Sandy Meyer-Wölden über Mut, Stimme und den Weg zu sich selbst | Im Interview mit Lea Ernst

Sandy Meyer-Wölden talks about building authenticity while juggling motherhood, business, and public visibility. A turning point came when her daughter pointed out she'd stopped laughing, prompting her to overhaul her life. She uses guided meditations by Dr. Joe Dispenza and advises women entrepreneurs to follow their heart rather than let fear drive decisions.
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Oh mein Gott, ich bin so aufgeregt. Immer noch. Seitdem Ihre Zusage kam, bin ich aufgeregt. Ich kann es gar nicht glauben, dass wir Sie heute Nacht hier haben. Ich werde euch jetzt in den nächsten Minuten sehr, sehr neugierig machen, weil im gesamten deutschsprachigen Raum gibt es wohl kaum jemanden, der die moderne, erfolgreiche Frauenrolle so sehr verkörpert wie Sie. Sie ist nicht nur Unternehmerin, sehr erfolgreiche Podcasterin, Moderatorin, Influencer, Influencerin. Wir gendern jetzt ja 2025. Ja, sorry. Sondern gleichzeitig auch fünffach Mama. Wow! Sie ist seit Jahren in der Öffentlichkeit und ich darf sie gleich interviewen und ich werde diverse Fragen stellen zu einem Thema. Wie schaffst du es, Jahrelang so sehr in der Öffentlichkeit zu stehen und so authentisch und echt dabei zu sein. Und das in der heutigen Zeit, wo man bewertet wird ohne Ende, wo jeder gefühlt seinen Senf dazugeben will in den sozialen Medien. Und meiner Meinung nach ist das heutzutage eine der größten Challenges in dieser Welt voller Bewertung. Social Media, die auch tolle Möglichkeiten birgt, unfassbar, aber gleichzeitig sich dieser Bewertung auszusetzen, da authentisch authentisch und echt zu bleiben, und das verkörpert sie zu 100%. In diesem Sinne heißen wir herzlich willkommen: Alessandra Meyer-Wöllen!
Meine Güte, was für eine Anmoderation. Ich weiß gar nicht, von wem du sprichst. Danke. Was für eine Ehre.
Vielen Dank, dass du gekommen bist.
Danke. Es ist so schön, hier zu sein. Und ich wollte einmal Wertschätzung auch an euch beide geben. Ihr macht das so toll und so professionell. Und es ist einfach schön zu sehen, dass eine Frau so schön aussehen kann und so wunderbar den Raum halten kann.
Du bist ein Schatz.
Vielen Dank, dass du aussprichst, was wir alle fühlen. Fühlen und denken.
Dankeschön, Alexandra. Ich habe heute einige Fragen mitgebracht, weil ich mir schon während der Vorbereitung dieses Interviews dachte: Wie zur Hölle macht diese Frau das? Was eine Power, was eine Ausstrahlung, was eine Authentizität! Und es ist ja so, dass du zwischen zwei Welten lebst, wenn man das so sagen kann, zwischen Deutschland, den USA, zwischen Business und Family, Öffentlichkeit und Privatleben. Jetzt habe ich gerade auch in deiner Anmoderation viel über das über das Thema Sichtbarkeit und Authentizität gesprochen. Was denkst du, in einer Welt, in der wir ständig bewertet werden, was bedeutet denn für dich eigentlich Authentizität? Und wie stellst du sicher, dass du immer bei dir bleibst?
