19: Ist die einzige Option der Tod? Interview mit Natalia Kleibaum
13 Jul 2020 · 25 min
Natalia Kleibaum fled Kazakhstan and overcame a traumatic first day at German school. She teaches that visions aren't blocked by circumstances but by fear and self-sabotage, using tools like morning meditation and an inner voice called Noe to neutralize doubt. Her formula: Frequenz + Fokus = Erfolg.
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Herzlich willkommen zu einer neuen Episode von The Mindful Way. Mein Name ist Anna-Carina Hausegger. Und wir beginnen mit der jetzigen Episode. Hallo meine Liebe, heute gibt es eine Bonusfolge für dich, denn ich habe einen Interviewgast, die liebe Natalia Kleibaum. Sie ist Umsetzungsexpertin und zeigt dir, wie du dein Leben Schritt für Schritt in die richtige Umsetzung bringst. Ich freue mich schon riesig auf das Interview mit ihr und es gibt einige kleine Überraschungen. Wartet ab, wir haben sehr lustige Stellen. Ich habe sie mit Absicht nicht rausgeschnitten, denn in der Selbstverwirklichung darf es auch einmal Fehler geben. Und somit freue ich mich jetzt natürlich noch mehr für dich, dass du so viel Input von der lieben Natalia bekommst. Lass mir gerne Feedback da und ich wünsche dir jetzt viel Spaß bei diesem Interview. Hallo liebe Natalia, ich frage meine Gäste zu Anfang immer, dass sie uns etwas über sich erzählen können. Erzähl mal, was machst du eigentlich so genau?
Ja, einen wunderschönen guten Morgen, liebe Anna, vielen Dank für deine Einladung. Ja, ich erzähle sehr gerne was von mir, und zwar bin ich ein Mensch, der der, also ich bin ja Expertin für Umsetzung, und das ist so ein bisschen auch mein Steckenpferd, weil ich ganz, ganz viele Menschen da draußen beobachtet habe, die sich immer ganz, ganz schwer tun, wenn sie Visionen, Träume, Wünsche haben, die innen drin kitzeln, dass die ganz oft verstandesdominierend nicht umsetzen, weil sie gesellschaftskonform geprägt worden sind. Also dann kommt so was wie: Was sollen denn die anderen sagen? Oder: Ich kann doch jetzt nicht auf alles hinschmeißen. Oder so was wie: Ja, aber ich habe doch jetzt Verpflichtungen, also jeglicher Art, Mann, Finanzen, Häuser, was auch immer. Und Immer wenn ich mir das so angehört habe, habe ich mir immer gedacht, ja, aber was ist denn die andere Option? Ist die andere Option für dich, dass du höchstwahrscheinlich irgendwann eine richtig dicke Erkrankung bekommst und dann tot umfällst? Weil das ist die Folge oftmals genau davon, weil man dann sein Inneres ignoriert und gesellschaftskonform sich schön anpasst und innen drin implodiert man, weil man nicht 100%ig sich selbst ist. Und dadurch, dass ich das, diese, diese, dieses Missverhältnis draußen immer beobachte und ich aber das Gegenteil immer gemacht habe, und wir hatten ja auch schon ein sehr spannendes Interview, liebe Anna, wo du ja auch bei mir warst und wir uns darüber unterhalten haben. Ich habe schon immer quer geschossen und ich war noch nie gesellschaftskonform und ich war immer diejenige, die als Angestellte Mitarbeitergespräche geführt hat, weil Natalia mal wieder irgendwas gemacht hat, was jemandem nicht gepasst hat, weil ich einfach nur rebelliert habe und authentisch und ich selbst war. Und ich habe aber gedacht, ist es bei dir diese Rede?
Ja, die Feuerwehr. Ich wohne neben der Feuerwehr, das habe ich jetzt unten neben der Autobahn. Oh mein Gott, ich würde aber gleich aufhören und ich schneide es einfach raus.
Aber bitte, ich glaube, dann warten wir mal ab. Das ist glaube ich dreimal, ne?
Ja, Nummer 2. Und ich war natürlich so intelligent und habe das Fenster offen lassen. Richtig.
Aber das ist ja auch immer super laut, ne? Also ich glaube, das ist—
hört man es laut?
Also nein, aber ich wollte damit sagen, ich glaube, das wäre trotzdem in der Aufnahme, selbst wenn das Fenster zu wäre.
