Von den Besten lernen Ingolf Stuber Mit Ralf Spadt #3

Ralf Spadt, founder of the ad agency MiniMedia, talks about his path from studying industrial design and painting to building a ten-person team. He explains how a government entrepreneur program 30 years ago shaped his global mindset, and shares practical advice for founders on self-reflection, mental strength, and work-life integration.
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Herzlich willkommen zu meinem dritten Podcast Von den Besten lernen mit Ingolf Stuber und Ralf Spohr. Ja, lieber Ralf, es freut mich sehr, dass wir uns hier zusammengewunden haben. Und ich würde sagen, ich gebe dir gleich mal das Wort und stell dich doch mal selbst kurz vor.
Ja, erst mal vielen Dank, lieber Ingolf, dass ich hier sein kann. Das wird mir Spaß machen, mit dir mal zu plaudern über so verschiedene Dinge. Wer bin ich? Ich bin Ralf Spath. Ich bin Geschäftsführer der Werbeagentur MiniMedia. Wie bin ich dazu gekommen? Wie bin ich der geworden, der ich geworden bin? Zumindest was das Berufliche anbetrifft, war kein ganz direkter Weg. Ich habe also nicht mich ausbilden lassen in dieser Funktion, sondern ich hatte ursprünglich nach meinem Abitur hatte ich eigentlich vor, Industriedesigner zu werden und an der Hochschule für, an der Burg Giebichenstein in Halle-Saale zu studieren. Dann hatte ich auch noch mal die Möglichkeit, eine andere Aufnahmeprüfung zu machen für ein anderes Studium, nämlich für Malerei und Grafik in Leipzig an der Hochschule für Grafik und Buchkunst. Und das habe ich gemacht, weil ich auch mit der freien Kunst geliebäugelt habe. Also mit Malerei habe ich sehr, hat mich sehr interessiert als junger Mensch. Habe also dort viel Zeit damit zugebracht, selber zu malen und zeichnen und habe dort die Aufnahmeprüfung geschafft und habe dann Malerei und Grafik studiert. Und nach dem Studium Bin ich dann wieder in den angewandten Bereich gekommen, wieder ins Grafikdesign. Das ist noch mal eine dritte Spielart von kreativer Arbeit. Und habe erst in Dresden als Freiberufler, als Freelancer, als Grafiker gearbeitet und dann nach 3 Jahren MiniMedia gegründet. Das ist dann noch mal, glaube ich, eine eigene Geschichte. Aber so bin ich dazu gekommen.
Okay, sehr schön. Eine Wahnsinnsgeschichte. Genau, auch MiniMedia, da kommen wir nachher noch mal drauf. Jetzt würde mich mal so interessieren, Ralf, was ist so dein Antrieb? Warum bist du der Morgenmensch? Warum gehst du früh raus?
Ja, na ja, wie gesagt, in unserer Branche ist ja das morgendliche Aufstehen gar nicht so weit verbreitet. Also wir bei unserer Agentur fangen um 9 an. Das ist früh. Ausnahmen bestätigen die Regel. Was treibt mich an? Ja, das ist eine interessante Frage. Ich habe als Kind wahrscheinlich lernen dürfen, dass das, dass Kreativität Energie freisetzt und dass das unglaublich viel Freude bereitet, sich damit zu beschäftigen. Das hat mich dann als Jugendlicher auch immer sehr erfüllt und sehr, ja, schon irgendwie stark gemacht. Und das prägt, ne, das habe ich mitgenommen in mein ganzes Berufsleben und, und Unsere Werbebranche, die kreative Branche, die lebt davon, dass wir Neues entwickeln können, Schönes entwickeln können, von dem wir selber am Anfang gar nicht so richtig ahnen, was es sein kann, wenn wir anfangen mit der Entwicklung. Und dieser Überraschungsprozess, dieses Reinarbeiten, dieses Kämpfen, dieses Ringen um ein Ergebnis, Das ist etwas, was jeden Tag einen neu mit Freude erfüllt und Spaß macht. Und wenn dann Kunden auch da mit auf der Seite das auch wertschätzen, beachten, mit einem selber auch ernsthaft um die Ergebnisse ringen. Das ist eine unglaubliche Freude. Das macht, das sage ich immer mal wieder, was für ein schöner Beruf das doch ist, dass ich das machen darf.
Sehr schön. Genau. Ich meine, das lernen wir ja auch, oder das merken wir ja auch, weil mit dem Ganzen, was du für uns machst, du tust ja auch für uns Seiten erstellen. Und das ist schon Wahnsinn, was da alles dazugehört und wie man da auch immer wieder unterstützen kann und was ihr auch für Ideen da reinbringt. Ihr denkt ja manchmal ganz anders wie wir jetzt um die Ecke und das ist wirklich echt super. Wie sieht es denn dazu aus? Was ist denn so die, ich sag mal, hast du eigentlich schon fast gerade gesagt, deine Vision des Unternehmens, die Freude daran, was zu kreieren, was zu machen. Das hast du ja mehr oder weniger schon gesagt. So, und von der Strategie von dem Ganzen, wie würdest du da dazu sagen, wie seid ihr so dazu gekommen und auch mit eurem Namen? Weil würde ich jetzt unter MiniMedia, würde ich denn da jetzt unter MiniMedia zum Beispiel eine Werbeagentur vermuten?
