Einweihung in die Geheimnisse des Kosmos - Gedanken zum Buch

In diesem mehrstimmigen Podcast‑Format, moderiert von Sylvia Leifheit (SPEAKER A) und begleitet von einem Co‑Host (SPEAKER B) sowie dem Gast Gabriel, wird ein spirituell‑philosophisches Gespräch über zentrale Themen des menschlichen Daseins geführt. Der Einstieg erfolgt mit einer Schilderung von Sylvias Nahtoderlebnis, das ihr die Fähigkeit verlieh, in tiefer Meditation mit jenseitigen Wesen zu kommunizieren, insbesondere mit dem „Freund der Indianer“. Das Gespräch fokussiert sich anschließend auf: 1) den freien Willen als Werkzeug zur Selbstbestimmung und seine Unterdrückung durch autoritäre, religiöse und gesellschaftliche Systeme; 2) die daraus resultierende Eigenverantwortung jedes Individuums, die als Keimzelle einer potenziellen globalen Befreiungs‑Revolution gesehen wird; 3) die kritische Analyse historischer Beispiele (Galileo, Giordano Bruno) als Warnungen vor Unterdrückung von freiem Denken; 4) die aktuelle gesellschaftliche Ohnmacht, illustriert durch die Corona‑Maßnahmen, und die Gefahr, dass Menschen ihre Verantwortung an Institutionen abgeben; 5) die Liebeskraft als fundamentale Ur‑Energie, die das Seelenkraftfeld speist und über bloße zwischenmenschliche Zuneigung hinausgeht; 6) das Leiden, das sowohl als unvermeidlicher Wachstumsprozess als auch als von Machtstrukturen missbrauchtes Werkzeug dargestellt wird, wobei die traditionelle Lehre, Leiden sei ein Weg zu Gott, scharf kritisiert wird; 7) die Praxis der Hingabe (Vertrauen, Surrender) als bewusste, prüfende Öffnung gegenüber dem Kosmos, die jedoch von Angst und falschen Glaubensmustern blockiert werden kann; 8) die Unterscheidung zwischen echter Liebe, Attraktion und gesellschaftlicher Begriffsinflation. Durch wiederholte Verweise auf persönliche Erfahrung, historische Beispiele und aktuelle politische Beobachtungen wird ein Aufruf formuliert, das eigene Bewusstsein zu schärfen, die eigene Energie zu stärken und aktiv die eigene Freiheit zu leben. Das Gespräch endet mit einem Dank an die Zuhörer und an Gabriel.
Chapters
Liebe Mensch, liebe Seele, ich begrüße dich zu meiner Podcastreihe Botschaften aus dem Jenseits.
Jenseits.
Seit einem Nahtoderlebnis habe ich die Gabe, mit den feinstofflichen Ebenen des Kosmos zu kommunizieren. Dies geschieht in einer Form tiefer Meditation, in der ich bestimmte Wesenheiten der jenseitigen Welt bitte, mit mir in Austausch zu treten. Als einer der ersten Kontakte ins Jenseits zeigte sich mir mein alter Freund und Lehrer, Freund der Indianer, und es ist mir jetzt mich hier eine große Freude, dir nun diese Gespräche als Ergänzung zu den Büchern auf diese Art und Weise nahezubringen.
Hallo, meine lieben Padawans, es ist mal wieder Zeit für ein Fragen und Antworten. Wir haben jetzt ein paar Kapitel gehört, ein paar Kapitel von Freunde Indianer Impulse bekommen, und ich würde ganz gerne jeweils zu den Kapiteln ein paar eigene Impressionen Erfahrungen und Meinungen mit euch teilen. Gabriel ist auch wieder dabei.
Hallo, da sind wir wieder.
Insofern, lass uns doch mal beginnen zum Thema freier Wille. Ich finde den freien Willen eines der spannendsten Werkzeuge, die ich auf dieser Reise in den Kosmos mit den anderen Welten erfahren durfte, und zwar aus dem Grund, weil ich vorher aufgewachsen bin in Systemen, die mir immer das Gefühl gegeben haben, so etwas wie einen freien Willen, das gibt es nicht wirklich. Ich muss mich dem und dem und dem einordnen und unterordnen. Und jetzt redet Freund der Indianer die ganze Zeit davon, dass wir nicht ohnmächtig sind, dass wir die Werkzeuge in der Hand halten und dass wir diejenigen sind, jeder einzelne von uns, zu bestimmen, wo unser Leben hingeht. Und wenn wir in einem Moment sind, der uns nicht passt, mit Menschen, die uns nicht gut tun, in Situationen, die uns verletzen, diese einfach nur verlassen sollten, einfach nur in Abstand gehen sollten. Und all das können wir, weil wir einen freien Willen besitzen, weil wir— ich meine, ja, natürlich, solange wir uns bewegen können, eh klar, aber davon gehe ich jetzt einfach mal aus pauschal, solange wir uns bewegen können, uns einfach bitte fortbewegen aus dieser Situation. Das bringt so viel noch mit sich, das hat so viel an Potenzial in sich, nur diese einfache Erkenntnis, ihr habt einen freien Willen, dass ich darüber erst einmal überwältigt war. Wie ging es denn dir damit, Gabriel?
Ich bin genauso überwältigt, aber ich bin noch einen Schritt weitergehend überwältigt von dem Missverständnis, das wir auf unserer Erde vorfinden können, wenn wir genau hinschauen. Es gibt vereinfacht gesagt zwei große Glaubenssysteme, die sich auch in zwei großen Religionen niedergeschlagen haben. Die eine Glaubensrichtung sagt: Ich kann mein Leben mit dem freien Willen bestimmen. Die andere Glaubensrichtung sagt: Alles ist vorbestimmt. Ist kismet, inshallah. Also alles, was kommen soll, wird kommen und ich kann darauf keinen Einfluss nehmen. Jetzt ist es so, dass wir wissen, dass Autoritäre Systeme in allererster Linie sich immer um die Geister der Kinder kümmern, weil in den Geistern der Kinder wird ein Weltsystem, ein Glaubenssystem verankert. In zwei verschiedenen großen Kulturen unserer Welt werden zwei verschiedene Glaubenssysteme verankert. Im einen das Wissen und der Glaube: Ich kann mein Leben bestimmen. Im anderen Glaubenssystem: Mein Leben wird bestimmt. Ich bin gewissermaßen wie ein opfer. Daher finde ich den Hinweis von Freund der Indianer so unendlich wichtig, uns aus diesem Irrtum, und aus meiner Sicht ist das ein Irrtum, zu befreien und alles zu tun, den freien Willen zu fördern.
