Vom Maurer zum Gerüstbau-Profi: Sonderkonstruktionen, cad & harte learnings | Der Mutmacher #45

Interview (deutsch) mit Philipp Logemann, einem Gerüstbaumeister, über seinen Werdegang vom Maurer zur Spezialisierung auf Planung von Sonderkonstruktionen. Kernthemen sind Praktiken in der Zeichnungserstellung (Handzeichnung → CAD, CP Pro / Scavmx), Automatisierung, BIM/3D-Scanning/VR-Anwendungen, operative Lehren (Logistik, Factoring, Insolvenz), Personalführung, Ausbildung & Lohnpolitik sowie Work–Life-Balance und Zukunftsaussichten (z. B. KI-Einsatz).
Chapters
Herzlich willkommen zu Walter Stuber, der Mutmacher im Gespräch. Herzlich willkommen zu Mutmacher im Gespräch und Philipp Lockmann ist heute mein Gast. Lieber Philipp, stell dich mal persönlich vor.
Ja, ich bin der Philipp Logemann, bin mittlerweile Gerüstbaumeister seit ein paar Jahren, bin aber ursprünglich mal ganz wild in den Gerüstbau gekommen, so über Arbeitnehmer, also hier diese Sonderregelungszulassung und so weiter, über Anerkennung und ursprünglich mal Maurer, war viele Jahre selbstständig im klassischen Gerüstbau, jetzt mittlerweile ausschließlich in der Planung von Sonderkonstruktion. Privat zwei Kinder, ansonsten lebt in Norddeutschland zwischen Bremen, Hamburg, Bremerhaven, genau in der Mitte.
Wie bist du jetzt über den Maurerberuf zum Gerüstbau gekommen?
Ich habe ursprünglich nach der Schule Maurer gelernt, habe dann nach der Maurer-Ausbildung noch die Fachoberschule. Technik gemacht. Hab dann in der Zeit angefangen, also in der Ausbildung schon zum Maurer nebenbei samstags Gerüst zu bauen. Also hab Gerüst gekauft und dann gebaut mit sehr viel Unterstützung von der Familie. Zu meiner Zeit in der Fachoberschule Technik hatte ich zwei Angestellte in Vollzeit, Ja, so dass ich dann zum Ende der Schule dann auch schon so direkt in die Selbstständigkeit dann gegangen bin und haben das dann über eine Anerkennung gemacht, haben seinerzeit dann bei einem Gerüstbaumeister dann eine Prüfung abgelegt, um dann über diese Sonderausnahme reinzukommen. Würde ich ganz klar heute keinem empfehlen, muss ich echt sagen, auch wenn man sich immer Mühe gegeben hat, die ersten Konstruktionen, man hat das Wissen einfach nicht. Und ja, hab dann irgendwann, eigentlich war nie mein Plan, Gerüstbaumeister zu werden, überhaupt in den Gerüstbau zu gehen, war schon gar nicht der Plan vorher. Ja, und irgendwann kam mal Werbung reingeflossen, dass man den Gerüstbauermeister modular machen kann, also immer blockweise. Und dann habe ich gedacht, das könnte ich mit meinem Tagesablauf vereinbaren, dass ich dann irgendwie unter der Woche weg bin, dann am Wochenende das nachhole und die darauffolgende Woche oder so. Ja, und so habe ich den dann irgendwann gemacht, 2017, 18 in Dortmund. Seitdem bin ich Gerüstbaumeister, habe danach noch mal eine Prüfung als Bauleiter im Hochbau gemacht, bin dann irgendwann auch schon mal angefangen Bauingenieurwesen zu studieren, das habe ich aber jetzt unterbrochen, weil einfach zu viele andere Faktoren noch waren und zu guter Letzt jetzt auch noch kindkrank geworden ist. Und ja, so kam halt irgendwie jetzt eins zu anderen und habe ich das erstmal unterbrochen, will aber eigentlich so im nächsten Herbst ist so der Plan wieder weitermachen und Ziel ist ganz klar, das irgendwann mal fertig zu haben.
Jetzt ist so die Was begeistert dich an dem Beruf Gerüst?
Ja, also ich finde grundsätzlich, also ich bin, ich sage immer, wenn mich einer fragt, ich sage eigentlich gar nicht so unbedingt, dass ich kurz baue, sondern ich sage eigentlich immer Handwerker, weil ich also mich begeistern eigentlich alle handwerklichen Berufe, so die klassischen Bauberufe, so sag ich mal. Und deswegen habe ich damals, ich bin als Kind halt auf dem Bau groß geworden, also im Kindergarten war es so, dass Opa war schon Maurer und so und dann haben wir Häuser gebaut, also wir waren sehr aktiv in der Immobilienbranche damals und ja, und dann ging es halt samstags, ich wurde um fünf aus dem Bett geholt und dann ging es den Samstag, bin ich irgendwann im Auto auf der Baustelle wach geworden und dann ja, da war ich halt den ganzen Tag auf der Baustelle, eigentlich am Wochenende. Es ging immer Samstag, Sonntag los und wir haben immer ein Jahr ein Haus gebaut und so war mein Leben eigentlich geprägt in der Woche Kindergarten am Wochenende Baustelle und was mich halt am meisten begeistert, dass man einfach das grundsätzlich in allen Berufen da sieht, was man eigentlich macht. Und auch wenn man so dieses wird ja manchmal drüber gewitzelt, wenn man durch die Stadt fährt und einfach sagt, da haben wir schon mal gemacht und da haben wir schon mal was gemacht und so und und klar sieht man jetzt beim Gerüst natürlich, wenn die Konstruktion nicht mehr da ist, sieht man das nicht mehr. Das ist bei Mauern natürlich anders, aber war auch spannend, die Sachen mal einzurüsten, die Opa vor 40 Jahren gemauert hat. Das war auch ganz spannend so ich sag mal früher so hier im Bremer Raum, die neue Heimatbuden, die waren hier immer und das ist dann auch schon schön und dann, ich sag mal, dann merkt man auch so, selbst wenn Opa dann noch erzählt von früher, da haben wir dies, das und so gemacht und da denke ich, dass es so das nicht in jedem Beruf möglich, dass man so viel erzählen kann von dem, was da erschaffen worden ist und man sieht das noch bildlich Jahre später und das ist halt so das was mich grundsätzlich am Handwerk so begeistert und Gerüst ist halt, ist halt schön, weil man halt feste Maße hat und so, da kann ich vom Kopf her ganz gut mit um so das alles immer schön gleichmäßig gerade und so.
Dann machst du ja heute Gerüstkonstruktionen, zeichnest du hast du dortmals, wo du selbstständig auch jede Baustelle gezeichnet.
