieden? Was sind da auch die Vorteile die ihr da rauszieht wo ihr sagt der Einsatz ist also der Impact den der Einsatz dieser Technologie mit sich bringt ist ungleich größer als eben die Energie die.
Da abfließt Ja schon brutal. Also als ich die Zahlen da von Microsoft letztens gesehen habe ich glaube 13 Prozent die Emissionen hoch und wahrscheinlich alles wegen Einsatz von AI und Rechenleistung. Das ist schon das schon krass zu sehen und vor allem auch das Microsoft ist ja so ein bisschen ein Vorbild vor allem für viele in USA Unternehmen die ersten die irgendwie sehr competitive Ziel gesetzt haben für 2030 die auch schon viele neue Technologien investieren und so weiter und dann zu sehen okay wir gehen 13 prozent hoch ist schon, also ich glaube schlecht, also von US Markt, wo es halt nicht viele Vorbilder gibt. Deswegen, ja, also darf man auf jeden Fall nicht unterschätzen, wie wir das letztendlich für uns so ein bisschen gerechtfertigt haben. Erstmal ist es eine sehr unaufwendige Rechenleistung, also es ist super wenig Leistung, die da reingeht, auch von der Abfrage selbst. Und wir halt gesehen haben, okay, allein jetzt schon wurden dadurch bestimmt mehr als eine Million Euro dann im Anfolgeschluss in Klimaprojekte investiert, wo der Kunde letztendlich über diese Scorecard den Erstkontakt hatten und das natürlich bei uns schon um einiges mehr ausmacht als der Fußabdruck der Rechenleistung.
Fair enough.
Wir haben jetzt gerade eben schon ein paar Mal über eure Projekte und das Prüfen von diesen Projekten gesprochen. Der sagt ja selber, nur 3 Prozent der Klimaprojekte schaffen es eigentlich zu euch auf die Plattform, weil ihr halt so hohe Standards habt. Kannst du vielleicht mal erklären, also woran liegt das? Wieso fallen so viele Projekte durch eure interne Prüfung?
Ja, sehr guter Punkt. Auch wenn ich sagen muss muss, übernächste Woche kommt unsere neue Seite raus und Stand jetzt ist 5 Prozent, aber es ist nach wie vor sehr schwer. Und woran liegt es? Ganz, ganz viele Punkte. Aber um das mal so ein bisschen runterzubrechen, gucken wir auf, ich sag mal, dreistufigen Prozess bei uns. Und der ist erstmal so, dass jedes Projekt einem anerkannten Standard folgen muss im zweiten Schritt, also Standard und auch Verifizierer im zweiten Schritt, dass es mindestens ein sehr gutes Rating haben muss. Und was heißt es? Es gibt mittlerweile, wie auf dem Finanzmarkt auch in dem Co Zertifikatsmarkt Ratingagenturen, also wie im Finanzmarkt Moody's oder S P gibt es die halt auch hier, wo dann von Triple bis die ein Rating verteilt wird. Aktuell ist glaube ich so 70 Prozent im unteren Drittel und vielleicht 15 Prozent in der oberen Hälfte. Und wir gucken halt nur die obere Hälfte an, also fällt da auch schon mal ein riesiger Teil weg. Und dann im letzten Schritt kommt dann eigentlich erst unser großer Prüfungsprozess, wo wir so Sachen angucken, wie zum Beispiel, hätte das Projekt auch ohne das Geld stattgefunden, weil das gibt es halt auch recht oft, dass eigentlich das Projekt schon subventioniert ist durch Staat oder GIZ oder andere Teile und das Geld, was man da rein investiert gar keinen großen Unterschied gemacht hat, dann wurden mehr Credits ausgegeben, als eigentlich wirklich die Senkenleistung war. Das geht auf den Punkt zurück, den ich vorher erwähnt habe, Wie zieht man die Baseline beim Schutz von Regenwald. Dann ein weiterer Punkt ist, wurde durch das Gebiet, das ich