38: Die 3 Säulen des fernöstlichen Glücks - Interview mit Ivonne Galleske-Hartung
11 Apr 2021 · 32 min
In dieser etwa 30‑minütigen Podcast‑Folge begrüßt Host Anna‑Carina Hausegger die Holistik‑Mentorin Ivonne Galleske‑Hartung. Ivonne erzählt, wie ein zufälliges Treffen 2006 sie in die fernöstliche Philosophie führte – Feng Shui (Raumpsychologie), Traditionelle Chinesische Medizin und Ba Zi Suàn Mìng (Vier‑Säulen‑Horoskop). Sie verknüpft diese drei Säulen mit Human Design, insbesondere ihrer eigenen Projektor‑Typ‑Strategie, und erklärt, wie das System hilft, innere Konditionierungen zu erkennen. Während der COVID‑Lockdown‑Phase beschreibt sie, wie die reduzierte äußere Stimulation ihr Sakralzentrum reinigte und ihr erlaubte, tiefer in sich zu gehen. Glück definiert sie als ein fluides, momentanes Erleben von Natur‑Wundern, zwischenmenschlicher Unterstützung und innerer Zufriedenheit, ohne feste Vorgaben. Ivonne spricht über das Lernen, Hilfe zu erbitten, und über die Scham, die damit einhergeht. Abschließend stellt sie ihr kommendes Projektor‑Workshop‑Programm vor, das Frauen des Projektor‑Typs stärken soll, und verweist auf die Soulworker Connection, die als Netzwerk für spirituelle Unternehmer dient. Der Podcast betont tiefgründige, authentische Gespräche ohne Smalltalk und lädt Hörer ein, Feedback zu geben.
Chapters
Ich begrüße dich zu einer neuen Episode von I am. Im heutigen Interview habe ich die liebe Yvonne zu Gast und wir kennen uns schon länger aus unserer Soulwork Connection. Klare, klare Empfehlung, meine Lieben, wenn du spiritueller Unternehmer bist und aufs Next Level möchtest und ehrliche und wahrhaftige Business Buddies brauchst und suchst, komm in die Soulworker Connection. Ich verlinke sie dir auf jeden Fall einmal in der Bio. Jetzt kommt es aber zu meiner Ansprache. Ich spreche mit der lieben Yvonne über die 3 Säulen der fernöstlichen Sicht und was für ein mega, mega, mega cooles Angebot, das sie hat im Frühjahr.
Ich freue mich riesig darauf.
Du wirst es sehen. Dieses Interview ist etwas ganz Besonderes und du wirst es gleich hören, warum. Yvonne ist ein ganz besonderer Mensch und hör dir dieses Interview an. Es geht circa eine halbe Stunde und du wirst danach die Welt mit anderen Augen sehen. Also los geht's! Happy welcome zum I am Podcast. I am steht für dich und deine Bedürfnisse. Hier sprechen wir über die Themen. Familie, Business und Spiritualität und dem Glücklichsein. Dieser Podcast ist kein 0815-Podcast, nein, denn von denen gibt es eh schon genug. Hier gibt es Deep Stuff. Ich hasse Smalltalk. Wir tauchen ein in Themen, die sich so keiner sagen traut. Alles real und alles zu 100% echt. Bist du auch schon gespannt auf diese Episode? Dann geht's jetzt los.
Heute zu Gast habe ich die liebe Yvonne. Sie ist Holistik-Mentorin für persönliche, berufliche und gesundheitliche Entwicklung im Bewusstsein mit Herz. Sie hat, wie soll ich sagen, sie ist ausgebildet in Human Design Basis und unter anderem hat sie den Namen Lebe dein Design. Sein. Hallo liebe Yvonne, habe ich was vergessen?
Es sind noch einige Sachen, die ich mitgemacht habe, aber die ich jetzt nicht in der Beschreibung oder so öffentlich kundgetan habe, weil es glaube ich einfach eine Ausbildung für mich selber waren, die in meine Arbeit mit einfließen.
Das klingt ja spannend, aber wie kommt man eigentlich als normaler Europäer, sagen wir so, auf die Idee, sich in chinesischer Philosophie ausbilden zu lassen? Als normaler Europäer, also westlichen Welt?
