Viktor E. Frankl - Die Sinnfrage in der technologischen Gesellschaft

Viktor Frankl argues that industrialization uproots people and destabilizes their values, but meaning remains possible through four paths: creating works, experiencing culture and nature, loving others, and choosing an attitude toward suffering.
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Sie sehen heute den allerersten Vortrag der Sendereihe Teleakademie aus dem Jahr 1987. Prof. Dr. Viktor E. Frankl, ein Zeitgenosse Sigmund Freuds W. War ebenfalls ein berühmter österreichischer Neurologe und Psychiater. Er begründete die Logotherapie, die darauf zielt, dem Menschen auf der Suche nach Sinnfindung Beistand zu leisten. Viktor E. Frankl verstarb im Jahr 1997. Im folgenden Vortrag. Spricht er zum Die Sinnfrage in der technologischen Gesellschaft. Meine sehr verehrten Damen und Herren, wie Sie gehört haben, lautet der Titel dessen, was ich Ihnen darlegen mö Die Sinnfrage in der technologischen Gesellschaft. Ich bin darauf gefasst, dass Sie sich fragen, was will der Mann? Will er wieder einmal die Sinnfrage bis zum Überdruss hochspielen oder gar sie hochzüchten? Will dieser Mann vielleicht erreichen, dass die Frage nach dem Sinn so hochgezüchtet wird, dass sie hinausläuft schließlich und endlich auf eine Nachfrage nach sieben, die ihrerseits wie jede Nachfrage gedeckt werden muss, sodass eine Marktlücke sozusagen geschaffen wird und man endlich einmal die diversen Sinnangebote, die diese Nachfrage befriedigen sollen, an den Mann bringen kann. Nun, das ist wahrlich nicht meine Absicht hier und jetzt, obzwar es naheliegt, heute an solche Zusammenhänge, an solche Interessenrichtungen zu denken. Und zwar einfach deshalb, weil wir ja nichts anderes gewöhnt sind, von der Industriegesellschaft, in der wir leben, die ja darauf aus ist, praktisch alle menschlichen Bedürfnisse zu befriedigen, um dort, wo es keine mehr gibt, die Bedürfnisse, die entsprechenden zu erzeugen und sie zu kreieren. Mit anderen Worten, es wäre ja denkbar, dass man ein solches Sinnbedürfnis kreiert, damit dann nicht die Industriegesellschaft schlechterdings, sondern die sogenannte Psychoindustrie sich dessen bemächtigen kann. Bemächtigen mit reichlich abfallendem Gewinn, mit einem Gewinn von diesem Leidens oder Krankheitszustand, also um psychoanalytisch zu sprechen, um ein Wort von Freud zu gebrauchen bzw. Anzuspielen an ein Wort von Freud. In diesem Fall nicht ein sekundärer Krankheitsgewinn, sondern ein tertiärer Krankheitsgewinn sozusagen. Sehen Sie, meine Damen und Herren, das alles ist gerade das, was ich nicht möchte. Ich glaube nämlich nicht und möchte von dieser meiner Überzeugung jetzt ausgehen. Ich glaube nicht, dass es bei der Sinnfrage. Ich glaube nicht einmal, dass es beim Zweifel an einem Sinn, ja nicht einmal bei der Verzweiflung eines Menschen über die scheinbare Sinnlosigkeit menschlichen Daseins überhaupt um eine Krankheit geht, die da zu behandeln wäre. Das glaube ich nicht. Ich glaube vielmehr programmatisch möchte ich improvisieren sagen, dass wir die Sinnfrage entneurotifizieren müssten. Das ist keine Krankheit, das ist kein pathologisches Symptom. Auch dann ist, wenn der große Meister Sigmund Freud einmal in einem Brief an die Prinzessin Bonaparte geschrieben hat, im Moment, da man nach Sinn und Wert des Lebens fragt, ist man krank. Und erklärenderweise hat er dann auch hinzugesetzt, denn beides, Sinn und Wert des Lebens, gibt es ja in objektiver Weise nicht. Man hat nur eingestanden, schreibt Freud weiters an die Bonaparte, man hat nur eingestanden, dass man einen Vorrat von unbefriedigter Libido hat. Also jetzt wissen Sie es, das steckt hinter der Sinnfrage. Ich glaube, ich wäre eher bereits unter, viel eher, kann ich nur sagen, bereit einen Satz zu unterschreiben, den Martin Heidegger einmal abgefasst hat und der da, sofern der Mensch existiert, geschieht Metaphysik. Das heißt, es liegt am Wesen, wenn wir jetzt ein bisschen modifizieren diese Formulierung, im Wesen des Menschen, dass er nach Sinn fragt. Es liegt im Wesen des Menschen, dass er auf der Suche nach Sinn ist, dass er immer wieder vor die Frage nach