Verschätzt, verplant und Fehlentscheidungen - und wie Sie das vermeiden

A short talk by Michael Heitkötter about how even large organisations make misjudgements and poor decisions (examples: Lufthansa airport chaos and Shopify layoffs) after the end of COVID restrictions, and what leaders can learn. He emphasizes that making decisions is essential, managers must schedule thinking time, plan optimistically/pessimistically/conservatively, monitor personnel risks, and adapt decisions when circumstances change.
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Verschätzt, verkalkuliert, verplant und Fehlentscheidungen. Auch das gehört zum Alltag einer Führungskraft. Das sollte natürlich nicht ganz so häufig passieren, weil dann steht das Unternehmen nicht gut da. Aber dass dies passieren kann, weil weil gehobelt wird, fallen auch Späne. Und dass das auch großen Unternehmen passieren kann, das möchte ich Ihnen hier in dieser Folge einfach mal beschreiben und und was Sie für Ihre Führung daraus mitnehmen können. Entscheidungen treffen ist eine der wichtigsten Fähigkeiten von Führungskräften. Keine Entscheidung treffen ist quasi keine Option, weil wir müssen ja das Schiff lenken, wir müssen das Unternehmen lenken, wir müssen unser Team steuern. Hier geht es Entscheidungen zu treffen. Am besten ist natürlich, wenn man immer die richtige Entscheidung trifft. Das ist aber recht unrealistisch, denn wie schon da, wo gehobelt wird, fallen auch Späne. In Business Sprache übersetzt heißt da, wo Entscheidungen getroffen werden, können auch mal Fehlentscheidungen getroffen werden. Und zwei großen Unternehmen ist das in der jüngsten Vergangenheit auch passiert. Eine Situation war, das ist auch, glaube ich, niemandem verborgen geblieben. Das Chaos an den deutschen Flughäfen. Lange Warteschlangen beim Check In, lange WarteschlangEN beim Security, Kofferchaos, Flugausfälle, all das hat so ein bisschen das Sommererlebnis und den Sommerurlaub 2022 etwas getrübt. Und so bekam ich neulich eine E Mail von Carsten Spohren. Carsten Spohr ist Vorstandsvorsitzender der Lufthansa. Naja, die habe ich jetzt nicht persönlich bekommen, sondern er hat einen Kunden Newsletter geschrieben und hier hat er die Situation erklärt, wie es dazu kommen konnte. Der Ausgangspunkt der Wegfall der weltweiten Corona Maßnahmen, das haben wir uns natürlich alle erwünscht und auch erhofft, aber in diesem Fall, dass die auf einmal weltweit weggefallen sind und hat ja auch dementsprechend das Reiseverhalten auf einmal wirklich wieder nach oben gebracht. Und auf diese Sache war die Lufthansa nicht vorbereitet. Man ist also pessimistischer an diese Situation rangegangen und man hat dementsprechend Naja, so weltweit werden die Corona Maßnahmen nicht wegfallen und dementsprechend wurde auch nicht rechtzeitig das Personal eingestellt und der Flugbetrieb auch wieder nach oben gefahren. Während der Pandemie ist ja alles wieder ein Minimum runtergefahren worden. Die ganzen Flugzeuge sind ja auf dem Boden geblieben. Und das war der Grund für die Fehleinschätzung. Das war, weshalb sie gesagt okay, da waren wir nicht drauf vorbereitet. Wir haben es auch völlig unterschätzt, diesen Apparat hochzufahren und das sorgte für dieses Chaos. Zwei Sachen haben mir an dieser E Mail gefallen. Zunächst einmal, dass die Kommunikation stattgefunden hat und sich dafür auch entschuldigt wurde. Das finde ich immer eine sehr gute Idee, wenn Fehler passieren. Zum Zweiten wird jetzt