Ja, ehrlich gesagt habe ich mir darüber noch gar nicht wirklich Gedanken gemacht, weil das einfach in mein Leben getreten ist, und zwar war das 2006. Genau, 2006 kam das in mein Leben über eine Freundin. Sie hat damals ihre Feng-Shui-Ausbildung fertig gemacht und parallel die Ausbildung als Basis-San-Ning-Beraterin. Und es war ein Zeitpunkt, wo ich gemerkt habe, dass ich persönlich vor einem Umbruch stehe oder sich eine Veränderung in mir ankündigt, aber ich konnte es noch nicht greifen, wohin es geht. Und da ich persönliche Struggles hatte oder wirklich gemerkt habe, so, ich krieg das gerade selber nicht zu fassen, hat mir meine Freundin damals angeboten, du komm mit rum und bring deinen Grundriss mit, und dann schauen wir mal. Und das habe ich dann getan, und da hat sie mir dann am Wochenende wirklich wertvolle Impulse gegeben. Die habe ich dann auch mit meiner Schwester und einer Freundin innerhalb von einer Woche umgesetzt. Und plötzlich nahm das in meinem Alltag eine komplett neue Richtung an. Und ich habe dann das Ba Zi Suanming von ihr kennengelernt. Also ich habe dann praktisch eine Horoskopbetrachtung aus fernöstlicher Sicht bekommen zu mir selbst und auch in Verbindung mit meinem Partner. Und ich habe gemerkt, wow, da schlägt mein Herz gerade ganz, ganz wild für. Und das möchte ich machen. Mit der Entscheidung bin ich parallel auch schwanger geworden, also wirklich schwanger geworden. Und mit der Schwangerschaft habe ich gemerkt, dass für mich mein Weg nicht mehr so weitergeht, wie ich das bis zu dem Zeitpunkt gemacht habe. Ich war damals angestellt als Abteilungsleiterin, habe Bereich geleitet und auch geführt. Das war auch eine sehr wertvolle Erfahrung, doch das war halt nicht das, wo ich mich halt wirklich längerfristig gesehen habe und was sich mit meinem Herz im Einklang befunden hat. Und ja, das war etwas, wo ich gemerkt habe, das berührt mich ganz, ganz tief, berührt mich auch in meinen Interessen, weil ich schon mit 13 Jahren angefangen habe, Tarotkarten zu legen, und auch so zwischendurch mit westlicher Astrologie mich beschäftigt habe, auch schon mit Hypnose mich beschäftigt habe, aber nie wirklich tiefer gegangen bin, weil das auch etwas ist, was in meinem Kreis erst recht so auch von väterlicher Seite belächelt wurde oder als Humbug und Hui-Bui abgestempelt worden ist. Also es wurde nicht wirklich ernst genommen, und in dem Sinne habe ich da es auch schwer gehabt, mir selbst zu vertrauen in dem, was da halt in mir mit war. Und das änderte sich dann wirklich mit der Ba Zi Suan Ning Ausbildung, die ich parallel zu meiner Elternzeit oder auch Mutterschutzzeit mitgemacht habe. Und das war der Beginn in eine komplett neue Betrachtung des Lebens für mich.
Jetzt hast du mir meine Frage weggenommen. Ich wollte nämlich gerade sagen, würdest du— ich wollte dich mich gerade fragen, ob du der Meinung bist, dass beide zusammengehören.
