Kraftlosigkeit

In diesem Podcast‑Gespräch zwischen Sylvia Leifheit und ihrem langjährigen Begleiter „Freund der Indianer“ (Speaker B) wird das Phänomen der „Kraftlosigkeit“ der Seele erörtert. Kraftlosigkeit wird als ein selbsterschaffener, ego‑getriebener Zustand beschrieben, der durch energetische Verunreinigung, negative Gedanken‑ und Handlungsmuster sowie das Feststecken in einem selbstgewebten Netz von Resonanzen entsteht. Das Ego, das auf individuelle Fülle ausgerichtet ist, steht im Widerspruch zur seelischen Orientierung, die das kosmische Ganze nährt; dieser Konflikt führt zum Verlust der Seelenkraft. Die Gesprächspartner kritisieren zudem gesellschaftliche und religiöse Institutionen, die ihrer Ansicht nach keine echte seelische Kraft vermitteln und das Ego weiter stärken. Praktische Wege zur Wiederherstellung der Seelenkraft werden vorgestellt: tägliche energetische Reinigung, bewusste Verbindung zur Sonne/Quelle, liebevolle Absichten, Achtsamkeit und das Auflösen negativer Resonanznetze. Es wird erklärt, dass die schwache Seele im Übergang (erste Welt/Zwischenwelt) ihre Kraftlosigkeit mitnimmt und in weiteren Inkarnationen erneut erleben kann, wobei das Ausgleichen dieses Netzes möglich, aber herausfordernd ist. Abschließend wird diskutiert, dass traditionelle Wege wie Klöster nur begrenzt helfen, weil wahre Weite und Befreiung aus innerer, liebevoller Praxis entstehen müssen.
Chapters
Liebe Mensch, liebe Seele, ich begrüße dich zu meiner Podcastreihe Gespräche mit dem Universum. Seit einem Nahtoderlebnis habe ich die Gabe, mit den feinstofflichen Energien des Kosmos zu kommunizieren. Dies geschieht in einer Form tiefer Meditation, in der ich bestimmte Wesenheiten der jenseitigen Welt bitte, mit mir in Austausch zu treten. Als einer der ersten Jenseitskontakte zeigte sich mir mein alter Freund und Lehrer, Freund der Indianer, und es ist mir jetzt hier eine große Freude, dir nun diese Gespräche als Ergänzung zu den Büchern auf diese Art und Weise zusätzlich nahezubringen. Liebe Freunde der Indianer, wir haben schon sehr viel über die Kraftlosigkeit erfahren. Das heißt, das Wort fiel immer wieder im Zusammenhang mit der Verunreinigung und der veränderten Wahrnehmung durch die Verunreinigung. Dabei ging es um die Kraftlosigkeit der Seele, welche dann wenig Bewegung erschaffen kann und dadurch auch keine oder eben wenig Wandlung möglich ist. Des Weiteren haben wir gesehen, welch hindernden Einfluss sie auf die Bereitschaft der Seele, sich auszudehnen, hat. Das heißt, wir haben das Thema immer wieder einmal gestreift. Was möchtest du dazu jetzt noch erzählen?
