Episode 1: Das Leben auf dem Bauernhof

Emma and Alexander, members of the John-Deere-Junior-Club, interview Alexander's father about modern German farming. They learn about farm animals like the rooster Caesar and pig Gustav, crops from potatoes to spelt, and how machines like the S7 900 combine with Smart-Farming technology handle harvesting and seasonal rotation.
Chapters
Hallo und willkommen zum John Deere Entdecker-Podcast für alle Kids, die mehr über das aufregende Landleben wissen wollen.
Heute hört ihr Episode 1: Das Leben auf dem Bauernhof. Test, Test, 1, 2, Kartoffelauflauf mit Blumenkohl.
Hä, hast du etwa schon wieder Hunger? Wir hatten doch gerade erst Mittagessen bei meinen Eltern und da gab es doch Kartoffelauflauf.
Ich weiß, und der war auch super lecker. Das eben war ja nur ein Tontest für unsere allererste Podcast-Aufnahme. Das Da muss gleich alles klappen. Schließlich bin ich doch der Technikexperte, sagt jedenfalls mein Papa.
Ja, ja, ich weiß ja, dass du alles liebst, was mit Technik und Elektronik und so zu tun hat. Na gut, wollen wir anfangen? Dann können wir danach noch ein bisschen rausgehen, bevor es dunkel wird.
Okay, ich fange an. Ja, willkommen zur ersten Folge unseres John-Deere-Entdecker-Podcasts über Landwirtschaft und das aufregende Landleben. Dieser Podcast ist für alle Kinder, die ein bisschen mehr darüber erfahren wollen, woher eigentlich unser Essen kommt und was moderne Technik heute alles auf den Feldern erledigen kann. Wir sind Emma und Alexander, die Entdecker-Kids aus dem John-Deere-Junior-Club. Wir wissen schon fast alles über Landwirtschaft und was wir noch nicht wissen, erfahren wir für euch mit Hilfe von richtigen Experten. Und das in jeder neuen Folge.
Ähm—
Alex? Und? War ich gut? Ich hab mich nicht einmal versprochen.
Nicht böse sein, aber du klingst wie so ein Nachrichtensprecher aus dem Fernsehen. Das glaubt uns doch keiner, dass wir nur zwei Kinder sind, die auf dem Heuboden deiner Eltern sitzen und hier einen Podcast aufnehmen.
Das ist nicht nur einfach ein Heuboden, das ist unsere— unsere streng geheime Podcast-Kommandozentrale. Genau. Und mein Papa hat mir gestern noch bei dem Text geholfen. Er fand ihn gut. Hmm, naja, vielleicht hast du recht. Das klingt schon ziemlich erwachsen. Aber der Inhalt stimmt.
Auf jeden Fall. Ich sag's mal ein bisschen einfacher. Hallo Leute, wir sind Alexander und Emma und die besten Nachbarn und Freunde, die es gibt. Wir wohnen beide auf großen Bauernhöfen, die nebeneinander liegen. Klar, dass wir auch schon richtig viel über Landwirtschaft wissen. Aber das reicht uns nicht. Und deshalb gibt es jetzt diesen neuen Wissens-Podcast. Den John-Deere-Entdecker-Podcast. Den nehmen wir hier auf dem streng geheimen Heu— in unserer Kommandozentrale, also unserem kleinen Podcast-Studio auf.
Du musst noch erzählen, wer John Deere ist.
Ja, ja, das kommt später noch. Also, der Junge, den ihr hier hört, das ist Alexander. Er ist 9 Jahre alt und absoluter Profi, was Technik angeht. Vor allem kennt er sich mit den Landmaschinen von John Deere aus, denn sein Vater hat ganz viele davon auf seinem Hof stehen. Außerdem—
Genau, zum Beispiel haben wir jetzt auch den neuesten Mähdrescher der John-Deere-Flotte, den S7900. Da durfte ich auch schon ein paar Mal mitfahren. Der hat sogar einen Massagesitz und einen Mini-Kühlschrank in der Kabine. Und weißt du, wie schwer der ist? Stell mal 35 Kühe zusammen auf eine Waage, das kommt ungefähr hin.