Das können wir ja dann hören. Aufnahme 309.
Ah, jetzt kommt die dritte. Aber das ist so die kleine Herausforderung des Lebens, ne?
Oh, ewig nicht. Ganz schlimm. Ja, es macht nichts. Ist nicht so schlimm. Also mich stört es nicht.
Nein, alles gut.
Das letzte Mal habe ich eine Meditation gemacht und da ist die Waschmaschine im Hintergrund gelaufen. Ah. Und ich habe es aber so nicht wahrgenommen, weil ich die Ohrhörer wie immer drinnen habe. Und bei der Aufnahme denke ich mir, da hört man die Waschmaschine.
Also die schleudert Programm.
Die ist aus. Auf jeden Fall ist die aus.
Hoffe ich halt. Ja, und ich bin immer angeeckt, habe aber mit meinem nicht gesellschaftskonformen, rebellierenden Wesen immer trotzdem was erreicht, oder beziehungsweise habe eigentlich alles erreicht, was ich mir vorgenommen habe. Und das bedeutete auch natürlich, dazu gehören Lebenskrisen. Ich hatte in den letzten 5 Jahren, also 2 ganz schlimme Krisen. Also die eine war beziehungsbedingt 2015 und dann berufsbedingt letztes Jahr. Und das war aber super, weil ich dann eben noch ein Stückchen mehr mein Ding gemacht habe. Und das ist letztendlich auch das, was ich mit meiner Arbeit tue. Das heißt, den Leuten, also wenn die mir sagen, nein, es geht nicht, weil— und dann kommt dieser Katalog der gesellschaftskonformen Dinge, die sie mir erzählen, und dann sage ich, doch, es geht, weil, ja, und dann gebe ich eben Tools, Tipps und Tricks auf den Weg, wie man das Ganze auch spielend leicht in den Alltag integriert, weil das ist mein, also mein Anliegen ist, ich möchte nicht, dass die Leute denken, boah, das ist so unmöglich, kann auch jetzt nicht von heute auf morgen irgendwie alles hinschmeißen, sondern deswegen nenne ich auch dieses, ich habe ja auch dieses Freebie Umsetzung to go, Dass man das sozusagen spielend leicht in den Alltag integriert, dass man Stück für Stück sich selber besser kennenlernt, versteht, was ist für mich richtig, was ist für mich nicht gut. Und dann hat man innerlich irgendwann so eine Stabilität, dass das ganz von alleine funktioniert und dass man irgendwann so Bock hat, dass man gar nicht mehr von diesem dominierenden Verstand, so sage ich mal, ausgebremst wird. Genau. Ja, und das ist das, wofür ich aufstehe, wofür ich rausgehe. Und meine Vision, also meine persönliche Vision ist, also ich bin der Sonnenschein. Ich war auch immer so der Sonnenschein in der Familie, was nicht immer eine gute Rolle war, sagen wir es mal so. Weil du immer sozusagen lächelnd strahlen musst, obwohl dir zum Heulen ist, ist halt auch nicht immer der Knaller. Aber ich habe sozusagen damit, ich habe so eine Vision, dass ich mit meiner meiner optimistischen, begeisterungsfähigen Art andere anstecke, dass sie ihren Sonnenschein wieder in sich entdecken. Also ich stelle mir vor, wenn, also du kennst das ja auch, wenn heute jetzt das bewölkt ist, dann wissen wir, es gibt eine Sonne da draußen, die ist halt nur nicht sichtbar. Und das ist letztendlich das, was ich so ein bisschen aus den Leuten herauskitzeln will, dass sie sozusagen die Wolken sich so ein bisschen verpieseln dürfen und der Sonnenschein wieder strahlt. Und dass diejenigen, also wenn ich dich jetzt zum Beispiel mit meinem Optimismus angesteckt habe, dass du natürlich dann auch weiter, also auch Leute ansteckst und rausgehst und sagst, hey, schau mal. Und so, ich stelle mir vor, wenn ich so eine alte Frau irgendwann bin— ich habe vor, sehr, sehr alt zu werden— dass ich dann so viele Sonnenscheine angesteckt habe, die irgendwelche coolen Sachen im Leben machen. Das wäre wirklich das Größte. Dann kann ich auch absteigen und sagen, okay, Mission erfüllt.
Also du möchtest die ganze Welt zum Strahlen bringen?