Du kannst die Bereiche und Ebenen der Falle der Kraftlosigkeit, die ein Teil des Kosmos ist, aber eben die dunkle Form des Kosmos darstellt, nicht wirklich begreifen, da es so komplex ist wie die Quelle selbst. Eine Schattenwelt, die in sich selbst existiert, und dadurch aus sich heraus existiert, die aber letztlich keine wirkliche Begründung hat. Damit möchte ich sagen, dass Kraftlosigkeit nur ein Zustand ist, der selbsterschaffen, ohnmächtig und selbstverschuldet entstanden ist. Keine Energie des Kosmos will von alleine kraftlos werden oder sein. Keine Wesenheit will in Kraftlosigkeit existieren. Existieren. Keine heilende Energie erwächst aus den Zuständen der Kraftlosigkeit. Doch letztlich bilden diese Möglichkeiten der Kraftlosigkeit die entscheidende Erlaubnis für die sich erheben wollenden Seelenenergien, aus der lichtvollen, kraftvollen Energie heraus zu dienen und zu helfen und dabei den kraftlosen Energien einerseits zu helfen und andererseits ihre eigenen Energien durch ihre Unterstützung zu heben und sich schließlich dadurch selbst zu reinigen. Daher ist die Kraftlosigkeit weniger etwas Negatives als etwas Notwendiges im Kosmos. Verwechselt die Kraftlosigkeit bitte dennoch nicht mit der Verbindungslosigkeit, denn das eine mag wie das andere wirken, doch berichte ich hier von der Kraftlosigkeit., die aufgrund verschuldeter eigener egoistischer Fehler verantwortlich ist für die Seele, die irrend und wirrend verweilt. Doch ich möchte etwas differenzierter werden. Die Kraftlosigkeit der Seelen basiert auf der Verunreinigung ihrer Energien. Das habt Ihr schon erfahren. Dass die Seelen reinigen können über das Helfen und Tun in heiliger Absicht, ist auch schon bekannt. Doch dass es Bereiche und Formen gibt, die aufgrund fehlerhafter Entscheidungen, egoistischer Entscheidungen und liebloser Entscheidungen eine beginnende Wechselwirkung erfahren, darüber habe ich noch nicht berichtet. Doch das möchte ich nun tun. Es ist eine Tat, die uns formt. Es sind die Gedanken, die uns formen. Und es sind die liebevollen Absichten dahinter. Doch wenn die Absichten, Taten und Gedanken nicht liebevoll sind, dann entstehen Resonanzen, die darauf reagieren. Wie eine Spinne, die ihre Spinnweben webt und die dieses Netz bewohnt. Doch das Netz, das der Mensch lieblos und negativ spinnt, beginnt dann auch lieblos und negativ für ihn zu werden. Das bedeutet, dass er täglich mehr und mehr Netz erzeugt, dieses Netz eine Verbindung hat, die ewig bestehen kann, doch nur die positiven und liebevollen Impulse des Menschen letztlich dieses negative Netz an Resonanzen und Reaktionen wieder ausgleichend umwandeln kann. Damit will ich sagen, dass es keine Einbahnstraße ist, so würdet Ihr sagen, die wir beschreiten, wenn wir den Weg der Seele gehen. Doch es braucht Bewusstsein und bewusste Entscheidungen, diesen Weg letztlich positiv zu beschreiten. Die Unbewegtheit und ihre endlose Kraft bedeutet, dass der Mensch die Formen erschafft, die ihm letztlich Kraft rauben. Und hier schließt sich der Kreis. Denn wenn ein Mensch eingebettet in ein Netz aus negativen Reaktionen und Aktionen, die er alles selbst verursacht hat, fest verankert lebt, unbewusst, und keine Verbindung der Seelen zueinander lebendig erkannt habend, dann beginnt dieses Konstrukt, das letztlich Teil eurer verunreinigten Wahrnehmung ist, der Seele Kraft zu rauben. Damit will ich sagen, dass es ausschließlich die Unbewusstheit und damit das Ego und damit die egoistischen Entscheidungen sind, die es verursachen, dass die Seele Kraft verliert.
Aber warum verliert sie dabei Kraft?