Ja, ich bin, als ich mich selbstständig gemacht habe, das war, ich bin 2011 sind wir nebenbei angefangen, ab 2013 habe ich das dann Vollzeit gemacht und für mich war das dann so, irgendwann war der Punkt, Das war so 2015 sowas, waren wir dann so weit, dass ich das nicht mehr schaffen konnte. Also ich habe jede Baustelle per Hand gezeichnet, auf ganz klassisch auf auf A Papier, auf dem Zeichenbrett, so wie man das halt, wie ich das in meiner Ausbildung als Maurer dann quasi gelernt habe, habe dann meine Zeichnung, meine eigene Art zu zeichnen gekriegt, also das nie gelernt. Die Mitarbeiter haben es aber auch alles verstanden und so weiter, aber es wurde halt ja immer mehr und irgendwann fehlte mir halt die Zeit, das selber zu machen und ich habe auch jede Baustelle genau auf eine Kupplung ausgezählt, also jede Kupplung, jede Lochscheibenkupplung, auch komplett jeder Fuß, alles wurde genau gezählt und das habe ich immer alles händisch gemacht. Und als wir dann irgendwann eine Größenordnung erreicht haben, dass wir gesagt haben, wir brauchen jemanden, der mich da unterstützt, ich kann das nicht mehr alleine oder wenn man auch mal ausfällt, das ist ja auch immer das große Risiko dann, da war so der Punkt, ja was machen wir jetzt? Und da war es für mich unvorstellbar, jemanden anzustellen, der das mit der Hand macht. Das war für mich so ein völlig fremder Weg. Heutzutage weiß ich in anderen Gerüstbaubetrieben, das ist normal, dass der Bauleiter da die Zeichnung mit der Hand macht, mit dem Bleistift auf Karopapier womöglich noch. Das war für mich unvorstellbar. Für mich war klar, wenn das ein anderer zeichnet, spätestens dann muss ich auf CAD umstellen und so habe ich dann damals schon umgestellt, habe dann zuerst CP Pro angefragt, weil mir das vom Programm her sehr gut gefiel mit dem gerade so Nachkalkulation, Stückliste, Lagerwirtschaft und so, weil ich über diese Lagerwirtschaftsprogramme dann halt auch kommen wollte und so. Mir gefiel diese ganze Kombination, die damals so weit war, schon sehr gut. Hatte aber ein Ich bin damals nur mit Modulgerüst angefangen, weil ich gesagt habe, ich möchte keine Rahmen, ich möchte flexibel bleiben, auch wenn es bei irgendeiner Strecke, die nur geradeaus ist, vielleicht mal etwas aufwendiger ist. Dem muss man zustimmen. Aber insgesamt, wir waren viel im Einfamilienhausbau, da hatte man viele kleine Ecken und so weiter, da war das so schön mit dem Modulgerüst und dementsprechend brauchte ich das Modulgerüst an der Fassade. Jetzt war mein großer Ansatz damals, dass ich den Automatismus natürlich sehr, sehr nutze, diese KI, die damals schon quasi da hinterlegt war. Und da war mein Problem dann, dass CP Pro mir damals nicht zusagen konnte, dass sie innerhalb von zwei Monaten oder sowas das Modulgerüst, den Automatismus für die Fassade freischalten bzw. Dass sie das so weit entwickelt haben. Die hatten das in Rahmengerüst und da war für mich ja, dann ist das raus, dann ging ja für mich gar nicht. Und dann habe ich daraufhin bin ich bei scavmx gelandet und dann haben wir da auch mit angefangen und haben dann auch mit scavenx zusammen das Ganze dann irgendwie weiterentwickelt, alles was da so drin war. Die haben mich auch damals eingeladen. Also ich war auch in Neustadt an der Weinstraße und wir haben dann zusammen mit ein paar anderen Firmen, die da sehr viel mitgearbeitet haben, haben wir das weiterentwickelt, haben aus dem Alltag quasi gesagt, so hier und da haben wir noch Probleme und so ist das immer weitergekommen. Und da muss ich sagen, irgendwann lange habe ich das dann so gemacht, dass wir diesen Automatismus genutzt haben und dann aber viel nachgearbeitet haben, Weil ich bin zum Beispiel jemand, ich sage grundsätzlich, also ich sage mal 95 Prozent der Bauten kann man machen ohne Überwurf. Und das ist so was, wo ich zum Beispiel ganz streng darauf achte, so damals auch, wir haben in Höchstzeiten drei Technische Zeichner gehabt. In der Zeichnungsabteilung und die wussten genau, es wird nur im äußersten Notfall rübergeschmissen. Und ich sage mal, im Einfamilienhaus braucht man das eigentlich schon fast gar nicht, dass man irgendwo was über, im Sonderkonstruktionsbereich kommt man natürlich irgendwo an die Grenzen. Gut, wir haben natürlich auch alles so 45 Grad Platten und so weiter natürlich alles gehabt, damit man das so ausbilden kann. Das wussten die Zeichner auch. So bin ich halt auf das CAD Zeichnen gekommen. Und heutzutage muss ich sagen, nutze ich den Automatismus, den Scavenger hinterlegt hat, gar nicht mehr alles, nur noch, weil es einfach ich stelle mir die Konstruktion im Kopf vorher vor, wie ich sie haben will und setze dann einfach jedes Teil gleich dahin, wo es hin muss. Und mittlerweile ist man so fit, um auch, ich sag mal, schnell Funktionen zu nutzen. Ich habe eine Tastatur, wo ich Schnellfunktionen drauf hinterlegt habe, um entsprechend schnell dann zu arbeiten. Und dann kann man auch, macht man eine Lage einmal vernünftig und dann sagt man 20 mal hoch, dann hat man das 20 mal. Dafür brauche ich keinen Automatismus. Und da muss ich sagen, das hat sich sehr etabliert so zu arbeiten, gerade jetzt auch im Sonderkonstruktionsbereich.
Ja, wir arbeiten schon mit CEWE Pro insgesamt seit 1998 zusammen, haben dann auch im AutoCAD eine große Entwicklung gemacht, aber wir sind schon jetzt ein paar jahre dabei in AutoCAD zu arbeiten. Geht wesentlich einfacher. Wir haben nur noch ein Projektleiter, der es nicht kann. AutoCAD wird auch jetzt eingearbeitet in AutoCAD und bei uns geht ohne eine Zeichnung schon seit vielen Jahren. Also bei uns hat es immer Handzeichnungen gegeben. Jede Baustelle wird ausgezählt bis zum letzten Detail. Wir haben jetzt Stuccado App für die Lagerhaltung eingeführt letztes Jahr. Bei uns wird jedes Gerüstteil, was rauskommt unrein kommt, gezählt. Also rauskommen haben wir früher immer gezählt, was reingekommen ist, nicht. Das machen wir jetzt seit neuestem. Das zählen rein, um ganz genaue Lagerbestände zu haben, wissen, was auf den einzelnen Aussenlagerplätzen liegt und wir sind da ganz erfolgreich unterwegs. Also ich muss immer wieder sagen, wir können das gar nicht vorstellen, einfach auf den LKW was drauf zu laden und loszufahren. Das gibt es nicht. Und alle unsere Konstruktionen, die zum Statiker gehen, sind alle vorher gezeichnet, wird alles ordentlich gezeichnet. Und ich bin echt ein Fan davon, dass in der Arbeitsvorbereitung so detailliert zu machen, wie es nur geht, richtig weit rein richtig. Und da soll normalerweise nichts übrig bleiben. Das haben wir schon früh mit der Hand. Also da haben wir immer darauf geachtet, dass schon nichts übrig bleibt, dass die immer leer sind. Die Autos, dass da wirklich ganz genau geladen wird.
Genau. Und ich denke einfach, das ist auch der richtige Weg. Da gibt es ja auch geteilte Meinungen drüber. Also andere sagen ja, weißt du ja nicht, vor Ort ist dann vielleicht auch noch mal irgendwie wieder anders oder so. Ja, aber ich sag mal, wenn es vor Ort dann anders ist, dann ist es abweichend zum Angebot, als du es ursprünglich mal gemacht hast. Und dann ist es halt Sache des Kunden. Dafür muss ich nicht puffern und kann ganze Tage mehr aufladen und wieder abladen und so weiter. Das sind ja auch alles Stunden, die irgendwie dann anfallen, die einem keiner bezahlt.
Ja, wir haben jetzt den Ton gescannt, Wir haben teilweise extern scannen lassen. Wir haben uns aber jetzt noch mal einen eigenen Scanner gekauft, um noch mehr detaillierter zu arbeiten. Wir haben uns in BIM eingearbeitet, wir haben uns in die Brille eingearbeitet und ich glaube, da ist bei den Kunden sind die Türen aufgegangen, wo wir gesagt Hey komm, du kannst bei uns durchs Gerüst gehen in der Brille, da ist jetzt momentan richtig viel möglich und man kann dem Kunden eine Brille zuschicken. Hey, du brauchst gar keine Schicke, eine zu. Du kannst mal da draufschauen, zusammen mit uns kannst du draufschauen. Wir können dann noch weiter konstruieren in dem Projekt, in der Vorkonstruktion. Und wenn man sich damit beschäftigt im Sondergerüstbau, kann man auch ein gutes Geld verdienen. Es geht nicht immer ums Geld, ist meine Erfahrung. Wir kriegen in der Regel, wenn wir nicht 50 Prozent teurer sind wie unsere Mitbewerber, kriegen wir trotzdem Auftrag. Also bei 50 Prozent. Und wir wissen es auch, wenn wir jedes verlorene Angebot wird bei uns extern am gleichen Tag oder einen Tag später nachtelefoniert, warum wir es verloren haben.
Ja, also das ist, ich sage mal, dass man da ein gewisses Vertrauen gegenüber dem Kunden dann schaffen muss vorher im Angebotsverfahren gerade, dass ich ganz oft, gerade jetzt so, ich sag mal, jetzt hat man natürlich auch die Tätigkeiten so, ja, da war einer vielleicht, wer weiß wie viel günstiger. Und am Ende ist dann das große Problem, das sehe ich natürlich jetzt, wo ich in den Sonnenkonstruktionen unterwegs bin, natürlich noch mal umso doller, weil, also ich habe es jetzt schon öfter erlebt, in den, ich weiß jetzt gar nicht, jetzt mache ich glaube ich drei Jahre oder vier Jahre mal jetzt Sonderkonstruktion, das ganze Gerüste in Riesendimension wieder einfach abgebaut werden, weil die es ein Jahr lang nicht geschafft haben, am Ende eine Abnahme zu erzielen oder so. Und dann kommt ein anderer Gerüstbauer und dann und der geht halt mit der entsprechenden Vorplanung da rein. Klar ist das eine aufwendige Planung am Anfang, aber das ist im Prinzip nachher dann, wenn die Baustelle dann läuft, wenn man eine vernünftige Vorplanung hat, dann sparen wir auch auf der Baustelle wieder. Und das denke ich, das Vertrauen ist erstmal das Wichtigste, weil wenn diese Firmen die einfach pauschal irgendwie drauf bieten und am Ende das dann über Nachträge generieren wollen, da ist keiner glücklich drüber.