Ahem, Alex?
Entschuldigung, das kommt später, oder?
Genau. Ich glaube ja, Alex würde am liebsten in der Garage wohnen, direkt neben seinen geliebten Maschinen. Jedenfalls ist er ein Technikgenie, während ich richtig viel über Tiere und Natur weiß. Ich heiße Emma und ich bin 12 Jahre alt. Ich liebe Bücher und lese alles, was mich interessiert. Und ich bin schon super organisiert für mein Alter. Ich behalte immer den Überblick und plane alles sehr genau.
Manchmal zu genau.
Was hast du gemurmelt?
nichts. Also, wir beide sind Mitglieder im John-Deere-Junior-Club. Den gibt es übrigens schon seit über 20 Jahren. So alt sind Emma und ich zusammengerechnet. Und ich bin richtig gut im Rechnen. Der Club ist für alle Kinder, die was über Landwirtschaft und coole Maschinen lernen wollen. Unsere erste Podcastfolge heute hat das auch als Thema, nämlich das Leben auf dem Bauernhof. Denn damit kennen wir uns, wie gesagt, ziemlich gut aus.
Richtig, in der ersten Folge geht es darum: Welche Tiere wohnen heutzutage auf einem modernen Bauernhof? Welche Nutzpflanzen werden so angebaut? Und braucht eigentlich nicht jeder Hof ein paar Alpakas zum Kuscheln und Instandhalten der Landschaft? Immerhin sind sie hervorragende Rasenmäher.
Das ist ein sehr wichtiger Punkt. Das sag ich meiner Mama auch immer, aber sie antwortet nur: Wir haben schon genug Tiere.
Kenne ich. Sagen meine Eltern auch immer. Jedenfalls erzählen wir euch jetzt, wie es heutzutage so auf einem modernen Bauernhof aussieht und was da so alles los ist. Jeder war ja schon mal auf einem Bauernhof zu Besuch oder hat ein Bild im Kopf, wie so ein Hof aussieht, oder? Aber ihr werdet staunen, denn nicht jeder Bauernhof sieht heutzutage gleich aus oder arbeitet gleich.
Deshalb nehmen wir euch jetzt mit auf eine Reise zu den wahren Helden der Lebensmittelproduktion.
Alex!
Schon gut, das sagt Papa jedenfalls immer. Also, wir sind gespannt, wie euch unser Ausflug und unser Experteninterview gefällt, denn wir haben das alles vorher aufgenommen. Kleiner Tipp: Hört gut zu, denn am Ende gibt es noch 3 Rätselfragen.
Wollte dein Vater nicht genau jetzt zum Interview hier am Schweinestall sein? Ich hoffe, er hat unseren Termin nicht vergessen. Die Aufnahme auf meinem Handy läuft schon seit ein paar Sekunden.
Keine Sorge, Papa ist bestimmt pünktlich. Schließlich ist er ein studierter Landwirt und ein Experte, wenn es um Nutztiere, Ackerbau und große Maschinen geht. Vor allem die von John Deere. Und für so viel Expertensein muss man auch immer pünktlich bei seinen Terminen eintreffen, sagt Mama auch.
Wenn du das sagst. Übrigens, wir werden beobachtet. Was?
Von wem?
Von dem großen Hahn dort, siehst du? Da drüben an der Scheunenwand. Jetzt kommt er auf uns zugerannt.
Das ist doch nur Caesar, unser neuer Wachhund, Wachhahn. Der wohnt seit Kurzem mit im Hühnerstall und kommt immer angerannt, wenn er mich sieht. Er mag mich total. Hallo Caesar, braver Hahn, hier hast du ein Körnerleckerli.
Ich vermute mal, er ist nur deshalb immer in deiner Nähe, weil er weiß, dass du Leckerlis für ihn dabei hast, oder?
