Völlig verrückt – und genau richtig: wie Frank Borchard den Gerüstbau neu denkt | Der Mutmacher #49

Interview (German) with Frank Borchardt, owner of Schweingerüstbau GmbH. Borchardt describes his unconventional 2020–2021 takeover of a scaffolding company despite an electrical/engineering background, rapid growth to ~30 employees, active apprenticeship program (5 apprentices), investments in cranes and training, safety practices (enforced helmet chin straps) after a severe six-meter fall accident, use of AI/process automation for office tasks, succession planning (aiming to hand over around age ~63), and work–life balance (fishing, boating). The tone is conversational, reflective, and motivational.
Questions this video answers
55 years old
In 2021 (initial contact in 2021; takeover planning began in Nov 2020 aiming for year-end)
About 30 employees
Five apprentices: one in the office and four on-site
Three weeks in August
Chapters
Herzlich willkommen zu Walter Stuber, der Mutmacher im Gespräch.
Herzlich willkommen zum Mutmacher im Gespräch. Ich darf ganz herzlich den Frank Bochard und Schweingerüstbau GmbH begrüßen. Lieber Frank, stell dich selber vor.
Hallo, mein Name ist Frank Borchardt und ich freue mich, lieber Walter, dass ich bei dir in dem Podcast sein darf. Mein Name ist wie gesagt Frank Borchardt, bin 55 Jahre alt, habe 4 Kinder, 2 eigene und 2 nicht so eigene, aber trotzdem alle lieb. Bin gelernter Elektriker, habe dann irgendwo in einem zweiten Bildungsweg mal den Ingenieur hinterhergeschoben und hab da eigentlich lange, lange, lange gut mit gelebt, bis mir dann der Gerüstbau über den Weg gelaufen ist vor fast 5 Jahren und war dann in der Summe völlig verrückt. Also wenn ich es jetzt nachträglich so betrachte, ist es auch so, dass man schon ganz schön verrückt gewesen sein muss, was ich da eigentlich gemacht habe, um zum Gerüstbau zu kommen. Ich würde aber sagen, ich habe noch nicht eine Sekunde bereut, dass ich es getan habe.
Erzähl mal die Geschichte. Ich habe gestern mit Waldemar Hofmann telefoniert, den hast du vor kurzem getroffen und der hat mal ein bisschen so am Rande die Geschichte erzählt.
Genau, also 2021 wollte ich mal mir ein Gerüst für mein Haus ausleihen und bin dann zu meinem örtlichen Gerüstbauer gegangen und habe den gebeten, mir mal ein Angebot über Gerüst zu machen. Und dann sagte der zu Ja, das wird nichts mehr, weil ich mache am 31. Dezember zu und gehe dann in Ruhestand. Sa gut, dann gibst du mir die Nummer von deinem Nachfolger. Dann sagt Nachfolger gibt es nicht mit seiner herrischen, so lieben, doch lieben Art an sich, Wo ich sagte, ja, okay, dann müssten wir uns glaube ich mal auf ein Cappuccino treffen und man merkte dann schon so ein bisschen erstmal so, was will der jetzt so? Der will doch wohl nicht meine Firma kaufen oder so. Und dann habe ich doch so mit meiner Art ihn davon überzeugt gekriegt, dass wir uns mal treffen und mal, dass er mir mal seine Firma zeigt. Und dann war ich irgendwie gefixt von der Idee, diese Gerüstbaufirma zu kaufen, ohne eigentlich zu wissen, was ich eigentlich jetzt vorhabe. Ich bin dann nach Hause und meine Frau, damalige also immer noch Entschuldigung, also die ist halt. Und sie oh Gott, du wirst doch jetzt wohl nicht deine sichere Anstellung kündigen und dich in die Wagnisse Selbstständigkeit bewahren. Alle anderen in deinem Alter würden jetzt eher darüber nachdenken, in Ruhestand zu gehen oder darauf sich vorzubereiten und du willst jetzt hier nochmal das große Rad drehen. Aber sie wusste dann auch innerlich, also wenn er sich sowas in den Kopf setzt, dann hat sie kaum Möglichkeiten, das abzuhalten. Gesagt, getan, okay. Also irgendwie so, ich habe kein richtiges Nein von zu Hause gekriegt und damit war eigentlich auch für mich klar Bahn frei und habe dann erst mal geguckt, ob ich fachlich überhaupt so machen kann. Habe ich schnell festgestellt, dass es doch sehr schwierig ist in so einer kurzen Zeit. Im November war das 20 2020 und eigentlich wollte ich zum 31.12. Dann noch die Firma übernehmen. Also innerhalb von guten Monaten ging nicht. Also hatte ich den gebeten, den Herrn Schreder damals, ob er nicht noch ein bisschen länger macht, damit wir vielleicht, ich meine, ich bräuchte wenigstens bis zum 1. März irgendwie eine Möglichkeit, weil es hat ja niemand nach mir geschrien sozusagen und ich musste erst mal die Leute überzeugen, dass sie mich überhaupt mal überhaupt der Alf Püttlich aus Braunschweig, der hatte sich das dann zur Aufgabe gemacht, meinen Betrieb, den jetzigen Betrieb zu prüfen, ob der überhaupt so gut aufgestellt ist und ob meine fachlichen Fähigkeiten überhaupt ausreichen, diesen Betrieb zu übernehmen. Dann war er mal bei uns vor Ort, war auch sehr angetan von dieser ganzen Art von der Struktur und hat dann mich so ein bisschen geprüft und hat dann gesagt im Erstgespräch scheint wohl doch vernünftig zu sein und nächstes Mal, wir machen noch einen Termin, dann kommst du nach Braunschweig und dann werde ich dich auf Herz und Nieren prüfen. Hat er das natürlich gemacht und ich hatte dann wirklich tatsächlich mit viel Büffeln abends und dergleichen und mich hier von meinen Kollegen hier irgendwie noch triezen lassen, wie muss man eigentlich eine Rohrkupplung schrauben und dergleichen, weil ich war ja völlig fremd an diesem ganzen Milieu und hab das denn Tatsache geschafft. Dann war es noch die finanzielle Geschichte, denn so ein Betrieb zu kaufen ist ja auch nicht so, ja, wir reden ja da über Zahlen, die sind nicht alltäglich so und tatsächlich Der einzige Weg, dass ich gemacht habe. Ich bin einfach zu der Hausbank von der damaligen Spanien Russbein gegangen, habe die mit meiner Art irgendwie doch davon überzeugt gekriegt zu sagen wir probieren es. Und da habe ich dann mit viereinhalb Leuten die Schwan Gerüstbau gmbh gekauft in einer völligen Absurdität. Also absurder ging es eigentlich gar nicht mehr, aber immer mit der für mich ja irgendwie so für mich. Aber ich krieg das hin, ich möchte das. Da war in mir so eine Flamme, so ein Ehrgeiz geweckt da wo ich sagte du machst das.
