How The Condition Starts & Develops | Session 3 Module 3 | Gupta Programm - deutschsprachig

Ashok Gupta explains how ME/CFS, fibromyalgia, and similar conditions develop through three factors: genetic predisposition, childhood experiences, and stress or physical triggers like infection or injury. These activate learned hypersensitivity in the brain's limbic regions, causing chronic stress activation, immune problems, and depleted resources that produce the condition's symptoms.
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Session 3 Modul 3 wie die Erkrankung beginnt und sich entwickelt. Wie die Erkrankung beginnt. Schauen wir uns mal an, wie das Gehirn zu Beginn der Erkrankung hypersensibel geworden sein kann. Wir verwenden dazu die folgende Grafik. Es gibt drei charakteristische Faktoren, die eine der hier behandelten Erkrankungen auslösen können. Wir können bestimmte Gene von unseren Eltern geerbt haben. Da könnte ein Risikofaktor dabei sein. Ja, ich weiß noch etwas, wofür wir uns bei unseren Eltern bedanken dürfen. Andere Risikofaktoren mögen in Kindheitserfahrungen liegen. Beides beeinflusst, wie wir auf die Krankheit und auf Stress reagieren. Zu Beginn der Erkrankung berichten die meisten Menschen, dass sie im Vorfeld der Erkrankung akuten oder chronischen Stress hatten. Manche mussten sehr viel arbeiten, andere hatten einen Trauerfall oder einen anderen Grund für Stress, wenn wir gestresst sind. Arbeitet unser Immunsystem nicht mit voller Leistung, Stand für die meisten Patienten irgendeine körperliche Krankheit am Anfang der Erkrankung, aber nicht für alle. Im Fall von ME und dem chronischen Erschöpfungssyndrom sind meist virale oder bakterielle Infektionen der Auslöser. Das kann zu einer Überreaktion des Immunsystems führen. Bei Fibromyalgie ist es häufig eine Verletzung, vielleicht ein Unfall oder eine lokalisierte Schmerzerkrankung, die dann auf den gesamten Körper übergeht. Im Fall von MCS ist der physische Auslöser meistens ein Kontakt mit einer starken Chemikalie oder mit Schimmelgiften. Bei Reizdarm und Nahrungsmittelunverträglichkeiten ist der Auslöser oft eine Lebensmittelvergiftung oder eine plötzliche allergische. Bei EHS kann der Auslöser in starken elektrischen Feldern bestehen, denen man zeitweilig ausgesetzt war. Es gibt also verschiedene physische Krankheiten oder physische Bedrohungen, die die Erkrankung auslösen können. Es gibt noch eine Menge mehr Auslöser als die hier genannten. Bei Schritt 4 löst dann die Kombination dieser drei Faktoren vermutlich ein Trauma im Gehirn aus, das sich in der Amygdala und der Insula zusammen mit dem Hippocampus ereignet. Wenn ich Trauma sage, dann meine ich damit nicht unbedingt einen physischen Schaden im Gehirn. Ich meine lediglich, dass diese Hirnteile lernen, hypersensibel zu werden. Sie stimulieren sehr schnell das Immunsystem, das Nervensystem. Sie wurden durch die drei oben genannten Faktoren. Traumatisiert. Sie lösen diese Reaktionen aus. Übervorsicht immer wieder aus, um das Überleben zu sichern. Aus evolutionärer Sicht ergibt das Sinn, dass unser Gehirn unser Überleben sichern will und dafür auch einmal überreagiert. Man nennt das neurologisches Lernen oder Konditionierung. Anders Unser Gehirn lernt uns überzuverteidigen. Warum aber wird das Gehirn traumatisiert? Erinnerst du dich, dass wir gesagt haben, die oberste Aufgabe des Gehirns ist, das Überleben zu garantieren. Im Fall von ME oder CFS, sagen wir mal, hat jemand Grippe am Beginn seiner Erkrankung. Jedes Jahr sterben Leute an Grippe, vor allem Ältere und Kränkliche, weil ihr Immunsystem nicht