Gerald Hüther - Raus aus der Demenzfalle | Styria | Austria | vulkantv.at

Lecture by neuroscientist Gerald Hüther arguing that the ageing brain remains plastic and that emotional engagement, meaningful activity and social inclusion can prevent or reduce dementia. He illustrates with anecdotes and studies (a music intervention in care homes, the Nun Study, stroke rehabilitation) and emphasizes salutogenic factors—comprehensibility, ability to act, and meaningfulness—while urging communities to include and value older people.
Chapters
Toll, dass ich wieder hier sein darf. Ich komme eigentlich immer deshalb hierher, weil es mir so gefällt. Ich finde diese Gegend schön und finde auch ihre Stadt schön. Und dass wir jetzt mal so etwas ganz Besonderes machen können, nämlich uns mit einer spezifischen Frage befassen können, nämlich wie das mit dem Älterwerden so ist und wie es im Gehirn so zugeht, wenn man älter wird. Das finde ich jetzt besonders interessant, weil ich der festen Überzeugung bin, dass wir in unserer Gesellschaft etwas durcheinandergebracht haben, was vielleicht langsam wieder gerade gerückt werden muss. Ich will Ihnen das an einem Beispiel deutlich machen. Wir haben in unserem beschränkten Verstand in Afrika ja auch dafür gesorgt, dass da viele Elefanten wieder leben. Und dann gibt es ab und zu mal solche Situationen, wo man die so gut schützt, dass es zu viele werden und dann müssen welche weg. Jetzt dürfen Sie dreimal raten, welche man dann abschießt. Die Alten, weil wir bekloppt wie wir sind, glauben, die Alten machen sowieso nicht mehr lange und das sei jetzt besser, so einen Alten abzuschießen. Das haben die dann auch gemacht, haben sie die Alten abgeschossen. Und dann ist was ganz Furchtbares passiert, nämlich diese jungen Elefanten haben die Dörfer überfallen, haben die ganzen Felder niedergetrampelt, weil diese Vorbilder und weißen alten Elefanten, vor allen Dingen Elefantinnen, fehlten, die dafür sorgen, dass so eine Elefantenhärte sich nicht in einen Haufen von rüpelhaften jungen Leuten verwandelt, die sozusagen nicht mehr wissen, wo es langgeht. Und deshalb hat die alte Generation eigentlich eine irrsinnig wichtige Bedeutung. Die haben die meisten Erfahrungen gesammelt und das sind nicht die unwichtigsten Mitglieder einer Gesellschaft, sondern das sind die wichtigsten. Und das macht das Beispiel mit den Elefanten ja schon ziemlich deutlich. Und ich kann mir vorstellen, dass das in den nächsten Jahren auch in unserer Gesellschaft wieder ein Thema wird, mit dem man sich beschäftigen muss und wo dann auch immer deutlicher wird, dass das keine gute Idee war, wenn man Menschen, wenn sie dann älter werden, aus der Gesellschaft mehr oder weniger ausgliedert und ihnen auch deutlich macht, dass sie jetzt übrig sind. Und dann kriegen sie noch so eine Betreuung und Pflege und dann wartet man auf ihr, wie das in Deutschland heißt, auf ihr sozialverträgliches Absterben. Das ist natürlich eine Katastrophe. Also das meine ich jetzt sehr ernst. Wir haben mal eine wunderbare Studie in Göttingen gemacht, das hieß Lieblingslieder im Altersheim. Und dann konnte man auf so einen kleinen Stick und so ein Hörgerät, konnte man sich sozusagen Lieblingslieder, durften sich die älteren Herrschaften, Lieblingslieder darauf, also der weiße Holunder und was man da so hat, das wurde da so wie die das dann so eine Hitliste, zehn Titel kriegten die da drauf und das wurde dann ihnen zur Verfügung gestellt und sie durften immer morgens im Bett, wenn sie aufgewacht waren vor dem Aufstehen, sich einen Lieblingstitel einmal täglich so einen anhören. Und dann hatten sie das. Und abends beim Einschlafen durften sie auch noch mal ein. Das Ergebnis war zum Beispiel, das konnte man richtig sehen, wenn da so eine ältere Dame dann ihren Hit gehört hatte, Dann ist die dann so mit Schwung ist die dann aus ihrem Zimmer gekommen und dann ist der Nachbar auch so, der guckte auch anders als sonst immer. Und dann hat sie noch dieses Lied auf den Lippen gehabt und der auch. Und dann sind die das erste Mal dann auch miteinander ins Gespräch gekommen und da hat die gefragt, was haben Sie denn für ein Lied? Und ich habe das. Und dann sind die zusammen runtergegangen und haben am Tisch gemeinsam gefrühstückt und hatten plötzlich was, was sie verbindet. Großartig. Dann sind wir zur Krankenkasse gegangen, also zu dem Versicherungsträger und haben gesagt, wir hätten da ein schönes Modell, wir würden das gerne mal ein bisschen ausbreiten und es in vielen Kranken oder in vielen Einrichtungen, wo ältere Menschen begleitet werden, dann auch einsetzen und dann auch mal eine wissenschaftliche Studie dazu machen, weil das müsste man ja auch ein bisschen absichern. Und da haben wir kein Geld gekriegt. Dafür hatten sie kein Geld, um das auszubreiten. So deutlich haben sie es nicht gesagt. Aber es ist nicht die Aufgabe der Rentenversicherer, das Leben von älteren Menschen zu verlängern. Man muss ab und zu mal Wahrheiten so sagen und aussprechen, wie sie sind. Die haben dafür zu sorgen, dass solange die leben, die einigermaßen versorgt sind. Aber wenn man das alles ökonomisch sieht, ist es besser, sie sterben früher. Das ist sozialverträgliches Ableben. So und da habe ich jetzt einfach Lust, sie aufzuhetzen hier in Feldbach und zu Wir machen das nicht mit, wir wollen das nicht mehr. Und da braucht man ja auch ein bisschen Mut und da muss man auch das Gefühl haben, Das geht. Da kann ich nun als Hirnforscher, kann ich Ihnen da so ein bisschen heftig Mut machen, weil das ist vielleicht die bedeutendste Entdeckung, die wir da in den letzten 20 30 Jahren gemacht haben, hat sich immer noch nicht bis in alle Bereiche rumgesprochen. Aber die he Im Gegensatz zu allem, was wir noch früher, als ich noch ein junger Hirnforscher war, geglaubt haben, im Gegensatz zu allem, was wir bisher gedacht haben, ist das menschliche Hirn bis ins hohe Alter umbaufähig. Da können immer noch neue Synapsen aufgebaut werden, da können neue Vernetzungen entstehen, da kann, wenn hier was kaputt geht, an einer anderen Stelle was neu gebaut werden. Wenn man mit 70 noch mal anfängt Klavier zu spielen oder zu jonglieren, ein halbes Jahr später kann man dann mit dem bildgebenden Verfahren, das ist so Computertomographie, zeigen, dass da plötzlich eine Verschaltung entstanden ist, die da vorher gar nicht da war. Das macht ja ein bisschen Mut. Das heißt, man könnte da noch ganz viel, aber das geht nicht so einfach dadurch, dass man übt. Also das Hirn ist kein Muskel. Jetzt kommt es nämlich, jetzt kommen wir dorthin, wo wir hier in Feldbach hin müssen. Nicht durch Üben kriegt man eine neue Vernetzung ins Hirn, sondern durch Freude hätten Sie das gedacht. Wahnsinn. Also das Hirn