Familienbetrieb, Social Media & Nachfolge im Gerüstbau | Der Mutmacher #32 mit Chiara Arnold

German interview (Der Mutmacher #32) with Chiara Arnold (28) of Arnold Gerüstbau GmbH in the Stuttgart area. Chiara describes her office role covering marketing, project coordination, planning and billing; the company is a family business (~25 employees) focused on municipal, contractor and private clients. They use Instagram primarily for recruiting and employer branding and have two employees acting as brand ambassadors. The firm is not seeking rapid headcount growth; current priorities are staff development, apprenticeship recruitment and a careful succession/handover (father plans to step back and reduce hours). They are adopting a new scaffold system (Leier / AGS). Chiara reports one current apprentice, aims to recruit more (targeting two new apprentices this year), is starting a two-year "Fachfrau für den Gerüstbau" qualification, and values Bundesinnung membership (approx. 7 years) and networking. Personal notes: Chiara works since ~5 years at the company, enjoys walking her dog, handball and skiing. The episode touches operational constraints (rostering, no-shows, tight Rohbau deadlines), coaching for handover, and basic business practices like post-calculation and KPI awareness.
Questions this video answers
28 years old.
About 25 employees.
One current apprentice.
She aims to recruit two new apprentices this year (target to reach ~3–5 apprentices including planned hires).
About five years.
Chapters
Herzlich willkommen zu Walter Stuber, der Mutmacher im Gespräch. Herzlich willkommen zum Mutmacher Podcast Gerüstbauer mit Kader Arnold. Ich darf dich herzlich begrüßen heute. Du hast es sicher gut vorbereitet und die Fragen gelesen und du darfst dich jetzt mal vorstellen.
Hallo erstmal, vielen Dank, damit ich hier dran teilnehmen darf. Ich bin die Chiara arnold, ich bin 28 Jahre alt, ich bin jetzt seit fünf Jahren bei uns im Unternehmen. Wir sind die Arnold Gerüffsbau GmbH und sind im Raum Stuttgart vertreten.
Was machst du genau im Unternehmen oder für was bist du zuständig?
Gut, also meine Aufgaben liegen im Büro. So wie man es kennt, gibt es da jetzt nicht die einzelnen Abteilungen, die ich betreue, sondern es ist schon so dieses Gesamtheitliche, egal ob das jetzt Marketing ist, die Projekte zu verwalten, also von der Anfrage bis zur Abrechnung. Also da kommen ja immer so viele Sachen dazu, oder Egal, ob das jetzt bei uns die Planung ist, wie wir unsere Teams einplanen, die Baustellenkoordination, also eigentlich im Endeffekt alles.
Letzte Woche hatte ich eine Teilnehmerin, die geht auch noch ab und zu mit auf die Baustelle. Bist du auch dabei? Ne?
Also wenn mein Vater Komm, wir müssen mal kurz ein fahrbares Gerüst aufbauen, dann mache ich das natürlich, aber sonst nicht.
War das jetzt immer dein Traumberuf, jetzt im Gerüstbau im Büro zu arbeiten oder hattest du mal im Leben einen anderen Traumberuf?
Also bei mir, also bei uns muss man ja sagen, wir sind vier Familienmitglieder bei uns mit in der Firma und bei meinem Bruder war das schon von Anfang an so klar. Der hat das damals dann auch gelernt, hat dann seinen Kolonnenführer gemacht, hat jetzt vor zwei Jahren seinen Meister gemacht. Aber bei mir war es eigentlich nicht vorgeplant, damit ich mit ins Unternehmen einsteige. Aber ich habe dann nach meinem Fachabi, habe ich Management und Vertrieb studiert und dann kam Corona Zeit und dann war halt, als ich fertig war und da war es halt dann extrem schwierig, jetzt irgendwie jetzt einen Beruf oder einen Job zu bekommen. Und damals hatten wir dann die Überlegung, gut, Management und Vertrieb kann man auch bei uns, wir probieren das mal. Und seitdem habe ich es nicht einmal bereut.
Wieso dein Start in den Tag? Was begeistert dich denn überhaupt Oder was begeistert dich in der Früh aufzustehen und zu sagen, okay, jetzt muss ich ins.