stark genug ist, um den Infekt zu bekämpfen. In gleicher Weise ist, wenn jemand sich gestresst oder schwach fühlt, sein Immunsystem weniger wirksam. Also denkt das oh nein, wir sind nicht stark genug, um die Krankheit zu bekämpfen. Das ist gefährlich. Lass unsere Abwehrsysteme übertrieben stark ankurbeln, damit wir auf jeden Fall überleben. Was denkst du, was die Grippesymptome auslöst? Es ist nicht der Virus selbst, es ist nicht der Eindringling. Die Grippesymptome werden vom Immunsystem und von Teilen des Nervensystems ausgelöst. Wenn diese Systeme nun konstant überreizt sind, dann haben wir ständig eine Menge Symptome. Das verschwendet außerdem Energie. Das braucht unsere Ressourcen ganz schnell. Auf evolutionärer Sicht ist das erstmal genau das Richtige. Das Problem entsteht erst, wenn es chronisch wird. Wird es chronisch, dann steckt das Gehirn in diesem Modus fest und muss retrainiert werden, um wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Genau wie diese Armee, von der wir sprachen, die traumatisiert ist, die überstimuliert ist und lernen muss, dass wieder Frieden herrscht. Reaktion auf STRE. Auf der folgenden Grafik sehen wir den Begriff externer Stress. Findest du es schwieriger als sonst, mit stressigen Menschen und Situationen zurechtzukommen? Das geschieht, weil das Stresssystem überreaktiv ist. Außerdem ist es auch noch erschöpft. Deshalb schafft es nicht, mit mehr Dingen umzugehen. Die symptome. Bei Schritt 5 können wir sehen, welche Systeme überstimuliert sind. Unser Kampf oder Fluchtsystem ist hyperstimuliert. Wissenschaftlich wird es das sympathische Nervensystem genannt. Teile des Immunsystems sind überstimuliert und diese Überstimulierung des Sympathikus Wir haben zu viel Stresshormone wie Cortisol, Adrenalin und viele andere. Wenn wir zu viele Stresshormone im Körper haben, dann kann das vordere Gehirnareal sogar schrumpfen, besonders im Bereich des präfrontalen Kortex. Der Blutfluss zum Gehirn wird auch reduziert. Im präfrontalen Kortex sitzt unser rationaler Verstand. Deshalb können wir unter Gehirnnebel leiden. Das Denken wird schwierig, das Erinnern ebenso. Ein Hirnbereich des Namens Hippocampus schrumpft ebenfalls. Der Hippocampus ist für Erinnerungen zuständig und kann als Bremse für das Kampf oder Fluchtsystem agieren. Aber jetzt kann der Hippocampus das nicht mehr leisten, was zu noch mehr Stress führt. Es wird schwieriger für uns, uns zu Das Denken allgemein wird verschwommener. Wenn diese Systeme überstimuliert werden, sind sie irgendwann erschöpft, aufgebraucht, sodass der Körper nicht mehr effektiv auf Stress oder Situationen reagieren kann. Wir haben dann sehr niedrige Level an Stresshormonen wie Cortisol und Adrenalin zur Verfügung, wenn wir eine Aufgabe erledigen oder trainieren wollen. Das System hat keine Ressourcen mehr. Wir fahren mit leerem Tank. Die Nebennierendrüsen, die das Adrenalin produzieren, werden ebenfalls erschöpft. Bei vielen wird deshalb Nebennierenschwäche oder Hypoadie diagnostiziert. Das trägt alles bei zu diesem tiefen Gefühl von Müdigkeit, Fatigue, Erschöpfung, wo wir fühlen, dass wir nicht trainieren können oder keine Kraft mehr haben, um irgendetwas zu tun. Und nach einer Anstrengung fühlen wir uns noch schlechter, weil wir keine Ressourcen dafür haben. Diese Hyperstimulierung führt zu symptomen bei Schritt 6 bei ME CFS haben wir Muskelschmerzen, Erschöpfung, Denken ist erschwert. Wir haben Schlafprobleme, Gehirnnebel, Erschöpferung nach Aktivität, was bedeutet, dass wir uns nach jeglicher Anstrengung müde fühlen. Wir bekommen Reizdarm, Lymphdrüsenschwellen