OnlyFans, Lack & Leder & DIE größte Lüge der Coaching-Szene: ECHTES Unternehmerleben

Lea Ernst talks with dentist-entrepreneur Julia about running multiple practices, hiring headaches, and patient drama. They discuss the harassment both receive online, from unsolicited explicit messages to contract-ending behavior from business partners. Julia mentions a foot-fetish OnlyFans creator who made tens of millions and retired in her twenties.
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Weißt du noch, als wir über die Absperrung geklettert sind in Houston?
Ja, ja, das weiß ich noch.
Ich so, Julia, das darf man doch nicht. Und du so, komm jetzt, komm jetzt. Ein OnlyFans-Account für Füße? Wollen wir ein Business zusammen machen?
Wenn sie dann ein Kind bekommen haben, ist ja kein schlechterer Mitarbeiter. Sie leben einfach ihr Leben. Also du arbeitest fast nur mit Frauen, da gehört es einfach dazu, dass Frauen Kinder kriegen. Die Anforderungen an die Schüler sind nicht mehr dieselben. Dass auch immer mehr junge Leute zum Beispiel nicht mehr in den normalen Beruf gehen wollen. Jeder Zweite will Influencer werden.
Herzlich willkommen zum Sassy Confidence Podcast live aus München.
Ich freue mich, dabei zu sein.
Ja, bin mal gespannt, was hier so vielleicht alles auf die Kamera kommt. Weil unsere Gespräche sind ja schon seit Jahren immer sehr interessant.
Genau.
Die lässt das Beste offen.
Das stimmt überhaupt nicht. Nein, war ein Witz.
Ich finde das gar nicht schön.
Finde ich auch nicht.
Wir haben ja eben noch beim Abendessen hier in München so darüber geredet, Wir reden oft so über Themen, klar, was uns triggert, was uns irgendwie aufregt im Business, im Alltag, aber wir reden eher über so Themen wie, was hast du für coole Erfahrungen gemacht, Persönlichkeitsentwicklung, Steuern, Business.
Stimmt, stimmt.
Manchmal Unfähigkeit von einigen.
Ja, das ist so unsere Beobachtung, die Entwicklung da draußen, wie wir die wahrnehmen, oder wie der Bitcoin durch die Decke geschossen ist. Ja, genau, sehr gut. Was gut anlegbar ist und was nicht. Genau, damit wir uns auskennen.
Genau, warum ich mich auch so freue, dass du hier bist, einmal natürlich, weil wir jetzt hier gleich ein Obstsalat essen, aber du bist für mich auch einfach eine der krassesten, ich kann es nicht anders sagen, Maschinen, die ich kenne. Wirklich, wenn du aufstehst morgens, da bin ich noch gefühlt 10 Stunden am Schlafen. Wann stehst du denn immer auf?
Unterschiedlich, aber es kann in der Woche schon eher 4, halb 5 sein. Ja, 4 Uhr morgens, halb 5.
Finde ich so krass. Und dann gehst du direkt trainieren?
Genau, also nicht direkt. Also erst füttere ich die Tierchen. Also Lilly und Jackie stehen dann schon parat. Der Jackie geht dann erstmal raus ein bisschen. Und dann—
den kennen wir übrigens auch mit uns.
Genau, der liegt da vorne und schläft schon. Ist seine Schlafenszeit. Und dann, wenn die gegessen haben, dann gehe ich mit Jackie ins Gym. Und der schläft dann oben weiter. Und dann trainiere ich. Und danach duschen und dann danach direkt in die Arbeit.
Krass. Und dann zu deinen Zahnarztpraxen.
Genau. Schule oder Zahnarztpraxis, je nachdem was für ein Tag ist. Manchmal bin ich morgens dann erst in der Schule und danach dann in der Praxis bis abends. Und an manchen Tagen bin ich komplett in der Praxis.
Ja, und mit deinen Mitarbeitern zieht ihr dann Lederklamotten an?
Meistens Sportsachen. Ich fühle mich natürlich auch in anderen Sachen wohl. Es ist schon so, dass ich weniger so diese typische Praxiskleidung habe. Wobei, da habe ich mir jetzt auch schon mal was bestellt. Da gibt es wirklich tatsächlich schon richtig coole Sachen, vor allen Dingen Amerika, die richtig bequem sind, ganz leicht und pflegeleicht. Du musst nicht alles so bügeln und ja. Aber letztlich merke ich immer wieder, ich komme zurück zu meinen Hoodies und zu meiner Leggings, weil das ist irgendwie, das geht halt voll mit. Oder ich sitze zwar selten in der Praxis, aber trotzdem irgendwie fühle ich mich da am wohlsten.
Und du siehst immer schick aus. Ja. Das ist krass. Wenn du Hoodie sagst, du gehst jetzt ja nicht verschlabbert irgendwie so.
Nein, nein, nein.
Das gar nicht.
Nein, nein, nein. Aber es ist schon lustig, ich hab jetzt auch ne neue Auszubildende. Die Elena, die ist ja schon n bisschen älter. Also, die hat praktisch schon das Abitur vorneweg gemacht. Und auch schon mal irgendwo gearbeitet, in Deutschland beim Zahnarzt, glaub ich, auch schon. Und sieht dann eben auch schon n bisschen erwachsener aus. Und die ist immer so zahnarztmäßig gekleidet, dass die Leute dachten, so Leute, die mich noch nicht kannten, oder die Praxis nicht kannten, das ist die Zahnärztin. Da merkt man, wie stark die Leute doch irgendwie so auch auf das Outfit fixiert sind, oder? Ja, klar. Die Vorstellungen von den Leuten, wie jemand aussehen muss, sind doch so krass geprägt.
Total.
Total.
Ich muss gerade an eine Sache denken. Ich hab mal so öfter auch darüber nachgedacht, auch mit anderen Freundinnen. Da haben wir gesagt, wenn du auf ein Konzert irgendwo reinkommen möchtest umsonst, zieh dir einfach nen Blaumann an, hab so ne Leiter dabei und geh einfach mit so ner Selbstverständlichkeit da rein. Das ist so der gleiche, wie sagt man, Halo-Effekt, als wenn du einen Arztkittel anhast. Da fällt mir gerade ein, weißt du noch, als wir über die Absperrung geklettert sind in Houston?
Ja, ja, das weiß ich noch.
Ich so, Julia, das darf man doch nicht. Und du so, komm jetzt, komm jetzt. Wir waren da ja auf diesem Grand Hotel in Houston. Vorher waren wir auf so einem Seminar und dann dachte man noch ein bisschen in Houston feiern, Spaß haben und dann kletterst du da über diese Absperrung drüber.
Ja, es war alles leer und wir waren viel zu weit hinten und ich wollte ihn ja auch wirklich sehen und nicht nur so ein kleines Pünktchen da vorne. Das war gut. Aber du musst erzählen, was dann kam.
Ja, das ist ja das Allerbeste. Das ist ja das Karma. Karma hat uns eben nicht bestraft. Dann kam noch dieser Wachmann und dann dachte ich so, jetzt sind wir dran.
Jetzt haben sie uns erwischt.
Jetzt sind wir dran. Jetzt haben sie uns erwischt. Jetzt haben sie uns erwischt. Bei Instagram, Champagne, Papi, dich werden wir nicht sehen, Drake. Scheiße, ist vorbei. Wir gehen Und dann sagte er: Please, please come with me. Und dann hat er uns weggeführt und ich war schon so: Oh nein.
Wippenbändchen gegeben.
Dann gibt er uns ein Wippenbändchen. Und auf einmal standen wir an der Bühne.
Genau vor ihm.
Das heißt, wir hatten ja wirklich die schlechtesten Plätze, die haben ja schon $200 gekostet.
Ja, genau. Und dann standen wir natürlich auf einmal genau vor ihm.
Ja, und dann standen wir direkt vor ihm. Karma hat uns nicht bestraft. Und dann Karma sagt, ihr seid cool.
In die VIP-Bereich gekommen.
Ja, ja, ja. Und dann waren wir da vorne und ich glaube, wir waren richtig bekifft. Allein durch das Passivrauchen. Also ich war noch nie auf einem Konzert, wo so viel gekifft wurde. Das war 2018, ne?
Ich glaube, ich habe es irgendwann gar nicht mehr gerochen.
Weil du selber bekifft warst. Ja, es war wirklich einfach Das war total krass, muss ich schon sagen.
Ich find auch, dass die da sogar Leute mit Rollstuhl— Das fand ich so krass. Der hat doch da Leute mit Rollstuhl sogar geholt an die Bühne. Hast du das nicht mitgekriegt?
Ach so, so ein Gedächtnis.
Ich weiß das gar nicht. Das fand ich so krass. Dann hab ich das hinterher nachrecherchiert, dass der Drake dafür sorgt, dass Leute, die eben gehbehindert sind, das Konzert auch mitverfolgen können. Da haben die mit dem Fahrstuhl die mit dem Rollstuhl unten hingefahren. Ach, wie süß. Ja, das find ich so krass. Voll schön, dass die direkt vorne da mit dabei sind.
Aber die hochgehoben oder wie?
Nein, mit dem Fahrstuhl haben sie die da runtergefahren. Wir waren ja ganz unten. Und ich habe dann noch gesehen, wie sie da so eine Frau mit Rollstuhl mit dem Fahrstuhl runtergefahren haben. Ich dachte, was macht die da mit dem Rollstuhl? Und dann irgendwann habe ich die unten an der Bühne gesehen. Das fand ich eben auch cool, dass eben wirklich so auf sowas dann auch geachtet wurde. Das fand ich noch cool, habe ich beim Konzert so noch nie wahrgenommen.
Ja, ja, jetzt wo du sagst, ja, ich habe so eine vage Erinnerung.
Ich glaube, du warst so happy, ich habe gar nicht mehr mitbekommen.
Einfach glücklich, einfach glücklich, dass wir da waren. Ja, ja, nee, das war ja cool, das war ja auch super spontan, weil ich habe dich dann gefragt, hey, da ist so eine Weiterbildung in, wo war das, Dallas? Nee, nicht Dallas, nee, Austin. Austin war das. Tony Robbins, ein Co-Trainer, der macht ein Keith Cunningham war das. Ja, ja, ja, genau. Er macht eine Weiterbildung zum Thema Finanzen, KPIs, Prozesse. Und das war damals etwas, was so mein Engpass war, wo ich dachte, boah, da möchte ich mich weiterbilden. Und das war so cool. Ich habe dich gefragt und du so, ja, ich komme mit. Ja, Flugticket gebucht und rübergeflogen.
