Folge 18: Ferien auf dem Bauernhof – warum bieten das so viele Landwirte an?

In dieser 2026 veröffentlichten Episode des John‑Deere‑Entdecker‑Podcasts besuchen die jugendlichen Moderatoren Emma und Alexander einen neu eröffneten Ferienbauernhof, den Herr Brodewein gemeinsam mit seiner Frau betreibt. Die Folge beginnt mit einer lockeren, kindgerechten Begrüßung und einer kurzen Szene, in der die beiden Hosts ihr Aufnahmegerät vorbereiten. Anschließend führen sie ein spontanes Interview mit Herrn Brodewein, während sie ihm beim Vorbereiten der ersten Ferienwohnung helfen. Der Gesprächsverlauf deckt mehrere zentrale Themen ab: 1. Motivation für Agritourismus – zusätzliche Einkünfte, das Gastgeber‑Gefühl und die wachsende Nachfrage nach authentischen Landerlebnissen. 2. Umwandlung des Hofes – Umbau der alten Scheune zu vier Ferienwohnungen mit Kochnischen, Einrichtung von Gemeinschaftsräumen, Streichelzoo und Freizeitangeboten. 3. Marktüberblick in Deutschland – über 10 000 Anbieter, 140 000 Gästebetten und rund 16 Millionen Übernachtungen pro Jahr; Erfolg hängt von touristisch attraktiver Lage und Freizeitumfeld ab. 4. Angebotene Aktivitäten – Streichelzoo, Ponyreiten, Traktor‑fahrten, Fußballplätze, Lagerfeuer, Camping, sowie Spezial‑Ferienhöfe für Angler, Wein‑ und Reiterliebhaber. 5. Zielgruppen & Saisonabhängigkeit – Familien mit Kindern in der Ferienzeit, Paare, Senioren und kleinere Familien in der Nebensaison. 6. Regionale und nachhaltige Effekte – lokale Wirtschaft profitiert durch Kauf regionaler Produkte, nachhaltiger Tourismus mit geringem Umwelteinfluss. 7. Herausforderungen – hohe Investitionskosten, Balance zwischen landwirtschaftlicher Arbeit und Gastgewerbe, Sicherstellung von Komfort ohne Authentizitätsverlust. 8. Interaktive Momente – Hosts helfen beim Betten beziehen, Heu verteilen, fegen und erleben die bevorstehende Geburt eines Zickleins, was die Kinder begeistert. 9. Quiz‑Abschluss – drei Rätsel für die Hörer (Farbe einer Katze, Hauptzielgruppe, Name des Zickleins). Die Episode kombiniert lehrreiche Informationen über Agritourismus mit spielerischen Elementen, um Kindern das Landleben näher zu bringen, und liefert konkrete Zahlen, Praxisbeispiele und Einblicke in die betrieblichen Abläufe eines modernen Ferienbauernhofs.
Chapters
Hallo und willkommen zum John Deere Entdecker Podcast. Für alle Kids, die mehr über das aufregende Landleben wissen wollen.
Heute hört ihr Episode 18: Ferien auf dem Bauernhof. Warum bieten das so viele Landwirte an?
Es geht los! Unsere neue Podcast-Folge wird euch— Hey Alex, komm da aus dem Holzschrank raus! Was suchst du denn da? Moment, wir wollten doch jetzt aufnehmen.
Bin gleich da, ich such noch die neuen Batterien. Hab sie! Wusste ich doch, dass hier welche sind.
Wieso hast du Batterien im großen Holzschrank auf dem Heuboden und nicht in Ach, ich frag lieber nicht. Lass uns anfangen.
Da bin ich, kann losgehen. Ich brauche die doch für unser Aufnahmegerät. Die anderen Batterien muss ich erst wieder aufladen. Wir haben so viel aufgenommen auf dem—
Psst, noch nichts verraten! Das kommt doch jetzt erst. So, bist du bereit?
Bin ich, aber wieso drängelst du so, Emma? Chill mal!