gegengesteuert, das heißt, es wird Personal eingestellt. Auch das geht nicht so schnell. Und die A Flieger werden wieder ausgemottet, werden dementsprechend in Betrieb genommen, weil die können wieder ganz viel Passagiere dementsprechend befördern. Also hier wird Anpassung gemacht. Aber auch in der E Mail wurde dann dementsprechend auch erklärt, dass das noch eine Zeit benötigt. Ein weiteres Unternehmen, was eine Fehleinschätzung gemacht hat, auch aufgrund des Wegfalls der Corona Maßnahmen, ist Shopify. Shopify ist eine E Commerce Plattform und Anbieter von Online Shops. Und gerade wegen der Pandemie sind natürlich auch die ganzen Konsumenten haben dann ihr Einkaufsverhalten auf die Online Plattform verlagert und das hilft natürlich einem Softwareanbieter wie Shopify. Jetzt ist nur folgendes Die Konsumenten sind wieder zurückgegangen zu ihrem alten Einkaufsverhalten aufgrund Wegfall der Corona Maßnahmen. Sie sind also wieder in die Innenstädte gegangen, sie sind in die Geschäfte gegangen, sie haben vor Ort geshoppt. Und das war nicht so geplant von Shopify. Es wurde also eine Menge Personal eingestellt, weil es dann noch hieß, dieser Boom von Online Shops, dieser Boom von Online Käufen wird weiter anhalten. Auch hier, dieses war eine etwas zu optimistische Planung. Und was jetzt passierte war, dass der Gründer von Shopify dementsprechend 10 Prozent der Belegschaft von jetzt auf gleich entlassen muss. Zwei Beispiele aus der jüngsten Eine Situation, zwei verschiedene Einschätzungen haben aber auch dazu geführt, dass Fehlentscheidungen getroffen wurden. Jetzt ist es natürlich einfach zu Das hätten die anders machen müssen, das hätte man doch absehen können usw. Zunächst einmal ist es immer rückwirkend betrachtet leichter, das natürlich zu beurteilen. Und die Entscheidung an sich möchte ich auch hier überhaupt nicht bewerten. Da fehlen mir viel zu viel Informationen, da habe ich keine Hintergrundinformation. Und man muss ja auch sehen, dass diese Entscheidungen zu einer Zeit getroffen wurden, wo ganz andere Rahmenbedingungen vorherrschten. Was ist aber wichtig, was Sie für sich und Ihre Führung mitnehmen können? Zunächst keine Entscheidung treffen ist keine Option Viele Führungskräfte sagen naja, das entscheide ich mal nicht oder das lasse ich andere entscheiden oder ich sitze die Situation einfach mal aus. Und das ist keine gute Fähigkeit von Führungskräften. Außerdem ist ja auch eine nicht getroffene Entscheidung ja auch irgendwie eine unbewusste Entscheidung gewesen, nämlich die Entscheidung nicht zu treffen. Also wäre mir wichtig, dass Sie immer wieder schauen, dass Sie bewusster Entscheidungen treffen in Ihrem Business, für Ihr Team und für Ihr Unternehmen. Der zweite Punkt Viele Führungskräfte planen nicht und nehmen sich keine Zeit. Da wird eine Entscheidung mal eben im Vorbeigehen getroffen, das wird mal eben spontan getroffen, wichtige Entscheidungen. Und das kann nicht funktionieren. Das sorgt dafür, dass viel zu viele Fehlentscheidungen dann auch passieren. Daher nehmen Sie sich Zeit für Entscheidungen, für Planungen und dann auch nicht die erstbeste Lösung gleich entscheiden und implementieren, weil die erstbeste Lösung, die mir auch in den Kopf kommt, muss nicht wirklich die beste Option sein. Wichtig wäre es schon, wie bei den Beispielen zuvor, eine optimistische Planung zu haben, eine pessimistische Planung und auch eine recht konservative Planung und dann auch dementsprechend zu Was kann ich damit dementsprechend