Das ist so.
Und ich habe uns noch dieses ganz schäbige Hotel ausgesucht. Da habe ich mich doch total verbucht, weil da dachte ich—
Was?
Ich fand das jetzt geil.
Ja, ich weiß schon.
Ach, das, du meinst das.
Ja, oh. Ja, aber das war ja, wir haben beide gedacht, Hyatt ist Hyatt.
Aber nee, Hyatt ist eben, es gibt ja Hyatt Regency, das ist das tolle Hyatt, zum Beispiel in Düsseldorf, wo ich sehr gerne bin. Es gibt aber Hyatt Place.
Place, irgendwie so was an der Autobahn. Das Schrecklichste, zu essen am Automaten. Es war schon so spät und wir konnten nirgendwo mehr was zu essen holen. Weißt du noch, die hatten nicht mal was zu essen dort. Das war krass.
Ich muss ja sagen, ich bin da ja manchmal unkompliziert, aber wenn ich dann auf so einem Seminar bin, wo man dann schlafen will, wo man auch eine schöne Zeit haben will, Ich kann auch in einem Motel One schlafen, aber da muss einfach was Ordentliches her. Das ging nicht.
Aber das Hotel vorher war okay.
Ja klar.
Das war okay. Da hatten wir noch Frühstück, richtig gut und so. Kann ich mich noch dran erinnern. Und im Gym war ich da auch sogar.
Game.
It's a game. Oh, a game. Weiß ich schon.
Ja, wieder um 4 Uhr nachts. Da war ich noch am Pennen. Aber haben wir da eigentlich noch in einem Zimmer geschlafen?
Da haben wir in einem Zimmer geschlafen, aber ich hab dich nicht wach gekriegt. Du hast doch gesagt, ich komm mit, irgendwas war. Da war keine Reaktion, als ich was gesagt hab. Ich bin dann leise mit meinen Sachen im Dunkeln ins Bad, hab mich angezogen, bin dann noch runtergegangen.
Ja, weil ich so ne schwierige Einschläferin bin. Das hab ich mittlerweile wieder in den Griff, oder überhaupt mal in den Griff bekommen. Melatonin hilft sehr, Melatoninspray. Immer dabei, vielleicht bin ich abhängig. Ich glaube, ich bin wirklich psychisch abhängig von Melatoninspray.
Kann man das?
Ja, glaube ich schon.
Also du meinst, du denkst, dass du es brauchst?
Ja, weil wenn ich mir 2, 3 Pumpstöße so in den Mund mache, dann denke ich, ah, jetzt werde ich müde.
Es hilft.
Okay, nicht schlecht.
Ich habe mir das einfach irgendwann eingeredet.
Jetzt schlafe ich endlich.
Das werde ich meinen Patienten empfehlen, die Schlafstörungen haben. Mal sehen, vielleicht hilft es ja wirklich. Placebo-Effekt.
Ja, wobei, das bringt schon was.
Ja, cool.
Nee, auf jeden Fall, jetzt haben wir ja immer getrennte Zimmer. Ja, aber das liegt einfach an mir, weil ich einfach so schwierig schlafe. Der Jacky muss sich nur einmal bewegen, dann schlafe ich nicht. Ja, also das wünschte ich mir, wäre anders bei mir. Und das finde ich so krass bei dir, weil du machst so viele Sachen parallel, was du alles zu managen hast. Ja, einmal den Jacky, du kümmerst dich um deine Tiere. Ich kann jetzt so viele Sachen aufzählen, was du alles parallel händelst. Bist Lehrerin beim Canton Zürich, hast 2 Zahnarztpraxen, Mitarbeiter, bist Unternehmerin, online aktiv, also was du alles machst, und dass du dann abends dich hinlegst wie eine Soldatin und sagst schlafen und schläfst.
Ja klar, machst du das? Ja, ich glaube, ich bin dann einfach so müde von all dem, was ich gemacht habe, dass ich gar nicht— ja, wirklich, also ich habe wirklich keine Einschlafschwierigkeiten, absolut nicht.
Vielleicht mache ich noch nicht genug.
Das Einzige ist mit dem Durchschlaf, ist halt ab und zu, ne, weil Baby dann Theater macht, wenn der Patrick einfach bis spät in die Nacht arbeitet, und dann Irgendwie, er ihn hört, dann knurrt er oder ist einfach ungehalten, und dann werde ich wach, weil er will dann auch irgendwie schlafen, will seine Ruhe, und dann unterbricht das mein Schlafrhythmus schon.
Ja, wie viel schläfst du denn, wenn du um 4 Uhr aufstehst?
Meistens versuche ich so um 9 ins Bett zu gehen, so mit ihm. Also er ist dann meistens so um 9, ist bei ihm.
6 Stunden, ne?
Ja, schon.
Also das versuche ich wirklich.
Nein. Also ich bin schon so, dass ich, wenn ich ohne Wecker schlafe, dann bis halb 8, 8 schlafe.
Ja, ja, schon.
Aber mehr dann eigentlich nicht. Also ich könnte mich nicht erinnern, also muss ich schon sehr, sehr spät ins Bett gegangen sein, dass ich dann wirklich mal bis um 9 schlafe oder so. Ja, also das ist sowieso ein Traum, ohne Wecker aufzustehen. Das finde ich schon toll.
Das ist auch wirklich toll. Ja, aber ich mache das nicht so gerne, weil ich dann schlechtes Gewissen habe. Weil das Ding ist bei mir, Jetzt nach meinem Jetlag, den ich hatte. Ich bin letzte Woche aus Bali ja wieder gekommen und dann wieder, um in die Zeit zu kommen, ich war so müde abends. Ich wollte mich nur kurz hinlegen. Kannst du auch wieder keinem erzählen. Ich wollte noch zu meiner Mama fahren und irgendwelche Sachen machen. Ich wollte nur kurz eine Stunde schlafen. Bin um 15 Uhr dann eingeschlafen und wenn ich wieder— ich schlafe dann auch durch. Ich habe bis 8 Uhr geschlafen morgens. Ich so, Mama, ich bin jetzt wach. Wie viele Stunden sind das?
Oh mein Gott.
Ja, ja, ich kann schlafen ohne Ende. Krass, ja, ja, verrückt.
Das ist echt, das würde ich mir mal—
aber das schaffe ich zeitlich auch nicht immer.
Das ist Wahnsinn.
Nein, ich schlafe so, ich versuche mal drauf zu achten, schon meine 8 Stunden zu schlafen, wenn es irgendwie geht, damit ich ganz klar bin und nicht so verballert.
Das ist krass. Also wirklich so Schönheitsschlaf?
Ja, es macht doch keinen Unterschied, ob ich Sport mache, also richtig Workout mache oder nicht, oder viele Arbeit habe oder wenig. 8 Stunden.
Das ist schon interessant. Ja, so, ich habe mal gehört, man kann sich das wie antrainieren. Auch gehört, ich mache das schon immer, dass ich so früh aufstehe. Auch als jugendliches Kind schon bin ich immer ziemlich früh aufgestanden. Vielleicht liegt es auch an dem, meine Mutter auch immer so früh wach war, und dann bin ich auch schon weit vor der Schule mal aufgestanden und meine Mutter wach war und habe dann mit ihr dann noch irgendwie morgens eine Stunde verbracht. Echt? Ja, weil die musste auch arbeiten gehen, und dann sind wir irgendwie immer so, glaube ich, zusammen aus dem Haus.
Ja, ich glaube schon.
Ja, noch mit dem Hund rausgegangen. Ich hatte damals ja auch schon Hund. Genau, und der wollte immer morgens raus. Also der Jacky ist ja da zum Glück nicht so, dass der dann immer unbedingt auch am Wochenende schon um 6 Uhr raus will. Der passt sich da wirklich voll an, je nachdem wann ich wach bin, dann geht er auch raus.
Das ist schön. Ja, du, wir haben ja eben über Leder geredet. Wir müssen uns noch auflösen, sonst fragen sich alle, seid ihr jetzt in eurer Zahnarztpraxis mit Leder-Outfit?
Nein, natürlich nicht.
Nein, das haben wir ja gesagt. Wir haben nur gesagt, dass du mal auf so einer Party warst, wo so Leder angezogen wird.
Lack und Leder oder auch Spitze oder auch nichts. Genau.
Nichts?
Je nachdem. Nichts gibt es auch. Ja, außer vielleicht ein Halsband. Ich habe dir ja gesagt, wenn wir da mal hingehen, wirst du nicht schlecht schauen.
Frauen. Ich als prüdes Mädchen vom Dorf. Ja, aber das Witzige ist, du warst mit deinen Mitarbeitern.
Genau, genau, das ist so eine Art Fetischparty, die in der Nähe von Zürich irgendwo gemacht wird. Die Leute, die das kennen, die wissen, was ich meine. Und das gibt's ja auch an anderen Orten, Berlin zum Beispiel, so KitKat Club und so. Und ja, man kann auch einfach nur hingehen und einfach Spaß haben, indem man tanzen geht, mit Freunden was trinkt, und Ja, ich sage mal, Leute, die das nie probiert haben oder sich angeschaut haben, die können jetzt nicht einfach urteilen, das ist blöd. Oder das gefällt mir nicht. Es ist ja auch, wie soll ich sagen, man kann ja wirklich anziehen, was man will. Man muss ja da nicht nackt hingehen. Ich z.B. würde da nicht nackt hingehen. Ich hab dann halt so Outfits immer an, wo alles bedeckt ist. Aber trotzdem ist es irgendwie doch was, was ich irgendwie sexy finde. Und ich mag das, mich halt auch mal sexy anzuziehen.
Ja, ja, ich noch mal zurück zu den Mitarbeitern. Als du mit deinen Mitarbeitern da warst, du bist ja eh sehr close mit deinen Mitarbeitern, die sind teilweise schon sehr, sehr lange, ich glaube 15 Jahre teilweise mit dir am Arbeiten. Wenn du so etwas machst, hast du da nicht die Angst, dass irgendwie so die Respektgrenzen verschwimmen oder dass sie dich weniger ernst nehmen?