hat nämlich so kein Muskel, ist ja klar. Also Muskel kann man einfach üben und da wird er immer dicker und inzwischen kann man da auch Strom dran schließen, dass immer mal zuckt und er wird auch immer dicker. Der Muskel ist blöd, aber das Hirn ist nicht so doof wie der Muskel. Und wir haben so im Hirn haben wir so so ein Bereich, da wird immer geprüft, ob das, was wir da tun, uns auch wichtig ist. Und wenn das für uns nicht wichtig ist, dann hat das Hirn keine Lust sich anzustrengen. Das ist sozusagen sparsam. Also am liebsten macht es nichts. Und wenn dann irgendwie einer kommt und sagt, jetzt müssen wir ein bisschen mehr Kreuzworträtsel machen oder sich mal ein bisschen mehr bewegen, Sie in Ihrem Alter sollten jeden Tag hier 10 Kilometer, also dann sagt ja, ja, hat er schon recht, wird schon stimmen. Aber das Hirn ist nicht der Meinung, dass das jetzt besonders wichtig sei und dann macht man es auch nicht. Das heißt, das, was man tut, damit sich im Hirn was verändert, das muss mit einer, nennen wir es mal mit einer Aktivierung der emotionalen Zentren im Hirn einhergehen. Und früher habe ich immer dann so ein bisschen gesagt, Sie müssten sich mal wieder für was begeistern, Dann ging es. Also wenn Sie was tun und das fasziniert Sie so. Und heute sage ich das mit der Begeisterung nicht mehr so gerne. Das habe ich eigentlich eher immer aus rhetorischen Gründen gesagt mit der Begeisterung, weil jeder weiß, man kann sich ja für jeden Scheiß begeistern. Und das haben sich Menschen auch schon für den größten Blödsinn begeistert. Und das braucht man nicht nochmal. Aber es ist manchmal auch schwer, wenn ich jetzt gesagt hätte, damals als ich damit angefangen habe, man müsste es mit Freude tun, da hätten die Leute mich angeguckt. Mach ich doch immer mit Freude. Das wissen Sie schon gar nicht, was das ist. Jetzt haben wir das mit der Begeisterung. Jetzt sage in Wirklichkeit meine ich, wenn ich Begeisterung sage, meine ich Freude. Und wenn das noch nicht reicht, Hingabe. Also wenn mein Lieblingsbeispiel, wenn jetzt hier einer in feldbach, einer mit 85 schon dabei, wenn Sie jetzt unbedingt Chinesisch lernen wollten, wissen Sie, wie das dann abläuft? Schon wenn Sie auf die Idee kämen, Chinesisch zu lernen, sagt Ihnen ein Teil in Ihrem Hirn, das lohnt sich nicht mehr. Aber jetzt gehen wir mal davon aus, Sie hätten sich das ganz wild in den Kopf gesetzt. Dann gehen Sie zu Ihren paar verbliebenen Freunden, wo Sie immer so Ihre Bierchen trinken und Kumpels, jetzt lerne ich Chinesisch. Wissen Sie, was die sagen? Hast du noch alle Tassen im Schrank? Du in deinem Alter? Das wird also nichts. Und wenn Sie sich auch noch darüber hinwegsetzen und so einen starken Willen haben, dass Sie dann doch sich in der Volkshochschule anmelden, da wissen Sie alle, die Sie hier sitzen, das wird nur schnell lernen, nie mehr Chinesisch. Aber wenn der sich jetzt sind Sie seine Frau, das passt jetzt nicht. Also wenn sich irgendein jähriger Herr aus Feldbach in den Kopf gesetzt hätte Chinesisch, dann wird es unter den normalen Umständen hier nichts. Aber wenn der, stellen wir uns vor, der würde sich rettungslos in eine junge, hübsche, jährige Chinesin verlieben, Da gehen die emotionalen Zentren an. Und wenn die dann sagt, Feldbach ist auch, Feldbach ist auch schön, aber ich möchte lieber nach China, nach Qinfun. Und der findet die so irre gut, dass er dann mit nach Qingf geht. Nach einem halben Jahr gehen wir den dann besuchen in Qingfung und der kann Chinesisch. Da kann der Chinesisch, weil er will und jedes Wort, was er da lernt und wo die Zunge sich fast verbiegt, begeistert ihn und die Frau auch, dass er so ein toller Chinesischlerner ist. Und deshalb kann man prinzipiell auch mit 85 Chinesisch lernen. Nur man müsste sich eben auch wirklich so begeistern können. Das ist geht, weil nur dann, wenn man etwas mit so einer Freude tut oder mit Hingabe, werden im Hirn diese emotionalen Zentren angeschaltet und dann werden bestimmte Botenstoffe ausgeschüttet. Und diese wunderbaren Botenstoffe, die kommen im Routinebetrieb nicht mehr raus. Im Routinebetrieb werden alle möglichen Botenstoffe ausgeschüttet, aber die nicht, weil die nur dann ausgeschüttet werden, wenn es wirklich noch mal richtig wichtig wird, Weil diese Botenstoffe nämlich etwas können, was die anderen, die man im Routinebetrieb nimmt, nicht können. Die können nämlich andere Nervenzellen dazu bringen, dass die nochmal Fortsätze auswachsen, nochmal neue Synapsen machen, nochmal neue Kontakte machen. Und das ist das, was man braucht, damit man mit 85 auch noch chinesisch lernen kann. Das heißt, ohne dass es ihnen so eine Freude macht, kriegen sie eben, kriegen sie da nichts, wächst da nichts mehr. Soweit okay. Also die erste Botschaft dieses kleinen Vortrages hier wieder nur ganz kurz, heißt, es wäre in Feldbach gar nicht so schlecht für alle, auch die Jüngeren, wenn die Älteren den Jüngeren mal vormachen könnten, wie viel Freude das Älterwerden macht, dann hätten die ein Problem, die Jung. Und jetzt komme ich zur Demenz. Es gibt nämlich eine, seit zwei Jahren gibt es neuere Untersuchungen zur Demenz. Eben haben wir es ja wieder gehört. Das wird etwas, die Demenz nimmt immerzu zu und nimmt immer zu. Ne, die nimmt inzwischen ab. Da ist eine ganz eigenartige Entwicklung eingetreten. Gibt es die ersten Studien aus England und aus UN In Deutschland hat noch keiner gemessen, möglicherweise sind wir hier sogar noch besser. Es hat nur noch keiner gemessen, weil sie alle glauben, es kann ja gar nicht sein, dass es abnimmt. Da ist jetzt die Generation, also wenn man jetzt die misst, die jetzt zwischen 60 und 70 sind und guckt, wie viel Prozent von denen Demenz haben und das damit vergleicht, was vor zehn Jahren zwischen 60 und 70 war und wie viele Prozent davon dement geworden sind, dann kriegt man die Demenzhäufigkeit bezogen auf diese Kohorten. Eine Kohorte, die vor 20 Jahren oder vor 10 Jahren alt geworden ist und die neuen Alten, die jetzt alt werden. Und diese neuen Alten, die jetzt alt werden, haben seltener Demenz als die, weniger häufig Demenz als die Älteren. Das heißt, durch irgendwelche Gründe, die wir mal langsam genauer anschauen müssten, ist da jetzt eine älter werdende Generation dabei, wo die Mitglieder dieser Generation nicht mehr so oft Demenz kriegen. Und jetzt können wir mal ein bisschen gucken. Und in diesem Buch, was da hier irgendwo rumliegt, habe ich das mal genommen und habe gesagt, möglicherweise stimmt diese ganze Vorstellung von dieser Demenz überhaupt nicht so, wie sie uns erzählt wird, weil die tun ja so, als ob das Hirn wie so eine Maschine ist. Also die wird da so zusammengebaut während der Kindheit. Hirnentwicklung nennt man das. Und da haben sie