Salomon - Die Ohnmacht des Seins

In this German‑language podcast episode of Sylvia Leifheit’s series “Gespräche mit dem Universum”, Sylvia introduces her near‑death‑experience‑derived ability to communicate with subtle cosmic planes and then engages in a dialogue with a voice called Salomon. The conversation centers on the concept of “Ohnmacht” (powerlessness) that accompanies the process of getting to know another person’s true soul. Salomon explains that this period of uncertainty can last weeks, months, or even a lifetime, and that it is especially hazardous for people who are highly needy because mis‑judgments drain the soul’s energy. The dialogue explores the interplay between soul‑energy (long‑lasting, steady) and ego‑energy (short, intense), using metaphors such as a river versus a builder. Salomon suggests that conscious observation of the other’s impulses and reflective self‑inquiry can shorten the Ohnmacht phase, allowing a quicker discernment of a person’s soul‑truth. The episode concludes with a reminder to use encounters as opportunities for self‑knowledge and announces the next topic, “Die Kunst des Wartens”.
Chapters
Liebe Mensch, geliebte Seele, ich begrüße dich zu meiner Podcastreihe Gespräche mit dem Universum. Seit einem Nahtoderlebnis habe ich die Gabe, mit feinstofflichen Ebenen des Kosmos zu kommunizieren. Das Wissen aus diesen für uns unsichtbaren Energieformen halte ich in meinen Büchern fest. Und es ist mir jetzt hier eine große Freude, Dir dieses Wissen, diese Gespräche als Ergänzung zu den Büchern zusätzlich nahezubringen. Lieber Salomon, Wir sind bereit zu hören, was Du über die Ohnmacht des Lebens zu sagen hast.
Ja, das Leben wird durch verschiedenste Dinge bestimmt und geleitet, doch nicht alle sind über den freien Willen lenkbar. Das Besondere im Leben als Mensch ist, die Verbindungen in die unterschiedlichen Ebenen von Menschen zu verstehen. Einerseits bekommt der Mensch die Möglichkeit, Freunde zu gewinnen, doch andererseits begegnet er Menschen, die ihm schaden wollen. Eine besondere Aufgabe auf dieser Reise wird es immer sein, die unterschiedlichen Charaktere einer Seele zu erkennen, ohne die Wahrheit dieses Menschen zu kennen. Das Wirken als Mensch ist also immer auch von der Ungewissheit, des falschen Beurteilens geprägt. Du kannst einen Menschen nicht so schnell kennenlernen, dass du sofort seine Seelenwahrheit kennst. Du musst ihn erst über viele Wochen oder Monate gar verstehen lernen. Diese Zeit ist auf gewisse Art und Weise die Zeit einer Ohnmacht, denn ihr alle seid dabei in gleicher wenn gar aus unterschiedlichen Bedürfnissen heraus, aber in gleicher Position. Die Menschen, die viel Bedürftigkeit erleben, sind in größerer Gefahr als diejenigen, die weniger bedürftig sind, denn durch diese Bedürftigkeit ist die Ohnmacht der Ungewissheit mehr eine Gefahr im gewissen Sinne als für die weniger Bedürftigen. Gefahr— weil man sich täuscht, weil man sich verirrt und über die Hoffnung viel Kraft gibt. Wird diese Kraft nicht erwidert, weil man sich völlig getäuscht hat, so ist dies eine Gefahr, denn das Kraftpotential der Seele verschwindet dabei.
Gibt es nicht irgendetwas, das man den Menschen noch mitgeben kann, damit sie durch diese Ohnmacht weniger in Gefahr sind?
Nein, weil dies eine logische Konsequenz des Lebens auf der Erde ist. Alle Seelen schwingen, aber die körperlichen Instinkte und Impulse überdecken dies. Die Zeit, in der Ihr herausfindet, ob eine Seele die Resonanz mit Eurer eingeht, wird immer auch Teil des Lebens sein. Wenn Ihr durch Befragen oder mehrere Impulse austauschen, Leben und Verwirklichen dies beschleunigen wollt, so ist dies dennoch möglich. Aber die Zeit einer Ohnmacht der Seele dem Ego gegenüber wird immer bleiben, egal wie kurz oder wie lang. Diese Zeit ist unumgänglich. Eine wichtige Botschaft an Euch alle, da diese Erkenntnis die Haltung in Euch formen kann, durch diese Zeit des Kennenlernens anders zu gehen, vorsichtiger und doch noch wachsamer. Denn wenn Ihr lauscht, was die Impulse des Anderen für Eure Idee bedeuten, dann erfahrt Ihr etwas schneller die Wahrheit, dieser Seelenkraft.
Aber ist das wirklich die Seelenkraft? Ist das nicht das Ego dahinter?
Ja, das meine ich, wenn ich das so sage. Denn selbst wenn jemand mehr das Ego sprechen lässt, so ist dies die Seelenwahrheit.
Ah, ich verstehe.