einem Sinn gestellt wird. Mein Gott, ich war 13 Jahre alt, wie mir das das erste Mal passiert ist, als unser Naturgeschichtsprofessor in der Klasse auf und ab ging zwischen den Bankereien und zu dozieren begann. Letzten Endes ist das Leben nichts anderes als ein Oxidationsprozess, ein Verbrennungsprozess, nichts anderes als das. Damals hat man noch aufzeigen müssen, sich melden müssen zum Wort. Ich war so impulsiv in dem Moment, dass ich aufgesprungen bin, ohne mich zum Wort zu melden und ihm die Frage ins Gesicht geschleudert hab. Ja, was hat denn dann das Leben überhaupt für einen Sinn Oxidationsprozess? Sehen Sie, die Sinnfrage ist nicht nur ein Humanum. Ich möchte sagen, sie ist das Humanissimum, das eigentlich Menschliche. Der Mensch besteht nicht aus solchen Spekulationen oder aus Metaphysik, um mit Heidegger zu sprechen, oder Sinnfragen, Wertfragen. Aber das ist die Klimax. Da kulminiert alles Menschsein in dieser Frage, in dieser Inquietas cordis, wie Augustin es genannt hat, diese Unruhe des Herzens, solange man nicht in einer, sagen wir hier, in einer Antwort auf diese Frage sich befindet und geborgen weiß. Und jetzt müssen wir uns fragen, wieso ist denn die Sinnfrage überhaupt fragwürdig geworden heutzutage? Nun, die Industriegesellschaft, und das ist die Perspektive, in der ich es momentan gerade sehe, aus den Erfahrungen und Kontakten und Konfrontationen in diesem letzten Jahr in verschiedensten Ländern der Dritten Welt erstanden. Die Industriegesellschaft entwurzelt die Menschen, Maßen von Menschen, urbanisiert sie und durch diese Entwurzelung, das rausgerissen werden aus ihrem meist ländlichen Milieu, denken sie an Mammutstädte wie Mexiko, Mexiko City. Dadurch werden sie entfremdet, entfremdet ihren Traditionen und den durch diese Traditionen tradierten und vermittelten Werten, mehr oder minder allgemein gültigen Werten. Es kommt im Besonderen zu einer Durchrüttelung, zu einem Durcheinander gebracht werden der Wertrangordnungen, der spezifischen Hierarchien. Es werden dadurch aber auch gleichzeitig relative Werte immer wieder verabsolutiert. Und wie schaut das aus und wozu führt das? Es gibt ein, ich glaube, chinesisches Sprüchwort, das mir sehr nahe gegangen ist und das Jeder Mann soll einmal in seinem Leben einen Sohn gezeugt haben, einen Baum gepflanzt haben und ein Buch geschrieben haben. Warum ist mir das nahe gegangen? Gut, ich sehe von Büchern, die ich geschrieben habe, ab, aber ich habe leider nur eine Tochter gezeugt und nicht einen Sohn. Und vor allem habe ich bis heute noch keinen Baum gepflanzt. Ja, was bedeutet das? Ich müsste eigentlich verzweifeln oder gar mir das Leben nehmen, denn die Hierarchie ist durcheinandergeraten. Diese obersten Werte, die sind nicht gegeben, also zwei von den dreien zumindest immerhin zwei Drittel. Und das würde zur Verzweiflung führen. Tatsächlich, ich glaube vor Jahrzehnten schon einmal nachgewiesen zu haben, dass aller Verzweiflung letzten Endes zugrunde liegt. Ein eine Vergötzung, die Verabsolutierung eines Wertes. Das fängt in so tragischen, ebenso tragischen wie trivialen Situationen an, wie der Tatsache, dass eine Frau zum Beispiel, die sagt, es ist das Leben einer Frau sinnlos, wenn sie keine Kinder hat und die kommt ins Klimakterium, in die Wechseljahre und ist da nichts mehr zu machen, dass diese Frau der Verzweiflung anheimgeliefert, ausgeliefert ist, weil der Oberste Wert und der höchste Sinn ihrer Meinung nach eines Lebens einfach nicht mehr sich erfüllt hat und erfüllen kann. In Wirklichkeit ist es ja so, wenn man von einer Hierarchie, einer Rangordnung etwas ahnt, intuitiv ahnt, dass man sich mein Gott, mein Gott, was wäre denn das für ein Leben? Wie arm wäre das Leben, wenn es damit sein Sinn stünde? Und viele Dass man ein Kind hat, ist ja alles recht schön ist ein Wert, aber der einzig ausschlaggebende Wert, die conditio sine qua nonenes sinnträchtigen Lebens, das kann es doch nicht sein. Woher sind denn die noch etwas viel Ärgeres und Traurigeres, aber doch immer wieder. Uns konfrontieren die Schüler Selbstmorde wegen eines schlechten Schulzeugnisses, das einen nach Hause bringt, weil die jungen Leute