Folge 24: Von Hirse und Haferwurzel: Was früher angebaut wurde

In this 24th episode of the John Deere Entdecker Podcast, child hosts Emma and Alexander discover a regional radio competition about "forgotten agricultural treasures". Inspired, they visit their school’s garden where teacher Frau Rose runs a project called "Vergessene Pflanzen". She guides them through several historic crops that were once essential but are now rarely cultivated: millet (Hirse), turnip (Steckrübe), dyer’s willow (Färberweid), oyster plant (Haferwurzel), buckwheat (Buchweizen) and flax (Lein). For each plant the hosts learn its traditional uses, why it fell out of favor (e.g., competition from potatoes, corn, synthetic dyes, cotton), and its modern relevance, especially regarding climate resilience and sustainability. The episode culminates in the children recording a radio report about flax, which is broadcast live, followed by a short quiz for listeners. Throughout, the tone stays playful and educational, encouraging young listeners to notice and value old crops in their own surroundings.
Chapters
Hallo und willkommen zum John Deere Entdecker Podcast für alle Kids, die mehr über das aufregende Landleben wissen wollen.
Heute hört ihr Episode 24: Von Hirse und Haferwurzel. Was früher angebaut wurde.
Hey Alex, was machst du denn da? Ich dachte, wir starten gleich unseren Podcast.
Aber wir wissen ja eh noch gar nicht, was das Thema der nächsten Folge sein soll. Da können wir ja auch mal ein bisschen Radio hören.
Radio hören? Das machst du doch sonst nie. Aber okay, vielleicht bringt uns das ja auf Ideen.
Ja, ich mag das voll. Meine Mama hört immer beim Kochen Radiomusik.
Einen wunderschönen Morgen wünsche ich euch. Hier ist Radio Landleben, euer Sender für die Region. Und heute wird es spannend, liebe Hörerinnen und Hörer. Wir starten unseren großen Sommerwettbewerb: Vergessene Schätze der Landwirtschaft. Wir suchen eure Beiträge über alte Kulturpflanzen. Pflanzen, die früher auf unseren Feldern wuchsen, heute aber fast niemand mehr kennt. Fällt euch da was ein? Dann schickt uns gerne eure Geschichten und Entdeckungen. Die besten Beiträge werden hier im Radio gesendet. Weitere Infos findet ihr auf unserer Website oder—
Hey, das ging jetzt aber echt schnell!
Hä, was ging schnell?
Na, dass uns das Radio auf Ideen gebracht hat. Das klingt doch super spannend, was die da machen wollen. Wir könnten doch auch mitmachen bei dem Wettbewerb. Das wäre doch perfekt für unseren Podcast.
Ja, Emma, ja, das ist eine mega Idee! Aber wovon sollen wir denn erzählen? Wir wissen ja selbst nicht gerade viel über diese alten Pflanzen.
Da müssen wir eben recherchieren, so wie echte Reporter. Wir könnten deinen Papa fragen, oder meinen, oder— warte mal, Alex, mir fällt gerade was ein. Weißt du, letzte Woche in der Schule, da hat Frau Rose erzählt, dass sie ein neues Projekt gestartet hat im Schulgarten.
Frau Rose, deine Biolehrerin, die uns damals so viel über Gärten erklärt hat?
Genau die! Und sie hat gesagt, es geht in ihrem Projekt um alte Nutzpflanzen. Nee, das ist doch genau das Thema! Ich habe damals nur so halb zugehört, weil ich in meinem Rucksack rumgekramt habe, aber das ergibt doch total Sinn.
Klingt perfekt! Dann sind im Schulgarten vielleicht genau die Pflanzen, über die wir was lernen müssen. Wann können wir dahin?
Hm, ich weiß, dass Frau Rosa auch am Wochenende gerne im Garten ist. Mm, wollen wir vielleicht mal schauen, ob sie heute zufällig da ist?
Unbedingt! Aber lass uns vorher noch schnell überlegen, was wir sie fragen wollen. Wir sollten ja vorbereitet sein als Profis.
Absolut! Also, wir wollen wissen: Welche alten Pflanzen gibt es? Warum wurden sie früher angebaut? Und vor allem: Warum baut sie heute fast niemand mehr an?