Da, also der Name irritiert immer wieder und die meisten verstehen ihn schlichtweg falsch. Die verstehen hören Mini-Media und ich muss das dann fast immer korrigieren und sagen, nein, wir heißen Minne-Media und Minne kommt vom Minnesänger. So, das ist natürlich erst mal, wer ist denn überhaupt ein Minnesänger? Wer weiß denn das heutzutage überhaupt noch? Und das ist dann die nächste Frage, die ich dann zu beantworten habe. Aber ich will vielleicht noch mal ganz kurz noch mal ausholen, weil ich habe Mini-Media vor 30 Jahren mit meinem jetzigen Partner Markus Gabriel gegründet. Wir sind also beide geschäftsführende Gesellschafter von MiniMedia. Wir hatten vor 31 Jahren die Möglichkeit, gemeinsam einen Unternehmerausbildungskurs zu besuchen, der für uns sehr, sehr ergiebig und sehr, sehr wertvoll war. Das war ein Programm vom sächsischen Wirtschaftsministerium, der sich eigentlich nicht an Leute wie uns gerichtet hat, nämlich an Kreative, an Gestalter, sondern der Kurs war gerichtet an Hightech-Gründer, an Start-ups aus dem Bereich der Universitäten und der Forschungseinrichtungen. Und wir sind so als Enfant terrible ein bisschen in dieses Programm hineingerutscht. Das war einfach eine skurrile Geschichte. Ich habe mich dort beworben und habe nicht geglaubt, dort aufgenommen zu werden. Das war mehr spielerisch. Und siehe da, diese Auswahlcrew hat uns doch, Markus und mich, so spannend empfunden, dass sie gesagt haben, nee, wir wollen euch gerne mit reinhaben in das Programm. Und dann haben wir ein Dreivierteljahr eine Ausbildung gemacht, es waren so Wochenendkurse, die wir gemacht haben, wo sehr hochkarätige Referenten uns geschult haben in allen Bereichen, eine umfassende Schulung haben wir bekommen, auch eine technische Ausrüstung, also Laptop und was, was also in den 90er Jahren dann damit schon auch ein Wert war, den man hatte so als junger Mensch. Und Wir haben dort vor allem ganz viele spannende junge Leute kennengelernt, die ganz interessante Geschäftsideen vorangetrieben haben, die die Welt verändern wollten und die auch den Weltmarkt erobern wollten. Und das war eigentlich der Wert dieses Kurses. Der hat uns nämlich dann, als es dann darum ging, selber zu gründen, natürlich ein ganz bestimmtes Mindset gegeben. Also nicht regional und klein-klein zu denken, sondern wirklich globaler zu denken. Aufgeschlossen zu sein, Themen, neugierig auf ganz spannende Themen zu sein, Geschäftsmodelle ganz präzise zu verstehen, hinter die Kulissen zu schauen, hinter die Mechanismen zu schauen und sie so zu verstehen, dass man sie erklären kann. Und das war für uns eine Schule, die uns jetzt noch trägt, weil jedes Projekt, was wir beginnen, jeden Kunden, den wir übernehmen, da steht zuallererst mal das Eintauchen in sein eigenes Geschäftsmodell. Wir setzen uns zum Ziel, das möglichst so gut zu verstehen, dass wir wie ein Pressesprecher, wie ein interner Mitarbeiter das Unternehmen vertreten können. Loyal und kompetent. Und jetzt mache ich noch mal einen Sprung zu unserer Namensgebung. Weil als wir dann vor 30 Jahren dann, ja, jetzt wollen wir eine Werbeagentur gründen, wie soll denn die heißen? Da gab es eine Inspiration, es war mehr ein Zufallsfund, und zwar sind wir auf das Wort der Minne gestoßen. Das ist ein mittelhochdeutsches Wort und ganz simpel gesagt würde man das heute sozusagen als Liebesdienst, aber nicht im Sinne von körperlich, sondern von im Geiste verbunden. Dass das Wort wurde auch in der Beziehung von Menschen, die sehr gläubig sind zu Gott, auch oft verwendet. Also die Minne, das war so eine göttliche Liebe. Und wir sind von dort auf den Minnesänger gestoßen und haben im Minnesänger eine Figur gesehen, die uns als Vorbild dient, weil sie mit ganz verschiedenen Mitteln Überzeugung vermittelt, und zwar die Angebetete eines Fürsten, eines Herren zu bezirzen und diese Angebetete ihm zuzuführen als loyaler Dienstleister mit mit den Mitteln der Kunst, mit Sprache, mit Gesang, mit einem sehr gepflegten Auftreten, mit einer edlen Kleidung, überhaupt mit einem sehr würdevollen Auftreten, diese Frau zu überzeugen und dem Adligen, dem Auftraggeber sozusagen, ja, mit ihm bekannt zu machen, ihm sie zuzuführen. Das war für uns so eine Figur, die uns begeistert hat. Und da haben wir gesagt, nennen wir uns doch nach diesem Idealbild Mina. Und der zweite Baustein Media, der war selbsterklärend. Das war in den 90er Jahren, kamen die neuen Medien auf, da wollten alle mit dabei sein, der neue Markt. Ja, so, und wir haben gesagt, wir verknüpfen klassische Werte, die ewig Bestand haben, von denen wir überzeugt sind, dass sie von Dauer sind, dass die sich nicht abnutzen, also, und das gesamte Handwerkszeug, das kreative Handwerkszeug ist Jahrhunderte, Jahrtausende alt. Davon sind wir geprägt. Und das verknüpfen wir mit der Moderne, mit den modernen Mitteln. Und so ist es zu Mini-Media gekommen. Und diese Story erzähle ich immer wieder gern.