auch geglaubt, dass das irgendein genetisches Programm macht und dann hat man das fertige Hirn und dann benutzt man es eine Zeit und wie bei jeder Maschine, die man nicht lang genug benutzt hat, nutz dich ab und dann versagt sie allmählich. Das ist das Bild, was wir von unserem Hirn haben, zum Teil sogar von unserem Körper. Und das kommt aus dem vorigen Jahrhundert. Und da hat man tatsächlich so gedacht und stimmt ja nicht, stimmt doch nicht, dass sich irgendwas abnutzt, sonst könnte ja kein Jähriger noch Chinesisch lernen. Sondern indem wir uns gegenseitig einreden, dass es sich abnutzt, geben wir uns auch keine Mühe mehr und glauben auch gar nicht daran, dass es geht. Und deshalb glauben wir auch daran, dass wir hier, wenn wir älter werden, da sowieso nur noch abnippeln. Hören Sie auf daran zu glauben. Es gibt eine Studie, die zieht diesem ganzen Konzept, diesem Demenzkonzept die Hose runter und das ist die sogenannte Nonnenstudie. Also nochmal, die glauben alle, dass die Demenz deshalb kommt, weil so viel weggeschrumpelt ist im Hirn, dass irgendwann es nicht mehr reicht und dann kann man sich nichts mehr merken und dann wird man dement. Und dann gibt es eine große Studie mit 600 Nonnen in den USA oder in Kanada gemacht worden und da ist einer jedes Jahr zu Weihnachten ist der da am Ende des Jahres dahin zu den ganzen Nonnen und hat die diese Demenztests gemacht, so wie wir die auch in Graz machen können in der Demenzambulanz und hat immer geguckt, wer ist schon dement, wer ist schon dement und hat Strichlisten geführt, sind wirklich sehr wenige von diesen Nonnen, die da tatsächlich dement werden und dann sind die der Reihe nach weggestorben. Der hat in den er Jahren schon angefangen mit dieser Studie, da waren die alle schon über 70 und dann sind die der Reihe nach weggestorben. Und dann hatte der mit der Äbt, muss er ganz schlauer gewesen sein, mit der Äbtissin hat er, wenn sie gestorben sind, kriegt er die Chance, dass er da ein Stück vom Hirn und da so ein paar Scheiben und dass er das so färben kann, wie das der Herr Alzheimer damals auch gemacht hat, nämlich nur dann, wenn man das so färbt, sieht man, wie kaputt es ist. Und dann hat er dann also diese ganzen Weggestorbenen, hatte dann auch noch von denen er wusste, ob sie jetzt dement oder nicht waren, hatte dann auch noch die Scheibchen geschnitten und da ist etwas rausgekommen, was die gesamte Demenzforschung auf den Kopf stellt. Da waren genauso viele dabei wie in der normalen Bevölkerung, die ein zerschrumpeltes Hirn hatten. Aber es gab nur ganz, ganz wenige, die eine Demenz hatten, fast gar keinen. Da gab es welche, die hatten ein Hirn, das sah schlimmer aus als das von dem Herrn Alzheimer, was der damals von dieser Frau untersucht hat. Und die Frau war auch Frau. Diese Nonne hatte aber keine Anzeichen von einer Demenz. Das muss man mal erklären. Ich liebe solche Befunde, weil die alles durcheinander bringen, was wir bisher so gedacht haben. Und die Erklärung ist total Das Hirn ist in der Lage, wenn irgendwas ausfällt, es auch neu zu machen. Das wissen wir ja. Das wäre ja also auch wenn man was Neues lernt im Alter wird ja auch neu gemacht. Und inzwischen wissen wir auch, dass wenn so kleinere Schlaganfälle sind oder sowas, dass irgendwas ausfällt. Also nehmen wir mal einen großen Schlaganfall, richtig dicken, der jetzt die ganze linke Hirnhälfte sozusagen den ganzen Kortex wegradiert. Also da ist ja Verstopfung, Blutgefäß und dann ist keine Versorgung mehr da und dann sterben die Nervenzellen auf der linken Seite im Kortex alle ab und dann hat man sozusagen totes Gewebe da oben, das wird dann allmählich verdaut, aber es ist nicht mehr zu verwenden, kommt auch nie wieder was. Und weil auf der Seite dieses Sprachzentrum liegt, kann man jetzt auch nicht mehr reden. Und weil auf der Seite auch die Zentren liegen für die Koordination der Bewegungen, kann man auf der und das geht dann wird über Kreuz gehen schaltet. Deshalb kann man, wenn auf der Seite der Schlaganfall ist, nicht nur nicht mehr reden, sondern man kann auch die rechte Seite nicht mehr bewegen. Das kennen Sie. Halbseitenlähmung hat man das immer genannt. Und früher hat man dann okay, wenn es rechts nicht mehr geht, muss er es halt mit links machen. Und wenn er nicht mehr sprechen kann mit Zeitensprache, da soll er stift, dass er mit links dann schreiben lernt und soll er aufschreiben, was er will. Und dann sind die ersten unglaublich tollen Pfleger und Therapeuten auf die Idee gekommen und haben das nicht mehr geglaubt. Damit geht die Wissenschaft los. Nicht, dass man irgendwas entdeckt, sondern dass es Menschen gibt, die ausprobieren, ob das funktioniert. Die haben dann solche schweren Fälle von Schlaganfall, diese Patienten, die haben denen geholfen, das Ganze wieder aufzubauen. Aber auf der Seite geht es ja nicht mehr, sondern auf der anderen Seite nochmal neu. Das heißt, da gibt es irgendeinen Rest von Sprachzentrum, den man schon in der Kindheit hat und erst später entsteht das Sprachzentrum auf der Seite. Aber dieser Rest von dem ursprünglichen Sprachzentrum, der ist auf beiden Seiten. Nur das nehmen wir dann, wenn wir sozusagen erwachsen werden, dann geht das alles hier rüber und das andere, das auf der rechten Seite befindliche Rest von Sprachzentrum, das nehmen wir noch zum Singen. So, jetzt ahnen Sie schon, wie die die Sprache wieder gelernt haben. Die konnten nicht Hänschen klein, aber die konnten Hänschen klein singend. So haben die über das Singen die Sprache wieder zurückerlernt. Und jetzt kann man sozusagen sogar erklären, warum das bei Frauen besser geht als bei Männern, Weil uns Männer leider in unserem gegenwärtigen Schulsystem und auch schon damals, als wir alle in die Schule gegangen sind, die Musiklehrer die Freude am Singen ausgetrieben haben. Wenn wir Männer noch genauso gerne sängen wie die Frauen, wird man auch genauso schnell nach dem Schlaganfall das Singen wieder lernen. Und dann gibt es auf der Seite auch noch so einen kleinen Rest. Mit dessen Hilfe kann man die Schultern bewegen und die Hüfte. Alles andere ist kaputt auf der Seite. Und jetzt haben die gemerkt, man kann diese Restbewegungen auch wieder so üben und immer weiter ausbreiten. Dann wachsen diese Fortsätze da oben, machen neue Verschaltungen und am Ende haben Sie plötzlich jemanden, der läuft wieder so wie ich, Der kann die Arme bewegen, der kann Fahrrad fahren, der kann sogar wieder schreiben. Der kriegt nicht wieder so eine kleine Schrift. Der muss dann ein bisschen größer schreiben. Das ist dann ein bisschen zu schwierig. Aber den Rest kann er alles wieder. Das ist Neuroplastizität. Dazu wäre auch ein Hirn eines Menschen in der Lage, der mal hier und da ein verstopftes