Folge 28: Landwirtschaft rund um den Globus – Arbeiten Bauern überall ähnlich?

In dieser kindgerechten Podcast‑Folge besuchen die jungen Moderatoren Emma und Alexander die internationale Agrarmesse, wo sie gemeinsam mit Herrn Singh von John Deere India die weltweiten Unterschiede in der Landwirtschaft erkunden. Sie erfahren, dass Landwirte in Industrieländern wie Europa, den USA und Australien stark auf Präzisions‑ und Smart‑Farming setzen – GPS‑gesteuerte Traktoren, Drohnen, Satellitendaten und automatisierte Melksysteme. In Schwellen‑ und Entwicklungsländern wie Indien, Brasilien oder Teilen Afrikas dominieren kleine Familienhöfe, Handarbeit und tierische Zugmaschinen, wobei ein großer Teil der Bevölkerung in der Landwirtschaft arbeitet. Besondere Innovationsprojekte werden vorgestellt: das Reis‑Fisch‑Zuchtsystem in Madagaskar, die größte vertikale Gemüsefarm mit fünf Stockwerken in Singapur, und das geplante „Farmscraper“ – ein 218 m hohen Wolkenkratzer mit integrierter Gemüseproduktion in China. In Australien und Neuseeland werden riesige Vieh‑ und Getreideflächen sowie Exportorientierung beschrieben, wobei beide Länder wegen Klimawandel und Trockenheit auf regenerative Landwirtschaft umstellen. Abschließend betonen die Gäste, dass trotz unterschiedlicher Methoden alle Landwirte mit ähnlichen Herausforderungen wie Klimawandel, Kosten und Nachhaltigkeit konfrontiert sind. Die Episode endet mit drei Quizfragen, um das Gelernte zu festigen.
Chapters
Hallo und willkommen zum John-Deere-Entdecker-Podcast für alle Kids, die mehr über das aufregende Landleben wissen wollen.
Heute hört ihr Episode 28: Landwirtschaft rund um den Globus. Arbeiten Bauern überall ähnlich? Bist du fertig, Emma? Kann's losgehen? Wir haben ja nicht so viel Zeit. Meine Mama hat gesagt, dass sie die Spaghetti Carbonara extra besonders super mega cremig heute macht. Nur für uns.
Ich kann's kaum erwarten. Die sind immer so lecker. Bei uns schmecken die leider nie so fantastisch. Aber egal. Das interessiert unsere Zuhörerinnen und Zuhörer wahrscheinlich kein bisschen. Die wollen lieber wissen, worum es in unserer Podcast-Folge heute geht.
Genau!
Genau!
Emma?
Ja, Alex?
Ich glaube nicht, dass die Kids da draußen Gedanken lesen können.
Wie kommst du jetzt da drauf?
Na, weil du doch auch noch sagen musst, worum es in der Podcast-Folge geht. Du bist doch heute dran mit der Ansage. Und je länger wir hier rumhocken, desto später kommen wir zu den Carbonara!
Ach so, ja, stimmt. Ich hatte irgendwie im Kopf, dass du wieder dran bist. Okay, okay, bevor du dich in einen hungrigen Löwen verwandelst und hier alles kurz und klein schlägst, fange ich mal lieber an.
Ja bitte, mein Magen ist schon ein kleiner Löwe.
Ich leg ja schon los. Also hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge unseres John-Deere-Entdecker-Podcasts, dem Wissens-Podcast über Landwirtschaft, Tiere, Technik und das spannende Landleben. Wir sind Emma und Alexander und wir senden aus unserer streng geheimen Kommandozentrale oben auf dem Heuboden von Alex' Eltern.
So ist es. Und für das Thema heute waren wir auf der ganzen Welt unterwegs, nur für euch.
Na ja, nicht in echt, aber wir haben tatsächlich viele Leute getroffen aus der der ganzen Welt. Wir waren neulich nämlich auf einer großen internationalen Agrarmesse. Da haben Aussteller und Landwirte aus den unterschiedlichsten Ländern ihre Arbeit und ihre Arbeitswerkzeuge und Maschinen vorgestellt. Und Alex und ich durften mit seinen Eltern dabei sein.
Wir haben sogar richtige Ausstellerausweise bekommen, mit so einem Aufkleber „Presse" drauf. Voll professionell!
Ja, mega cool! Wir sind ja auch professionell, oder nicht?
