Folge 22: Auf den Spuren der Pizza-Tomate

Emma and Alex visit Signora Rossi's tomato farm in Campania to learn about San Marzano tomatoes, the protected variety that must be hand-harvested and grown only in this region for authentic Neapolitan pizza. They fix a broken irrigation pipe, watch a real pizza made with Mozzarella di Bufala in a wood oven, and discover why the Slow Food movement protects these regional ingredients.
Chapters
Hallo und willkommen zum John Deere Entdecker Podcast. Für alle Kids, die mehr über das aufregende Landleben wissen wollen.
Heute hört ihr Episode 22: Auf den Spuren der Pizza-Tomate.
Alex, hörst du das? Die Zikaden zirpen hier so laut und es riecht ganz anders als daheim. Nach warmer Erde und irgendwie nach Kräutern.
Ja, und wenn man aus dem Fenster schaut, sieht es auch ganz anders aus. Keine Weizen- oder Maisfelder, sondern Tomaten. Überall Tomaten, so weit man gucken kann.
Ja, wirklich überall. Ups, Alex, vielleicht sollten wir erst mal erklären, wo wir überhaupt sind. Unsere Zuhörer und Zuhörerinnen verstehen sich ja gar nichts.
Oh ja, stimmt. Wir sind ja im Urlaub. Das können die Kids da draußen ja gar nicht wissen.
Genau. Also lass uns mal schnell erklären, was Sache ist. Hallo zusammen und herzlich willkommen zu einer ganz besonderen Folge unseres John-Deere-Entdecker-Podcasts.
Ich bin Emma und ich bin Alex, aber heute senden wir nicht aus unserer streng geheimen Kommandozentrale auf dem Heuboden.
Oh nein, wir sitzen nämlich diesmal in einer alten Scheune in Italien. Unsere Mamas wollten unbedingt mal wieder richtige Ferien machen und da haben wir natürlich nicht nein gesagt. Unsere Papas müssen aber leider zu Hause bleiben und sich um die Höfe kümmern.
Das mit dem Urlaub ist nämlich in der Landwirtschaft nicht so einfach wie in anderen Berufen. Kühe müssen jeden Tag gemolken werden, auch in den Ferien. Und die Schweine wollen ihr Futter. Deshalb können nie alle gleichzeitig weg.
Mein Papa war ein bisschen traurig. Aber er hat gesagt, dass wir uns ganz genau angucken sollen, wie Landwirtschaft hier in Italien funktioniert. Und tatsächlich haben wir schon am ersten Tag etwas Faszinierendes entdeckt. Magst du erzählen, Alex?
Also, wir sind gestern Abend angekommen, aber da war es schon dunkel und wir super müde von der langen Fahrt. Aber heute Morgen haben wir sie dann gleich gesehen, die riesigen Tomatenfelder. Und zwar wachsen hier nicht irgendwelche Tomaten, sondern ganz besondere. Die sehen total anders aus als die bei uns im Supermarkt.
Und beim Erkunden der Gegend haben wir eine sehr nette italienische Frau kennengelernt. Signora Rossi heißt sie. Sie spricht sogar Deutsch und hat uns eingeladen, ihren Betrieb zu besuchen. Da waren wir vorhin dann und hatten natürlich auch unser Aufnahmegerät dabei. Wir haben schon echt viel gelernt. Aber bevor wir euch alles erzählen, vielleicht sagen wir nochmal, wo wir eigentlich genau sind.
Das mach ich. Also, wir sind in Kampanien. Das ist eine Region in Süditalien, südlich von Neapel. Italien sieht auf der Landkarte ja aus wie ein Stiefel. Und da sind wir ganz unten an der Stiefelspitze. Hier wachsen die San Marzano Tomaten. Das sind die Tomaten, die auf jede Pizza hier gehören. Und so besonders aussehen.
Und wisst ihr, was das Verrückte ist? Diese Tomaten dürfen nur hier wachsen, wie beim Champagner, der nur aus der Champagne in Frankreich kommen darf. Hat jedenfalls meine Mama mal gesagt.
