Evolutionary Background Of The Conditions | Session 3 Module 1| Gupta Programm - deutschsprachig

German-language Gupta Program session (Session 3, Module 1) that explains an evolutionary model for chronic conditions such as ME/CFS, fibromyalgia, chemical sensitivities and IBS. The speaker argues these disorders arise when the brain becomes trauma-sensitized and over-activates survival systems (sympathetic nervous system and immune system), producing a learned hypersensitive defensive pattern; he labels this group "neuroimmunkonditionierte Syndrome (NICS)" and previews Module 2 (insula and amygdala). The session also includes practical pacing advice for meditations and uses glacier imagery to illustrate bodily regeneration.
Chapters
Session 3 Modul 1 der evolutionäre Hintergrund. Session 3 Erklärung der Erkrankung. Hallo und willkommen zur heutigen Sitzung. Ich freue mich, dass du heute hier bei mir sein kannst für eine aufschlussreiche Sitzung über die Erklärung deiner Erkrankung. Wie läuft es mit deinen Meditationen? Ich hoffe, du bist in der Lage, dich darauf einzulassen und zu engagieren, denn sie sind ein wichtiger Bestandteil des Genesungsprogramms. Sollte dir allerdings das Meditieren noch sehr schwer fallen oder falls sich dadurch Ängste oder Symptome verstärken, dann kannst du dich einfach erstmal auf die Hauptretraining Technik konzentrieren, die in den nächsten Sitzungen drankommt und dich den Meditationen irgendwann später wieder zuwenden. Ich möchte das hier so einfach wie möglich für dich gestalten. Du bist einmalig und darum darfst du das Programm und die Werkzeuge so anpassen, wie es für dich am besten funktioniert. Komm nun mit mir zum oberen Ende des größten Gletschers der Schweizer Alpen, dem Aletschgletscher mit seinem unberührten Schnee und Eis. Dieser Schnee und dieses Eis werden irgendwann das Tal hinabrutschen, sich mit Schmutz und Geröll vermischen und weiter zu einem Fluss fließen. Und irgendwann werden sie verdunsten und im Kreislauf des Lebens wieder zu solch weißem Schnee werden. Wir sind genauso wie dieser weiße Schnee. Unsere Körper wissen, wie sie gesund und glücklich sein können und indem wir diesen Zyklus durchlaufen, werden wir zu voller Gesundheit zurückkehren. In der heutigen Sitzung werden wir eine Erklärung der Erkrankung besprechen. Viele erleben ein Gefühl der Erleichterung, wenn sie das allein schon hören. Du weißt schon, endlich versteht mal jemand, wie es mir geht. Du fühlst dich bestärkt. Leute seufzen vor Erleichterung, weil diese Erklärung sich für sie so richtig anfühlt. Warum ist diese Sitzung an dieser Stelle so wichtig? Weil ich möchte, dass du am Anfang deines Retrainings zu 100 Prozent dahinterstehen kannst. Denn ich weiß, wie es ist, wenn man diese Krankheit hat, wie wichtig es dann ist, zu verstehen, wo sie herkommt, damit du dich damit einig fühlst. Wir werden die Ursachen ansprechen, die den Symptomen zugrunde liegen. Unser Verstand kann sich Sorgen machen, um so viele Dinge. Wir sorgen uns, dass es vielleicht nicht funktionieren wird, aber wenn wir die Erklärung hören und intuitiv spüren, dass sie auf uns zutrifft, dann wird es leichter, dich ganz auf deine Genesung einzulassen und engagiert dran zu bleiben an diesem Retraining Programm. Es hilft auch, wenn du an unserem positiven, unterstützenden Forum teilnimmst. Wenn du das Programm gekauft hast, hast du die Details dazu bereits erhalten. Nimm dir die Freiheit, während der heutigen Sitzung das Video jederzeit anzuhalten, um nachzudenken oder um alle 20 Minuten oder so eine Pause zu machen. Du kannst durchatmen, dich neu sammeln oder Dehnübungen machen, um dich zu erfrischen oder du entscheidest jeweils nur eine halbe Sitzung auf einmal machen, je nachdem, wie gut du dich konzentrieren kannst. Die evolutionäre Grundlage dieser Erkrankung. Beginnen wir mit der größten aller Warum sind wir hier? Ich meine das jetzt nicht philosophisch, sondern aus wissenschaftlicher Sicht. Wir sind hier, weil unsere Körper sich über Jahrmillionen entwickelt und zum Überleben an die Umgebung angepasst haben. Die oberste Priorität unseres Organismus ist das Überleben. Doch es gibt Bedrohungen, die unser Überleben gefährden und diese können von ganz unterschiedlicher Art sein. Wenn wir biologischen Bedrohungen begegnen, wie Bakterien oder Viren, dann springt unser Immunsystem an. Dann fühlen wir uns