Du hast ja ein warum habe ich ein Buch gelesen, das heiß frag immer erst warum, was ist denn dein Warum?
Warum ich das gemacht hab? Ich glaube mir war ich glaube es hätte jede andere Firma vielleicht auch sein können, aber ich hab diese Frage natürlich für mich gestellt und ich habe aber in dem ganzen, was da sich für mich aufgetan hat, so eine unendliche Freiheit entdeckt gesehen und auch gespürt, ich konnte mich frei entwickeln, ich konnte frei in Entscheidungen sein. Ich konnte ich war auf einmal glücklich, ich habe auf einmal doppelt so viel gearbeitet, habe vielleicht nur die Hälfte am Anfang verdient, aber ich war glücklich und das war eigentlich der Motor und die Motivation so zu starten und anzufangen.
Jetzt bist du auch mit der Firma, wenn ich jetzt deine Webseite anschaue, bist du ja deutlich gewachsen.
Ja fast dreiig Leute, wir bilden aus und ich glaube das ist diese positive Verrücktheit, die in mir so herrscht, dass ich Leute so begeistern kann und mitziehen kann und wir haben darauf Lust und das ist es auch, was mich so antreibt. Also ich sehe den Gerüstbau als was Wunderbares, was richtig Tolles, wo ich mich völlig begeistern kann, dass es den gibt Und ich finde wir machen irgendwie auch wirklich immer den Fehler es gar nicht so deutlich darzustellen. Vielleicht übertreibe es ein bisschen. Klappern gehört ja zum Handwerk, sagt man bekanntlich. Aber ich finde man müsste noch viel viel deutlicher machen, dass man so für diese Branche brennt und auch dann all die guten Dinge darin sieht und nicht nur die schlechten. Also natürlich müssen wir viel tun und arbeiten, aber es ist ja auch was Schönes oder wenn man abends sein Werk sieht, was man geschaffen hat.
Aber wie lange hast du dann oder arbeitet, Also wenn ich jetzt heute mit Gerüstbauunternehmer. Jetzt habe ich jetzt mit 48 Gerüstbauunternehmer schon gesprochen. Du bist jetzt also 49, du bist der Letzte hier drin. Mein Sohn ist der 50. Und danach macht mein Sohn das weiter, der Ingolf. Und jetzt, wenn ich also mit ganz vielen gesprochen habe, die sind ganz stark noch im operativen Tagesgeschäft und manche arbeiten draußen auf der Baustelle noch mit mit ganz vielen Mitarbeitern. Also die haben oft teilweise 15, 18 Mitarbeiter und arbeiten aktiv draußen am Gerüst mit. Und hast du diesen Punkt schon gefunden, wo du sagst, okay, ich bin im operativen Geschäft gar nicht mehr. Also ich bin nur noch im strategischen Geschäft.
Ich würde gerne an der Firma arbeiten und nicht in der Firma? Also natürlich ist es so, dass ich auch in der Firma arbeite. Ich bin nicht draußen am Gerüst, weil wir bei 30 Leuten kannst du nicht im Gerüst stehen und du hast andere Aufgaben. Also du hast ja geschäftsführende Tätigkeiten, dann musst du natürlich all die Dinge, wir sind ja jetzt auch nicht so groß, dass wir jetzt noch etliche Abteilungen wie Controlling und Dengleichen gibt, sondern das musst du natürlich auch alles mitmachen. Aber mein Ziel ist es irgendwann aus dem operativen Tagesgeschäft raus zu sein und dann die Firma präsentieren und an der Firma zu arbeiten. Genau.
Und jetzt hast du ja eine Vision. Wo endet deine Vision personaltechnisch?