Was natürlich dann die Thematik der Eigenverantwortung gleich auf den Schirm hebt. Auch ein Punkt, den Freund der Indianer extrem viel fach unterstreicht und hervorhebt, dass wir alle eigenverantwortlich sind für unser Schaffen und es eben nicht die andere Instanz gibt, der wir sagen können: Ja, bitte mach du, wie war das, dein Wille geschehe. Einfach Religionen und auch andere Systeme dazu zu erklären, dass sie die Verantwortung übernehmen sollen, das stimmt nicht, das ist nicht richtig. Denn Kraft des freien Willens ist es am Ende des Tages so, dass wir eigenverantwortlich sind für jeden einzelnen Schritt, mit in unserem Leben.
Ja, und letzten Endes ist, wenn man diesen Gedanken zu Ende denkt, dieser Gedanke der Samen, die Sprengkraft für unser gesamtes gesellschaftliches System, in dem wir leben. Denn seit Jahrzehnten, Jahrhunderten und Jahrtausenden leben wir leider in Hierarchien, wo von oben entweder ein König oder eine Regierung oder ein Diktator sagt, wie zu leben ist, nach welchen Regeln, nach welchen Gesetzen, was erlaubt ist und was nicht erlaubt ist. Und das Volk hat gelernt, leider über Jahrtausende, ohnmächtig diesen Gesetzen zu folgen. Das heißt, wenn ich den Gedanken in die Welt sende: Du bist für dein Schicksal verantwortlich. Dein freier Wille entscheidet, ob du nach links oder nach rechts gehst, ob du eine Arbeit annimmst oder eine Arbeit ablehnst, in einem Land zu den Gesetzen ja sagst oder es verlässt, weil du die Gesetze nicht gefallen. Dann, wenn das alle Menschen so leben würden, dann hätten wir die größte Revolution, die dieser Planet jemals erlebt hätte, nämlich die Revolution zur wahren Befreiung der eigenen Seele.
Ja, aber dir ist schon bewusst, dass der Mensch durchaus auch bequem ist, nicht? Und es ist ja relativ einfach, die Verantwortung den anderen zu geben, weil dann sind auch die anderen, nämlich diese von dir gerade besagten Systeme und Religionen, schuld, wenn was schief läuft.
Läuft.
Das ist richtig und diese Bequemlichkeit im Volk wurde natürlich auch dadurch immer geschürt, indem man Angst verbreitet hat, indem man gezeigt hat, schaut mal, was mit denen passiert, die ihren eigenen freien Willen leben. Schaut euch an, was mit Galileo Galilei passiert ist. Schaut euch an, was mit Giordano Bruno geschehen ist, den wir verbrannt haben, weil er unseren Lehren nicht gefolgt ist, weil er seine eigene Seele entwickeln wollte. Also Hütet euch davor, Selbstbewusstsein zu bekommen. Hütet euch davor, euren eigenen Willen zum Maßstab eures Handelns zu machen. Bleibt ohnmächtige Schafe. Das ist seit Jahrtausenden, was in unseren Hierarchien in dieser Gesellschaft geschieht. Daher noch einmal ist der Satz von Freund der Indianer: Lebe deinen freien Willen, die Keimzelle zur größten— und im besten Fall friedlichsten Revolution, die dieser Planet jemals erlebt hat.
Es bedarf aber einer gewissen Kraft. Man muss es wollen, man muss es möchten, man muss die Kraft dazu haben, wirklich dieses Werkzeug auch anzuerkennen, anzunehmen.
Abschließend zu diesem Thema ist dazu nur Folgendes zu sagen: Wenn man möchte, dass eine Kugel zu rollen beginnt, muss man ihr einen Impuls geben. Jeder Fußballer wird das bestätigen, jeder Billardspieler wird das bestätigen, jeder, der kegeln geht, wird das bestätigen. Und die Faulheit, die du ansprichst, die Gemütlichkeit, die Bequemlichkeit, die sich über Jahrtausende der Ohnmacht eingestellt hat, ist vorhanden, gar kein Zweifel. Aber Hinweise und Aufrufe wie die von Freund der Indianer, genau das zu durchbrechen, Diese Trägheit mit dem Satz: Erinnere dich daran, dass du einen freien Willen hast. Wenn das auf die Seelenresonanz trifft bei einem Menschen, der dadurch aufwacht, dann ist schon mal der erste Schritt getan Richtung Bewegung, die zur Freiheit führt.
Ich finde ja ehrlich gesagt ein bisschen schockierend, dass wir in das Jahr 2020 schauen und immer noch zu gefühlten 99,99% Menschen leben mit dem Gefühl einer derartigen Ohnmacht und eben nicht mit der Erkenntnis: Hey, ich habe die Kraft und die Macht, über mein Leben selbst zu bestimmen! Ich stehe jetzt auf und gehe, oder ich gehe den unbequemen Weg und revoltiere! Aber es ist ja doch eher die überwiegende Masse, die sich dem hingibt, weil es bequemer ist. Und das im Jahr 2020 finde ich fast schon erschreckend.
Unabhängig von dem Jahres, von der Jahreszahl, ich wiederhole mich und ich wiederhole mich absichtlich, ist das leider eine Tradition in der Menschheit geworden. Leider wie eine Herde dem Führer zu folgen. Vor noch ein paar Jahrzehnten hieß es in Deutschland: Führe, Befiehl, wir folgen dir. Und ein ganzes Volk hat sich in diesen Wahnsinn hineinziehen lassen. In jeder Diktatur der Welt, ob kommunistisch oder faschistisch, finden wir diese Strukturen. Mittlerweile finden wir sie sogar auch in unseren sogenannten Demokratien, wo seit einigen Monaten jegliche Art von richtiger demokratischer parlamentarischer Arbeit ausgeschaltet wurde und per Dekret regiert wird gegen die Menschheit, gegen ihre Freiheit, gegen ihre eigene Entscheidung, wie möchte ich leben, mit Verordnungen, die sogar gesundheitsschädigend sind, um nicht drumherum zu reden. Wir reden gerade über das Corona-Prinzip. Alles das, was wir dort erleben, ist eine Diktatur und eine Entmündigung des freien Willens der Menschen. Warum? Weil sie es so gewohnt sind.
Und es wird auch jetzt wieder Menschen geben, die sagen, dass sie das gut so finden. Und genau das ist das, was ich gerade gesagt habe, dass ich es eher erschreckend finde, dass der größte Teil der Menschheit es doch mag, sich in diesem Gefühl, die Verantwortung an andere abzugeben, einzurichten. Aber okay, es ist so, wie es ist. Und ich freue mich, dass Freund der Indianer und wir über ihn hier dieses Werk weiter voranbringen können, weiter Verbreitung finden, um euch daran zu erinnern, dass dem nicht so ist. Sondern dass die Menschen, jeder einzelne von euch, das Werkzeug hat, mit dem er sagen kann: Nein, ich mag das so nicht, ich sehe es anders, ich verlasse diesen Raum.