Bei uns ist null Nachtragsmanagement, außer der Kunde will was Besonderes haben im Nachgang, dann muss er bezahlen. Aber ansonsten versuchen wir, wir haben nicht viel nachträglich mehr, Das ist nicht unser Ansinnen.
Ja, also ich habe das zu meiner Gerüstbauer Zeit auch sehr, sehr wenig gehabt, dass wir irgendwo mal was ändern mussten oder so. Also das war im Verhältnis wenig. Das war meistens eher so, dass dann irgendwelche Informationen fehlten oder sowas. Das ist so der Klassiker eher.
Wenn du jetzt aber drei Zeichen gehabt hast, hast du noch eine ganz gewisse Größe erreicht. Was hat dazu geführt, dass du gesagt hast, okay, ich höre damit auf. Was hast du dann daraus gemacht?
Ja, also von der Größenordnung war es So, dass wir 48 Mitarbeiter hatten, das war dann 2018 waren wir an dem Stand so im Schnitt so 45 Mitarbeiter. Der Höchstpunkt waren wir bei 48, ja. Und eine Sparte davon war halt, wir waren Gerüst an drei Standorten und eine Sparte war aber Logistik. Und ich habe immer den Ansehen gehabt, habe gesagt, wir haben jetzt eine sehr gute Bauwirtschaft und wer weiß, ob das in ein paar Jahren noch so ist. Und dann wollte ich, dass die Logistik, in meinem Fall waren das 8 40 Tonner, die dann quasi völlig separat liefen, andere Ware fahren und das kleine Teil Gerüst, was sie dann ausliefern, wir haben immer Mitnahmestapler, sind wir gefahren, um es auszuliefern, halt genau abgezählt. Und dann sind die Jungs mit dem Sprinter hingefahren und haben nur noch die Boxen nach dem Aufbau mit zurückgenommen und zum Abbau haben sie die dann wieder mit hin. Also unser Gerüst war dann quasi gar nicht auf den Niederlassung. Und es war so, dass die Logistik quasi ist halt große Supermarktketten oder so gefahren oder irgendwelche Bauunternehmen, die Steine geliefert haben oder so. Also alles, alles kunterbunt, was man sich so denken kann, was halt auf dem LKW gefahren wird, so alles, was unter eine Plane passt sozusagen. Und der Bereich war von Anfang an, muss ich sagen, schwierig zu führen. Also das ist eine schwierige Branche, weil erstmal ist die Marge nicht groß, sehr zu Lasten der Mitarbeiter. Also ich sag mal, Gyrüsbau ist auch hart, also ist ja harter Job. Und man hat dann auch immer so hier und da mal, wo der Tag dann mal länger wird und wo man dann sagt, komm, dann fängt es morgen eine Stunde später an oder sowas, Aber nicht, dass wir noch mal dahin fahren müssen, dann macht die Baustelle eben fertig, macht morgen Stunde später oder keine Ahnung, zum Wochenende lief gut, die Stunden sind aber vollkommen, dann bleibt der Freitag schon zu Hause. Aber man hat Spielraum so ein bisschen, sag ich mal, das wollte ich damit sagen. Und in der Logistik ist es halt so, wenn du jetzt nicht den Auftrag gerade an erster Stelle hast, das was die großen Speditionen haben, dann bist du ja irgendwo weiter hinten in der Kette und dann ist es immer so, dass du eigentlich immer Minimum bist und dem Fahrer eigentlich jeden Tag wieder sagen da ist eigentlich schon geschlossen, fahr da noch mal eben rum und guck noch mal eben, ob du da nicht schon abladen kannst, kümmer dich darum oder so. Und man hat das halt, das ist nicht so, dass man dem dann sagt so ja gut so, dann hast du abgeladen, gut, dann kannst du morgen ein bisschen entspannter machen. Nein, der Druck ist nächsten Tag genauso. Und das war halt so eine ganz andere Branche. Und da bin ich halt auch genauso reingefallen dann wie im Gerüstbau auch. Ich war nie vorher in der Branche und habe dann versucht da jemanden zu finden, der das quasi vernünftig professionell macht. Und ja, da hatte ich quasi ein personelles Problem dann irgendwann mal. Wir haben zwischendurch auch mal eine andere Spedition übernommen, das wurde noch mal rückabgewickelt und so. Also es war nie so richtig schön der Bereich. Und irgendwann hatte ich jemanden abgeworben, der beim großen Küchenbauer hier aus der Region war und der war da Disponent und hat da diese ganzen Küchenbaukolonnen disponiert. Und meine große Vision war eigentlich, dass wir irgendwann die reine Disposition der Gerüstbaukolonnen, wo wir eine Zeitschätzung für haben über die Massenermittlung, dass das irgendwann mal über die Logistik läuft, damit die das kombinieren können mit dem Verkehr, wann wird das Gerüst angeliefert, wann nicht und dass die Gerüstbauer quasi zwei Ansprechpartner für ihre Baustelle haben. Einmal den Meister, der für das Bauvorhaben zuständig ist, der die technischen Part macht und einmal die Logistik, dass da ein Disponent sitzt. Wenn die sagen, wir haben doch länger gebraucht als geplant, wir müssen irgendwie schieben, dann müssen die sich Gedanken drüber machen. Und ich hatte gedacht für die Position, den wir dann über den Headhunter gefunden haben, der diese Küchendisposition in großem Stil gemacht hat und vorher auch schon Erfahrung in einer großen Spedition hatte, um dieses ganze drumherum halt auch zu können, habe ich gedacht, das ist der perfekte Mann für mich, weil ob der eine Küchenbaukolonne disponiert oder eine Gerüstbaukolonne, das ist in dem Part dann egal, weil das ist genau das gleiche, ob er sagt, er hat seine Küche noch nicht geschafft zu montieren oder das Gerüst nicht geschafft zu montieren. Und da habe ich, ich war eigentlich stolz, dass ich den gefunden habe und habe natürlich auch sehr viel Geld dafür ausgegeben, dass ich den dann halt kriegen konnte. Und naja, dann fing der halt an und es lief halt auch alles super, die Fahrer waren total zufrieden und so weiter. Ja und dann kam irgendwann, ich bin ja parallel im Gerüstbau sehr sehr schnell gewachsen und hab natürlich sehr, sehr viel Gerüst dazu gekauft und ich habe in dem einen Jahr bei Perry für zwei, zweieinhalb Millionen gekauft und das waren halt Hausfinanzierungen. Perry hat da sehr, sehr viel Vertrauen reingesetzt, weil wir die Jahre davor halt sehr, sehr erfolgreich gewachsen sind und dann ist dann Mietkauf, das heißt erstmal kriegt man über die Steuer natürlich die Vorsteuer wieder und dadurch sah die Liquidität natürlich, da hatten wir uns erstmal nicht dran gesehen und ich selber war so ausgelastet, weil ich nicht, ich habe halt den großen Fehler gemacht. Ich habe halt im Unternehmen gearbeitet, wie man das immer so schön sagt und nicht am Unternehmen. Ich war halt zu doll noch im Tagesprozess drin und deswegen hatte ich halt keinen Kopf, mich mit der Logistik zu beschäftigen. Und naja. Und irgendwann habe ich aber das Problem, habe ich natürlich gemerkt, oh scheiße, da fehlt irgendwo Geld, weil immer wenn dann eine Hausfinanzierung losging, musste ja quasi die Mehrwertsteuer quasi gezahlt werden, weil das waren immer so einzelne Blöcke dann je nachdem wie geliefert worden ist. Und dann fehlte halt irgendwo was und dann war schon alles so, war schon alles knapp. Und dann habe ich das Problem gekriegt, wir haben unsere Forderung, haben wir über Forderungsmanagement verkauft, damit sie einfach abgesichert sind. Ich habe gesagt, bei uns klappt das Forderungsmanagement nicht so gut und in der Logistik macht man das so oder so, weil Da hat man 90, 120 Tage und hat mit Leuten zu tun, die man nie sieht. Das ist ein Anruf, man kriegt den Auftrag, das sind irgendwie, keine Ahnung, 200, 300 Euro, das lohnt sich auch nicht danach zu gehen, deswegen verkauft man da die Forderung. Das ist üblich in der Branche. Und das habe ich dann im Gerüstbau auch gemacht, weil ich gesagt habe, so, dann ist die Rechnung gebucht, es kümmert sich jemand drum, das kostet mir zwar Geld, aber es wird vernünftig eingefordert. Und die Leute, die zahlen auch ganz anders, wenn da auf einmal eine Bank schreibt, als wenn man selber eine Mahnung schreibt. Und da war ich auch sehr zufrieden mit. Aber die haben mir dann, die haben gesagt, bei Logistik sieht das nicht gut aus und daraufhin haben die mir den Vertrag gekündigt. Und dann ging das ganz schnell. Also innerhalb von fünf Monaten konnte ich quasi dann für die Firmen Insolvenz anmelden und hatte das Problem, dass es halt Bürgschaften unter den GmbHs gab. Jeder Gerüstbaustandort hatte eine eigene GmbH, die Logistik auch, aber es war ja noch alles jung und im Aufbau und dann hat man natürlich über die Banken Bürgschaften hier und da noch mal hier für einen LKW Hafen und so. Und naja. Und dann habe ich daraufhin gesagt, es ist eigentlich jetzt nur die Logistik, aber die wird ja die Forderung in der Insolvenzmasse dann haben an die Gerüstbaufirmen, also kann ich gleich für die Vernünftige Abwicklung für alles dann anmelden und daraufhin dann für alles angemeldet. Damals war halt so, ist halt blöd gelaufen. Also ich sag mal, das kann man jetzt auch nicht mehr schönreden. Und das ist natürlich auch blöd. Ich sag mal, gegenüber Lieferanten hat man im Gyris Bau ja nicht so viele. Aber klar, man hat natürlich immer am Ende welche, die dann da überbleiben. Das ist ja so, in Israel ist.