irgendwie geschützt habe, der Schaden einfach nur neben das Gebiet gesetzt. Also anstatt hier wird jetzt einfach nur zehn Kilometer weiter der Wald abgerodet. Dann wie wir haben so einen eigenen Koeffizienten aufgestellt für verschiedene Länder, wie wie hoch das Risiko von Policy und Staat ist, weil zum Beispiel gibt es manche Länder, wie zum Beispiel Kenia, die haben schon extrem gute Gesetzgrundlage geschaffen über die letzten Jahre für Klimaprojekte und wie die letztendlich auch in die nationalen Klimaziele angerechnet werden, wie das sich andere Unternehmen anrechnen können. Da gibt es extreme Grundlage und nicht so hohes Risiko, dass auf einmal der Staat sagt, wir roden jetzt den Wald ab, weil wir müssen das und das machen oder der Staat sagt vom einen zum anderen Tag, ne, und jetzt zählen wir das in unsere Klimabilanz rein und jetzt darf Unternehmen sich vielleicht nicht mehr anrechnen. So Beispiel gab es zum Beispiel in Simbabwe, wo das passiert ist und da ist dann halt ein großes Risiko. Das ist eine weitere Sache, die wir angucken. Dann gucken wir auch, wie bei den Projektentwicklern vielleicht auch ein Interessenkonflikt stattfindet. Also manchmal sind die gar nicht interessiert, weil sie vielleicht ein anderes Interesse haben, ein wirklich hochqualitatives Projekt zu machen, weil sie dann vielleicht weniger Geld verdienen. Und dann gucken wir auch beim Projektentwickler auf Kreditwürdigkeit zurück. Wir gucken auf vergangene Historie von dem Projektentwickler. Wenn der schon irgendwie zehn Projekte gemacht hat, dann ist die Wahrscheinlichkeit natürlich höher als andersrum, dass er ein hochqualitatives Projekt macht. Dann gucken wir uns super viele Satellitendaten an und gucken da auch in die Historie, wer hat sich vielleicht zum Beispiel beim Force das über die Zeit verändert. Also wir haben glaube ich Für Es gibt 172 verschiedene Projektarten, Stand jetzt, was es natürlich extrem schwer macht. Und wir haben, sage ich mal, für so aktuell unterstützen wir 15 verschiedene Projektarten und wir haben für jede Projektart einen eigenen Due Diligence Prozess aufgebaut, um die letztendlich zu bewerten. Und da kommen Halt dann nur 5 Prozent durch.
Wahnsinn. Und das heißt ja, Wenn ihr dann fünf Projekte auf der Plattform habt, habt ihr mindestens dann 100 Projekte getestet oder geplant?
Also fünf Prozent. Fünf Prozent. Wir haben so um 15 bis 20, 15 Projekte haben wir, glaube ich gerade. Also wir haben extrem viel. Wir haben, was wir machen, wir haben auch ein eigenes Tool gebaut, um letztendlich die Projekt Reportings auszulesen und schon mal zu gucken, okay, sind da vielleicht so viele Datenlücken, dass die gar nicht in den nächsten Prüfungsprozess gehen. Da fallen dann schon mal so und so viele Projekte raus, dann so und so viele Projekte, die sich bei uns auch mittlerweile bewerben, wo dann das Rating nicht stimmt und so weiter. Da fällt schon mal sehr viel einfach raus. Und dann würde ich sagen, es kommen so ungefähr 20 Projekte überhaupt erst in den 20 Prozent der Projekte in den letzten Prozessschritt, was dann noch mal auf die fünf Prozent dann runter geht. Deswegen, wir haben schon sehr viele Projekte angeguckt. Ich sag mal so ein großer Teil vom Team ist auch wirklich Klimawissenschaftler, die auch zum Teil oder der größte Teil auch wirklich dann in Südafrika sitzt. Und im letzten Schritt soll jedes Projekt dann persönlich noch mal abgenommen werden.