Blutgefäß hat und ihm da ein bisschen was vom Hirn wegschrumpelt. Wenn die ganze eine Seite neu gemacht werden kann, dann kann man wohl auch mal so ein kleines bisschen was, was man da verliert, noch mal woanders aufbauen. Und jetzt kommt es. Das funktioniert aber nicht, wenn es einem nicht richtig gut geht. Das funktioniert nur diese Umbauprozesse, auch schon bei diesen Schlaganfallpatienten gehen nur erstens, wenn der das wirklich will und wenn der nicht gerade ein Problem mit seinen Eltern oder mit der Frau oder mit den Kollegen oder mit dem Leben überhaupt. Das heißt, das Hirn kann wohl sich regenerieren und Neues bauen. Aber das geht nur, wenn man total glücklich ist. Jetzt haben Sie die Antwort, weshalb die Nonnen es schaffen und wir nicht. Ich habe das jetzt ein bisschen übertrieben, weil glücklich. Was man richtig herausgefunden hat, ist, dass diese Selbstheilungskräfte, so nennt man das ja dann, das ist ja die neue Medizin, die neue Medizin. Man kann keinen Menschen gesund machen, sondern der Arzt kann dem Menschen nur helfen, dass er selber wieder gesundet. Jede Heilung ist Selbstheilung. Das war eine bescheuerte Idee. Dass Leute kamen und Ich kann dich heilen. Kann er nicht. Wenn der Arm gebrochen ist, könnte er doch nicht meinen Arm wieder ganz machen. Der kann mit seiner ärztlichen Kunst dafür sorgen, dass das so zusammengefügt wird, dass es sich selbst wieder zusammenhält. Aber es ist immer mein Arm, der sich selbst wieder gesund macht, nicht der Arzt. Und so geht es mit dem Hirn auch. Das Hirn könnte sich sozusagen umorganisieren. Das könnte noch mal auch verloren Gegangenes vielleicht wieder aufbauen. Aber natürlich nicht, wenn es einem nicht so gut geht. Dieser Zustand, wo es einem so richtig gut geht, den nennt man Kohärenzgefühl. Da hat man das Gefühl, dass alles passt, also mit sich selbst. Das Denken, Fühlen und Handeln ist so gut. Und dann hat man auch noch Freunde und dann hat man auch noch Lust aufs Leben und alles und die Verwandten und dann hat man auch noch diese Verbindung zum lieben Gott oder keine Ahnung. Also wenn alles so richtig gut passt, dann haben sie so ein richtig tolles Gefühl. Also die haben das genauer herausgearbeitet und haben gesagt, was ist denn das Wichtigste, was da passt. Also diese neue Art von Medizin heißt Salutogene. Also im vorigen Jahrhundert haben wir immer gesagt, und da hat die Mediziner interessiert, was einen krank macht. Und das heißt, Pathogenese hat man erforscht, was alles krank macht. Jetzt kommen die plötzlich an und jetzt könnte man doch auch mal erforschen, was man braucht, dass man gesund bleibt, ist auch eine gute Idee. Und Saluto ist gesund. Salutogenese heißt die Wissenschaft davon, wie man wieder gesund wird. Und da hat man geguckt, was dort das Entscheidende ist, wenn Menschen selten krank werden oder schnell wieder gesund werden. Und das ist ja auch der Zustand, in dem diese Selbstheilungskräfte alle wieder funktionieren. Auch selbst eine Wunde, wenn sie eine Hautwunde haben oder einen Knochen, der wieder zusammenwachsen soll, das geht alles besser, wenn es ihnen gut geht. Und dann haben sie geguckt, was ist denn das Wichtigste? Und dann haben sie rausgekriegt, es gibt drei salutogenetische Faktoren, die sind besonders wichtig. Also drei Sachen müssten da sein, damit es einem so gut geht, dass der Körper und das Hirn sich immer wieder gut regenerieren können. Alle drei fangen mit Vertrauen an. Also man müsste das Gefühl haben, dass man jemand ist, der das, was in der Welt und in seiner Welt, in seiner Lebenswelt, also dass man das, was da alles abläuft, dass man das alles versteht. Sonst ist Mist, wenn man das alles verstehen würde, was die Nachbarn machen und was so alles so los ist und man könnte das alles wirklich sagen, das ist total klar, das verstehe ich, wie das ist und warum das so ist. Da wär schon mal viel gewonnen, aber Sie ahnen schon, da dürfen Sie nicht ein einziges Mal die Nachrichten anschreiben, auch ich nicht. Ich drehe das an und weiß nicht, ob der Herr Strache jetzt nur mal zurückgetreten ist, um die Koalition zu ermöglichen oder ob der und dann in einem halben Jahr wieder auftaucht. Ich verstehe das alles nicht. Diese ganzen politischen Ränkeleien und Spielchen kommen mir sowas von blöd vor, dass ich sagen, verstehe das nicht. Ich verstehe vieles nicht. Ich verstehe auch nicht, warum da so viel Elend auf der Welt ist und warum wir es nicht fertigbringen, da endlich mal für ein bisschen Ordnung zu sorgen. Oder wenigstens, warum wir es nicht fertigbringen, dafür zu sorgen, dass diese Erde nicht total vermüllt und verdreckt wird. Ich verstehe auch nicht, wieso man jetzt die jungen Leute, die da Friday for Future Demonstrationen machen, wenn sie nun endlich mal wach werden und machen was kommt man da an? Und blöde Gören, die haben keine Ahnung. Die sind zu doof und machen hier nur im Wind und außerdem sind sie auch noch autistisch, also halb krank. Warum machen wir das alles? Da muss man doch Das ist doch Mist. Und da muss ich Das verstehe ich alles nicht. Aber jetzt Gesetze für Sie wären welche, die das alles verstehen, Dann nützt Ihnen das einen richtigen feuchten Kehricht. Weil was haben Sie davon, wenn Sie was verstehen, wenn Sie es nicht ändern können? Das heißt, die zweite Voraussetzung dafür, dass im Hirn immer mal wieder was auswächst, ist, dass Sie es nicht nur verstehen, was Sie da alle so erleben, also Ihren Mann und Ihre Freunde und das Fernsehen und die Politik und die Zeitung nicht nur verstehen, sondern dass Sie, wenn Sie es verstanden haben, auch sagen kö OK, jetzt mache ich da aber was. Wo haben Sie jemals das Gefühl, dass Sie da was machen können an der Scheiße, die Ihnen da erzählt wird? Nichts verstehen. Verstehen nützt nichts, wenn man nicht auch was tun kann. Was habe ich Ihnen davon, wenn ich was verstanden habe, kann es nicht ändern. Das ist ja schlimmer, als hätte ich es gehört. Da ist es ja besser, man versteht nichts. Da braucht man sich auch keine Gedanken machen, wie hilflos man ist, dass man daran nichts ändern kann. Die werden auch ziemlich alt. Diese Leute kriegen auch seltene Demenz. Die verstehen ja sowieso nichts. Sie ahnen schon. Das Dritte ist auch noch ganz nett. Also man müsste verstehen, was los ist. Man müsste das, was man verstanden hat, auch ändern können. Und das Dritte ist, man müsste das Gefühl haben, dass das auch irgendwie Sinn macht. Also was habe ich davon, wenn ich was verstehe und ich es verändere und doch nicht weiß, wozu. Man müsste also irgendwie das Gefühl haben, vor allen Dingen, wenn man dann älter wird, dass man nicht umsonst auf dieser Welt herumtappt und dass das Hirn sich niemals anstrengen wird und begeistern wird dafür, dass man sein Geld