Und vielleicht auch: Sind manche von diesen Pflanzen auch für die Zukunft wichtig? Ich meine, wenn sie früher funktioniert haben, könnten sie doch auch heute noch nützlich sein, oder?
Ja, das ist super! Vor allem wegen des Klimawandels und so. Manche alten Pflanzen sind womöglich besser an Trockenheit angepasst als moderne Sorten.
Okay, dann packen wir zusammen. Notizblock, Stifte und das Aufnahmegerät nehmen wir natürlich auch mit, oder?
Wenn wir sowieso für den Radiowettbewerb recherchieren, können wir auch gleich unseren Podcast aufnehmen.
Ja, zwei Fliegen mit einer Klatsche. Dann los, mit dem Fahrrad sind wir in 10 Minuten da.
Warte, ich schreib Mama noch schnell eine Nachricht, dass wir zur Schule fahren. Sie macht sich sonst Sorgen, wo wir sind.
Und ich sag meinen Eltern Bescheid. Sie wollten sowieso wissen, was unser nächstes Podcast-Thema ist.
Weißt du was, Alex? Ich habe so ein gutes Gefühl bei diesem Thema. Das wird bestimmt eine spannende Folge.
Ich auch. Und wer weiß, vielleicht läuft unser Beitrag sogar im Radio. Oh, das wäre so cool.
Das wär der Hammer! Aber erstmal müssen wir was lernen. Komm, lass uns los!
Uh, da sind wir schon. Puh, so schnell bin ich die Strecke aber noch nie gefahren.
Uff, ja, morgens habe ich es normal nicht so eilig, zur Schule zu kommen. Und am Wochenende bin ich da nie. Aber sieh mal, das hat sich gelohnt. Da hinten arbeitet Frau Rose gerade tatsächlich an einem der Beete.
Oh, und da steht ja auch wieder der coole John Deere Aufsitzrasenmäher vor der Scheune. Mann, den würde ich total gerne mal fahren.
Alex, das sollte jetzt echt kein neues Gefühl für dich sein, etwas nicht fahren zu können. Ist doch mit jedem Traktor so.
Ich könnte das bestimmt schon, nur darf ich es halt nicht.
Kopf hoch, irgendwann ist es soweit. Guck mal, Frau Rose hat uns gesehen und kommt rüber. Hallo, Frau Rose!
Hallo, Emma!
Alexander, was Was für eine schöne Überraschung! Was führt euch denn am Wochenende hierher? Normalerweise machen alle Schüler dann einen großen Bogen um die Schule.
Wir auch. Aber wir haben im Radio von einem Wettbewerb über alte Kulturpflanzen gehört. Und dann ist mir eingefallen, dass Sie doch das neue Projekt gestartet haben. Können Sie uns vielleicht etwas darüber erzählen? Aber natürlich!
Wie toll, dass ihr euch dafür interessiert. Und was für ein Zufall, dass es im Radio jetzt auch darum geht. Das ist ja genau mein Herzensthema. Kommt mit, ich zeige euch, was wir hier alles angepflanzt haben. Das Projekt heißt offiziell: Vergessene Pflanzen.
Vergessene Pflanzen? Wie kann man denn Pflanzen vergessen? Die wachsen doch nicht einfach weg.
Nein, die Pflanzen selbst sind natürlich nicht einfach verschwunden. Aber die Menschen haben aufgehört, sie anzubauen. Manche wachsen noch wild in der Natur, Andere findet man nur noch in speziellen Gärten wie diesem hier. Früher waren sie jedoch alle wichtige Nutzpflanzen in der Landwirtschaft.
Aber warum hat man aufgehört, sie anzubauen? Waren sie nicht mehr gut?
Das ist eine komplizierte Geschichte, Emma. Meistens lag es daran, dass neue moderne Sorten entwickelt wurden, die höhere Erträge brachten.
Oh!
Oder es änderten sich die Bedürfnisse der Menschen. Ah! Schauen wir uns doch mal ein paar Beispiele an. Seht ihr diese Pflanze hier? Das ist Hirse. Sie sieht ein bisschen aus wie Schilf, oder?
Oh, Hirse, kommt mir bekannt vor. Die ist doch in Vogelfutter, stimmt's?