Boah, wie redest du denn? Chill mal? Wir haben später noch was vor, also sollten wir jetzt wirklich anfangen. Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge unseres John-Deere-Entdecker-Podcasts, dem Wissens-Podcast über Landwirtschaft, Tiere, Technik und das spannende Landleben. Wir sind Emma und Alexander und gerade sitzen wir wieder in unserer streng geheimen Kommandozentrale auf dem Heuboden von Alex' Eltern.
Für die Folge von heute haben wir uns auf eine lange Reise gemacht. Gemacht. Na gut, so lang war sie jetzt auch nicht, aber wir waren doch schon weiter weg, so am Rand von Deutschland. Und dort haben wir ein super interessantes Thema untersucht.
Genau, davon habt ihr bestimmt schon gehört oder schon mal selber ausprobiert. Es geht nämlich um Ferien auf dem Bauernhof oder Bauernhofurlaub, Landurlaub. Da gibt's viele Begriffe für. Und wir durften einen ganz neu gegründeten Ferienbauernhof besuchen.
Eine Freundin von meiner Mama hat mit ihrem Mann zusammen ihren Hof umgebaut. Von einem normalen Bauernhof mit Landwirtschaft zu einem Bauernhof mit Landwirtschaft und Urlaubsangebot. So hat Mama das genannt.
Wir durften zur Eröffnung dabei sein und uns alles ansehen und haben dabei erfahren, warum so viele Landwirte jetzt neben ihrer normalen Arbeit auch noch Urlaub auf dem Bauernhof anbieten. Und daraus haben wir natürlich gleich eine neue Podcast-Folge gemacht.
Die kommt jetzt, und hört wieder gut zu, denn am Ende stellen wir wie immer 3 Rätselfragen zur Folge. Und es gab noch einen ganz tollen Moment dort, der war besonders für Emma ganz rührend. Sagt man das so?
Sagt man so, aber mehr wird noch nicht verraten. Das hört ihr gleich. Los geht's! Ist das schön hier! Schau mal, Alex, die Fensterläden im Bauernhaus sind alle grün mit so Herzen eingeschnitzt, wie auf diesen alten Postkarten in unserer Küche. Und da drüben, die vielen Katzen auf der Bank! Die eine ist sogar rot-weiß gemustert. Cool, so eine Farbe sieht man eher selten.
Das ist unser Begrüßungskomitee. Ich habe übrigens unser Aufnahmegerät schon angeschaltet. Wir könnten also direkt starten mit dem Interview. Wo ist denn Herr Brodewein?
Du willst jetzt schon anfangen?
Ja.
Wir sind doch gerade erst angekommen. Wollen wir uns nicht erst mal in Ruhe den Hof anschauen? Was es hier alles so gibt?
Das machen wir ja auch, aber mit Herrn Brodewein. Er hat Papa vorhin erzählt, dass nachher zwei Urlaubsfamilien mit Kindern ankommen. Das sind dann die allerersten Gäste hier, also nach uns natürlich. Und bevor die hier sind, will er uns das Interview geben. Danach hat er keine Zeit mehr.
Ach so, na gut, verstehe. Hey, da kommt er schon! Oh, er sieht irgendwie gestresst aus. Hallo, Herr Brodewein! Hallo!
Hallo, ihr beiden! Wusste ich doch, dass ich euch bei den Ställen treffe. Ja, hier findet man Kinder meistens zuerst, nicht wahr? Schön, dass ihr da seid. Allerdings muss ich unser kleines Interview leider absagen, denn unsere ersten Gäste kommen jetzt früher als geplant und ich bin mit den letzten Vorbereitungen noch nicht ganz fertig. Tja, das ist ja noch alles Neuland für uns, ne?
Oh, das ist ja doof, aber Was halten Sie davon, wenn Emma und ich einfach schnell mithelfen? Dann können wir unsere Fragen nebenbei stellen und Sie sparen Zeit.