Möchte dazu noch was ergänzen. Als Realist muss man sagen, leider ist es so, dass sich Menschen in der Masse oder als Einzelner erst dann in Bewegung setzen, wenn ihr Leidensdruck so groß geworden ist, dass nichts mehr anderes übrig bleibt als eine Bewegung. Ich sage nur Französische Revolution. In dem Moment, wo das Volk nichts mehr zu essen hatte, nicht wenig, nichts mehr zu essen hatte, kam es zur Revolution. Jetzt wäre mein Wunsch, und das ist ein positiver Gedanke, den ich jetzt noch setzen möchte, dass der Mensch, dass die Menschen sich in Bewegung setzen, bevor der Leidensdruck unerträglich wird. Dass man aus freiem Willen sich zum freien Willen entscheidet. Das wäre mein Wunsch.
Um sich zu befreien, könnte man ja so gesehen sagen. Aber lass uns nicht zu lange abschweifen oder zu weit abschweifen. Das nächste Thema, das Freund der Indianer, oder über welches Freund der Indianer referiert hat, war die Liebe. Ich bin auch sehr überrascht gewesen über die Komplexität und vor allem die Wichtigkeit, die mit mit dieser Energetik einhergeht, dass die Liebe, die ich so, muss ich ganz ehrlich sagen, in meinem Leben als, ja okay, es gibt die Liebe, ein irgendwie etwas auf diesem Planeten gewertet hatte, dass die plötzlich tatsächlich eine solche Bedeutung bekommt, was die Seelenentwicklung angeht, was die Seelenentfaltung angeht. Das fand auch ich einmal mehr sehr überraschend und sehr spannend zu lesen. Und umso überraschender, wie weitgreifend diese Kraft in einem wirkt. Heißt, ich bin ja jetzt auch schon weiter vorangeschritten in aktuell dem Band 5, zu erkennen, dass die Liebeskraft die Seelen, das Seelenkraftfeld speist und das Bewusstsein den Seelenkern. Damit greife ich jetzt wirklich ein bisschen weiter vor, das behandeln wir dann ein andermal ein bisschen tiefer noch. Aber dass diese Liebeskraft es ist, die unser Seelenkraftfeld speist und wir daran wachsen und daran weiten. Das ist ja auch noch mal eine unglaubliche Bedeutung für uns und unser aller ewiges Sein. Kann man wirklich so sagen, weil die Seele vergeht ja nicht nur, weil sie den Körper verlässt. Und da fand ich auch wirklich sehr, sehr interessant und sehr spannend, wie doch die Liebe, die Liebeskraft so bedeutungsvoll ist. Und ja, nicht nur in Worten, sondern natürlich auch in Taten.
Ja, die Taten sind es, die uns zeigen, wer wir sind. Goethe hat gesagt: Wir sind, was wir tun. Er hat nicht gesagt, wir sind, was wir träumen, was wir fantasieren, was sein könnte. Nein, er hat gesagt, wir sind, was wir tun. Aber um das Wort Liebe noch einmal in dieses Gespräch zu holen. Mir wäre es und ist es extrem wichtig zu unterscheiden, was denn damit eigentlich gemeint ist. Weil wenn ich beobachte, wie Menschen einander das Wort Liebe zurufen und damit etwas ganz Anderes meinen, dann ist es für mich immer eine große Herausforderung zu unterscheiden, was ist was. Die Menschen sagen zu sexueller Attraktion, zu sozialer Kompatibilität, zu gemeinsamen Interessen, zu gemeinsamen Hobbys, zu der Freude, miteinander einen Grillabend zu verbringen und sich dabei wohlzufühlen: Liebe. Dabei sind das nur Verbindungsmöglichkeiten. Liebe an und für sich ist etwas ganz anderes. Und ich möchte das Bewusstsein darauf lenken, dass Liebe die Urkraft, die Schöpfungskraft, die Quelle ist. Jede Blume, die erblüht, erblüht in Liebe. Wenn man dieses Bild verinnerlicht, dann löst man es von den menschlichen Missverständnissen. Weil sehr viele Menschen sagen zueinander: Ich liebe dich. Dabei sagt man in Wahrheit nur: Ich finde dich sehr attraktiv. Liebe ist eine nicht an das Körperliche, nicht an das Soziale, nicht an das Emotionale gebundene Urkraft, die alles sein lässt und das Sein mit jedem Augenblick erneuert und erfrischt. Das ist in Wahrheit Liebe. Und darauf macht uns Freundin Jana aufmerksam.
Du weißt schon, dass du in einer Zeit lebst, in der die Leute Freunde mehrere tausend bei Facebook und Co. haben. Das heißt, generell ist tatsächlich eine Inflation in derartigen Begriffen so oder so eine, sagen wir mal in Anführungszeichen, Problematik, Thematik unserer Zeit.
Es gab mal jemanden, der hat in einem sehr aufregenden Moment gesagt: „Herr, vergib ihnen, sie wissen nicht, was sie tun." Wir kommen also immer wieder zu dem Moment des Bewusstseins, und das ist eine Herausforderung. Man kann sagen, ich lebe mein Leben sehr gerne von früh bis spät, und das sage ich freundlich und ohne Wertung, indem ich aufwache, meine Arbeit mache, esse, schlafe und das von Tag zu Tag. Oder ich beschließe mit Kraft des freien Willens, mein Leben unter ein Ziel zu setzen, das Ziel zu erkennen. Erkennen, was ist was. Was ist eine Beziehung zwischen Menschen? Woher kommt diese Beziehung? Warum zieht es mich zu einem Menschen, zu einer Arbeit, zu einem Land, zu einem Hund, zu einem Tier, zu einer Blume hin? Was bedeutet diese Hinziehungskraft? Ist das schon Liebe oder ist es unter Anführungszeichen nur Attraktion? Man kann jetzt sagen: Mein Gott, mach dir doch nicht so kompliziert. Ich liebe einfach diesen Hund. Ich liebe einfach diese Frau. Ich liebe meinen Beruf. Ach, und von heute auf morgen kann das vorbeigehen? Dann war es keine Liebe, weil Liebe ist eine ewige, unzerstörbare Kraft. Wir müssen nur üben, uns auf diese ewige, unzerstörbare, unpersönliche Kraft einzuschwingen, um sie zum Leben zu bringen und am Leben zu erhalten.
Jetzt redest du fast wie Freud der Indianer selbst.
Wir sind seit Längerem gute einander Wegbegleiter und ich glaube, er lächelt gerade, wenn er uns hier so zureden hast.