Die Antwort ist nach alledem, was Ihr bereits erfahren habt, relativ nah und einfach. Doch ich gebe sie euch gerne noch einmal: Die Seele will erweitern, die Seele will blühen, will leben wie ein Vogel, der die Flügel ausbreitet. Die egoistischen Entscheidungen wollen dies auch. Doch eingebunden in menschliche Gesetze und Formen vergisst der Mensch die übergeordnete Existenz der Seelenkraft., die verschieden wahrnimmt. Damit will ich sagen, dass sie unterschiedliche Entscheidungen treffen würden: das Ego, das sich am Einzelnen orientiert, Entscheidungen mit dem Ziel der eigenen Fülle generiert und trifft, und die Seele, die sich allgemein orientiert, mit dem Ziel der seelischen Fülle des Kosmos reagiert und entscheidet. Beides zusammen kann nicht funktionieren. Daher verliert die Seele, die letztlich keinerlei Gehör bekommt, die Kraft, dann zu wachsen und zu erweitern, wenn sie es eigentlich müsste. Doch in diesem Moment wächst das Ego. Dann beginnt die Seele, sich ein Nest zu erschaffen, das sie bewohnt, doch verschlossen bleibt für die Kräfte des Menschen. Wer das Ego lebt und keinerlei Erkenntnis über die seelischen Existenzen lebt und diese Verbindung befruchtet, lebt also einen begonnenen Weg der Bewusstlosigkeit der Seele. Diese Bewusstlosigkeit nimmt euch Kraft und lässt euch glauben, diese durch egoistische und anders orientierte Entscheidungen auf unterschiedliche Weise wiederzugewinnen. Dann beginnen Nebenschauplätze, die Krankheit, Leid und Verzweiflung verursachen. Denn weiter wird die Kraft im Außen gesucht, die einem verloren gegangen ist. Doch niemand beginnt dabei zu realisieren, dass die Kraft im Inneren liegt und schläft.
Lieber Freund der Indianer, das bringt mich auf zwei Fragen. Einerseits ist es ja nicht so, dass alle Menschen den Weg der Seele dann nicht gehen, sondern viele erkennen, dass sagen wir mal einige, erkennen, zum Beispiel über das Leid oder unbewusste Taten und ihre Resonanzen, dass es den seelischen Weg auch gibt. Leider viele erst nach dem Leiden, aber gut, immerhin.
Das ist richtig. Doch wenn du die Verantwortung den Menschen nahelegen willst, dann brauche ich mehr ermahnende Worte als diese. Es gibt einige Menschen, die sich damit beschäftigen, Doch du weißt selbst über deine Aktivitäten, wie wenige es letztlich sind.
Ja, das stimmt leider. Vor allem heißt, diesen Weg zu beschreiten, nicht gleichzeitig das Ego und seine Entscheidungen abgelegt zu haben. Man ist ja immer noch ein Mix. Es geht nicht gänzlich, den Schalter umzulegen.
Das ist genau das Problem. Denn wer den Weg der Seele beginnt, beschreitet ihn nicht gleich konsequent. Viele bleiben in verschiedenen Etappen stehen und leben dort das Ego.
Ja, leider hast du sehr recht, leider. Meine andere Frage war: Die Seele ist natürlich weiter Teil des Energiesystems und schläft ja im Körper und nistet sich dort wie eine Art ein, unbewusst. Von welcher Energie lebt dann dieser Mensch, der zum Teil ja mit einer eingenisteten Seele ist?
Die Frage ist sehr gut und wichtig. Danke dir dafür. Die Menschen, die nicht über die bewusste Verbindung durch ihre Seele mit der Quelle leben, bekommen ihre Energie aus der Natur und den Gedanken, die sie haben. Das beides ist aber etwas limitiert. Denn wer nicht in die Natur kommt, der verliert Kraft dadurch. Wer negative Gedanken schürt, der verliert Kraft dadurch. Doch selbst positive Gedanken bleiben letzten Endes nur Gedankenkraft. Das ist letztlich kein Vergleich mit der kosmischen Kraft, die aus der Verbindung mit der Seele kommt.
Der Korrektheit halber, weil ich ja weiß, wie manche, manche Dinge falsch verstehen können: Die Menschen sind ja weiter verbunden mit der Quelle, nur sind sie halt sehr schwach verbunden mit ihr, richtig?