Die ist wirklich mega, die Story, weil das würde wirklich keiner irgendwie so in dem Sinne miteinander verbinden. Und wie gesagt, als ich das das erste Mal von dir gehört habe, dachte ich Wow, das ist ja Wahnsinn, diese Geschichte. Jetzt haben wir auch viel von deiner Arbeit geredet. Wie machst du das? Oder das klingt ja auch so, dass du, ich sag mal, dein Privatleben mit deinem Arbeitsleben miteinander so verbindest, Beruf und Alltag. Oder ist es so? Also so kommst du mir das gerade rüber, würde ich sagen.
Ja, ja, das ist, ich beobachte das überhaupt bei Menschen, die sich mit kreativen Dingen beschäftigen, dass die oft sich sehr schwer tun, das zu trennen. Für die ist das Leben eigentlich, das gehört alles zusammen. Also beobachte einen Musiker oder einen Schauspieler, du wirst den nicht erleben, nur auf der Bühne und im Alltag ist der komplett ausgetauscht. Das gibt es nicht. Also man ist das immer. Und ich habe auch das Glück, meine Frau kommt auch aus dem künstlerischen oder kreativen Bereich, ist als Ausstellungsgestalterin oder Ausstellungsmacherin in einem Schloss angestellt und Da haben wir uns auch gefunden. Also wir teilen auch dieselben Interessen und gehen sehr, sehr gerne gemeinsam in Ausstellungen, besuchen schöne Orte, was weiß ich, Klöster, Burgen und Ausstellungen. Und da ist natürlich Privates und Beruf sehr, sehr verwoben. Es ist immer präsent am Abendbrotstisch, spielen diese Dinge dann sozusagen mit eine Rolle. Und das hat auch auf unsere Kinder ausgestrahlt. Das merken wir. Als sie klein waren, hat die das immer genervt, dass wir oftmals in Ausstellungen gegangen sind. Jetzt gehen sie selber. Jetzt müssen wir sie nicht mehr dazu bringen. Also das heißt, dass das lebt, dass das funktioniert. Das zeigt die Praxis.
Sehr schön. Das heißt praktisch, ihr habt euer Hobby mit dem Beruf verbunden, oder kann man ja so sagen.
Doch, das ist es, das ist wirklich so, ja. Das Interesse ist mit dem Beruf verschmolzen, ja.
Okay, sehr schön. Also bei uns ist es noch so, dass unsere Kleine, die 12-Jährige, die sagt: Überall hin, aber bitte nicht in irgendwelche Museen. Momentan, weil wir auch gerne mal uns was anschauen in Museen. Überall, aber bitte nicht in Museen.
Aber es gibt ja sehr, sehr schöne Angebote, wenn man heutzutage ins Hygienemuseum geht oder was weiß ich auch, Militärhistorisches Museum nenne ich auch immer als so ein Highlight in Dresden, weil ich komme aus Dresden, habe ich vielleicht noch gar nicht gesagt. Da gibt es einige sehr, sehr tolle Sachen, die auch für Kinder gut gemacht sind.
Genau, weil wir gerade bei Kindern sind, wie sieht es aus? Bei euch mit der Ausbildung, du weißt ja, wir sind sehr stark unterwegs in Ausbildung. Also wir setzen sehr viel auf Ausbildung, weil wir auch die letzte Zeit wirklich gemerkt haben, alle, die wo bei uns aus dem Haus gekommen sind und die wo unsere Ausbildung genossen haben, haben ihren Gerüstbauer gemacht und dann weitergegangen als Kolonnenführer und jetzt auch als Projektleiter ins Büro, in die Bauleitung. Und das ist Denn wir merken immer mehr, dass unsere eigenen Leute, die wir selber bei uns aus den Reihen rausholen, also dass das nur so funktioniert. Wie sieht es bei euch aus, bei dir und beim Gabriel? Tut ihr auch mit ausbilden oder?
Ja, mittlerweile bilden wir aus. Wir waren da immer lange Zeit sehr zurückhaltend, wobei wir immer, immer Praktika-Plätze angeboten haben und dort auch den einen oder anderen guten Designer auch schon finden konnten. Es ist trotzdem ein bisschen schwierig, weil wir sind der Meinung, dass dieser Ausbildungsmarkt im Bereich Werbung und Grafik, der ist zu sehr, wie soll ich sagen, gehyped oder der ist zu trendy. Und es kommen junge Leute dorthin, die vielleicht besser in einem anderen Beruf aufgehen würden. Und wenn sie bei uns Praktikum machen, Dann sind unsere Ansprüche häufig so hoch, dass da viele ganz schön gefordert sind. Und das machen wir aber auch trotz alledem. Wir machen das gerne. Wir fordern die, weil wir das als einzige Möglichkeit sehen. Man kann nur, man muss diese Hürden nehmen, man muss die Nüsse knacken, man muss die Aufgaben bewältigen, wenn man wachsen will. Und das kann man nicht schönreden. Da kann man nicht das Level absenken. Das geht nicht so. In den letzten Jahren haben wir auch, sind wir auch in die Berufsausbildung gegangen und haben jetzt auch zwei Azubis und sind damit auch sehr zufrieden. Wir haben allerdings auch eben aus der Erfahrung, legen wir großen Wert auf eine gute Auswahl, also dass wir wirklich sehr, sehr genau hinschauen. Wer ist das? Und uns das ganz genau überlegen, wen betreuen wir da wirklich?