Es so, dass du oder Amerika ist es ja so, du musst dreimal pleite gehen, dann kriegst du erst das große Geld in die Hand.
Ja, also ich sag mal so, es gibt, ich kenne ja viele Leute, die das irgendwann mal hatten und so weiter, die sind da am Ende wirklich gut bei rausgegangen, so weil die haben halt vorher den Laden noch mal richtig leer gezogen oder so. Aber bei mir war halt, ich habe für dieses Ding gebrannt, ich habe dafür gelebt, ich wollte das hochziehen, ich war morgens viertel nach drei im Büro, ich habe um sechs die Jungs dann, die zumindest hier gestartet sind, habe ich dann losgeschickt und irgendwann abends, anfangs habe ich noch ganz lange gemacht, als dann irgendwann das erste Kind da war, habe ich immer gesagt, ich guck, dass ich irgendwie zu um sieben irgendwie zum Essen zu Hause bin abends. Aber das war meine Leidenschaft, Ich habe da alles reingesteckt und das war dann halt, ich weiß noch genau, ich habe fünf Monate vorher oder sechs Monate vorher ein Telefonat geführt, da hat jemand angerufen, ich hätte eine offene Rechnung, ich sage, die gibt es bei uns im Hause nicht, es gibt keine offenen Rechnungen bei uns im Hause. Und war dann auch so, war irgendwie nicht gesehen oder was und so, aber da war das noch so, ich brauchte gar nicht nachgucken. Für mich war selbstverständlich, dass wir keine Rechnung, weil wir überall das Konto gezogen haben und so. Und naja, es kann halt auch mal schiefgehen. Das Risiko muss man halt vorher sehen. Heutzutage ist man da ein bisschen entspannter, Aber damals war schon so, der Lebenstraum ist dann irgendwie weggegangen.
Das ist schon so die Situation, was du erzählst. Die hatten wir ja auch, wir hatten auch eine Logistikfirma, die haben wir dann auch kein Geld gemacht. Wir haben die dann mit der GmbH verschmolzen, haben uns auch von zwei Gesellschaftern getrennt in diesem Rahmen drin, haben dann später die GbR noch mal mit der GmbH verschmolzen. Und ich glaube, dass jeder Gerüstbauer so gewisse Phasen hat mal im Leben, wo es nicht so gut läuft. Also viele geben das ja nicht zu viel, ist top, läuft super. Wir haben dann auch an Factoring verkauft, aber wir sind davon weggekommen, weil 7 Prozent unsere Gebühren so hoch waren. Wir haben auch das Forderungsmanagement im Hause dann selber gemacht und haben auch alle Kunden versichert und sind da recht gut mit gefahren. Wir haben dann auch irgendwann gesagt, über Euro machen wir keinen Auftrag mehr. Heute ist genau andersrum. Also wir machen bis noch einen Auftrag mit Miete, aber wir sagen von unten rauf, wenn wir weit fahren müssen, machen wir 110 oder 15 oder gar kein Auftrag mehr, sondern erst weiter oben. Und wir haben irgendwann mal eine Marge herausgefunden, wo wir gesagt da drin verdienen wir Geld und das machen wir, da sind wir gut und der Rest dürfen alle anderen gerne machen. Also wir müssen nicht alles machen, wir können gar nicht alles machen. Wir haben einen Wachstumsstopp gemacht und haben von 50 Gerüstbauer sind wir runtergefahren auf 17 und haben dann interne Prozesse verändert, haben uns weiter schulen lassen, ihn verkaufen, ihn kalkulieren in Management, in allen verschiedenen Bereichen haben wir uns intensiv weiterbilden lassen, aber nicht nur wir, sondern auch alle im Büro, alle Kolonnenführer und haben dann den Umsatz um dreiig Prozent hochgefahren und die Erträge mit hochgefahren und seitdem geht es uns gut, klein, fein, elegant, gut aufgestellt und das war für uns ganz wichtig. Und ich und Dirk arbeitet jetzt gar.
Nicht mehr.
Im Unternehmen und ich arbeite seit zehn Jahren schon nicht mehr im Unternehmen, also ich arbeite nur noch in der Strategie.
Genau, das ist quasi auch so ein bisschen mit zum Verhängnis geworden, dass ich keine Zeit hatte, mich mit anderen Sachen zu beschäftigen. Ich hatte allerdings den ersten Fehler quasi im Gerüstbau, habe ich gemerkt, ich habe all die Jahre immer positives Ergebnis gefahren, auch gute Gewinne und dann als ich mein Meisterschuljahr hatte, dieses Modular, das hörte sich so gut an, Das war halt für mich der Startschuss, um es zu machen. Aber am Ende waren wir quasi wie ein Vollzeitkurs. Wir sind irgendwie zwei Wochen vor dem Vollzeitkurs gestartet und waren aber auch sogar eine Woche vor denen fertig, weil dazwischen die Pause noch mal anders war. Und naja, auf jeden Fall habe ich viel Zeit dafür investiert und das war das erste Jahr wo ich mal ich weiß noch genau versenkt hab und da habe ich gemerkt ich bin zu sehr in den Prozessen drin also auch wenn man sich Mühe gibt dann irgendwie von da aus noch abends möglich viel zu regeln Disposition noch hier und da und am Wochenende und so aber man ist dann halt irgendwie nicht da und dann habe ich angefangen unter mir quasi drei ich habe dann Meister gesucht und so war dann auch schwierig da was zu finden und hatte dann quasi für jeden Standort zumindest erstmal irgendwie einen Verantwortlichen war natürlich dann irgendwie alles unterschiedlich gut hauptsache man hat erst mal eine Struktur und so habe ich dann natürlich im Gerüstbau auch wieder umgedreht sodass wir wieder auf einem positiven Weg waren im nächsten Jahr dann und naja aber dann war halt an anderer Stelle war es dann irgendwie ja deswegen also es ist wichtig dass man das Unternehmen dann irgendwie von außen auch betrachtet.
Wir sind seit drei Jahren ganz stark mit der KI unterwegs und das einzige wo wir dran arbeiten zurzeit oder ganz massiv was viele nicht auf dem Schirm haben zukünftig wird in zwei drei Jahren gibt es Google nicht mehr ich glaube sogar in drei bis vier Jahren haben wir auch keine Tastatur mehr die rasant der KI geht sogar sanft schnell und heute ist wichtig dass man von der KI sehr sehr gut gefunden wird also wenn du heute heute kannst du mit Google deinen Platz kaufen zukünftig kannst du das vielleicht auch mit KI kaufen wo du stehst aber du musst ganz viel tun wenn du heute nichts gemacht wenn du die nächsten Jahre nichts machst in die Richtung würde ich die KI nicht mehr finden die würde ich gar nicht mehr das ist gar nicht vorhanden für die KI und da musst du heute richtig Geld in die Hand nehmen dass du gefunden wirst von deinen Kunden von den richtigen Kunden gefunden werden über die KI und zum anderen da arbeiten wir ganz dran und bearbeiten auch dass ganz viele Prozesse wir haben im Büro ganz gerade rausgegeben alle Zeiten die wir einsparen es wird niemand entlassen wir arbeiten alles nur noch Richtung Kunden in alle Richtungen ganz massiv Richtung Kunden und wir haben dann eingeführt bei der automatisierung am hessen 2008 digital wir haben die letzten vier jahre komplett alles auf digital noch umgestellt alles was geht wir haben schon lange kein Papier mehr und was wir aber eingeführt haben wir haben dann zwei zwei Haushaltstage eingeführt im Büro Wir haben dann gesagt, okay, ihr könnt wählen zwischen weniger Stunden arbeiten oder Lohnerhöhungen, ihr könnt wählen. Also immer verschiedene Sachen eingeführt und der Projektleiter, wenn ich heute sehe, die kommen um sieben und sie nachmittags um drei weg, wenn ich das Geld sehe, was die verdienen. Wir haben einen Grundstock von Lohn und die sind alle erfolgsbeteiligt und auch im Büro sind die teilweise alle erfolgsbeteiligt. Auch unsere Kolonnenführer, unsere Gerüstbauer kriegen Jahresendprämien aufgrund des Erfolges aus verschiedenen Modellen und wir merken, dass Führung was ganz Wichtiges ist und darin haben wir uns weiterbilden lassen.