Büro gehen Gut, also morgens habe ich eigentlich nie, also mir geht es nie so, dass ich jetzt sage, oh Gott, jetzt heute schon wieder den ganzen Tag ins Geschäft und also ich gehe jeden Morgen gerne ins Geschäft. Ich finde, also bei mir startet der Tag normalerweise immer, Ich gehe morgens erstmal mit dem Hund spazieren und danach starte ich im Büro durch und aber ich habe jetzt nie, also ich gehe jetzt nie ungern ins Geschäft. Also das habe ich nie.
Jetzt verfolgt ihr sicher eine Vision in der Firma. Ich hatte eine Teilnehmerin, die schon eine Zeit lang her, die ist aus der Gegend von Kassel gekommen, die hat gesagt, wir wollen also hier am Standort uns verdoppeln in der Anzahl der Mitarbeiter. Also wir wollen am Ende 30 Mitarbeiter haben. Jetzt seid ihr natürlich in einer Region, wo es ganz viele Gerüstbauer gibt und viele große Gerüstbaubetriebe. Wie groß seid ihr und wie ist denn euer Wachstum oder wo wollt ihr denn vom Wachstum noch her?
Wir sind jetzt gerade um die 25 Mitarbeiter aktuell und also geplant ist jetzt wirklich nicht erstmal, dass wir größer werden. Wir sind eigentlich gerade zufrieden mit unserer Größe. Bei uns steht jetzt eher, die Vision steht eher darin, jetzt erstmal diesen ganzen Nachfolgeprozess gut zu überstehen und wir setzen jetzt gerade eher drauf, damit wir unsere Mitarbeiter eher weiterentwickeln und qualifizieren wie jetzt arg viel, um noch größer zu wachsen.
Wenn du sagst, ihr wollt eure Mitarbeiter qualifizieren, in welche Richtung wollt ihr die qualifizieren?
Gut, wir schöpfen halt jetzt gerade wirklich alles aus. Also wenn jetzt bei uns, also wir haben jetzt nicht so viel gelernte Gerüstbauer, aber wir haben sehr viele, die schon lang bei uns im Betrieb sind Und da gucken wir halt jetzt gerade wirklich, dass sobald die jetzt viertes Jahr als Gerüstbauer bei uns absolviert haben, dass wir die dann gleich zum Fortbildungskurs schicken. Also da gucken wir gerade wirklich, dass wir da vorankommen mit unseren eigenen Mitarbeitern.
Jetzt ist, wenn man die Region anschaut, eine große Dichte an Gerüstbauunternehmen, auch mit einer hohen Anzahl von Mitarbeitern. Wo würdest du sagen, habt ihr heute euren Markt?
Also wir sind sehr viel, also wir machen viel für die Stadt, da sind wir ziemlich viel mit drin. Wir haben viel Bauunternehmer, Kunden bei denen, wo wir auch sehr viel mit drin sind. Also schon unsere Stammkunden sind, machen viel für Privat, machen wir auch, aber schon eher so Also wir sind schon so privat Bauunternehmer und für die Stadt, wo wir unsere Haupt.
Da habe ich ja bei einem Hersteller gelernt, das hast du mal mitbekommen.
Ja, bei der Firma Leier.
Firma Leier. Und die hat mir gesagt, ich soll nicht immer fragen, mit welchem Gerüstsystem arbeitet ihr?
Aber wir sind bei der Firma Leier explizit. Wir sind bei der Firma Leier, sind jetzt auch gerade dran. Also haben jetzt auch schon die ersten Baustellen mit dem neuen System, mit dem AGS sind wir jetzt gerade dran, dass wir da so langsam umstellen.
Was begeistert euch in dem Gerüstmaterial?
Gut, begeistern ist schwierig. Also unsere Mitarbeiter sagen eher, dass es mehr Aufwand ist, aber halt einfach, dass es halt einfach sicherer ist und dass man keine PSA mehr, dass man nicht mehr zum Mitarbeiter zehnmal sagen muss, er muss die PSA tragen oder das MSG Gelände mitnehmen. Das ist halt schon entspannter, habe ich gesehen.
Ihr macht ganz viel Werbung auf Instagram. Was ist euer Ziel, warum ihr so stark dort Werbung macht?