spart für die nächste Kreuzfahrt und für die nächste Freizeit, die man sich da schafft. Das Hirn. Also es geht uns doch nur dann gut, wenn wir auch etwas haben, worum wir uns kümmern können, was uns am Herzen liegt, wofür wir da sein wollen. In Feldbach gibt es so viel, wofür ältere Menschen gebraucht werden mit ihrer Erfahrung und wofür sie da sein können. Könnte sein, dass es gelingt, dass das hier eine Stadt wird, wo so viel Menschen, wenn sie dann älter werden, das Gefühl haben, dass sie hier zu Hause sind, dass es ihnen hier gut geht, dass sie das, was hier abläuft, verstehen und dass sie hier auch was gestalten können und dass denen das auch sinnlos, dass ihnen das Höchste sinnvoll vorkommt mit dem Ergebnis, dass dann plötzlich Feldbach im Unterschied zu ganz Österreich immer weniger Demente kriegt, sodass sie dem ganzen Land vormachen können, wie man sein Zusammenleben in einer Gemeinde und in einer Stadt oder in einer Region organisieren kann, so dass es im Widerspruch zu allen medizinischen Erwartungen steht. Das wär doch was. Also das war es im Wesentlichen, was ich Ihnen hier mitbringen wollte. Soll Ihnen ein bisschen Mut machen, soll Ihnen auch vielleicht ein paar Argumente liefern, dass Sie sich nicht immer so in den Sack hauen lassen, wenn da andere kommen und da geht nichts mehr. Und jetzt hatte ich gedacht, es sei wahrscheinlich am besten, wenn wir jetzt nicht so lange Reden halten oder ich zu lange Reden halte, sondern wenn wir jetzt einfach vielleicht versuchen mal miteinander ins Gespräch zu kommen. Wir haben da zwei Mikrofone und wir könnten einfach mal jetzt miteinander darüber reden, was das mit Ihnen macht, was Sie jetzt hier in Feldbach vorhaben, wie Sie jetzt Ihr Leben verändern wollen, wie Sie noch mal aufwachen wollen. Kann ja alles passieren, bis die Mikros alle rum sind, sage ich Ihnen nochmal so ein bisschen eine Zusammenfassung von dem, was wir heute Abend auch noch mal genauer behandeln werden. Das, was sich jetzt herauszeichnet, sozusagen als Erkenntnis aus dem, was diese Hirnforschung in den letzten Jahren gemacht hat, ist was relativ Einfaches. Das ist der Umstand, dass wir alle, Sie alle, wie Sie hier sitzen, wir kommen alle, jedes Kind überall auf der Welt kommen, kommt mit einem riesigen Potenzial zur Welt. Da ist viel mehr Vernetzung sozusagen da im Hirn als man jemals braucht, auch wenn man im Feldbach aufwächst. Das ist das Riesenpotenzial. Und jetzt versucht jedes Kind dieses Potenzial, diese unglaublichen Vernetzungsmöglichkeiten und was das alles so, was man damit so machen kann, auszuprobieren. Und dann guckt, macht es los mit einer irrsinnigen Begeisterung am Entdecken und am Gestalten, macht es sich auf den Weg jedes. Und dann entdeckt es alles. Und innerhalb von nur zwei Jahren kann dann jedes Kind seinen Körper beherrschen. Überlegen sie, was das für eine Wahnsinnsleistung ist. Also nichts. In zwei Jahren laufen die da rum und können auch nur sprechen aus dem Nichts heraus. Das ist keine Kunst, wenn man schon eine Sprache kann, noch eine zweite dazu zu lernen. Aber wenn sie noch gar keine können, noch nicht mal die Zunge so bewegen können, dass da ein vernünftiger Laut rauskommt. Und das machen die alle nebenbei. Das ist Lernen. So funktioniert es. Und dann wachsen die so weiter rein. Und dann merken sie plötzlich, dass die Welt ist ja nicht sozusagen unbekannt. Es sind ja immer schon andere da. Das wird dann immer deutlicher. Die anderen machen sich auch immer stärker bemerkbar. Das macht Mama und Papa und die Oma und der Opa und dann die anderen Geschwister und dann der Kindergarten und dann die Schule. Also die wollen sich entfalten Und dann merken sie plötzlich, das ist nicht, also man kommt nicht richtig durch. Man bleibt sozusagen stecken. Da muss man zum Beispiel dann plötzlich hat man so eine riesige Bewegungslust und will auf jeden Baum und dann muss man den ganzen Vormittag im Stuhl sitzen, hält doch keine Sau aus, oder Da will man hier entdecken und will irgendwie und dann soll man das lernen, was die einem da sagen, weil jetzt gerade Mathe ist oder Frühförderung. Und dann will man was gestalten und hat jetzt gerade die beste Idee, was man mit dem ganzen Küchengeschirr in der Küche machen kann. Und dann kommt die Mama und das ist jetzt aber ein bisschen zu viel Gestaltungslust, sodass man also gegen die Wand läuft mit seinen wunderbaren Ideen und diesen Bedürfnissen, die man da so hat. Was bleibt einem dann übrig? Weil jedes Kind will ja auch gemocht werden und will ja dazugehören. Und wir können ja auch gar nicht alleine leben. Also wird sich jeder auf seine Weise, und das haben wir alle gemacht, bemühen, dass das, was da stört, wo die anderen sagen, das wollen wir nicht so richtig oder wo man selber merkt, dass das nicht geht. Man kann ja nicht seinen Bewegungsproblem, Bedürfnis, wenn man da sitzen soll, also muss das weg, das muss man hemmen. Dann muss man im Hirn hemmende Netzwerke darüber bauen, damit das sich nicht mehr so bemerkbar macht. Das heißt, es wird dann sozusagen im Hirn eingewickelt, Die Gestaltungslust wird eingewickelt und die Entdeckerfreude wird eingewickelt. Auch diese wahnsinnige Fähigkeit von Kindern zum Mitgefühl wird auch eingewickelt, weil das kann man da draußen auch nicht mehr alles gebrauchen. Da käme kein Bettler mehr vorbei. Und die Offenheit wird eingewickelt und dann hat man sozusagen alles einigermaßen so gut eingewickelt. Und dann kann man endlich, da passt man dann in die Schule oder in die Familie und dann in den Kindergarten und dann in die Schule und dann in die Universität und dann auch ins Berufsleben. Und die, die sich am besten einwickeln. Andersrum, denjenigen, die sich sozusagen am stärksten eingewickelt haben, die sind dann auch noch die erfolgreichsten, die passen am besten rein. Das Blöde ist nur, wenn man so verwickelt ist, kann man sich nicht mehr entfalten. Deshalb sind die alle nicht glücklich, die funktionieren wunderbar, aber denen geht es nicht gut. Da kommen die Selbstheilungskräfte im Hirn verwickelt, wie sie sind, auch nicht im Gang. Also müssten die sich auswickeln. Also die müssten sich entwickeln. Deshalb sagt man das ja, wenn man sich verwickelt hat, muss man sich entwickeln. Und jetzt merkt man, das kann man jetzt keinem vorschreiben, dass er sich, jetzt entwickeln sie sich mal endlich. Personalentwickler in der Firma, die frage ich immer und wovon wollen sie ihre Mitarbeiter befreien? Versteht er mich auch nicht. Also entwickeln kann man sich nur, wenn man es will. Das ist die schöne Botschaft. Ich muss es wollen, sonst geht es nicht. Und ich kann mich nur aus diesen Verwicklungen befreien wollen, wenn ich das auch toll finde, wenn sie weg sind. Und wie soll das