Das ist wirklich wahr. Also machen wir auch. Wir machen ja mehrstufigen Einstellungsprozess bei uns. Und wir lassen auch jeden Azubi, bevor er bei uns anfängt, muss er mit Probe arbeiten. Und die Beurteilung übergeben wir praktisch aber auch nicht nur unsere Beurteilung, die übergeben wir unseren Mitarbeitern und sagen, wie sieht es für euch aus? Beurteile ihn bitte. Weil es nützt ja nichts, wenn wir denken, Mensch, der passt ins Team, und die Jungs sagen dann, nee, der passt gar nicht ins Team. So, und das muss ich sagen, das hat sehr gut Hand und Fuß bei uns, hat sich platziert und das klappt auch wirklich sehr gut. Also das möchte ich auch gar nicht mehr anders machen. Und was mich natürlich auch immer besonders erfreut, ist, dass wir, sag ich mal, so wie dieses Jahr wieder einen von unseren Auszubildenden, der wohl seine Gerüstbau-Ausbildung gemacht hat, in Dresden in der Meisterschule zum Meister beglückwünschen durften. Das ist für mich so ein besonderes Highlight, weil es ging praktisch letztes Jahr los. Es haben zwei unserer Auszubildenden ihren Meister gemacht und dieses Jahr kam der dritte dazu. Und das macht mich wirklich mega stolz, weil ich sage mal, das ist zwar eine Hausnummer, wo du sagst, das schaffst du nicht immer, oder schaffen nicht viele Betriebe, weil die meisten wollen nicht ausbilden. Die sagen, das ist mir zu viel Arbeit, alles drum und dran. Für uns ist das wirklich Das ist unser, wie soll ich sagen, das ist unser Alltag. Das ist das, was wir wollen.
Ja, es gibt da ja auch Sicherheit für die Entwicklung.
Auf alle Fälle. Okay, Ralf, was möchtest du denn bei dir in deinem Leben, in deinem Beruf, was möchtest du denn da noch erleben? Hast du da was Besonderes?
Was Besonderes. Also wir sind immer auf der Suche, wirklich auf der Suche nach Kunden, mit denen wir auf Augenhöhe zusammenarbeiten können. Und glücklicherweise muss ich sagen, finden wir die. Und da ist irgendeine Magie im Spiel. Irgendwie ziehen wir die Kunden an, mit denen wir gut arbeiten können. Und wahrscheinlich stoßen wir umgekehrt auch andere ab, wo die merken, die sind vielleicht zu kreativ, die sind uns zu wild. Kann ja auch sein. Aber das ist ja völlig in Ordnung, weil es gibt ja in unserer Branche so viele unterschiedliche Handschriften und Formen, auch verschiedene Agenturen, und die haben alle ihre Berechtigung. Und das ist eigentlich für mich das Entscheidende, dass wir gar nicht so sehr auf den Status gucken, gar nicht so darauf gucken, wie toll und super ist das Unternehmen, sondern womit Die müssen ehrgeizig sein, die müssen denselben Ehrgeiz wie wir haben und mit uns zusammen etwas aufbauen wollen, wo sie vielleicht sagen, das sind wir jetzt noch nicht. Wir selber fühlen uns jetzt noch vielleicht klein und wir fühlen uns vielleicht innerhalb unserer Branche auch noch gar nicht so entwickelt. Aber wir wollen dorthin. Wir wollen gerne zu den Besten gehören. Und das ist etwas, was ich gerne oder was ich immer wieder sage, wenn ich sage, was mein Wunschkunde, der Wunschkunde ist der, der über dem Durchschnitt seiner Branche, über dem Durchschnitt seines Gewerkes stehen will, wahrgenommen werden will, der den Ehrgeiz hat, da hinzukommen. Und mit solchen Kunden macht es einfach Spaß zu arbeiten. Da nehme ich gerne noch mehr.
Darf ich uns dann zu deinen Wunschkunden zählen? Definitiv.
Ich meine, alles, was ich jetzt gesagt habe, das trifft ja auf Gemeinhardt hervorragend zu.
Genau. Also Ich, wie gesagt, wir waren ja letzte Woche Freitag, war ich mit dem Dirk zusammen in Berlin und da haben wir ja zum zweiten Mal für uns den Ludwig-Erhard-Preis in Silber abholen dürfen. Und das ist auch so ein Moment, wo du wirklich mega stolz bist, was dein, was, weil das hast nicht du geleistet, sondern das hast du mit dem gesamten Team geleistet. Das hat das Team auch für uns, für die Firma mitgeleistet. Und das ist so eine Hausnummer, wo ich sage, Wow, und das ist das zweite Mal in Folge Silber. Und das macht einen einfach nur stolz. Und das muss ich schon sagen, das freut mich. Es freut mich. Man ist da wirklich sehr klar. Und es treibt aber auch an, dass wir sagen: Hey, jetzt müssen wir aber noch eine kleine Schippe obendrauf legen, vielleicht auch eine bissl größere Schippe. Und wir holen uns irgendwann noch den Gold ab. Also diese Excellente Auszeichnung, das ist schon wirklich was Tolles, was wir mitmachen. Jetzt ist mir übrigens gerade noch der Name eingefallen mit unseren Azubis. Das ist unsere Berufung. Ich bin kurz auf das Wort nicht gekommen. Unsere Berufung, das ist, dass wir unsere Ausbilder und dass wir aus denen wirklich was machen.