Also wir sind hauptsächlich haben wir angefangen damit, um Mitarbeiter zu gewinnen. Und da sind wir auf eine Firma gestoßen aus Hamburg und mit denen haben wir das dann auch gestartet. Und das Hauptziel war schon drin, um einfach Mitarbeiter zu gewinnen, weil ich sag mal, heutzutage muss man in Social Media präsent sein, weil die jungen Leute, die gucken nicht mehr in Zeitungen oder also das ist ja alles so schnelllebig und so haben wir dann gestartet. Und jetzt haben wir halt einfach gemerkt, okay, da kriegt man eine gewisse Reichweite, man wird präsent. Also mein Vater war letztes Jahr auf Sylt, da wurde er sogar drauf angesprochen und und ja, es macht Spaß. Unsere Mitarbeiter macht es auch Spaß, weil wir sind jetzt gerade auch dran oder zwei Mitarbeiter von unserem Unternehmen, die tun jetzt so eine Art Markenbotschafter für uns machen, wo man halt einfach sieht, wer ist Arnold, wie ist der Arbeitsablauf im Gerüstbau? Ja, und es macht einfach Spaß.
Habt ihr Auszubildende oder bildet ihr aus?
Ja, wir haben aus. Also wir haben gerade haben wir derzeit ein Azubi. Es war schade, wir hatten letztes Jahr hat ein neuer bei uns begonnen, aber der hat es dann auch nach drei, vier Wochen hat das dann auch hin. Nach drei Wochen hat er das dann leider auch hingeschmissen, weil es halt dann doch wieder eine Umstellung ist, weil die, also es ist schon schwierig die Jugend von heute weil klar die wohnen daheim die werden von zu Hause aus werden die einfach von ihren Eltern zu fürsorglich denke ich halt manchmal einfach oder nicht selbstständig und klar der war dann oder musste dann das erste Mal nach Weiderstadt gehen ja unsere Azubis und da sind die halt dann mal komplett auf sich gestellt und wenn das halt jetzt so ein junger Kerl ist wo jetzt von zu Hause kommt ja ist manchmal schwierig aber da haben wir auf jeden Fall dieses Jahr unseren Fokus gesetzt also unser Ziel dieses Jahr ist dass wir zwei neue Azubis bekommen wir haben schon drei.
Ziel ist fünf wir werden dieses Jahr das erste Mal im Lager jemanden einstellen ein Auszubildender ja okay sind die Chancen ganz gut so wie es jetzt momentan aussieht unterschreibt er auch also wir sind eigentlich nah dran okay wenn du jetzt mal so den Übergabeprozess wie alt ist dein Vater wenn ich fragen darf mein.
Vater wird jetzt nächste Woche 61 also.
Ist drei Jahre jünger wann hat er so die Phase wo er sagt okay jetzt möchte ich gehen oder rausgehen oder.
Wir haben wirklich also klar alleine ist es ja immer ein bisschen schwierig das so komplett alleine hinzubekommen wir haben da zwei ganz tolle Menschen bei uns an der Seite also wo von außen stehen kommen und die uns da unterstützen und wir hatten jetzt erst Anfang Februar hatten wir so einen Coaching da war mein Bruder mein Vater ich und die beiden waren dabei und da hatte mein Vater auch gesagt also nächstes Jahr möchte er jetzt nicht komplett zurücktreten also nicht komplett aussteigen aber er möchte auf jeden Fall kürzer treten und uns. Also uns machen lassen die Junge und also den Wunsch hat er auch und wir bekommen das auch hin also bin ich mir auch ganz sicher also ich.
Habe im plan 31. März 26 wer aber das verkürzen wäre 31. Dezember und werden meine geschäftsanteile ich habe 50 prozent vom unternehmen verkaufen andere Kinder habe und die will ich nicht schlechter stellen okay.
Und dann aber komplett raus komplett raus.
Komplett was Neues fangt schon was Neues an bereitet es gibt schon Vorbereitung wir haben auch jemand der uns coacht.
Aber.
Der Ingolf kriegt jede Woche ein Coaching Mitarbeiter zum Unternehmer okay Entwicklung dass man da wirklich schaut dass man da jeden coacht und dass da jeder weiß wo er dann am Schuss steht, dass man dann auch loslassen kann.