Ja, auf jeden Fall, natürlich. Ich finde halt, die Liebe ist tatsächlich eine der schlimmsten Fehlinterpretationen und Definitionen in unserer Zeit. Das hast du jetzt schon schön anskizziert, aber es ist noch so, so, so viel mehr, weil Liebeskraft eben, wie ich schon gesagt habe, tatsächlich auch die Kraft ist, die die Seelenkraft speist. Und da kommen wir in ein ganz anderes großes Thema noch. Und die kennt keine Wertungen, die kennt keine Verurteilungen, die kennt ja, einfach ganz andere Perspektiven, als wir das kennen. Und damit macht man natürlich ein riesengroßes anderes Feld auf, aber dieses Feld gibt es, und darauf weisen wir hin. Aber es lenkt uns zum nächsten Thema, und zwar Leiden. Was ich sehr spannend finde, auch da, ist, wie man über das Akzeptieren von Leid wieder in eine positive Affirmation kommt, dass dies nun mal auf dem Weg des Wachstums ein Cliff, eine Stufe oder wie auch immer, immer wieder mal ein Prozess ist, aber dass er dem Wachstum gelten kann und soll, finde ich unglaublich schön, das zu wissen, weil es lässt einen Momente, und man kann nicht alle Momente kontrollieren, auch wenn man freien Willen hat, aber man ist ja eingebunden in unglaublich viele Systeme, die miteinander agieren. Es gibt immer wieder auch Überraschungen, und in diesen Überraschungen natürlich auch Verletzungen. Also wenn man eine Verletzung und dadurch auch ein Leid erfährt, Wenn man das dann aber weiß als ein, okay, es ist ein Prozess, der wird eine Weile vielleicht dauern, aber danach geht es wieder weiter und ich habe wieder was gelernt, dann hat sogar das Leiden einen Sinn. Und das finde ich sehr spannend, das so zu erfahren.
Ja, wenn es bei diesem deinem Gedanken bleibt, dann ist es eine Herausforderung, das Leid zu vermeiden. Freund König Salomon hat einmal so weise gesagt: Das Leid ist die Herausforderung und die Aufforderung, die Ursache des Leides zu beenden. Damit ist eigentlich schon alles gesagt. Ich möchte aber einen Schritt weitergehen, denn wieder einmal, wie bei allen bedeutenden Worten der Welt, Liebe, Freiheit, ist auch das Wort Leid von einigen Organisationen auf dieser Welt total pervertiert und missbraucht worden. Ich spreche es ganz eindeutig an, die katholische Kirche war seit Urbeginn der Meinung, Leiden wäre ein Weg zu Gott. Leiden, vor allem körperliches Leiden, wäre eine Möglichkeit, die Seele zu befreien, sich selbst zu geißeln, sich selbst zu kasteien, sich selbst der Sexualität zu enthalten, des guten, freudvollen Lebens von Essen und Trinken zu enthalten. Mit anderen Worten, zu leiden, wäre ein Befreiungsweg der Seele. Das halte ich für eines der größten Menschheitsverbrechen, diesen Gedanken in die Hirne der Menschen einzupflanzen, weil sie im selben Moment das Einzige verpassen, worum es tatsächlich geht auf diesem Planeten, nämlich Freude zu erleben, Freude anzusammeln, durch Freude die Lebensenergie auszudehnen, auszuweiten und im besten Fall den Übergang in das wunderbare Jenseits voll Freude zu gestalten. Das ist der Königsweg, den die Seele gehen soll, und nicht, wie die pervertierten schwarz gekleideten Feinde des Lebens uns gelehrt haben, das Leiden.
Ja, und da muss man leider, ich muss ehrlich gesagt gerade wirklich wühlen, welche Religion lehrt denn eigentlich die Freude als das höchste Ziel?
Ich glaube, es gibt einige kleine indigene Stämme, so heißt das, irgendwo auf verstreuten Inseln in der Südsee, wo die Menschen fröhlich und wenig bekleidet Kokosnüsse und frischen Fisch essen, sich liebend des Daseins erfreuen, lachen, tanzen, singen und gar nicht begreifen, dass man Leid als Ziel des Lebens nehmen soll. Ich spreche absichtlich etwas ironisch und ja, vielleicht sogar etwas zynisch, weil nur die Abwesenheit von Institutionen, die Abwesenheit von Hierarchien, die Abwesenheit von Unterdrückung in Glaubenssystemen, schenkt den Menschen das Gefühl, in Lebendigkeit und freudvoll zu leben. Leider erfinden das die allerwenigsten Menschen außerhalb unserer Kulturen, der westlichen sowie der östlichen, in ganz kleinen Zirkeln, die leider nicht beispielgebend sind für den Rest der Welt. Der Rest der Welt ist gefangen in Angst und Hierarchien Unterdrückung und dem Missverständnis, durch Leid werde ich Gott näher kommen.
Frage: Wie konnte es dazu kommen? Oder andersrum: Warum machen sich die Machthaber unserer Zeiten, unserer Welt und auch der vergangenen Zeiten denn tatsächlich Angst und das Wissen um, oder den Glauben daran, dass nur Leid einen voranbringt, warum machen die sich das so zunutze? Warum?
Weil die Menschen dann konditioniert sind auf Unterwerfung. In dem Moment, wo ich als grausamer, strafender Herrscher den Marktplatz betrete, mit 10 Rittern an meiner Seite, die alle, die nicht sofort niederknien, köpfen, erzeuge ich Angst. Und wenn ich dieses Leid der Angst in den Menschen verinnerliche und ihnen befehle, Kraft meiner Hierarchie, ob das jetzt ein schlechter, machtgieriger König ist oder ein schlechter, machtgieriger Papst oder ein schlechter, machtgieriger Religionsführer, ganz egal welche Religion. Wenn ich Angst verbreite, beherrsche ich die Massen und bleibe über den Massen in einer privilegierten Stellung, der man zu dienen hat. Das ist das System, was auf diesem Planeten seit Jahrtausenden herrscht. Einige Wenige haben die Macht an sich gerissen und die Massen unterdrückt und in in Angst gehalten und ihnen vermittelt: Wenn du leidest, dann bist du gottgefällig. Dieses unglaubliche Wort. Und dagegen zu revoltieren, ja, das hat früher dazu geführt, dass man auf dem Marktplatz verbrannt wurde, wie Giordano Bruno. Also hat man sich gefügt und hat sich der Angst untergeordnet und hat geglaubt, wenn ich jetzt lang genug leide, dann werde ich dafür belohnt werden. Wenn nicht in diesem Leben, dann sicher im nächsten Leben.
Ja, aber ich frage eins weiter noch. Ich frage mich, wieso kann dieser Mechanismus im Menschen überhaupt? Warum funktioniert das überhaupt? Warum gibt es nicht genügend oder eine, warum sagt nicht die größere Masse? Das interessiert mich nicht. Wenn du Angst als dein Werkzeug hast, dann bist du nicht gesund. Wenn du mit Angst und Unterdrückung arbeitest, entschuldige, aber dann akzeptieren wir dich nicht. Wie kann es überhaupt passieren, dass die Menschen nicht einfach sagen: Was nicht der Freude und der Liebe ist, interessiert uns nicht, das nehmen wir nicht an? Dass genau das Gegenteil der Fall ist.