Das weiß ich gar nicht so genau. Also ich sag mal so, Wir sind jetzt 30, fast 30 Leute. Und wir sind jetzt an dem Punkt, wo wir theoretisch nicht mehr wachsen können. Also wir sind jetzt, wir haben jetzt ein Puffer vor uns, wo wir uns eigentlich jetzt umstrukturieren müssen und das auch werden, um wachsen zu können. Wir wollen es aber nicht. Aber die Möglichkeit, diese Strukturen so zu schaffen, dass wir es können, das ist jetzt die nächste Aufgabe.
Wie viel Auszubildende hast du im Gerüstbau?
Fünf, ein Büro und vier auf der Baustelle.
Wie viel Mitarbeiter, wie viel Bauleiter hast du jetzt momentan ein?
Ja, es wurde schon, wie gesagt, das kann gar nicht sein bei so vielen Leuten, Aber.
Dann noch eine Büroangestellte oder.
Wir haben noch eine wunderbare Sekretärin, die ihren Dienst hier gut macht und nicht nur gut, die macht den jeden Tag toll.
Bisschen anders in der Struktur. Wir haben elf Auszubildende, drei Ausbildungsbereiche, wir haben vier Vorarbeit, wir haben im Büro haben wir, jetzt muss ich schnell rechnen, 1, 2, 3, 4 Damen, aber die arbeiten teilweise nicht Vollzeit, also nicht voll. Und eine Auszubildende, die hat es neu angefangen. Wir haben einen Lagerarbeiter, einen an der Gerüstfahrstrasse und wir haben draußen momentan 20 Gerüstbauer. Und wir sind stark überlastig im Verwaltungsbereich. Aber das ist eine strategische Sache bei uns zu Hause.
Es kann ja von Vorteil sein. Also ich habe die Erkenntnis erlangt, manchmal ist weniger mehr. Also wir sollten vielleicht mal einen Auftrag weniger machen, aber den dafür genauer. Und dann ist es wieder so, dass man den natürlich aus dem Büro viel besser steuern kann, diesen Auftrag. Sei es, wie wir vorhin schon mal sagten, Nachtragsmanagement oder so und mal drauf gucken, dass man vernünftig die Sachen abrechnet, die man auch geleistet hat. Denn ich, ich gebe zu, ich glaube, wir machen manchmal so viele Leistungen, die wir uns nicht bezahlen lassen. Und ich glaube, wenn ich das so ausspreche, wird jeder für sich selber jetzt auch erkennen, naja, da hat er nicht unrecht. Die eine oder andere Leistung, die wir da bringen, die lassen wir uns einfach nicht bezahlen, weil wir einfach es irgendwie nicht hinkriegen zu organisieren, das aufzunehmen.
Wenn du jetzt mal zurückschaust, fünf Jahre, ich habe mit dem Kevin Schwarz ein Interview gehabt, ist schon länger her. Der Kevin, der geht vor Weihnachten bis zum März macht er seinen Betrieb zu und geht in Urlaub. Wann hast du Das letzte Mal 14 Tage Urlaub gehabt? Die letzten 5 Jahre im August.
Im August habe ich 3 Wochen Urlaub gemacht.
Echt?
Ja, Tatsache. Ganz ehrlich, nicht einmal wirklich. Und wir hatten es im Vorfeld geplant und irgendwie war das auch der Ehrgeiz aller, dass die zu mir gesagt haben, wir rufen den nicht an, wir kriegen das alle hin. Und das war wirklich schön anzusehen.
Also ich in Dürk war, ich war, er war im Krankenhaus und ich war in Schweden im Urlaub und das war einer der besten Monate, die wir je im Geschäft hatten. Also beide nicht da.
Deshalb, es ist ja vielleicht gut, dass man nicht mehr operativ mitarbeitet. Jetzt wo du sagst, warte mal, lass mich mal kurz überlegen, es war wirklich ein sehr umsatzstarker Monat, wir haben da wirklich gut gearbeitet.
Und was sind jetzt so deine Hobbys, wenn du jetzt sagst, okay, vorher war ich Angestellter, da habe ich ja sicher noch ein paar Hobbys gehabt. Kannst du die Hobbys heute auch noch nachgehen, oder?
Also ich habe, ich angel sehr gerne, also weil ich den Ausgleich für diesen Alltag Stress finde. Das muss ich sagen, das ist wirklich arg zurückgegangen. Also ich müsste mir einfach viel mehr Zeit mal wieder fürs Angeln nehmen. Wir haben im Blau am See, haben wir da oben Bootschuppen, wo wir, das konnte ich mir jetzt dadurch natürlich mal leisten und haben da ein schönes Boot und sind dieses Jahr mal sozusagen Bootswandern gewesen. War eine schöne Erfahrung. Wir hatten zwischendurch vor zwei Jahren hatte ich auch noch einen Kapitän gemacht, also einen Bootsführerschein. Und ja, und habe mir dann mal so ein schönes Boot gekauft, was wirklich sehr entspannt ist. Da hatten wir jetzt dieses Jahr noch ein bisschen zu tun mit dem Umbau, weil es ist so in die Jahre gekommen mit dem Bootschuppen. Aber für nächstes Jahr wünsche ich mir, dass ich dann sehr oft Angeln fahre.
Also angeln bin ich früher auch gegangen. Ich habe jetzt durch die Krücken gehen mit den Händen Probleme, kann manche Knoten nicht machen. Ich will aber das nächstes Jahr auch wieder mehr machen, meine Frau mitnehmen. Aber früh bin ich immer angegangen und habe dann keinen Köder dran gemacht und habe nebenher ein Buch gelesen, habe gedacht, hoffentlich beißt keiner an, aber ich bin nicht daheim und habe meine Ruhe.