Ja klar, das finde ich auch. Also bei uns wird es aber auch so sein als mein Bruder, weil ich habe von vornherein schon gesagt, wo ich hier mit rein bin, habe ich von vornherein schon gesagt gehabt, dass ich keine Geschäftsanteile haben möchte. Also das war von vornherein klar, dass das mein Bruder bekommt. Aber wir haben es jetzt so geregelt, dass ich dann quasi die Führung im Büro übernehme und mein Bruder dann draußen. Und ja, aber ich finde es halt immer wichtig, dass man das wirklich, dass man da miteinander spricht und das ist schon wichtig.
Was waren jetzt seine, jetzt warst du jetzt Corona vor drei Jahren, Was war dann deine längste Urlaubszeit? Macht ihr Betriebsurlaub oder sagst, okay, ich darf mal drei Wochen weg, ohne dass ich fehle? Wie geht denn das?
Ne, also bei uns ist so, wir haben, wir haben über Weihnachten, Silvester haben wir zu, da haben wir meistens zwei, drei Wochen, je nachdem immer wie Weihnachten fällt, da haben wir komplett geschlossen Und im Sommer, also wir sind so aufgewachsen, wir gehen schon immer ein, wir gehen immer einmal im Sommer zusammen in Urlaub und einmal im Winter, aber dann halt immer nur eine Woche oder mal zehn Tage und sonst halt eher so kleine, also so mal ein langes Wochenende oder ja.
Bekommst du genügend Lob für deine Eltern?
Das ist immer schwierig zu sagen, bei Schwaben kennt man das ja, Aber ich sage jetzt mal für mich, also so wie ich jetzt das wahrnehme, nehme ich das jetzt gut, also nehme ich es als Lob an, sagen wir so.
Für was bist du so dankbar im Leben?
Also auf jeden Fall dankbar bin ich auf jeden Fall dafür, dass wir das hier alles so gut hinbekommen, dass man halt, weil man darf halt das auch nie so vergessen, dass das halt, also weil ich habe hier bei uns im Unternehmen angefangen und da war auch so ein, also der tut uns so ein bisschen so unser Unternehmen so ein bisschen beraten und mit ihm hatte ich auch vorab gesprochen, bevor ich oder bevor ich den Wunsch geäußert hatte, dass ich mit einsteigen möchte. Und dann haben wir uns dann, dann habe ich begonnen und dann nach einem dreiviertel Jahr saßen wir dann mit ihm zusammen zum Jahresabschluss und dann hat er uns mal gefragt, ob wir uns eigentlich mal Gedanken drüber gemacht hätten, dass das auch in die ganz andere Richtung gehen hätte können, weil es ist halt schon immer so, wenn Privat und geschäftliches, weil es wird halt dann doch irgendwie vermischt, auch wenn man es ein bisschen meiden möchte. Aber da bin ich sehr dankbar dafür, dass wir da so gut aufgestellt sind, wo wir da echt miteinander gut auskommen. Und ja, also ich bin einfach auch dankbar, dass mein Bruder und ich auch die Möglichkeit haben, so ein Unternehmen weiterführen zu dürfen. Ja.
Wenn du jetzt mal so, es gibt ja so Tage, wo die Mitarbeiter nicht immer kommen und sich ja in der Früh dann im Neuen erst krank melden und dann sagen, ja, ich bin noch acht Tage weg. Wie gehst du mit dem Stress um oder mit diesem Druck?
Also gut, ich sage jetzt mal morgens, wenn immer, also ich mache mit meinem Bruder, mache ich die Planung, also wenn es jetzt um Verschiebungen oder sowas geht oder die Termine einterminieren, das mache ich. Aber wenn jetzt morgens die Jungs auf die Baustelle geschickt werden, das macht immer mein Bruder und meine Aufgabe steht halt dann wieder drin, wenn wir das doch wieder nicht schaffen, weil jetzt wieder drei Mitarbeiter nicht gekommen sind, dann steht meine Aufgabe darin, dass ich dann die Kunden informiere und irgendwie eine Alternative finde. Aber da habe ich eigentlich ziemlich viel Spaß dabei. Also das nehme ich eigentlich nicht als Stress.