Meine Antwort— du merkst, dass ich etwas zögernd antworte, weil meine Antwort lautet jetzt nicht so, wie viele Liebhaber der Philosophie oder der Esoterik angeblicher Religionen es gerne hätten. Ich werde aber die Antwort trotzdem wagen, kraft meines freien Willens. Es ist nicht so, dass alle Menschen auf diesem Planeten die gleiche starke, von Liebeskraft erfüllte Energie haben. Wir müssen akzeptieren, dass es auf diesem Planeten auch eine Hierarchie der Energien gibt. Und die Mehrzahl der Menschen sind mit schwachen Energien ausgestattet. Und in der Masse, wenn sich die schwachen Energien in eine Masse formen, kann man leider mit einer unerbittlichen, diktatorischen, zupackenden, zuschlagenden Energie diese Masse beherrschen. Das ist nun mal leider eine Wahrheit.
Das finde ich sehr gut, dass du das so ansprichst, weil es ist die Wahrheit in noch vielen, vielen, vielen anderen Thematiken und Problematiken. Artigen, die Werkzeuge des Kosmos nicht zu erkennen, nicht zu nutzen. Aber dieser Energieverlust, dass der überhaupt passieren konnte, ist ja die Ursache dessen, dass man letzten Endes die Menschen, oder dass diese Seelen sich in einer solchen Energetik befinden und dadurch manipulierbar sind. Und deswegen ist es umso mehr, umso wichtiger, dass das hier festgehalten wird. Das Leiden vielleicht auf dem Weg des Wachstums ein Momentum sein kann, aber auf gar keinen Fall das, wie sagt man, oder wie sagen sie so schön in den Religionen, das Tor in das Paradies hinein bedeutet oder was auch immer, sondern ausschließlich Manipulation bedeutet von jemandem anderen, dessen Ziel man zu dienen hat.
Man kann es noch einmal ganz klar in einem einfachen Bild sagen. König Salomon hat gesagt: Leid ist die Aufforderung, die Ursache des Leides zu beenden. Fast alle Religionen, zumindest die offiziellen Religionen, sagen: Nein, du musst Leid aufsuchen und in dein Leben holen. Und das am besten ununterbrochen, denn nur im Leid kasteist du deinen Körper, der sündhaft ist, so sehr, dass sich die Seele eines Tages daraus befreien wird und in Gottes Herrlichkeit frei fliegen. Das größte wahnsinnige Fehlinterpretationssystem, das jemals existiert hat.
Und falls das jemand hier hört, möchte ich bitte auch noch hinterlegen: Es gibt Menschen, gar nicht mal so wenige, die immer wieder sagen, ja, meine Güte, das Leben ist nicht schön, das Leben ist nicht immer nur bunt und immer nur voller Freude und immer voller Spaß. Das ist halt ganz normal, dass man auch mal längere Strecken hat, in denen man leiden muss, dass das nicht immer alles funktioniert und das einfach letzten Endes eben nicht immer nur schön ist. Ich möchte mich wirklich ganz klar dagegenstellen, und Freund der Indianer ist da der definitiv größte Impulsgeber diesbezüglich: Das ist ein falsches Glaubensmuster! Wenn ihr dem wirklich anhaftet, wenn ihr das wirklich so seht, dann ist das alleine ein Indiz dafür, dass ihr schon energetisch sehr schwach seid, und ausschließlich ein Aufruf, daran etwas zu ändern, euch um euch und euren Körper, eure Seele zu kümmern. Denn wenn die wieder mehr Kraft haben, dann werdet ihr die Welt mit ganz anderen Augen sehen, und dann ist Leiden, oder wie wir, wie ich gerade gesagt habe, diese Sichtweise auf das Leben, das ja eben nun mal ohnmächtig auch immer Leiden hervorbringt, Dann ist die nicht mehr existent. Dann ist das Leben eine ganz, ganz, ganz, ganz andere Reise, die Freude als Ziel und als fast ausschließliches Werkzeug mit sich bringt und auch als Ziel hat.
Noch ein einfaches Bild zu deinem Gedanken: Es ist ja ganz selbstverständlich, dass es Momente gibt im Leben, in denen man leidet. Wenn man in einer Situation ist, wo man ohnmächtig einem Mächtigen ausgesetzt ist, dann leidet man. Die Aufforderung daraus lautet: Entziehe dich dem, der über dich Macht hat. Beende das Leiden. Das ist die Aufforderung in diesem Leiden, das man natürlich eine Zeit lang erleben kann. Man kann auch, einfach gesagt, in einer bäuerlichen Gesellschaft eine Zeit lang miteinander leiden, weil man Steine brechen muss, um einen Wall zu bauen, damit der Fluss gestaut wird und man hat einen See. Aber dann ist das Leiden beendet, wenn man das Ziel erreicht hat. Dieses kurzfristige Leiden ist selbstverständlich ein Teil des Lebens. Aber es gab oder es gibt auch immer noch Menschen, die ganz normal vor sich hin leben, dann in eine kleine Zelle gehen, sich eine Geißel nehmen und den Rücken blutig geißeln oder sich einen Dornengürtel um den Bauch binden und damit den Tag verbringen, um durch dieses permanente Leiden das freiwillig, mutwillig provozierte Leiden die Seele zu befreien. Mit diesem klaren, radikalen Bild wollte ich darauf hinweisen, dass es kindisch wäre zu glauben, das Leben geht ohne Leid. Aber das normale Leid ist die Aufforderung, es hinter sich zu lassen. Das mutwillig ins eigene Leben hereingeholte Leid, um sich dadurch den Eintritt in den Himmel zu erkaufen, ist pervers. Ja.—
so habe ich es auch gemeint— als Glaubensmuster, wenn du es als Glaubensbild in dir trägst, dass das nun mal so ist, es akzeptierst, das finde ich nicht richtig, definitiv nicht. Das bringt mich zum nächsten Thema: Hingabe. Denn zu akzeptieren, dass der Kosmos so wie er ist, ein wunderbares System ist, ein wunderschönes, ja, auch hierarchisches, energetisches Konstrukt das man eigentlich nur verstehen sollte, verstehen lernen sollte, dann kommt man immer auch an das Thema Hingabe, weil Hingabe etwas mit Vertrauen zu tun hat. Und da, wo Vertrauen ist, dort ist letzten Endes auch die Verbindung dahin, wo letzten Endes die Fülle, das Empfinden von Fülle ist, das Empfinden von Liebe, das Empfinden von nicht mehr alleine sein, Einfach ausschließlich Positivität zu empfinden, hat was mit Hingabe zu tun. Und ich finde auch schön, dass Freund der Indianer das mal benannt hat. Es bedarf ja auch einer gewissen Bereitschaft, sich Dingen hinzugeben. Denn nur wenn ich mich wirklich fallen lasse, kann ich es in seiner Tiefe erfahren. Wenn ich aber voller Ängste bin, kann ich das nicht. Auch da haben wir wieder diese Problematik: Die Ängste schneiden uns ab und weg von unserem eigentlichen Potenzial.