da doch dressiert werden darauf, sich einzustellen, auf etwas einen solchen Wert, ein gutes Zeugnis oder eine gute Schulnote zu vergötzen. Und man kann das natürlich restaurieren, wieder in Ordnung bringen, die Wertrangordnung. Das sind auch wiederum lauter banale alltägliche Dinge, aber hinter denen steht die ganze Metaphysik, von der Heidegger gesagt hat, sofern der Mensch existiert, geschieht Metaphysik. In den Alltag hinein geschieht die Metaphysik. Unsere Tochter war damals, ich weiß, in der Untermittelschule, kommt nach Hause, ganz verweint, ganz verheult. Sie hat einen Fünfer, eine schlechte Note bekommen auf eine Mathematikschularbeit und ist ganz, ganz verzweifelt. Wie können Sie jetzt die Wertrangordnung wieder in Ordnung bringen? Wie können Sie die Vergötzung rückgängig machen? Es geht ja mit einem sokratischen Dialog, soweit ich mich erinnere, wie ich sie einfach sage, Du hast doch gelernt in Latein non set vite discimus. Ist das richtig? Wir lernen nicht für die Schule, sondern fürs Leben, sagt sie. Na und? Schau es eigentlich Du wirst diese Mathematik, in der du da versagt hast, wirst du sicher im Leben auch brauchen. Na und? Ob, sagt sie. Dann sage ich weiter, aber pass mal auf, viel, viel dringender als diese Mathematik bist du was anderes brauchen. Du sagst doch, dich kränkt ja nur so, dass die Professor in dir eine ungerechte Note, eine ungerechten Fünfer gegeben hat. Und es war auch zufällig der Fall, sagt sie Ja, das ist es, was mich so kriegt. Jetzt pass mal auf, du sollst fürs Leben lernen, glaub mir. Vielmehr ist diese mathematische Rechenoperation diese algebraische, in der du versagt hast, wirst du in deinem Leben einmal brauchen. Bitte brauchen, ein Unrecht einstecken und wegstecken zu können, darüber hinwegzukommen. Dazu hast du jetzt Gelegenheit und das ist viel mehr wert, was du jetzt nachlernen kannst, als ob du diese mathematische Rechenoperation richtig erlernst. Sie hat das mitbekommen. Nicht schwer es mitzubekommen. Das meine ich, wenn ich sage, eine Wertrangordnung zurechtrücken, meine Damen und Herren, verstehen Sie mich? In so banalen alltäglichen Situationen kann sich so etwas zeigen. Aber weil wir von Zeugnis, schulzeugnissebstmordversuchen gesprochen haben, ist natürlich was anderes, kommt auch dazu. Aber darüber darf man nicht viel sprechen. Die Multiplikatoren kommen dazu, dass sofort so ein Selbstmord ganz, ganz groß als Schlagzeile erscheint, wie Sie das nennen wollen, ist ganz der Suggestivwirkungen, Nachfolgewirkungen und so weiter, sind alles Worte. Lassen Sie mich Tatsachen nominieren. In Detroit hat es Selbstmorde gegeben, eine relativ hohe Selbstmordziffer in der Autostadt Dietroit. Plötzlich sanken die Selbstmordziffern hinunter. Sechs Wochen lang war, ich glaube, ein kleiner Prozentsatz der üblichen Selbstmordziffern. Wissen Sie, was da los war? Sechs Wochen lang war ein kompletter Zeitungsstreik und über keinen Selbstmord konnte berichtet werden. Ich habe zwei Quellen, denen zufolge ein Kanton in der Schweiz beschlossen hat, ein Jahr lang über keine Selbstmordversuche und Selbstmorde zu berichten. Und es heißt dort in einer angesehenen Zeitung habe ich im Bericht gelesen, wissen Sie, wie viel Selbstmorde übrig geblieben sind von der Durchschnittszahl? 10 Prozent. Wissen Sie, was das heißt auf gut Deutsch? Dass für 90 Prozent der Selbstmordziffern die Massenmedien die letzte Verantwortung getragen haben, ist doch ganz evident. Diese Verantwortung ist man sich aus Sensationalismus, aus Sensationslust heraus natürlich nicht immer bewusst. Ich muss Ihnen das auftischen, ich muss Ihnen das vorhalten, damit Sie wissen, wie verzweigt, wie vielfältig Verantwortung, Sinn und Sinnlosigkeit sind. Sinnlosigkeit aus Wertabsolution, Vergötzung zum Selbstmord führen und umgekehrt. Andererseits Verantwortungslosigkeit. Sie werden Pressefreiheit, mein Herr. Aber da müssen Sie in meinen amerikanischen Vorträgen sitzen. Einmal, wo ich den Leuten als Gast in Amerika mich nicht scheue, ins Gesicht zu schleudern die Farme. Freiheit ist nur die halbe Wahrheit, ist nur die eine Seite der Münze. Das komplette Phänomen besteht aus Verantwortlichkeit. Und