Gar nicht, nee, nee, nee. Also du musst dir vorstellen, ich verbringe ja mit meinen Mitarbeitern mehr Zeit als mit meinem Mann zum Beispiel.
Ja, ja.
Ich verbringe so viel Zeit mit denen, und wir sind halt eher auf ner freundschaftlichen Basis miteinander verbunden. Freundschaftlich, aber doch nicht so freundschaftlich, dass wir jetzt alles miteinander teilen bis ins tiefste Tiefe. Aber trotzdem so, dass man sich doch so gut kennt, dass man weiß, was der eine mag, was der andere mag. Oder was der so erlebt oder wie der Partner von dem anderen ist. Also, man kriegt halt schon ziemlich viel von den anderen mit. Und auch mir ist es wichtig, also, um verstehen zu können, wenn z.B. mal jemand nicht so gut drauf ist. Ja, warum das so ist, oder dass die auch mit jedem Problem zu mir kommen können. Es ist aus meiner Sicht eben wichtig, da so eine offene Basis zu haben und auch Verständnis zu haben. Das heißt jetzt nicht, dass jeder da seine Empfindung da in der Praxis ausleben kann, das muss ja trotzdem laufen, klar. Aber trotzdem muss es auch Raum dafür geben, dass man das eben teilen kann, weil das ist mega wichtig. Weil wenn das dann einmal raus ist, ist oftmals schon eine große Hilfe, und man kann dann im Prinzip sich auch gegenseitig unterstützen und die Perspektive von dem anderen mal dazu hören. Und das kann mitunter schon ziemlich hilfreich sein, weil man kann ja nicht alles mit seinen Eltern oder mit seinem Partner selber zum Beispiel teilen. Das, das geht ja nicht, und auch nicht immer in jederlei Hinsicht mit dem, zum Beispiel, Freund, sage ich jetzt mal. Sind ja nicht alle verheiratet, und deswegen finde ich das schon wichtig da. Aber das muss halt funktionieren. Ich hatte auch schon Angestellte, wo diese freundschaftliche Basis nicht funktioniert hat, wo das dann falsch verstanden wurde, sozusagen quasi ausgenutzt wurde. Und wenn Und das, wenn ich das dann gemerkt habe, habe ich gewusst, okay, derjenige kann mit dem Konzept nicht umgehen, der braucht halt einfach diese straffe Führung, jemanden, der ihn immer so praktisch genau sagt, wo es lang geht, sage ich jetzt mal, autoritär. Aber ich bin nicht so dieser autoritäre Typ Leader, sondern versuche das eher auf der Basis von Verständnis und Motivation und Teamwork, und das funktioniert gut, und dann kann man auch solche Momente miteinander teilen. Weil ich habe genau gewusst, die haben das halt gesagt, sie würden sich dafür interessieren, aber die würden dann nie alleine hingehen. Das war einfach so. Und dann haben wir uns dann wirklich abends mal hingestellt, sind natürlich nicht alle mitgegangen, ist natürlich nicht für jeden was, sage ich ja, es kommt doch ein bisschen auf die Nationalität an. Aber 3 von den Angestellten, die bei mir waren damals, die haben gesagt, ja, ich will das unbedingt mal ausprobieren. Und dann haben wir das gemacht, und es war lustig.
Und das finde ich, ist auch so eine schöne Eigenschaft von dir, dass du so viel gibst in jeglichen Beziehungen. Ich merke das bei uns, in den Arbeitsbeziehungen, was du erzählst, dass du auch einen ganz großen Vertrauensvorschuss gibst, was du den Mitarbeitern auch alles ermöglichst. Fokussierst dich dann eher auf weniger und gibst denen ganz, ganz viel und holst da das Beste raus, ne?
Ja, das versuche ich zumindest. Klar, weil ich gehe auch immer von dem aus, ich selber musste mir das, was ich jetzt da habe, auch ziemlich hart erarbeiten. Und ich denke halt immer, warum soll man dann anderen, wenn man das dann irgendwie geschafft hat, sich da wie so frei zu strampeln und so ein bisschen finanziell auch, sag ich mal, gesichert dazu sein, nicht auch andere dran teilhaben lassen? Vor allen Dingen, wenn man sieht, dass sie total loyal sind und alles geben. Und schöne Einstellung. Ja. Weil ich denke auch, wenn sich die Mitarbeiter in der Praxis wohlfühlen oder in der Arbeit, was auch immer ist, und sich gesehen fühlen, diese Wertschätzung, und das alles, das macht so viel aus, dann kriegt man das dann am Ende doppelt und dreifach wieder. Dann sind die auch offen und ehrlich zu einem, wenn es um welche Themen geht, ne. Ein Beispiel, zum Beispiel eine Mitarbeiterin von mir war schwanger, und wir haben damals irgendwann mal so aus Spaß gesagt, wenn du dann schwanger bist, dann musst du aber schnell früh Bescheid sagen. Das war auch schnell jemanden finden können, der dann für dich auch einspringen kann. Sie hat das im Prinzip sofort gesagt, als sie selber, sie war noch nicht mal beim Frauenarzt, oder? Das finde ich so krass. Sie hat das im Prinzip gerade selber festgestellt und hat mir das dann quasi am nächsten Tag gesagt, du Julia, es könnte sein. Da hab ich dann gesehen, mein Gott, das funktioniert wirklich. Oder sie hat dieses Vertrauen. Sie sagt dir das sofort. Sie weiß, okay, das ist ja für einen Chef mitunter wirklich keine schöne Nachricht, wenn man weiß, okay, in kurz oder lang wird dann jemand ausfallen, oder? Aber sie hat mir es trotzdem gesagt, sie war offen, sie war ehrlich, weil sie genau wusste, ich würde mich mit ihr freuen. Ich würde mich freuen, ich würde sie unterstützen. Wir gehen diesen Weg zusammen. Und das habe ich auch schon mit anderen Mitarbeitern bei uns so gemacht, wenn die schwanger waren. Und wenn die dann irgendwann wiedergekommen sind, dann können die halt in der Form weiterarbeiten, wie sie das eben bewerkstelligen können. Für mich spielt das dann nicht die Rolle, ob sie 100%, 80% oder 50% arbeiten. Die sind dann trotzdem bei mir jederzeit gern wieder gesehen, weil wenn man zusammen so viele Jahre miteinander gearbeitet hat, finde ich das einfach wichtig. Weil wenn sie dann ein Kind bekommen haben, ist ja kein schlechterer Mitarbeiter. Sie leben einfach ihr Leben und man muss so was einfach unterstützen, gerade in der heutigen Zeit. Weil das ist so wichtig, dass man, dass man denen die Chance gibt, dann auch normal wieder in dem Job weiterzumachen. Klar. Anstatt zu sagen, okay, du kannst jetzt nicht mehr 100%, ja, dann musst du dir was anderes suchen. Klar, bei uns in der Schweiz hast du halt die Möglichkeit, oder das zu sagen. Bei uns ist das so geregelt, dass wenn der Mitarbeiter nachher kommt in der Schweiz und sagt, er kann nicht mehr den gleichen Job machen, dass du dann sagen kannst, okay, das ist dann Grund, dass du ihn nicht wieder nimmst. Ach krass. Ja, ja, also mit den gleichen Prozenten ist jetzt mal Beispiel, ja, nicht mit den gleichen Voraussetzungen. Ja, ja, und Das wird halt auch mitunter dann eben so gemacht. Das kommt natürlich auch mal drauf an, was das für eine Firma, für einen Job ist, gell. Aber ja, das ist natürlich, ja, ist ja klar, weil du müsstest dann im Prinzip noch mal eine zweite Person einstellen, die dann den Rest macht, oder? Das wollen vielleicht viele dann nicht. Die nehmen lieber eine Person, dann bezahlen sie am Ende weniger. Ist ja so, klar, rein rechnerisch, wieder anschaust, hast du weniger Sozialabgaben, alles, wenn du praktisch einen Job hast, den du an eine Person 100% verteilen kannst. Aber das, in dem Moment steht das halt für mich nicht an erster Stelle. Klar, wenn jetzt ein paar da draußen vielleicht sagen, ja, du bist in so einer, in so einer positiven, wie soll ich sagen, du hast eine gute Position, hast wahrscheinlich genug Einkommen, oder der Firma geht's gut. Ja, der Firma geht's gut, aber das war ja auch nicht immer so. Und trotzdem habe ich immer gewusst, oder war das für mich immer so, dass ich gewusst habe, in dem Job Also du arbeitest fast nur mit Frauen, da gehört es einfach dazu, dass Frauen Kinder kriegen.
Ja klar, natürlich.
Und deswegen ist es auch etwas für mich, was normal damit integriert werden muss. Weißt du, wie ich meine? Das ist für mich jetzt auch niemals in Frage gekommen, dass ich jemanden, den ich eingestellt habe, gefragt habe, du hast damit schon gerechnet. Ja, genau, genau, weil das gehört einfach zu diesem Job dazu.
Klar, auf jeden Fall. Jetzt hast du gerade darüber geredet, dass es nicht immer so war. Gibt es für dich so einschneidende, wie heißt das Wort, einschneidende Sprachenlernen-Bubble-Erlebnisse oder auch so Fuck-ups oder wirklich Rückschläge, die du hattest unternehmerisch, die du hier so teilen magst oder worüber du reden möchtest, wo du sagst, boah, die haben dich voll geprägt unternehmerisch auf deinem Weg?