Ja, also ich bin schon viele Jahre aus dem operativen Geschäft raus, sollen andere erledigen in der Firma, aber auch immer genügend Luft, dass wir auch wenn noch jemand fehlt, von der Zeit herankommen. Wir lasten den Betrieb teilweise nur zu 70 Prozent aus und fahren nicht, also ganz selten fahren wir 100 prozent mit dem Gebäude.
Ja gut, bei uns ist halt schwierig, dadurch, dass wir halt viel auch für den Rohbau machen, ist es halt schwierig. Da kann man halt nicht sagen, wir kommen jetzt erst übermorgen, weil da steht ja dann wirklich die komplette Baustelle und also da schauen wir schon, dass wir schon gucken, dass wir da schon termingerecht kommen.
Wir kommen auch termingerecht auch einige Rohbaustellen noch im Fassadengerüstbau und wir haben unsere Kunden nur daran gewöhnt, dass sie eine Woche vorher sich melden und nicht einen Tag. Jetzt warst du im Damenseminar, Was hat das Damenseminar für dich gebracht bei der Bundesinnung?
Ja, da war ich vor genau vier Jahren, da habe ich frisch angefangen hier bei uns im Unternehmen und da bin ich dann mal die Seminare durch und dann habe ich gedacht, weil klar, ich bin vom Studium gekommen, ich kannte jetzt nicht so, was jetzt den Gerüstbau angeht und da bin ich damals dann nach Dortmund gegangen zu dem Dampfseminar und das hat mir sehr viel geholfen, weil egal ob das jetzt einfach mal diese Basics sind über den Gerüstbau oder einfach mal so mit anzupacken, dass man einfach mal sieht, was unsere Jungs da draußen der ganze Tag eigentlich machen und was das wirklich für eine körperliche Arbeit ist. Und ja, hat mir sehr viel geholfen.
Hast du jetzt nur ein Modul gemacht oder hast du jetzt alle Module durchgemacht?
Ne, ich habe nur dieses, also damals habe ich nur dieses Damenseminar gemacht, aber ich beginne jetzt, das geht jetzt übernächste Woche los. Also ich mache jetzt diese Fachfrau für das Gerüstbau. Das steht jetzt die nächsten zwei Jahre bei mir als Ziel.
Ja, jetzt, wie lange seid ihr schon in der Bundesinnung dabei, weißt du das?
Genau, also ich würde jetzt mal sagen, sieben Jahre würde ich jetzt mal schätzen, weil wir kommen ja ursprünglich aus dem Stuckateur und haben ja den Bereich komplett geschlossen. Aber ich glaube, bei der Innung sind wir seit sieben Jahren.
Was hat es euch jetzt über die Jahre gebracht?
Also ich finde, der größte Vorteil liegt bei der Innung. Klar, man hat immer kurz einen Ansprechpartner, egal ob das jetzt mal was Rechtliches ist, wo man jetzt nicht gleich seinen Anwalt anrufen möchte oder wenn man irgendwelche Infos braucht, finde ich, hat das einen Riesenvorteil. Und dann halt einfach um Kontakte zu bekommen. Also ich war jetzt auch letztes Jahr war ich auch das erste Mal bei den Jungunternehmern dabei und das ist halt einfach, also ich sag mal, davon lebt auch die Branche, dass man da halt einfach ein gewisses Netzwerk aufbauen kann, wo man einfach mit anderen über solche Dinge sprechen kann, weil man halt irgendwie immer trotzdem raushört, dass jeder die gleiche Herausforderungen hat.
Das ist so, das habe ich in 47 Jahren jetzt mitbekommen, sind immer die gleichen Herausforderungen, nur man spricht sehr selten darüber über seine Probleme und manchmal gehen Betriebe kaputt, wenn die vorher gesprochen hätten mit den anderen. Immer mal schlechte Situationen, wo ein Auftraggeber nicht bezahlt oder einen über den Tisch zieht. Und wenn man da mit den Kollegen rechtzeitig redet und mal Hilfe holt, ich glaube, da kriegt man auch Hilfe. Wir tauschen uns schon viele Jahre mit anderen Gerüstbaubetrieben auch personaltechnisch aus. Wir müssen nicht immer gleich Nachunternehmer nehmen, sondern wir tauschen einfach das Personal hin und her oder auch Material und Personal.