Auch schön, dass da auch noch mal wieder die persönliche Note reinkommt und das nicht alles komplett technologisch getrieben ist.
Genau, also für mich gibt es auch nichts Geileres, als ein Projekt selber zu besuchen. Man kann dann immer sagen, ja, mache ich, muss ich ja jetzt machen, aber ist auch natürlich super toll, zu den Projekten selber hinzugehen und manche Sachen findest du auch erst vor Ort raus.
Ja, das glaube ich. Und vor allem dient das ja dann am Ende auch wieder der Qualität eures Beratungsprozesses. Also weil ansonsten würdet ihr alles irgendwie auf irgendwelchen Datenpunkten basiert dann weiterverkaufen auf dem Marktplatz und könntet im Grunde gar nicht so sehr die authentische Beratung nach vorne stellen.
Ja, und vor allem muss man sehen, Klimaprojekte, die richtig guten sind. Also ich sag mal so, Natur im Allgemeinen ist immer nur bis zu einem gewissen Grad messbar. Also jetzt zum Beispiel diese Ratings, die gucken ja letztendlich an, wie hoch ist das Risiko, dass das Projekt vielleicht nicht diese Senkenleistung, also ein Credit, eine Tonne Co gesenkt eingehalten hat. Und es gibt kein einziges Projekt, das hat Triple A, also kein Risiko, weil in der Natur gibt es immer Risiko.
Absolut.
Es ist unmöglich, null Risiko zu haben. Und du wirst niemals bis auf die Null messen können oder auf die Null Prozent Risiko abnehmen können durch Messung. Und deswegen einerseits muss man vor Ort sehen und wirklich auch gucken, vielleicht ein paar Einflüsse, die das Projekt hatte, die negativ sind, die du aber eigentlich nicht messen kannst und erst siehst, wenn du vor Ort bist. Und das ist nicht nur umwelttechnisch, aber auch sozial. Und da muss man einfach vor Ort hin.
Absolut. Kommen wir mal von der Einschätzung, die ihr mit den Projekten macht, ein bisschen noch mal wieder zurück zu euch selbst. Wie messt ihr denn den Erfolg und die Auswirkungen eurer regenerativen Praktiken?
Ja, ich habe die Frage schon so oft bekommen und ich sag mal immer, es ist so einfach für uns. Das ist gut, weil natürlich, wenn es uns gut geht, kommt viel Geld bei den Projekten an, sage ich mal so. Also ganz oberflächlich gesagt. Also umso mehr, dadurch, dass unser Geschäftsmodell super transparent ist, also es ist nicht so, dass wir auf einmal sagen, Wir nehmen jetzt 100 Prozent, ist es eigentlich immer relativ klar. Umso mehr Umsatz wir machen, umso mehr kommt bei den Projekten an. Das Einzige, was wir halt gewährleisten müssen, ist, dass jedes Projekt, das bei Senken ist, auch wirklich den Klima Impact hat, das es verspricht. Solange wir das gewährleisten können und wir das für uns messen können, dass wir sagen, zu dem und dem Prozent gerade ist es auch wirklich alles so stattgefunden. Also wie noch mal gesagt, du kannst niemals sagen 100 Prozent. Also es kann immer noch sein, dass zehn Jahre später der Baum abbrennt und da kannst du halt nichts dagegen machen oder kannst viel dagegen machen, aber nicht um 100 Prozent zu gewährleisten, vielleicht 95 Prozent. Aber solange wir das zu einem sehr hohen Grad gewährleisten, leisten können, dass das Geld, das über unsere Plattform läuft, wirklich einen guten Impact generiert hat, dann umso mehr Geld wir machen, umso mehr Impact und umso regenerativer wirtschaften wir.
Und wenn man da eine Ebene tiefer guckt, gibt es irgendwelche anderen Metriken oder Bewertungskriterien, die ihr anlegt, um euren Fortschritt, Effektivität eurer regenerativen Praktiken zu messen? Brecht ihr das noch mal runter für euch?