Es ist total lustig. Vielleicht ist das halt einfach diese, diese auch eine Eigenschaft so von Projektoren, wirklich so zu erkennen, wohin es geht. Ich zusammengehören. Ich weiß nicht, ob man sagen kann zusammen zusammengehören. Ich finde, das das Basis-Son-Ming ist einfach von der Entwicklung her. Auch, wie soll ich, einen Moment, wie ich das, das Ba Zi Suanming beschreibt letztendlich die Entwicklung des Menschen, also auch die Energie, was wir aus der Erde mithaben, aus den sogenannten Erdzweigen, und das, was wir von der Himmelsenergie bekommen, von den Himmelssternen, die ja zusammen in uns Menschen zusammenkommen zum Tag unserer Geburt. Und es ist für mich eine sehr schöne Betrachtung, auch hinsichtlich des Lebenswegs und auch hinsichtlich der Lebensbereiche, wirklich herauszufinden, welche Lebensbereiche sind jetzt gerade für dich sehr förderlich und welche nicht. Und wie kann man das halt auch aus Feng-Shui-Sicht wirklich mit unterstützen. Also da ist halt wirklich diese Verknüpfung aus fernöstlicher Sicht sagt man ja, es gibt so diese 3 Säulen. Man hat zum einen so die Raumpsychologie, was das Feng Shui ist, damit der Raum dich trägt. Dann gibt es die traditionelle chinesische Medizin, wo man halt wirklich auch mit Kräutern und auch mit Akupunktur und anderen Sachen den Körper praktisch gesundheitlich unterstützt und stärken kann. Und dann gibt es die Psychologie des Menschen, und das ist das Ba Zi Suanming. Und das sind so diese 3 Säulen aus fernöstlicher Sicht. Und das Human Design ist noch mal eine Betrachtung für mich dahingehend, wirklich zu schauen, wie, oder erkennen zu können, wie sich der Verstand in uns hinein festsetzen kann, einfach aus unserer Konditionierung her, aus unserer Erfahrung her, und wie der Verstand im Laufe unseres Erwachsenwerdens gelernt hat, Strategien zu entwickeln, Entscheidungen für uns zu treffen, die vielleicht gar nicht mit unserem mit unserem Herzen, mit unserem Körperbewusstsein übereinstimmen. Und das ist für mich mit dem Human Design feiner herauszufinden.
Oh ja, also deine Fragen sind immer sehr ausführlich und sehr interessant. Also du kannst noch 3 Stunden weitererzählen, von mir aus. Ja, es ist so. Jetzt ist halt im Endeffekt, wir haben derzeit alle Lockdown und Corona und so weiter und so fort. Wie würdest du sagen, kann man in dieser Zeit durch diese Methoden glücklich bleiben oder zufrieden?
Also ich persönlich kann dahingehend erstmal wirklich meine Erfahrung teilen, weil ich nur von der sprechen kann. Und ich bin, ich gehöre aus Human Design Sicht dem Typus, den Projektoren. Und Projektoren, die sind sehr schnell oder sehr leicht beeinflussbar durch die sakrale Energie im Außen. Sind halt wirklich auch sehr viele sakrale Energien um ein Projektor darum gegeben. Und für mich ist diese Corona-Zeit, diese Lockdown-Zeit wirklich eine Möglichkeit gewesen, noch mehr, noch tiefer tiefer in mir selbst oder bei mir selbst zu bleiben, ohne vielen Einflüssen von außen ausgesetzt zu sein. Also ich genieße diese Zeit wirklich für mich als Projektoren, weil ich das Gefühl habe, dass mein, mein offenes Sakralzentrum wirklich mal die Möglichkeit hat, sich noch besser zu befreien, zu reinigen, also wirklich so diese Waschmaschine, dieses einfach mal so leerlaufen zu lassen, um zu spüren, was es für einen Unterschied macht, wenn zum Beispiel, ja, also in meinem Umkreis sind halt einfach nur Generatoren, abgesehen von den Kindern, von den Freunden meines Sohnes, die bestehen zu 80, 90% nur aus Projektoren. Die habe ich total gerne um mir, doch ich merke für mich den Unterschied, was es zum Beispiel macht, wenn meine Schwester einfach mit da ist oder mit da war und mich kommt oder aber auch eine Freundschaft mit da ist. Also was das für mich persönlich für einen Unterschied macht, jetzt in einer Umgebung zu sein, wo ganz viele Generatoren sind, oder für mich zu sein. Und darüber bin ich sehr dankbar, weil ohne den Lockdown hätte ich diese Erfahrung für mich nicht wirklich machen können. Und das sehe ich halt auch als Chance mit Corona, wirklich die Möglichkeit zu haben, sich mit sich selbst und auseinanderzusetzen und auch vielleicht sich selbst zu reflektieren und sich neu mit Menschen zu verbinden. Also neue Möglichkeiten zu sehen und zu erkennen, wie man sich mit Menschen verbinden kann, austauschen kann, die man sich hätte vorher gar nicht vorstellen können. Also ich hätte mir zum Beispiel nicht vor einem halben Jahr vorstellen können, jetzt so mit dir hier so zu sitzen und mich mit dir auszutauschen, weil ich ohne Corona gar nicht den Zugang zu dir gehabt hätte. Und das finde ich sehr spannend.