Richtig, Alexander. So kennen die meisten Menschen in Deutschland Hirse heutzutage. Aber das war mal ganz anders. Vor ein paar hundert Jahren war Hirse eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel in Europa. Die Menschen haben daraus Brei gekocht, Brot gebacken und sogar Bier gebraut.
Echt? Warum essen wir dann heute keine Hirse mehr? Also außer vielleicht in manchen Müslis?
Nun, ganz einfach: Als die Kartoffel aus Amerika nach Europa kam, hat sie die Hirse verdrängt. Kartoffeln waren einfacher anzubauen und brachten mehr Ernte. Und dann kam auch noch der Mais dazu. Beides war ertragreicher als Hirse. Also haben die Bauern nach und nach aufgehört, Hirse anzubauen.
Aber hat Hirse denn gar keine Vorteile? Es muss doch einen Grund gegeben haben, warum sie so lange angebaut wurde.
Oh ja, Hirse hat sogar einen sehr großen Vorteil: Sie ist unglaublich trockenheitsresistent. Hirse braucht viel weniger Wasser als Weizen oder Mais. In Zeiten des Klimawandels wird das wieder richtig interessant. Manche Landwirte bauen sie deshalb bereits heute wieder mehr an. Kommt! Ich zeige euch die nächste Pflanze. Und hier, diese Pflänzchen mit den grünen Blättern, die ein bisschen wie die Blätter vom Kohlrabi aussehen. Wisst ihr, was das ist?
Puh, keine Ahnung. Irgendeine Kohlpflanze oder so?
Ja, genau, Emma. Es ist eine Kohlpflanze. Und zwar ist das Steckrübe.
Steckrübe? Ich glaube, die kenne ich aus Erzählungen von meiner Oma, die wiederum Geschichten von ihrer Mutter, also von meiner Uroma, erzählt. Und die hat gesagt, dass sie während irgendeines Krieges vor Ewigkeiten mal ganz viel Steckrüben essen mussten.
Das stimmt. Die Steckrübe war besonders in schwierigen Zeiten sehr wichtig, weil sie robust ist und auch in kalten Wintern wächst. Im Ersten und Zweiten Weltkrieg Also vor 80 oder über 100 Jahren war sie oft das einzige Gemüse, das die Menschen hatten. Deshalb haben viele Menschen nach dem Krieg auch keine Steckrüben mehr essen wollen, weil sie sie an die schweren Zeiten erinnerten.
Das ist ja traurig. Die arme Steckrübe kann doch nichts dafür, dass Krieg war.
Finde ich auch. Aber langsam entdecken die Menschen die Steckrübe wieder. Sie ist nämlich sehr gesund, vielseitig in der Küche und wächst auch bei schlechtem Wetter gut. Man kann sie kochen, backen oder roh im Salat essen.
Spannend! Und was ist das für eine Pflanze da drüben? Die mit den kleinen Blättern?
Ah, das ist Färberweid. Eine ganz besondere Pflanze. Sie wurde früher nicht zum Essen angebaut, sondern für etwas ganz anderes.
Färberweid? Das Wort klingt voll komisch. Was hat die Pflanze denn mit Farbe zu tun?
Sogar sehr viel. Aus den Blättern konnte man nämlich blaue Farbe gewinnen. Stellt euch vor, bevor es chemische Farbstoffe gab, mussten alle Farben für Kleidung aus Pflanzen gewonnen werden. Blau war eine besonders wertvolle Farbe, und Färberweid war die Pflanze dafür.
Aus Blättern Farbe machen? Das ist ja wie Zauberei! Wie hat das denn funktioniert?
Tja, das war ein ziemlich aufwendiger Prozess. Die Blätter wurden geerntet, zerkleinert, fermentiert. Das bedeutet, sie wurden in Wasser eingeweicht und vergoren. Und dann konnte man damit Stoffe färben. Ganze Landstriche lebten vom Anbau von Färberweid. Es gab sogar reiche Kaufleute, die nur mit blauer Farbe handelten.
Wow! Und warum macht man das heute nicht mehr?
Nun, weil im 19. Jahrhundert eben synthetische, also künstlich hergestellte Farbstoffe erfunden wurden.