Ja, und weil diese Urangst verständlich ist und weil diese Angst einem abschnürt, die Kehle, die Luft, den Herzschlag abschneidet, wenn man mal in einer Situation der Hingabe verletzt, gekränkt, beleidigt, zurückgestoßen wurde, dann ist es selbstverständlich und nachvollziehbar, dass die Seele, der Geist, der Mensch, das Denken sagt: Ich werde mich nicht mehr öffnen. Die Gefahr, verletzt zu werden, ist zu groß. Gut, wenn wir das akzeptieren, dass das ein verständlicher Impuls ist, dann ist aber die Frage: Wie kann denn dann Hingabe funktionieren? Und vor allem wo? Und da möchte ich darauf hinsteuern, dass wir unser Bewusstsein dahingehend öffnen wie ein Radarsystem. Uns die Situationen, in denen wir uns befinden, ganz genau anzuschauen. Wo bin ich? Mit wem bin ich? Was meine ich damit? Bin ich in einer Gegend, in einer Landschaft, in einem Haus, in einem Wald, wo ich der Situation vertrauen kann, dass mir nichts geschieht? Kann ich mich auf eine Wiese setzen, im warmen Sonnenschein und die Sonne genießen, voll Hingabe an den Sonnenschein? Dann werde ich das Gefühl, körperlich, von Hingabe lernen. Wenn mir jetzt ein Mensch begegnet auf meinem Weg, dann muss ich ihn, soweit es mir möglich ist, ganz genau anschauen, überprüfen, seine Schwingungen, seine Blicke, seine Äußerungen, seine Taten. Und dann, wenn ich das erkenne, dass er, einfach gesagt, ein guter und liebevoller Mensch ist, dann ist der nächste Schritt die Hingabe. Aber die bedarf auch einer Überprüfung. Denn sich einfach dem Erstbesten hinzugeben, der meinen Weg kreuzt, wäre fahrlässig, kindisch und dumm. Weil damit holt man die Gefahr, auf das Entsetzlichste verletzt zu werden, total in sein Leben hinein. Darum haben in früheren Zeiten die Eltern auf ihre Kinder aufgepasst, dass sie sich nicht mit fremden Menschen irgendwohin begeben, Weil man nicht weiß, was der fremde böse Mensch von einem will. Und meistens sind es auch böse Menschen, die Kinder irgendwohin zerren. Da, lange Rede, kurzer Sinn: Unser eigenes Bewusstsein, wenn unsere Eltern nicht auf uns aufpassen oder nicht mehr auf uns aufpassen können, dann muss unser eigenes Bewusstsein diese Aufgabe übernehmen und wachsam und vorsichtig, nach vorne schauend, überprüfen, Wem begegne ich da? Welche Schwingung kommt mir entgegen? Welche Blicke treffen mich? Welche Stimmen höre ich? Und wenn da alles in mir sagt: Ja, diesem Menschen kann ich und will ich vertrauen, dann ist Hingabe der nächste Schritt. Und wenn die dann belohnt wird, dann öffnet sich die Seele bis ins Unendliche.
Und was machst du mit Menschen, die diese Momente mehrfach erlebt haben, indem sie sich geöffnet haben, nachdem sie in ihrem besten Gewissen geprüft haben, haben, kann ich mich hingeben, nachdem sie aufgemacht haben und sich eben wirklich hingegeben haben und immer und immer wieder Verletzungen erfahren haben. Was gibst du denen mit auf den Weg?
Das ist eine schreckliche Frage. Ich weiß, das ist eine schreckliche Frage, weil die schreckliche Antwort kann nur lauten: Dann wirst du eine Zeit lang alleine sein. Müssen. Denn wenn man wider besseren Wissens immer wieder und wieder sich dem oder der Erstbesten öffnet bis zum Herzensgrund hinunter und dann erstaunt um sich blickt, weil man wieder einmal verletzt wurde, dann hat man schlicht und einfach dumm gehandelt. Dann hat man sogar das Leid mutwillig in sein Leben geholt. Weil sich gleich jedermann und jederfrau hinten hingabe zu öffnen, beinhaltet in dieser Menschheit zu 99%, dass man auf das Grausamste verletzt und enttäuscht wird. Das mag jetzt ganz menschenfeindlich und furchtbar klingen, es ist aber nur die Realität. Und aus dieser Realität heraus sollte man meiner Meinung nach erst einmal sich dem eigenen Herzen hingeben, der eigenen Stille auch hingeben, der eigenen Umgebung hingeben. Ja, ich scheue das Wort nicht, Wie jemand, der einsam in die Wüste geht, um sich einmal dem Kosmos hinzugeben. Und wenn man diese Liebe in dieser Hingabe in sich fühlt, dann behaupte ich, wird die Erkenntnis, wer tritt mir gegenüber, schneller zu einer wirklichen Erkenntnis führen, wer steht da vor mir. Ist das ein Feind meiner Seele? Und so was gibt es. Ich gehöre nicht zu denen, die sagen, alle Menschen sind Brüder. Nein, die Menschen sind nicht einander Brüder. Die Lateiner, die Römer haben gesagt, der Mensch ist dem Menschen Wolf. Und das ist nun mal so. Und wenn man das leugnet, dann begibt man sich in die Todesgefahr, durch falsche Hingabe bis zu Tode verletzt zu werden. Noch einmal: Bei sich bleiben, sich selber hingeben, das eigene Herz erforschen, die eigenen helfenden Geisteskräfte um Hilfe anrufen. Dann kann man erst in die Menschenwelt gehen und sich entscheiden, wem öffne ich mich.
Das alte Lied von der Bewusstwerdung, wer man selbst überhaupt ist, ist also vor allem eigentlich anzuwenden. Und wenn einem diese Art Muster immer wieder begegnet, dass man die Verletzungen erfährt, obwohl man sich hingegeben hat, obwohl man ein Mensch ist, der sich hingeben kann, also da keine Blockade hat, und in der Gefahr ist, dass man völlig zumacht, was was wirklich nicht gut ist, einfach auch für das seelische Wachstum, gilt es also, diese Menschen daran zu erinnern: Du, jetzt kümmere dich mal nur um dich, indem du dich ganz anderen Welten in dir drinnen zuwendest. Und dann kannst du ganz anders, in einer ganz anderen Kraft hinausgehen und du wirst andere Resonanzen ernten, als das davor geschehen ist.