bewirken und was ist daraus auch die beste Entscheidung? Also dieses Zeitnehmen nicht aus der Hüfte mal eben Entscheidungen treffen, finde ich extrem wichtig, dass Führungskräfte das mal machen sollten. Und dafür brauche ich Zeit, dafür brauche ich Denkzeit. Ich nenne das immer Denkzeit. Und hier können Sie einmal in Ihrem Kalender schauen, wann Sie das letzte Mal in Ihrem Kalender eine bewusste Zeit eingetragen haben, wo Sie über gewisse Sachen nachdenken. Wie ist der Wettbewerb? Wie ist die Situation? Wie sind die Rahmenbedingungen? Wo braucht mein Team noch Verstärkung? Und so weiter. Das sind Fragen, die Sie sich stellen dürfen als Entscheider, dürfen sich Zeit nehmen, dürfen die passenden Möglichkeiten erarbeiten und dann die vielversprechendste Möglichkeit auch implementieren. Weil das ist nämlich immer die Frage, die ich so Woher weiß ich denn, dass die Entscheidung die richtige ist? Ganz Das wissen Sie nie, das können wir nie wissen. Aber wichtig ist, glaube ich, dass Sie zu dem Zeitpunkt, wo entschieden wurde, ein gutes Gefühl haben. Und das können Sie nur haben, wenn alle Fakten auf den Tisch liegen, wenn alle Möglichkeiten und Optionen besprochen wurden und dass dann aus den gesamten Möglichkeiten die eine Lösung entschieden wird. Und dann haben Sie nicht immer die richtige, aber Sie haben aus einem guten Gefühl, aus einem Bauchgefühl heraus und zwar auf Faktenlage diese Entscheidung getroffen. Wir haben Fachkräftemangel überall und auch hier ist einmal wichtig, dass ich das Thema Personalplanung einmal beleuchte. Ich finde es immer wieder spannend, dass Führungskräfte und Geschäftsführer zu mir kommen und da hat ein Mitarbeiter oder zwei Mitarbeiter überraschend gekündigt. Ich glaube nicht, dass das immer überraschend gekündigt ist, weil häufig kündigt sich so etwas an. Das ist, dass ich mal gewisse Dinge wahrnehmen muss. Ich muss die Situation mal beobachten, Ich muss mich mal hinsetzen und Wer zeigt Zeichen von Unzufriedenheit? Wer könnte welche Veränderung gebrauchen? Wer scheidet aus meinem Team aus, auch aus Altersgründen und so weiter. Wir können nicht in die Glaskugel gucken, das können wir nirgendwo, das haben wir nicht und das wäre auch ziemlich vermessen zu Ich kann die Zukunft vorhersagen. Aber was wichtig ist, die richtigen Fragen zu stellen und sich dafür die Zeit zu nehmen und die richtigen Entscheidungen und die richtigen auch Weichen zu stellen, dass ich für gewisse Dinge nicht überrascht werden kann. Und dann noch ein letzter Wenn ich eine Entscheidung getroffen habe, ist es nicht in Stein gemeißelt. Der Markt verändert sich, das Team verändert sich, Kundenverhalten verändern sich, es gibt Krisen. Darauf darf ich dann auch dementsprechend Anpassung machen, ganz egal, wie die Entscheidung getroffen wurde. Wichtig ist, glaube ich, zu beobachten, was passiert da draußen, Also was passiert im Markt, was passiert aber auch in meinem Unternehmen? Und dann auch die richtigen und frühzeitigen Anpassungen zu machen, So wie jetzt natürlich auch die Lufthansa, die die A wieder ausmotten und dementsprechend in Betrieb nehmen, die massiv Personal einstellen. Und genauso auch bei Shopify ist die Anpassung eine recht negative, dass Personal entlassen werden muss. Also seien Sie ein Entscheider, nehmen Sie sich Zeit, treffen Sie zum richtigen Zeitpunkt die Entscheidung, machen Sie Planungen und tun Sie mir einen Bleiben Sie weiter in Führung.
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