Gar nicht. Das macht er, wenn er mich sehr mag.
Okay, ich glaub dir. Oh, da kommt ja dein Vater. Ich bin echt gespannt, was er uns gleich alles erzählen wird.
Na ihr beiden, hat sie es euch schon wieder überfallen? Also, was wolltet ihr denn so Wichtiges mit mir besprechen, dass ich sogar meine Mittagspause unterbrochen habe?
Oh, das war nicht unsere Absicht, Papa. Sonst machen wir das ein anderes—
Ein anderes Mal haben wir leider keine Zeit. Deshalb brauchen wir das Interview jetzt. Wir veröffentlichen doch die erste Folge unseres John-Deere-Entdecker-Podcasts zum Thema Landwirtschaft. Und für unser erstes Thema Bauernhof haben wir einige Fragen an den Experten. Also an Sie.
Ein Wissens-Podcast mit Expertenfragen. Das ist eine tolle Idee. Na dann legt mal los. Was wollt ihr wissen?
Also, zuerst einmal: Ist jeder Bauernhof in Deutschland eigentlich gleich aufgebaut? Weil wir haben nebenan mehr Tiere als ihr hier bei euch. Dafür habt ihr viel mehr Felder und Wiesen. Ist das nur hier so?
Das hast du gut beobachtet. Es gibt ganz unterschiedliche Arten von landwirtschaftlichen Betrieben. So nennt man Bauernhöfe in der Fachsprache. In ganz Deutschland gibt es über eine Viertelmillion davon. Und jeder Betrieb ist auf etwas anderes spezialisiert. Es gibt Viehbetriebe, die halten vor allem Nutztiere wie Kühe, Schweine oder Schafe. Außerdem gibt es die Ackerbaubetriebe, die bauen Nutzpflanzen wie Getreide, Raps, Rüben oder Gemüse an. Und dann gibt es Mischbetriebe, die beides haben. So wie unser Hof. Bei uns leben Milchkühe und Schweine und wir bauen zusätzlich auch Gemüse und Getreide an. Wart ihr denn schon drin im Schweinestall und habt Gustav getroffen?
Euer Hängebauchschwein? Noch nicht, aber habt ihr nicht zwei davon?
Wir haben nur einen Gustav, aber zwei Hängebauchschweine, das stimmt. Wollen wir mal reingehen?
Klar, ich mag Schweine, die sind so niedlich, wie sie grunzen. Vor allem die kleinen Ferkel.
Passt auf! Wie ihr seht, wird hier gerade sauber gemacht. Alle unsere Schweine sind draußen auf der großen Sandfläche. Denn das ist wichtig für ihre Gesundheit. Sie müssen buddeln und ein Schlammbad nehmen, um Insektenstiche abzuhalten. Allerdings hält nicht jeder Betrieb seine Tiere auch mit Außenhaltung wie wir.
Leider. Ja, leider. Da haben unsere Tiere viel Glück. Übrigens, ich finde ja, Kinder sollten auch ab und zu so ein Schlammbad nehmen gegen Mücken. Wenn's so gut hilft.
Also, darüber reden wir ein anderes Mal. Guckt mal, da draußen ist Gustav. Seht ihr ihn? Schweine sind sehr kluge Tiere und haben ein richtig gutes Gedächtnis. Es gab mal eine Studie, da fand man heraus, dass sie auch gern spielen und sich sogar Symbole merken.
Und sie können sich im Spiegel erkennen, und sie hören auf ihren Namen, wenn man sie ruft.
Ehrlich? Das war ein Witz, oder?
Nein, wirklich. Pass mal auf. Gustav, komm her! Gustav, Leckerli für dich! Wahnsinn!
Brav, Gustav!
Er kommt wirklich angerannt.
Siehst du?
Und kaum hast du Leckerli gesagt, ist euer Wachhahn auch wieder dabei. War ja klar.