Stimmt, ohne Corona hätten wir uns gar nie kennengelernt. Ja, genau.
Und das finde ich, also das sehe ich als Möglichkeit. Also ich bin halt so ein Mensch, ich sehe Möglichkeiten und ich sehe ganz, ganz viele Möglichkeiten und die sind halt auch immer mit geprägt von Hoffnung. Also das ist so was total Spannendes, was mich sehr, sehr unterscheidet von meinem Vater. Ja, manchmal so, du bist so bläuäugig, so verträumt. Also mir wurde das manchmal so vorgeworfen, wie verträumt ich doch bin. So I'm a Dreamer, also der Song von John Lennon, der könnte so aus meinem Herzen so stammen. So ja, ich fühle mich als Träumer, weil ich so viele Möglichkeiten sehe und erkenne, was aber noch lange nicht heißt, dass die wirklich realistisch umsetzbar sind. Doch einfach zu erkennen, dass es Möglichkeiten gibt, finde ich total schön. Und es gibt halt Menschen da draußen, die vielleicht das als Impulse oder Ideen nehmen können, um aus dieser Möglichkeit wirklich eine Wahrscheinlichkeit werden zu lassen. Und ja, daher sehe ich sehr oft das Gute und das Schöne in Menschen oder in Situationen.
Es kommt mir sehr bekannt vor. Ich bin, ich werde meistens immer sehr naiv betrachtet. Du bist ja die Naive, die, die ja eh alles immer gut heißt. Ja, es gibt auch nichts Schlechtes auf dieser Welt in meinen Augen. Auch Corona hat nichts Schlechtes.
Ja, ich habe, es gibt bestimmt viele Schattenseiten, doch die Menschen, die ich, also das finde ich sehr spannend für mich zu entdecken, die Menschen, die ich kenne oder die ich auch jetzt in der Zeit kennenlernen durfte, wie die auch mit Corona in Berührung gekommen sind. Also es gab eine Zeit lang, da habe ich das nur im Außen gesehen, so viele Infizierte oder halt so viele Menschen, die davon betroffen sind, aber ich habe das nicht in meinem eigenen Rahmen und Raum erfahren oder kennenlernen müssen, dürfen. Und das hat sich geändert. Also ich habe jetzt auch im Bekanntenkreis wirklich so ein, zwei Menschen gehabt, die davon infiziert waren, doch nicht in der Tiefe betroffen sind. Also das ist halt, ja, vielleicht ist es wirklich das, was wir ausstrahlen, oder das, was uns so optimistisch sein lässt, dass wir halt auch nur in dem Kreis von Menschen sind, die auch damit gut umgehen können, also auch für sich optimistisch umgehen können und vielleicht auch nicht so tief betroffen sind, sondern die daraus stärker herauswachsen können.
Ich glaube auch, wir sind da in einer sehr, sehr großen und anderen Blase wie andere Menschen, weil ich rede mit sehr, sehr vielen verschiedenen Menschen über dieses Thema. Warum, ich habe keine Ahnung, aber ich glaube, das ist typisch Projektor-Lags, sie erzählen es mir einfach, und dadurch, dass ich mir nichts nicht merken kann, weiß ich das dann halt. Und ich höre die ganze Zeit, ja, es ist alles so ist schlecht und wir sind alle so schlecht und dieses blöde Virus. Und dann denke ich mir nur, also ich habe kein Problem damit. Es stört mich zwar, dass ich nirgendwo einkaufen kann, dass ich alles online bestellen muss, dass ich derzeit keine Erde kaufen kann, aber im Endeffekt, es ist nicht schlimm. Alle haben sich mehr Zeit für die Familie gewünscht, jetzt haben sie die Zeit.