passieren? Es ist relativ einfach. Man müsste noch mal irgendwie in eine Situation kommen, wo man mit diesen verwickelten Anteilen, also mit der Entdeckerfreude und mit der Gestaltungslust und mit der Lebensfreude, mit der Bewegungsfreude, mit der Sinnlichkeit wieder in Kontakt kommt. Man müsste wieder mit sich selbst, mit diesen verwickelten Anteilen in Berührung kommen. Das wäre es. Wenn man das plötzlich wieder spürt, dann kann das, wenn man das dann nicht unterdrückt gleich wieder, sondern wenn man das zulässt, da ist es so, als ob einem das Herz aufgeht, als ob ihnen ein Licht zu strahlen anfängt oder einem hinten Flügel wachsen und man Auf keinen Fall will ich noch einen Tag länger leben in diesem verwickelten Zustand. Und dann ändern sich Menschen und zwar sehr grundsätzlich. Die brauchen dann fast nichts mehr von dem, was sie jetzt machen und können plötzlich Die sind frei. So ist es. Wenn man sich entwickelt, ist man frei und dann hat das Hirn Freude, weil dann gibt es wieder genug zu tun. Da kann man sich an allem Möglichen freuen. Da muss man nicht auf alles verzichten. Da braucht man sich auch nicht mehr anzustrengen. Da ist das Leben wieder leicht. Also man müsste sich, man müsste versuchen, dass man sich noch mal berühren lässt. Schön. Wer hatte denn jetzt Fragen zu dieser kleinen Vorstellung? Sie sprechen wir zum Herzen, Hören Sie ein bisschen näher ran, damit das lauter. Ja, so ist gut. Aber wenn man sich so einen Freudenstrahl beim Entwickeln immer wieder von der Kindheit anerzogene negative Beispiele kommen. Wie geht, was macht man dann? Da macht man Also haben alle verstanden, wenn man jetzt zurückdenkt und es fällt einem nur Mist ein, aus der Kindheit immer nie gesehen worden, immer nur schlecht behandelt, immer nie lieb gehabt und nie zufrieden und all so ein Zeug. Das kenne ich auch. Und da erzähle ich Ihnen eine Geschichte von einer Frau aus der Schweiz, wo mir wirklich ich habe es nicht glauben können. Ich bin da hingefahren, habe mir das auch angeguckt. Ich kannte die Frau auch schon sehr lange, die ist jetzt so Mitte 40 und die hat eine chronische Arthritis. Chronische Arthritis heißt, das ist eine Autoimmunerkrankung und da werden Antikörper gegen die eigenen Gelenksproteine gebildet und dadurch werden die dann das tut sau weh und das schwillt dann an und am Ende werden die auch alle krumm in den Händen sieht man dann haben die dann so Gelenke verbogen und geschwollen und dann hat die alles versucht. Das hat die schon seit dem 20. Lebensjahr gehabt, alles versucht, was ging. Ernährung und Homöopathie und Heiler und keine Ahnung, hat alles nichts genützt. Und dann ist die vor zwei Jahren, glaube ich, da rief die mich an und Gerald, ich wusste, ich konnte der auch nicht helfen, sagte die Gerald, ich war vor einem halben Jahr in Berlin bei einem Hypnotiseur und der hat was mit mir gemacht, hypnotisiert und jetzt ist das weg. Ich Mensch, was hat denn der mit dir gemacht? Bist du denn eigentlich? Hat sie, eigentlich war es keine richtige Hypnose. Der hat mich gefragt, ob es nicht in meiner Kindheit irgendwie so, als ich noch ein Kind war, irgendwas gibt, so ein tolles, wo ich mich so gerne daran erinnere, eins, ein Augenblick irgendwas und da will ich jetzt mit ihnen hin, weil es gibt in jedem Leben irgendwas, was schön ist. Und dann hat sie, die hatte nun etwas, ist wie aus der Pistole sozusagen herausgeschossen, hat sie Hüpfe Seil, war ein kleines Mädchen, die macht das so gerne, dieses hier mit dem Hüpfeseil. Und dieses Bild hat dieser Hypnotiseur genommen und hat gesagt, okay, dann machen wir das jetzt mal ganz stark, das Bild. Und dann kann man, das kann aber auch jeder ohne Hypnotiseur, man kann das Bild so stark immer wieder sich vergegenwärtigen, dass das gar nicht wieder weggeht. Dann hat man das sozusagen im Hintergrund ständig sieht man sich da als kleines Mädchen mit dem Hüpfeseil, Sowas mache ich auch. Viele machen das, das sind meistens die, denen es auch ziemlich gut geht. Dann haben die immer im Hintergrund so was, dass sie sich in diesem Zustand sehen, in dem sie absolut glücklich waren. Und das hat die gemacht. Und nach einem halben Jahr war die chronische Arthritis weg. Das war die Behandlung. Was war da passiert? Die hat wieder endlich Ruhe in die Birne gekriegt. Dieser ganze Stress, dieses ganze Leid, dieses ganze, was ihr da alles zugestoßen ist und was weiß ich, ob sie auch noch traumatisiert gewesen ist. Das ist da oben so viel Durcheinander, dass das Hirn nicht mehr aufpassen kann auf das, was im Körper passiert. Eigentlich könnte, könnte das alles heilen, aber mit diesem Durcheinander in der Birne kann da gar nichts heilen. Das ist so wie ständig, dass da einer von oben drauf rumtrommelt. Und dann hat die dieses Bild von dem hüpfenden Kind gefunden und auf einmal hat sich dieses Theater da oben aufgelöst. Das hat auf einmal wieder gepasst. Und damit können die in den tieferen Bereichen liegenden Netzwerke wieder sozusagen das tun, wofür sie eigentlich da sind, nämlich aufpassen, dass sie im Körper alles gut läuft. Das ist Wahnsinn. Und es hat natürlich jeder von Ihnen, die hier sitzen, jeder hat so ein Bild. Also ich habe auch eins, ich habe als Kind, habe ich immer, hatte ich so, es gibt so Kopfweiden, die wurden immer abgeschnitten und dann haben die so Seitentriebe gehabt und dann entstand so eine Kuhle und ringsrum, wenn man da reingekrochen ist in diese Kopf, die waren ja immer nur so hoch, ringsrum war wie so ein Gebüsch, was um einen war. Und man war aber selbst so hoch und hat in der Bauerde, die so toll roch, konnte man sich so hinlegen. Und im Frühling, wenn die Blätter grün wurden, in dieser Kopfweide zu liegen, wenn ich das raushole aus meinem Rucksack, da geht es mir aber in jeder bescheuerten Situation sofort gut. Das ist die Kunst etwas zu haben, was einen sozusagen wieder aus der Scheiße rausholt. Reinstürzen geht schnell. Die Kunst besteht darin, dass man nicht da unten hocken bleibt und dann nur noch rummeckert und über das Elend in der Wand ist natürlich, dann kommt nichts mehr. Gucken Sie alle mal, ob Sie so was finden, so ein schönes tolles inneres Bild, was Sie sich dann auch geben, gegenseitig erzählen. Das ist doch schön, wenn man der Frau erzählen kann, dass man wenigstens mal einen Moment lang gehabt hat in seiner Kindheit, wo man total glücklich war, dann kann man sich gegenseitig so stark machen, dass das nicht wieder weggeht, dass man da hier rausgeht und das ist immer noch da, dass man dann aufs Amt geht und dann scheißen die einen zusammen und dann ist es immer noch da. Dann tut alles nichts mehr. Das kann Ihnen niemand mehr was tun, weil Sie so ein starkes Bild in sich haben. OK, weiter, ich habe nichts verstanden.