grippig, haben womöglich Fieber, Kopfweh etc. Wenn unsere Atemwege bedroht sind durch Giftgas oder Rauchen, dann kann es zu einer allergischen Reaktion der Atemwege kommen und das Immunsystem wird dabei ebenfalls aktiviert. Begegnen wir physischen Gefahren, zum Beispiel ein wilder Tiger rennt auf uns zu, dann wird unsere Kampf oder Fluchtreaktion ausgelöst. Dann fühlen wir uns in Stress voller Angst, Unser Herzschlag steigt, unsere Muskeln spannen sich durch die Stresshormone an, dann sind wir bereit zu kämpfen oder zu fliehen. In der Biologie nennt sich das alles die Antwort des sympathischen Nervensystems. Das ist jetzt keine tolle Beschreibung, oder? Eine sympathische Reaktion soll eine Stressreaktion beschreiben. Tja, so ist es nun mal. Das Gegenteil des Stresssystems, also das Gegenteil des Sympathikus, das nennt sich das parasympathische Nervensystem. Das ist, wenn der Körper sich beru und heilt, ausruht und sich selbst repariert. In der modernen Welt sind die meisten unserer Bedrohungen nicht so sehr körperlich, sondern eher mental oder emotional. Aber unser Körper reagiert darauf weiterhin, als seien es körperliche Bedrohungen. Nehmen wir zum Beispiel Zurückweisung oder Trennung. Wir fühlen diese Gefühle, spüren den Stress im Körper. Aus evolutionärer Sicht ergibt das Sinn, denn wenn wir von unserem Stamm getrennt oder zurückgewiesen werden, dann könnte das unser Überleben bedrohen. Es gibt noch andere Abwehrreaktionen, wie zum Beispiel Schmerzreaktionen, wo unser Gehirn die Aufmerksamkeit auf die schmerzende Stelle fokussiert, diese Schmerzsignale dann verstärkt und Teile des Immunsystems aktiviert. Unser Körper erzeugt also ein individuelles Muster an Abwehrreaktionen, je nachdem, was die Situation verlangt und alles das, damit wir überleben können. Die Schulmedizin tut sich schwer damit, unsere Art von Erkrankung zu behandeln, weil die Schulmedizin diese Zweige der Medizin voneinander trennt. Wir haben eine eigene Abteilung für Immunologie und eine für Neurologie und auch noch eine separate Abteilung für Psychologie. Aber das Gehirn macht keinen Unterschied zwischen all diesen verschiedenen Aspekten des Körpers, den verschiedenen Arten von Stress. Das Gehirn sagt was muss ich machen, um zu überleben? Und dann löst der Körper ein individuelles Muster an Abwehrreaktionen aus, um das Überleben zu sichern. Wenn wir zum Beispiel eine Grippe haben, dann wird unser Immunsystem aktiviert. Aber das hat auch Auswirkungen darauf, wie wir uns fühlen. Wir fühlen uns so, dass wir einfach nur ausruhen wollen. Biologisch gesehen geschieht das, damit wir heilen können und somit überleben. Was hat das nun aber mit ME, dem chronischen Erschöpfungssyndrom, Fibromyalgie, Chemikaliensensitivität, Reizdarmsyndrom und all den anderen verwandten Erkrankungen zu tun, um die es hier geht? Nun, ich glaube, dass all diese Erkrankungen durch eine Überstimulierung dieser Überlebensreaktionen ausgelöst werden, dieser Abwehrreaktionen, sowie eine traumatisierte Armee, die es mit der Verteidigung ihrer Festung übertreibt. Das Immunsystem und das sympathische Nervensystem sind überstimuliert und das führt zu verstärkten Entzündungen im Körper. Neuroimmunkonditionierte Syndrome. Ich nenne diese Gruppe von Erkrankungen neuroimmunkonditionierte Syndrome oder NICS neuro weil das Nervensystem und das Gehirn beteiligt sind, immun weil es um eine Überreizung des Immunsystems geht, konditioniert, weil das Gehirn lernt, auf diese Weise überzureagieren, und Syndrom, weil das Ergebnis eine Ansammlung von Symptomen ist, die für jede Person einzigartig ist. Diese Abwehrreaktionen zeigen sich im ganzen Körper, aber ich glaube, dass sie im Gehirn ihren Ursprung haben. Diese Erkrankungen sind echte physische Krankheiten im Körper, ausgelöst durch die Auswirkungen eines traumatischen Ereignisses auf das Gehirn, wodurch das Gehirn in einen extremen Überlebensmodus geht. Das Gehirn wird hypersensibel und hyperreaktiv. Es ist das Gehirn, das das sympathische Nervensystem und das Immunsystem überreizt und dem zugrunde liegt etwas, das sich Konditionierung nennt. Aber was ist eine Konditionierung? Das ist, wenn unser Gehirn lernt, etwas Neues immer und immer wieder zu tun. Die Konditionierung scheint vorwiegend in Gehirnteilen stattzufinden, die wir Insula und Amygdala nennen. Es folgt Modul 2 die Insula und die Amygdala.










