24: Wie uns diese Zeitqualität wirklich verändert!
16 Nov 2020 · 15 min
In dieser Podcast‑Folge von "Authentic You" spricht die Moderatorin Anna (Anna‑Carina Hausegger) über den unmittelbar bevorstehenden Lockdown in Österreich (ab 17.11.2020) und reflektiert, wie die Pandemie das Leben von Erwachsenen, Kindern und der gesamten Gesellschaft nachhaltig verändert. Sie schildert die psychischen Belastungen für Familien, die Herausforderungen des Home‑Schoolings, die Gefahr von Einsamkeit, Alkohol‑ und Drogenmissbrauch sowie die Gefahr einer Überlastung des Gesundheitssystems. Gleichzeitig berichtet sie von ihrer persönlichen Situation – ein geplanter Umzug steht kurz bevor und wirft Fragen nach den rechtlichen Rahmenbedingungen auf. Anna ruft zu Selbstfürsorge, Achtsamkeit und solidarischem Handeln auf, betont, dass jeder Einzelne durch das eigene Wohlbefinden die Gemeinschaft stärken kann, und verspricht weitere Podcast‑Folgen nach dem Umzug. Der Beitrag endet mit einem Aufruf, ihr auf Instagram zu folgen, und einem positiven Wunsch für den Tag des Hörers.
Chapters
Ich begrüße dich zu einer neuen Episode von Authentic You, der Podcast für ein glückliches und zufriedenes Leben. Ich bin Anna und freue mich, dass du heute wieder einschaltest. Heute geht es einmal um ein etwas ernsteres Thema als normalerweise. Nein, so sagen wir es nicht. Es geht immer um ernste Themen. Es geht ja immer um unser Leben. Doch ich hatte heute beim Spazierengehen den Impuls, diese Podcastfolge hier aufnehmen zu müssen. Müssen natürlich unter Anführungszeichen. Jedoch ist ja in Österreich ab morgen, den 17.11., für 3 Wochen kompletter Lockdown, und es macht etwas mit uns. Dieses Virus verändert unser Leben nachhaltig, aber auch monetär, und Und genau darum geht es eigentlich in dieser Folge, was diese Zeit jetzt, die wir so haben, wie sie uns wirklich verändert. Und sie verändert nicht nur uns Erwachsene, sondern auch Kinder, Kinder, die gerade entstehen. Sie wird uns alle verändern. Und ich habe lange meine Meinung dazu mit Absicht nicht kundgetan. Und soll jetzt auch keine Verschwörungstheorien oder sonst irgendetwas werden, nein, um Gottes Willen. Ich stehe voll und ganz hinter diesen Entscheidungen, die getroffen werden, denn ich sehe es ja jeden Tag, wie sich die Leute verhalten. Und mir ist es bewusst, dass es anstrengend ist für einen normalen Menschen unter Anführungszeichen, der nicht in einer Online-Blase lebt, sich so zu verhalten. Und auch im Endeffekt ist es ja genau das Leben, das ich führe. Ich treffe mich nicht viel mit anderen, ich bin nur mit meiner Familie gemein, und wenn ich dann sehe, dass es heißt, wir sollen zu Hause bleiben und wir sollen bitte den Kontakt zu anderen meiden, und dann siehst du bei dem Fenster hinaus und siehst, 5 verschiedene Menschen, die du weißt nicht gemeinsam wohnen, auf einem Balkon, die feiern, dann darfst du dich nicht wundern, dass das jetzt passiert, was passiert. Ich verstehe es, dass die Leute das machen, doch auf der anderen Seite denke ich da an mich, an meine Kinder, an uns alle, an die Wirtschaft, an jeden Einzelnen. Denn sind wir ehrlich, unsere Kinder belastet das psychisch sehr. Jetzt müssen sie wieder zu Hause sein, sie müssen wieder von zu Hause aus lernen. Für manche wird es schwer, für manche wird es nicht sehr schwer, aber dieser soziale Abstand, den man dadurch eigentlich bekommt, ist für die Entwicklung ein enormes Defizit. Und es gibt Menschen, denen wird das leichter fallen, es gibt auch