Ja, Berufung ist ein schönes Wort. Also wenn es um einen Entwicklungsweg geht, einen beruflichen Entwicklungsweg. Wer eine Berufung hat, der kann auch sein kann auch mit Kontinuität seinen Lebensweg, sein Arbeitsleben gestalten, glaube ich.
Das auf alle Fälle. Gibt ja auch mehrere Kontexte dazu, zu Berufung, ne. Genau, jetzt hat er sich unsere Zeit ein bisschen verschoben. Du warst im Urlaub. Wie sieht's denn aus, wie viel Urlaub kannst du dir nehmen als Unternehmer? Kannst du bloß eine Woche gehen, 3, 4 Tage, oder Kannst du auch mal sagen, jetzt bin ich 14 Tage nicht da oder 3 Wochen?
Also es wird mehr. Also dieses Jahr war ich, jetzt war ich 3 Wochen im Urlaub und das ist für mich wirklich eine sehr gute Zeit. Also nach den 3 Wochen hatte ich auch so ein bisschen das Gefühl, jetzt kann es auch wieder.
Ich muss jetzt wieder losrennen.
Aber ich hatte oder wir hatten, uns gibt es jetzt im 30. Jahr und wir hatten immer die Möglichkeit, 14 Tage Urlaub Jeder für sich zu nehmen. Also das, diese, ich höre das oft von selbstständigen Unternehmern, die mir sagen, ich habe seit Jahren keinen Urlaub gemacht. Das wäre für mich unvorstellbar. Also das, es braucht diesen Break im Jahr, wo ich mich resette, wo ich neue Eindrücke habe. Ohne dem, ja, ich vergebe mich ja, ich verliere einfach an Energie, wenn ich das nicht habe. Ja, aber es ist in der Tat so, dass ich auch ganz bewusst auch in diesem Jahr versucht habe, wirklich den Urlaub zu nutzen, um in den wirklichen Ruhemodus zu kommen. Das fällt mir schon schwer, muss ich sagen. Wenn man so ein ganzes Jahr so im Sport ist, dann runterzukommen, es ist eine Herausforderung. Ja, aber die ist mir wirklich, muss ich mal auf die Schulter klopfen, ist mir gut gelungen.
Also ich sag immer, das Beste ist, wenn man wirklich runterkommen möchte, das ist, wenn man irgendwo ist, wo man keinen Empfang hat. Ja, das ist das Beste zum Runterkommen, weil dann bist du halt in deiner Welt. Also ich muss sagen, ich war ja letztes Jahr mit meiner Familie, waren wir ja in Japan. Klar hatten wir Empfang, wir hatten Daten, wir konnten schreiben, aber Es war auch so, man merkt, hey, es läuft auch so. Also es braucht keiner, wenn du dann, wenn du in deinem Unternehmen alles ordentlich geregelt hast, dann ist es nicht wichtig, dass du da bist, weil es wissen alle anderen Bescheid, was zu machen ist, wenn jetzt irgendwas auch Unerwartetes kommt. Ja, ja, ja, ja, ja. Das ist so meine Erfahrung, die ich gemacht habe. Und es war auch wirklich das erste Mal, wo du sagst, es hat keiner angerufen, es hat keiner wegen irgendwas gefragt. Und das ist Auch schon sehr schön.
Ja, ja, ihr seid ja von Unternehmensgröße deutlich größer als wir. Wir sind so ein Team von ca. 10 Leuten. Und das ist so eine familiäre Größe, die wir sehr mögen. Also wo wir sagen, das ist so genau das, was wir wollten. Also nicht irgendwas, sondern das, was wir wollten. Und das setzt aber auch natürlich voraus, oder das zieht nach sich, dass das bei uns nicht ganz so ist, dass die Chefs sozusagen völlig abkömmlich sind. Das funktioniert dann nicht in dieser Struktur. Aber du musst es beherrschen. Du musst einen Modus finden, wie du das integrierst und dass du eben trotzdem dich regenerieren kannst. Und in dem Punkt ist für mich Digitalisierung eigentlich was Positives, weil ich es in den Anfangsjahren, war es ja so, da konnte ich ja technisch, war ich ja wirklich abgekoppelt. Wenn ich in Urlaub gefahren bin, da hatte ich noch so einen Hundeknochen als Handy und so was, da konntest du ja nicht mal anrufen. Mittlerweile habe ich ja sozusagen alles mit dabei in einem kleinen Notebook. Und das ist zwiespältig, weil meine Versuchung ist doch, dort ab und zu mal zu schauen. Aber eigentlich genieße ich es, weil ich, ich behalte es im Überblick und kann trotzdem meinen Urlaub machen und kann dann aber übergangslos, kann reibungslos sozusagen wieder in den Berufsalltag überschwenken. Für mich funktioniert das ganz gut. Also mit so ein bisschen, bisschen Arbeit dabei.
Genau, das ist genau das, was ich gerade sagen wollte. Ich erwische mich da auch immer wieder. Also du hörst nichts und wenn du nichts hörst, ist natürlich auch, und dann ist man dann so neugierig. Was passiert denn da jetzt? Und dann fängt man an, seine E-Mails mal kurz doch noch mal durchzugehen. Dann schaut man, ach okay, okay, aber es läuft alles. Also aber man ist praktisch immer mit dabei. Bei, ne? Das ist halt dieses Selbstunständig. Hättest du denn irgendwo, sag mal, paar Tipps für Gründer, die wo sich jetzt neu gründen möchten? Hast du da irgendwas, so wichtigen Ratschlag?