Unternehmerisch nicht wirklich, aber patiententechnisch muss ich sagen, dass ich schon jetzt auch gerade so in den letzten 2, 3 Jahren häufiger Patienten hatte, wo ich wirklich gesagt habe, die hätte ich mir gerne erspart. Oh krass, ja, ja, also die wirklich irgendwie mir richtig Stress gemacht haben, sogar wo ich einen Anwalt nehmen musste und so. Es ist dann alles zum Glück gut jetzt gekommen, aber ich muss schon sagen, es gibt wirklich Leute, wenn die merken, du bist jemand, der z.B. gutmütig ist, oder wo man merkt, z.B. auch, du bist öffentlich, die dann versuchen, das in irgendeiner Form für sich auszunutzen. Dass sie dann dir drohen, ja, ich, keine Ahnung, dass sie dich schlecht machen nach außen hin und so. Aber hast du da Angst vor, wenn jemand so was sagt? Nein, eigentlich nicht. Weil, nein, obwohl mich das schon manchmal nervt mit schlechten Bewertungen. Weil ich hab ja wirklich viele Bewertungen bei Google. Aber es gibt dann wirklich Leute, die bewerten einen, Und die waren nie bei dir.
Wollte ich gerade sagen, die waren nicht mal da. Aber sowas kannst du auch löschen lassen, ne?
Ich weiß, ich weiß. Aber es können auch Leute sein, z.B., was wir jetzt häufiger haben, sind Leute, die einfach nicht zu ihrem Termin erscheinen. Und ich bin so jemand auf dem Standpunkt, auf mich ist Verlass. Ich bin zu dem Termin da. Ich bin nie krank. Du fährst da auch extra hin, oder was? Ich fahre morgens um 7 dahin. Und wenn dann Leute einfach nicht kommen und nicht mal absagen, nicht mal anrufen, dann wie tot sind. Du rufst die an und die rufen nicht zurück. Das kann ich nicht verstehen. Dann ziehe ich das durch, dass ich den Leuten dann wirklich auch eine Mahnung— ich spreche das, ich schicke auch eine Mahnung, weil ich einfach denke, das macht man nicht. Man geht doch nicht so mit dem Kontingent von Zeit bei Leuten um. Und das sind dann diese Leute, weißt du, die sind dann so, dass sie dann auch mit Rechtsschutz drohen, dass sie dir sagen, ja, auf einmal, ja, ich war krank. Dann sagst du, ja gut, dann bring Zeugnis. Dann bringen sie das Zeugnis auch wieder nicht. Also, oder die drohen, ich mache schlechte Bewertung. Also die sagen das Was die sich auch alles ausdenken.
Bei einigen muss ich sagen, und bei dir sind es wahrscheinlich auch minimaler Anteil. Klar. Bei mir genauso. Aber was sich dann Menschen manchmal auch ausdenken für Ausreden. Ich hatte so krasse Fälle schon mit, ja, Eltern sind gestorben, plötzlich krebserkrankt. Wo du wirklich aus der Situation einfach weißt, dass das ne Lüge ist.
Also du es eigentlich schon fühlst im ersten Moment, dass das nicht authentisch ist, oder?
Genau, richtig. Um Gottes Willen, wenn jemand wirklich was hat, ist ein anderes Thema, aber das ist schon hart. Also im Kundenkontakt, im Service erlebt man wirklich alles.
Ja, das stimmt. Sowas hatte ich auch schon, so von wegen, ja, ich hatte gerade einen Unfall, ich hatte gerade Motorradunfall und so Sachen.
Ehrlich, und dann kann man ja auch über alles sprechen. Genau, ja, aber so Lügen oder wirklich angreifen werden, ausfallen werden. Das geht gar nicht. Heute, als ich hergeflogen bin, habe ich dir noch gar nicht erzählt.
Erzähl!
Also ich saß im Flieger und ich dachte wieder, warum gehen immer mehr diese Grundwerte verloren? Ganz plump: Freundlichkeit und Respekt. Vor mir saß eine Frau, die hat die Lufthansa-Flugbegleiterin fast angeschrien da vorne, weil sie ihren Anschluss nach Florenz nicht mehr bekommt oder Turin, irgendwas. Check it, wer ist das? Was? Ich gehe mal kurz.
Sind wir zu laut?
Nö. Wir fragen uns gerade, ob wir hier zu laut waren. Was meinst du, was die Leute hier im Zimmer machen sonst? Wir sind doch nicht zu laut, weil wir ein Video aufnehmen.
Das machen wir nachher noch.
Was hast du vor mit mir? Hast du Lack und Leder dabei?
Machst du das immer? Lack und Leder?
Lack und Leder?
Lack und Leder?
Das ist so was gar nicht. Aber das ist ein anderes Thema.
Okay.
Wo waren wir gerade? Was ich dir erzählen wollte, was ich dir noch gar nicht erzählt habe. Ich finde, heutzutage gehen immer mehr diese Grundwerte der zwischenmenschlichen Kommunikation verloren. Das mag jetzt so plump klingen, aber Freundlichkeit, Freundlichkeit, Anstand und Respekt. Ich sitze heute im Flieger hier Richtung München und die Frau vor mir hat die Flugbegleiterin so angemacht, weil sie ihren Anschluss jetzt wieder verpasst. Der Flug hatte ja 30 Minuten Verspätung, habe ich dir ja geschrieben, und macht diese Frau da an. Und ich denke mir, „Die Frau kann doch gar nichts dafür. Die kann jetzt nicht dafür sorgen, dass dein Flieger wartet in München. Und du kannst sie noch so fertig machen, wie du willst." Also, sie ist so ausfallend geworden. Und dann der Mann neben mir: „Das Baby schreit hinter mir." Also auch so richtig unhöflich, dass die Mama das gehört hat. „Das Baby schreit. Ich will mich in die Economy Class setzen. Ganz nach hinten. Das müssen Sie mir ermöglichen, weil ich sitze jetzt hier vorne." Und sie so: „Das geht nicht. Also, das können wir nicht machen." Es ist total ausfallen geworden. Ich saß da und ich denke so, was habt ihr eigentlich alle für Scheißprobleme in eurem Leben? Egal wie gestresst man ist, seid doch freundlich zueinander. Und ich denke mir zum Beispiel, wenn jemand asozial zu Servicepersonal ist, dann will ich mit diesem Menschen nichts zu tun haben. Weil das sagt so viel über einen Menschen aus. Oder auch wenn jemand sich unprofessionell verhält im Business-Context, emotional wird, laut wird, dann denke ich, bevor du ein Business startest, bitte komm erst mal klar auf dein Leben. Es geht einfach für mich nicht.
Sehe ich auch so.
Guck mal, da werde ich richtig— weil ich vielleicht auch selber mal, du ja auch, auf der anderen Seite warst vom Service. Ich war selber Flugbegleiterin, ich habe neben der Schule im Service gearbeitet. Leute, die sich so verhalten, boah, die Kommunikation, die ist so wichtig.
Also das macht so viel aus, egal verbal, nonverbal, wie du dich gibst in jedem Kontext. Und ich sag auch, also diese ganzen Energien, die da jetzt so umherschwirren und wie die Leute miteinander sind, ist alles teilweise so gereizt. Auch im Verkehr, da wird gehupt gehupt und gemacht und getan. Es ist echt schon, ja, ja, man merkt, dass die Leute irgendwie nicht mehr so entspannt sind.
Weißt du, wer mich nicht mag im Straßenverkehr? Aber ich habe auch echt einen Fahrstil. Also was heißt Fahrstil, ich bin halt immer schnell unterwegs, aber alles noch im Rahmen. Die Fahrradfahrer mit Warnweste und mit Helm und wo auch noch Warnweste auf dem Helm ist, die mögen mich nicht.
Wieso?
Ja, die machen mich oft an. Echt? Ich glaube, ich trigger die. Die triggern mich. Ich weiß es nicht.
Ich kenne das gar nicht, dass auf dem Helm auch noch was ist.
Du parkst falsch. Anzeige ist raus. Zu viel Abstand.
Okay, okay. Krass. Nee, das jetzt gar nicht so. Das ist eher, was mir so auffällt, wenn du unterwegs bist, in der Stadt Zürich z.B. auch, du fährst einfach nicht auf die Sekunde sofort los, Highspeed. Ja, es wird gehupt. Wenn die Ampel auf Grün geht, und dann geht es sofort, hupp, hupp. Wie wenns Leben davon abhängt.
Was sagst du so, kannst du das so, das ist ja eh jetzt eine stereotypische Frage, aber so pauschal sagen, du bist ja in Deutschland geboren, du bist ja jetzt in der Schweiz seit 20 Jahren?
Ja, über 20 Jahre.
Jetzt schon über 20?
Ja.
Was würdest du sagen, sind die Deutschen griesgrämiger oder die Schweizer im Durchschnitt?
Ich bin zu wenig jetzt in Deutschland, aber ich würde sagen, meine Erfahrung, die ich jetzt so gemacht habe, schon eher die Deutschen, aber ich kann es auch verstehen, weil die werden schon ganz schön hart drangenommen. Also wenn ich sehe, was jetzt hier so läuft, die Politik und dann die ganze Corona-Sache, wie das hier gelaufen ist. Da sind die Deutschen doch schon ziemlich dran gewesen.
Ja, stimmt.
Man hat also wirklich das sehr, sehr lange alles sich hingezogen und wurde sehr, sehr lange, wurden die Leute limitiert. Dann diese ganze wirtschaftliche Situation, alles. Also ich muss schon sagen, die Politik auch, also wofür die Gelder so verschwendet werden. Ich werde jetzt gar nicht weiter drauf eingehen. Der ganze Missbrauch von Geldern von den Behörden. Wenn ich das so mitkriege, dann muss ich schon sagen, das ist—
Ist das in der Schweiz nicht so extrem?
Wir haben schon eine krasse Bürokratie.
Da werden richtig Steuergelder verschwendet? Weil das ist ja schon Thema in Deutschland.
Nein, also das denke ich jetzt eher nicht. Weil man hat ja natürlich auch nicht die gleichen Steuereinnahmen. Es ist einfach so. Wir müssen ja weniger Steuern zahlen. Ja, der Schmerz ist nicht so groß.
Los, wie bei den Deutschen an Steuerabgaben.