Das ist richtig. Die Menschen sind natürlich verbunden durch die Seele mit der Quelle. Doch diese Verbindung ist sehr schwach. Wenn ich könnte, würde ich es euch aufzeichnen wie eine dünne Linie, die eine Verbindung in die kosmischen Kräfte bildet. Doch die eigentliche Form dieser Linie wäre eine breite und lichtvolle Linie. Wenn du dir eine ungefähre Vorstellung machen möchtest, wie unterschiedlich diese Verbindungen sind, dann stelle dir vor, dass du einen Menschen als Zeichnung auf ein Papier machst, dem du dann eine dünne, feine Linie mit einem Bleistift zeichnest. Das ist die Verbindung, die die Menschen normalerweise haben, wenn sie unbewusst handeln und egoistisch vollständig empfinden. Dann nimmst du deine Hand und malst die Striche an den Rändern deiner Hand. Dann siehst du, wie breit die Linie sein könnte in ihrem besten Potenzial. Diese Verbindung ist um so ein Vielfaches größer, stärker, kraftvoller und wirkungsvoller, dass fast nicht zu beschreiben ist, wie lebensunwürdig die Menschen leben, wenn sie sich für den Weg des Egos entschieden haben. Doch lass mich nicht zu sehr in der Beschreibung des Egos verweilen. Es ist Teil des Weges des Menschseins, das Ego nun einmal als Teil Eures Geistes entwickeln zu können und zu überwinden und zu einem Werkzeug zu machen. Nicht aber das Werkzeug des Egos zu werden. Das ist die Hausaufgabe des Menschen.
Lieber Freund der Indianer, ich kann dich verstehen und ich danke dir sehr für das Bild. Das hast du ganz toll gezeichnet, weil es einem wirklich ein Gefühl von der Brisanz dieser Kraftzustände gibt. Aber kann man wirklich sagen, dass es nur das Ego ist, das die Kraftlosigkeit verursacht?
Ja.
Wow, okay. Das heißt letzten Endes, wenn wir in einer Gesellschaft leben, die keinerlei seelische Werte übermittelt, wir natürlich die ganze Zeit daran arbeiten, dass diese kräftige Kräfte, also die seelischen Kräfte, weniger werden.
Das genau ist die Problematik. Denn ihr lehrt und übermittelt keinerlei seelische Werte und werdet dadurch keineswegs geschult oder bewusst gelehrt, dass und wie dies in Zusammenhang mit eurer Kraft steht. Das bedeutet, dass ihr letztlich vom Beginn eures Lebens an darin eingebettet ein Leben lebt, in dem ihr nur verlieren könnt. Im Sinne von Energie verlieren könnt. Es ist ein Verlust an seelischer Kraft, die bei der Geburt noch vollkommen vorhanden ist. Doch mit jedem Tag, mit dem das Ego blüht, verliert die Seele Kraft.
Huija, das haben wir nun verstanden, und das hast du wirklich ganz, ganz toll erklärt. Die meisten Menschen würden jetzt sagen: Na ja gut, es gibt ja die Religionen. Ich muss ein bisschen auf dieses Thema lenken, denn sie brüsten sich alle damit, dass sie die Verbindung zu Gott, zu den göttlichen Kräften und so weiter herstellen, und sie leben und sie lehren. Ich frage aus einem ganz bestimmten Grund ganz bewusst in diese Richtung, weil ich in diesen Institutionen keinerlei Menschen kenne oder jemals gesehen habe, die diese Kraft haben, von der du gerade berichtest, sondern sie wirken eher blass, fahl und eben kraftlos auf eine gewisse Art und Weise. Ich empfinde sie kraftlos, weil sie schwer zu beschreiben, aber wie leblos wirken. Leblos, ja, das ist das richtige Wort. Bitte, was kannst du mir dazu sagen? Wir reden ja schließlich von den Religionen dieser Welt.