Aha.
Die waren billiger, einfacher herzustellen und die Farben leuchteten intensiver.
Oh.
Innerhalb weniger Jahre wurde der Farberwald fast komplett durch chemische Farben ersetzt. Die Felder verschwanden und mit ihnen ein ganzer Wirtschaftszweig.
Das ist ja heftig! Eine einzige Erfindung und eine uralte Pflanze wird überflüssig?
Ja, genauso war es. Aber heute gibt es wieder Menschen, die sich für natürliche Färbemittel interessieren. Besonders Menschen mit empfindlicher Haut oder mit einer Vorliebe für natürliche Mode. Kommt, ich will euch noch eine Pflanze zeigen.
Die mit der schönen lila Blüte? Die kenne ich auch nicht.
Das ist Haferwurzel. Alexander? Emma, wisst ihr, was eine Schwarzwurzel ist?
Ja, die sieht aus wie ein langer schwarzer Stab und schmeckt ein bisschen nussig.
Ganz genau. Und die Haferwurzel ist sozusagen die vergessene Schwester der Schwarzwurzel. Sie sieht ähnlich aus, schmeckt aber noch etwas feiner. Fast ein bisschen nach Austern, sagen manche Leute.
Nach Austern? Aus einer Wurzel? Das kann ich mir gar nicht vorstellen.
Nun, im Englischen wird die Haferwurzel auch Oyster Plant genannt, also Austernpflanze. Früher war sie in vielen Gemüsegärten zu finden, vor allem im 18. und 19. Jahrhundert. Man konnte sie gut lagern und hatte so auch im Winter frisches Gemüse. Aber dann wurde sie von anderen Gemüsesorten verdrängt, die schneller wuchsen oder besser aussahen.
Das ist ja verrückt! All diese Pflanzen waren mal so wichtig und heute kennt sie fast niemand mehr. Das ist wirklich wie ein vergessener Schatz.
Und darum geht es in unserem Projekt, Emma. Und bestimmt auch bei dem Radiowettbewerb, von dem ihr erzählt habt. Wir wollen zeigen, wie vielfältig die Landwirtschaft einmal war. Und vielleicht können manche dieser alten Pflanzen ja auch in der Zukunft wieder an Bedeutung gewinnen.
Das klingt voll spannend! Aber Frau Rose, bauen Sie noch mehr alte Pflanzen an? Wir wollen nämlich fürs Radio einen Beitrag machen und sind noch am Überlegen, welche Pflanze wir nehmen sollen.
Ja, da habe ich noch was in petto. Wenn ihr Zeit habt, lasst uns noch etwas weitergehen.
Auf jeden Fall, je mehr wir wissen, desto besser.
Hier drüben haben wir noch Buchweizen. Das ist eigentlich gar kein echtes Getreide, aber man kann trotzdem Mehl daraus machen. Und seht mal dort, die Pflanze mit den zarten rosa Blüten, die aussehen wie kleine Sterne, das ist Lein.
Lein? Warte mal, Alex, das ist doch genau die Pflanze, die hinter eurer Scheune wächst. Ich habe sie schon hundertmal gesehen.
Echt? Meinst du die Pflanze am Zaun?
Ja, genau die. Sie wächst direkt neben dem Holzstapel. Ich dachte immer, das wäre nur irgendein Unkraut, aber die Blüten haben mir immer so gut gefallen.
Wie schön! Dann habt ihr Laien direkt vor eurer Haustür, ohne es zu wissen. Das ist gar nicht so selten. Laien verwildert manchmal und wächst dann einfach so weiter, weil er so genügsam ist.
Emma, das ist es! Das ist unsere Pflanze für den Radiobeitrag!
Ja, die wächst ja quasi direkt bei uns, bei unserer geheimen Kommandozentrale. ich meine bei Alex auf dem Hof. Das passt perfekt!
Lein ist auf jeden Fall eine gute Wahl, eine sehr vielseitige Pflanze mit einer langen Geschichte. Da gibt es viel zu erzählen.
Frau Rose, wo könnten wir denn noch mehr über Lein herausfinden? Wir wollen nämlich einen richtig wie kann ich einen wirklich guten Beitrag machen?