Wenn du einen Staat hast, der dir die Luft zum Atmen lässt, dann bezahlst du auch gerne deine Steuern. Das ist ja immer Geben und Nehmen. Dass es Steuern gibt, da kommt man nicht drumherum. Klar, dann könnte man jetzt sagen, okay, ich gehe dahin, Dubai, was weiß ich nicht, da muss man keine Steuern zahlen. Klar ist das auch eine Option, aber ich sage mir, wenn ich in diesem Staat dann lebe, dann will ich ja auch, dass der funktioniert. Und bei uns funktioniert halt einfach sehr, sehr viel. Wenn ich nur zum Beispiel an die Bahn denke. Ja, unsere Bahn funktioniert. Und ich meine, irgendwo, auch wenn das, wie soll ich sagen, das ist, weiß jetzt gar nicht mal, wie weit das staatlich unterstützt wird. Ich glaube schon auch sehr, das sind Sachen, die laufen halt einfach. Oder unsere, wie soll ich das erklären, es gibt so viele Sachen, die bei uns einfach super gut geregelt sind, wo du dich wirklich drauf verlassen kannst. Klar gibt's auch da wieder Sachen, wo ich sagen würde, im staatlichen Bereich. Da wird überreguliert, da wird auch zu viel schon von dieser deutschen Mentalität angenommen.
Ich habe für den Strom bezahlt, ich werde auch den ganzen Strom nutzen.
Dass man das so überpenibel sieht. Aber es ist noch nicht das Ausmaß wie in Deutschland angenommen worden. Diese ganze Korruption und so mit den Geldern. So, ich kann, habe keine Ahnung, vielleicht sehe es auch einfach nur nicht, weil ich da lebe, aber ich habe das Gefühl, dass man da wirklich noch bewusster mit umgeht mit der Sache. Ja, dass man da, es geht mal auch daran, dass viel besser geräumt wird. Das sind ja auch die Gelder dann da, die gezahlt werden, weißt du. Wenn ich überlege, dass in Berlin zum Beispiel teilweise so schlecht geräumt wurde, dass sie Müll nicht wegtransportieren konnten im Winter. Alles so Sachen, was ich gehört habe, auch unternehmerisch, ne.
In Deutschland vor allem so die ersten Jahre, bis du an dem Punkt bist, kommt ja auch immer drauf an, was für ein Business du hast, auch aus Haftungsgründen. Aber bist du so weit, bist du eine GmbH gründest, fängst ja erstmal in der Regel als Einzelunternehmerin an. Wie viele Steuerabgaben du hast, Digger, wenn ich in Deutschland 1000 Steuern nicht zahle, dann verwarnen die mich einmal per oft, dann verwarnen die mich ein zweites Mal. Wenn ich dann nicht zahle, fänden die mein Konto, verkaufen meine Schwester, sperren meine Mom ein, tun mein Dad zum Mond schießen und mich vergraben sie in meinem eigenen Vorgarten. Bis du an dem Punkt bist, dass du dir ein reguläres Gehalt auszahlst und Versteuerung von der GmbH hast, das ist schon eine Nummer. Dann hast du Versicherungsnachzahlung, bist super schnell da im Höchstsatz, Einkommensteuer, Gewerbesteuer und was nicht noch alles. Und du fragst dich bei den Steuerzahlern, Wie viel soll ich denn noch verdienen? Also ich höre das von so vielen Business-Startern, bei mir war es selber so, das ist echt tough, die ersten paar Jahre. Ja, das ist, bis du an der Grenze bist und dann wird's leichter oder easier, wenn du drüber bist, aber bis dahin, deswegen scheitern auch so viele in den ersten 5 Jahren.
Ist nicht sehr unternehmerfreundlich. Überhaupt nicht.
Überhaupt nicht.
Jetzt gerade sowieso noch viel weniger mit den ganzen Zusatzkosten, Strom und was da alles so jetzt bei euch da noch neu ganz—
ja, alles verrückt. Gleichzeitig bin ich aber auch der Meinung, dass man sowas nicht als Ausrede nehmen sollte, sich nicht selbstständig zu machen, nicht das eigene Ding zu machen. Weil so viel wir uns beschweren über Deutschland, und ich schließe mich da auch an, vieles läuft nicht richtig, bin ich auch gleichzeitig sehr dankbar einfach für die Struktur, für die Sicherheit, dass ich mich selbstständig machen kann, dass ich da die Freiheit habe. Das sehe ich schon auch, aber ich merke, dass die Tendenz eher absteigend ist in Deutschland, das in schlechte Richtung geht. Aber ich bin auch Meinung, anstatt sich die ganze Zeit zu beschweren, einfach was aufbauen, und dann kannst du irgendwann sagen, okay, ich verlasse das Land, oder ich bleibe hier und mache aktiv was, weißt du.
Bei den Angestellten geht's ja auch nicht letztlich viel besser, das ist ja der Punkt, wenn sie einen Job dann noch irgendwann haben. Wenn du jetzt siehst, was gerade passiert, kann ich mir vorstellen, dass wieder viele Firmen in Deutschland abwandern werden, viele größere Firmen.
Ja, viele in meinem Umfeld auch, also viele Freunde von mir, Unternehmerinnen und Unternehmer-Freunde. Ich bin eine der wenigen, die mit meiner Company noch in Deutschland ist. Alle haben ab. Guck mal, du bist ja auch in der Schweiz. Du hast schon vor 20 Jahren gesagt, ciao Bella, Leute.
Ja, ja, ja, ja.
Aber viele nach Dubai gegangen, aber auch viele große Firmen Singapur, ne, wo dann die Firmensitze sind, einfach weg ins Ausland.
Ja, das wird auch bei vielen Großen jetzt so kommen, kann ich mir vorstellen, weil die dann auch einfach nicht mehr existieren können, wenn die Gegebenheiten sich nicht ändern. Und dann werden viele Arbeitsplätze verloren gehen.
Ja, aber auch da, es regen sich ja Menschen so darüber auf, dass dass diese Unternehmer Deutschland verlassen. Aber auch da muss jeder für sich selber entscheiden, was richtig ist.
Finde ich auch.
Welchen Lebensstil verfolgst du? Genau, für mich war es jetzt zum Beispiel noch nicht richtig, mit der Company ins Ausland komplett zu gehen. Hat verschiedene Gründe. Einer der Gründe ist unter anderem meine Familie, weil ich mir das einfach nicht vorstellen kann, zum Beispiel nur ein halbes Jahr in Deutschland zu sein. Ich würde einfach so ein Heimweh haben. Deswegen ist es jetzt für mich einfach gerade noch gut, zu Hause zu sein. Und dann kickt aber auch immer wieder Fernweh rein und dann brauche ich Inspiration. Und ich mag einfach gerade den Mix, dieses Settling zu haben zu Hause und aber auch viel unterwegs zu sein.
Ja, aber trotzdem finde ich, ist es nicht rechtens von den Leuten, dann irgendwie so eine Wegzugssteuer oder so was zu verlangen. Weil ich denke, wie gesagt, du kannst doch den Menschen nicht die Freiheit nehmen wegzugehen, wie du es gerade auch gesagt hast, und dann noch irgendwie versuchen, da auch noch mal was zu profitieren. Das passt einfach nicht.
Das ist verrückt.
Das ist nicht— ja, also das sind Sachen, wo ich wirklich sagen muss, da muss eine Grenze gesetzt werden. Das ist verrückt.
Ja, total. So, ich trinke jetzt auch mal meinen Kakao.
Mach das mal, sonst wird es nämlich kalt.
In so einer Kanne hier, ne? Mein Hafermilchkakao. Ich trinke sonst nie Kakao. Ich hatte heute so Bock, Kakao zu trinken. Wie ist dein Tee? Super.
Ja, irgendwas ist da sehr— schmeckt da sehr stark, wo ich bin mir immer noch nicht sicher, was ist, Fenchel oder, was haben wir die denn bestellt, Bergkräuter aus der Schweiz, bezweifel ich.
Oh cool, da ist kein Zucker drin, glaube ich, wenig Zucker. Sag mal, wie ernährst du dich eigentlich und achtest du sehr drauf? Weil man sieht jetzt deinen schönen Popo nicht. Ja, kannst du gleich mal in die Kamera halten? Spaß, nein, also du Du bist einfach unglaublich fit, unglaublich aktiv, super produktiv, sehr erfolgreich. Also da fragt man sich, wie ernährst du dich? Sport machst du jeden Tag, oder?
Nicht jeden, nein, nein, nein, das nicht. 4 bis 5 Mal die Woche, 2 Tage nicht. Und zwischendurch auch mal Deload, das ist auch wichtig, also mal nichts machen, den Körper Ruhe geben. Okay, das, das mache ich noch nicht so lange so, aber ich habe auch gemerkt, dass das am Ende des Tages wirklich dann auch mal notwendig ist, um die Muskeln wirklich mal zur Ruhe kommen zu lassen. Lassen. Wenn du merkst, du hast dann eigentlich immer irgendwie immer noch ein bisschen Restmuskelkater beim Treppensteigen oder so, dass der Hintern dann brennt irgendwie, dann weiß ich, okay, jetzt muss ich wirklich mal, muss ich mal wirklich meine Pause machen. Und das mache ich dann jetzt auch schon immer so nach 5, 6 Wochen, wenn ich trainiert habe, dass ich dann wirklich mal eine Woche viel weniger mache. Also ja, meistens dann nur Cardio, ein bisschen das, was ich immer mache, so mit den Hunden rausgehen, mit Jackie und seinem besten Kollegen Und ja, sonst viel bewegen.
Was sagst du denn zu dem Thema, wenn jemand sagt, ich habe gar keine Zeit, mich selbstständig zu machen? Ich liebe es, dir diese Fragen zu stellen zum Thema keine Zeit, weil ich glaube, jemanden kenne, der so redet.
Ich habe keine Zeit, mich selbstständig zu machen. Das ist interessant.
So, wieso sollte man sowas sagen?
Ja, genau, warum sollte man so etwas sagen?
Ja, stell dir vor, jemand ist in seinem Vollzeitjob, ist unglücklich, und hatte einfach super Angst, nicht alles unter einen Hut zu kriegen. So, boah, wie soll ich das jetzt auch noch machen? Ich habe keine Zeit dafür.
Ja, dann ist der Schmerz noch nicht groß genug. Und das Warum? Ja, dann hat er einfach noch nicht— dann, dann sollte es auch wirklich lassen. Weil alle die, die das nicht aus eigenem Antrieb hinkriegen, also nur um anderen zuliebe das zu machen, oder weil man denkt, ja, das ist wirklich wichtiges Thema, weil man denkt, er kann— man kann schnell das große Geld machen, nur weil andere einem das bei sozialen Medien erzählen. Leute, glaubt gibt das nicht. Es sind die großen Ausnahmen, die das wirklich schnell und ohne viel Arbeit schaffen.