Ja, das ist eine gute Frage. Und es ist ganz lustig, ich habe gerade mit meinem Freund darüber gesprochen, dass ich glaube, dass wirklich so essentiell der Sinn des Lebens ist Authentizität und die Selbstfindung und wirklich sich wieder daran zu erinnern, wer wir wirklich sind. Und das gelingt manchmal besser, manchmal schlechter. Und ich glaube, gerade wenn man so im Zwiespalt ist wie ich, dass man gefühlt, sage ich auch im Podcast ganz oft, ich habe manchmal das Gefühl, ich lebe ein Doppelleben. Ganz normale Mutter von sehr vielen Kindern. Und gleichzeitig auch eine Frau, die eine Stimme hat, was ein sehr großes Geschenk ist, in der Öffentlichkeit steht. Und da sich selbst zu finden und sich zu erinnern, wer man ist, das hat bei mir sehr, sehr lange gedauert. Das war ein Prozess und es gelingt mir manchmal besser und manchmal schlechter. Ich glaube, da gehört sehr viel Mut dazu, auch sich zu zeigen mit allem, was man ist. Aber schlussendlich sind wir alle gleich. Ja, wir sind Alle Frauen, die versuchen, ihr Bestes zu geben, egal ob im Job, als Mutter, als Partnerin, für andere, aber auch für sich selbst. Und das ist Authentizität. Und ich strebe das jeden Tag an, so viel wie möglich von mir zu zeigen. Sehr ehrlich. Und ich glaube, dazu gehört sehr viel Mut.
Bin ich hundertprozentig bei dir. Du hast gerade gesagt, du hast gerade gesagt, das war für dich ein Prozess. Wenn du zurückblickst, gab es bei dir einen Auslöser, wo du sagst: Ich habe keinen Bock mehr, eine Maske aufzuhaben, mich zu verstellen, anderen zu gefallen. Gab es da einen Moment? Denn ich denke, das kennen wir alle.
Ja, also ich würde gerne hier sitzen und sagen, dass ich irgendwie eine krasse Erleuchtung hatte und dass mich wie ein Blitz getroffen hat. Aber so war es nicht. Ich glaube, es ist bei vielen so, bei vielen anderen Frauen, Frauen und auch Männern, dass man manchmal an einen Punkt kommt im Leben, wo das Leben dich wirklich in die Knie zwingt, wo du einfach so einen Tiefpunkt erreichst. Und das ist auch mir passiert, wo du komplett überfordert bist mit deinem Leben, mit deinem Alltag, mit Kindern, mit Job, mit Verantwortung, mit sich selbst. Und das war bei mir so, und ich war wirklich an einem Punkt. Und da war ein Schlüsselmoment. Meine Tochter, die hat mich angeschaut und die hat gesagt: Mama, du lachst gar nicht mehr. Und das war für mich so ein Schlüssel, dass ich gesagt habe: Okay, krass, jetzt ist der Punkt, wo ich mich selbst finden darf. Und dann habe ich mein Leben verändert.
Krass. Kinder sind der größte Spiegel, den wir haben können.
Ja, Partner, Partner, Freunde. Jede Begegnung ist immer ein Spiegel. Es ist immer alles, was wir im Außen sehen. Ist eigentlich ein Spiegel von uns selbst. Aber Kinder, und ich glaube natürlich in dem Fall vor allem Töchter, spiegeln einen natürlich besonders.
Ja, absolut. Wo wir gerade bei dem Thema Kinder sind. So, du bist fünffach Mama, in der Mutterrolle gleichzeitig Unternehmerin, viel beschäftigt. Viele in diesem Raum fragen sich jetzt bestimmt: Oh mein Gott, Alessandra, wie schaffst du das? Und gibt es etwas, Was du vielleicht so noch nicht geteilt hast, wie du das alles schaffst, wenn die Kamera aus ist.
Weißt du, ich glaube, eigentlich habe ich gar keine Berechtigung, hier zu sitzen und zu sagen, boah, ich schaffe das, ich mache das total gut, weil ich bin einfach eine ganz normale Frau. So wie jede andere Frau, die hier im Raum sitzt, stehe ich jeden Morgen auf und versuche einfach mein Bestes zu geben. Und ich glaube, wenn man die Kameras, die jetzt vor mir sind, ausmacht und Einblick hätte, was zu Hause passiert, dann würde man einfach sehen, dass auch ich ganz normal bin, total Momente habe, wo ich müde bin, wo ich reflektiere, wo ich nicht in meiner Kraft bin. Ganz normaler Alltag. Und ich glaube, ich habe versucht, lange das zu verstecken. Mittlerweile weiß ich, dass das eigentlich die Stärke ist, sich so sich so offen so zu zeigen in seiner Schwäche?