Ja, ne, und das finde ich einfach das Tolle. Also da hat man jetzt echt schon einige tolle Leute kennengelernt und ist immer nett.
Was möchtest du so jetzt bist relativ jung. Was möchtest du im Leben noch erleben?
Gut, das ist jetzt eine schwierige Frage. Also auf jeden Fall möchte ich oder mein Ziel ist auf jeden Fall, dass ich mit meinem Bruder das hier alles mal wirklich gut hinbekomme. Also als Ziel steht schon auch mal eine Familie gründen.
Darf man dich auch fragen nach deinem Hobby?
Ja, also ich gehe, also ich spiele Handball, ich gehe, also ich habe einen Hund, mit dem gehe ich gern. Also das finde ich immer das Schönste, wenn ich jetzt Feierabend habe, wo ich dann mit meinem Hund noch eine Dreiviertelstunde spazieren gehen kann, einfach zum Abschalten am Wochenende. Klar, da treffe ich mich dann auch gern mit Freunden, geh gern weg. Skifahren tue ich sehr gern.
Ja, das kriegst du aber beruflich noch in die Reihe.
Du hast keine, Ja, ich sag jetzt, ich sage jetzt mal unter der Woche, also ist jetzt nicht so viel mit Freizeit, aber da gucke ich dann schon, dass ich immer noch zum Sport gehe, weil ich halt einfach, ich finde halt einfach, man braucht noch so ein bisschen einen Ausgleich, aber am Wochenende kriege ich das dann schon gut hin.
Was würdest du jetzt drei Tipps Nachfolger geben oder würdest ihr euch als Nachfolger oder junge Generation mehr als Gründer sehen oder mehr als Nachfolger?
Also eher als Nachfolger, Weil Gründen heutzutage, man spricht da halt schon von Mods Investion, wo man einfach sehen muss, egal ob das jetzt das Material ist, ob das der ganze Fuhrpark ist, also da kommt halt schon was bei rum, wo man schon gut überlegen muss, ob das Sinn macht. Aber Nachfolger würde ich, also was würde ich machen? Also auf jeden Fall würde ich die Innung, also dass man, weil man hört halt trotzdem irgendwie noch oft raus, dass wirklich noch viele Gerüstbauer gibt, die nicht bei der Innung sind. Also dass man, und da würde ich auf jeden Fall sagen, da gibt es auf jeden Fall Vorteile, Dass man seine eigenen Mitarbeiter fördert, dass man da mehr Zeit rein investiert, weil es heute echt schwer ist, Fachkräfte auf dem Markt zu finden. Ja, was könnte man noch? Ein dritter fällt mir gerade nicht ein.
Ich Sag nachkalkulieren. Genau jede Baustelle nachkalkulieren. Einfach die Tagesleistung durch die Stunden, was ich gemacht habe und schauen reicht. Das ist so wo ich so mein Lieblingsthema vor und Nachregulation ist mein Lieblingsthema und strategische Betriebswirtschaft.
Ja, mein Bruder, der war ja auf dem Kalkulationsseminar, aber es ist halt schon das alles so nebenher. Das ist halt unmöglich, weil es schon zeitaufwendig ist.
Das ist relativ. Das ist relativ. Das ist wie sage ich das? Wir haben Uhr haben wir hier im Büro immer ein Teams Meeting auch mit den Bauleitern, die auswärt sind dreimal in der Woche und heute früh war die Was habt ihr die ersten zwei Monate gelernt? Wo habt ihr euch weiterentwickelt? Und einer meiner Bauleiter hat Ja ich habe mich intensiv mit KI beschäftigt und das Schreiben von Texte und von Briefes hilft mir da ungemein. Ich bin da sehr weitergekommen und man muss halt einfach diese Weiterentwicklung, was heute gibt einfach auch wahrnehmen und OK, muss einen Schritt schneller gehen wie meine Mitbewerber, sage ich immer, wenn die sagen das alles Mist, dann erst recht. Herzlichen Dank für deine Teilnahme. Hat Spaß gemacht.
Ich bedanke mich für die Einladung.
Bitteschön. Das war Walter Stuber, der Mutmacher im Gespräch.
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