Ja, das ist wichtig.
Es ist immer mit Arbeit verbunden und es ist immer mit einem Schmerz verbunden und es ist immer damit verbunden, dass man da selber sehr viel rein investieren muss und auch sollte. Und man sollte auch genau wissen, was sich dahinter verbirgt, wenn man Erfolg hat, damit man diesen Erfolg dann auch weiter skalieren kann. Wenn man diesen Erfolg zackig mal einfach so geschenkt bekommt. Alles schön und gut, sagen wir mal, man hat gut angelegt und hat einen Riesengewinn aus Bitcoins oder Aktien, was weiß ich nicht, alles super gut, und man ist von einem Tag auf den anderen sehr, sehr vermögend. Dieses Vermögen kann auch irgendwann alle sein, sei nicht nachhaltig, ist nicht nachhaltig, genau. Und dann ist auch irgendwo der Punkt, ist es auch nicht, diese Sinnerfüllung ist auch nicht da. Ich finde, letztlich ist es ja auch so, dass der Job dann auch irgendwo einen gewissen Sinn erfüllen muss, und in einem bestimmten Alter kommt man auch an den Punkt, dass man sagt, dass man auch was wiedergeben will. Und das sind so wichtige Punkte, die spielen da wirklich mit rein, dass man sich auch fragt, was kannst du der Gesellschaft geben mit dem, was du machst. Kann sein, dass das andere wenig interessiert, dass die wirklich nur um ich denken und sagen, ja, Hauptsache für mich ist es gut. Aber für mich ist es irgendwie wichtig, da irgendwie auch was zu bewirken, vor allen Dingen im Unterricht, in der Schule finde ich es wichtig, weil ich eben sehe, ja, wie schwierig das auch für die jungen Leute in der heutigen Zeit ist. Also das heißt nicht, dass die jungen Leute irgendwie— Generation Alpha ist ja, sag ich jetzt mal, ganz anders als die Generation vorher, das kann ich sagen, weil ich schon 20 Jahre unterrichte. Ist ja nicht so, dass die jetzt irgendwie anders sind als wir, einfach mal so, sondern das natürlich auch von uns mitgeformt kommt, und alle beschweren sich immer über diese Generation. Aber letztlich ist es ja so, dass diese Generation aus uns entstanden ist. Genau, und das wird immer nicht mit berücksichtigt. Und ich finde es ganz wichtig, da nicht einfach aufzugeben und zu sagen, ich komme damit nicht mehr klar, ich stelle die nicht ein, mit denen kann man nichts mehr anfangen. Sondern man muss einfach versuchen umzudenken und muss versuchen, die auch zu verstehen. Die haben so viel schwerer als wir, und ich hatte schon schwerer, aber wegen anderen Gründen. Die haben schwerer, weil unser kollektives Bewusstsein sich verändert hat. Vieles, was wir machen konnten in unserer Jugend, ist Generation Alpha gerade so denen in den letzten Jahren verwehrt geblieben, z.B. durch die Corona-Geschichte. Die konnten nicht einfach so Party machen, die konnten nicht rausgehen, sich einfach unbeschwert mit anderen Leuten treffen. Die hatten teilweise wirklich massive Einschränkung, bis dahin, dass sie dann auch nicht mehr in die Schule gehen konnten. Das heißt, die haben damit manchmal großen Familien zusammen irgendwie irgendwie mit 4, 5 Leuten in 2 Zimmern über Wochen gesessen. Und es gab familiäre Krisen, es gab Arbeitslosigkeit. Wirtschaftlich ist ja auch überall Deutschland, Schweiz, überall Österreich gab es Probleme. Die Firmen haben Homeoffice verschrieben, sag ich mal, oder viele sind dann auch entlassen worden irgendwie, oder sind zugemacht worden, viele Firmen. Und das wirkt sich natürlich alles aus, weil im Prinzip, das sind ja die Kinder von bestimmten Leuten, die vielleicht auch betroffen sind. Und all das, diese Unsicherheiten, auch dass man auf einmal nicht mehr wusste, man das Gefühl hat, okay, meine Gesundheit steht auf dem Spiel, was ja auch ziemlich hochstilisiert wurde aus meiner Sicht, das auf einmal hieß, okay, es ist nicht mehr sicher, dass ich meinen Job behalten kann. Es gab eine Zeit, also wir sind noch in so einer Zeit aufgewachsen, du ja auch, wo, wo es alles noch geboomt hat, wo alles noch so richtig im wirtschaftlichen Aufschwung war. Ich hatte, man hatte wirklich das Gefühl, okay, Okay, da ist richtig viel Substanz, und da will ich mit einsteigen. Und das war auch mein Antrieb. Ich habe gewusst, okay, ich kann jetzt das werden, wenn ich mir nur Mühe gebe. Aber jetzt ist es so, dass Leute, die sich sagen, ich werde mir richtig Mühe geben, das dann trotzdem vielleicht nicht umsetzen können, was sie machen wollen, weil einfach so das nicht mehr alles so gegeben ist, ja, weil es viel, viel schwieriger ist, finde ich.
Findest du? Ich sehe das genau anders.
Findest du?
Ja, ich glaube schon, dass die Startschwierigkeiten Oder sagen wir mal so, dass es eine andere Ausgangslage da ist. Die Welt ist schneller geworden, die Corona-Geschichte, wirtschaftliche Herausforderung. Aber gleichzeitig denke ich, dass wir noch nie so viele Freiheiten hatten hier und noch nie so viele Möglichkeiten hatten. Als du dich selbstständig gemacht hast, gab es keine Handys, kein Internet.
Das sind Möglichkeiten, das ist richtig. Aber was nützen dir all diese Möglichkeiten, wenn du du schon Probleme hast damit, einen Text zu lesen und eine Zusammenfassung zu machen.
Das ist deine Verantwortung, das zu lernen, wenn du, wenn du die Ambition hast, erfolgreich zu werden.
Ja, richtig. Aber ich sag jetzt mal, schon allein vom Schulischen her, es hat sich so viel geändert. Die Anforderungen an die Schüler sind nicht mehr dieselben. Ja, die Schüler können nicht mehr die gleichen Sachen wie früher, und trotzdem sind sie jetzt noch in so einer Phase drin, wo das aber gebraucht wird, dass sie bestimmte Zusammenhänge verstehen, dass sie wissen, wie sie von A nach B kommen. Und all diese Zusammenhänge, wenn du das selber nicht mehr rekonstruieren kannst oder auch nicht diese Denkweise hast, weil vielleicht auch deine Erziehung gar nicht mehr die war, wo die Eltern dahinter standen und dir gesagt haben, du musst jetzt, du musst jetzt— das ist nicht mehr so. Das ist ja schon diese anti-autoritäre Geschichte auch noch, wo den Kindern alles abgenommen wurde.
Genau, wo Kinder funktionieren tatsächlich.
Genau, die Kinder können entscheiden, will ich meine Zähne putzen oder nicht.
Die Kinder sagen, was gemacht wird. Bei uns war es so, du gehst einfach mit, das kommt schon.
Genau, und wie willst du dann, wenn du all diese Werte nicht erlernt hast und auch vieles nicht gelernt hast, sag ich jetzt mal, in der Schule, weil es auch einfach die Möglichkeiten nicht mehr gab oder das einfach nicht mehr das Konzept war, wie willst du dann Durchhaltekraft haben im Business etwas aufzubauen. Du kannst doch dann gar nicht mehr damit umgehen.
Bin ich bei dir, was den Trend angeht. Ja, ja, nichtsdestotrotz glaube ich, dass sich auch da die Spreu vom Weizen trennt und die Schere größer wird. Die Masse, ja, verstehe ich alles, der Trend. Aber gleichzeitig wird es darin auch immer noch Menschen geben, die diese intrinsische Motivation haben, die sagen, die diese Möglichkeiten sehen, die Freiheiten sehen und sagen, boah, jetzt erst recht, klar, wenn alle da so, da gibt's ganz, ganz sicher immer Ausnahmen.
Aber ich sag jetzt mal, davor Dann kannst du aber eben im Prinzip nicht nen ganzen Staat aufrechterhalten, glaube ich. Und auch nicht das ganze Rentensystem aufrechterhalten. Wenn du hörst, dass auch immer mehr junge Leute z.B. nicht mehr in nen normalen Beruf gehen wollen. Jeder Zweite will Influencer werden. Ja, das sind alles so Sachen. Das ist aber nicht, weil die jungen Leute einfach so böse sind oder sich so schlecht entwickeln. Sondern wir sind selber schuld. Wir sind schuld, dass es so— was heißt schuld? Wir selber haben das gemacht, dass unsere Generation jetzt so denken und handeln und fühlen. Und deswegen können wir jetzt nicht einfach uns nur beschweren und die dann einfach irgendwie hinten runterfallen lassen.
Ja, das stimmt, da bin ich voll bei dir. Ich will noch mal ganz kurz zurück zu dem, was du eben gesagt hast, das will ich zu 1000% unterstreichen und da 1000 Ausrufezeichen dran machen. Selbstständigkeit bedeutet nicht, dass du über Nacht reich wirst. Ja, das sind die Ausnahmen, Und sich für eine Selbstständigkeit zu entscheiden, ist aus meiner Sicht eine Lebensentscheidung. Dass du sagst, du arbeitest jetzt an einer bestimmten Sache und committest dich über Jahre, da wirklich konsequent dran zu arbeiten. Das Problem ist, aus einer Laune heraus die Selbstständigkeit zu starten und zu sagen, ich bin jetzt gerade mal motiviert, weil ich habe ein Buch gelesen, oder ich hatte ein inspirierendes Gespräch, ich mache mich jetzt auch selbstständig. Aber eigentlich lügt man sich damit selber an, weil man es gar nicht ernst meinte. Genau, also ich bin der Meinung, man sollte, wenn man so etwas macht, es gleich richtig machen und wirklich eine klare Entscheidung treffen.