Ja, also ich sag mal, es ist vielleicht nicht KPI, aber auf was wir zum Beispiel gucken. Also wir machen natürlich unseren eigenen Fußabdruck, den wir messen Wir gucken natürlich auch, wir haben einen internen Carbon Fee für uns aufgestellt, heißt für jeden SCOP 1 und 2 Emissionen haben wir 219 also den Preis, den das deutsche Umweltbundesamt als realen Co Feature Preis sieht, festgelegt und deswegen für uns auch so ein bisschen Incentive, den niedrig zu halten, weil 219 ist schon recht viel für jede Tonne CO. Wenn man mal guckt, irgendwie die Automobilunternehmen und so weiter in Deutschland, die sind wahrscheinlich bei unter 5 und das ist für uns so ein Incentive, den grundsätzlich niedrig zu halten und ansonsten wird das Geld halt investiert. Man muss auch dazu sagen, unser Fußabdruck ist relativ gering dadurch, dass bei uns wird die einzigen Reisen, die im Großen stattfinden, sind die zu den Projekten selbst vielleicht ich mal ab und zu zu einer Konferenz, ansonsten sind die Leute im Büro in Südafrika oder hier, aber es gibt nicht noch mal tiefgehende, ich sag mal Metrics um Regenerativität. Gibt es das Wort?
Ja, ich kann folgen, Ja, ich denke schon.
Gemessen wird. Natürlich haben wir Dieses große Ziel, 10 Milliarden in Klimaprojekte bis 2030 fließen zu lassen und das ist so unsere große Metrik und dann muss man natürlich gucken, die dagegenstellen gegen wie viel Geld hat es für uns gebraucht, also auch von Kosten, die wir haben, um diese 10 Milliarden zu erreichen.
Und in euren Projekt Steckbriefen referenziert ihr ja auch immer auf die Sustainable Development Goals der UN. Spielen die auch in irgendeiner Form eine Rolle in jetzt der Draufschau von euch.
Auf Senken selbst auf uns selbst als Unternehmen? Guter Punkt. Also was wir machen im Allgemeinen, ich bin ja schon ein bisschen drauf eingegangen und habe gesagt, dass es viele verschiedene Projektarten gibt. Manche, die haben wahrscheinlich nur einen SDG und das ist Klimawandel. Gibt es andere Projekte, die sogar alle erfüllen und alles supporten Und wir haben auch an einem gewissen Zeitpunkt gesagt, dass wir eigentlich zum großen Teil nur die supporten wollen, die nicht nur die Klimaleistung haben, sondern auch die Co Benefits und die SDGs. Und was wir da zum Beispiel gesehen haben, wir unterstützen eigentlich so gut wie keine Tech Lösung, also keine, was super viel gemacht wird, das Wasserwerk in China oder der Wechsel auf Solar und so weiter. Ich glaube dafür braucht es andere Investitionsmechanismen. Deswegen sind alle, außer wir haben ein dieses Direct Air Capture Projekt, aber ansonsten also alles naturbasierte Projekte Projekte heißt das Und ich glaube auch da hat einfach noch einen größeren Impact, wenn man halt die Projekte aussucht, die nicht nur die Klimaleistung, sondern auch die Co Benefits hat. Weil man muss ganz ehrlich sagen, da wird dann viel drüber gesprochen, hey, wollen wir einen Biodiversity Credit rausbringen, einen Watercredit und so weiter. Ich glaube halt, wenn es zu viele von diesen Systemen gibt, dann wird es nicht funktionieren, weil es dann zu komplex ist. Aber wenn wir uns irgendwie verständigen darauf, dass zum Beispiel ein Co Zertifikat das Vehikel ist, um Gelder nicht nur in Tonnen Co, sondern auch in andere SDGs und andere Co Benefits wie zum Beispiel Biodiversität zu bringen, dann wäre das schon extrem cool.