Aber hat das schon mal einer angebissen?
Ja, also ohne, Ich habe dann auch schon mal was mit heimgebracht, aber es war nicht mein Ziel.
Du hast recht, du hast recht. Es geht mir auch gar nicht ums. Also eigentlich tut es mir wirklich, wie du sagst, auch ein bisschen leid, wenn dann so ein Fisch dran ist, den du dann da so gequält hast, dass er da am Haken ist und wieder rausgezogen wird. Im besten Fall kannst du noch wieder reinsetzen. Schlimm ist, wenn er denn auch nicht, wenn du nicht mehr reinsetzen kannst. Ich esse den auch so ist das nicht. Also es ist schon alles in Ordnung, aber der Sinn dahinter ist einfach runterzukommen.
Und einfach mal, Also meine Frau geht gerne in Norwegen angeln und da waren wir schon öfters in Norwegen angeln mit.
Meiner Frau, Da war ich noch nie. Muss ich mal hoch. Also erzählen tun sie alle davon, aber ich muss das mal als nächstes Reiseziel.
Ja. Wie bist du zu deine Auszubildende gekommen. Also viele erzählen ja, das funktioniert ja gar nicht, wir bekommen keine Auszubildende. Wie hast du das gemacht? Oder was ist dein Erfolgskonzept?
Kurioserweise müssen wir nicht mal an Ausbildungsmessen teilnehmen und wir haben jedes Jahr eigentlich reichlich Bewerber, wo wir drinnen auch noch darin auswählen können. Hört sich jetzt ein bisschen arg fremd an, ist aber tatsächlich so. Dazu gekommen bin ich Jetzt muss ich ein bisschen meine Rolle rückwärts machen. Also mein Leben zuvor war auch nicht immer so von Glück geprägt und in meiner Schulzeit war es auch nicht so von Erfolg gekrönt. Also ich war nicht so der beste Schüler und habe da eine Tortur durchgemacht, die mir aufgezeigt hat, wie schnell man in dieser Gesellschaft als Außenseiter wirken kann oder werden kann. Aber ich habe immer an mich selbst geglaubt und habe immer gesagt, ich kriege das schon irgendwie hin und und habe aber dabei gesehen, wie viel dabei in diesem ganzen System hinten runterfallen. Und das fand ich eigentlich menschlich total schade, weil da wirklich viele, viele Menschen bei waren, die was total Besonderes waren, aber die dann einfach durchs Raster gefallen sind. Und irgendwann kam mir der Gedanke und er ist dann mehr und mehr Wenn du mal die Möglichkeit hast, in diese Position zu kommen, dann versuchst du gerade Menschen, die nicht so guten Start hatten im Leben, die Möglichkeit zu schaffen, einen tollen Ausbildungsberuf zu erlernen und dabei auch glücklich zu werden. Und ich glaube, das ist so ein bisschen der Motor und so meine innerliche Einstellung dazu, wo ich damals die Firma übernommen habe, da kam ehemaliger Mitarbeiter von Schwaben Gerüstbau und Du willst also Schwan wieder neu beleben lassen. Ich würde gerne bei dir anfangen, aber nur mit der Bedingung, dass bei mir mein Sohn, der arbeitet bei mir mit in der anderen Firma und ich würde die Du müsstest dir mitnehmen. Und da war ich sofort Feuer und Flamme. Ich sag gar kein Problem, ich check das ab. Ich melde dich bei der Handwerkskammer an und wir melden dich halt um. Wenn er da wirklich jetzt gehen möchte, so aus seinen eigenen freien Stücken. Dann würde ich das übernehmen und gesagt, getan Und dann hatte ich mein erstes Lehrling, ohne dass ich es eigentlich wollte. Dann hatten wir das Problem, dass der Lehrling, der war in Bernau in einem überbetrieblichen Ausbildungszentrum und da war es zu dem Zeitpunkt, wo das geschlossen werden sollte und alle nach, ne, nicht nach Magdeburg, sondern nach Dortmund sollten. Und da hatte ich mich mit unserer örtlichen Handwerkskammer ausgetauscht, habe gesagt, das geht überhaupt nicht, wir können nicht die Berliner Schüler nach Dortmund schicken, einfach die kommen nie wieder. Ich sag mal so, die kriegen morgens nicht mal ihre Bettdecke zurückgeschlagen, dann sollen die bis nach Dortmund fahren, so witzigerweise. Da müssen wir irgendwelche anderen Möglichkeiten schaffen und wir werden dann hier im Osten sehr schwer haben, irgendwelche Ausbildungsplätze zu besetzen. Das funktioniert nicht, weil gar keiner Interesse hat, nach Dortmund zu fahren. Also nicht für Dortmund oder so, also nicht, aber wir brauchen unsere Region. Und da hatte ich Treffen veranstaltet mit unserer örtlichen Handwerkskammer, mit der Kreiswerke Handschrift. Und dann hatten wir hier einen Vorort Termin. Damals war auch noch die Sina Schäffler hat sich damit einladen lassen, dann hatten wir hier einen Regenaustausch und dann wurde sozusagen die Ausbildungsstätte, also ob ich dann, ich war da jetzt bestimmt nicht der ausschlaggebende Punkt, aber ich glaube, das war auf jeden Fall ein Punkt, dass man merkt, wir müssen hier wirklich was für die Region tun. Und somit hatte man dann Magdeburg schon im Augenschein gehabt. Aber ich glaube, damit hat man es extrem beschleunigt, dass die Auszubildenden nicht nach Dortmund mussten. Und diesen Ehrgeiz, den habe ich auch immer noch heute in mir.