Das ist immer so ein bisschen, ich habe das gesehen, dass irgendwann mal veröffentlicht, was es da alles für Möglichkeiten gibt, was alles so für Bausteine sind da um seinen Lohn quasi zu kreieren. Ich finde es immer halt, man macht sich da Gedanken drüber, wie man das macht. Ich habe es auch immer versucht, alles leistungsorientiert zu machen und ja, es ist manchmal schwierig, das den zu vermitteln, dass das am Ende gut aufgeht und dass man gewisse Motivation daraus ziehen kann und so, dass man wirklich auch richtig gutes Geld dann verdienen kann. Aber ich sag mal neuen Mitarbeiter das zu vermitteln ist immer schwierig mit den Bestandenen drüber zu sprechen. Wir machen mal hier und da eine Änderung oder so, dann kriegst du deine Lohnerhöhung, die das funktioniert schon eher. Aber neuen Mitarbeiter zu sagen, ja Hauptsache ich komme auf das und das. Die Stunde erzählt er dir dann so das ist wir haben.
Auf Tarife erhöht. Ja und dann haben wir dann den gelernten Gerüstbauern gleich gegeben, wie die zehn Jahre da sind oder 20 Jahre Gerüstbauer, die haben alle gleichen Tariflohn bekommen. Wir haben jetzt den Tariflohn in zwei Stufen noch mal erhöht. Es gibt noch mal um fünf Prozent erhöht, aber da war das erste vorprogrammiert. Wir haben das mit den offen besprochen, haben gesagt, hier du bist gelernt, du kriegst Tarif und Der Ungelernte, der 20 Jahre da ist, der möchte Helferlohn bekommen oder Werkerlohn. Das ist ja nicht unfair. Also heben wir euch alle in die Stufe Gerüstbauer rein. Die nächsten haben alle in die Stufe Montageleiter reingehoben, haben gesagt, ihr seid Montageleiter, ihr habt keine mehrere Kolonnen wie ein Kolonnenführer habt ihr nicht.
Ja, das finde ich sowieso immer ein bisschen sowieso schwierig dieser Posten Kolonnenführer. Also ich sag mal, wenn man sich die Beschreibung durchliest, würde man in jedem anderen Beruf sagen, dass der Meister so das ist so ich finde das ein bisschen schwierig. Also diese Stufen Monteur, Montageleiter so finde ich super. Das ist eigentlich gut. Also der Montageleiter, da hast du ja eigentlich, der soll ja gleichgestellt werden mit dem Gelernten. Aber von der Beschreibung her ist der ja eher so der eigentliche Kolonnenführer, sag ich mal. Das passt ja auch noch nicht so ganz. Aber wir sind da auf einem guten Weg, sag ich mal. Das passt schon ganz gut. Aber dieser Kolonnenführer, der passt halt einfach nicht. Das ist ja der Bauleiter, der mehrere Kolonnen disponiert. Da sitzt ein Meister, das ist so was soll der Meister ist ja sonst nur noch der Selbstständige, der über ist. Das ist ja das ist irgendwie passt das nicht so ganz. Aber wir entwickeln uns da ja in die richtige Richtung.
Wir zahlen dann alle Fahrzeugen, das zahlen wir seit vielen Jahren. Fahrzeiten ist Arbeitszeit und wir versuchen auch diese zehn Stunden nicht zu überschreiten. Wir hatten mal vor 25 Jahren einen ganz schweren Arbeit, einen tödlichen Arbeitsunfall und das war mir immer Sagen okay, während 10 wird nicht gearbeitet. Wir haben ein System, das automatisch meldet, wenn sie länger arbeiten wie 10 Stunden. Also bei 10,01 kriegen schon eine Meldung, poppt schon auf.
Da darf man natürlich auch nicht zu weit fahren, weil sonst lohnt sich das Anfang ja bald schon gar nicht mehr.
Montage gehen. Aber unsere Leute wissen, dass sie auf Montage sind. Wir haben auch Baustellen, die vielleicht nur 50 Kilometer weg sind, die würden eine Montagebaustelle draus gemacht.
Okay, das ist das ist ja schon einzigartiger, sag ich mal. Das macht ja nicht komplett jeder durch.
Die jahrelange Ausbildung oder systematische Ausbildung erstmal haben wir keine Probleme auszubilden zu bekommen. Wir haben das jetzt sieben eingestellt, also einen Büro, eine Logistik und fünf Gerüstbau. Wir haben drei ausgelernt, drei übernommen. Wir haben jetzt aus der eigenen Reihe zwei Gerüstbauer, zwei Gerüstbaumeister. Einer hat schon einen gemacht, der hat bei uns gelernt, der zweite ist gerade in der Schule, macht den Gerüstbaumeister. Die bleiben alle beide da und Wir haben also 80 Prozent unserer Gerüstbauer sind ausgebildete Gerüstbauer.
Das ist aber eine sehr gute Quote. Was ich immer so schwierig fand manchmal man hat Leute, die kommen von einem anderen Gerüstbauer, wo die, ich sag mal, nie irgendwie groß gefördert worden sind, was Weiterbildung angeht, die aber mit einem sehr starken Willen kommen und weitermachen wollen. Und da finde ich es immer so ein bisschen, ich sag mal, man muss ja auch irgendwie zwei Jahre arbeiten, damit man die Monteursgeschichte machen kann Und die sind ja dann vorher Subunternehmer irgendwie angemeldet oder so und dann, dann haben die diese Jahre natürlich nicht voll. Da fehlt immer so ein bisschen eine vernünftige Ausbildung, wenn einer willens ist, dass man dem einfach so eine Grundausbildung in irgendwas geben kann, weil man will ihm was geben, aber der ist für nicht zugelassen. Das ist halt so dann schwierig. Dann kann man den maximal auf befähigte Personen für Gerüstbau und Nutzung dann irgendwie schicken. Da habe ich einige zum Beispiel damals hingeschickt, dann bildet man den noch ein bisschen vor dem Führerschein und so und gibt den halt ein bisschen Aufgaben, damit er Verantwortung bekommt. Aber das ist dann halt schwierig, den dann auch so, weil meist ist ja gerade am Anfang doch der Wille, groß was zu machen, wenn die das dann erstmal ein paar Jahre machen und der Lohn so oder so steigt über die Jahre, gerade so, wenn die nach zehn Jahren trotzdem das Gleiche bekommen, dann fehlt so ein bisschen immer der Anreiz dann auch Fortbildung. Also ich habe manchmal auch Bauleiterbewerbungen gehabt, wo man dann so gedacht hat, so ja, du hast jetzt viel Praxiserfahrung oder so, aber du hast ja nicht einmal irgendwie deine Leistung nachgewiesen. Deswegen habe ich immer mich sehr gefreut, wenn sich irgendwer beworben hat, Meistertitel oder sowas, weil ich denke immer, klar ist das nicht die Praxiserfahrung, aber derjenige hat irgendwie einmal in seinem Leben schon mal seine Leistung irgendwo nachgewiesen. Deswegen finde ich immer Meistertitel, was sehr, sehr schön ist, wenn man sich einen Bauleiter bewirbt.
Ja, was wir also momentan merken, dass man bekommt, also externe Bauleiter, die können aber weder im PC arbeiten ordentlich, die sind ordentlich ausgebildet. Wenn dann Jungmeister kommen, die haben horrende Forderungen, die haben noch nie Leistung abgeliefert, vielleicht gut, aber die haben noch nie Leistung abgeliefert und die meisten können nicht verkaufen. Verkaufen heiß, kein Preisnachlass geben.
Aber die Erfahrung habe ich früher auch gemacht. Anfangs war es halt irgendwie Ja, dann haben die dir erzählt, bist du teuer, dann bist du unsicher, weil du denkst, du hast den richtigen Preis noch nicht gefunden oder so. In Wirklichkeit warst du schon 20 Prozent günstiger und der will trotzdem noch, dann sitzen die in der Verhandlung da, dann sitzt der Kaufmann da, Der will seine 2, 3 Prozent Skonto haben. Dann sagt er, der Bauleiter sagt, ja, ich will aber auch noch mal zwei Prozent oder sowas haben. Und da irgendwann rauszugehen und zu sagen, wir können uns auch gerne mal über 0,5 unterhalten oder so, warum muss man immer ganze Prozente nehmen? Das ist dann schon, da muss man erstmal hinkommen, so sage ich mal, die.