Das, liebe Sylvia Leifheit, ist die härteste Prüfung eures Egos. Denn gerade diese Maske zu erkennen und als solche zu verbannen, wäre die letzte Prüfung des Egos. Denn es beginnt bei den Menschen, die diese Lehren verbreiten. Wer sie sich genau anschaut und deren Leben genau betrachtet, wird keinerlei Freude, Liebe und Weisheit finden. Denn sie leben alle ihre Kraft des Egos. Und das mag unbeschreiblich blasphemisch klingen, doch ich möchte die Aufmerksamkeit der Menschen, die diese Worte hier lesen, etwas in die Formen lenken, die euch umgeben. Liebe Menschen, betrachtet die Menschen, die diese Lehren verbreiten, betrachtet sie ganz genau. Lehren als Floskeln, die keineswegs die Verbindung der Seele wirklich leben, verbreiten letztlich nur Angst und Negativität. Die Institution der Kirchen, und damit alle verbundenen Institutionen bereiten dabei den bekanntesten Weg. Eine andere lieblose Form der egoistischen Verbreitung von Lehren ist die des Islam, der die Freiheit der Seele keineswegs verbreitet. Im Gegenteil, er verbietet Freude, er verbietet Lachen, er verbietet Blühen der Seele. All dies und auch noch andere Religionen wie die des Buddhismus, der Lehren verbreitet, die weise klingen, doch letztlich keinerlei Freiheit erlauben, besonders wenn es um die ausgleichende Energie der Weiblichkeit geht. Alle diese Religionen, wie ihr sie nennt, die Menschen nicht befreien, sondern Enge verbreiten, sie fördern das Ego. Letztlich fördern sie das Ego und keineswegs die seelische Kraft.
Lieber Freund der Indianer, dann bitte lass uns gleich hier den Moment nutzen und beschreibe mir, was können die Menschen tun, abgesehen davon, dass sie nicht mehr zu den Religionen hinschauen zu den Religionen unserer Welt und sie in keinster Weise mehr, diese Religion, fördern. Was können sie tun, um ihre seelische Kraft wieder zu stärken?
Ach, das ist eine wunderschöne Frage, Liebes. Die Kraft, meine lieben Menschen, die ihr sucht, liegt in euch. Es braucht vielleicht einige Zeit, doch es ist möglich, dass ihr zu Kräften kommt, wie ihr sie noch nie vermuten könnt.— Die einzelnen Schritte dorthin bedürfen Liebe und Achtsamkeit, Respekt und Verantwortung. Das ist alles.
Ich muss ein bisschen nachhaken. Es ist zu wenig, wenn wir den Menschen nur sagen, dass sie liebevoll, respektvoll, achtsam und so weiter sein sollen und diese Dinge, die du genannt hast, leben. Wie können sie diesen Weg gehen? Bitte gib uns etwas mehr Handfestes. Gib uns etwas, was wir Schritt für Schritt tun können.
Die Beschreibung des Weges der täglichen Reinigung haben wir bereits getan. Dies ist der erste Weg. Denn nur wer reinigt, verändert seine Wahrnehmung. Und über diese Wahrnehmung bekommt er die richtigen Impulse. Doch möchte ich auch dazu aufrufen, die Verbindung zur Quelle zu beschreiten, indem ihr täglich die Sonne anbetet. Und ihre Verbindung sucht. Lebt einfach die Verbindung zu ihr und stellt euch vor, dass es die Quelle ist. Dann beginnt eine bewusste Öffnung eurer Kanäle, und durch diese Kanäle der Energie fließt dann tatsächlich mehr Energie. Doch es ist nicht nur das Sonnenlicht, es ist dann auch die kosmische Kraft. Diese Kraft wird wie in einem Speicher in euch aufgenommen, und die Seele beginnt zu wachsen. Daraufhin werden sich neue Erkenntnisse einstellen und werden euch eure Ängste vorführen, die ihr bitte, bitte überwindet. Die Angst ist keine kosmische Kraft. Vergesst das bitte nie. Wann immer ihr Ängste beginnt zu erfahren und sie beginnen sich zu zeigen, Dann betrachtet diese, versucht zu reflektieren und begreift, woher sie kommen, und verändert die Wahrnehmung dieser Ängste. Ich möchte euch ein Beispiel geben. Du kennst die Angst, dunkle Räume zu betreten.