ich würde Ihnen, sage ich den Leuten ins Gesicht, empfehlen, dass sie ihre Freiheitsstatue in der Ostküste durch eine Verantwortlichkeitsstatue in der Westküste ergänzen. Soviel zur Pressefreiheit. Aber jetzt möchte ich Sie folgendes Man spricht von Motiven, von Gründen, die einer für den Selbstmord haben mag. Mein Gott, Gründe hat bald jemand. Mir steigt auf in der Erinnerung von vor Jahrzehnten. In der größten Irrenanstalt von Österreich, wo ich vier Jahre als Arzt tätig war, hatte ich eine schwer endogen deprimierte Patientin einmal, die wie jede endogene Depression, also eine psychotische Depression, nicht seelisch entstanden durch Erlebnisse, sondern biochemisch verursacht im letzten Wesen und durch Heredität, hat sie geneigt zu Selbstvorwürfen. Abstruse, wahnhafte Selbstvorwürfe. Warum sind Sie so verzweifelt? Sie haben doch wirklich nichts angestellt. Was für Schuld haben Sie auf sich geladen? Das war im Jahre 35 oder sowas war das ja. Da sagt Ja, im Ersten Weltkrieg hat man Frauen gebraucht bei der Post und die war Postangestellte und da habe ich einen ganzen Postsack gestohlen. Das hat sie sich vorgeworfen, Ganzen Postsack gestohlen. Durch reinen Zufall bin ich draufgekommen, dass das ein leerer Sack, Zwillingsack war. Aus dem hat sich da irgendwie eine warme Unterhose oder was damals in der Notzeit des Ersten Weltkriegs gemacht. Ein Postsack hat sie gestohlen. Das hat sie sich Damals, also nach 1918 im Jahr 1935 hat sie sich das vorgehalten und deshalb hat sie einen Selbstmordversuch gemacht. In der endogenen Depression. Das sieht man ja auch als Laie, als voreingenommener Laie nicht so wie manche Fachleute. Wir haben in der Fachleute voreingenommen, die Vorurteil haben, es kann nichts organisch sein. In der Psychiatrie, da sieht man natürlich, warum hat diese Frau immer nur alle 5, 6 Jahr, wenn sie für 5, 6 Wochen einen Schub dieser endogenen Depression hat, plötzlich diese Schuldgefühle über diesen depperten, leeren Postsack gehabt. Damals verstehen sie und dann wieder jahrelang nicht. Das sieht man ja, das ist ja nur der Ausdruck irgendeiner Seelischen Insuffizienz einer, wie der Psychiater, der verstorbene deutsche Psychiater Ewald es genannt hat, einer biologischen Bässe. Da ist alles down im Organismus für eine gewisse Zeit. Man weiß bis heute noch nicht genau, woran es liegt. Man weiß nur, psychisch bedingt ist das nicht. Also nehmen Sie das bitte hin auf Treu und glauben, es gibt organisch bedingte psychiatrische Erkrankungen ebenfalls. Aber Sie sehen, die hat einen Grund gehabt für den Selbstmord, der gar kein Grund war. Also Grund findet bald jemand für den Selbstmordversuch. Was will ich denn mit dem Ganzen sagen? Das, was zugrunde liegt, ist ja nicht der Grund. Das, was letzten Endes zugrunde liegt, ist die erniedrigte Frustrationstoleranz, wie das in der Psychologie genannt wird. Das heißt, er kann es nicht durchhalten, er kann etwas nicht vertragen. Es ist also nicht so, dass uns interessieren muss oder dass wir weiterkommen, wenn wir Was veranlasst den Selbstmordversuch bei jemandem, Sondern die Frage muss in Wirklichkeit Was würde ihn abgehalten haben vom Selbstmord? Verstehen Sie mich, meine Damen und Herren? Es ist genauso wie in Dingen wie eine virale Infektion. Die Frage ist ja nicht das Virus oder diese Bakterien, die sind ja ubiquitär, die sind ja saprophyten, die sind ja wuchern ständig im Mastdarm und im Mund und so weiter, die sind ja alle da normalerweise. Aber eine Angina bekommt der Betreffende erst oder eine Colitis, wenn die Widerstandskraft herabgesetzt ist. Verstehen Sie das? Das ist das Ausschlaggebende. Und da spielen natürlich psychische Momente eine große Rolle. Sie sehen, meine Damen und Herren, worauf es ankommt. Das sind die Ressourcen, die da sein müssen, die Widerstandskraft gegenüber der viralen Infektion und oder das, was einen abhält vom Selbstmord. Und jetzt verstehen Sie auch, warum die ganzen Selbstmordtests letzten Endes eine fragliche Sache sind, dass man messen kann durch Tests, wie sehr die Neigung eines Menschen, wie groß die ist, Selbstmord zu versuchen. Das ist natürlich sehr wichtig. Wenn Sie einen Patienten