Genau, das nennt sich geschützte Herkunftsbezeichnung. Wenn jemand woanders als hier diese San Marzano Tomaten anbaut, darf er sie nicht so nennen.
Aber warum das so ist und was diese Tomaten so besonders macht, das haben wir erst richtig verstanden, als Signora Rossi uns alles gezeigt hat. Und das war ein Mega-Abenteuer!
Wir durften sogar bei der Feldkontrolle helfen. Und dabei haben wir ein echtes Problem entdeckt.
Aber nicht nur das. Wir haben auch gelernt, was Slow Food bedeutet. Das ist Englisch und heißt so was wie langsames Essen. Und wir haben erfahren, warum gute Lebensmittel manchmal mehr kosten.
Und am Ende gab es die beste Pizza meines Lebens. Mit den Tomaten, die wir selbst geerntet haben.
Es war echt ein fantastischer Tag. Aber ich würde sagen, wir nehmen euch jetzt einfach mit auf die Reise. Und wie immer gibt es am Ende der Folge 3 Rätselfragen für euch. Also passt gut auf!
Buongiorno, Emma! Buongiorno, Alexander! Wie schön, dass ihr mich besucht! Gefällt es euch in Campania?
Buongiorno, Signora Rossi! Ja, es gefällt uns sehr gut. Und wir freuen uns riesig, dass Sie uns Ihren Hof und Ihre Tomaten zeigen.
Signora Rossi, ist das da hinten auf dem Feldweg Ihr John Deere? Der kleine Traktor?
Du hast gute Augen, Alexander. Sieh, das ist mein Piccolo John Deere, mein kleiner John Deere, ein 3038i-Kompakttraktor. Den brauche ich für viele Arbeiten hier auf dem Feld. Aber kommt, ihr wollt doch sehen, was wir hier eigentlich anbauen. Ecco, hier sind sie. Sì, unsere wunderbaren San Marzano-Tomaten mit ihrer unverwechselbaren Form.
Die sind ja richtig lang und schmal, fast wie kleine Paprika.
Ich finde, die sehen voll cool aus. Bei uns daheim gibt's fast immer nur die runden zu kaufen, und überhaupt bauen die Bauern in Deutschland ganz andere Sachen an. Tomaten kenne ich eigentlich nur aus Gewächshäusern. Warum wachsen Ihre denn draußen, Signora Rossi?
Weil das Klima hier in Kampanien perfetto ist für diese Tomaten. Wir haben hier heiße, trockene Sommer und milde Winter. Und die Erde hier ist wegen des Vesuv-Vulkans in der Nähe sehr fruchtbar. Aber das Wichtigste: Diese Sorte gibt es seit über 100 Jahren nur hier. Meine Nonna, meine Großmutter, hat sie schon angebaut. Und ihre Nonna auch. Jede Familie hier hütet ihre eigenen Samen wie einen Schatz. Wir nehmen jedes Jahr die besten Tomaten und gewinnen daraus die Samen für das nächste Jahr.
Das ist ja wie bei uns mit den alten Gemüsesorten. Mein Papa hat mal erzählt, dass früher jeder Hof seine eigenen Kartoffel- und Bohnensorten hatte. Aber heute kaufen die meisten Bauern Samen aus dem Katalog.
Esatto. Genauso ist es. Aber die San Marzano ist etwas ganz Besonderes. Sie darf nur in dieser Region angebaut werden. Das ist gesetzlich geschützt. Wenn jemand in Deutschland Tomaten anbaut und sie San Marzano nennt, ist das verboten.
Aber warum sind denn diese Tomaten so berühmt? Was macht sie so besonders, außer dass sie nicht rund sind? Ich meine, Tomaten sind doch Tomaten, oder?
Oh no, Alexander, da gibt es große Unterschiede. Komm, fass mal eine an. Fühlt ihr, wie fest sie ist? Und jetzt riecht mal daran.
Wow! Ja, die sind richtig prall. Und wie stark die riechen. Viel stärker als die, die wir von zu Hause kennen.