Selbstsicherheit aufweisen, ein Stück weiter gehen. Also wir haben jetzt intensiv Schulungen gehabt, man kann ein Stück weitergehen und sagen, okay, ich gehe ein Stück runter, aber ich rechne jetzt den Radlader raus, ich rechne den Transport raus. Das machst alles du für mich. Ja, bringst du alles. Die Spedition fährt bei mir auf den Hof, aber die Spedition bezahlst du, die rechne ich dir raus, die Rechnung machst du.
Okay. Und da gehen die drauf ein.
Die gehen teilweise drauf ein.
Was ich immer eingehandelt habe, war dann immer so ganz zum Schluss, ja komm, dann kriegst du ein Prozent Skonto oder sowas. Und dann habe ich immer gesagt, so, aber dafür möchte ich vertraglich festgehalten haben, gerade diese größeren Baustellen, da hat man ja eher so ein Vergabegespräch, alles andere wird ja eher so rausgegeben. Habe dann gesagt, ich möchte es vertraglich geregelt haben an den Tagen, wo wir Aufbautage haben, dass wir den Kran nutzen dürfen. Und das Wichtigste ist ja immer das, dass man den dann auch vorrangig nutzen darf an den Tagen, weil sonst, wenn du hinten dran dran stehst und ewig wartest, dann kannst du auch mit der Hand hochstecken, weil dann bringt der ganze Aufwand mit dem Kran ja gar nichts. Und das habe ich dann immer so, ja, wenn du schon Prozent haben willst, dann aber Kran und mit vorrangiger Nutzung an unserem Aufbautagen, wenn wir dann von uns aus sagen, wir können an dem geplanten Tag nicht bauen, Tag später erst auf oder so, dann müssen wir auf den Kram warten, weil dann ist es unser Problem. Das habe ich immer so zu denen gesagt. Aber wenn unser Aufbautag ist, dann vorrang und da sind die dann gerne mal erst mal drauf eingegangen, weil sie natürlich gesagt haben, ja wird schon laufen oder so, aber das muss man natürlich dann noch mal richtig wieder vorboxen, weil man dann sagt so ansonsten müssen wir das berechnen, das Bezahlen ist nichts und dann funktioniert das aber eigentlich auch immer.
Also ich glaube, dass der Branche gut tun würde, wenn sie sich mehr mit Verkaufen beschäftigen würden, richtig verkaufen. Wir haben richtig gute Partner da gehabt, die uns Bauleiter richtig gut geschult haben im Verkaufen, wie man professionell verkauft, weil die meisten könnten nicht verkaufen, die verkaufen über den Preis, habe ich früher auch gefunden gemacht, tiefe Preise untergegangen. Aber wenn man sich da intensiv mit Verkaufen beschäftigt, wo wir uns auch intensiv beschäftigt haben, ist mit Vorkalkulation und Nachkalkulation und deswegen Nachkalkulation und dann auch schauen. Wir haben also Beispiel, wenn man was einrüstet und die Baustelle geht daneben, ja dann sagt man, das ist verkehrt gegangen, aber nachschauen, warum ist denn das jetzt, was ist denn jetzt, was haben wir denn kalkuliert? Und meistens stellen wir immer fest, wir haben Kupplungen kalkuliert, der Prüfer, der Statiker hat vielleicht dann 800 kalkuliert, aber der Briefingenieur hat dann 1500 gewollt und meistens sind es nicht die Grundkonstruktionen, wo schiefgehen, sondern meistens liegt es an der Kupplung. Wenn du 500 Kupplungen oder 800 Kupplungen mehr schrauben musst, da kannst du die Baustelle gleich ein Häkchen dran machen, ist verloren.
Das ist schon echt Aufwand. Das ist schon gerade diese ganzen Überbauungen und so ein paar Quadratmeter irgendwie mehr einzurüsten, das ist immer alles schnell getan. Aber dieses ganze Schrauben und dann gerade Gitterträger, diese ganze Verschraubung davon, also das ist ja wirklich aufwendig. Also das ist schon Wahnsinn.
Und dann da muss ich auch immer wieder sagen, das sage ich auch wieder, komm, baut ein Stahlträger ein, das geht wesentlich schneller. Und dann einfach mal auch unterwegs zu sagen, hey, das sagt so nicht, das haben wir beim Prüfer, aber das Zeitfenster ist ja immer so knapp, es kommt die Vergabe, dann sollst du die Statik in drei Tagen haben, da hast du vorher schon reingeschnitten, die braucht acht Wochen, dann geht es noch zum Prüfer, sind zwölf Wochen und die denken ja In vier Tagen ist es da und sagen, wir haben das nicht vereinbart, wir haben das auch euch nicht versprochen.
Ja, das habe ich jetzt im Sonderkonstruktionsbereich natürlich ganz oft, gerade dieses Thema, dass man Da dann irgendwelche HLBs, HEAs oder sowas für nehmen kann oder auch ganz oft natürlich, dass man zwei U Profile dann irgendwie aneinander macht und da hat man natürlich super Lösungen für und die kann man natürlich auch wiederverwenden oder so. Aber es gibt halt viele Gerüstbaufirmen, die nehmen dann diese Sonderkonstruktion an, wollen dann aber natürlich keine Stahlträger kaufen, lieber Gitterträger. Und da muss ich sagen, da macht man ganz oft Konstruktionen, wo man sagt, so das ist schon, Also ich sag mal, den Stahlträger hättest du bei raus bei der einen Konstruktion schon. Und ich sag mal, mit Stahlträgern ist das wirklich schön einfach, das einfach aufzusetzen. Und für den Prüfer ist es auch einfacher, weil so ein Stahlträger nachzuweisen ist ja auch alles einfacher. Wenn der nicht aus dem Berufsbau kommt, ist das ja sowieso immer so eine Sache. Und ja, ist ja sowieso auch schwierig, da Planer für zu finden. Ich sag mal, wenn man Stahlträger hat, ist es ja auch einfacher zu planen.
Die Frage, was würdest du heute, wenn heute einer sagt, ich möchte einen Gerüstbaubetrieb gründen, was würdest du dem empfehlen? So drei Tipps.