Ja, total, das ist so ein Idealismus. Ja, ja, wirklich, das hast du schön gesagt. Ich möchte die ganze Welt zum Strahlen bringen.
Ja, das ist schön. Na ehrlich, ich liebe das. Ich bin nämlich auch so ein Sonnenschein. Ja, das ist toll. Ich lache den ganzen Tag und alle sagen immer, es ist nicht zu lachen. Sage ich doch, es ist ganz egal, ob es regnet draußen, ich Es betrifft mich persönlich zum Beispiel nicht.
Genauso, liebe Anna.
Kann ich da voll und ganz verstehen. Also ich bin auch der Sonnenschein, obwohl es nicht immer Sonnenschein ist. Kommen wir aber eigentlich einmal zur ersten Frage. Ja, das war ein längeres Intro heute. Du kommst ja ursprünglich aus Kasachstan. Ich habe mich dann gefragt, wie es für einen Menschen ist, im fremden Land den ersten Schultag zu haben, ohne die Sprache zu verstehen.
Das, ich glaube, das ist eine telepathische Frage, weil das ist tatsächlich genau das, was mir ganz, ganz dolle hängen geblieben ist in meiner Erinnerung, expliziter Erinnerung.
Dadurch, dass ich meine Kinder habe und ich kann mich hineinversetzen in solche Probleme mit Schule, und ich war auch immer ein Außenseiter, wie du weißt, Mich würde interessieren, wie das ist, wenn man dann die Sprache auch noch nicht sprechen kann. Das ist sicher nicht leicht.
Ja, also es war der absolute Horror. Also ich kann mich erinnern, dass meine Mama mir zu Hause noch beigebracht hat, wie ich auch mit deutschen Buchstaben meinen Namen schreibe. Und dann stand ich da vor der Klasse und ich hatte so einen gebrauchten Scout-Rucksack von meiner Tante mit gebrauchten Klamotten und so und war irgendwie so ausgestattet. Und ich weiß noch, ich stand vor der Klasse und mein Lehrer hat mich eben vorgestellt und ich weiß nicht, was er gesagt hat, aber er hatte dann, also ich war super nervös und er hatte dann scheinbar so einen Wink gemacht im Sinne von, das hat ihm wohl jemand erzählt, dass ich schon meinen Namen auf Deutsch schreiben kann und er hatte mich dazu aufgerufen, dass ich das doch an die Tafel schreiben soll und dann habe ich angefangen, dann habe ich das N geschrieben und das A und das T Und dann wusste ich nicht mehr weiter, und dann habe ich richtig doll angefangen zu weinen. Und das werde ich bis heute nicht vergessen, weil ich das so schlimm fand. Und er war dann natürlich so, ja, nein, alles gut, und setz dich hin. Und dann habe ich mich auch hingesetzt und so. Aber es war ganz, ganz schlimm, weil ich habe mich gefühlt wie in einem eingesperrten Käfig. Weil ich kam aus einem Hof, Tiere, Natur, draußen spielen, das ganze Programm. Also das war, ich hatte Ich kannte keinerlei Begrenzungen. Ich hatte eine ganz, ganz wunderschöne Kindheit dort. Und dann saß ich hier in Deutschland in einer 2-, 3-Zimmer-Wohnung, hatten wir zu viert, eingepfercht. Und in dieser Schule war alles irgendwie so geregelt und auf Klo durfte man nicht, sondern nur in den Pausen. Und ich empfand das als ganz, ganz schlimm. Und ich weiß noch, dass der erste Sommer in Deutschland, das war '94, der war ganz kalt und ganz verregnet. Und ich glaube, wir hatten alle eine familiäre Depression. Jeder für sich. Und ich bin regelmäßig von der Schule weggelaufen. Ich habe auch so Nachhilfeunterricht bekommen, also Deutschnachhilfe. Und dann weiß ich noch, saß da so ein alter Mann und hat mit mir Diashows geguckt. Also, und dann sollte ich da irgendwas sagen. Und wenn der dann weggegangen ist, bin ich dann irgendwie nach Hause geflüchtet und habe dann immer geweint und habe zu meiner Mama gesagt, ich gehe da nicht mehr hin, ich möchte nach Kasachstan und das ist alles doof hier. Und also, es war ein ganz, ganz, ganz schwieriger Anfang.
Ja.