Ach, das würdet ihr tun? Oh, ich habe zwar die letzten Monate alles zum Thema Ferienangebote gelesen, aber naja, ich weiß jetzt theoretisch richtig viel darüber, aber die Praxis ist, nun ja, eben noch komplett neu. Na gut, dann lass uns schnell anfangen. Ich muss in einer der Ferienwohnungen noch die Betten beziehen und die Fußmatten auslegen und—
Keine Sorge, Herr Brudewein. Alex und ich sind Ihre Helfer in der Not. Zusammen schaffen wir das alles rechtzeitig.
Ja. Ja. Gut, gut. Dann lass uns zuerst in die Ferienwohnung und dabei kann ich euch ein paar Fragen beantworten. Dazu müssen wir hier ins Haus rein und dann rechts die Treppe hoch.
Sieht gemütlich aus hier im Flur. Überall Bilder von Landschaften und Tieren und vom Hof. Und das hier sind richtige Wohnungen links und rechts?
Genau, wir haben unsere alte Scheune komplett umgebaut und saniert. Hier im oberen Stock haben wir jetzt 4 kleine Ferienwohnungen mit Platz für jeweils 4 Personen, und jede hat eine eigene kleine eine Kochnische bekommen. Jetzt lass uns schnell in der Wohnung hier links noch die Betten beziehen. Die Bettwäsche liegt schon auf den Matratzen.
Das übernehmen Alex und ich. Genau, kümmern Sie sich um die Fußmatten und was sonst noch vorbereitet werden muss.
Oh, super, vielen Dank, ihr zwei!
Na klar. Und nebenbei stelle ich gleich mal unsere erste Frage: Warum haben Sie diesen Umbau eigentlich gemacht? Haben Sie nicht schon genug Arbeit mit der Landwirtschaft und den ganzen Tieren und so?
Alex, im Prinzip stimmt das. Aber es gibt Gründe, warum immer mehr Landwirte ihren Betrieb erweitern und sich dem Tourismus öffnen, wie es so schön heißt. Bei meiner Frau und mir war es vorrangig der Wunsch, jo, nach mehr Einkommen. Und auch, dass wir gerne Gastgeber sind und interessierten Menschen unseren Hof zeigen wollen.
Und wie entstand die Idee dazu, richtigen Urlaub anzubieten und nicht einfach einen Tag der offenen Tür zu machen oder so?
Ja, Emma, das ist über die Jahre gewachsen, könnte man sagen. Wisst ihr, viele Menschen suchen heutzutage Ruhe vom Alltagsstress und wünschen sich authentische Begegnung mit dem Landleben. Abseits des Massentourismus. Vor allem für Eltern ist es wichtiger geworden, ihren Kindern echtes Landleben zu zeigen. Also mit Landtieren aus nächster Nähe, wie sie wirklich aussehen. Oder woher zum Beispiel Milch und Gemüse kommen.
Das klingt logisch. Hat ja nicht jeder so viel Kontakt zum Landleben wie wir. Und deshalb wollen Sie also auch Urlaub anbieten für die Bildung der Leute aus der Stadt?
Alex, nimm mal die Ecke hier.
Mach ich. Nicht nur. Bauernhof-Urlaube haben sich inzwischen zu einem doch sehr wichtigen Markt für uns Landwirte entwickelt. Auch als weitere Einkommensquelle. Das ist nicht zu verachten.
Sie meinen also, dass dadurch viel mehr Geld auf den Hof kommt?
Ja, richtig. Denn viele Landwirte können von der Landwirtschaft heute allein nicht mehr leben. Also hat man sich Gedanken gemacht, wie man das ändern und alles am Laufen halten kann. Und da immer mehr Menschen wieder das Landleben für sich entdecken, passt das perfekt.
Das Thema hatten wir auch mal kurz in unserer Podcast-Folge über die Unterschiede der Landwirtschaft angesprochen. Also dass viele kleinere Höfe sich zusammentun und sich neue Sachen ausdenken, damit sie weiterarbeiten können.