Bravissima! Das ist der erste Unterschied. San Marzano haben weniger Wasser und mehr Fruchtfleisch. Das bedeutet: mehr Geschmack, mehr Aroma. In Deutschland sagt man: Das Fleisch ist das Wichtige. Hier sagen wir: Il gusto è tutto. Der Geschmack ist alles. Und diese Tomaten, sie haben wenig Säure, sind süßlich, aber auch würzig. Perfetto für die Passata, die Tomatensoße. Oha!
Und kommt diese Tomatensoße dann auch auf die Pizza?
Sì, sì! Ihr müsst wissen, die echte Pizza Margherita wurde 1889 in Neapel erfunden.
Ah!
Und schon damals haben die Pizzabäcker San Marzano verwendet. Ohne diese Tomaten ist es keine vera pizza napoletana, keine echte neapolitanische Pizza. Aber Es gibt ein großes Problem.
Was denn für ein Problem?
Ah, diese Tomaten sind molto difficile, sehr schwierig zu züchten.
Oh.
Sie sind empfindlich gegen Krankheiten, brauchen viel Pflege, und das Wichtigste: Sie müssen alle per Hand geerntet werden. Doch damals in den 1970er Jahren sind fast alle Bauern umgestiegen auf Tomatenzucht speziell für Maschinen. Weil billiger, schneller und mehr Ertrag. Die San Marzano ist damals fast verschwunden.
Aber was ist dann passiert? Warum bauen Sie die Tomaten heute wieder an?
Ah, das ist eine schöne Geschichte. Ein paar Jahrzehnte später haben manche Menschen angefangen, sich wieder für gutes Essen zu interessieren. Slow Food. Habt ihr das schon einmal gehört? Das Gegenteil von Fast Food. Menschen wollten wieder wissen: Wo kommt mein Essen her? Wie schmeckt es wirklich? Und die Köche, die veri pizzaioli, die echten Pizzabäcker, sie haben gesagt: Wir wollen die originalen Tomaten zurück. Auf einmal waren Leute bereit, mehr zu bezahlen für besseren Geschmack.
Das ist ja interessant. Also die San Marzano wurde quasi durch Pizza-Fans gerettet?
Esatto, so kann man es sagen. Heute exportieren wir in die ganze Welt, nach Deutschland, Amerika, Japan. Überall wollen Menschen die echten San Marzano auf ihre Pizza. Aber kommt, ich muss euch noch etwas zeigen. Auf einem Teil meiner Felder stimmt nämlich etwas nicht. Eccolo! Hier ist das Problemfeld. Seht ihr den Unterschied zu den anderen Pflanzen?
Kann es sein, dass die Stauden hier irgendwie schwächer aussehen und sie haben viel weniger Tomaten dran.
Oh, und schaut mal hier, manche Tomaten haben braune Flecken und diese hier sehen ganz schrumpelig aus, fast wie Rosinen.
Bravi, Bambini, scharf beobachtet. Ihr habt Augen wie echte Landwirte. Aber was könnte die Ursache sein? Denkt mal nach, was brauchen Pflanzen zum Wachsen?
Wasser, Sonnenlicht, Nährstoffe aus dem Boden und nicht zu viel Stress durch Krankheiten oder Schädlinge.
Bei uns auf dem Hof sagt Papa immer: Wenn die Pflanzen komisch aussehen, liegt es meist am Wasser, am Boden oder an der Pflege. Aber hier scheint ja auch super viel die Sonne, die knallt richtig runter.
Esatto, Alexander, zu viel Sonne kann auch ein Problem sein. Schaut mal genau hin. Seht ihr diese hellen, fast weißen Flecken an manchen Tomaten?
Oh ja. Die sehen aus, als wären sie verbrannt.
Genau. Das ist Sonnenbrand. Stellt euch vor, auch Tomaten können Sonnenbrand bekommen. Normalerweise schützen die Blätter die Früchte vor der intensiven Sonne. Aber viele Pflanzen hier haben zu wenig Blätter. Warum wohl?
Moment mal, hier sind ja überall so kleine Triebe abgeschnitten worden. Sehen Sie, Signora Rossi, da und da und da? Wer hat denn das gemacht?