Also ich meine, ich hatte ja als Kind keine Wahl und ich glaube, das war auch genau der Grund, warum ich ja bleiben musste. Aber summa summarum, das ist auch glaube ich genau das, warum ich das so gut kann, was ich kann. Also Neuentfänge, also eben aus dem Nichts alles zu kreieren, weil ich weiß, wie unfassbar schwer es ist, wenn einem niemand versteht, du dich selber nicht äußern kannst, du bist klein, ein Kind, du kannst dich nicht wehren. Und alles ist so um dich herum fremd. Ja, und dieses Fremdartige ist heutzutage auch ein Stück weit meine Stärke, weil ich einfach immer noch mein Ding mache und mir das egal ist, was links und rechts neben mir gedacht wird oder passiert wird. Hauptsache, mir geht es gut. Und das habe ich damals schon ganz, ganz früh lernen dürfen.
Also ist der Startschuss für dein jetziges Leben dieser Tag gewesen?
Ja, total, absolut sogar. Ja, also das aus dem größten Tief entsprach sozusagen das größte Hoch. Und wenn man sozusagen gezwungenermaßen entwurzelt wird und also gar keine andere Wahl hat, als irgendwo komplett neu anzufangen, dann ist das zwar hart, aber es ist meine Expertise, und das ist mittlerweile für mich super leicht. Und deswegen, wenn Menschen zu mir kommen und eben das, was ich vorhin sagte, also sowas sagen wie, oh ja, ich weiß ja nicht, ich habe ja so viele Verpflichtungen, dann denke ich immer an meine Migration und denke mir ganz ehrlich, das, was ich dadurch gemacht habe, das war mit Sicherheit hardcore. Und dann hast du vielleicht ein Luxusproblem, weil wenn du dich von deinem Mann trennst, plötzlich nicht mehr 3.000 im Monat hast, sondern 1.000, Come on, also solche Sachen, ernsthaft?
Ich weiß, was du meinst. Gibt es einige Probleme, was du meinst.
Und ich mache den Leuten eben Mut, also ich mache denen Mut, weil ich dann sage, hey, wenn ich das geschafft habe, aus dem wirklich, aus dem größten Sumpf heraus, aus dem größten Tief, das eben auch zu drehen und wirklich ein ganz, ganz, ganz schönes Leben mir aufzubauen, dann schaffst du das auch. Egal wo du stehst und egal welche Mindset oder welche, was dir gerade verstandestechnisch im Weg steht, dass es angeblich nicht geht. Doch, es geht, es gibt, es geht immer, immer, immer, immer.
Ja, jetzt hast du mir gleich meine zweite Frage mit beantwortet. Ja, es ist ja Chaos heute, aber macht nichts. Also nein, ich kann dich aber in der Hinsicht gut verstehen, denn auch ich bin von Wien, also von der Großstadt Österreichs, in die Steiermark, in das Grüne größte Kaff, was man sich nur vorstellen kann, mit 5 Jahren gezogen. Meine Mutter war damals alleinerziehend und hat den ganzen Tag gearbeitet. Meine Großeltern haben auf mich aufgepasst, die haben sich abgewechselt, währenddem, weil die sind beide arbeiten gegangen. Das heißt, mein Opa hat mich in der Früh in den Kindergarten gebracht und meine Oma hat mich dann geholt und hat dann den Nachmittag mit mir zusammen verbracht. Und im Endeffekt bin ich dann auch meinen ersten Schultag komplett alleine gewesen. Ich hatte keine Ahnung. Deswegen kann ich das ganz gut verstehen mit Neuanfängen.
Und ich hatte auch schon mehrere in meinem Leben.
Aber die Ausreden sind meistens immer die schönsten, die man sich vor allem selber sagt.
Ja, und wie gesagt, es ist— also ich sage auch immer, du musst dich ja nicht verändern. Das ist ja auch in Ordnung, wenn du so bleibst, wie du bist. Mit dem, was du hast, und mit dem, was du lebst. Aber dann bitte, bitte jammere mich nicht voll. Ja, also entweder du möchtest dann von mir unterstützt werden, dann gebe ich dir Skills, Tools und Tipps auf den Weg, wie du das umsetzen kannst. Und oder du bist okay damit. Aber es gibt doch diesen Spruch, change it or leave it, oder irgendwie sowas. Aber nicht dieses, ja, aber ich, mir geht's ja so schlecht, und weißt du und hier. Nein, absolut inakzeptabel.