Aber sowas von! Auf der Messe haben wir auch von einem total verrückten Anbauprojekt gehört, das in China geplant wird. Ich sage nur: Wolkenkratzer und Gemüse.
Ja, das hab ich erst nicht geglaubt. Wir haben wirklich unglaublich viel gelernt. Wie Landwirte zum Beispiel in Afrika arbeiten oder in Indien.
Hm?
Ach ja, wo ich gerade Indien sage: Wir hatten uns auf der Messe mit Herrn Singh verabredet. Der arbeitet für John Deere am Standort Indien in einer Fabrik und kennt sich super gut aus. Seine ganze Familie lebt von der Landwirtschaft.
Herr Singh hat angeboten, uns die Messe zu zeigen und konnte auch echt viel darüber erzählen, wie Landwirtschaft in anderen Ländern so abläuft. Denn da gibt's große Unterschiede. Wusstet ihr übrigens, dass es John-Deere-Fabriken und -Büros in über 30 Ländern gibt? Sogar am anderen Ende der Welt, in Neuseeland.
Krass, oder? Jedenfalls haben wir uns auf dieser Messe stundenlang umgesehen. Und was wir da alles erfahren haben, das hört ihr jetzt. Und gut aufpassen, am Ende gibt's wieder 3 Rätselfragen für euch. Müssen wir noch mal genau hin? Du hast doch die Hallenkarte, Alex. Und ist das Aufnahmegerät schon an?
Ja, und ja, also wir sind jetzt in der Halle Europa. Da drüben geht's nach Nordamerika, hier geht's Richtung Asien und Indien.
Aha, da müssen wir lang. Herr Singh wartet bestimmt schon auf uns. Hast du deinen Eltern Bescheid gesagt, wann und wo wir uns nachher wieder treffen?
Habe ich. Wir haben massenhaft Zeit bis dahin. Guck mal da drüben, der John-Deere-Traktor mit dem großen Plüsch-Elefanten drin zwischen den Palmen. Das muss der Stand von Herrn Sing sein.
Sieht witzig aus. Genau wie er gesagt hat, so findet man ihn gleich.
Hallo, Herr Sing!
Hallo!
Da sind wir, und super pünktlich.
Das seid ihr, sehr schön. Willkommen an meinem Stand. Und ihr seid gut vorbereitet, wie ich sehe. Mit Ausweis um den Hals und professionellem Aufnahmegerät.
Ja, ja, wir sind bereit für alle Infos, die Sie uns heute geben.
Dann nehmt doch gerne Platz. Wollt ihr was trinken? Einen Mangosaft vielleicht?
Oh ja! Gerne!
Schöner Stand übrigens, sogar mit einem John Deere 6R 250 Traktor davor. Wie passend. Nutzen Sie den auch? Privat?
Nein, nein, ich selbst nicht, aber meine Familie hat so einen auf ihrem Hof in Nordindien. Hier auf der Messe dreht sich ja alles um Landwirtschaft in den verschiedensten Ländern dieser Erde, also auch in meinem Heimatland. Aber das, was hier gezeigt wird, hat wenig mit den Anbaumethoden zu tun, die meine Familie bisher kennt.
Klingt spannend. Sind die Unterschiede denn sehr groß?
Landwirte arbeiten überall auf der Welt extrem unterschiedlich. Das hat natürlich mit den verschiedenen Klimazonen zu tun, aber auch mit der Entwicklung der jeweiligen Wirtschaft der Länder, dem Stand der Technologie und auch der Größe der Betriebe. Die oberste Mission aller Landwirte International ist allerdings gleich: Es geht darum, Nahrung zu sichern.
Klar, darum geht es unseren Eltern auf ihren Bauernhöfen ja auch.
Richtig, und daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern. An der Art und Weise, wie Landwirtschaft betrieben wird, allerdings schon. Dazu habt ihr ja schon mal ein paar Podcast-Folgen gemacht.
Sie hören unseren Podcast?
Wie cool!
Na klar, der ist sehr spannend und lehrreich. Und heute lernt ihr mal von mir, wie es in anderen Ländern so abläuft. Also, wie gesagt, gibt es in der weltweiten Arbeitsweise der Landwirte und Landwirtinnen zwar viele Gemeinsamkeiten, aber auch extreme Unterschiede.
Bin echt gespannt, was jetzt kommt.