Kinder, denen wird das nicht so leicht fallen, ich weiß. Jedoch werden wir dadurch merken, dass sich die Welt schlagartig verändert hat. Denk einmal zurück an letztes Jahr. Letztes Jahr um die Zeit, es war hektisch, es war turbulent, Jeder wusste, in ein paar Tagen ist Weihnachten, es ist in 5 Wochen, haben wir Weihnachten oder 6. Die Menschen, Entschuldigung, die Menschen wurden hektisch und sie mussten vorbereiten und sie mussten das vorbereiten und wir müssen noch dorthin und dorthin und dorthin. Und dieser Virus zwingt uns innezuhalten, er zwingt uns genau das, was ich schon mein Leben lang predige: Beruhigt euch und nehmt einmal einen Moment Acht auf euch, auf dich. Nimm dich einmal selbst als wichtigste Person. Und die meisten, ich weiß, dass die meisten das nicht für wichtig erachten oder die meisten einfach der Meinung sind, es ist nicht nötig, sich über solche Sachen Gedanken zu machen. Doch wenn jeder einmal nur auf sich schaut, wäre die Welt besser. Sie wäre ganz bestimmt um ein Stück besser. Ich meine jetzt nicht mit alle anderen vernachlässigen, aber wenn ich schaue, dass es mir gut geht, dann kann es jedem anderen auch nur gut gehen. Und das soll eigentlich die Message hinter dieser Folge sein. Denn ich weiß, es wird jetzt wieder eine schwere Zeit vor uns kommen, also wird jetzt wieder eine schwere Zeit kommen. Und ich weiß auch, dass sie uns transformieren wird, Denn ich bin ja in mehreren Blasen unter Anführungszeichen vertreten und ich merke die Schulseite, wo es heißt, ja, unsere Kinder brauchen jetzt wieder mehr Aufmerksamkeit von den Eltern. Und nein, brauchen sie nicht. Sie sollen einfach zu Hause ihre Arbeiten machen. In der heutigen Zeit mit Videochats können sie Co-Schooling-Gruppen gründen. Ich meine ernsthaft. Und somit haben sie auch diese Distanz nicht so extrem. Auf der anderen Seite haben wir, habe ich dann die spirituelle Blase, wo es heißt, ja, diese Welt, sie verändert sich, wir stehen mitten in einer Yin-Yang- Transformation, deswegen kommt diese ganze Sache. Und ich, die kleine Anna, mitten in diesem großen Universum, sitzt hier und denkt sich nur: Oh mein Gott, was soll ich tun? Was soll ich nur tun? Wir haben am Samstag erfahren, dass es Dienstag, also morgen, einen Lockdown gibt. Nur ich ziehe heute in elf Tagen um. Darf ich das noch? Ist es überhaupt noch erlaubt? Wir hängen so in der Schwebe und wissen derzeit absolut nicht, was wir wollen, was wir können, was wir vorhaben, warum es diese Dinge gibt. Und im Endeffekt kann ich dir die Fragen auch gar nicht beantworten. Der Tag heute wird ein Organisationstag werden. In 2 Stunden erfahre ich, wie es mit den Kindern weitergeht. In 2 Stunden erfahre ich, ob wir umziehen dürfen oder nicht, und wenn ja, unter welchen Voraussetzungen. Und eigentlich wollen wir doch alle nur glücklich sein, und genau um das geht's ja. Doch es wird jetzt wieder mehr Menschen geben, die einsam in ihren Wohnungen sitzen und verzweifeln. Es wird wieder mehr Menschen geben, die sich dann in Alkohol ertränken, die sich mit Drogen zustopfen, unter Anführungszeichen, nur weil sie nicht mit der Realität klarkommen, dass sie einsam sind und absolut nicht glücklich. Also es wird wahrscheinlich hinauslaufen, dass wir heuer im restlichen Jahr im Lockdown sind. Ich weiß nicht warum, aber ich habe das so im Gefühl. Natürlich hoffe ich, dass wir umziehen können, um dir unsere schöne Wohnung zu zeigen, und doch, wie soll ich das jetzt erklären? Also ich nehme diesen Podcast, der