Ja, das ist auch schon wieder so eine Sache, oder, mit den klaren Entscheidungen. Viele sind gar nicht mehr so entscheidungsfreudig. Meinte, wirst du mir bestimmt auch bestätigen, dass dann viele sagen, ja, da muss ich erst noch mal mit dem reden, da muss ich noch mal drüber schlafen, und dann muss ich da noch dies machen und jenes machen, dann kann ich mich vielleicht irgendwann entscheiden.
Also die Entscheidungsfreudigkeit Ich sage mal gerne, keine Entscheidung ist auch eine Entscheidung, weil es ist ja an sich ein Nein, ein erster. Ja, auch da, was mir aufgefallen ist, die wirklich erfolgreichen Unternehmer treffen klare Entscheidungen und schnelle Entscheidungen.
Genau, die wissen eigentlich sofort, ist das jetzt das, was ich will, oder nicht.
Und nicht, ich bin der Human-Design-Typ XY, mein Chart ist so, die Sterne stehen so und so, der Jacky hat sich noch nicht umgedreht, ich kann erst in einer Woche entscheiden, sondern ich Jackie hat doch nicht Puppi rechts gemacht und Puppi links. Jackie kommt gleich auch mal mit drauf. Nein, ich glaube, was Entscheidungen angeht im Business-Kontext, ist es wichtig, die rationalen Fakten für sich einmal darzulegen und dann aber auch die Intuition mit reinspielen zu lassen. Ich weiß nicht, wie es bei dir ist, immer wenn ich im Business-Kontext Cases hatte, wo rational alles super geil steht, entschieden, aber irgendwas stimmte nicht. Mein Gefühl hat so gesagt, pass da lieber auf, ist vielleicht nicht das Richtige. Und ich es dann aber trotzdem gemacht habe, war das immer die falsche Entscheidung. Also meine Intuition, mittlerweile höre ich drauf.
Geht bei mir auch so, habe ich ganz entscheidender Faktor. Ja, ja, das habe ich dann mehr so bei Kunden halt, oder dass ich dann jetzt schon richtig ablehnen, darfst ja wie nicht, also, aber ich bin dann, wir sind das Also das ist das ganze Team eigentlich schon so sensibilisiert nach den Jahren. Wir haben jetzt schon so viele Erfahrungen sammeln können, dass wir eigentlich jetzt schon mal wissen, bei dem und dem Menschentyp müssen wir jetzt einfach aufpassen. Das ist jetzt jemand, der zieht über seinen ehemaligen Zahnarzt her.
Oh, ganz schwieriges Zeichen.
Genau, ganz schweres Zeichen. Das nächste Mal könnten wir diejenigen sein, über den er herzieht. Wenn Leute schlecht reden, reden sie auch schlecht über dich. Genau, genau. Ja, wenn dann jemand kommt und meint, können Sie mir das mal bitte schriftlich geben, was da und da alles gefunden haben, dann wissen wir schon, oh, aufpassen, der will jetzt da gerade seinen ehemaligen Zahnarzt in die Pfanne hauen. Ja, das sind so Sachen, wo ich—
Menschen sich beschäftigen teilweise.
Ja, okay, aber das ist, um Geld rauszuholen.
Ja, aber dann mach doch was Anständiges und Ehrliches, um Geld zu verdienen.
Ja, das ist so, also man ist da schon, wir alle eigentlich im Team sind da schon sehr sensibilisiert und wissen dann schon ganz genau, genau, okay, bei dem muss man aufpassen, bei dem. Und wenn dann Leute einem wirklich nicht passen, dann zeigen wir denen das eigentlich schon in irgendeiner Form, indem wir ihnen klar machen, okay, also das sind halt jetzt unsere Bedingungen, und wenn ihnen diese Bedingungen nicht passen, dann finden wir es gar nicht schlimm, wenn sie sich mal anders suchen. Man muss ja nicht sagen, wir nehmen sie nicht, aber man kann sagen, wir haben nichts dagegen, wenn sie sich da noch mal woanders orientieren, oder Weil das ist am Ende immer besser für alle Seiten.
Klar. Du, sag mal, jetzt mal ganz off topic, wenn du jetzt keine Zahnärztin geworden wärst, was hättest du stattdessen gemacht? Also nicht selbstständig und keine Zahnärztin.
Hast du dir mal die Frage gestellt? Ja, also Gedanken, ich hatte oft den Gedanken in der Klinik.
Echt? Doch, Ärztin wärst du geworden?
Ärztin, ja, ja, Chirurgin, irgendwas in der Richtung. Ich war in der Unfallchirurgie, das hat mir schon sehr gefallen. Aber dann habe ich eben gesehen, wie das da so alles ablief, wie der Oberarzt die, wie der Professor die Oberärzte da gegängelt hat. Und der, der Lieblingsoberarzt, der hat Schoki-Jobs bekommen, und die anderen, die mussten da, mussten da selbst Flyer, mussten die sogar aufhängen als Oberarzt, wie im Fahrstuhl und so Sachen. Also der hat da schon so seine Mächte ausgespielt. Und da habe ich so gedacht, ja, so diese Hierarchie. Und dann als Frau Frau, es gab auch nur eine einzige Frau in dem ganzen Team, als Frau, also nee, habe ich mir gedacht, das sehe ich dann doch irgendwie nicht.
Und Selbstständigkeit, würdest du das heute noch mal so machen, dich selbstständig machen?
Ja, doch, Selbstständigkeit würde ich auch nach wie vor weitermachen, wobei ich tatsächlich auch Jura interessant finde, hätte mich jetzt auch interessiert. Genau, Psychologie hätte mich jetzt Genau, würde mich jetzt auch noch als Selbstständige— nein, nur Heilpraktiker für Psychotherapie. Ja, ja, ja, ja. Und das, ja, das hat mir aber jetzt auch sehr geholfen in meinem, meinem Bereich, in den ich spezialisiert bin. Auch auf privater Ebene zum Teil ist noch interessant, ne, die Learnings, die man hat, einfach durch die Gespräche mit den anderen, die da das auch studieren. Wenn man dann so diese Rollenspiele macht und so, die gehören mit dazu, die Workshops und so, da lernst du dann auch noch mal mehr. Aber kennst, wo dann so deine wunden Punkte und Triggerpunkte sind, die du vielleicht sonst gar nicht berühren würdest, ne. Das ist dann schon alles irgendwie auch zur Sprache gekommen, und das war wirklich sehr, sehr spannend und interessant, muss sagen. Auch diese ganzen Therapieformen, die es so gibt, manches kannte ich gar nicht. Mein Gott, Aufstellungen und so, das ist Familienaufstellung, ja, ja, so Sachen. Und das fand ich noch krass.
Ich habe das mal gemacht, ja, ja, schon voll lange her.
Echt? Ja, nee, nee, nee, ich habe das nicht mal in meinem— hätte das nicht mal gekannt.
Großvater dann da und so, also ich Crazy, okay, okay, total crazy, okay, ja, mhm, ja, richtig italienischer Abend heute, ja, ja, du, wirklich, erst waren wir beim Italiener, witzig eben, der Italiener, der Opi, der Opi, meinst du, es war der Chef? Ich weiß es nicht, aber ich liebe ja so richtig authentische italienische Restaurants, wo so alte italienische Musik läuft, so süße Tischchen, dann wird da so auf Italienisch gesprochen am Service, ich liebe Das Teil der Fan.
Aber hast gesehen, wie viele Asiaten da waren?
Ja, das ist für die auch so eine große, zum Beispiel japanische Community. In Düsseldorf gibt es ja japanisches Viertel auch, da sind auch sehr viele japanische Menschen.
Ich habe gedacht, das wären Touristen.
Ja, kann sein. Das war ja süß, wie die neben uns Fotos machen wollten. Die haben das gar nicht glauben können, dass der Jacky mit uns Tisch setzt und isst. Die haben sich voll gefreut und Fotos gemacht. Die in der Ecke haben übel abgelästert, als sie uns gesehen haben. Die dachten sich so, was ist das denn?
Was ist das? Ja, ja.
Jackie, du gehörst doch dazu, wenn wir essen sind. Der Mann des Abends.
Aber Jackie hat es wieder gefeiert.
Na klar.
Erst alles beobachtet und dann geschlafen. Klar.
Sehr gut.
Wenn ich sie ihm da auf dem Schwänzchen rumdrehe, kleben. Jetzt sitzt du da oben auf dem Stuhl viel bequemer.
Ja, gell, der Jack Queen. So, jetzt haben wir richtig schön gequatscht. Gibt's abschließend noch etwas, was du jemandem mitgeben möchtest, der gerade überlegt, sich selbstständig zu machen? Was würdest du sagen, was sind so mit deine wichtigsten Learnings der letzten vielen Jahre? Wenn es so ein Attribut gibt.
Das Wichtigste?
Ja, wirklich, das sind ja viele wichtige Sachen.
Eines der wichtigsten: Nicht so schnell aufzugeben, mal ganz sicher. Rückschläge Auch mit Rückschlägen lernen umzugehen, das gehört dazu. Ja, es kann nicht immer nur gleich alles sofort funktionieren. Ja, und vor allen Dingen versuchen, da irgendwie ja die Vision immer klar vor Augen zu haben und sich da nicht von anderen irgendwie reinquatschen zu lassen, also nicht irgendwie sich da beeinflussen zu lassen negativ, und eher auf die Leute zu gucken, die es schon geschafft haben, einfach die richtigen Connections aufzubauen. Ich glaube, Connection, Vitamin B, ist Beziehung, ist heute nicht Netzwerken ist heute so wichtig, 100%, ja, dass man wirklich die richtigen Leute an seiner Seite hat.
Ja, mir fällt gerade was ein. Ich habe im Flieger so einen tollen Film dazu geguckt zum Thema Durchhaltevermögen, mit Rückschlägen umgehen, mit Jennifer Lawrence. Joy heißt der Film. Also da geht es um die Erfindung des Wischmopps. Kennst du den Film?
Ich glaube, den kenne ich.
Also mit, wo sie so eine Hausfrau ist, ja, ja, ja, ganz frustrierte Hausfrau, und ich glaube, den kenne ich, und dann den Wischmopp erfindet, also den man so, der sich selber ausbringt. Hast du den gesehen?