Dass andere einfach sehen, ich bin nicht alleine.
Ja, und deswegen bin ich sehr dankbar, dass mir eine Stimme gegeben worden ist, weil ich mittlerweile den Mut habe, so offen und ehrlich darüber zu sprechen, weil ich weiß, jeder einzelnen Frau geht es genauso wie mir und keiner traut sich, das auszusprechen. Und du hast das so schön anmoderiert. Dieser Druck, den wir alle haben. Und das ist ziemlich scheißegal, ob man in der Öffentlichkeit steht oder nicht, dass wir etwas sein sollen, dass wir eine Rolle erfüllen sollen, die unmöglich ist zu erfüllen.
Absolut unmöglich.
Und ich glaube, wir streben alle so sehr danach, einfach zu sein. Und desto mehr wir darüber sprechen und uns austauschen und desto mehr andere Frauen sehen, dass auch Frauen, die ein großes Following haben auf Social Media, die eine Stimme haben, die in der Öffentlichkeit sind, auch ganz normal sind und auch dazu stehen können und auch Probleme haben und auch Stress haben und auch unglücklich sind, desto mehr können wir andere Frauen inspirieren, auch damit rauszugehen.
100%ig. Jetzt hast du auch das Thema Sichtbarkeit angesprochen. Hier im Raum sind sehr viele hunderte Gründerinnen oder Frauen, die gerade überlegen, sich selbstständig zu machen. Und in meiner täglichen Arbeit höre ich immer wieder diese große Angst und ich kann mich da so reinversetzen, weil ich hatte sie selber lange Zeit. Und die kleine Stimme ist an manchen Tagen, manchmal auch zyklusabhängig, ich glaube, das kennen wir alle, immer noch da, die einfach sagt: Oh mein Gott, ich habe Angst, ich habe Angst, nicht genug zu sein. Ich habe Angst, wenn ich in die Öffentlichkeit gehe oder nur eine Instagram-Story hochlade, angegriffen zu werden. Und Bei dir ist es jetzt so, du bist seit Jahren sichtbar in der Öffentlichkeit. Wie schützt du denn deine Energie, ohne dich zu verstecken?
Also erst mal habe ich gelernt, dass Kritik nicht meinen Wert festlegt. Wenn andere Menschen mich kritisieren oder ich einen Shitstorm bekomme oder schlecht über einen geredet wird, die Menschen eigentlich nur von sich selbst sprechen. So, und das war wirklich so eine krasse Erkenntnis für mich zu realisieren. Das ist nicht mein Wert. Ich bin mehr als das. Und eigentlich spiegel ich genauso wie meine Tochter, als ich das vorher gesagt habe, mir etwas gespiegelt habe, spiegel ich der anderen Person nur, nur einen Mangel, den sie selbst in sich tragen. Und von daher habe ich versucht, mich davon frei zu machen. Auch das gelingt mir manchmal besser, manchmal schlechter. Aber ich glaube, mittlerweile kennt jeder das, weil wir alle irgendwie auf eine Art und Weise in der Sichtbarkeit sind. Durch Social Media. Wir zeigen uns alle, wir zeigen uns alle im Alltag. Ich zeige mich in der Öffentlichkeit, andere zeigen sich in ihrem Freundeskreis, vielleicht in einem kleineren Rahmen. Und natürlich gehört da Kritik dazu und es tut manchmal weh. Das ist so, auch das ist menschlich. Und ich glaube, wir dürfen uns immer wieder daran erinnern, wer wir selbst sind, schön bei uns bleiben und einfach uns daran erinnern, dass das nicht unseren Wert bestimmt.