in einer Klinik haben, sollen Sie ihn entlassen, dürfen Sie ihn schon entlassen oder umgekehrt müssen Sie ihn einliefern in eine Klinik und ihn internieren lassen, institutionalisieren lassen wegen Selbstgefahr, Selbstmordgefahr, weil er selbstgefährlich ist. Und da gibt es eine Menge Tests, sicher sehr raffinierte Tests, aber glauben Sie mir, letzten Endes nützen die Tests deshalb nichts, weil es ja gar nicht darauf ankommt, wie stark der Selbstmordimpuls in einem Patienten ist. Vielmehr kommt es ja letzten Endes darauf an und ist letzten Endes entscheidend, was er denen entgegenzusetzen hat, womit er sie zu überwinden vermag. Diese Impulse. Ich habe einen Test einmal entwickelt und im Rahmen dieses Tests, um festzustellen, ich musste das improvisieren in der besagten Irrenanstalt, wo ich innerhalb weniger Minuten meinem Chef sagen musste, keine Kann man die Patientin schon entlassen oder nicht? Ich musste improvisieren. Eine Technik, wie ich herausbekomme, ob jemand selbstmordgefährdet ist in wenigen Minuten. Und wissen Sie, was sich da herauskristallisiert hat? Ich mache die Krankengeschichte auf und frage die Patientin sagen Sie sind ja wegen eines Selbstmordversuchs eingeliefert worden. Sagt sie ja. Sag ich nur wie denken Sie denn darüber? Haben Sie noch immer die Absicht, wenn Sie nach Hause kommen, sich das Leben zu nehmen? Sagt sie nein. Daraufhin sage Warum nicht? Und wissen, was dann passiert. Entweder sie ist frei von den Selbstmordabsichten, Sie simuliert nicht, sondern sie wirklich nicht, denkt wirklich nicht mehr daran. Und dann sagt sie Aber Herr Doktor, Sie haben selber gesagt schon vor paar Wochen, ich werde wieder ganz gesund werden, ganz der Mensch, der ich war. Oder Herr Doktor, ich habe jetzt zu Hause eine Familie. Oder Herr Doktor, ich habe ein Geschäft, ich muss ja das oder jenes machen. Oder ich habe irgendeinen Lebensplan, den muss ich verwirklichen, ich muss für meine Kinder und Kindeskinder da sein. Weiß der Teufel was, der sprudelt nur so raus, was Sie abhält vom Selbstmord. Verstehen Sie mich? Und gegebenenfalls abhalten würde, wenn wieder einmal wieder erwarten, sein Impuls kommt. Und wissen Sie was die, die selbstmordgefährdet sind, machen wie die reagieren? Ganz typisch. Sie wollen nicht mehr Selbstmord beginnen? Nein, Herr Doktor, warum nicht? Er rückt nervös am Sessel herum, blickt mir nicht in die Augen, ist verlegen, verlegen um eine Antwort und kann mir nicht sagen, was gegen den Selbstmord spricht. Im Wienerischen gibt es so ein Sprüchwort, sagt Hätte man's nicht, so tät man's nicht. Und da könnte man umgekehrt hätte er, das heißt, man kann es schon richtig so sagen, Hätte der Betreffende Argumente gegen Selbstmord, dann würde er keinen begehen. Es kommt auf die Ressourcen an. Das ist das Wesentliche. Gründe, sich das Leben zu nehmen, hat bald von uns jemand. Aber was er dem entgegenzusetzen vermag, darauf kommt es an, auf eine Raison. D Auf einen Grund zum Leben, zum Weiterleben, zum trotzdem Ja zum Leben sagen, trotz allem Ja zum Leben sagen. Darauf kommt es an. Jetzt merken Sie wohl, meine Damen und Herren, was das zu tun hat mit einer Wertehierarchie, was das zu tun hat mit einem letzten Sinn des Lebens, von dem man überzeugt ist, von dem man eine Vision hat oder nicht. Es hat einmal einer der drei großen klassischen Schulhäupter. Der Psychologie Sinn macht vieles, vielleicht alles ertragbar. C. G. Jung war das, der dieses große Wort gesagt hat. Und das sieht man überall. Ich kenne zufällig die internationale Literatur bezüglich des Lebens in Kriegsgefangenenlagern. Ich kann Ihnen versichern, in der wissenschaftlichen Literatur habe ich gefunden, dass sowohl in Japan, japanischen Kriegsgefangenenlagern für USA Soldaten, als auch in Nordkorea, als auch in Nordvietnam immer das übereinstimmende Ergebnis war, dass die Leute, die Insassen dieser Kriegsgefangenenlager, die eine Vision auf eine Zukunft hin hatten, ausgerichtet hingeordnet waren auf eine Zukunft, auf die Wiedervereinigung mit einem geliebten Menschen in der Zukunft oder gar auf eine Aufgabe, die auf sie gewartet hat in der Zukunft. Diese Menschen hatten ceteris paribus