Ja, also ich sehe auch die herausfordernden Aspekte daraus. Also wirklich auch Existenzen, die darunter zu leiden haben und auch zugrunde gehen. Und auch die Kultur oder der Künstlerbereich, der halt einfach gerade sehr eingeschränkt ist und was natürlich auch noch einen ziemlich großen Rattenschwanz mit sich trägt. Also das will ich nicht außer Acht lassen. Da schiebe ich jetzt auch keinen Schleier vor. Also das ist mir bekannt und das ist mir auch bewusst, dass das im Hintergrund oder auch einigen Menschen betrifft. Und parallel kenne ich halt auch Unternehmerinnen, die mit zur betroffenen Sparte, will ich jetzt mal, gehören und die trotzdem für sich das Positive daraus zieht. Also die halt wirklich für sich so, okay, Ich kann jetzt nicht aufmachen, aber was kann ich machen? Ich kann den Laden optimieren, hatte ich eh vorgehabt, jetzt ist eh keiner mit dazwischen. Und die dann sagt, okay, ich schaue, dass ich den Laden optimieren kann, und wenn wir dann wieder aufmachen, dann kann ich dann wirklich 100% dabei sein, weil dann muss ich dabei sein. Also das ist zum Beispiel jetzt eine Friseurin. Okay, also, und sie hat das Glück, da wirklich intuitiv sich schon so vorbereitet haben zu können. Und ja, dass sie da halt einfach jetzt die Möglichkeit hat, auch ihre Zeit so genießen, vielleicht nutzen zu können, für sich wirklich nutzen zu können. Also das halt, sie ist halt auch ein Generator, also auch ein manifestierender Generator, wirklich im Hier und Jetzt ihre Individualität zum Ausdruck bringen, also die dann halt auch so so, steh auf, Mensch, was kann ich jetzt machen, wie kann ich jetzt das Beste daraus machen, und hat dann natürlich auch viel Kraft und Power. Und ich sehe allerdings auch viele Künstler, die halt wirklich schauen, was kann ich jetzt für Möglichkeiten mit nutzen. Also es gibt Potenziale, wenn man, glaube ich, gewillt ist, oder wenn man sich dafür öffnet, nach Hilfe zu fragen, Unterstützung zu holen. Also es ist für mich jetzt zum Beispiel ein Aspekt, den den ich lernen durfte, nach Hilfe zu fragen und Hilfe anzunehmen. Also das ist für mich ein sehr, sehr großer Lernfaktor.
Ja, für uns Projektoren nicht leicht, verstehe ich komplett, kann ich komplett nachvollziehen. Hilfe ist das Letzte, nach was man fragt, aber es ist hilfreich, nach Hilfe zu fragen, das stimmt.
Ja, und wertvoll, und meine Erfahrung ist wirklich, Es war teilweise mit eigener Scham behaftet, also wirklich einzugestehen, ich weiß jetzt gerade nicht, wie es geht und ich brauche jetzt hier Hilfe. Und das ist für mich wirklich ein intensiver Lernprozess gewesen mit mir selber. Da erstens mir das einzugestehen und zweitens auch, ich brauche Hilfe. Und dann plötzlich zu merken, ja, Hast du? Komm, gib mir das, ich helfe dir, ich helfe dir. Und plötzlich so auch, krass, die wollen mir wirklich helfen. Also auch der nächste Lernprozess so, oh krass, ich bekomme wirklich Hilfe.
Ich darf das jetzt annehmen?
Wie gehe ich denn jetzt damit um? Oh ja, also das sind meine spannenden Lernprozesse und ich glaube, ich hätte die halt nicht in in der Form gehabt ohne Corona. Also wo viel Schatten ist, kann auch viel Licht sein, wenn wir uns dafür öffnen. Und diese Entscheidung, die trifft jeder für sich selbst, ist mein Gefühl. Also die Entscheidung darf jeder für sich selbst treffen. Öffnet er sich für etwas, was zu entdecken ist dahinter?
Das ist schön. Eine Frage habe ich jetzt aber noch an dich, und zwar, das ist ganz individuell für jeden selbst, und zwar, was bedeutet Glück für dich?