Hühner und Hähne sind halt auch sehr clevere Tiere. Vor allem unser Cäsar. Da fällt mir die zweite Frage an Papa— ich meine natürlich unseren Landwirtschaftsexperten ein.
Also, ich bin bereit.
Warum hat eigentlich nicht jeder Bauernhof die gleichen Tiere oder baut das gleiche Gemüse oder Getreide an? Man stellt sich das ja immer so vor.
Du meinst, warum es nicht überall Kühe oder Weizenfelder gibt? Das hat einen einfachen Grund. Viele Höfe haben sich nur auf bestimmte Tierarten oder den Anbau von Nutzpflanzen spezialisiert, da es sich nicht mehr für alle lohnt, alles anzubieten. Manche Höfe haben auch gar keine Tiere mehr. Sondern bauen zum Beispiel nur noch Gemüse an. Und die meisten Höfe haben auch nicht mehr die Zeit und das Personal, sich um so viele Bereiche gleichzeitig zu kümmern. Tiere auf Bauernhöfen sind vorrangig Nutztiere, das heißt, sie werden in erster Linie für ihr Fleisch, ihre Wolle, ihre Milch oder ihre Eier gehalten.
Also wir haben Schweine hier und Kühe, Schafe, ein paar Hühner plus Hahn und eine Herde frecher Ziegen.
Und bei uns gibt gibt es noch Pferde. Mein Lieblingspferd ist Lady, unsere Haflingerstute. Und dann haben wir noch einen Hund und eine Menge Kaninchen und ein paar Hofkatzen, denn auf jedem Bauernhof gibt es viele Mäuse im Stall. Aber was wir nicht haben, und ihr auch nicht, sind Alpakas.
Wieso das denn?
Dazu gab es mal einen Artikel in den John Deere Hühnerclub News auf der Website. Alpakas sind richtig tolle Aufpasser. Sie können nämlich zum Beispiel freilaufende Hühner vor Greifvögeln bewachen. Und ihre Wolle ist sehr beliebt, da sie für Allergiker super gut geeignet ist. Außerdem sind Produkte aus Alpakawolle bekannt für ihren guten Wärmeausgleich bei Hitze und Kälte. Toll, oder? Warum haben wir noch keine Alpakas, Papa?
Na ja, Alpakas sind keine typischen Bauernhoftiere. Die gibt es nur auf speziellen Höfen, wie Alpakahöfen oder zum Beispiel auf den sogenannten Lernorten Bauernhof. Lernort Bauernhof ist eine Initiative von 450 Bauernhöfen in ganz Deutschland, wo Kinder zum Mitmachen eingeladen werden. Sie lernen dort Tiere und Pflanzen besser kennen und erfahren viel darüber, wie wichtig die Landwirtschaft ist.
Also lernen sie dort das, was wir schon wissen, weil wir hier aufgewachsen sind. Super Idee! Trotzdem schade, dass wir keine Alpakas haben. Die sind so knuffig. Okay, dann wissen wir jetzt schon mehr darüber, warum nicht überall die gleichen Tiere leben. Beim Gemüseanbau ist das auch so, oder?
Ähnlich, Emma. Kommt mit, ich zeige euch jetzt mal den Bereich des Ackerbaus. Dazu müssen wir hinter die große Scheune, wo unsere Felder beginnen.
Dann kann ich Emma endlich alle unsere John-Deere-Maschinen auf einmal zeigen. Kommt mit! Caesar!
So, da wären wir. Das sind unsere Felder, auf denen wir Ackerbau betreiben. Das bedeutet, wir bauen Gemüse und Getreide an für die Lebensmittelproduktion. Daraus werden dann die Lebensmittel hergestellt, die ihr so im Supermarkt oder in Gemüseläden kaufen könnt. Könnt. Denn das macht sich ja nicht von alleine. Dafür arbeiten überall viele Landwirte.
Was baut ihr denn so dieses Jahr bei euch an? Auch Hafer, so wie bei uns nebenan?
Wir bauen immer Kartoffeln an und Weizen. Das verkauft sich am besten, sagt Mama.