Ja, und das ist sehr wichtig, Emma. Außerdem hat das Urlaubsangebot noch einen schönen Nebeneffekt. Denn durch die Besucher von überall her wird auch die Region hier gefördert und weiterentwickelt.
wie das denn?
Oh, ganz einfach. Die umliegenden Restaurants und Cafés bekommen dadurch immer regelmäßig Gäste. Die Freizeitangebote wie Fahrradvermietung oder Bootstouren auch. Das bringt also allen was. Oh, so, ihr seid schon fertig? Das sieht doch gut aus. Ja, geht das so? Was meint ihr?
Ich würde sagen, etwas fehlt noch. Ich würde auf den Esstisch noch zwei Wasserflaschen und Gläser stellen als Willkommensgruß. Und ein Notizblock mit Stift. Das machen viele Hotels doch so.
Und wo ist die Infokarte mit dem WLAN-Passwort? Die muss auch noch hingelegt werden.
Ach ja, gute Idee. Ein Glück habt ihr ein Auge dafür. Ich muss noch viel lernen. Ich schick meiner Frau noch schnell eine Nachricht, dass sie sich darum kümmert. Aber jetzt müssen wir weiter. Ich möchte euch noch einen bestimmten, sehr beliebten Teil unseres Urlaubsangebotes zeigen. So, so, hier.
Ja. Den Fuhrpark mit ganz vielen John-Deere-Landmaschinen? Haben Sie sowas hier?
nee, einen richtigen Fuhrpark haben wir hier leider nicht, aber unseren geliebten John-Deere-Traktor, einen 6R 150 und einen Mähdrescher. Ja, jetzt kommt mal hier entlang. Das, was ich euch gleich zeige, wird euch bestimmt sehr gefallen.
Oh, wie süß! Das sind richtig viele Ziegen mit ganz langem Fell und süße Schafe und ein paar kleine Schweinchen.
Wie die sich wälzen, voll niedlich! Und die Ziege hier will gleich gekrault werden. No cumulir, du.
Ja, gut zu sehen, dass unser kleiner Streichelzoo genau das bei den Kindern auslöst, was er soll. Begeisterung und Freude. Hier muss jetzt noch schnell das Wasser im Trog aufgefüllt und frisches Heu ausgelegt werden, damit die Tiere beschäftigt sind.
Wir machen das mit dem Heu. Das liegt ja hier nebenan auf dem Stapel. Los, Emma, wir nehmen diesen Haufen und verteilen den da drüben.
Oh ja, danke ihr zwei. Ich fülle in der Zeit das Wasser auf. Wisst ihr, in Deutschland gibt es über 10.000 Anbieter von Urlaub auf dem Bauernhof. Das sind über 140.000 Gästebetten und über 16 Millionen Übernachtungen im Jahr. Toll, oder? Hab ich mir gemerkt. Ich habe ja schon so viel gelesen dazu.
Dann kann eigentlich jeder Bauernhof überall im Land solche Ferien anbieten, wenn er genug Platz hat, oder?
Nö, naja, nicht ganz. So ein Urlaub auf dem Land funktioniert nämlich für einen Hof am allerbesten, wenn er auch in einer touristisch attraktiven Region liegt.
Liegt.
Es also viel zum Erkunden drumherum gibt. Der Wassertrog ist voll. Sehr schön.
Dass man viel wandern gehen kann in der Umgebung, meinen Sie, oder? Das machen Erwachsene ja super gerne.
Zum Beispiel, das Angebot für Freizeit und Erholung muss stimmen. Dass es in der Nähe eines Hofes Berge gibt oder das Meer. Höhlen, Museen, lange Fahrradstrecken und so weiter. Und Angebote für Kinder sind super wichtig. Ein Streichelzoo ist daher immer sehr beliebt.
Wie Sie ja an uns eben gesehen haben. So, reicht das an Heu?