Das war ich, aber offenbar habe ich einen Fehler gemacht. Diese kleinen Triebe nennt man Geiztriebe, oder auf Italienisch femminelle. Sie wachsen zwischen Hauptstamm und Blättern. Normalerweise muss man sie ausbrechen.
Ausbrechen? Wie abschneiden? Warum das denn? Die sind doch auch grün und können Fotosynthese, also aus Licht und Wasser und so dann Sauerstoff und Zucker machen.
Gute Frage, Emma. Diese Geiztriebe nehmen der Pflanze Kraft weg. Wenn man sie dranlässt, bildet die Pflanze viele kleine, schwache Früchte statt weniger großer, aromatischer Tomaten. Das Ausgeizen ist ein alter Trick, aber man muss wissen, wann. Ich war hier dieses Jahr zu spät dran. Hmm. Als ich die Geiztriebe entfernt habe, waren sie schon groß und hatten viele Blätter. Plötzlich hatten die Pflanzen dann zu wenig Blattmasse zu ihrem Schutz.
Ach so, und dann haben die Tomaten Sonnenbrand gekriegt, weil die schützenden Blätter weg waren. Das ist ja wie bei uns Menschen. Ohne Sonnenschutz kriegen wir auch einen Sonnenbrand.
Si, und seht ihr hier die welken gelben Blätter am Boden? Das ist ein weiteres Problem. Der Boden ist zu trocken geworden. In diesem Bereich funktioniert meine Bewässerung nicht richtig.
Senhora Rossi, in dem Bewässerungsschlauch hier ist ja ein Loch.
Brava, Emma, du bist eine richtige Detektivin. Dieser Schlauch hier versorgt etwa 20 Pflanzen. Durch das Loch geht aber viel zu viel Wasser verloren und die Pflanzen am Ende bekommen zu wenig ab.
Das ist interessant. Bei einem Blumenbauern haben wir auch schon mal erlebt, dass es Probleme mit der Bewässerung gibt.
Stimmt.
Könnte man aber hier nicht Ihren John-Deere-Traktor mit einer Beregnungsanlage benutzen?
Ja, ja, sowas in der Art benutze ich hier auch.
Hey!
Kommt, ich zeige euch mein System. Wir gehen zu meinem Piccolo Traktor.
So ein kleiner Traktor ist echt praktisch. Der passt genau zwischen den Stauden durch. Das wäre so cool, wenn wir zu Hause auch so einen hätten.
Das glaube ich dir, aber ich kann ihn leider nicht hergeben. Er ist zu wichtig. Er hat zwar nur 38 PS, ist aber perfekt für meine Arbeit. Mit ihm transportiere ich die großen Wassertanks zu den Feldern. Seht ihr den Anhänger mit dem blauen Tank?
Wow, der ist echt riesig! Und die Pumpe dafür läuft bestimmt über den Traktor, richtig? Das ist super clever, viel praktischer als alles mit Gießkannen zu schleppen.
Esatto, sonst wäre das molto difficile. Er bringt nicht nur Wasser, sondern auch die Setzlinge im Frühjahr und den Kompost. Und später transportiert er die vollen Erntekisten ab. Da wir ja von Hand ernten, ist das eine riesige Hilfe.
Können Sie das einmal genauer erklären, warum Sie unbedingt von Hand ernten müssen? Warum funktionieren denn die normalen Erntemaschinen nicht bei den San Marzano-Tomaten?
Si, si. Also die großen Maschinen, die ganze Felder in kurzer Zeit abernten können, sind für Industrietomaten gemacht. Runde, harte Tomaten, die alle gleichzeitig reif werden. Ah! Meine San Marzano sind zu empfindlich. Sie reifen nicht alle gleichzeitig und sie platzen sofort, wenn man sie unsanft behandelt. Eine Maschine würde mehr kaputt machen als ernten. Deshalb gehen wir jeden Tag durch die Reihen und pflücken nur die perfekt Reifen. Diese Handarbeit macht die San Marzano so wertvoll. Jede Tomate wird einzeln begutachtet, Nur die besten kommen in die Kiste.