Ja, diese Angst.
Dann beschreibe ich dir, was geschieht, wenn du Bewusstsein beginnst zu empfinden. Eure Wahrnehmung kann auch in dunklen Räumen sehen. Damit meine ich, dass Du nach einer gewissen Zeit durch Deine Augen und ihre Rezeptoren die Dunkelheit ein wenig besser als etwas Strukturelles erkennen kannst. Du kannst auch noch in der Nacht die letzten lichtvollen Strahlen nutzen, um in dunklen Räumen zu erkennen, wo Du begehbare Wege findest. Dies ist ungefähr, was passiert, wenn der Mensch beginnt, den Weg der Seele zu beschreiten. Er beginnt, sich seiner eigentlichen Werkzeuge bewusst zu werden und über diese inneren Werkzeuge die vorherige Dunkelheit lichtvoll zu machen. Das dauert etwas und braucht Geduld, doch es ist letztlich das, was geschieht. Das Ende dieses Weges bedeutet, dass der Raum nicht mehr dunkel wahrgenommen wird, sondern als lichtdurchfluteter Raum wahrgenommen wird. Die Dunkelheit ist nur die Unbewusstheit. Doch mit jedem Tag, mit dem ihr Bewusstsein schafft und lebt, wird es etwas heller.
Das ist ein schönes Bild, und ich glaube, damit kann jeder etwas anfangen. Kann es also sein, dass Seelen auf die Erde kommen und der jeweilige Mensch entwickelt ein unglaubliches Ego und seine Seelenkraft kann ein Leben lang nicht blühen?
Ja, leider.
Wow, und was passiert dann mit den Seelen, die so kraftlos im Leben existiert haben?
Diese Kraftlosigkeit bleibt bestehen. Das ist leider die größere Problematik. Denn wenn Ihr Zeit des Lebens versuchen konntet, über das Ego Kraft zu erfahren, so habt Ihr Eurer Seele Kraft genommen, die Ihr nach dem Ableben nicht wirklich wiederfinden könnt. Denn das Problem des Übergangs ist nicht, dass ihr euch erweitert, sondern ihr behaltet den Zustand, den ihr im Sterbeprozess habt.
Okay, darüber werden wir sicher ein andermal noch intensiver reden, richtig?
Richtig.
Das heißt, eine Seele verliert im Laufe des Lebens ihre Kraft und behält dann diesen Zustand im Übergang bei. Sie behält den Zustand also auch in der Zwischenwelt, richtig?
So ist es.
Ist denn Zwischenwelt der richtige Begriff?
Das ist nicht wichtig. Doch wenn du es so nennen magst, nenne es Zwischenwelt. Doch es ist letztlich die erste Welt.
Ah, okay, ich weiß, was du meinst. Gut, also sie behalten ihre schwache Kraft in der ersten Welt, und dann?
Dann beginnen sie von vorne. Die Seele versucht, sich als Kraft in einen Körper zu inkarnieren. Dort möchte sie wachsen. Doch vielleicht erfährt sie erneut, dass das Ego über die Seele regiert, und dann beginnt der Weg von vorne mit der Potenz, noch mehr Negativität, noch mehr problematische Verbindungen, Reaktionen und Aktionen in diesem Netz zu vollziehen.
Ach toll, das heißt, wenn ein Mensch über viele, viele Leben unbewusst war, dann hat er ja ein riesiges Netz an verunreinigten Reaktionen und Aktionen erschaffen. Das ist ja Wahnsinn, das auflösen zu können, es sieht wie unmöglich aus.
Sylvia, das ist nicht Wahnsinn, Liebes, das ist kosmische Gesetzmäßigkeit. Wer sich für diesen Weg entscheidet, muss die Konsequenzen nun einmal leben und ausgleichen.