unter gleichen übrigen Opfer Umständen, die größten, nachweislich größten Chancen des Überlebens. Aber wir verschaffen sie einem eine solche Zukunftsvision. Wie verschaffen Sie einem Menschen das Bewusstsein, das Gewahrsein eines Sinnes, der auf ihn wartet, exklusiv sozusagen auf ihn wartet, um durch ihn erfüllt zu werden. Sehen Sie, das Tier ist in der glücklichen Lage zu wissen, was es muss. Das Tier hat es leicht, es hat seine Triebe und die sind verankert in den Genen und die Gene haben das Tier in seinem Verhalten mehr oder minder programmiert. Auch der Mensch in früheren Jahrhunderten, vielleicht sogar Jahrzehnten, hat es noch relativ nicht so schwer gehabt wie heute. Er hat die Traditionen zur Verfügung gehabt, die ihm die Werte, die mehr oder weniger allgemein giltigen Werte vermittelt haben. Das Tier weiß, was es muss. Der Mensch wusste, was er soll, aber heute steht der Mensch da. Nachdem die Traditionen zerfallen sind, mehr oder weniger zerbröselt sind, steht der Mensch da und weiß nicht, was er soll. Aber selbst wenn alle Werte zusammenbrechen würden, dann würde es trotzdem einen Sinn geben. Allerdings nicht einen allgemeinen Sinn, einen allgemein gültigen Sinn, sondern zunächst müssen wir bescheidener sein und uns beschränken auf den Sinn Hik et nunk hier und jetzt. Auf den Sinn, den eine ganz konkrete Person als Anspruch stellt, auf eine ganz konkrete Situation als Anspruch stellt, auf eine ganz konkrete Person. Jede Person ist einzigartig letzten Endes. Jede Situation, mit der sie konfrontiert ist, ist unwiederholbar. Der Mensch ist unersetzlich und die Situation, in der er sich befindet, ist unwiederholbar. Aus dieser doppelten Einmaligkeit und Einzigartigkeit ergibt sich auch seine ganze Verantwortlichkeit, wie vor 2000 Jahren Hillelei mal gesagt Wenn nicht ich es tu, werde, werden wir das tun. Und wenn ich es nicht jetzt tu, wann denn soll ich es tun? Aber wenn ich es nur für mich selbst tu, was bin ich nicht eigentlich Mensch? Zumindest nicht in dem Moment. Darauf kommen wir dann gleich noch zu sprechen. Sehen Sie, Sie können natürlich nach dem Sinn des Lebens fragen, aber ärztlich gesehen oder psychologisch gesehen klingt das beiläufig. So wie wenn Sie den Karpov oder den Kasparov fragen würden, sagen Sie meiste Was ist der beste Schachzug in der Welt? Beide müssten Ihnen sagen, das gibt es ja nicht. Ich kann doch nur einen Schachzug hinsichtlich seiner Qualität beurteilen in einer konkreten Spielsituation und unter Einbezug der Persönlichkeit des Partners, des Spielpartners. Aber allgemein kann ich doch nicht sagen, etwas ist der beste Zug. Jetzt und hier kann ein Zug nur der gute sein. Natürlich gibt es einen übergreifenden Sinn, einen Sinn des ganzen Lebens. Aber wissen Sie, mit dem er geht es uns so beiläufig wie mit einem Film. Ein Film besteht aus Tausenden und Abertausenden von Einzelbildern. Und jedes dieser Bilder, jede dieser Szenen, aus denen der Film besteht, hat natürlich einen Sinn, dessen Sie gewahr werden in der Betrachtung, wenn Sie sich den Film anschauen. Aber der Endsinn des ganzen Films, der geht Ihnen eigentlich erst auf am Schluss. Und genauso ist es im menschlichen Leben. Der Sinn des ganzen Lebens, den können Sie bestenfalls erst draufkommen auf Ihrem Sterbebett. Aber eines steht Er würde sich niemals erfüllen und verwirklichen, wenn Sie nicht nach bestem Wissen und Gewissen jede einzelne, jede einzelne Lebenssituation erfüllt hätten. Genauso wie Ihnen nie der Sinn des ganzen Films aufgehen kann, wenn Sie nicht aufmerksam jede einzelne Szene beachtet und beobachtet hätten und versucht hätten, den Sinn herauszubekommen. Und jetzt sprechen wir von bestem Wissen und Gewissen. Und sehen Sie, das ist es, dieser einzigartig einmalige Sinn der unwiederholbaren Situation, in die ein einmalig einzigartiger, unersetzlicher, unvertretbarer Mensch hineingestellt ist, Den diesen Sinn, den können wir nur wahrnehmen kraft dessen, was man im Allgemeinen das menschliche Gewissen nennt. Ich stehe nicht an, das Gewissen zu definieren als das Sinnorgan, nicht Sinnesorgan. Das Sinorgan. Es ermöglicht uns intuitiv, diese einmalig einzigartige Sinngestalt