Absolut. Du hast gerade das Wort Kritik in den Mund genommen. Dir wird es wahrscheinlich auch so gehen. Ich zum Beispiel bin sehr dankbar für konstruktive Kritik, auch in den sozialen Medien. Ich denke, worüber wir reden, sind diese Hater, die Menschen. Ich nenne es gerne die, die ihren emotionalen Abfall in den sozialen Medien irgendwo abladen. Es ist ein Spiegel am Ende. Und es gibt diese coole Frage, die mich damals sehr inspiriert hat und in den Mut gebracht hat. Und jeder Einzelne hier kann sich vielleicht mal selber die Frage stellen: Hast du schon mal einen Hater gesehen, der seinen Müll ablädt in den sozialen Medien bei dir, dem es besser geht als dir?
Nee, das nicht. Aber was ich interessant finde, ist, dass es sehr einfach ist, seinen Müll abzuladen hinter einem Screen, vor einem Laptop, wenn man die Person nicht sieht. Fühlt oder vor sich hat. Was interessant ist, tatsächlich ist es mir sehr, sehr, sehr selten passiert in meinem Leben, dass jemand so mutig war, dass sie mich konfrontiert haben mit ihrem Müll, den sie wegmachen lassen wollen. Also dass Leute dir ins Gesicht schauen und wirklich Hate ausdrücken, ist mir noch nie passiert. Aber ich bin voll bei dir. Ich bin super offen für konstruktive Kritik und ich möchte wachsen und ich möchte mich weiterentwickeln. Und von daher freue ich mich sogar darauf, wenn Freunde oder Menschen in meinem Umfeld oder mein Lebensgefährte mich kritisiert, weil ich weiß, das ist eine Riesenchance für Wachstum. Ich finde, es sollte immer respektvoll sein.
100%ig. Das ist die Grundlage. Absolut. Gibt es etwas in deinem Alltag, in deinem Business, worüber du möglicherweise noch nie in deinem Podcast zum Beispiel gesprochen hast?
Nein, ich versuche wirklich immer sehr offen und ehrlich zu sein. Ich— es ist nicht immer einfach, den Spagat zu finden zwischen meinem Privatleben und meinem öffentlichen Leben. Ich schütze meine Kinder sehr, ich zeige meine Kinder gar nicht in der Öffentlichkeit und bin aber trotzdem sehr stolz darauf, fünffache Mutter zu sein. Also es ist nicht immer so einfach, den Spagat zu finden zwischen Ich erzähle gerne und teile gerne meinen Alltag als Mutter, aber trotzdem zeige ich meine Kinder nicht und das ist nicht immer so einfach. Aber ansonsten bin ich eigentlich ein offenes Buch und bin sehr stolz darauf, dass ich jetzt durch den Podcast die Möglichkeit bekommen habe, so viele Menschen zu erreichen. Und ich denke, für mich ist es sehr, sehr wichtig, immer authentisch, offen und ehrlich zu sein, weil man dadurch andere in ihre Kraft bringen kann und inspirieren kann.
Jetzt hast du gerade gesagt, du schützt deine Kinder und du zeigst sie nicht in den sozialen Medien. Jetzt schließt sich hier der Kreis von unserem Gespräch gerade, der Bewertung. Jetzt können andere sagen: Oh, Alessandra, sind dir deine Kinder gar nicht wichtig, dass du die nicht zeigst? Aber eigentlich möchtest du sie schützen. Würdest du sie zeigen, würden andere vielleicht sagen: Oh, Alessandra, wie kannst du deine Kinder zeigen? Du schützt sie nicht. Sind sie dir denn gar nicht wichtig? Und das finde ich einfach spannend, weil am Ende hat jeder seine subjektive Wahrnehmung. Und du hast es so schön gesagt, man muss einfach selber für sich authentisch sein, echt sein und ja, den richtigen Weg für sich einfach finden. Weil da draußen hat jeder einfach eine andere Meinung. Wir sind nicht hier, um es anderen recht zu machen, sondern unsere Wahrheit einfach zu sprechen.
Ja, vielen Dank. Das hast du sehr schön zusammengefasst und danke für das tolle Interview.