Jetzt erzähl bis jetzt alles, was wir über euch erzählt haben bzw. Du auch uns erzählt hast, sehr positiv angehört. Ihr habt jetzt schon über fast 400 Unternehmen geholfen, Co zu kompensieren, investiert mehrere Millionen Beträge über eure Plattform in nachhaltige Projekte. Aber was waren vielleicht auch mal Herausforderungen, die euch jetzt bis dato in diesen zweieinhalb Jahren begegnet sind?
Wo fange ich da an? Meine Verlobte sagt immer, du warst mal jünger als ich, aber mittlerweile bist du älter als ich, weil du über die letzten Jahre so stark gealtert bist, weil es Herausforderungen gab. Ich glaube, dass wir viele davon gemeistert haben. Aber natürlich muss man sagen, es ist eine absolute Achterbahnfahrt. Und so verschiedene Beispiele. Also eines natürlich Grossbeispiel ist, dass wir extrem auch der Politik, nicht nur in Deutschland, aber auch international in verschiedenen Ländern fast ausgeliefert sind. Also gab verschiedene Rechtsprechung, zum Beispiel auch mal in Indonesien, die dann auf einmal ein Projekt, mit dem er zusammengearbeitet hat, extrem behindert hat und auf einmal das nicht mehr so das Projekt weiterführen konnte, wie es wollte, weil auf einmal Indonesien gesagt Ne sorry, ab jetzt geht die Senkenleistung in unsere nationale Klimabilanz. Das heißt dann direkt, dass ein Unternehmen nicht mal investieren kann. So Sachen ist man ausgeliefert. Man ist natürlich auch den deutschen Reporting Standards ausgeliefert, die einen sein kann, aber auch gegen einen sein können. Man ist sehr vielen, auch anderen Playern ausgeliefert, die vielleicht schon sehr lange in dem Markt sind, aber das nicht so gewissenhaft angehen und dann natürlich man über einen Kamm geschert wird und sagt alle Co Zertifikate sind Betrug und Greenwashing und das natürlich auch total bitter ist, weil also einerseits bitter, weil das über den Kamm ziehen ist natürlich ein bisschen blöd. Gleichzeitig macht es uns einfacher zu kommunizieren, warum vielleicht ein Unternehmen mehr ausgeben sollte und dafür in gute Projekte investieren sollte. Was sind andere Sachen? Bürokratie in Deutschland auch immer ein favorite topic bei uns, muss man ganz klar sagen. Wir hatten sehr viel Glück mit der Finanzierung fürs Unternehmen. Das hat gut funktioniert dadurch, dass da sehr viel mehr, ich sag mal auch Kapital von Investoren mittlerweile zur Verfügung steht, die solche Unternehmen unterstützt. Andere Herausforderung ist natürlich auch immer, wie baue ich mein Team auf? Ich habe ja schon gerade diese ganz am Anfang diese Werte Matrix erwähnt. Natürlich hört sich das so einfach an. Ich mache mal meine Plus Minus und Kreisel, aber die meisten Sachen bekommt man ja auch erst nach ein paar Monaten wirklich mit, wenn man eng mit wem zusammengearbeitet hat, wie in einer Beziehung. Manche denkst du auch nach einem Monat, so habe ich mir das eigentlich nicht vorgestellt. Und das gleiche halt auch mit Mitarbeitern. Das ist auch ein Auf und Ab, was auch Spaß macht, muss man ganz klar sagen, weil auch bei einem Team, umso mehr Reibung es gibt und umso mehr du das richtige Team rauskristallisiert, umso glücklicher wirst du am Ende. Aber du musst natürlich die Arbeit reinstecken. Das kann natürlich auch zu dem einen oder anderen grauen Haar führen. Aber bis jetzt habe ich überlebt.