Also für alle, die den Film noch nicht gesehen haben, ich habe das gesehen, wo die gekocht hat und Rezepte gemacht hat, dann ist das ein anderer Film.
Ich liebe solche Erfolgsstory-Filme, finde ich richtig toll.
Ja, aber ich glaube, das mit dem Wischmopp habe ich auch schon gesehen.
Das klingt so bescheuert, aber super gut gemacht, der Film. Krasser Schauspieler.
Nach wahrer Begebenheit. Ja, ist so krass.
Was geht's ja um Patente, ging es da ja auch. Und das finde ich auch so crazy, mit was du eigentlich, der Weg, und mit was du alles Geld verdienen kannst. Ja, das kann man sich kaum vorstellen. Wir haben auch immer aus Spaß über OnlyFans gesprochen.
Stimmt, ja, ja, ja, Fußbilder hätte ich schon viele verkaufen können. Eigentlich nicht so kleine, ich habe gar keine schönen Füße.
Ich auch nicht, also wirklich.
Also ich hatte auch eine Zeit lang einen, der wollte mir immer Schuhe kaufen. Er hat mir Fotos geschickt, und dann wollte er, dass er mir die Schuhe schickt in die Praxis, und dann sollte ich ihm Fotos machen mit den Schuhen. Er fand halt meine Füße so schön klein, und dann habe ich auch so gedacht, ich bin nicht die einzige Frau mit kleinen Füßen. Ja, von irgendwelchen Aufnahmen, was weiß ich. Ja, wahrscheinlich. Ich weiß auch nicht, vielleicht irgendwo mal barfuß. Nein, mein Gott, ich war wirklich mit mir am Ringen, weil es waren dann immer so Flach? Ja, das waren von Hermès Schuhe oder Chanel, also wirklich schöne Schuhe. Dann habe ich gesagt, du, ich trage nicht gerne Stöckelschuhe, weil ich dann dachte, er hört auf. Dann schickt er mir auf einmal Bilder. Fotos? Nein, mit so Sandalen, flachen und so, weißt du, also wirklich so.
Er geht auf dich ein, guck.
Absolut, absolut.
Guter Mann.
Ja, aber wer weiß, ob dann wirklich die Pakete angekommen wären, wenn ich ja gesagt hätte. Ey, uff. Nein. Wenn du da einmal dich auf so was einlässt, kommst du in Teufels Küche. Wer weiß, was das für Leute sind.
Es gibt alles.
Am Anfang sind es die Füße, und dann—
Bäh. Ja, was heißt, iih? Auch das darf man nicht verurteilen.
Nein, finde ich auch.
Wenn jemand das toll findet, dann soll er an seinem Ding bleiben.
Ja, also ich meine, Füße sind doch noch das Geringste, oder?
Gott, was hast du noch für Nachrichten bekommen?
Noch viel Schlimmere.
Ja, aber guck mal, der sagt irgendwas mit deinen Füßen. Was gibt es Männern, Bilder zu verschicken von sich?
Du meinst mir jetzt hin? Ja, oh, das habe ich auch schon gekriegt. Oh mein Gott.
Oder so ekelhafte Nachrichten zu senden.
Was gibt denn das? Die geilen sich daran auf, dass sie wissen, du hast das jetzt aufgemacht. Weil du weißt es ja in dem Moment nicht. Und dann siehst du es. Und die wissen in dem Moment genau, wenn du es aufgemacht hast, dass du es gesehen hast. Dann finden die das geil.
Hast du mal einen E-Mail?
Ich hab einen gefragt. Nein. Weißt du, bei mir ist ja das Witzige, und jetzt für euch alle, dass ihr das mal wisst, ich habe ja auch Leute, die meinen Account mitbetreuen. Die sehen das ja dann auch. Das hab ich ihm dann auch geschrieben. Ich hab ihm geschrieben, ob ihm klar ist, dass jetzt gerade mein Videografer dieses Foto auch wahrscheinlich gesehen hat. Ob das für ihn dann immer noch so toll sei. Und dann hat er— Ja klar, ich hab dem das geschrieben. Und ein anderer, der mir geschrieben hat, geschickt hat ein Foto und der hatte ne Bettwäsche, jetzt haltet euch fest, mit Flugzeugen drauf. Mit so kleinen bunten Flugzeugen. Und dann hab ich ihn gefragt, ey, die Bettwäsche hat die deine Mama drauf?
Und ich lach so voll noch.
Und dann war er voll beleidigt und hat gesagt, nein, er steht auf solche Die Bettwäsche?
Nein!
Doch, es war so.
Das hat bestimmt seine Mama auf 60 Grad mit Weichspüler gewaschen.
Aber ich habe auch gedacht, wie alt ist der wohl, der mir das geschickt hat?
Der ist bestimmt 60 gewesen.
Du hast jetzt voll gesehen, so Kinderzimmer noch so mäßig Jugendstyle, Jugendzimmer, so Kinderbettwäsche. Und dann schickt er mir so ein Penisbild. Da habe ich auch gedacht, mein Gott, Junge. Wenn man wollte, hätte man wahrscheinlich sogar rausfinden können, wo der wohnt. Hat so viel mitfotografiert von außen.
Mein Gott. Guck mal, Jackie guckt schon eifersüchtig.
Nee, da ist das sicher nicht eifersüchtig drauf.
Verrückt.
Das war wirklich lustig. Ja, ich habe—
ich muss auch gerade an so viele verrückte Sachen im Business-Kontext denken, was das angeht. So Situationen, wo ich denke, warum machst du das jetzt? Also egal, ob das jemand ist, von dem ich dachte, er ist ein glücklicher Familienvater. Oh, ich denke auch gerade an die eine Geschichte, der hat sich dann bei einer Freundin Sinn einfach dahin gekniet in ruhiger Ecke und hat einfach seinen Penis an ihr Bein gedrückt, weil er das geil fand. Er hat sich wirklich hingekniet vor ihr. Dann hatte ich einen anderen Kooperationspartner, da habe ich dann den Vertrag auch aufgelöst, der hat mir dann erzählt, er hätte mit 7 Frauen Sex gehabt auf Ibiza auf dem Boot und wie geil er ist. Und ich denke, warum erzählst du mir das? Ich habe auch gesagt, hallo? Also ganz verrückte Sachen von Männern, wo du das auch gar nicht direkt denkst, Angst.
Ja, wirklich, Leute nur vom Kopf gucken. Ja, ich denke aber an eine andere Geschichte, die du mir damals erzählt hast, wo einer aus Versehen ein Penisbild verschickt hat.
Ach so, ja, weißt du noch? Schon bisschen her.
Aus Versehen an die falsche Person geschickt.
Aus Versehen, aus Versehen, aus Versehen auf bei WhatsApp auf das Plus gekommen, Foto auswählen. Zuletzt. Und dann bin ich ausgerutscht mit dem Daumen. Und dann haben wir einen Selfie gedrückt. Aber war nicht an dich. Sorry. War an meine Frau. Klar.
Aus Versehen. Ja, ja. So viel Fotos muss man davon ja auch erst mal auf seiner Kamera, auf seinem Apparat haben.
Kann jedem passieren.
Ich habe noch nie gehört, dass Männer erzählt haben, dass sie Muschi-Bilder gekriegt haben. Aber wird wahrscheinlich auch der Fall sein. Aber habe ich jetzt noch nicht so viel davon gehört, ehrlich gesagt.
Ich noch nie.
Ich auch nicht.
Aus Versehen. Aus Versehen.
Ich stelle mir das Bild nicht vor.
Wahnsinn.
Wahnsinn.
So, wir zwei essen jetzt Tiramisu gegessen.
Ja, sieht man doch. Habe ich gar nicht mitbekommen. Werde es filmen, kannst du dir nachher angucken.
Ich habe das nicht mitbekommen. Ja, ich esse jetzt auch mal Tiramisu. Aber Jacky brauchen wir eigentlich noch einmal hier. Und der ist wirklich total—
da geht gar nichts mehr.
Oh, der hört mich nicht mal. Okay, gut. Wir trinken dann jetzt unseren Kakao, essen Tiramisu, genau, philosophieren, warum Männer solche Bilder verschicken, und dann gehen wir morgen frühstücken. Genau, dann geht's wieder weiter mit der Arbeit. Bei mir kommt ein Fernsehteam Sonntag, Montag.
Oh ja, stimmt, das wird crazy.
Ja, Wahnsinn.
Ja, ja, Lea, jetzt kommst du schon ins Fernsehen.
Dschungelcamp hoffentlich irgendwann.
Oh mein Gott, da musst du alles Mögliche essen.
Ja, also ich habe gar kein Free-TV. Hast du Free-TV?
Nee, stimmt, das habe ich gar nicht. Ich kann jetzt ZDF nicht mal gucken, wenn das kommt.
Ich auch nicht, aber Mediathek und so gibt es. Ja, stimmt, das passt schon. Okay, cool, danke schön. Gut, ich hoffe auf viele gute Bilder.
Ja, oh ja, hoffentlich nicht die Bilder. Gute Bilder.
Ja, aber eine OnlyFans Account für Füße zusammen machen? Eigentlich wäre es witzig.
Du kennst dich aus mit der Technik.
Mit OnlyFans?
Nein, echt?
Nein, ich gar keine Ahnung.
Das ist doch nicht schwer.
Dann kannst du ja die Managerin werden. Ich stelle meine hässlichen Füße zur Verfügung.
Ich glaube, da brauchst du gar keine hochqualifizierten Bilder reinmachen, hoch aufgelöst, was weiß ich, nicht toll Bilder. Ich glaube, OnlyFans macht inzwischen fast jeder. Ja, ich weiß nicht.
Ich habe jetzt nur mitbekommen, dass eine jetzt in Rente geht, ich glaube mit 28, 29, die 60 Millionen Euro oder mehr gemacht hat mit OnlyFans. Crazy, was da für Summen fließen.
Deswegen, was war ihre Spezialität?
Füße vielleicht? Ich weiß es nicht. Wir machen Konkurrenz, guter Markt anscheinend.
Ja, wenn die jetzt in Rente geht, können wir übernehmen.
Übernehme ihren Account. Also okay, in diesem Sinne, man sieht sich, man sieht sich auf OnlyFans. Genau.
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