Völlig richtig. Und da ich in meinem Wesen, meiner Seele, meiner Mentalität ein eher humorvollerer Mensch bin, möchte wenn ich das Ganze mal überspitzt und humorvoll umdrehe. Man kann natürlich auch kraft seines freien Willens entscheiden, dass man masochistisch leben möchte, sich verletzen lassen möchte von Kreti und Pleti, die meinen Weg kreuzen, dadurch so viel Leid erfahren und das ununterbrochen, weil ich mich ununterbrochen ohne Überprüfung den falschen Menschen hingebe, dass ich auf diesem Weg, den ich mit freiem Willen gewählt habe, ununterbrochen Leid zu erfahren ganz sicher Gott begegnen werde. Amen.
Ja, leider gibt es tatsächlich auch solche Herangehensweisen. Ich kenne das auch und ich bin ehrlich gesagt immer wieder baff. Und weißt du, welche Frage ich dann stelle? Ja, wenn du die Zeit hast. Ich meine, diese Menschen, die das tatsächlich als Sport annehmen, und das ist es ja, was du gerade beschrieben hast, die haben noch nicht ganz verstanden, dass der jetzige Moment, dieses jetzige Leben in dieser Form, in einer hoffentlich friedlichen Situation, also kein Krieg vor der Tür, so einmalig ist, dass er nicht mehr wiederkommt, dass er eigentlich für was anderes genutzt werden sollte, nämlich für die Erweiterung, für das Wachstum der Seele. Wenn die es als Sport empfinden, Leid zu üben oder sich mit Leid zu beschäftigen, ja meine Güte, auch das sollten wir eigentlich wertfrei sehen. Es ist nur auf eine gewisse Art und Weise ein bisschen schade, aber du gibst mir recht, der Kosmos ist wertfrei. Am Ende des Tages ist es wurscht, dann wird er halt in einem anderen Leben wiedergeboren, und versucht es halt dann dort vielleicht ohne diese Art von Sport.
Ja, zwei Dinge. Ich denke immer an die Zeitlinie. Wenn man davon ausgeht, dass man nur ein einziges Leben hat in diesem Kosmos, wird das Ganze sehr eng und es wird sehr kritisch, weil man hat zu wenig Zeit, das alles zu klären. Wenn man sagt, macht nichts, ich habe ohnehin 3.684.000 Reinkarnationen, irgendwann mal wird es schon klappen. Ist das eine andere Herangehensweise. Mein simpler, ganz naiver Wunsch wäre, dass man das jeweilige Leben, und wir haben viele Leben, das jeweilige Leben so gut wie möglich nützt, mit seinem freien Willen in Hingabe sich der Liebe zu öffnen. Weil wer weiß, als was ich im nächsten Leben auf die Welt komme.
Das ist ja das, was ich meine. Du weißt nicht, ob die Umstände, in denen du dich wiederfinden wirst, tatsächlich so förderlich sind oder ob du dann mit ganz anderen Themen beschäftigt bist. Beschäftigt bist, und dann hast du halt die Hausaufgabe, oder sagen wir mal die Thematik, in diesem Leben einfach nicht gelöst, willst sie im nächsten Leben lösen, hast aber ein ganz anderes Thema auf dem Schirm. Kann ja auch passieren. Deswegen, ja, meine Rede: Ich bin der Meinung, verschwendet nicht euer Leben. Aber am Ende des Tages liegt es natürlich in jedem eigenen, in jeder eigenen Verantwortung, Kraft des freien Willens, wie du so schön sagst, und der Hingabe des jeweiligen an den jeweiligen Moment.
Der Römer hat gesagt: Carpe diem.
Du sagst: Carpe vitam. Nutze dein Leben.
Danke, liebe.
Ich möchte trotzdem noch eine Sache besprechen, weil sie mich wirklich sehr, sehr tief effektet hat, und zwar das Kapitel Feinde des Lebens. Feinde des Lebens hat uns nahegelegt, wie wertvoll das Leben ist, wie kostbar das Leben ist. Wie sehr man es als solches kostbares Geschenk dann auch wirklich behandeln sollte. Und das jedem gegenüber, jedem Tier gegenüber, jedem Mensch gegenüber. Und dass es Menschen gibt, die tatsächlich auch absichtlich anderen Menschen das Leben nehmen und was das bedeutet. Mich hat es sehr berührt und manchmal bringt es mich das auch wirklich noch sehr zum Nachdenken zum Thema Massenführung, wenn also ein Mensch den Mord von vielen Millionen Menschen beschließt und jemand anderes oder viele andere, nämlich die Soldaten, das dann ausführen müssen. Dass die Komplexität der Art von Morde, Mord in Ohnmacht oder Mord in Macht Fand ich sehr, sehr, sehr, sehr spannend, sehr interessant und sehr erleuchtend, wobei ich das Wort nicht so mag. Wie siehst du das?
Ich möchte darauf zurückkommen, was mir sehr, sehr wichtig ist, gerade, sage ich jetzt mal, in so einem Gespräch, wo wir doch alle mit Freunden, die uns zuhören, verbunden sind, die, ich gehe mal davon aus, dass das Beste für die Menschen, ihre Nächsten und die ganze Menschheit wollen. Und ich habe sehr oft erlebt, dass viele dieser Freunde und Menschen in einem Missverständnis leben, meiner Meinung nach. Das Missverständnis bedeutet: Wir sind alle Brüder, wir sind alle gleich, wir sind alle Kinder eines Gottes und deswegen ist das Gute und Beste und Schönste in uns angelegt. Überraschenderweise gibt es dann aber millionenfachen Mord und Totschlag, Vergewaltigung und Brandschatzung auf diesem Planeten. Ich möchte ein ganz kleines privates Beispiel dazu nennen. Ich war einmal in einer Entbindungsstation in einem Krankenhaus, wo Kinder auf die Welt kommen, und habe mit einer älteren Schwester ein Gespräch darüber geführt, über die Seele, über das Leben und dass wir doch alle Brüder und Schwestern sind und gleich vor Gott. Sie hat mich ernst angeschaut und hat gesagt: Ach, Sie glauben, alle Menschen sind gleich? Ja, dann kommen Sie doch mal bitte mit. Und ist mit mir in den Saal gegangen, wo die Neugeborenen gelegen sind, so ungefähr 30 an der Zahl, und hat gesagt: Jetzt schauen Sie mal, sind die alle gleich? Und ich habe mir diese neugeborenen Kinder angeschaut, die noch keine Sozialisation hatten, kein Glaubensbild, weder Katholiken noch Moslems waren, keinen Beruf, weder was, nichts, Nichts hat sie geprägt. Sie war nur die Seele, die in diesem Körper inkarniert ist. Größere Unterschiedlichkeiten habe ich selten gesehen bei derartig kleinen Wesen, von denen ich immer geglaubt habe, wir sind doch alle gleich und nur der Weg in der Gesellschaft macht uns dann unterschiedlich. Nein, das ist falsch. Wir kommen unterschiedlich auf die Welt. Unsere Seelen sind unterschiedlich und daraus resultiert, dass unsere Persönlichkeiten unterschiedlich werden. Bis hin zu dem Punkt, dass es Wesen gibt, die grausam sind, tödlich sind und Feinde des Lebens sind. Und das sind nicht immer nur die, die in ihrer frühen Kindheit vom Papa den Popo versohlt bekommen haben und eine schlechte Kindheit hatten. Und darum wurden sie zum Massenmörder. Nein, es gibt sehr wohl Menschen, die hatten eine schlechte Kindheit, kein Spielzeug, und der Vater hat sie geschlagen und missbraucht, und die Mutter auch, und es sind die wunderbarsten, freundlichsten und liebevollsten Wesen geworden, gerade wegen dieser negativen Erfahrung. Also immer alles auf die Prägung in die Kindheit zu schieben, ist ein schwerer Fehler. Man muss akzeptieren,— und es mag manchen Menschen schwerfallen— dass wir unterschiedlichst schon auf diese Welt kommen. Und es kommen Wesen auf diese Welt, die tödlich sind für andere. Wenn man das akzeptiert, kann man ihnen anders begegnen. Weil dann geht man nicht in die Kommunikation, dann geht man in den Abstand. Und wenn möglich in den liebevollen Abstand, aber nicht in den falschen Glauben, man kann diesen Menschen helfen, retten oder bekehren. Um es auf den Punkt zu bringen: Keine Macht der Welt hätte Hitler, Himmler, Stalin oder Mao bekehren können in irgendeiner Form. Diese Seelen waren Feinde des Lebens von Anfang bis zum Ende. Und wenn man das einmal akzeptiert, dass das möglich ist in dieser Menschheit, auf diesem Planeten, Dann kann man vorsichtiger und im Abstand und in Selbstrettung damit umgehen.