Im Internet findet ihr bestimmt viele Informationen, aber wenn ihr wollt, kann ich euch ein paar Links aufschreiben, die verlässlich sind.
Das wäre super! Vielen Dank, Frau Rose!
Danke!
Sehr gerne. Ich bin sicher, ihr werdet einen tollen Beitrag machen. Ihr seid immer so neugierig und gründlich bei euren Recherchen. Ich drücke euch jedenfalls die Daumen. Und meldet euch, wenn ihr im Radio lauft, damit ich euren Beitrag auf keinen Fall verpasse.
Machen wir, versprochen. Tschüss, Frau Rose.
Tschüss.
Ja, tschüss ihr zwei.
Emma, ich habe so ein gutes Gefühl, das wird eine mega Folge für unseren Podcast.
Voll! Und wenn wir uns richtig anstrengen, kommen wir auch ins Radio. Komm, lass uns schnell nach Hause fahren, wir haben viel zu tun. Okay.
Emma, Emma, schnell! Die Radiosendung zu den vergessenen Schätzen der Landwirtschaft fängt gleich an. Der Moderator hat gesagt, heute werden die ersten Beiträge gesendet.
Ich komm schon. Oh Mann, ich bin so aufgeregt! Meinst du, unser Beitrag ist dabei?
Ich hoffe es! Wir haben uns doch so viel Mühe gegeben. Ich finde, wir haben echt alles über Laien recherchiert.
Allerdings! Ist das spannend!
Guten Morgen, liebe Hörerinnen und Hörer! Hier ist euer Radio Landleben. Heute präsentieren wir die ersten Beiträge zu unserem Sommerwettbewerb: Vergessene Schätze der Landwirtschaft. Wir haben so viele tolle Einsendungen bekommen. Von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen aus der ganzen Region. Den Anfang machen heute zwei junge Nachwuchsreporter: Emma und Alexander. Mit ihrem Beitrag über eine Pflanze, die direkt vor ihrer Haustür wächst.
Oh Mann, ich glaub's nicht! Das sind wir! Ja!
Hallo, wir sind Emma und Alexander. Und wir berichten heute über eine Pflanze, die wir jahrelang gesehen haben, ohne zu wissen, was sie isst, nämlich Lein. Die kleine Pflanze mit den schönen rosa Blüten wächst direkt hinter der Scheune, in der unsere Kommando— unsere kleine Spielzentrale ist. Jedenfalls, wir dachten immer, es wäre einfach nur irgendein hübsches Unkraut.
Aber dann haben wir herausgefunden, Lein ist alles andere als Unkraut. Es ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Welt über 10.000 Jahre alt. Das muss man sich mal vorstellen. Schon in der Steinzeit haben Menschen Leinen angebaut. Da gab es noch nicht mal die Pyramiden.
Ja, und Leinen wurde früher für viele verschiedene Dinge genutzt. Am bekanntesten ist Leinen, der Stoff, aus dem man Kleidung macht. Früher trugen die meisten Menschen nur Kleidung aus Leinen, denn Leinen ist atmungsaktiv, haltbar und wird mit der Zeit sogar noch schöner. Meine Oma hat noch alte Leintücher. Die sind bestimmt schon 50 Jahre alt und sehen immer noch gut aus.
Aber Lein kann noch viel mehr. Aus den Samen der Pflanze wird Leinöl gepresst. Das ist super gesund und voller wichtiger Nährstoffe wie Omega-3-Fettsäuren. Viele Menschen essen auch die Leinsamen im Müsli oder Salat. Und früher wurde Leinöl sogar als Holzschutz verwendet. Wenn man Holz mit Leinöl einreibt, wird es wetterfest und hält viel länger.
Künstler haben Leinöl auch in ihren Farben verwendet. Die berühmten Ölgemälde aus früheren Jahrhunderten wurden mit Farben gemalt, die mit Leinöl angemischt wurden. Sogar bekannte Maler wie Rembrandt haben das so gemacht.
Also hatte Lein mindestens 4 verschiedene Verwendungen: für Kleidung, Essen, Holzschutz und Farbe. Das ist total vielseitig für so eine kleine, unscheinbare Pflanze.