In unserem Vorgespräch hat es ja noch mal gemeint, dass vielleicht nicht direkt eine Herausforderung für euch, aber eine Herausforderung, vor der viele Unternehmen stehen, bevor sie mit euch arbeiten oder wenn sie euch anspre Ist ja dieser Zwiespalt, muss ich jetzt eigentlich erstmal eine eigene Emission reduzieren oder sollte ich jetzt eigentlich eher in Klimaprojekte investieren? Vielleicht mal jetzt ein bisschen ketzerisch gefragt. Also ist das überhaupt eine Wahl oder muss da nicht eigentlich auch beides passieren, um dieses 1,5 Grad Ziel zu erreichen?
Also die Wissenschaft ist sich eigentlich komplett einig. Also wenn man IPCC Report, was ja so die Klimabibel fast ist, anguckt, die sagen ganz klar, wie viel zusätzliche Senkenleistungen wir brauchen vor allem bis 2050 bis zu 40 Gigatonnen, was monströs viel ist. Und allein jährlich brauchen wir bis dahin eine jährliche Kapazität von weiteren 4 Gigatonnen. Ich glaube, wir sind glaube ich nicht mal bei einem Prozent davon oder bei ein paar Prozent davon heißt, es ist nicht so, dass wir dann einfach in 2050 sagen und jetzt an, sondern wir müssen es kontinuierlich bis dorthin aufbauen. Und deswegen ist sich die Wissenschaft extrem einig, dass wir beides zeitgleich machen müssen. Man muss natürlich trotzdem auch ein bisschen verstehen, wie so natürlich der oder der einfachste Weg ist für ein Unternehmen. Und das ist natürlich erstmal eine Strategie aufstellen, erstmal den Fußabdruck messen und dann aber parallel zu den Reduktionsmassnahmen, um auf letztendlich die Netto Null von den internen Emissionen zuzusteuern, aber auch zeitgleich zu gucken, okay, wie trage ich dazu bei, dass wir diese Ziele erreichen, weil sonst gibt es kein Netto Null, es gibt kein 1,5 Grad, es gibt auch kein 2 Grad, es gibt auch Kein 3 Grad ohne Leistungen, ohne Klimaleistungen zu finanzieren. Deswegen ist es eigentlich, ich sage mal so einfach. Also jeder Wissenschaftler stimmt dazu. Ich glaube, das Problem ist hauptsächlich einerseits der Markt, dass er nicht vertrauenswürdig war vorher und man nicht wirklich nachweisen konnte, dass wirklich zusätzlich zusätzlich CO aus der Luft nimmt. Und wenn wir das aber hinbekommen, dann ist es glaube ich auch viel einfacher für Unternehmen an dem Markt teilzunehmen.
Ja, wunderbar. Adrian, vielen Dank für deine Zeit bis hierher. Wir haben noch eine letzte Frage für dich, die wir klassischerweise jedem Gast, jeder Gästin hier stellen. Mit wem sollten David und ich denn hier als nächstes sprechen bei Regenerativ und Digital? Denkt da gerne an Leute aus Digital, Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, whatever you like, also.
Die coolsten Leute, die sind alle bei uns im Unternehmen. Aber sonst eine Person, mit der ich auch immer mega gute Austausche habe, ist der Axel Berger von Haniel, der auch dieses Thema rundum enkelfähig mit aufbaut und der hat auch immer ein paar sehr gute Thesen, die sind manchmal auch ein bisschen herausfordernd, aber ich glaube, es würde auf jeden Fall sehr viel Spaß machen, sich mit ihm auszubilden, auszutauschen.
OK, super, vielen Dank für den Tipp. Dann gehen wir mal auf den Kollegen zu. Wunderbar, erneut vielen Dank für deine Zeit, für die ganzen Einblicke und den guten Überblick über euer sehr komplexes Thema. Ich bin sehr gespannt, wo die Reise bei euch hingeht und wird jetzt nicht ausschließen, dass wir uns beizeiten noch mal wieder treffen. Und einfach noch mal einchecken und gucken, was sich bis dahin getan hat. Hoffentlich dann mit genauso wenig grauen Haaren wie jetzt gerade und einfach mit einer guten Retrospektive auf all das, was ihr dann geschafft habt.