Ich habe mal eine Baustelle von dir gesehen, beschäftigt. Du hast glaube auch einen eigenen Autokran, wenn ich das richtig in Erinnerung habe. Was hat einen eigenen Autokran, oder?
Ja genau, das war auch so ein Phänomen. Erzähle ich eigentlich nicht immer so gerne, weil es ist auch ein bisschen immer so, oder doch eigentlich ja doch, ich fand Krähen schon immer toll und waren irgendwie immer sehr, also hat ja auch was Überdimensionales und also mich hat es auch schon immer begeistert. Und mein erstes Projekt, ich kann mich noch genau erinnern, waren die Kirche Dematin und meine Mitarbeiter damals, die ich muss ja ehrlich gestehen, ich hatte von Gerüstbau gar keine Ahnung. Ich hatte zwar kaufmännisch auf der Pfanne und konnte diese Erfahrung da mit drin bringen, aber ich musste erstmal den ganzen Gerüstbau als solches in der Technik erstmal erlernen. Also wenn heutzutage jemand stellst ja nur ein Gerüst an eine Wand, dann soll er es mal versuchen. Also ich habe die Erfahrung gemacht, es ist viel, viel mehr als nur ein paar Stähle an eine Wand zu stellen. Es ist schon beträchtlich. Und doch habe ich mich genau an solchen Dingen rangewagt worden, was ich eigentlich keine Ahnung habe. Und unter anderem war die Kirche da drin. Und da fragte ich natürlich, ich bin da auch auf Augenhöhe mit meinen Mitarbeitern, habe gesagt, ich habe keine Ahnung, wie lange brauchen wir für das Einrüsten dieses Kirchturms? Und dann sagten die nach 14 Tage bestimmt, wieso 14 Tage? Ich habe das ganz anders kalkuliert. Hin und her sagten die, du hast scheinbar keine Ahnung. Ich sage, ja, habe ich wohl nicht. Was müssen wir denn da alles machen? Naja, wir müssen ja, um da oben den Gitterträger übers Kirchenschiff zu legen, müssen wir ja auch Türme hochrüsten, damit eine vernünftige Aufnahmekraft hat. Oder wie willst du die Gitterträger dann darüber ziehen oder rüberkriegen? War mir klar. Okay, Ja, aber ich sag, wird ja nicht viel einfacher mit dem Kran. Und dann guckten die mich ans Fragen dann, wie Kran hatten wir noch nie Kran? Ich sag, dann wird es mal Zeit. Ich sag, dann baut ihr mal die Gitterträgerkonstruktion unten so zusammen, dass wir die mit dem Kran hochziehen können. Alter, ob das glaubst du nicht? Ich bin mir sicher, die haben nicht dran geglaubt, dass der Kran wirklich kommt, bis er auf der Baustelle stand. Da waren sie natürlich stolz wie Bolle, dass wir innerhalb von anderthalb Stunden die Gitterträgerkonstruktion hochgezogen hatten und wir konnten weiter rüsten. Und somit war eigentlich die Sache geboren oder die Idee auch Kräne zu haben.
Du vermietest heute die Kräne für dich selber oder du vermietest sie auch extra.
Wir nutzen den wirklich sehr aktiv. Also jeder LKW von uns hat auch, also größere, die 7 Tonner natürlich nicht, aber jeder andere LKW hat bei uns einen Kran. Ich finde es einfach gut, wenn man so wenig wie möglich Handarbeit anlegt und bei uns wird alles mit dem Kran aufgeladen oder abgeladen. Und wenn irgendwelche Konstruktionen sind, die wir mit dem Kran hochziehen, dann tun wir das auch. Also da sind die schon, das haben die sehr gerne angenommen auf jeden Fall, weil es natürlich auch viel erleichternder ist. Und unter anderem haben wir auch externe Anfragen. Jeder von meinen Mitarbeitern hat auch sofort einen Kranschein bekommen, hatten wir hier mal eine Schulung durchgeführt und sind dann also jeder ist hier Kran berechtigt.
Jetzt war das dein erster Kirchturm, Wie hoch war der?
Der war 32 Meter und dein Vorgänger.
Wie hoch hat der schon mal eingebaut oder hat er noch nie eingebaut?
Der hat sogar oh ja doch, der war schon, ich glaube, der war auf 68 Meter.
Wenn du jetzt mal so zurückblickst und sagst, ja, habe ich das gemacht. Wir sind in einer Phase der Entwicklung. Wenn du jetzt heute anschaust, wir haben ja eine gewisse Baukrise und diese Baukrise, wie lange die jetzt noch anhält und was jetzt noch passiert, weiß momentan gar niemand. Manche sagen, im Frühjahr ist die Baukrise durch, da geht es wieder aufwärts. Manche sagen, da müssen noch viele pleite gehen. Firmin, wenn du jetzt sagen, wenn jetzt einer zu dir kommen würde und sagt, ja, der Bau wird sich noch mal um 30 40 prozent nach unten bewegen, würdest du dann oh Mensch, da habe ich irgendwie Scheiße gegriffen oder sagst du ach, das überlebe ich, da habe ich meine Idee, da voranzukommen.