Du kannst das auch bildlich beschreiben: Sehr wenige Menschen reflektieren, wer sie wirklich sind. Sie wissen es gar nicht. Diejenigen, die es wissen, leben anders. Sie fordern anders, sie entscheiden anders. Diejenigen, die langsam, gemächlich und wenig impulsiv handeln, sind meist sehr mit der Seele verbunden. Das Ego treibt euch zu Übersprung, Hast, Eile und Ruhelosigkeit.
Aber ich kenne auch Menschen, die sind sehr langsam, ruhig und bedacht, aber sie schaffen in ihrem Leben gar nichts. Ist das tatsächlich das, was die Seelen wollen?
Das ist doch ohne Wertung. Wenn ein Mensch, die Seele in ihm, das Leben als Lebenserfahrung ohne große Schaffenskraft erfahren will, dann ist das nun mal so. Aber selbst wenn er einen kleinen Impuls der Seele durchlebt, so wird er ihn anders geben als derjenige, der mit dem Ego verhaftet ist. Wenn du dir vorstellst, dass die Kraft der Seele mit der Kraft des Körpers verbunden wirkt, so wird alles klar, wenn du verstanden hast, dass die Seele keine Eile kennt. Sondern nur die konzentrierte Kraft auf etwas. Wenn die Impulse des Egos in dem Körper die Impulse lenken, so tun sie dies schneller, lebendiger und kraftvoller als die Seelen, doch letztlich wirken die Seelen länger, intensiver und dadurch letztlich kraftvoller. Ich kann dies ganz kurz zusammenfassen in: Die Energie des Körpers ist kurz und sehr kraftvoll. Die Kraft der Seele ist langanhaltend und sehr viel kraftvoller.
Ah, das eine ist ein Bildhauer und das andere ist ein Fluss, der sich langsam in den Stein frisst. Kann man das so in der Art sagen?
Ich finde dieses Bild nicht so sehr gelungen. Weil wir gestern diesen Bildhauer auch schon verwendet haben. Nutze doch lieber den Baumeister, der ein Haus baut. Sein Haus wird sehr viel vergänglicher sein als der Fluss, den du gerade als Beispiel nanntest.
Danke, ja, du hast recht, ich versteh's jetzt. Bitte sprich weiter.
Sehr gerne. Eine wenig beachtete Komponente der Menschen war schon immer diese menschliche Problematik des Wissens Wissens um die Seelenwahrheit und der Täuschung. Wer diese Formel kennt, der kann die ersten Monate des Zusammentreffens der Menschen anders angehen, anders deuten, anders betrachten.
Aber bei manchen sind es Jahre, vielleicht sogar ein ganzes Leben, in dem man sich getäuscht hat. Kann man hier wirklich von einigen Monaten sprechen?
Du sprichst die Zeit der Ohnmacht als die Komponente an, die tatsächlich keinerlei Zeitmaß kennt.
Eben.
Es sind nicht immer Monate. Du hast durchaus recht. Es können auch lebenslange Verbindungen sein, die immer noch keine wirkliche Seelen-Wahrheit erlebt haben. Dennoch möchte ich das Potential der Verkürzung dieser Ohnmacht benennen. Die Menschen, die sehr bewusst diese Lebensformel kennen, können über die bewusste Betrachtung des Gegenübers in wenigen Monaten diese Antworten bekommen, welche so manch anderer ohne die Erkenntnis über diese Ohnmachtszeit ein Leben lang nicht findet. Daher, bitte, verstehe die Zeitangabe nicht als Pauschalmaß, sondern als das Potenzial dieser Zeit der Ohnmacht. Es geht nicht in einem Tag, es geht nicht in einer Woche, es geht allenfalls in ein paar Monaten oder Jahren.
Ich verstehe, das hast du schön erklärt.
Wenn die Menschen dies verstehen, begeben sie sich in die Begegnungen mit neuen Menschen in einer anderen Haltung, als dies vorher der Fall war. Nutzt diese Zeit des Kennenlernens auch, um euch selbst noch ein Stückchen mehr kennenzulernen. Wer oder was in euch sucht die Antworten? Ah. Reflektiert darüber. Schaut Euch selbst genauer an, wie Ihr auf was reagiert. Wenn Ihr etwas beobachtet, das sehr viel Unwohlsein hervorruft bei der Begegnung mit dem neuen Menschen, so betrachtet dieses Gefühl in Euch genauer. Dieser Weg ist also immer auch eine weitere Reise zu sich selbst.— Das ist schön so, und das ist gut so. Lebt diese Spiegel des Begegnens noch bewusster und intensiver, dann lernt Ihr erneut auch noch mehr über Euch Selbst kennen.
Das habe ich verstanden. Möchtest Du denn noch etwas dazu sagen?
Nein.
Was ist dann unser nächstes Thema?
Die Kunst des Wartens.
Aha, okay, dann sprechen wir morgen über die Kunst des Wartens.
Gerne.
Danke dir vielmals, Lieber.
Ich danke dir, Sylvia Leifheitheit.
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