Sehr, sehr gerne. Gibt es noch etwas, was du gerne mit einer Frau teilen möchtest, die hier vielleicht gerade im Raum sitzt und überlegt, sich selbstständig zu machen. Würdest du es wieder tun?
Ja, ich glaube, seinem Herzen zu folgen und Dinge nicht aus der Angst heraus zu machen, sondern der Angst in die Augen zu schauen und durchzugehen. Und ich glaube, wenn das Herz dabei ist, wenn man die Angst versucht beiseitezulegen oder direkt zu konfrontieren, und wenn die Angst nicht die Motivation ist, dann ist man auf dem richtigen Weg.
War es mit deinem Start deiner Karriere, war das komplett aus der Freude heraus oder hast du gesagt, boah, ich habe, ich spüre diesen Druck, ich will Großes erreichen. Also kannst du das differenzieren, wenn du zurückblickst?
Ich habe ehrlich gesagt keinen Druck gespürt. Ich habe lange nicht gewusst, was ich machen möchte. Ich habe Kommunikationswissenschaften studiert und internationale Politik. Wollte eigentlich Journalistin werden, hatte einen ganz anderen Weg und habe dann Schmuckdesign gemacht. Also ich habe wirklich lange gebraucht, um meinen Weg zu finden und ich habe das Gleiche, was ich meiner Tochter sagen würde: Setz dich nicht unter Druck, sondern folg einfach deinem Herzen. Und wenn du dich ausprobieren möchtest und wenn du verschiedene Facetten deines Wesens, deiner Seele ausleben möchtest und das bedeutet, in andere Richtungen zu gehen, dann ist das völlig okay. Ich habe Lange gebraucht, um mich selbst zu finden. Und es ist krass, weil ich denke, jetzt nach 5 Kindern und mit fast 43 Jahren bin ich auf dem richtigen Weg.
Mega. Wenn du zurückblickst an die Anfangszeit, als du dein Schmucklabel gegründet hast und du jetzt heute noch mal starten würdest, gibt es unternehmerisch eine Sache, die du heute anders machen würdest?
Ich würde Social Media nutzen, weil witzigerweise, als ich angefangen habe, da gab es Social Media noch nicht. Also da war wirklich noch klassisch auf Messen gehen, einen Stand haben, Schmuck. Also ich habe wirklich alles gemacht in dieser Firma. Wir haben damals nicht die Möglichkeit gehabt, Social Media so zu nutzen, weil es das einfach nicht gab. Das heißt, mittlerweile ist es ein ganz anderes Game. Also es war ja, ich würde sagen, Vintage damals, wenn man zurückblickt. Ich glaube, heutzutage ist das alles ganz anders. Ich würde alle Marketing-Power nutzen, nutzen, Social Media, auch Influencer involvieren. Ich sehe das ja selber, wenn ich gebucht werde für andere Marken. Reichweite nutzen ist ein ganz anderes Spiel heutzutage, als es vor 15 oder 20 Jahren war, als ich mit meiner Firma gestartet habe.
Absolut. Und ich muss auch zugeben, ich persönlich unterschätze das heute immer noch, was für eine Kraft Social Media Marketing hat. Also würdest du denn sagen, als erfolgreiche Influencerin gleichzeitig auch, dass Authentizität Authentizität der Schlüssel ist in den sozialen Medien für Erfolg?
Ich weiß nicht, ob es der Schlüssel ist. Ich glaube, dass es mir mittlerweile sehr wichtig ist, weil auch ich so oft, ja, wie viele andere glaube ich auch, den Druck verspürt habe, mich hinter Filtern zu verstecken oder in Rollen zu springen. Nicht weil ich nicht echt war, sondern weil ich es einfach nicht anders wusste. Ja, und weil ich vielleicht auch angestrebt habe, Damals war der Glaubenssatz: Ich muss mehr tun, um geliebt zu werden, oder ich muss perfekt sein, um gut anzukommen. Und ich habe mich davon befreit und ich habe einfach sehr viel Zeit in mich selbst investiert und reflektiert und an mir selber gearbeitet, um diese Glaubenssätze abzulegen.