Ja, ich habe da, wir haben da auch, ich habe doch meistens so Kunden, die sagen dann immer, ja, ich möchte eigentlich alles ändern, aber im Endeffekt wollen sie es nicht. Und ich sage dann auch immer, love it, change it, or leave it. Genau, mehr kann man nicht sagen in diesem Moment. Und deswegen, das ist, ich glaube, der Starter zur Umsetzung, oder?
Wenn man das verstanden hat. Absolut. Und ich kann das verstehen, wenn man sozusagen Schwierigkeiten hat, also bevor man diesen ersten Schritt geht in Richtung Veränderung, weil das erfordert ganz, ganz viel Mut. Und wie ich ja schon sagte, in der Regel ist es ja so, dass man dann plötzlich vielleicht auch ganz allein dasteht, weil viele einen nicht verstehen. Aber was ich vielleicht auch an die Hörer da draußen als Tipp geben kann, dann sucht euch bitte Verbündete. Also ob das jetzt Menschen übers Internet sind, heutzutage kann man sich ja so wunderbar verknüpfen. Und dann, dass man vielleicht irgendjemanden findet, wo dann die Person einen unterstützt und sagt, hey, mach das mal, ne. Weil wenn du das, wenn du dich zum Beispiel von deinem Mann scheiden lassen willst und dem das erzählst, natürlich findet er das nicht toll. Aber wenn du dich mit irgendjemandem zusammentust, mit einer anderen Frau, die dir vielleicht zuhört und dich versteht, dann kann man vielleicht ja ganz, ganz anders vorgehen, sagen wir es mal so.
Ja, das stimmt.
Meistens ist die Entscheidung die wichtigste, also der schwerste Part sein wird.
Genau, und dann kommt der Rest meistens schon ganz von alleine, dann fängt es an zu sprudeln.
Oh ja, ich glaube, wir wissen, von was wir sprechen. Also in der Selbstentwicklung arbeite ich sehr viel mit Motivation für andere Menschen. Was sind denn deine Tricks, um motiviert zu sein?
Meine Tricks, so motiviert zu sein? Also ganz klar brauche ich eine klare Ausrichtung des Tages. Also ich fange immer mit, also ich habe hier so einen Spruch hängen, oder so einen Spruch, so einen Leitsatz für mich: Frequenz plus Fokus gleich Erfolg. Der hängt hier und der schaut mich auch immer an. Und die Frequenz hole ich mir immer morgens durch eine Meditation.
Meditation.
Also ich habe, ich habe so eine aktive Meditation, wo ich mir den Tag schon visualisiere. Ich visualisiere mir meine, ja, sage ich mal, langfristigen Pläne. Ich verzeihe Leuten in der Meditation. Also eine ganz coole geführte Meditation, die sozusagen mehrere Bereiche abdeckt. Und da bin ich schon sozusagen in der richtigen Frequenz unterwegs für den Tag. Wenn ich zwischendurch mal so das Gefühl habe— ich habe letztens erst einen auf Instagram, diesen Post veröffentlicht: Was ist, wenn jemand rausfindet, dass ich gar nichts kann? Hallo Selbstsabotage! Wenn das mal kommt, ne, so dieses: Oh Gott, was ist, wenn die Leute denken, die Natalia ist eine totale Hochstaplerin, die kann ja gar nichts? Und, oder ich mir selber dann irgendwie erzähle, aber oh, also dich hat die Welt natürlich hättest du es wirklich nicht gebraucht, was soll denn das? Dann hole ich mich ganz schnell aus dieser Nummer heraus, dass ich immer mit dieser Stimme spreche. Also, ich nenne diese Stimme immer Noe für No. Und dann gehe ich in meinen Dialog und sage, hey, pass auf, Noe, ich weiß, du bist da und du willst gerade irgendwie beachtet werden, weil in der Regel geht er sowieso nicht weg, der nervt dann sowieso weiter. Dann gehe ich mit ihm ins Gespräch und sage, du, pass auf, wir schließen jetzt hier ein Agreement Du kannst bleiben, und das ist auch in Ordnung, wenn du mir sozusagen diese Angst schickst, weil die Angst kommt ja von irgendwoher, das ist in Ordnung. Aber können wir das bitte so machen, dass ich weiterhin handlungsfähig bleibe, also dass ich nicht ohnmächtig hier rumsitze und denke, so, okay, ich schmeiße alles hin, so nach dem Motto, es war eine doofe Idee, sondern dass ich einfach nur weitermache. Und dann klappt das meistens auch, und dann verschwindet Noe irgendwann ganz von alleine, weil er sagt, okay, gut, wunderbar, ich habe Beachtung geschenkt bekommen, also Aufmerksamkeit bekommen. Bekommen und jetzt ist die Welt wieder schön. Das ist ein gutes Ding.