Und das nennt man dann Slow Food? Also langsames Essen? Oder langsame Ernährung? Das haben Sie vorhin mal erwähnt.
Ja, das ist eine molto importante, sehr wichtige Bewegung. Slow Food bedeutet: Wir nehmen uns Zeit für gutes Essen. Wir wollen wissen, wo es herkommt, wie es gemacht wird. Und wir wollen es mit Freude genießen. Es geht nicht um schnell und billig, sondern um Qualität und Geschmack. Und um Tradition. Diese San Marzano Tomaten sind Teil der italienischen Kultur. Wenn wir sie nicht mehr anbauen würden, ginge ein Stück Geschichte verloren.
Ah ja, das kann ich gut verstehen. Mir schmecken die Erdbeeren aus unserer Region auch viel besser als die von weiter weg. Die werden da auch schon ewig angebaut und können nur von Hand gepflückt werden.
Senora Rossi, können wir Ihnen vielleicht dabei helfen, das Problem mit den kranken Pflanzen zu lösen?
Que bella idea! Was für eine schöne Idee! Ja, wir könnten gemeinsam den kaputten Schlauch reparieren und für etwas Schatten für die verbrannten Pflanzen sorgen. Ihr könnt mir auch beim Ernten helfen. Und danach? Was haltet ihr von einer Pause? Einer kleinen Pause mit echtem italienischem Essen?
Oh ja, italienisches Essen! Gibt es Pizza?
Naturalmente! Natürlich! Aber nicht irgendeine Pizza. Wir machen die vera Pizza Napolitana mit unseren San Marzano.
So, der Schlauch ist geflickt. Jetzt bekommen die Pflanzen hoffentlich wieder alle genug Wasser.
Brava! Und schaut, ich habe alte Tücher mitgebracht. Die spannen wir zwischen die Stützen der einzelnen Stauden, damit die sonnenverbrannten Tomaten Schatten haben. In ein paar Tagen erholen sich die pflanzen wieder.
Das ist ja wie im Tomatenkrankenhaus. Aber Senora Rossi, wie erkennt man denn, welche Tomaten reif sind?
Das muss man sehen und fühlen. Seht ihr diese hier? Noch grün, also viel zu früh. Diese hier ist rot, aber noch hart, auch zu früh. Aber questa qui, diese hier, perfetto! Rot, aber nicht zu dunkel, und sie gibt etwas nach, wenn man sie sanft drückt. Und der Duft! Mm!
Ah! Oh ja, die riechen einfach herrlich.
Mm! Das ist das Geheimnis. Eine perfekte San Marzano riecht so intensiv, dass man sie schon von Weitem erkennt. Und jetzt, andiamo in cucina! Gehen wir in die Küche.
Okay.
So, Emma, du knetest den Teig, aber nicht zu fest. Alexander, du hilfst mir bei der Passata.
Klar, mach ich.
Wir zerdrücken die Tomaten mit den Händen. Keine Maschine, auch hier nicht.
Slow Food ist gar nicht so anstrengend, wie ich gedacht habe. Die Tomaten zerdrücken sich super leicht.
Kann es sein, dass der Teig anders ist als bei der Pizza, die wir manchmal zu Hause machen? Irgendwie weicher und klebriger.
Si, Emma, das ist der Unterschied. In der Regione Apel machen wir den Teig nur mit Mehl, Wasser, Salz und ein bisschen Hefe. Kein Öl, kein Zucker, niente. Und jetzt schaut zu, ich forme die Pizza. Prima la passata, zuerst die Tomatensoße, nicht zu viel. Dann Mozzarella di Bufala, Büffelmozzarella. Und zum Schluss Basilico fresco, frischer Basilikum aus meinem Garten.
Signora Rossi, warum nehmen Sie so wenig Soße? Bei uns zu Hause kommt viel mehr drauf.
Ah, sehr gute Frage. Bei der echten Pizza Margherita ist weniger mehr. Die Tomaten Sie sind so aromatisch, dass man nicht viel braucht. Zu viel Soße macht die Pizza matschig. Und jetzt ab in den Ofen. Das ist unser Forno, unser Holzofen. 450 Grad heiß. In nur 90 Sekunden ist die Pizza fertig.