Aber warum baut man heute kaum noch Lein an? Ganz einfach! Als die Baumwolle nach Europa kam, wurde sie schnell beliebt für Kleidung. Baumwolle war weicher und einfacher zu verarbeiten. Und später kamen dann auch noch künstliche Stoffe wie Polyester dazu, die viel billiger waren. So wurde Leinen immer mehr verdrängt.
Aber jetzt kommt das Spannende: Heute wird die Leinenpflanze langsam wieder interessanter. Warum? Weil Leinen viel nachhaltiger ist als Baumwolle oder Polyester. Leinen braucht viel weniger Wasser als Baumwolle und wächst auch bei uns gut. Man muss ihn nicht aus fernen Ländern importieren. Und er braucht kaum Pflanzenschutzmittel, weil er von Natur aus viel aushält.
Durch diese Entdeckung haben wir gelernt, dass die interessantesten Dinge manchmal direkt vor unserer Nase wachsen. Ohne dass wir es merken. Lein ist so unscheinbar, aber hat eine riesige Geschichte und könnte auch für die Zukunft wieder wichtig werden. Alte Kulturpflanzen sind eben keine verstaubten Relikte, sondern manchmal ganz modern.
Schaut euch also beim nächsten Spaziergang mal genau um. Vielleicht entdeckt ihr ja auch einen vergessenen Schatz.
Was für ein toller Beitrag von Emma und Alexander. Vielen Dank für diese spannende Zeitreise durch die Geschichte des Laiens. Wer hätte gedacht, dass so eine kleine Pflanze so vielseitig sein kann? Weiter geht's gleich mit dem nächsten Beitrag.
Das waren wir! Das waren wirklich wir! Unser Beitrag lief im Radio.
Ja, Wahnsinn! Ich kann es kaum glauben. Oh Mann, das war so aufregend! Meinst du, Frau Rosa hat auch zugehört?
Bestimmt! Sie hat doch gesagt, sie hört zu. Ich wette, sie ist mega stolz auf uns.
Und weißt du was? Ich bin auch mega stolz auf uns.
Ja, und alles hat mit diesem Radiowettbewerb angefangen. Wenn wir den nicht gehört hätten, man oh man, dann wären wir bestimmt noch Jahre einfach an der hübschen Laienpflanze vorbeigelaufen.
Stimmt, manchmal sind die besten Geschichten ganz nah. Apropos Geschichte, wir sollten langsam unsere Podcast-Folge zu Ende bringen. Die Kids da draußen warten bestimmt schon auf die Rätselfragen.
Oh ja, stimmt, es wird Zeit für Rätsel. Fang du an, Emma.
Okay, Frage Nummer 1: Welche alte Kulturpflanze wurde früher verwendet, um blaue Farbe für Kleidung herzustellen?
Nummer 2: Welches Getreide war früher ein wichtiges Grundnahrungsmittel und ist besonders trockenheitsresistent, wird heute aber oft nur noch als Vogelfutter verwendet?
Und Nummer 3: Welche Farbe haben die Blüten der Haferwurzel? Und das waren unsere Rätselfragen. Ich hoffe, ihr habt alle gut aufgepasst.
Und wer weiß, vielleicht gehen jetzt auch ein paar von euch raus und schauen mal, ob bei ihnen irgendwo auch vergessene Kulturpflanzen wachsen.
Das wäre doch toll! Die Natur steckt voller Überraschungen, man muss nur genau hinschauen. So, ich glaube, das war's für heute.
Ja, ich denke auch. Vielen Dank fürs Zuhören bei unserem John-Deere-Entdecker-Podcast. Wenn euch die Folge gefallen hat, erzählt euren Freunden davon.
Und nicht vergessen, alle Infos zu John Deere und zum John Deere Junior Club findet ihr wie immer unten in den Shownotes. Macht's gut und Tschüss! Du magst unseren Podcast?
Dann folge uns und gib uns ein paar Sterne!
More from Francisco

Desh Ke Superhero | Mr. Madhava Rao | Faster Pole Installation with GreenSystem™ Post Hole Digger

En CasaToro John Deere encuentras el respaldo que necesitas para mantener tu maquinaria lista