an und viele andere Symptome. Generell haben wir einen überhöhten Entzündungswert in Körper und Gehirn. Im Anhang zu diesem Kapitel findest du eine Liste von Symptomen und Erklärungen, wie diese durch die Überstimulierung ausgelöst werden. Wir merken auch, dass unser Verdauungs und das Entgiftungssystem zum Stillstand kommen. Wenn wir im Kampf oder Fluchtmodus sind, sind diese nicht überlebenswichtigen Systeme uninteressant. Dadurch können sich vorübergehend mehr Gifte im Körper ansammeln. Bei Fibromyalgie hat jemand im Allgemeinen einige der bereits erwähnten Symptome mit Schwerpunkt auf Schmerzen im Körper und den bekannten empfindlichen Stellen, auch tender points genannt. Bei MCS lernt das Gehirn in Reaktion auf Chemikalien, Schimmel und andere Stoffe das Immunsystem und das Nervensystem überzustimulieren. Bei EHS oder elektrischer Sensibilität lernt das Gehirn überempfindlich auf elektrische Felder zu reagieren. Bei Reizdarm lernt das Gehirn Abwehrreaktionen im Bauch überzustimulieren, zum Beispiel die Darmmuskeln anzuspannen, was zu Verstopfungen, Durchfall und und Schmerzen führt. Das verändert auch die Balance zwischen guten und schlechten Bakterien im Verdauungstrakt. Bei anderen Erkrankungen, die hier dazugehören, kann es weitere spezifische Symptommuster geben, je nach dem Auslöser, der uns begegnet ist. Durch die Überstimulation, die zu einem Mangel an Ressourcen im Körper führt, können sekundäre Probleme Auftauchen bei Schritt 7. Die Nebennieren können aufhören zu reagieren, weil sie erschöpft sind, was zu Hyperadhrenie führt. Die Mitochondrien, die kleinen Kraftwerke unserer Zellen, funktionieren vielleicht nicht mehr richtig und wir haben womöglich vermehrt opportunistische Viren und Bakterien im Blut. Das kann auch noch weiter zu Symptomen beitragen. Manche bekommen auch Allergien oder Überempfindlichkeiten. Und schließ Eine Hauptursache für gesteigerte Entzündungen ist der Mangel an tiefem Schlaf. Wir haben vermutlich viel zu wenig Tiefschlaf und der wird gebraucht, damit der Körper heilen und sich reparieren kann. Dann wachen wir morgens auf und fühlen uns nicht erholt. Ich weiß, manche dieser emotionalen Symptome können herausfordernd sein. Wegen der Überstimulation, die im Gehirn vorliegt, haben wir weniger Glückshormone im Gehirn. Normalerweise fühlen wir uns gut durch Serotonin und Dopamin, das sind unsere Glückshormone. Aber davon haben wir jetzt weniger. Deshalb fällt es uns viel schwerer, uns glücklich entspannt und positiv zu fühlen. Sekundärer Der Vagusnerv. Der Vagusnerv ist ein langer Nerv, der durch den gesamten Körper verläuft. Dieser Nerv trägt Signale des Gehirns direkt zu den Zellen und Organen, um das parasympathische Nervensystem zu stimulieren. Das Gegenteil des Stresssystems, das dominiert, wenn der Körper in den Entspannungsmodus geht und sich selbst repariert. Ich glaube, ein Schlüssel zum Gesundwerden ist es, dem Gehirn und ebenso dem Körper zu erlauben, vom sympathischen zum parasympathischen Modus zu wechseln. Es ist bekannt, dass regelmäßige Atem und Meditationstechniken dazu beitragen, den Vagusnerv zu beruhigen. Deshalb schließen wir das in unsere Behandlung mit ein. Da jedes Organ und jede Zelle im Körper betroffen sind werden wird bei Betroffenen häufig eine Schilddrüsenunterfunktion diagnostiziert, wo die Schilddrüse nicht ausreichend anspricht. Es ist noch zu früh, um zu sagen, worin die Verbindung besteht, aber nach meiner Hypothese könnte die Schilddrüsenunterfunktion ebenfalls eine Folge der Überstimulierung durch das Gehirn sein. Es folgt Modul 4 der Teufelskreis.