Und eine letzte Frage zu dem Thema. Ich bin natürlich auch auf deinem Social-Media-Profil gewesen, einige Male, war schön am Stöbern und habe festgestellt: Oh mein Gott, wie cool! Alessandra beschäftigt sich auch mit Spiritualität Spiritualität. Jetzt hast du gerade das Thema Glaubenssätze genannt. Welche Rolle spielt das für dich in deinem Alltag? Wie integrierst du das?
Spiritualität? Also Spiritualität ist für mich nichts anderes als die Verbindung wieder zurück zu mir selbst. Und im Alltag versuche ich, insofern der Alltag das zulässt, aber auch aus der Leichtigkeit heraus, nicht aus dem Druck heraus, in die Stille zu gehen. Und ich glaube, das wäre etwas, was man sehen würde, wenn die Kameras nicht an wären. Zurück zu der Frage von vorhin, dass ich doch gerne des Öfteren in die Stille gehe, um einfach mich mit mir selbst zu verbinden, nach innen zu schauen und mich daran zu erinnern, dass ich einfach sein darf. Und das ist für mich Spiritualität. Und ich glaube, das findet man, wenn man nach innen schaut und nicht auf dieser Suche im Außen.
Machst du das mit geführten Meditationen? Hast du da eine bestimmte Art?
Ich mache geführte Meditationen. Ich liebe Dr. Joe Dispenza zum Beispiel. Ich weiß nicht, ob du ihn kennst. Du kommst ja auch aus der Persönlichkeitsentwicklung. Ich liebe seine Meditationen. Ich habe aber mittlerweile auch selber geführte Meditationen eingesprochen, weil ich sehr viel Feedback bekommen habe von den Zuhörerinnen und Zuhörern meines Podcasts, dass ich eine sehr ruhige Stimme habe. Von daher spreche ich auch gerne selber Meditationen ein, kann aber auch einfach in die Stille gehen. Und ich glaube, das ist eigentlich die größte Herausforderung, Herausforderung, einfach die Augen zuzumachen und vollkommen alles auszuschalten, inklusive Musik und anderer Stimmen.
Oh ja. Hast du bei Dr. Joe Dispenza schon mal so ein Retreat besucht?
Schon des Öfteren. Und ich bin immer wieder begeistert, was für eine Botschaft er hat, wie kraftvoll sie ist. Und ich war damals eine der ersten, die ihm gefolgt ist, als er wirklich so vor 60, 70 Leuten gesprochen hat. Mittlerweile hat er Millionen Follower, ist so groß geworden, ist so in der Fülle, hat so eine tolle Botschaft. Und ich bin immer wieder sehr gerne auf seinen Retreats.
Ja, mich hat er auch wahnsinnig angesprochen. Hier Empfehlung von uns beiden: Dr. Joe Dispenza. Ich finde, er geht an das Thema Spiritualität sehr rational auch irgendwo ran, also erklärt es wirklich ganz wunderbar. Ich war auch mal auf einem Retreat von ihm, aber ich brauche morgens ein paar Kaffee, um überhaupt mal, damit der Motor irgendwie läuft. Um 4 Uhr, ihr Lieben, um 4 Uhr ruft Dr. Joe Dispenza zu seinem Seminar für eine 4-Stunden-Meditation bis morgens um 8 Uhr.
Ja, das ist richtig. Und teilweise sind es auch Walking Meditations, die sehr, sehr kraftvoll sind. Aber ich muss dir sagen, dass— ich weiß nicht, wie es dir ging— jedes Mal, wenn ich ein Retreat von ihm besucht habe, war es für mich lebensverändernd.
Absolut, absolut, kann ich bestätigen. Alessandra, ganz, ganz lieben Dank für dieses wunderbare Interview.
Danke dir.
Und schön, dass du da bist. Eine große Ehre. Dankeschön.
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