Gemeinsam haben alle, dass sie größtenteils von der Natur abhängig sind. Vom Wetter, von Schädlingen, vom Klimawandel.
Oh.
Sie müssen alle ihre Betriebsausgaben im Blick haben und möglichst niedrig halten, um Gewinne zu erzielen. Für kleinere Familienhöfe wird das zunehmend schwierig und sie schließen sich verstärkt in größeren Betrieben zusammen.
Darüber haben wir auch schon mal berichtet. Das war in der allerersten Folge, glaube ich.
Psst, Emma! Herr Sing war noch nicht fertig.
Sorry. Aber wenn es an die Unterschiede geht, tut sich weltweit eine große Schere auf. In den Industrienationen wie Europa, den USA oder Australien betreibt man sehr moderne Landwirtschaft, die sogenannte Präzisionslandwirtschaft. Mit viel Technologie, wie beispielsweise GPS-gesteuerten Traktoren.
Wie der John Deere 6R150. Wir haben mal eine Podcast-Folge über KI auf der Kuhweide gemacht und Alex!
Alex!
Sorry.
Also, es werden Drohnen eingesetzt, Satellitendaten und Bodensensoren ausgewertet, und es gibt automatisierte Melksysteme in Milchbetrieben. Das sogenannte Smart Farming ist im Arbeitsalltag angekommen. Optimierter Einsatz von Bewässerung, Dünger und Pestiziden, alles stark maschinenbasiert und auf große Erträge und auf Verdienst ausgelegt, um in kurzer Zeit viel zu erwirtschaften. Das habt ihr in eurem Podcast auch schon vorgestellt.
Stimmt, und wir haben auch Landwirte getroffen, die diese Techniken bereits aktiv nutzen. Hochtechnologisiert, sagt mein Papa immer.
Ja, genau, das trifft es. In den Industriestaaten sind es meistens auch riesige Flächen, die bewirtschaftet werden. Das können manchmal 100 hunderte Hektar Farmland sein, wie in den USA oder Australien. In diesen Ländern ist man auf einige wenige Anbaukulturen spezialisiert und auf intensive Viehhaltung. Dann gibt es aber auch die sogenannten Schwellenländer und Entwicklungsländer, in denen vorrangig noch mit traditionellen und sehr arbeitsintensiven Methoden gewirtschaftet wird. Wisst ihr, Wisst ihr, was Schwellenländer sind?
also—
Ein Schwellenland ist vereinfacht gesagt ein Staat, der sich im Übergang befindet zwischen einem armen Entwicklungsland und einem reichen Industrieland.
Echt?
Diese Länder entwickeln sich oft rasant, haben moderne Fabriken und schnell wachsende Städte, aber gleichzeitig auch noch viel Armut und daher ein großes soziales Gefälle. Dazu gehören zum Beispiel Länder wie Brasilien, Teile von Afrika oder auch Indien.
Aha, und dort sieht man dann die Unterschiede in den Anbaumethoden ganz besonders?
Exakt, Emma. In diesen Ländern wird meistens noch kleinbäuerliche Landwirtschaft betrieben. Es wird also mit der Hand gearbeitet oder mit dem Pflug, der von Ochsen oder Pferden übers Feld gezogen wird.
So So wie das früher auch in Europa war.
Genau.
Und was ist noch anders?
In den Industriestaaten arbeiten weniger als 5% der Bevölkerung in der Landwirtschaft. In den Schwellen- und Entwicklungsländern sind es meistens 50 bis zu über 80%, also der Großteil der Bevölkerung.
Irre, das wusste ich gar nicht.
Ich auch nicht.
Spannend, oder? In meiner Heimat spielt die Landwirtschaft nach wie vor eine bedeutende eine entscheidende Rolle für die Wirtschaft. Indien ist der weltgrößte Produzent von Milch, Hülsenfrüchten, Jute und schwarzem Tee und ist auch ganz vorne mit dabei beim Export von Reis, Weizen, Baumwolle und Zuckerrohr.
Also läuft es doch sehr gut in der Landwirtschaft.
Ja, Alex, das tut es. Dennoch ist die Landwirtschaft in Ländern wie auch Indien noch vorrangig auf Selbstversorgung oder lokale Märkte ausgerichtet. Konzentriert statt auf weltweiten Export. Das entwickelt sich nur sehr langsam.