jetzt ganz komplett schräg läuft, auf ganz— ich hatte den Impuls, dir das zu sagen, weil ich weiß, es gibt genug Menschen, die genau in der gleichen Situation gerade sind und vielleicht nicht diese Lebensfreude in sich spüren wie ich. Denn im Grunde belastet es mich ja nicht. Es ist mir im Grunde egal. Ich persönlich habe den Virus nicht. Ich persönlich bin stark genug, um ihn auszuhalten. Und ich, meine Kinder sind das genauso und mein Mann ebenfalls. Aber Ich kenne auch die andere Seite. Ich kenne auch die Menschen, die in meinem Alter im Krankenhaus lagen, weil es sie zu so einer schweren Lungenentzündung führte, dass sie dann fast auf die Intensivstation kamen. Ich kenne genug Menschen, denen es jetzt schon schlecht geht und dieser Virus sie wahrscheinlich begraben würde. Aus diesem Grund habe ich dann Angst, etwas falsch zu machen, und trotzdem weiß ich nicht, wie es weitergehen soll. Ich weiß nicht, wie wir Der Virus wird uns nie mehr, der wird nie mehr wieder wegkommen. Das ist das Gleiche wie ein Grippevirus, den haben wir immer. Und 2012 war die Grippewelle auch so stark, dass die Krankenhäuser alle überfordert waren. Jedoch müssen wir alle auf uns achtgeben und vor allem diese Menschen schützen, die sich nicht selber schützen können. Denn es mag sein, dass einer, und genau das ist der Grund, warum es jetzt zu diesen ganzen Schließungen kommt, es mag sein, dass du so stark bist, dass du vielleicht nur einen leichten Schnupfen davonträgst. Es kann aber dein bester Freund einen Herzklappenfehler zum Beispiel haben, von dem keiner wusste, und der dann auf der Intensivstation ist und vielleicht stirbt. Deinem Alter. Das ist der Grund, warum bei uns zum Beispiel jetzt die Sachen geschlossen werden, weil man eben davon schauen möchte, dass man halt das Gesundheitssystem nicht überfordert. Aber auf der anderen Seite müssen wir auch uns selbst schützen, und das schaffen wir nur, indem wir alle zu Hause bleiben. Es ist leider so traurig oder so paradox, wie es nur geht. Und aus diesem Grund habe ich jetzt mich ausgesprochen. Ich wollte dir das eigentlich nur sagen, wir sind alle in der gleichen Situation und ich weiß, dass es nicht gerade einfach ist, diese Zeit, aber ich weiß, dass wir sie alle, die jetzt an sich selbst arbeiten, gestärkt daran arbeiten, dass wir gemeinsam hervorstehen und die Welt verbessern. Denn nur wenn wir jetzt zusammenhalten, können wir gemeinsam etwas bewirken. Ansonsten werden wir dieses Leben noch so weiterführen müssen, wahrscheinlich. Genau, so, ich habe dich jetzt, glaube ich, lang genug mit meinem Geschwafel über Corona belästigt. Ich kann es nicht mehr hören, aber mir war es gerade ein Anliegen. Ich musste es mir einfach von der Seele sprechen und Deswegen wollte ich mich eigentlich nur einmal bei dir wieder melden. Es wird jetzt ab sofort auch wieder mehr Podcastfolgen geben, vor allem nach meinem Umzug, denn wir stehen einfach Kopf, wir wissen nicht genau, wie wir was erledigen sollen, machen. Und folg mir einfach auf Instagram, um dir— so, ich bin schon wieder leicht aus dem Ding. Folg mir einfach auf Insta, dann wirst du mehr darüber erfahren, wann es welche Podcastfolgen gibt. Und Ja, ich wünsche dir natürlich heute auch einen wunderschönen Tag, so dass dieser Tag einer der besten deines Lebens werden wird. Denn nur wenn wir positiv denken, können wir Positives ausstrahlen. Also, ich wünsche dir natürlich noch einen wunderschönen Tag. Bis zum
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