wahrzunehmen. Und tatsächlich hat Sinn sehr viel zu tun mit Gestaltwahrnehmung. Sie wissen, in der Psychologie ist die Gestaltwahrnehmung die Tatsache, dass eine Figur, also bestimmter Gegenstand auf dem Hintergrund einem Hintergrund plötzlich Ihnen sozusagen in die Augen springt. Nun, ich würde sagen, die Sinnwahrnehmung ist insofern eine Sonderform der Gestaltwahrnehmung, als das, was uns auf dem Hintergrund der Realität der Wirklichkeit plötzlich aufleuchtet, ist nicht eine Figur versus Hintergrund, sondern die Möglichkeit, auf dem Hintergrund der Wirklichkeit, die Möglichkeit, aus dieser Wirklichkeit etwas zu machen, die Welt zu verändern, wie es vorhin genannt hatte, in anderen Zusammenhang. Und sehen Sie, dazu kommt noch zu dieser Sinngestalt Wahrnehmung, ähnlich der von, sagen wir, Max Wertheimer diskutierten und beschriebenen Gestalt Wahrnehmung. Und es hat mit Gestalt Therapie nebenbei bemerkt, kaum etwas zu tun. Das hat der Sohn von Max Wertheimer, Michael Wertheimer, selbst in einer Festschrift für Professor Petzold vor ein paar Jahren ausdrücklich gesagt. Die Gestalt therapiert mit der Gestaltpsychologie praktisch kaum etwas überhaupt gemeinsam. Nun, ich würde sagen, die Sinnwahrnehmung, dieser Prozess, dieser psychologische liegt beiläufig in der Mitte zwischen einer Gestaltwahrnehmung, sagen wir im Sinne von Wertheimer und einem Aha-Erlebnis im Sinne von Karl Bühler. Und wenn wir nun von Karl Bühler sprechen, möchte ich auch von Charlotte Bühler jetzt haben wir schon zwei Familiengeschichten in die Debatte gezogen von Charlotte Bühler. Ihr zu Ehren, ich habe sie das letzte Mal hier in Stuttgart im Augustinum besuchen können, möchte ich ihr zu Ehren etwas zitieren, nämlich auf die Frage, was man machen kann, um zu einem Lebenssinn zu gelangen, hat sie in ihrem Buch über in einem Artikel. Über Basic Theoretical Concepts of Humanistic Psychology einmal All we can do Alles, was wir diesbezüglich tun können, ist study the lives of people, die Lebensläufe von Menschen studieren, who seem to have found their answers von Leuten, die anscheinend ihre Antworten auf die Sinnfrage gefunden haben, as against those who have not und vergleichen diese Antworten mit diese Persönlichkeitstypen mit jenen Leuten, die nicht an einen Lebenssinn heranzukommen imstande waren. Sehen Sie, das ist die Bescheidenheit einer Wissenschaftlerin, die da versucht, weiterzukommen. Und nun, um selbst zum Schluss zu kommen, möchte ich noch darauf Folgendes hinweisen dürfen. Eine phänomenologische Analyse dessen, was ich bezeichnen möchte als das präreflexive ontologische Selbst und Sinnverständnis des Menschen, zeigt uns, dass der Mensch immer schon weiß, kraft der Metaphysik, die geschieht durch sein bloßes Menschsein, um wieder mit Heidegger zu sprechen, dass der Mensch immer schon weiß, wie er es anstellen muss, um an ein Sinnerfüllungserlebnis heranzukommen. Nämlich es gibt folgende drei Möglichkeiten, prinzipielle Möglichkeiten', einen Sinn zu erfüllen. Das weiß der Mann von der Straße. Das schlichte und einfache, unbeeinflusste Mensch, der nicht indoktriniert ist in irgendeiner Weise oder in irgendeiner Richtung, der weiß es. Man kann einen Sinn in seinem Leben finden dadurch, dass man etwas tut, eine Tat setzt oder etwas schafft, ein Werk schafft. Zweitens nicht schöpferisch, sondern dadurch, dass man etwas erlebt, dass man erlebt die Natur, dass man etwas aus der Kultur heraus erlebt, Kunst, Musik, Theater. Und ich sehe ganz ab von Forschung und Wissenschaft, was man da erlebt, welche Sinnerfüllung man erlebt, wenn Sie wirklich einen kleinen Schritt an der Front der Forschung stehen, die Wissenschaft weitergetrieben haben. Aber lassen Sie mich noch eins Es gibt auch Begegnungen mit Menschen. Es gibt auch die Erfüllung durch die Liebe, allerdings Liebe in einem Sinne, wie er nicht für gewöhnlich von den Leuten, im Bewusstsein der Leute. Sehen Sie wir haben von Albert Moll gehört, dass es einen Kontraktationstrieb gibt. Das heißt, das ist längst vergessen seit Jahrzehnten, den Trieb, sich mit einem anderen Menschen, mit einem Partner zu verbinden in sexualibus, also in sexueller Hinsicht. Und