Das reicht. Streichelzoos sind also wichtig. Und mit ein wenig Glück können Besucher dann manchmal sogar bei der Geburt eines Tierbabys live dabei sein. Habt ihr übrigens gesehen, dass unsere Ziegenmama Lucy trächtig ist? Sie steht da hinten am Zaun und träumt gerade vor sich hin. Der Tierarzt sagt, es geht schon sehr bald los, vielleicht sogar schon heute Nacht.
Oh, das wäre ja toll! Ziegenbabys sind so süß.
Ja. Ach übrigens, neben einem Streichelzoo Werden für Kinder auch noch andere Aktivitäten angeboten, wie Ponyreiten, Fußballplätze, Lagerfeuer, Spielplätze, Traktorfahren.
Traktorfahren! Unbedingt! Das ist ein Muss!
Ja, seh ich auch so. Wir haben ja auch einen hier. Außerdem sollte ein Hof aktive Landwirtschaft betreiben, damit die Gäste den Alltag live miterleben können.
Ach so, Sie meinen, dass man zum Beispiel mithelfen kann bei der Fütterung oder Heuernte oder so?
Zum Beispiel. Das Angebot ist ja insgesamt sehr vielseitig. Ich habe ja viel darüber gelesen, was es alles so gibt. Zum einen ganz klassisch die Unterkunft auf einem aktiven Bauernhof wie bei uns. Dann gibt es Campingangebote mit Stellplätzen für Wohnmobile oder Zelte und noch ein paar besondere Angebote. Angebote für bestimmte Zielgruppen. Na, welche fallen euch da so ein?
Ich weiß was, Reiterhöfe für Pferdefreunde!
Genau, diese Höfe sind sehr beliebt. Und was glaubt ihr, was gibt es noch?
Mir fällt was ein. Als wir an der Ostsee waren für unsere Podcast-Folge über die Seenotrettung und Strandreinigung, da gab es in der Nähe so einen Fischerhof, da konnte man auch Urlaub machen.
Ein spezielles Angebot für Angelfreunde, richtig. Oder es gibt auch Winzerhöfe für Weinliebhaber oder sogenannte Kinderhöfe, die besonders familiengerecht sind und direkt auf Kinder ausgerichtet. Ihr seht also, für jeden ist was dabei, wenn man das Landleben und die Landwirtschaft mal ganz nah erleben will.
Herr Brodewein, warum halten Sie eigentlich die ganze Zeit einen Besen in der Hand? Sie wollten doch eben schon mal fegen, oder?
Ah ja, Mist, stimmt. Jetzt bin ich einfach ins Erzählen gekommen. Dabei muss doch noch der Bereich hier im Innenhof und die Einfahrt gefegt werden. Die Gäste kommen doch schon bald.
Keine Sorge, wir machen mit. Hier neben dem Zaun stehen ja noch mehr Besen. Emma und ich fegen jetzt den Hof und sie die Einfahrt. Das geht schnell.
Oh, das ist gut, so machen wir es. Wir treffen uns dann gleich am Eingangstor.
Ja, und weg ist er. Kann es sein, dass Herr Brodewein etwas durcheinander ist? Er ist mega aufgeregt.
Ja, oder? Er weiß zwar schon richtig viel über das Urlaubsgeschäft, aber wie er vorhin selber gesagt hat, an der Praxis fehlt ihm noch. Na los, weiterfegen! Wir müssen schnell fertig werden.
Recht hast du.
Oh, danke, Kinder. Noch das kleine Stück hier vorne, dann ist alles blitzblank gefegt. Das sieht richtig gut aus. Die Gäste werden das bestimmt bemerken.
Ich habe übrigens noch eine Frage. Sie haben jetzt sehr oft Kinder als Gäste erwähnt. Kommen denn nur Familien zu Bauernhof-Urlauben?
Nun, das kommt auf die jeweilige Jahreszeit an. Familien mit Kindern bilden in ganz Europa die Kernzielgruppe, nicht nur hier in Deutschland. Interessant, oder? In der Ferienzeit kommen vorrangig also Familien, in der Nebensaison vor allem Paare ohne Kinder oder Senioren und auch Familien mit kleinen Kindern, die noch nicht in der Schule sind.