Ja, also auf jeden Fall würde ich das, was ich eingangs gesagt hatte, dem empfehlen, mach vorher dein Meister. Also weil irgendwie, dass man sich überhaupt mit Regelwerk und allem mal beschäftigt hat und wo steht man überhaupt überall in der Haftung auch und so weiter, So eine gewisse Grundbildung, weil den Weg, den ich am Anfang gegangen bin, wenn ich mir heute Bilder angucke von damals, was man so als erstes gebaut hat, würde ich sagen, ich mache mir jetzt nicht nachträglich für irgendwas Vorwürfe oder sowas, weil ich habe es damals mit gutem Gewissen gebaut und habe mir auch immer versucht, viel Mühe zu geben. Da gibt es auch draußen viel wildere Konstruktionen. Aber es gibt halt Sachen, wo ich sage, wäre die volle Last gekommen, für das das Ding freigegeben war, dann hätte es auch vielleicht schlecht ausgehen können. Deswegen ganz klar, Meister machen vorher dann ganz klar sich Gedanken drüber machen, wo will ich hin. Viele haben ja immer die Illusion sozusagen, so ich mache mich selbstständig und irgendwann mache ich dann nur noch Aufmasse und dann mache ich ein bisschen ruhiger, weil Gerüstbau 45 Jahre zu machen, ist ja auch immer schwierig, schafft ja auch nicht jeder Körper dann. Und je nachdem wie man arbeitet und wenn man da komplett raus will, dass man dann irgendwann sagt, so ich habe das Ziel dann auch irgendwie mal nicht mehr so körperlich zu arbeiten, dann heißt das ja aber auch eine gewisse Größenordnung und die gewisse Größenordnung beinhaltet dann ja auch eine gewisse Refinanzierung. Und da ist es, ich sag mal, das ist ja nicht mit einer Million getan, oder? Und da muss man sich im Klaren drüber sein, dass man da natürlich eine Finanzierungssumme hat, die man sich dann vorher Gedanken machen muss, weil man sonst irgendwann auf halber Strecke ja was mache ich denn jetzt? Und dann bleibt man da stecken und dann kommt man damit nicht raus. Das ist ja, ich sag mal, es gibt ja ganz ganz viele Gerüstbaubetriebe, die irgendwie bei Quadratmeter sind die und die arbeiten halt bis zum Ende dann auch irgendwie mit und suchen dann irgendwann Nachfolger, weil der Betrieb auch nicht groß genug ist, um ihn, ich sag mal, einem großen Betrieb zu geben, weil eine Struktur da ist, weil ich sag mal, Bauleiter und so weiter da ist, dann versucht man irgendwie Nachfolger zu finden, das ist dann ja auch schwieriger. Deswegen ganz klar Gedanken darüber machen, dass man die Summe auch refinanzieren kann, nicht nur über die Zahlen vom Unternehmen, sondern dass vielleicht auch irgendwo familiär oder sowas, irgendwo was da ist. Und ich würde, das ist so eine ganz schräge Ansicht, die teilt nicht jeder, aber ich persönlich würde jedem empfehlen, kauf nur Modulgerüst und keine Rahmen. Ich finde, erzähle ich schon seit Jahren. Ich habe von einem an nur Modul. Ich habe in meinem Leben nie einen Standardrahmen gekauft. Ich habe irgendwann mal ein Gerüstbauunternehmen übernommen mit Quadratmeter, die hatten Rahmengerüst, da habe ich dann Passrahmen für Ausgleichsrahmen für bestellt, damit man vernünftig bauen kann. Aber ansonsten einen zwei Meter hohen Rahmen habe. Ich nie in meinem Leben bestellt. Und das wird auch so bleiben, weil ich überzeugter Modulbauer bin und bin auch der Meinung, man ist nicht so viel langsamer in den meisten Baustellen, weil man immer irgendwo irgendwelche Vor und Rücksprünge hat, sodass ich jedem empfehlen würde, Modul und sowieso auch nur die eine Variante. Würde da auch gerade diese Sache jetzt mit dem vorlaufenden Geländer, das funktioniert mit Modul auf gerade Fläche natürlich super, wenn man dann den Riegel nimmt und nicht jetzt diese Zwischenlösung. Also ich halte persönlich gar nichts von diesen aufgelösten Stilvarianten. Ich finde das ist einfach nur, das wird jetzt im Markt, da profitieren jetzt die Hersteller von, die haben sich eine Lösung überlegt, ist ja auch völlig okay, aber ich glaube nicht, dass das die langfristige Lösung ist. Wir werden irgendwann zum Modul kommen und genauso würde ich beim Material empfehlen, ein metrisches Maß zu nehmen. Da sind viele immer hin und her, aber ich begründe das immer damit, weil durch gelernter Maurer weiß man, wenn ein Architekt vernünftig plant, dann macht man das von Ursprung her in Achtelmeter. Das heißt, ein Gebäude ist immer Achtelmeter. Das heißt, wir haben immer irgendwo 25 12,5, also die 12,5 sind ja dann die achtel Meter, deswegen ist ein Stein ja auch 11,5 breit, weil 11,5 plus Fuge und der plant ja auch so und deswegen sage ich ganz metrisches System und im Modul auch möglichst eine metrische Breite. Ich habe damals den Fehler gemacht, habe Meter 10 gekauft, habe ich immer bereut und ich habe auch die SL Auflage genommen, würde ich im Nachhinein auch nicht wieder machen. Ich würde immer Rundauflage, weil man immer das Ziel haben sollte, möglichst wenig Teile, um möglichst wenig Kapital auf dem Platz gebunden zu haben. Wenig Teile heißt dann aber zum Beispiel auch, ich würde niemandem empfehlen, weil ich auch davon ausgehe, dass das irgendwann mal gekippt wird, Das wird noch ein paar Jahre dauern, aber ich würde zum Beispiel niemals eine Podestreppe kaufen. Ich habe früher auch Podestreppen gekauft, aber aktuell, nach dem jetzigen Entwicklungsstand würde ich den Mehraufwand jetzt in Kauf nehmen, würde 70 oder Meter Breite Treppe mit normalen Treppenwangen bauen, dann hat man vernünftiges Treppenmass, weil der Tag X wird kommen, wo wir ein normales Treppenmass auch für die Treppe brauchen, weil die Rettung, also ich sag mal eine liegende Rettung von so einer Podest Treppe ist ja schon recht schwierig, sage ich mal darunter die ist dafür zugelassen, aber ich bin der Meinung, das wird irgendwann mal kippen. Deswegen empfehle ich niemanden eine Podest Treppe zu kaufen. Das sage ich auch immer so den Meisterschülern. Wie gesagt metrisches System. Ich denke das System ist so der größte Faktor, den man sich entscheiden muss Und ich war bei der Logistik immer sehr davon überzeugt zu sagen nach der aktuellen Führerscheinlage dreieinhalb Tonnen Sprinter mit dreieinhalb Tonnen Anhänger, das können die alle mit Anhängerführerschein fahren und Alles andere Sattelzug 40 Tonnen. Wenn da ein Stapler dran ist, kann man auch eine Straße vorher stehen bleiben. Da wo ich mit einem kleinen 7,5 Tonner hinkomme, komme ich mit dem Stapel erst recht hin Und das ist denke ich Logistik ist das größte im Gerüstbau. Deswegen das sind so die Punkte eigentlich, wo ich so jedem das empfehlen würde.
Da bin ich nicht ganz dabei. Manche Sachen ja ich weiß wir haben große Mengen Fassadengerüst verkauft, weil wir uns auf Modul spezialisiert haben. Wir haben dann aber auch alle vier Meter Stiele verkauft bis auf ein paar Restmengen, die sind ein bisschen was da sind dann auf zwei Meter zurückgegangen und kleiner sind auch von den drei Meter Belägen haben wir dann nichts mehr gekauft, haben nur noch kleinere Belege gekauft, weil ich gesagt habe, die Gerüstbauer müssen es leichter haben. Also wir brauchen ja die bis zu 60 oder 65 müssen die arbeiten. Also wir müssen alles tun, dass wir mit 65 arbeiten, haben uns dann auch Technik für die Baustelle nicht gekauft, sondern wir bieten die Technik die wo wir brauchen, dass man immer die richtige Technik haben. Wir sind dann auch wir fahren ganz viel mit Speditionen. Bei uns ist manchmal so, dass wir fünf LKWs auf dem Hof stehen haben, dann denkt jeder wir haben keine Arbeit dabei, haben die per Spedition angeliefert bekommen, fahren Sprinter hinterher. Da muss ich sagen, darüber muss man nachdenken Und wenn ich dann in Spedition fahren lasse ohne Kran und ich bestelle dann 80 Tonner Autokran oder 60 Tonnen Autokran, dann kann ich normalerweise die ganzen LKW komplett in den Hinterhof geben. Soweit denkt gar keiner. Also ich kann mit 4, 5 huch lade ich das Ding ab, das ist relativ schnell.
Es kommt immer aufs Projekt an, ob man dann halt ein Kran braucht oder nicht. Klassisch steckt man ja irgendwie immer alles hoch und dann deswegen sind wir sehr auf Stapler gegangen, weil man da noch nicht so drauf angewiesen ist, dass man jetzt mit dem mit dem Sattelzug dann halt bis dahin kommt. Man bleibt dann halt Straße vorher stehen oder so und dann halt auf vier Wege, so dass man querfahren kann. Dann ist man auch nie breiter Irgendwie, keine Ahnung, 220 oder sowas waren die dann immer breiter. Kann man natürlich dann überall schön hin.
Wir mieten uns halt in Manito oder was wir brauchen, auf die Baustelle an und verfahren das dann auf der Baustelle. Wir kalkulieren das aber vorher rein. Also wir machen das ordentlich, kalkulieren das rein, dann wissen wir, wir haben die Technik auf der Baustelle und fahren die dann dorthin. Wir fahren auch mit unsere 18 Toner Materialien. Das ist nicht also so wie wir es brauchen, machen wir das. Wir haben uns gegen einen Kran entschieden. Viele Gerüstbauunternehmer sind überzeugt davon. Für ihre Logistik ist es richtig und das ist das Spannende im Gerüstbau. Es hat fast keiner die gleiche Logistik. Jeder hat andere Ansätze, andere Ideen und jeder ist erfolgreich. Das ist im Gerüstbau so. Jeder ist erfolgreich. Das ist aber am Schluss erfolgreich und das muss ich dazu sagen, ist erfolgreich, dass ich früh um sechs anfange und abends um acht aus dem Büro gehe, jeden Samstag und Sonntag gehe und am Ende des Ich habe einen tollen Gewinn. Ist das erfolgreich? Was ist genug Geld? Was will ich auf keinen Fall verlieren? Die meisten Gerüstbau, Ich bin auch einmal geschieden. Die meisten in Führungsverantwortung. Gerüstbau sind mindestens einmal geschieden, zweimal. Das kommt so. Das ist so.