Und warum ist das so?
Ja, das wollte ich auch gerade fragen.
Naja, unter anderem liegt das daran, dass der Großteil der Weltbevölkerung noch von Kleinbauern ernährt wird, die oft auf Farmland von der Größe eines Fußballfeldes wirtschaften anstatt auf riesigen Anbauflächen.
Echt? Die meisten Landwirte haben nur so wenig Fläche? Das ist wirklich nicht viel. Wir haben zu Hause viel mehr.
Das glaube ich dir gern. Hinzu kommt, dass es in diesen Ländern weniger Monokulturen, sondern eher Mischanbau auf kleinstem Raum gibt, um Risiken wie Fehlernten zu verringern. Die Herausforderung ist, dass man sich meistens eben nicht moderne Technik oder besondere Düngemittel wie in Europa leisten kann. Häufig fehlt es oftmals auch an der richtigen Lagermethode. Essen muss ja gekühlt werden, damit es nicht verdirbt, gerade in tropischen Gebieten. Jedoch—
Ja?
Jedoch schreitet beispielsweise auch in Indien die Digitalisierung in der Landwirtschaft immer weiter voran, besonders im Hinblick auf eine bessere Planbarkeit der Wetterdaten. Denn gerade tropische Länder haben oft mit vielen Regenfällen Monaten zu kämpfen. So, jetzt habe ich aber genug für euer Hintergrundwissen erzählt. Mein Hals ist schon ganz trocken.
Sie brauchen jetzt auch Mangosaft.
Genau, aber das heißt nicht, dass unser Gespräch schon vorbei ist. Ich habe nämlich noch eine kleine Aufgabe für euch vorbereitet. Jetzt ist gleich euer Reportergeist gefragt.
Den haben wir. Wir sind dabei! Was sollen wir tun?
Ich habe hier zwei Infoblätter. Jeder von euch bekommt eines. Darauf findet ihr Angaben zu weiteren Ländern, deren Stände ihr besuchen sollt. Dort erkundigt ihr euch dann, was für besondere Anbaumethoden entwickelt wurden, die es zum Beispiel nur in diesen Ländern gibt. Na, kann's losgehen?
Auf jeden Fall! Ich nehme Den linken Zettel, bitte sehr.
Okay, ich nehme dann den anderen. Zeig mal, was steht bei dir drauf?
Madagaskar und Singapur. Und bei dir?
China und Australien, Neuseeland. Cool!
Ich würde sagen, ihr habt jeweils eine Stunde Zeit und anschließend treffen wir uns wieder hier bei mir am Stand. Mal sehen, was ihr alles herausfindet.
Ei, ei! Los, Emma, ich muss da rüber und du in die andere Richtung. Mal sehen, wer die cooleren Fakten einsammelt. Bis nachher!
Hey, das ist doch kein Wettbewerb, Alex! Na egal, ich muss auch los. Bis später, Herr Sing, und danke für die vielen Infos schon mal. Das war super interessant.
Gerne, bis später und viel Spaß! Hey, da seid ihr ja wieder! Und wieder pünktlich. Jetzt bin ich aber gespannt, was ihr so herausgefunden habt. Wer will beginnen? Emma vielleicht?
Immer die Mädchen zuerst.
Du kannst auch gerne anfangen, Alex. Kein Problem.
Nee, nee, mach ruhig. Ich hebe mir meine krassen Infos bis zum Schluss auf.
Aber erstmal meckern. Na gut, ich fang an. Also, ich war zuerst am Stand von Madagaskar. Das ist eine riesige Insel vor der Südostküste von Afrika. Da leben tausende Tierarten, wie zum Beispiel Lemurenaffen, die nur dort vorkommen. Jedenfalls gibt's auf der Insel ein Projekt, das heißt Reisfischzuchtsystem. Dabei werden in gefluteten Reisfeldern Fische gezüchtet, züchtet, meistens Karpfen. Hä?
Fische in Reisfeldern? Und das ist Landwirtschaft?
Ja, auch wenn es komisch klingt, die Fische leben tatsächlich in diesen Reisfeldern. Sie fressen Schädlinge und Unkraut. Ihr Kaka düngt den Boden und das führt zu höheren Erträgen. Durch den zusätzlichen Fisch können dann auch mehr Menschen ernährt werden, besonders in den ländlichen Gebieten und im Hochland.