Jeder findet bei Ihnen also was für sich zu tun und kann sich gut erholen.
Ja, ja, richtig, Alex. So ist es jedenfalls geplant. Es gibt übrigens einen Bundesverband namens Urlaub auf dem Bauernhof und Landtourismus e.V. und der hat herausgefunden, was die wichtigsten Motive der Besucher für so einen Hofurlaub sind. Na, was schätzt ihr?
Puh, da gibt's bestimmt viele. Das Landleben kennenlernen auf jeden Fall.
Mhm, das ist ein Punkt, genau. Und Ruhe natürlich. Intensives Naturerleben, authentische Einblicke in die Landwirtschaft, der Genuss regionaler Produkte und sehr wichtig, die persönliche Betreuung Durch die Gastgeberfamilie. Das machen wir hier ja jetzt auch. So, jetzt muss ich noch einen Blick in den Aufenthaltsraum für die Gäste werfen und gucken, ob da alles okay ist. Kommt mit! So, hier seht ihr unseren großen Aufenthaltsraum. Da drüben haben wir eine Leseecke aufgebaut mit Büchern. Hier steht ein großes gemütliches Sofa, da ein Regal mit Brettspielen für einen gemütlichen Spieleabend. Und dann haben wir hier hinten noch was ganz Besonderes.
Ein Kickertisch? Wie cool! Ich teste den gleich mal.
Echt cool hier! Hier kann man super gut Zeit verbringen.
Das finde ich schön, dass ihr das auch so empfindet. Meine Frau und ich haben im Vorfeld viele unserer Freunde befragt, was so ein Erholungsraum alles haben sollte und was sich die Gäste so wünschen. So, mal sehen. Nur die Sofakissen sind noch ein bisschen zerknautscht und ich wollte noch Tischdecken auflegen.
Das mache ich! Alex ist ja gerade noch mit dem Kicker beschäftigt, aber ich habe ja unser Aufnahmegerät.
Ja, wunderbar. So, dann sortiere ich noch schnell den Zeitschriftenstapel und erzähle euch noch ein wenig zu einem wichtigen Thema für uns Gastgeber. Habt ihr schon mal was von nachhaltigem Tourismus gehört?
Haben wir. Ich höre auch zu. Ich kann nämlich auch zwei Dinge auf einmal machen.
Aber nur, weil er immer so neugierig ist.
Mhm.
Was hast du gesagt?
Ach nichts, Herr Brodewein wollte gerade etwas erklären.
Ach so.
Tja, also nachhaltiger Tourismus wird für viele Menschen immer wichtiger. Das bedeutet: Erholung mit möglichst wenig negativem Einfluss auf die Natur und Kultur. Und Urlaub auf dem Bauernhof ist sozusagen Das beste Beispiel dafür. Denn wie ich vorhin schon sagte, schaffen Landwirtschaft und Tourismus in Kombination auch was für die Wirtschaft der Region. Die Gäste kaufen beim Bäcker vor Ort oder besuchen Märkte und konsumieren regionale Produkte. Das Geld bleibt also hier.
Das klingt so, als kommt jetzt gleich ein großes Aber.
nicht direkt ein Aber, eher ein Ein Dennoch! Denn trotz all dieser Punkte stehen wir Landwirte dabei vor großen Herausforderungen. Wir müssen die Balance halten zwischen Landwirtschaft und Tourismus. Die Besucher erwarten nämlich einerseits für ihren Urlaub einen gewissen Komfort und Sicherheit, wie eine ordentliche Ausstattung der Ferienwohnung, bestes Essen, WLAN und so weiter, aber andererseits Wollen Sie die echte Atmosphäre eines Bauernhofs erleben?
Hmm, das heißt, die Landwirte, die solche Ferien anbieten wollen, müssen selber erstmal viel Geld ausgeben, um das alles aufzubauen?