Na ja, ich, das Gründerthema, das begleitet uns ja schon lange. Also einmal habe ich ja erzählt, wir haben ja diesen Kurs gemacht, das war ja sozusagen so eine Ausbildung. Wir hatten danach noch auch ein Projekt an der TU Dresden betreut, das hieß, oder es gibt sogar noch, Dresden Exist. Das ist die Gründerschmiede der TU Dresden. Und da ist mir das Thema immer so präsent gewesen. Wir haben also diese Gründerschmiede lange Zeit auch werblich betreut. Und was ich sagen will, das wichtigste Instrument ist man eben selber. Also man kann ganz, ganz viel machen, aber die mentale Reife und sich klarzumachen, dass es ganz nur bedingt von äußeren Faktoren abhängig ist, ob ich langfristig Erfolg habe. Der Hauptfaktor bin ich selber, dass ich selber mental stark sein muss und offen sein muss und entwicklungsbereit sein muss und auch mich selber reflektieren können muss. Das ist das A und O. Und ich glaube, Das ist heute unsere Welt so ein bisschen gespalten durch viele Tippgeber in Social Media. Da gibt es die einen, die sehr stark auf das Äußere fokussiert sind und ihr Heil im Äußeren suchen, und die anderen, die sehr stark auf das Innere fokussiert sind. Die Wahrheit liegt wahrscheinlich irgendwo dazwischen. Man muss ja alles irgendwie in die Balance bringen. Und aber der erste Tipp wäre der: Schau auf dich selber, nimm dich selber ernst und wahr und begreife dich als wichtigstes Medium. Der zweite Tipp wäre der, es wird oft so davon gesprochen, du musst der Beste sein in irgendetwas, du musst dich abheben von allen. Ich bin da ein bisschen skeptisch. Ich glaube, wenn man ein ganzes Leben durchstehen will, ist es ganz, ganz, ganz wichtig, dass man ganz grobe, fatale Fehler vermeidet, die einem alles ruinieren. Ich glaube, erfolgreich sind die, die kontinuierlich immer an etwas arbeiten, die von etwas überzeugt sind und kontinuierlich dranbleiben und darauf achten, dass sie nicht ganz grobe Fehler machen, die ihnen wirklich viel kosten oder viel zerstören. Und das ist ja auch im Persönlichen so, ne. Also wenn es mir gelingt, auch familiär stabil zu sein, dann ist auch das größte Glück, was ich haben kann. Und dann spiegelt das auch zurück in die Arbeitswelt, also meinen beruflichen Werdegang, wenn ich diese Stabilität mitbringe. Also das wäre vielleicht der dritte Grund, der dritte Tipp, ne. Also betrachte wirklich bitte dich als Privatmensch und dich als Profi für das Stück und bringe das in Einklang, wenn du dein ganzes Leben erfolgreich haben willst, Erfolg haben möchtest.
Das ist, du sprichst mir da auch ein bisschen aus der Seele, weil es ist wirklich auch das, was ich meinen Bauleitern auch immer wieder mit als Tipp mitgebe. Ich sage, seid so, wie ihr seid, tut euch nicht verstellen, sondern, und vor allem wichtig ist auch, seid ehrlich. Und das, was ihr könnt, das könnt ihr sehr gut und das macht ihr sehr gut. Und das spiegelt ihr auch nach außen dann wieder. Wenn ihr irgendwie anfangt, etwas anders zu machen oder irgendwie was zu sein, sein, was ihr nicht seid. Ich sage, das schlägt sich nieder. Deshalb wirklich auch sehr schön deine Tipps und Tricks, nennen wir es mal so, Tipps und Tricks, wie man sein muss. Nein, das sind keine Tricks. Das ist tatsächlich alles wir selber. So sind wir. So, und das bin ich auch schon. Wie gesagt, ich war als Kind, war ich ja der kleine Eiermann. So haben die mich bei uns in meiner Stadt, wo ich geboren bin, in Leisnig, so haben sie mich genannt, der Eierjunge. Da kommt jetzt der Eierjunge, weil ich als kleiner Stift schon losgegangen bin und habe vom Opa die Eier aus dem Hühnerstall an die Leute draußen verkauft. Und irgendwann habe ich mal nicht mehr nur die Eier verkauft, sondern dann habe ich alles hergenommen, was der Garten hergab. Meine Großeltern, die hatten ein Grundstück mit über 3.500 Quadratmetern und da gab es schon einiges. Da ist es schon oft passiert, dass die Mutter ins Gewächshaus kam, um Gurken zu ernten, und es waren aber keine mehr da, weil Ingo schneller war. Durfte ich mir auch was einbauen. Ja, für das ganze Machen und Tun, Ralf, was wir so machen und tun und du auch machst und tust. Wie sieht es denn da aus? Bekommst du da auch bisschen so Lob von deiner Familie? Aber ich habe das vorhin schon so auch wieder so ein bisschen rausgehört. Ihr habt so ziemlich dieselben Interessen, auch Frau und Kinder.
Und ja, wir können das schon würdigen, aber wir übertreiben es auch nicht. Also das ist, wir sind beide auch so als Persönlichkeit, dass wir da nicht so abhängig sind, da bemuttert zu werden. Aber wir achten das sehr. Und meine Frau hat mich gerade in Anfangszeit, also in den ersten 10 Jahren, wo es wirklich sehr, sehr stressig war und sie ja auch die Kinder großgezogen hat, da hat sie sehr, sehr mich sehr, sehr unterstützt. Also da war ich weniger für die Familie da, als es gut gewesen wäre. Aber es ist alles gut geworden. Die Kinder sind alle jetzt aus dem Haus und aus denen wird alle was. Das ist also insofern glaube ich auch, dass das der Umgang, den ich mit meiner Frau pflege, dass der auch eine positive Ausstrahlung auch auf unsere Kinder gehabt hat und dass Anerkennung für etwas, was man leistet, natürlich auch dazugehört, dass man das zum Ausdruck bringt.