Vielen Dank für die Einladung und danke für das, was ihr tut.
So, Sebastian, da ist das Gespräch mit dem Adrian von Senken schon vorbei. Was hast du denn mitgenommen?
Ich nehme mit, dass Senken sehr differenziert auf den Einsatz von Technologien schaut. Also wir haben ja sehr ausführlich über das Thema der Blockchain Technologie gesprochen und dann auch später noch über den Einsatz von KI in Bezug auf diese vorgelagerten Beratungs Scorecard, in Bezug auf die Co Emissionen von Unternehmen. Und in beiden Fällen konnte Adrian sehr glaubhaft vermitteln, dass sie darüber sehr intensiv nachgedacht haben, zu schauen, warum sie diese Technologien einsetzen und dass eben dieser Einsatz der Technologien weniger kritisch ist, weil einfach ein größerer Impact hinten rauskommt und der Einsatz sich dadurch dann eben um ein Vielfaches lohnt. Und ich glaube, das ist insofern ein sehr schönes Best Practice, weil genau diese Diskussion ja auch immer wieder geführt wird, nicht nur hier bei uns im Podcast, sondern auch generell. Und ich glaube, wenn man das so verinnerlicht, dass man sich diese Frage per se immer zuerst stellt, bevor man sich für eine gewisse Technologie entscheidet, dann ist man durchaus auf der sicheren Seite, was zumindest den Aspekt von regenerativ und digital betrifft. Wie sieht es denn bei dir aus? Was ist bei dir hängen geblieben?
Ja, also wollte ich jetzt mehr oder weniger auch so sagen, mehr auch können wir jetzt aufhören?
Ja, genau, Danach kann nichts kommen.
Mir hat auch dieser starke digitale Backbone, sage ich mal, sehr gut bei Senken gefallen und auch wie und warum der zum Einsatz kommt, wie du gesagt hast, das ist auch mal irgendwie sehr sinnvoll ausgewählt, oder sie haben immer ein konkretes Problem gehabt und sind dann dieses Problem dann halt auch mit der Technologie angegangen und haben deshalb auch einen guten Impact am Ende des Tages. Und das hat mir sehr, sehr gut gefallen. Aber auch vor allen Dingen, dass sie neben natürlich dieser starken digitalen Affinität auch zu digitalen Technologien, aber auch eine sehr starken wissenschaftliche Komponente natürlich mit an Bord haben. Und das fand ich auch noch mal sehr interessant, das hat er nur so beiläufig gemeint. Der Großteil des Teams besteht eigentlich aus Wissenschaftler innen. Das fand ich auch noch mal sehr, sehr wichtig und sehr schön, dass vor allen Dingen auch natürlich die Projekte natürlich vor Ort bewertet werden, dass die Leute wirklich vor Ort sind, sich das anschauen, aber natürlich auch noch mal anhand von gewissen Kriterien, die sie für sich aufgestellt haben.
Ja, kann ich sehr gut nachempfinden, finde ich auch sehr gute Qualität, also ein sehr gutes Qualitätsversprechen, was da mitschwingt auf jeden Fall. Ja, wunderbar. Dann den Adrian sehen wir nochmal genau bis in zwei Wochen und überhaupt bis dahin.
Vielen Dank, dass ihr bei Regenerativ und Digital dabei wart. Wir hoffen, die heutige Episode hat euch gut gefallen und neue Perspektiven auf das Zusammenspiel von regenerativen Wirtschaften und Digitalisierung eröffnet. Abonniert uns, um keine Folge zu verpassen und gebt gerne eine positive Bewertung bei dem Podcast Anbieter eurer Wahl ab. Bis zum nächsten Mal, wenn wir weiter die Pfade erkunden, die Wirtschaft und Umwelt in Einklang bringen.