Ich kann gar nicht bestätigen, dass wir eine Krise haben, wenn ich ganz ehrlich bin. Also wir haben ja Anfragen und Aufträge en maße. Also ich kann es wirklich nicht bestätigen. Was ich bestätigen kann, dass wir eine sehr unsichere Zeit haben. Also ob die jetzt so in der politischen Richtung einzuordnen ist, kann man ja mal irgendwann anders mal ausdiskutieren. Aber ich finde, wir sind hier ganzheitlich sehr in einem unruhigen Fahrwasser und das ist natürlich für ein Unternehmen immer nicht gut. Aber das ist auch unsere Aufgabe, genau das, gerade in unsicheren Zeiten trotzdem den Kurs zu halten und zu gucken, dass man da durchsteuert. Ich finde, es ist ja auch spannend. Es wäre ja nicht schlimmer, als wenn man dahin plätschert, jeden Montag bis Freitag. Und es ist immer wiederkehrend der gleiche.
Jetzt bist du schon von Anfang an Mitglied der Bundesinnung. Ich habe jetzt mitbekommen, du bist jetzt im Arbeitskreis KI. Nutzt du die KI auch schon im eigenen Unternehmen? Machst du schon damit was?
Mir fällt es immer ein bisschen schwer, mal irgendwelche Sachen zu diktieren, also so zu Papier zu bringen, dass sie natürlich auch professionell und regelkonform sind. Und da ist KI eine wunderbare Hilfe. Also ich habe da mal mich so ran getestet, so ganz scheu und naja, wer weiß und ich muss sagen, also ich nutze es schon fast täglich, es ist wirklich eine tolle Sache.
Und hast du auch schon dir Sachen machen lassen Im Prozess Automatisierung, da bin ich immer ganz bestrebt.
Also das geht ja beim Kranfahren los, dass man sagt, das ist ein Prozess, wo wir nicht mehr Handarbeit tätigen müssen und genauso sehe ich auch die Zukunft darin, dass wir unsere ganze Angebotswelt, was wir alles da so beackern müssen, dass wir das so automatisieren, dass wir eigentlich, also mein Wunsch wäre es, dass irgendwann mir so ein Computer sagt, dass dieser Auftrag, den hast du jetzt gewonnen, ohne dass ich da jeglich selbst händisches Beitun gegeben habe.
Ich gehe zum Jahresende raus, ich hab schon einige Feldversuche gemacht, relativ gut waren, aber das dürfen meine weiterverfolgen. Aber ich habe da schon einige Versuche gemacht und bin da schon ziemlich weit gekommen, aber ich mache danach was anderes und Gerüstbau mache ich einen Strich drunter und gut, okay, das war ein Kapitel. Viele glauben nicht dran, dass ich mich raushalten kann. Ich bin in Typ, ich kann abschließen. Also ich bin nicht mehr wo dann sagen muss, jetzt gehe ich mal drei Jahre raus, komm wieder. Ich habe ein paar Anfragen von Gerüstunternehmern, die paar Sachen von mir haben wollen. Ja, die können vielleicht das eine oder andere sagen, der Hermann Scherer, den haben wir schon mal im Hause, das ist schon ein paar Jahre her, das ist zehn Jahre her, der verlangt am Tag. Das ist ganz einfach, ganz einfache Rechenart, wenn du was wissen willst, kostet Geld und wenn ich Zähne bekomme, ist auch in Ordnung, dann lasse ich mich vielleicht noch breitschlagen, was für den Gerüstbau zu machen, aber ansonsten möchte ich das nicht mehr. Ich baue ja Mastermind Gruppen auf, das habe ich vorher im Gerüstbau gemacht mit Gerüstbauer zusammen und ich merke, dass ein unwahrscheinlicher Bedarf da, dass sich Unternehmer untereinander austauschen können im geschlossenen Raum und dann aber auch sagen können, wir wollen gemeinsam gut werden und besser und exzellent werden und ich habe da jetzt die letzten 15 Jahre geniale Erfahrungen gemacht im Bereich Mastermind und die kann ich einfach auch weitergeben.
Ich glaube, da ist der Gerüstbau noch nicht.
Gerüstbau ist ja schwierig und Gerüstbau, die wollen nicht viel Geld ausgeben. Ich und Jörg waren in einer Mastermind Gruppe dabei und wir haben also dort jeder Euro bezahlt für ein Jahr. Das hat uns wirklich massiv nach vorne gebracht.
Das kann ich mir gut vorstellen. Wenn man es mal auf die Monate runterrechnet, dann ist es auch wieder nicht viel.
Nein, auf die Monate runtergerechnet ist nicht viel, aber für den Gerüstbauer ist es sehr, sehr viel Geld.
Ich glaube, genau das ist das, was ich zum Anfang auch mal sagte. Es ist eigentlich sehr, sehr schade, dass wir diese Potenziale, diese tolle Branche nicht richtig entwickeln, nicht ausfächern, die Möglichkeiten nutzen, die wir besitzen, uns auch anders darzustellen. Also ich glaube, wir machen schon viele tolle Sachen, aber wir sind noch nicht wirklich bereit für das Ganze. Und das ist eigentlich so ein bisschen schade. Mal gucken, wann der eine oder andere damit aufspringt und vielleicht so eine Jojo Effekt oder so eine Welle entsteht.
Jetzt bis zu 55 jetzt. Mein Thema war immer ab 55 sollen wir drüber nachdenken oder normalerweise soll man schon bei der Gründung einer Firma oder Übernahme einer Firma über die Nachfolge nachdenken.