Muss das unbedingt aus der Kindheit sein?
Nein, es ist natürlich in der Kindheit. Das sind sehr klare Sachen, die sind meistens sehr stark. Ich habe bisher wenig Menschen getroffen, die dann aus späteren Phasen diese, das ist dieses so stark haben, das muss ja was sein, was sie durch den ganzen Körper muss das gehen. Sonst ist es nicht nur einfach. Ich habe unsere Studenten, habe ich mal gefragt, erzählen Sie doch mal, haben Sie irgendwas erlebt, was so richtig Ihnen so in Erinnerung ist? Dann kommen die dann und ja, Urlaub, ja war schön. Das nützt nichts, dass diese Liegt man am Strand und die Sonne scheint, das ist zu schwach. Das muss was sein, was sie ergreift, was sie so glücklich gemacht hat damals, das hat man nicht so oft, aber es hat jeder sowas, das muss man wieder raus. Das ist der Schatz, mit dem man in der Welt umherläuft. Sollte man nicht einfach so tief einwickeln, dass man nicht mehr rankommt, ist dann blöd. OK, noch Fragen?
Sie haben heute erwähnt, dass Bewegung eigentlich nicht so sehr als Demenzvorbeuge gilt. Ich meine, für mich kann ich das eigentlich widerlegen. Ich verstehe die Zusammenhänge und ich mache das mit Freude, spüre auch, dass die Demenz mir auch Klarheit verschafft und versuch noch außerdem das noch anderen Leuten schmackhaft zu machen. Und das ist eine zusätzliche Freude. Also für mich persönlich kann ich schon sagen, Demenz hilft, Bewegung hilft auch gegen Demenz.
Ja klar. Also wenn Sie irgendwas finden, was Sie richtig gerne machen, da hilft alles. Tanzen ist großartig, singen alles toll, auch noch mal ein schönes Buch lesen, auch noch mal in ein Museum gehen, was immer es ist, es muss ihn nur freuen machen. Und dass Sie sich aber nach den Vorschriften, was man alles tun muss, das abarbeiten und dann sich jeden Tag zwingen, da ein Stück zu laufen, das hilft leider nicht gegen Demenz, weil da haben Sie oben das Hirn sozusagen zu was gezwungen. Und das Schönste ist natürlich, da haben Sie es schon drin, Sie verleihen Ihrem eigenen Dasein einen Sinn, indem Sie andere ältere Menschen mitnehmen bei diesen Wanderungen oder was immer sie da machen. Deshalb kriegt das dann auch einen doppelten Effekt. Das ist nicht nur die Bewegung, die Freude an der Bewegung, es ist auch die Freude, dass man nicht umsonst auf dieser Welt rumläuft. So das was wir sind auch fast durch. Nein.
Mir ist noch etwas eingefallen bzw. Wir haben gerade davor kurz darüber gesprochen. Sie haben gemeint, wir sollten uns entwickeln, etwas tun, das uns wirklich, wirklich Freude bereitet. Ich gehe davon aus, dass das für jeden von uns für jeden Tag Gültigkeit haben sollte. Nur wenn man das jetzt ganz, ganz bewusst macht, haben wir uns gefragt, gut, wie ist es dann mit der Wirtschaft, wie ist es in einem Betrieb, wie ist es ein Unternehmen, wenn das jetzt alle Damen und Herren, alle Mitarbeiter, Mitarbeiterinnen berücksichtigen würden, wie soll das sich entwickeln?
Ich glaube, das ist gar nicht das Problem. Da sage ich gleich, was dazu. Das eigentliche Problem ist eher, Sie können ja niemanden dazu reden, dass er anfängt, sich über sich selber zu freuen und es gibt nicht so viele Leute, die das gerne machen. Das ist ein Muster. Wir gefallen uns darin, uns sozusagen gegenseitig zu erzählen, wie schwer das Leben ist. Wo treffen Sie denn mal jemanden, der dann Ihnen sagt, das war heute ein ganz toller Tag? Und überhaupt, wie geht es denn so, wenn ich dann immer Mir geht es so gut, ist mir lange nicht mehr so gut gegangen. Da ist der andere immer eher enttäuscht, habe ich das Gefühl. Der hätte gern, dass ich ihm auch sozusagen vormache und bestätige, wie schlecht es mir geht. Das heißt, wir haben dann ein bisschen eine blöde Kultur, die dazu führt, dass man sie gar nicht so weit kriegt, dass Sie sich freuen würden. Und wenn man dann aber jemand ist, das kann ich, dann muss man, jeder muss das auf seine Weise. Aber ich mache das jetzt schon eine ganze Zeit so und habe da ja auch noch als Professor da an der Uni arbeiten müssen. Das ist ja auch nicht immerzu eine Freude. Ich erlebe das jetzt als die größte Erleichterung meines Lebens, dass ich jetzt nicht mehr überall erzählen muss, also dass ich diesen Druck los bin, dass ich da irgendwas machen muss, was ich Vorlesungen halten, Drittmittel einwerben und Abrechnungen schreiben und Mitarbeiter begleiten. Also keine Ahnung, das war nicht so toll, Aber ich konnte das natürlich aus einer inneren Einstellung heraus sehr liebevoll machen. Das heißt, ich habe dann ein Team gehabt und wir waren wirklich, die haben sich alle wohlgefühlt, da gehört aber auch die Putzfrau dazu, haben sich alle wohlgefühlt und haben sich gefreut, wenn wir wieder zusammen waren. Das ging schon mal. Das hat an der Arbeitsproduktivität nichts Schädliches bewirkt, sondern das hat eher dazu geführt, dass die noch mehr gemacht haben, weil es ihnen so gut ging. Und dann gab es Dinge, die einfach gemacht werden mussten. Die kann man im Schlechten oder mit einem guten Gefühl machen, das ist eigentlich scheißegal. Da wird auch nichts schlechter, wenn man sich freut. Also in Wirklichkeit, glaube ich, ist derjenige, der so in sich ruht und bei sich ist, ein effektiverer Mitarbeiter in einem Team in der Firma als einer, der dauernd Probleme mit sich selber hat und furchtbar verwickelt ist und andere auch noch mit verwickelt. Also meine Frau ist Yogalehrerin, die bringt das ja immer sehr schnell auf den Punkt und die Entweder es wird leichter oder es ist falsch. Entweder es wird leichter und man merkt plötzlich, so geht es besser, dann ist es richtig. Und wenn man sich anstrengen muss, weil man also irgendwie meint, man müsse das jetzt so machen, dann ist es einfach falsch, passt es nicht. Und wenn es leichter wird, geht es ja auch besser von der Hand. Auch mein Job als Universitätsprofessor geht mir dann besser von der Hand.