Da muss ich dir auch beipflichten. Also da achte ich zurzeit auch drauf, dass ich— ich bin froh, dass ich die Chance habe, darauf zu achten, dass ich für meine Frau und Kinder da sein kann, wenn sie mich braucht. Und jetzt, wie gesagt, auch zum Thema Frühaufstehen. Ich hatte ich Ich bin auch so ein Frühaufsteher, aber momentan schaue ich, dass ich sie frühs noch zu Hause mit unterstütze. Gerade mit unserer Tochter. Wie gesagt, dann habe ich so ein Ritual. Um 6:45 Uhr wird sie praktisch aus dem Bett auch raus und wird praktisch in den Rollstuhl reingesetzt. Und das mache ich, weil sie einfach jetzt so inzwischen, die wird jetzt 16 dieses Jahr, die Josephine. Und dann nehme ich sie und pack sie rüber und setz sie hin, verabschiede mich bei meiner Frau und Kindern und dann gehe ich arbeiten. Und das sind so Sachen, Normalerweise wäre ich schon unterwegs, aber ich habe jetzt einfach gesagt, das muss ich ihr helfen, weil sie unterstützt mich auch die ganze Zeit. Sie hat mich die ganzen Jahre unterstützt, sie hält mir sonst jeden Tag immer den Rücken frei und jeden Abend, auch wenn ich nicht da bin. So, und das ist für mich, dass sobald ich da bin, dann gebe ich ihr das somit auch zurück und will auch für die Kinder da sein, weil da muss ich immer an unseren Geschäftsplan oder an meinen Geschäftspartner, an Dirk Eckart, denken, der gesagt hat, irgendwann mal, da war wochenends eine Entscheidung zu Hause und dann sagte irgendwann mal seine Tochter zu ihm: Ja, Papa, warum hängst du dich jetzt hier rein? In der Woche bist du auch nicht da. Und das war so ein Moment, wo ich mir dachte, darauf möchte ich jetzt, so weit möchte ich es gar nicht kommen lassen. So weit möchte ich es wirklich nicht kommen lassen. Und deswegen ist es wirklich auch wichtig. Und auch wie gesagt, und auch dieses Lob, weil das Lob ist einfach schon alleine Ich meine, wenn man den Rücken freigehalten bekommt, so wie du das auch gerade gesagt hast, das ist einfach mega.
Du hast jetzt wahrscheinlich gerade die Achillesferse derjenigen genannt, die die Erfolgreichen sind. Da kannst du wahrscheinlich durch alle Sparten gehen, sei es Sportler, sei es Politiker, sei es Prominenter. Die alle werden irgendwie Gefahr laufen, da etwas zu vernachlässigen, weil es schwierig ist, beides zusammenzubekommen.
Aber wenn man als Team zusammen funktioniert, und auch mit seinem Partner, dann funktioniert das. Also bin ich sehr guter Dinge. Ralf, für was bist denn du sehr dankbar im Leben?
Eigentlich für die kleinen Dinge. Ich komme aus dem einfachen familiären Hintergrund. Mein Vater war Schneidermeister, meine Mutter hat teilweise Reinigungsarbeiten gemacht und ich, ich kann das, das hat mich geprägt, mich hat das geprägt. Und das war das Leben, was ich heute führe. Das ist um so viele Welten komfortabel, luxuriös und abgesichert. Dass ich, da kann ich einfach nur immer wieder dankbar sein. Und es sind eigentlich ganz, ganz, ganz, ganz einfache Dinge. Es kann manchmal ein Spaziergang sein. Es kann jetzt am Wochenende einfach mal im Wald baden zu gehen oder so was. Solche einfachen freien Momente. Ja, es sind nicht die großen spektakulären Dinge, die ich da irgendwie brauche, um zufrieden und glücklich zu sein.
Okay, sehr schön. Hast du, um zufrieden und glücklich zu sein, habt ihr da für euch auch so eine Art Notfallplan für dich und also für dich privat und auch für die Firma mit?
Ich denke, privat wie in der Firma bin ich in einem Umfeld, was sehr auf Sicherheit bedacht ist, vielleicht sogar zu sehr. Also wir sind, ich bin mit dem Markus, mit meinem Geschäftspartner, wir achten sehr darauf, dass wir solide aufgestellt sind. Und auch privat ist das so. Ich denke eher, vielleicht ist das sogar eine Prägung, die too much ist, also zu sehr auf sich allein bedacht ist, weil ich einfach aus so einer Situation komme. Ja, meine Kinder- und Jugendzeit, die war einfach nicht von Überfluss geprägt. So, also ich habe da keine Angst. Ich habe das Gefühl, dass ich alles so organisiert habe, dass es gut abgesichert ist. Und dann muss man auch sagen, es gibt immer noch, es gibt einfach, man kann sich nicht gegen alles absichern. Ich glaube, dass das Mindset, das Weltbild zu haben, dass wir nicht über den Dingen stehen können, da können wir noch so viel machen. Im schlimmsten Fall müssen wir damit leben, dass etwas Tragisches passiert und wir müssen das akzeptieren und müssen daraus dann was machen. Weil das blockiert einen, glaube ich, total, wenn man meint, man müsste bis zum Letzten alles im Griff haben und man könnte das alles managen. Daran glaube ich nicht.