Natürlich habe ich der liegt auch voll da drin, auch wenn wir wachsen.
Und hast du dir da auch jetzt schon einen Plan gemacht, wo du sagst, okay, ich will so 63 will ich aussteigen oder was ist denn so dein Plan? Wo geht denn der hin?
Also es gibt jetzt zwei Szenarien. Entweder kommt jemand vorbei und Frank, du, was du da Tolles geschaffen hast, ich gebe dir ganz, ganz viel Geld, damit du, dass ich dir das abkaufe. Dann bin ich natürlich sofort raus. Aber das normale Szenario wird sein, dass ich irgendwann, also 63 vielleicht auch ein bisschen früher sogar schon übergebe. Und ich glaube, mein Bauleiter, den ich hier gerade habe, der hat sehr, sehr gute Ambitionen dazu. Und wir haben ähnliche Sichtweisen. Er hat natürlich in Summe hat er vielleicht noch ein paar andere, ganz andere Art zu denken, weil er ist viel jünger und ich, der lernt ja von der Pik Aufwand und ich bin ja irgendwann dazu gestoßen und kann gar nicht so viel mehr erlernen, wie er es noch vorhat. Und ich glaube, vielleicht in fünf Jahren vielleicht doch noch ein bisschen länger. Aber dann könnte es gut sein, dass ich sage Adios, obwohl es mir wirklich sehr, sehr schwer fällt. Ich bin so wie du, wie Du sagtest einer, der auch abschließen kann. Das war ich im Leben schon immer, aber mit dem Gerüstbau, da weiß man nicht. Mächtig schwer, glaube ich.
Also das Einzige, wo ich ganz gerne hingehen würde und noch einen Job annehmen würde, wäre das Gewerbeaufsichtsamt Arbeitssicherheit. Also da wäre ich, wenn die mir einen Job anbieten würden, als draußen rumgehen auf den Baustellen. Das wäre, glaube ich, mein Job, den ich brauchen könnte. Ich glaube, ich würde jedes Gerüst sperren. Ich würde den Hälften der Gerüstbauer würde ich den Gewerbeschein nehmen.
Sprichst du mir aus der Seele? Seele. Ich finde es so furchtbar, wenn ich so an manchen Gerüsten vorbeifahre, wo ich dann man, du hast es nicht verdient. Ja, wirklich. Du bist, brauchst die Branche für deine eigenen Interessen und die dann wirklich nicht gerade hoch sein können, weil wenn man so einen Mist sieht, der da wirklich auf den Baustellen passiert, dann. Und ich glaube, ich habe auch so angefangen. Also damals, wo ich hier, wir sind ja in einer relativ Region, also konjunkturschwachen Gegend in der Region hier. Und ich glaube, zum Anfang hat man mich auch ziemlich belächelt und hat gesagt, naja, vielleicht drei Monate, vielleicht ein halbes Jahr, dann ist er wieder weg, weil ich auch mit der Maßgabe rangegangen bin. Nicht wie die anderen hier mal gucken, wie billig wir das anbieten können, sondern ich habe gesagt, ich habe von Anfang an Wir bauen qualitativ hochwertige Gerüste, die kosten mehr, Aber am Ende des Tages, der schlaue Kaufmann rechnet sich da draus und wird feststellen, das ist gar nicht viel mehr oder sogar im anderen Fall sogar günstiger, weil wenn man bestimmte Dinge nämlich einhält, ein paar Faktoren, dann ist es am Ende des Tages doch günstiger. Den Beweis habe ich ja jetzt auch geliefert.
Der Gerüstbauer, muss ich immer wieder sagen, irgendwann haben alle gelernt, einen Helm aufzusetzen, aber an dem Helm gibt es einen Kinnriemen und der Kinnriemen, den muss man normalerweise zumachen, hier unten zumachen. Wir hatten einen schweren Unfall vor fünf, sechs Jahren. Da ist uns ein Gerüstbauer bei sechs Meter aus dem Gerüst gefallen. Der hat also das unterste Geländer, ein Rohr eingeschraubt und ist da im Sommer durchgefallen und ist sechs Meter runtergefallen. Und ist unten auf dem Boden an einer Betonkante aufgeschlagen mit dem Kopf. Er hat also mehrfache Brüche gehabt, also 16 mal oder öfters ist er operiert worden. Ich habe den auch im Krankenhaus besucht, Hand gebrochen, Splitterbruch, Füße Splitterbruch. Und der Notarzt hat gesagt zu ihm, das erste, was ihn gerettet hat, dass er angegurtet war. Also es hat gebremst, das ganze Spiel, wo es dann nicht ausgezogen wurde, aber er hat gebremst. Das nächste, was ins Leben gerettet hat, war der Kinnriemen, weil beim Runterfallen wäre dann der Helm runtergefallen und er ist dann rückwärts mit dem Kopf auf diese Betonkante. Und das hat ihm, den Helm hat ihm das Leben gerettet. Und deswegen bin ich da auch so hinterher, dass der Kinnriemen nicht mehr zu ist. Die sagen dann, ja, ich kriege unterschiedlicher Bartwuchs und unterschiedliche Bräunungen am Gesicht, interessiert mich alles nicht. Und Wenn ich sehe, 80 Prozent haben keinen Gott, also kein Kinnriemen, der hängt immer überall oben, finde ich fahrlässig, weil es passiert gleich, wenn von oben ein Teil runterfällt auf den Helm, in dem Moment fällt der Helm runter vom Grund einfach weil der hoch springt oder aus Schreck, vom Schreck her fällt er weg. Und wenn das zweite Teil hinterherkommt, habe ich es auf den Kopf, zieht keiner ein. Und das würde ich rigoros durchsetzen. Also Gurt umlegen, Gurt vielleicht angurten, ja, Helm aufsetzen, Arbeitsschuhe, da sind wir schon recht weit, aber Kinnriemen, da wäre ich, wenn ich da einen Job bekommen würde, ich glaube, ich würde jede Baustelle sofort lahmlegen.