Sie haben auch die Schule angesprochen, dass die Kinder eben sitzen müssen und alles tun müssen, dass sie sich eben nicht entwickeln können oder dass sie sich ein einwickeln. Müsste man die Kinder nicht in Richtung Montessori Schule schicken? Da können sie es leichter irgendwie selbst gestalten, was sie wollen.
Man könnte die nicht nur in Montessori schicken, man könnte die eigentlich in sämtliche dieser wunderbaren Reformschulen schicken, von denen wir ja wissen, dass da ganz andere Erwachsene rauskommen. Also kann auch eine Waldorfschule sein oder es kann eine. Also jedenfalls die gibt Es hat sich.
Ja da schon viel geändert, auch in der normalen Volksschule.
Ich will einen anderen Punkt hinaus. Die Frage heißt Wir haben doch Montessori und andere Reformschulen vor allen Dingen im deutschsprachigen Raum, auch in Österreich, schon nach dem Ersten Weltkrieg aufgebaut. Das heißt, es ist ja nicht was, was uns heute Fröbelpädagogik ist. Wir waren die Ersten, die sowas erfunden haben. Und die Frage heißt warum haben wir das nicht schon die ganze Zeit gemacht? Weil das ist ja offenbar hilft es den Kindern ja starke und umsichtige und kompetente Persönlichkeiten zu werden, die auch dann sehr bei sich sind, die ihre Gestaltungskraft kennen. Die hatten bei Montessori sehr viel Möglichkeiten, selbst sich als Gestalter zu erleben. Und bei Walldorf hatten sie sehr viel Gelegenheit, sich in ihrer eigenen Eingebundenheit in ein spirituelles oder geistiges oder christliches oder so Übergeordnetes zu erleben. Das heißt, die haben da irgendwie auch mehr Kontakt zu dem Sinnhaften. Das ist ja alles großartig. Und mit den Leuten hätte man aber keinen Zweiten Weltkrieg machen können. Jetzt sage ich das, was wir heute und jetzt ist die Antwort auf Ihre Frage. Wenn wir das überall machen würden, solche tollen Schulen, da können sie hier unser Wirtschaftssystem vergessen, politische wahrscheinlich auch den ganzen Schrott, der hier verkauft wird und der den jungen Leuten angedreht wird, den kauft doch nur jemand, der nicht weiß, wo es langgeht. Wir brauchen ja hinreichend viele verwirrte junge Leute, die nicht wissen, was sie wollen und die einfach nur Frust haben, damit das ganze Zeug auch verkauft werden kann. Es braucht doch kein Mensch alle nasen lang ein iPhone, ein neues und die letzte App und was sie noch alles haben wollen. Da muss man doch grottenunglücklich sein, dass man diesen ganzen Schrott kauft.
Großeltern können da nicht entgegenwirken.
Wir sind ja noch stärker keine Macht.
Haben, wenn die Eltern das wollen.
Und wir sind ja noch stärker so erzogen worden. Und deshalb heißt es nicht so sehr, was ist an dem Schulsystem falsch, sondern was ist an der Denke falsch, die wir als Erwachsene haben. Was wäre denn? Also man kann ja mal sich umgucken und da gibt es ja manchmal ganz glückliche Familien, die haben auch ein, zwei, drei Kinder und sind total happy. Das hat mit Geld nichts zu tun. Im Gegenteil, je glücklicher die Familie ist, umso weniger brauchen die und umgekehrt, je unglücklicher die sind und je mehr die sich im Clinch liegen und Theater miteinander haben, desto mehr brauchen die ein großes Haus und dann noch drei Autos und dreimal im Jahr in die Südsee. Anders halten sie das Elend gar nicht aus. Also ist schon blöd, heißt unser gegenwärtiges Das muss man einfach Wir sind alt genug. Wir brauchen uns jetzt nicht mehr zu verstellen. Ein Wirtschaftssystem, was auf Wachstum ausgerichtet ist und was vom Konsum der Leute lebt, kann nur funktionieren, wenn die Leute immer blöder werden. Das ist doch ganz einfach. Wenn die immer schlauer wären, würden sie das ja nicht mehr kaufen. Das heißt, es ist ein eine ganz dumme, fatale Situation, in die wir uns da jetzt hineinbegeben haben. Und das ist an uns Älteren das zu erkennen und das den Jüngeren zu erzählen, weil das ist für einen jungen Menschen noch nicht so ganz schnell zu durchschauen. Ich musste auch sehr alt werden, bis ich das begriffen habe. So jetzt ist die Zeit vorbei. Es gibt auch niemand mehr, der jetzt noch sonst Sie entscheiden das mal jetzt. Aber ich muss dann langsam. Aber wenn wir noch eine machen wollen, dann machen wir das noch.
Darf ich noch kurz auf die Demenz und auf das Älterwerden zurückkommen? Wenn ich mir was suchen soll, das mir Freude macht, kann ich nicht ganz einfach meinen Job weitermachen oder ist das zu fachidiotisch.
Es ist akustisch. Kann mir das jemand als Ich kann das nicht gut.
Entschuldigung, hat es jemand verstanden? Wenn ich als älter werdender Mensch etwas machen soll, das mir Freude macht, kann ich nicht ganz einfach meine Arbeit weitermachen oder ist es zu fachidiotisch? Ich meine, ich in meiner Arbeit habe eh genug Entwicklungsmöglichkeiten, Aber ist es zu fachidiotisch oder muss ich mir was anderes suchen?
Nein, das Beste, was Sie machen können, ist, wenn Sie in dem Bereich, wo Sie Kompetenzen besitzen, weitermachen, aber mit einem anderen Gefühl und vielleicht auch für was anderes. Also diese Wofür mache ich das? Ist dann entscheidend. Nein, es geht nicht darum, dass man sich hier, dass man alles über den Haufen wirft, ne? Aber Sie können genauso weitermachen wie bisher, nur mit einer anderen Einstellung. Ich kann Ihnen auch verraten, wie die Einstellung dann aussieht. Das ist Sie müssten es schaffen, ein liebevoller Mensch zu werden. Das ist genug. Mehr brauchen Sie nicht. Wenn Sie liebevoll sind, geht das alles. Vielen Dank. Machen Sie es. Wir versuchen ja in Feldbach tatsächlich so ein kleines Experiment zu machen. Wir begleiten diese Region von der Akademie und deshalb ist es mir auch wirklich, Deshalb komme ich auch hier. Ich hätte es gerne, wenn hier so eine Bewegung in Gang kommt, wo ganz Österreich hierher schaut und was haben denn die da gemacht? Und das geht nicht um Wirtschaft. Es geht um die Art und Weise, wie man mit sich selbst und mit anderen umgeht. Und wenn wir da hier so einen kleinen Leuchtturm aufbauen können im Vulkanland, das wäre schon ein dicker Hund. Ich würde mich jedenfalls freuen, wenn Sie da mitmachen. Danke.