Und da hat sie recht. Auf dem kleineren Feld da hinten, da pflanzen wir im Wechsel Roggen und Körnermais an, je nachdem, was der Markt gerade mehr braucht. Vom Mais nehmen wir gern auch mal was für unsere Tiere zum Füttern. Besonders die Schweine lieben ihn. Aber der Großteil wird geerntet und verkauft.
Gutes Stichwort. Das ist gleich die nächste Fachfrage. Wie genau erntet ihr eure Äcker ab? Auch mit dem Mähdrescher wie bei uns? Ist das überall gleich?
Das kommt darauf an, welcher Betrieb welche Maschinen zur Verfügung hat. Es gibt verschiedene Arten für die Ernte. Aber der Mähdrescher ist auf jeden Fall die bekannteste. Der Name sagt ja schon, was er tut, nämlich erst die jeweilige Pflanze mähen und dann werden die Samenkörner ausgedroschen und in der Maschine auch gereinigt. Übrig bleiben dann die getrockneten Halme und Blätter der Nutzpflanzen, die man Stroh nennt, und die werden dann nach dem Ausdreschen entweder auf dem Feld abgelegt oder zerkleinert und verteilt.
Da hinten auf dem Feld steht unser Super-Mähdrescher S7. 900, der mit dem riesigen Schneidwerk vorne dran. Der nutzt die John Deere Smart Farming Technologie. Die stellt sich automatisch so ein, dass das Getreide vollständig geerntet und gereinigt wird. Und in der Kabine ist auch ein Infotainment Display über dem Sitz. Darüber kannst du zum Beispiel Musik und auch Podcasts hören. Toll, oder?
Ich verstehe zwar nur die Hälfte, aber klingt spannend. Ich weiß auch noch was. Und das Stroh, das nicht auf dem Feld liegen bleiben soll, das wird dann mit einer speziellen Presse zu Ballen gepresst und fest zusammengebunden. Solche Ballen sieht man oft auf Feldern rumliegen und daraus macht man dann zum Beispiel Einstreu für Tierställe.
Genau, auch wenn es nicht so gut duftet wie frisches Heu, aber das ist ja auch zum Verfüttern da und nicht zur Einstreu.
Und es macht Spaß, auf dem Heuboden zu übernachten. Wenn es frisch geerntet wurde. Gerade jetzt ist euer Lager ja richtig voll.
Psst, Emma!
Ihr wart auf unserem Heuboden? Ist es da nicht viel zu staubig?
Ein bisschen, aber dort ist doch unsere Kommando.
Da haben wir nur mal so reingeschaut. Ich wollte Ihnen einfach mal zeigen. Stimmt's, Emma? Nicht, dass wir da oben irgendwas verstecken würden oder so.
So, so. Jedenfalls gibt es viele verschiedene Getreidesorten, die man auf Feldern anbauen kann. Mein Freund Egon aus Bayern zum Beispiel hat ganz andere Sorten auf seinem Hof als wir. Er hat Gerste und Dinkel, Hirse und baut auch Raps an. Die Körner sehen alle verschieden aus.
Oh, Caesar hat wohl das Zauberwort gehört. Hier sind ein paar Körner, lass es dir schmecken.
Nicht, dass er uns schon wieder attackiert, ne?
Aua, Caesar! Nicht durch die Hosentasche picken!
Ruhig, Caesar, ruhig!
Er mag dich eindeutig.
Er will auch mitmachen bei unserem Podcast hier.
Ich glaube, unsere Podcast-Hörer interessiert bestimmt auch, ob man als Landwirt lieber Getreide oder Gemüse anbauen sollte. Also, was ist besser?
Na ja, besser kann man so nicht sagen. Jeder Betrieb hat seine eigenen Vorlieben und Nachfragen. Viele bauen Gemüse an wie Kartoffeln, so wie wir, andere Karotten, Kopfsalat und wieder andere Kohlsorten. Einige Höfe haben sogar ganze Plantagen voller Obstbäume. Und es gibt auch Höfe, die haben sich auf ganz spezielle Leckerbissen der Lebensmittelindustrie spezialisiert, nämlich auf schwarze Trüffel.