Du wärst dann sozusagen der Kinnrienwälder, Ne? Aber schön natürlich, wenn man die Erfahrung gemacht hat, dann sieht man das natürlich aus einer ganz anderen Sichtweise. Und dann, dann ist man wirklich froh, dass er noch am Leben ist und.
Dadurch, ja, ich muss dazu sagen, den haben die zusammengeflickt, hat gedauert. Der ist aber heute wieder bei uns Kolonnenführer. Na guck, siehst du, also er war lange krank, war fast eineinhalb Jahre krank, haben sie wieder zusammengeflickt und wir haben ihn dann wieder eingearbeitet als heute Kolonnenführer. Sicher ist er nicht mehr so schnell wie früher, aber er ist trotzdem ein guter Kolonnenführer.
Es ist ja auch nicht die Aufgabe schnell zu sein als Kolonnenführer, sondern die Baustelle zu managen.
Verstehen auch viele nicht. Die Kolonnenführer meinen immer, sie müssen oben im Gerüst stehen, bin ich komplett dagegen.
Die müssen koordinieren, die müssen ansagen, was zu tun ist und dann genau die Fäden ziehen Auf der Baustelle.
Vorletzte hast du einen Notfallplan?
Ja, tatsächlich. Es hat ein bisschen gedauert. Ich höre mir immer gerne andere Meinungen an, nur so kann ich ja auch dazulernen. Und irgendwann kam das Thema mal auf den Tisch, was ist denn mal, wenn mit dir was passiert? Und wir haben ja bei uns auf dem Server einen Ordner zu liegen, wo auch tatsächlich sowas hinterlegt ist, was zu tun ist, wenn, denn es wäre für mich ein Graus mit ansehen zu müssen. Ich liege vielleicht im schlimmsten Fall im Krankenhaus oder so und sehe, dass die Firma Bach runtergeht, weil ich bestimmte Dinge einfach nicht berücksichtigt oder nicht bedacht habe. Das wäre wirklich schade.
Da will ich dir noch einen kleinen Tipp geben. Wir haben den Stick bei den Erben und im Bankschließfach Cyberangriff bekommst, brauchst du den Notfallplan heraus.
Okay, ja, das stimmt.
Guter Tipp.
So ein Stick bei mir ins Schließfach legen.
Ja, weil da bist du besser. Du hast woanders Cyberangriff gehabt jetzt aber konnten ihn Gott sei Dank abwehren. Die IT hat das rechtzeitig gemerkt, aber wenn die dich deine Daten verschießen, hast du gar nichts mehr. Wir haben eine App da, wo wir alle Verträge drauf haben, KI gesteuert, Also ich scanne das eine, er liest die komplett aus und die Verträge sind dann in dieser App drin. Alle Verträge, also nicht Kundenverträge, die nicht, die haben wir woanders digital im Sharepoint, aber alle anderen Verträge, Banken, Mitarbeiter, alles was wir haben. Wir haben über 400 Verträge, die sind alle dort in dieser App drauf und die App haben wir zusätzlich noch mal runtergesichert, also zweimal gesichert.
Walter, ich muss dich mal besuchen kommen, wenn es erlaubt ist, dann würde ich gerne mal bei dir vorbeikommen, Da musst.
Du 4. Dezember noch kommen. Aber beim Dirk darf auch jederzeit jemand kommen. Wir haben jetzt die Woche eine Angestellte da gehabt von der Firma Walagger Busbau aus Laach. Bei uns mal reinschauen. Und das darf jeder bei uns jederzeit kommen, Auch wenn ich weg bin, darf jeder kommen. Wir haben ganz viele Gerüstbaufirmen, die regelmäßig uns besuchen Cool, müssen sich nur auf den Weg machen, sage ich immer.
Also das kann ich auch so mal mitgeben, vielleicht in diese Runde nach draußen, wenn jemand fasziniert ist von meiner Art, wie ich das gemacht habe und möchte da ein paar Antworten oder Fragen stellen. Jederzeit, kann jederzeit hierher kommen. Wir haben schon echt wirklich verrückte Sachen gemacht in den vier Jahren. Also ich bin da wirklich auch stolz drauf, dass es so funktioniert hat Und es macht auch einfach Spaß. Und ich glaube, das ist was nachher am Ende des Tages, die letzte.
Wirst du jetzt von zu Hause genügend gelobt für das, was du tust?
Ja, ja, sie sind alle mächtig stolz im Nachgang. Also meine Frau, die war ja auch sehr skeptisch über diese Entscheidung, aber heute sagt schon alles toll, was du da machst.
Dankeschön, Frank, gerne, dass du dabei warst.
Ja, schön.
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Genau, das war Walter Stuber, der Mutmacher im Gespräch.
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