Man könnte und müsste. Genau. Und wir haben, also ich sag mal, wir haben bei uns ja so einen Notfallplan gemacht, dass wenn ich jetzt, wenn mit mir was passieren passieren sollte, wüsste man ganz genau, wie man weitergeht. Auch wenn jetzt mit der Firma mal was sein sollte, so auch diese Notfall-Sticks, was man so macht, die haben wir dann auch gestreut und wir wissen dann, es wissen alle, wie es weitergeht, dass du nicht einmal sagst, du, jetzt ist hier was passiert. Du weißt ja, es werden schnell irgendwelche Sachen in die Welt rausposaunt und dann heißt es auf einmal, ha, jetzt können sie nicht mehr. Und das haben wir wirklich auch abgesichert, auch mit Notfallpläne, Sticks, also für die Firma und auch natürlich auch privat. Dann machst du dann deine ganzen Vollmachten etc. untereinander, weil du willst ja, dass deine Familie dann auch wieder, ich sag mal, versorgt wird, deine Kinder oder Frauen, wie auch immer.
Ja, ja, ja, das habe ich. So was habe ich jetzt auch explizit für meine Kinder als Prozess angestoßen. Und ich bin überrascht, wie positiv sie das aufnehmen, also dass sie auch selber offensichtlich in ihrem eigenen im eigenen Umfeld ihrer Freunde das kaum erleben, dass Eltern in einer Zeit, wo sie eigentlich noch gesund und fit sind und gar nichts ansteht, über Dinge reden, die ja jederzeit passieren können. Also klar kann ein schlimmer Unfall passieren, da ist man weg und dann stehen die Kinder plötzlich alleine da, müssen alles für sich regeln. Aber es ist gar nicht so einfach, das alles so richtig einzutüten und richtig weiterzugeben. Da bin ich noch nicht ganz durch.
Muss ich dir recht geben. Aber trotzdem, ich habe auch, wie gesagt, unsere Kleine auch schon darauf hin. Also ja, man arbeitet so langsam drauf hin und versucht so langsam, ihr etwas zu sagen und dass sie das dann auch versteht und wie sie das aufnimmt mit ihren 12 Jahren. Und ich muss auch sagen, Mensch, die ist da weit und die macht sich da Gedanken über manche Punkte, macht die sich Gedanken, wo du sagst, Wow. Und da bin ich echt manchmal wirklich sehr überrascht. Ralf, hast du irgendwas, was du mir gerne erzählen möchtest, was keiner über dich weiß?
Das ist immer so die Frage, wo ich denke, diese Frage ist eigentlich absurd.
Okay, hast du nichts?
Nee, habe ich nicht.
Aber eine Frage hätte ich dann noch, Ralf. Hast du irgendjemanden, wo du sagst, Mensch, der würde super hier mit Ingolf ins Format passen, den würde ich dir jetzt empfehlen?
Ja, und zwar, da nehme ich jetzt wieder noch mal Bezug zu unserer Ausbildung, die wir vor 30 Jahren genommen haben. Da habe ich einen Unternehmer kennengelernt, mit dem ich jetzt auch befreundet bin, der auch bei mir in der Nähe wohnt und mit dem ich öfters mal auch etwas unternehme. Und dann tauschen wir uns immer sehr oft auf ganz verschiedenen Ebenen aus, philosophisch, künstlerisch, wie auch immer. Und zwar ist das der Dr. Jürgen Hofinger von der Firma BeConnex aus Radeberg. Dr. Jürgen Hofinger von BeConnex aus Radeberg. Die Firma, also das ist jetzt sein drittes Unternehmen, das ist so ein Technologiegründer, und die Firma BeConnex, die beschäftigt sich mit der Metallbeschichtung von Kunststoffen. Also damit lassen sich Teile herstellen, die Eigenschaften von Metallteilen haben, aus Kunststoff.
Wow, das klingt sehr interessant.
Ja, das ist ein interessanter, ist ein interessanter Gesprächspartner, kann ich dir auch sagen.
Ja, schön. Gut, Ralf, dann würde ich sagen, dann hast du, möchtest du noch irgendwas gerne loswerden?
Was Abschließendes?
Was Abschließendes?
Na ja, ich wünsche dir auf jeden Fall viele, viele interessante Gesprächspartner für deinen Podcast und dass du auch viele Zuhörer hast. Wachsende Zuhörerschar, das wünsche ich dir. Und ich habe gehört, ich bin der Vierte in der Nummer 3. Nummer 3.
Alle guten Dinge sind 3.
Also dann können es noch 30 oder 300 werden. Ja, genau. Auf den folgenden Sendungen.
Prima. Vielen Dank, lieber Ralf. Dann möchte ich die Runde abschließen und habe mich sehr gefreut, dass ich deine Zeit in Anspruch nehmen durfte. Und ich freue mich jetzt auch auf sehr viele Zuhörer. Und wenn euch das gefällt, dann schaltet bitte rein, auch für meinen nächsten Podcast, wenn es dann wieder heißt Von den Besten lernen mit Ingolf Stuber. Dankeschön.
Tschüss, danke, danke, tschüss. Von den Besten lernen, der Podcast mit Ingolf Stuber. Jetzt abonnieren.
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