Okay, das macht Sinn, klingt logisch.
Außerdem hat man damit begonnen, diese Anbaugebiete auszuweiten, denn bisher wurde nur ein kleiner Teil der Felder dafür genutzt. Jetzt steigert sich dadurch die Reisproduktion, die Bauern verdienen mehr und können sich auch mehr Nahrung leisten.
Toll!
Eine Win-win-Situation sagt man dazu. Richtig coole Idee, oder?
Allerdings, diese Methode nutzt man auch in anderen Ländern und Regionen. Beispielsweise in vielen Teilen Asiens, aber auf Madagaskar wurde das Projekt besonders gefördert. Apropos Asien, wie sieht's denn in Singapur aus? Da warst du ja danach.
Ah, ja, genau. Singapur ist auch ein Inselstaat und liegt südlich von Malaysia. Und dort am Stand hab ich was super Spannendes erfahren. In Singapur hat die größte vertikale Gemüsefarm der Welt eröffnet.
Ach Quatsch!
Und zwar in einer riesigen Halle mit 5 Stockwerken. Ho! In bis zu 23 Meter Höhe wächst da Mangold, Babyspinat oder Rucola.
Beeindruckend!
Aber drinnen, in Regalsystemen.
Das ist ja fast wie bei—
Was wolltest du sagen?
Ach nichts, erzähl mal weiter.
Jedenfalls will diese Gemüsefarm bis zu 2000 Tonnen Gemüse pro Jahr produzieren.
2000?
Das wäre 45-mal mehr, als normale Landwirtschaft auf der gleichen Fläche schaffen würde. Die Farm ist vollautomatisiert mit künstlicher Intelligenz, Robotern und Sensoren und so was. Die übernehmen die Aussaat, die Nährstoffzufuhr, die Klimakontrolle und sogar teilweise die Ernte.
Wow! Aber dann brauchen Sie ja gar keine Landwirte mehr.
Ah, doch, doch. Da arbeiten jetzt zwar mehr Techniker als Bauern, aber die Gründer der Farm wollen damit auf keinen Fall Landwirte ersetzen. Das Ziel ist eher— Moment, ich hab mir das aufgeschrieben. Ah, hier. Wir wollen das Ökosystem aufbauen, um die lokale Versorgung zu stärken.
Hm. Und warum haben die das so gebaut?
Weil in Singapur der Gemüseanbau stark eingeschränkt ist. Sie haben dort nämlich nur rund 1% der Bodenflächen für die Landwirtschaft zur Verfügung. Stell dir vor, nur 1%! In Deutschland sind das ungefähr 50%. Heftig, oder? Singapur muss über 90% der Lebensmittel aus anderen Ländern holen, vor allem aus Malaysia. Und deshalb wollen sie sich unabhängiger machen.
Interessant.
Vertical Farming gibt es übrigens auch in Europa. Europa und anderen Regionen. Das wird gerade international ausgebaut.
Erstaunlich, nicht wahr? Auch das ist Landwirtschaft, vor allem eine Landwirtschaft der Zukunft. Vielen Dank, Emma, das hast du super recherchiert. Jetzt bist du dran, Alex. Wie war es denn in Australien und Neuseeland?
Also, scharf reich.
Der war gut.
Nee, im Ernst, beide Länder sind ja am weitesten weit weg auf der Weltkarte.
Ja.
Und Neuseeland ist im Gegensatz zu Australien winzig. Aber beide haben viel gemeinsam.
Viele Schafe.
Das auch. In Neuseeland gibt's mehr Schafe als Einwohner. Lustig, oder? Ja. Aber die Zahl geht immer weiter zurück, weil inzwischen mehr Rinder gezüchtet werden. Beide Länder haben auf riesigen Farmen eine intensive Viehhaltung mit Schafen und Rindern. Ach so. Die Tiere und das Fleisch werden vor allem nach Asien exportiert. Hab ich mir aufgeschrieben.
Sehr gut.
Und was wird dort so angebaut? Auch Kartoffeln und Mais wie bei uns?
Ja, beide Länder bauen aber vor allem Weizen an und haben auch große Obst- und Weinplantagen, weil das Klima dort super dafür ist. Und davon exportieren sie auch viel. Also genau das Gegenteil von Singapur. In Australien wird nämlich überwiegend über die Hälfte der Bodenflächen für Landwirtschaft genutzt. Und Australien ist ja gigantisch groß, da passt fast ganz Europa einmal komplett rein.