What? Cäsar, lass das! Was hast du gerade gesagt? Schwarze Büffel? Wie cool! Können wir die auch haben?
Schwarze Trüffel. Die sind eine wichtige Einnahmequelle für einen Hof. Und Geld ist extrem wichtig für Landwirte. Heutzutage müssen sich die kleinen Landwirtschaftsbetriebe teilweise zusammentun zu großen Betrieben, damit sie weiter bestehen und arbeiten können. Auch die ökologische Landwirtschaft wächst immer weiter.
Über dieses Thema machen wir bestimmt bald auch eine Podcast-Folge. Das klingt aber so, als wäre es heute gar nicht so einfach, ein Landwirt zu sein. Was muss man denn so alles beachten für den Beruf?
Ho! Das ist einiges. Die Arbeit ist heutzutage mit dem Job eines Managers zu vergleichen. Da reicht es nicht einfach, morgens nur die Kühe zu füttern. Man muss viel planen, organisieren und rechnen. Deutschland ist zwar kein klassisches Agrarland mehr wie früher mal, aber die Landwirtschaft bleibt weiterhin ein wichtiger Bestandteil der Wirtschaft und Gesellschaft. Insbesondere für die Nahrungsmittelproduktion und den ländlichen Raum. Vor über 100 Jahren zum Beispiel hat ein Landwirt gerade mal 4 Menschen mit Lebensmitteln versorgt. In den 1950er-Jahren waren es bereits 19 Menschen. Und heute sind es sogar 144 im Durchschnitt. Das bedeutet aber auch, dass Landwirte ihren Betrieb immer auf dem neuesten Stand halten müssen und möglichst die modernsten Maschinen haben sollten. Die helfen ihnen, ihre Arbeit in kürzerer Zeit zu bewältigen und richtig gute Ernten zu bekommen. Wenn das Wetter mitmacht natürlich. Aber der Beruf ist toll. Es ist immer was los und man hat viel Abwechslung.
Das stimmt. Das sehe ich ja jeden Tag. Papa, du hast gerade was von modernen Maschinen erzählt. Die zeigst du mir jetzt, oder?
Klar. So, dann folgt mir mal unauffällig in den Maschinenpark.
Juhu! Los, Cäsar, komm mit! Cesar! Hey! Warum rennst du denn weg? Wahrscheinlich rufen ihn seine Hühnerdamen zum Essen.
So, hereinspaziert, ihr beiden!
Wow, das sieht hier ja aus wie in einem Maschinenmuseum! So viele auf einem Haufen und eine größer als die andere.
Von wegen Museum! Die Maschinen sind alle neu und alle von John Deere. Da drüben ist unsere Ballenpresse und dort der Mähdrescher.
Und wisst ihr denn eigentlich, wer John Deere war?
Klar! Das hab ich mal im Clubmagazin gelesen. John Deere wurde vor über 200 Jahren in Amerika geboren. Er hat zuerst Schmied als Beruf gelernt und sich später dann mit seiner eigenen Firma selbstständig gemacht. Als Schmied war er richtig, richtig gut und ist viel rumgekommen. Und mit Anfang 30 hatte er die Idee für seinen ersten Pflug aus Stahl, mit dem man übers Feld geht. Den hat er selbst entworfen und gebaut. Und daraus entstanden dann immer mehr Ideen für moderne Maschinen für alle Bauern, auch nach seinem Tod. Da wurde z.B. der erste Traktor auf den Markt gebracht.
Nicht schlecht, ich bin beeindruckt, was du alles weißt, Emma.
Sie hat das Magazin bestimmt verschluckt, aber ich weiß auch ganz viel über die Maschinen.