Also das kann ich nur so bestätigen. Also bei mir war das immer die langen Tage gehabt und naja und dann habe ich nachher nach der großen Insolvenz, habe ich dann noch mit ein paar Mitarbeitern dann immer samstags noch Gerüst gebaut, habe so ein paar Leute auf 450 Euro Basis angestellt. Damals war noch 450 und das hat dann auch Spaß gemacht. Da ging es auch um den Spaßfaktor dann, dass man da loskommt und habe dann unter der Woche angefangen diese Projekte zu zeichnen. Irgendwann musste ich mich natürlich dann mal für eins entscheiden weil wenn du Samstag nicht genug Leute hast, musst du Montag, Dienstag das nachholen, dann rücken die Projekte, ist halt immer das Problem. Aber ich habe dann, seitdem ich da jetzt ja nur noch auf Projektzeichen gegangen bin, habe ich dann auch immer mehr, das war auch der Plan dahinter, ich habe dann das letzte Gerüst dann verkauft, was ich dann noch hatte und habe dann gesagt, so ich will voll in die Planung gehen und ich mache ja alles von zu Hause aus. Also ich habe ja komplett Homeoffice hier, ich habe einen Schreibtisch zu Hause und Thema durch und ich bringe morgens entspannt die Kinder in den Kindergarten und zur Schule, setze mich dann hier an den Computer und mittags kann ich dann Feierabend machen und die Kinder wieder abholen. Und das ist einfach was, wo ich sagen muss, das ist mehr wert als jede Stunde, die du noch irgendwie bezahlt bekommst. Und ich bin glücklich, dass das so ist. Muss aber auch dazu sagen, wenn ich die Jahre davor auf Deutsch gesagt, mir nicht so den Arsch aufgerissen hätte, wäre ich jetzt glaube ich auch nicht in der glücklichen Lage, dass man mit weniger Stunden trotzdem am Ende des Monats sagen kann, so ich kann Haushof alles davon bezahlen. Das ist natürlich dann schon eine Sache, die basiert natürlich auch darum auf dem, was man vorher gemacht hat, aber das ist jetzt viel wert und das macht halt das Arbeiten jetzt auch umso schöner. Und wenn ein Kind mal krank ist, dann kümmert sich tagsüber darum und dann, wenn das Kind abends im Bett ist, dann setzt man sich noch mal zwei Stunden wieder ran. Man hat ja flexible Arbeitszeiten, dann ist die Nachteil ein bisschen kürzer, aber man konnte in der richtigen Zeit dann auch fürs Kind da sein. Und das ist halt Mehrwert, wo ich sage, so das ist besser als das, was früher, das hat alles Spaß gemacht, das zu entwickeln und so weiter, aber das tägliche Leben ist viel, viel schöner jetzt als vorher. Das muss ich wirklich so sagen.
Ein Schlusswort von dir.
Weiß ich nicht, was soll man für ein Schlusswort sagen? Ja, also im Prinzip war das eigentlich schöner Schluss zu sagen, was wir eben hatten, was man Neugründern oder so würde. Also das finde ich eigentlich ganz guten Abschluss vom Thema her. Ansonsten finde ich, sollte man immer, egal wie viel Spaß man an seinem Job hat, aufpassen, dass man irgendwie eine Waage hält zwischen Privatleben und Job. Gut, ich selber merke das natürlich in meinen Livestreams dann auch, wenn ich dann irgendwie, keine Ahnung, auf den Sonntagmorgen mal livestreame und da kommen Leute rein und sagen, Mensch, hör auf zu arbeiten, jetzt ist auch mal Feierabend. Nein, ich mache das dann gerne und das ist für mich dann auch keine Arbeitsbelastung, sondern mir kommt dann spontan in den Sinn, ich mache noch ein Projekt fertig und dann ist das so. Also von daher, die, die Spaß an ihrem Job haben, sollen das dann auch so ausleben.
Also ich arbeite auch nicht mehr so viel, aber wir achten schon darauf, dass unsere Leute relativ kein Wochenende mehr arbeiten, außer wir haben eine Bahnbaustelle oder irgendwo eine Baustelle, können wir nicht aus, dann müssen wir ran. Aber ansonsten versuchen wir, dass die Mitarbeiter das Wochenende für sich haben und auch die Bauleiter nicht samstags oder sonntags hier im Büro sitzen, sondern lieber ein Stück zurückfahren. Ich sage immer, wenn ich zwei Schnitzel esse, werde ich noch dicker.
Aber das ist wirklich so ein Punkt damals, als ich so im Aufbau war und habe so für diesen Laden gelebt. Für mich war das, wenn die Jungs dann abends irgendwann nach Hause gefahren sind und nach, keine Ahnung, 12, 14 Stunden oder so, Also unsere Jungs haben wirklich viele, viele Stunden gemacht und ich dann quasi, die Baustelle ist nicht fertig geworden und sind nach Hause gefahren. Ich bin teilweise im Kreis gesprungen, weil ich dachte, warum macht man das jetzt nicht fertig, müssen wir morgen wieder hin und so. Und heutzutage denke ich da ganz anders drüber, weil nur wenn zu Hause alles in Ordnung ist, kann man auch eine hundertprozentige Leistung von den Mitarbeitern erwarten. Und dazu gehört halt, dass man zusieht, möglichst keine Samstags Sonntagsarbeit, möglichst einigermaßen geregelten Feierabend. Aber das ist halt so eine Sache, ich wirklich, also meine toi toi toi, dass die das teilweise wirklich sehr, sehr lange mitgemacht haben. Wenn ich da heute zurückdenke dran, dann ist das schon harte Zeit. Also ich sag mal, aber man selber hat halt anders gedacht in dieser Zeit.
Das ist so, war bei mir ähnlich so. Ja, ich habe mich auch die letzten 10 Jahre erst verändert, wenn draußen einer nicht ordentlich gestapelt hat im Lager und ich habe rausgeschaut, hat sein können, dass ich ihn gleich rausgeschmissen habe. Der hat gar nicht viel sagen müssen.
Also ich habe das irgendwann mal, hat es irgendwann mal so einen Post gemacht mit so viel Leuten da, die irgendwie dann schon weg sind und so. Und da habe ich gesagt, ja, ich hatte auch anfangs sehr, sehr hohe Fluktuation. Viele sind dann wiedergekommen. Das war dann sehr beruhigend, dass man so gedacht hat. Man hat es nicht ganz falsch gemacht. Aber ich muss sagen, wirklich heutzutage, man denkt anders drüber nach. Damals war es so, man kann es auch nicht mehr rückgängig machen. Das ist dann einfach so passiert. Aber das ist halt Erfahrung, die man gesammelt hat.
Also bei mir sind es jetzt noch, jetzt haben wir September, bei mir sind noch drei Monate Gerüstbau und dann ist die Sache für mich durch. Viele sagen, ich kann nicht loslassen. Ich glaube, das ist das, was ich jetzt eineinhalb Jahre lang geübt habe. Loslassen im Kopf ist noch was anderes, aber ich fahre schon so langsam runter, mach das. Ich mache eh schon seit ein, zwei Jahren nur noch, was noch Spaß macht, was mir richtig Spaß macht. Und mit dem Neuen, was ich vorhabe, bin ich auch der Meinung, dass es ganz gut klappt. Ich kann später, es muss nicht, ich mache das Spaß macht.
Ja, das ist, bei mir ist das ja noch anders. Also ich mache auch das, was Spaß macht, aber ich bin ja noch am Hochfahren, sage ich mal. Ich träume ja noch davon, dass ich dann irgendwann mal auch mal mein eigenes Ingenieurbüro habe. So, das ist eigentlich so der Plan. Und naja, muss man ja auch dran denken. Nur mit dem Studium ist es nicht getan. Deswegen bin ich ja ganz froh, dass ich da ganz gut aufgehoben bin. Und ja, weil sonst die Praxis gehört ja dazu und die Praxis ist ja nicht mit dem bisschen Aufbauen draußen getan, sondern Sonderkonstruktion ist ja doch eine andere Welt. Also, also ich bin vor drei Jahren noch mal in eine neue Ausbildung gegangen, sage ich immer, weil das ist dann doch eine andere Welt.
Vielen Dank fürs Mitmachen.
Ja, vielen Dank für die Einladung, hat mich sehr gefreut.
Das war Walter Stuber, der Mutmacher im Gespräch.
More from Walter

Du willst mehr als nur Produkte verkaufen? Werde Vertriebsmitarbeiter bei GEMEINHARDT SERVICE GmbH

Du willst mehr als nur Produkte verkaufen? Werde Vertriebsmitarbeiter bei GEMEINHARDT SERVICE GmbH

Wie reißt man eine Brücke über einer ICE-Strecke ab, ohne den Bahnverkehr stillzulegen?

Wie saniert man eine Brücke über 8 Bahngleisen bei laufendem Bahnbetrieb? mit Schutzgerüsten!

Sanierungsarbeiten im Faulbehälter Lösung mit Hängegerüst durch eine 1 Meter Luke

Wartung außerhalb der Halle? So haben wir den Arbeitsbereich mit einer Gerüsteinhausung geschützt