Nur 90 Sekunden? Das ist ja superschnell!
Si!
So heiß kann ein normaler Ofen nicht werden. Darum schmeckt echte neapolitanische Pizza auch anders als aus dem Elektroofen.
Wow, die sieht perfekt aus! Oh, und wie das duftet!
Ecco, assaggiate! Probiert!
Das ist unglaublich! So eine leckere Pizza habe ich noch nie gegessen. Die Tomaten schmecken so intensiv und Süß!
Und der Teig ist so luftig! Und wie das alles zusammen schmeckt, ich kann das gar nicht beschreiben, so fantastisch ist das!
Mm, mm, mm! Das ist das Besondere von Slow Food: Zeit, Qualität, Tradition. Alles zusammen macht den perfekten Geschmack!
Und da wären wir wieder in unserer italienischen Podcastzentrale. Was für ein Tag das war!
Ich glaube, ich verstehe jetzt immer besser, warum manche Lebensmittel mehr kosten. Das Thema haben wir ja auch schon mal in unserer Podcastfolge über ökologische Landwirtschaft angesprochen. In jeder San Marzano-Tomate steckt so viel Arbeit und Wissen.
Ja, Signora Rossi muss jeden Tag auf die Felder, jede Tomate einzeln prüfen, zur richtigen Zeit ernten. Das ist wie ein Kunsthandwerk.
Und sie benutzt die Samen, die schon ihre Urgroßmutter hatte. Das ist ja wie ein lebendiges Museum.
Was mich besonders beeindruckt hat: Sie haben zwar auch moderne Technik wie Traktoren, Aber die wichtigste Arbeit, das Ernten, machen sie immer noch von Hand.
Stimmt! Und was ich besonders spannend fand, dass eine fast verschwundene Tomatensorte deshalb gerettet wurde, weil die Leute sich an ihren Geschmack erinnert haben. Und dann haben sie gemerkt, dass sie nicht darauf verzichten wollen und sind bereit, sogar mehr Geld dafür zu bezahlen.
Ich glaube, ich werde zu Hause auch stärker darauf achten, wo unser Essen herkommt. Und beim nächsten Einkauf sage ich Mama: dass die Dose Tomaten auch ruhig ein bisschen mehr kosten darf.
Manchmal ist das Beste eben nicht das Schnellste. Gute Sachen brauchen Zeit. Das war echt eine schöne Folge.
Finde ich auch. Und jetzt kommen wir zu unseren 3 Rätselfragen. Habt ihr gut aufgepasst?
Erste Frage: Warum dürfen San Marzano Tomaten nur in der Region Kampanien angebaut werden?
Zweite Frage: Was passiert, wenn man Geiztriebe zu spät schneidet? Welches Problem hatten die Pflanzen auf Senora Rossis Feld?
Und die dritte Frage: Warum müssen San Marzano-Tomaten von Hand geerntet werden?
Das waren unsere Rätselfragen. Mit allem, was ihr heute gehört habt, findet ihr bestimmt schnell die richtigen Antworten.
Morgen fahren wir übrigens nochmal zu Senora Rossi und helfen beim Ernten. Mal sehen, ob wir das auch so gut können wie sie.
Und bestimmt naschen wir noch ein paar leckere Tomaten. Aber jetzt verabschieden wir uns von euch aus dem sonnigen Italien. Vielen Dank fürs Zuhören beim John-Deere-Entdecker-Podcast. Nächstes Mal dann wieder wie gewohnt aus der geheimen Kommandozentrale zu Hause.
Alle Infos zu John Deere und zum John Deere Junior Club findet ihr wie immer unten in den Shownotes. Arrivederci!
Ciao!
Und tschüss!
Du magst unseren Podcast?
Dann folge uns und gib uns ein paar Sterne!
More from Francisco

Desh Ke Superhero | Mr. Madhava Rao | Faster Pole Installation with GreenSystem™ Post Hole Digger

En CasaToro John Deere encuentras el respaldo que necesitas para mantener tu maquinaria lista