Tatsächlich!
Schon heftig, wie unterschiedlich das überall auf der Welt ist, oder? Und wir denken, unsere Bauernhöfe zu Hause sind groß.
Stimmt. Aber Australien und Neuseeland müssen auch viel umplanen, weil sie stark vom Klimawandel und von Trockenheit betroffen sind.
Ja, ja.
Sie wollen deshalb nachhaltiger werden und die regenerative Landwirtschaft ausbauen.
Mhm.
Das habe ich nachgesehen. Es bedeutet, die Böden durch Humus fruchtbarer machen, weniger Pestizide nutzen, gezielter mit Tieren beweiden und so was.
Ja, dazu sage ich abschließend gleich auch etwas. Jetzt fehlt nur noch deine Reportage vom chinesischen Ausstellerstand, Alex.
Das war genauso spannend. China baut nämlich auch ganz doll das Vertical Farming aus, auch mit so großen Gebäuden. Deswegen habe ich auch vorhin Emma beinahe unterbrochen, als sie von Singapur erzählt hat. Ein besonderes Projekt ist die Entwicklung eines riesigen Wolkenkratzers mit Wohnungen, Büros und einem eigenen Supermarkt.
Wow!
Was ist daran besonders? Wolkenkratzer gibt's doch überall auf der Welt.
Aber den nicht.
Hä?
Der soll 218 Meter hoch werden, mit 51 Stockwerken und dann der weltweit erste Farmscraper sein. Also eine Mischung aus Farm und Wolkenkratzer.
Okay.
Da soll in der Zukunft an der Innenseite der Glasfassade Gemüse angebaut werden, das bis zu 40.000 Menschen ernähren könnte.
Unglaublich!
Wow, das ist ja so mindestens also die Größe einer mittleren Stadt. Unglaublich!
Interessant, oder? Dauert aber noch ein paar Jahre, bis das Projekt fertig sein soll. Trotzdem wird viel in diese Richtung gemacht. In China wird Landwirtschaft sonst auch noch eher von traditionellen kleineren Farmen betrieben, aber Smart Farming wie in Europa ist mega angesagt.
Oh ja!
Danke, Alex, vielen, vielen Dank. Da habt ihr beiden wirklich eine Reihe spannender Fakten gesammelt. Ihr seht also, nicht überall Überall auf der Welt arbeiten Landwirte wie in Europa, aber sie haben oft dieselben Probleme, wie zum Beispiel den Klimawandel, und arbeiten an ganz unterschiedlichen Lösungen dafür. Wichtiger wird in Zukunft überall auch die nachhaltige Landwirtschaft und der ökologische Landbau werden. Besonders in Europa ist er schon sehr stark vertreten, aber auch Länder wie Australien sind da sehr aktiv. So, wie sieht's aus? Habt ihr noch Zeit und Lust auf ein Eis?
Oh ja, gerne!
Ja, bitte! Und da sind wir wieder zurück in unserer geheimen Kommandozentrale auf unserem Heuboden, also in unserem Podcaststudio. Die Messe war ultra spannend, oder? Und so nette Leute da.
Ja, total! Wir haben so viel gelernt. Und zum Glück war immer jemand an den Ständen, der Deutsch sprechen konnte. Sonst wären wir ein bisschen verloren gewesen. Auch wenn wir inzwischen erfahrene Reporter sind.
Jetzt haben wir zum Abschluss noch unsere 3 Rätselfragen für euch.
Oh ja!
Ich fange an und dann gibt's endlich Carbonara! Also die erste Frage: Wie nennt man die moderne Art von Landwirtschaft, bei der man Drohnen einsetzt, GPS und KI und so was? Kleiner Tipp: Es ist ein englischer Begriff.
Zweite Frage: Was genau ist ein Schwellenland?
Ah, gut. Okay. Und die letzte Frage: Welchen Saft haben Emma und ich bei Herrn Sing am Stand getrunken? Der übrigens super lecker war.
Ach, das ist ja leicht. Aber falls ihr die anderen Antworten nicht mehr wisst, hört die Folge einfach noch mal.
Genau.
Alle Infos zum John-Deere-Junior-Club und mehr findet ihr wie immer unter dem Podcast in den Shownotes. Schaut doch mal rein.
Bis zur nächsten Folge.
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