noch vor diesem Kontraktationstrieb gibt es den Detumeszentrieb, wie Moll das genannt hat. Das heißt, den Trieb, die sexuelle Ladung, die sexuelle Spannung sozusagen loszuwerden. Freud hat das anders genannt. Freud sagte, dieser Trieb, er hat anders genannt, selbstverständlich, der hat ein Ziel. Das sexuelle Triebziel ist die Entladung der Spannung. Aber es gibt auch ein Triebobjekt in einer höheren Stufe, denn bei der Kontraktation würde es ja genügen, dass man masturbiert oder onaniert, um die Spannung loszuwerden. Aber da bedarf es noch eines Sexualobjekts auf der zweiten Stufe nach Freud. Das ist ein Objekt, irgendwie ein x beliebiges Objekt, ein Objekt, das mit dazu Zweck ist, um die Spannung in Sexualibus loszuwerden. Hier hört aber sozusagen die Freudsche und Albert Molsche und Sigmund Freudsche Terminologie und Konzeptualisierung auf. Aber ich glaube, das ist noch immer der subhumane Bereich. Der humane Bereich fängt erst dort an, wo ich in dem Partner den Menschen sehe und nicht mehr das bloße Objekt. Verstehen Sie mich nicht mehr das bloße Mittel zum Zweck. Und wenn ich den Menschen sehe, dann erst habe ich einen Partner in ihm gesehen, den tue ich nicht mehr, der ist mir grad gut genug, um meine Spannungen loszuwerden. Nein, den empfinde ich, erlebe ich als den Partner. Als Mensch. Zu Mensch begegne ich ihm. Und dann gibt es noch eine letzte Stufe, da sehe ich nicht nur den Menschen im anderen, sondern da sehe ich die Person im anderen und da meine ich in dem Moment, wo ich von Person spreche. Die Einmaligkeit und Einzigartigkeit erinnern sich an die vorhergegangene Formulierung. Das heißt, das einmalige Wesen, das du sagen kannst zu einem Menschen, nur der Liebende wird gewahr dieser Einmaligkeit und Einzigartigkeit des anderen Menschen. Und das ist dann die Liebe und nicht nur das Menschsein. Das ist der humane Bereich und das ist dann der Bereich der Liebe, die Krönung. Sie sehen, das geht noch viel weiter, als man vor paar Jahrzehnten oder einem Jahrhundert, ein dreiviertel Jahrhundert gedacht hat. Liebe oder Sexualität. Die menschenwürdige Sexualität beginnt erst auf diesen beiden höheren Stufen. Die Rücksicht auf den anderen. Sehen Sie, das geht ja so weit wie bei allgemeinen Problemen, sogenannte Selbstverwirklichung, als ob es darum ginge. Wir werden gleich davon noch kurz zu sprechen haben. Es geht ja darum, dass der andere nicht für mich bloß da ist, oder wie vorhin bei Hillel es geheißen. Aber wenn ich es nur für mich tue, was bin ich dann, wenn ich etwas nicht tue, meiner Sache willen oder eines Menschen Willen, einer Person willen oder eines Werkes willen, dann bin ich ja noch gar nicht eigentlich Mensch. Und sehen Sie, das führt nun zu den letzten radikalen Problemen, mit denen wir es zu tun haben. Vorher muss ich Ihnen noch Außer der Arbeit und außer der Liebe gibt es noch eine letzte Sinnmöglichkeit. Und darauf kommt es an. Denn nur kraft dieses Umstands ist das Leben bedingungslos, der Möglichkeit nach bedingungslos sinnträchtig und offeriert uns Sinnmöglichkeiten. Weil nämlich auch dort, wo ich nichts mehr tun kann, wo ich nichts mehr schaffen kann, wo ich nichts mehr erleben kann, wo ich niemandem mehr begegnen kann, wo ich niemanden lieben kann, auch dort hört bis zum letzten Augenblick mein Leben nicht auf, eine Sinnmöglichkeit in sich zu bergen, nämlich dort, wo ich nur mehr eines kann, in meinem Stil ein Leiden durchzustehen und noch darin einen Sinn zu finden und einen Sinn zu fühlen. Aber eines noch zum Schluss, meine Damen und Herren, es geht nicht nur um die Sinnmöglichkeiten, es geht auch um die Sinnverwirklichungen selbst. Das heißt, der Mensch braucht nicht nur einen Sinn und eine Aufgabe im Leben, besonders der junge Mensch, sondern er braucht auch das Beispiel jener Menschen, die je ihre Aufgabe erfüllt haben in ihrem Leben oder daran gehen, sie zu erfüllen. Das ist notwendig, das Beispiel, das Vorbild und nicht nur der Sinn und die Aufgabe. Sie sahen heute den allerersten Vortrag der Sendereihe Teleakademie aus dem Jahr 1987 Es sprach Prof. Dr. Viktor E. Frankl zum Thema Die Sinnfrage in der technologischen Gesellschaft.