Und da kommen dann wieder die Faktoren mit rein, dass man das erkennen muss, wer wer ist. Bewusstsein, also in Bewusstheit den Menschen begegnen, in Achtsamkeit und offenen Auges, offenen Herzens, um dann wiederum daraus zu reagieren: Bleibe ich oder gehe ich? Auch das hatte ja Fräulein Tschiana in dem Kapitel mit benannt, in dem er eben gesagt hat, ihr wäret dann aufgerufen, oder er macht euch nicht mit zu Feinden des Lebens, wenn ihr tatsächlich den Ort verlasst, in dem diese furchtbaren Dinge angeordnet werden.
Ja, er hat ja zwei Schritte benannt, da wieder mal ganz genau. Er hat gesagt, wenn ich einem Feind des Lebens, einer negativen Kraft begegne, dann möge ich doch, nicht soll oder muss, dann möge ich doch Liebe geben. Einmal, zweimal, vielleicht sogar dreimal. Wenn ich aber sehe, diese Liebe fällt nicht auf fruchtbaren Boden und wird mit Liebe beantwortet, dann darf ich, soll ich, muss ich gehen, um mein eigenes Seelenleben, mein eigenes Dasein zu schützen. Das ist die Konsequenz.
Absolut erschreckend, oder sagen wir mal, die größte Gefahr unserer Zeit finde ich diese Pauschalisierung, diese Vereinfachung, dass die Menschen nicht gelernt haben zu differenzieren und dass dann eben solche einfachen Sätze wie „Wir sind alle aus einem" oder „Das eine große Ganze", „Wir sind alle gleich", dass die überhaupt passieren können. Das ist die Ursache einer völlig falschen Glaubensthematik, aus der heraus man eben dann, wie du auch, in den Kreißsaal geht und eben ganz anders die Welt betrachtet. Aber es ist so nicht, es ist ganz anders. Erst wenn ich es wirklich auf einen einzigen Satz herunterbrechen müsste, wofür, wogegen ich mich aber, um ehrlich zu sein, weigern würde, würde ich nur ansatzweise dorthin kommen, dass ich sagen würde Wir sind alle aus einem, nämlich aus der einen Quelle. Aber dazwischen ist so viel, so viel anderes an Formen, Ebenen, Bereichen, Möglichkeiten, Leben, Inkarnationen oder auch nicht Inkarnationen, an unterstützenden Momenten und an welchen, an denen man Blockiere und Blockaden erlebt hat. Und so viel mehr passiert, dass es eben nicht so einfach ist. Und diese Komplexität finde ich so schön, auch wenn es manchmal sehr schwer ist den Worten oder den Impulsen von Freunde Indianer zu folgen. Manchmal, nicht immer. Aber diese Komplexität macht er deutlich. Da kommt man rein, dort das zu verstehen, dass es eben viel, viel, viel, viel, viel vielfältiger ist als ein Yes, we can. Es ist schön, als Mensch das zu denken und zu glauben und diesen einen Satz zu nehmen, um einen Impuls zu fühlen. Aber am Ende des Tages ist es wichtig, dass die Menschen wissen, es ist ist noch viel, viel mehr. Es ist viel komplexer. Deswegen bitte wertet nicht zu schnell, schaut genauer hin. Was ist was? Wer ist was? Wie gibt er sich?
Wie schaut er?
Was tut er? Was macht er? Wie bewegt sich dieser Mensch? Wie sind seine Blicke? Wie sind seine Worte? Sind sie nur stumpf geformt in ein Ja, ist halt so, oder sind sie in Liebe geformt? Das gilt für jeden Moment, für jeden Mensch, für alles, was wir sind. Und dann reagiert darauf und vor allem setzt selbst Schritte in Liebe und Bewusstsein. Ich habe es in dem Buch mit ganz vorne immer drin stehen: Liebe und Bewusstsein sind die beiden Werkzeuge, die beiden Elemente des Kosmos, so wie Feuer, Luft, Wasser und Erde die Elemente dieses Planeten sind. Bitte, bitte verinnerlicht, dass die Liebeskraft und das Bewusstsein sein. Also die Bewusstheit, wer, wer ist, wer bin ich selbst und wie lebe ich meinen Moment, wie lebe ich mein Leben, plus fühle ich Liebeskraft oder fühle ich sie weniger, und wenn ich sie weniger fühle, wie und wo kann ich sie mehr fühlen. Diese beiden Komponenten machen am Ende des Tages euer ganzes Sein aus, jetzt in diesem Moment und in allen, die da noch kommen werden. Und am Ende des Tages bestimmen sie euer Schicksal, denn eure Seelenkraft ist das Summa summarum eurer ganzen Schritte, die ihr gesetzt habt. Habt ihr sie in Liebe und Bewusstheit gesetzt, so ist es ein anderes Seelenkraftfeld mit anderen Resonanzen. Und das ist das, was ich sagen will, als wenn ihr es einfach nur plump, ohnmächtig, lieblos und bewusstlos ausgesetzt habt. Das wollte ich nur gerne jetzt am Ende noch mal sagen. In diesem Sinne, danke fürs Zuhören. Danke dir, Gabriel.
Danke dir, Sylvia Leifheitheit.
Danke, danke, liebe.
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