Das ist wirklich gut, das muss ich mir glaube ich merken.
Wirklich, das hilft. Ich stelle mir das immer vor wie so ein, wie auch Kinder, du hast ja Kinder, ne?
Genau.
Die wollen dann manchmal einfach Aufmerksamkeit und die werden immer lauter und immer, ich sag mal, penetranter, wenn man die nicht beachtet. Und wenn man aber sagt, okay, wir setzen uns jetzt mal kurz hin Wo drückt der Schuh? Was los? Und dann, es gibt so einen Begriff, psychische Luft tanken. Und das ist meistens genau das, wenn derjenige, der diese Aufmerksamkeit sucht, sie auch bei dir bekommt, indem du dich hinsetzt und sagst, okay, und jetzt erzähl, was los? Und dann erledigt sich das meistens ganz von alleine. Und dann verschwindet auch mein Noi oder sagt zunächst einmal für den Moment auf Wiedersehen.
Na, aber das ist gut, das muss ich mir merken. Das ist Noe, den werde ich auch haben.
Ja, also man kann ihm, wie gesagt, also man kann ihm einen Namen geben. Also ich habe ihn Noe genannt für No, weil da eben, ja, aber man kann ihn auch anders nennen, so wie man das möchte.
Oder sie kann ja auch anders heißen. Ich werde ihn nach meinen Hühnern benennen.
Das ist gut, das ist super.
Ja, die sind nämlich auch, die stehen vor der Tür und warten. Sie werden warten müssen. Jetzt habe ich aber noch eine Frage an dich, und zwar: Hast du ein Angebot, das du der Community geben kannst, um endlich in die Umsetzung zu kommen?
Ja, ganz konkret habe ich einen richtig, richtig coolen kostenlosen Videokurs entwickelt, der nennt sich Umsetzung to go für 5 Schritte, um ins Handeln zu kommen. Und das ist genau das, was ich vorhin auch sagte. Wenn man gerade so unterwegs ist, am Anfang vielleicht sich gerade orientiert oder so eine innere Stimme schon hat, so ein Wachkitzeln, so im Sinne von, ich habe das Gefühl, irgendwie muss sich was verändern, dann lade ich euch ganz herzlich ein, diesen Kurs zu machen. Da bekommt ihr jeden Tag ein Video und ein Arbeitsblatt, was ihr dann ausfüllt. Das könnt ihr ganz in Ruhe in eurem eigenen Tempo machen. Und das Ganze findet ihr auf meiner Website. Ich weiß nicht, vielleicht kannst du das in die Shownotes verlinken und dann können die Leute das zu Hause machen. Das ist ein mega cooler erster Schritt, in die Tat zu kommen, seine Träume und Visionen zu leben.
Oh schön, also den Link setze ich ganz bestimmt in die Shownotes. Ich werde es auch noch mal machen, vielleicht kommt der Noé auch dazu. Das ist mein Learning des Tages, dieser No Way.
Sehr toll, da freue ich mich sehr.
Das ist toll. Und ja, ich hätte gesagt, es sind 21 Minuten, wir sind schon sehr über der Zeit meiner normalen. Ein etwas längeres Interview. Ich wünsche dir alles Gute. Ich danke dir auf jeden Fall fürs Kommen und für die Zeit, obwohl es bei uns nicht immer leicht ist mit den Zeiten.
Genau.
Und sage einmal danke und möchte mich auch bei meinen Hörern bedanken für eure Aufmerksamkeit. Bis dann!
Ich danke dir, dass du das heutige Interview bis zum Ende angehört hast. Ich wünsche dir noch einen wundervollen Tag. Liebe das Leben, wie das Leben dich liebt, und sei gespannt auf die nächste Episode mit mir, denn es wird Überraschungen geben und du darfst gespannt sein.
Also, ich wünsche dir noch einen wunderschönen Tag.
Mache alles, was du gerne machst. Bis dann, in Liebe, Anna.
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