Weißt du denn auch, was der Unterschied zwischen einem Trecker und einem Traktor ist?
also Beide ziehen schwere Maschinen hinter sich her.
Ich verrate es dir und allen Kindern, die gerade zuhören: Der Unterschied ist— gar keiner! Es ist nämlich dieselbe Maschine. Der Name Traktor kommt aus dem Lateinischen und bedeutet ziehen. In Nord- und Mitteldeutschland sagt man auch Trecker dazu. Das Wort ist abgeleitet von dem plattdeutschen Wort trecken, was auch ziehen bedeutet. Und in Süddeutschland sagt man auch Bulldog und Schlepper dazu.
Das wusste ich nicht. Dabei weiß ich doch eigentlich alles über Traktoren, besonders über die beliebte 6R-Reihe. Wir haben den großen 6R 250, das ist das riesige grüne Monster hier vorne. Der wiegt so viel wie ein männlicher und ein weiblicher afrikanischer Elefant zusammen, nämlich über 9 Tonnen.
Mach dir nichts draus, Alex, du weißt trotzdem mehr als jeder andere Junge, den ich kenne. So, ihr beiden seid mir nicht böse, aber ich muss jetzt wieder zurück an die Arbeit. Wie ihr jetzt nun wisst, ist das nicht wenig. Wir sehen uns nachher zum Abendessen, ja? Bis später!
Danke, Papa! Tschüss! Und weg ist er.
Nicht nur er. Wo ist eigentlich euer Wachhahn hin? War er nicht eben noch hinter uns?
Er wollte nicht mit in den Maschinenpark. Wahrscheinlich hat er Hunger auf mehr Körner und ich hatte jetzt keine mehr.
Ach ja, Essen! Ich habe auch richtig Hunger bekommen und mir brummt etwas der Kopf. Wir haben heute so viel dazugelernt, das muss ich erstmal sacken lassen. Lass uns in unsere Küche gehen und den Kühlschrank plündern.
Gute Idee! Aber nicht zu viel, sonst habe ich nachher keinen Appetit mehr. Wer zuerst in der Küche ist?
Hey, ich muss doch erst noch die Aufnahme stoppen, damit wir alles für unseren Podcast— na warte, ich krieg dich!
Das war die erste Folge des John-Deere-Entdecker-Podcasts. Wir hoffen, es hat euch genauso viel Spaß gemacht wie uns. Emma und ich sitzen ja noch hier in unserer geheimen Kommandozentrale, die Emma ja fast meinem Papa verraten hätte.
Tschuldigung, ich wusste ja nicht, dass unser Podcast-Studio so geheim bleiben soll.
Naja, erstmal schon. Es ist ja unser erster Versuch mit dem Podcast, da soll uns keiner stören. Aber der ist doch ganz gut gelaufen, oder? Papa fand es jedenfalls toll, dass wir so viele Fragen zur Landwirtschaft gestellt haben und schon so viel wissen.
Find ich auch. Für die nächste Folge haben wir uns auch schon ein super Thema ausgedacht, das extrem wichtig ist für die Entstehung von unserem Essen. Ich gebe mal einen Tipp: Wir laufen normalerweise direkt darauf—
Psst! Mehr wird aber noch nicht verraten, sonst ist ja die ganze Spannung weg. Falls ihr euch übrigens fragt, wo unser Wachhahn abgeblieben ist: Er war wirklich wieder zurück auf dem Hof. Es gab nämlich Kartoffelschalen aus unserer Küche und die liebt er.
Wir freuen uns auf euch in der nächsten Folge. Alle Infos zum John Deere Junior Club und mehr findet ihr in den Shownotes. Schaut doch mal rein.
Und zum Abschluss gibt es wie versprochen 3 kleine Rätselfragen. Hoffentlich habt ihr gut aufgepasst. Wisst ihr noch den Namen von unserem Wachhahn? Und von unserem Hängebauchschwein? Und wie heißt Emmas Lieblingsstute nochmal? Alles klar? Dann bis zum nächsten Mal! Tschüss!
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