Landwirte in Aktion: PFLANZENSCHUTZ mit John Deere Smart Farming Technologie in England

This is a YouTube video titled "Landwirte in Aktion: PFLANZENSCHUTZ mit John Deere Smart Farming Technologie in England" featuring an interview or discussion with a farmer at Chivas Farms near Cambridge. The content, recorded in German, covers the farmer's experiences and insights on precision agriculture, including the use of variable rate application of fertilizers and seeds, the adoption of digital farming technologies, and the benefits of these innovations for crop management. The discussion highlights practical challenges, technological choices, and the evolution of farming practices over the past decade.
Vielen Dank, dass wir heute hier sein dürfen. Es ist schön, dass du dir heute Zeit für uns genommen hast. Würdest du uns zunächst etwas über deinen Betrieb hier erzählen? Ja, natürlich. Wir befinden uns. Wir befinden uns hier bei Chivas Farms am Rande von Cambridge. Wir bewirtschaften etwa 1000 Hektar. Ein wenig Vertragsbau ist auch dabei. Wir bauen viele Sommerkulturen, Weizen, Gerste, etwas Raps, was natürlich zunehmend schwieriger wird. Buttegemüse ist nicht dabei. Der Boden ist recht schwer, hat einen hohen pH Wert, enthält viel Magnesium und Calcium, verteilt sich auf Blöcke in den Außenbezirken. Wann hast du mit der Präzisionslandwirtschaft begonnen und wie bist du dazu gekommen? Ich glaube, wir haben mit dem Tag teilflächenspezifischen Ausbringungen von Phosphor. Und Kalium begangen. Das machen wir heute nicht mehr. Doch danach sind wir dazu übergegangen, festen Dünger teilflächenspezifisch aufzubringen. Später haben wir auf flüssigen Dünger umgestellt. Das heißt, wir bringen jetzt teilflächenspezifische Mengen an flüssigem Stickstoff aus. Gleichzeitig sind wir zu teilflächenspezifischer Aussaat mit variablen Saatmengen übergegangen. Wir haben uns einfach weiterentwickelt. Wir haben aus unseren Erfahrungen mit der einfachen Sache gelernt, haben dann die nächste in Angriff. Beim ersten System profitiert man vielleicht nur ein bisschen, doch wenn man nach und nach mehrere kombiniert, vergrößert sich hoffentlich der Erfolg. Du hast 2010 also vor 13 Jahren, mit der Präzisionslandwirtschaft begonnen. Auf welche Herausforderungen bist du gestoßen? Im Vergleich zu Jetzt habe ich viel mehr Zeit am Computer verbracht. Ich musste Dateien erstellen, sie hin und herschieben und sie auf einem USB Stick speichern. Jemand, der morgen mit der Präzisionslandwirtschaft starten würde, würde das Ganze gar nicht kennen. Heute kann ich einfach vom Büro aus eine Applikationskarte für die teilflächenspezifische Ausbringung von Dünger oder eine Aussaatkarte sein. Dazu kommt, dass da draußen jetzt viele jüngere Leute arbeiten, die mit der digitalen Technik aufgewachsen sind. Sie kennen sich mit dem Lenksystem eines Traktors aus und sind es gewohnt, Dateien zu verwenden, alles zu erfassen. Sie sind von Grund auf schon sehr clever. Das ist unglaublich hilfreich. Welche Erfahrungen hast du hier bei Chivers Farms mit Präzisionslandwirtschaft gemacht? Wir haben viele Veränderungen vorgenommen. Alle Maschinen mit RTK ausgestattet und alle Felder kartiert. Das hat eine Menge Vorteile mit sich gebracht. Wir wissen genau, was wir anbauen. Wenn man die Felsspritze befüllt, weiß man genau, was drin ist. Wir haben in kurzer Zeit viel gelernt. Ben Burg S. Hat uns sehr unterstützt. Für einige Schulungen und Einrichtungsvorgänge sind sie zu uns gekommen, für andere wir zu ihnen. Ich denke, alle haben sich inzwischen an die Technologie gewöhnt und kommen damit zurecht. Es läuft wirklich gut. Ursprünglich hast du mit zwei Systemen gearbeitet, Trimble und greenstar. Warum hast du dich letztlich für greenstar entschieden? Wegen der Genauigkeit und der Einfachheit. Man arbeitet mit einem einzigen System und einem Dateityp. Das ist einfacher, als mit zwei Systemen zu arbeiten, die nicht miteinander kompatibel sind. Es gibt so viele Wege, die man mit Präzisionslandwirtschaft gehen kann. Warum hast du dich gerade dazu entschieden? Weil es so einfach ist. Mit der Feldspritze, die wir haben, und mit vielen anderen Feldspritzen auf dem Markt ist es völlig unkompliziert möglich. Heutzutage nutzen wir alle diese Technologie. Man erstellt einfach eine K und sendet sie an die Maschine. Warum nicht? Warum sollte man diese Möglichkeit nicht nutzen? Für die Satellitenbilder fallen nur geringe Kosten an. Ich sehe absolut keinen Grund, warum man es nicht tun sollte. Welche Erfahrungen hast du mit der teilflächenspezifischen Ausbringung gemacht? Wir haben festgestellt, dass wir insgesamt immer noch die gleiche Menge auf einem Feld ausbringen. Das System bringt an den gut aussehenden Stellen weniger aus und verteilt das Produkt stattdessen auf die Bereiche, die etwas mehr benötigen. Dadurch wird insgesamt die gleiche Menge ausgebracht, doch sie wird wesentlich effizienter genutzt. Am Ende des Jahres sieht das Erntegut richtig schön gleichmäßig aus. Rein optisch gesehen funktioniert es also sehr gut. Welche Informationen nutzt du, um Entscheidungen zur teilflächenspezifischen Ausbringung zu treffen? Die Stickstoffmenge basiert auf den Satellitenbildern, vielleicht auch ein wenig auf früheren Anbaudaten. Die Ausbringung einer variablen Saatmenge ist etwas knifflig. Wenn wir die Möglichkeit hätten, die tatsächlichen Ergebnisse mit unseren Erwartungen zu vergleichen, könnten wir überprüfen, ob unsere früheren Annahmen und Vorhersagen korrekt waren. Das braucht Zeit und genau das ist wichtig nach der Aussaat. Wenn das Saatgut aufgeht, mit einer App zur Bestandsüberwachung die Bereiche des Feldes anschauen, in denen sie die Saatmenge geändert haben und Ergebnisse auswerten. Hinter uns steht Deine Feldspritze, inwiefern hilft diese dir bei der teilflächenspezifischen Ausprägung mit der Teilbereitschaft?
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