Ja, ganz genau. Wir müssen investieren in Qualität, Personal, Fachkräfte, Betreuung, Ausstattung. Aber gleichzeitig müssen wir aufpassen, dass all dieser Aufwand für uns nicht zur Kostenfalle wird und auch alles authentisch bleibt. Und natürlich ist hierbei der wichtigste Punkt—
Die Arbeit in der Landwirtschaft darf nicht darunter leiden. Das hat Ihre Frau vorhin zu Alex' Mama gesagt. Ja. Denn nur wenn der Hof weiter bewirtschaftet wird wie bisher, also die Felder bestellt werden, die Tiere versorgt und so weiter, nur dann kann beides auf Dauer funktionieren.
So hätte ich das auch gesagt. Der Reiz eines Bauernhofurlaubs liegt eben in der Echtheit. Es muss authentisch bleiben, aber sich auch wirtschaftlich lohnen. Also eine sinnvolle Ergänzung von beidem. Oha, meine Uhr sagt mir, dass jeden Augenblick unsere ersten Gäste eintreffen müssen. Haben wir an alles gedacht? Und habt ihr jetzt alle Infos für euren Podcast?
Ich denke ja. Keine Sorge, Herr Brodewein, es sieht alles toll aus hier und Sie sind gut vorbereitet.
Absolut! Vielen Dank, das war super interessant.
Ja, sehr, sehr gerne. Dann lass uns mal jetzt— Oh, meine Frau ruft an. Moment. Ja, hallo Schatz. Wie? Was? Was, jetzt schon? Das ist ja— Ja, ja, ja, ja, wir kommen sofort.
Oh! Sind die Gäste etwa schon da?
Die Gäste nicht, aber jemand anderes ist gleich da. Lucy bekommt gerade in diesem Moment ihr erstes Zicklein. Wollt ihr dabei sein?
Sie meinen, wir dürfen zuschauen bei der Geburt? Oh ja! Ein Ziegenbaby!
Na, dann nichts wie los zum Streichelzoo!
Da sind wir wieder, zurück in unserer geheimen Kommandozentrale auf unserem Heuboden, also in unserem Podcaststudio. Das war toll, oder? Wie klein das Zicklein war, voll niedlich! Und die ersten Gäste sind kurz danach auch eingetroffen und waren sehr zufrieden, meinte meine Mama. Herr Brodewein war super erleichtert, Echt?
Total! Er war ja vorher so aufgeregt. Aber unsere Ferien auf dem Bauernhof waren wirklich schön. Wir haben sogar Stockbrot am Lagerfeuer gebacken.
Aber eins haben wir in der Zeit leider nicht machen können.
Was meinst du?
Traktor fahren. Der war ja dann kaputt gegangen.
Stimmt. Aber das holen wir bei unserem nächsten Besuch nach, ganz sicher.
Na gut.
Jetzt haben wir erstmal 3 Rätselfragen für unsere Zuhörer und Zuhörerinnen. Ich fange an. Erste Frage: Welche besondere Farbe hatte die eine Katze auf der Hofbank?
Zweite Frage: Für wen wird besonders viel angeboten bei Bauernhofurlauben? Ich sage nur: Streichelzoo.
Und die letzte Frage: Welchen Namen hat das Zicklein von Luzi bekommen?
Hä?
Das haben wir doch gar nicht erzählt in der Folge.
Ach ja, stimmt. Na, dann könnt ihr da draußen ja Vorschläge machen, wie ihr eine Babyziege nennen würdet. Sie ist übrigens ein Mädchen.
Gute Idee! Schreibt es gerne unten in die Kommentare rein. Und falls ihr die anderen Antworten nicht wisst, tja, hört die Folge einfach noch mal. Alle Infos zum John Deere Junior Club und mehr findet ihr wie immer unter dem Podcast in den Shownotes. Genau, schaut doch mal rein.
Bis zur nächsten Folge, tschüss! Du magst unseren Podcast?
Dann folge uns und gib uns ein paar Sterne.
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