Weil wir gerade beim Ausgleich sind: Kann ein Mensch, der viele Leben so gelebt hat und ein unglaublich großes Netz an Verbindungen der Negativität erschaffen hat, in einem Leben das alles wiedergutmachen, hat er Chancen dazu?
Das ist ohne Wertung, Liebes. Die eigenen Impulse und Kräfte bestehen unendlich, und ich kann dies nicht beurteilen. Wer diese Wege vollzogen hat, hat aber auch die Möglichkeit, diese wieder zu berichtigen. In welcher Geschwindigkeit er das tut,— ist nicht einsichtig für mich.
Okay. Ich denke, es liegt an der Bereitschaft, an der Absicht und an der Kraft dahinter. Und wenn jemand wirklich bewusst diesen Weg geht, dann kann er da vielleicht schon ganz viel machen. Würdest du das Kloster als eine Instanz befürworten, in der ein Mensch so etwas schnell korrigieren oder ausgleichen kann?
Ja, das kann es. Doch ein Kloster selbst sehe ich nicht als befreiend an. Es braucht befreiende, ausgleichende und liebevolle Impulse. Wie soll ein Mensch in einem Kloster, das ausschließlich enge lebt, befreiende Impulse erfahren?
Naja, er kann für sich Befreiung erfahren in so einem Kloster, oder?
Das kann er. Doch nur wenn er Weite und Liebe in der Weite erfährt, weitert sich auch die Seele. Die Reinigung der Seele in solch einer Instanz ist meiner Meinung nach nicht wirklich weit. Es ist möglich, doch es ist nicht weit möglich. Die Weite ist doch der seelische Faktor. Die Menschen, die diesen Weg beschreiten, die seelische Befreiung suchen, sollten andere Wege gehen. Den Weg der eigenen Entfaltung in alle Richtungen, doch vor allem und ausschließlich in liebevolle Richtungen. Wo, wie und wann er das tut, ist völlig frei von Form. Das seelische Kloster, den von Dir so benannten Inneren Tempel könnt ihr euch erschaffen, in euch. Doch die Weite der Taten, die ihr tut, sollte außerhalb in dieser Form vollzogen werden.
Aber es kann doch Menschen geben, die zum Beispiel in ein Kloster gehen und von dort aus Bücher schreiben. Das ist doch dann auch eine Art Weite, oder? Weil sie ja weit streuen.
Ja, das ist es. Doch letztlich hat die Seele wieder keine Weite erfahren. Sie hat Weite gegeben, aber keine Weite erfahren. Verstehst du das? Es geht doch darum, dass die Seele Weite erfährt.
Okay, ich geb auf. Ich wollte nur das Bild, dass die Menschen Klöster erschaffen und in ein Kloster gehen, wo sie die großen Erkenntnisse haben, mit ins Spiel bringen.
Das Kloster ist richtig für einen Teil des Weges, doch nicht meine universelle Empfehlung. Kannst du damit leben?
Ja, ich verstehe. Das heißt, die Form, die die Menschen leben, in der sie einfach nur Mensch sind, Gutes tun und dabei seelisch wachsen wollen, das ist die beste Form, richtig?
Das ist sie, solange sie kein Leid verursacht.
Gut, das ist natürlich schwer, wenn man eingebunden ist in menschliche Formen. Doch es ist möglich, gell?
Absolut.
Okay, lieber Freund der Indianer, ich finde, du hast das wieder mal grandios beschrieben, wie Kraftlosigkeit Teil des Menschseins Einfach ist und was sie bedeutet, was sie verursacht. Möchtest du dazu noch etwas sagen?
Nicht an dieser Stelle.
Dann bitte berichte mir, worüber berichtest du als Nächstes?
Ich würde sehr gerne zu euch, liebe Menschen, über das Wichtigste sprechen, das ihr erfahren könnt. Über das Leben.
Danke, Lieber.
Danke, Sylvia Leifheitheit.
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