Was bedeutet Glück für mich? Glück für mich ist auch individuell und kann in jedem Moment anders sein. Also ich bin, ich kann total glücklich sein, wenn ich plötzlich einen Regenbogen vor mir entdecke. Ich kann total glücklich sein, wenn ich einen wunderschönen Sonnenuntergang oder -aufgang beobachten kann. Ich kann aber auch glücklich sein, wenn ich merke, dass ich meiner Nachbarin, die gerade etwas älter ist und wirklich auch Unterstützung braucht, plötzlich merke, dass ihr meine Nähe gut tut. Dass sie sich mit mir gekräftigt und gestärkt fühlt, um gewisse Dinge halt einfach besser zu machen. Also das macht dann auch mich glücklich, wenn ich jemand anders mit einer Kleinigkeit glücklich machen kann. Ich bin glücklich, dass ich gerade hier sein kann, wie ich hier bin. Dass ich halt ein Dach überm Kopf habe. Dass ich die Möglichkeit habe, meinen Sohn hier aufwachsen zu sehen. Dass ich das hier halt so erleben darf, wie ich das erleben darf. Das ist Glück. Glücklich sein für mich. Also das, ich glaube, ich möchte das nicht, ich glaube, ich möchte das nicht an etwas festmachen, weil in dem Moment verschließe ich mich ja auch für die Dinge, wo ich noch gar nicht weiß, dass sie mich glücklich machen.
Entspannende Antwort, das habe ich so auch noch nie gehört. Die meisten Menschen, die ich frage, was bedeutet Glück für dich, haben eine feste vordefinierte Frage, aber sind auch alles keine Projektoren. Ich sehe das nämlich gleich wie du.
Spannender Ansatz. Für mich ist es so selbstverständlich. Mir kommt da gerade mein Mann in den Sinn. Der ist ja Generator und der sagt immer so, ich bin glücklich, wenn du glücklich bist. Damit habe ich lange Zeit ein Problem gehabt, weil ich das Gefühl hatte, es ist wie eine Verantwortung, die auf mir lastet. Weil nur wenn ich glücklich bin, kann mein Mann glücklich sein. Und das ist dann halt auch ein Druck, den ich mir dann vielleicht teilweise innerlich selber gemacht habe. So, oh mein Gott, wenn ich jetzt nicht glücklich bin, dann ziehe ich alle um mich herum in Unglücklichsein. Und ich bin halt auch ein emotionaler Projektor, was dann ergo bedeutet, also ich habe auch mal Phasen, wo ich ich echt tief unten bin, also wo die Melancholie und Depression in meinem Feld schwingt, dass ja mein Hund ankommt und mir sorgenvoll übers Gesicht, Nico, was ist los mit dir, lass mich dir helfen, und mein Mann Reißaus vor mir nimmt, weil das dann halt echt, glaube ich, schwer zu ertragen ist.
Und meine Tochter ist auch emotionale Projektor, ich weiß, was du meinst.
Ja, okay, danke. Und ja, und das sind dann so Momente, wo dann mein Verstand gerne einhakt, so, oh, du musst glücklich sein, weil du ziehst ja alles mit runter. Und das hat einfach für mich, mein Prozess braucht so, nein, auch das gehört mit zu mir. Und vielleicht ist es auch das, was mein emotional offener Mann, komplett emotional offener Mann, auch lernen darf, dass zum Glücklichsein auch eine Phase des Unglücklichseins gehört. Weil wenn ich nicht weiß, was Unglücklichsein oder was Schwere und Leid bedeutet, dann weiß ich ja auch gar nicht, wie sich das Glücklichsein oder das Erfülltsein anfühlt. Also so ist das ja mein Gefühl. Und wir leben ja nun mal in einer Dualität und auch in einer Form von Polarität, was wir so schön im Human Design, aber auch im I Ching und im Ba Zi Suanming so, also das finde ich so wundervoll betrachten können. Dass es immer zwei Seiten einer Medaille gibt und dass wir genau hier auf Erden sind, um diese zwei Seiten einer Medaille zu erkunden und zu erfahren, weil das genau die Einheit bedeutet. Und diese Einheit ist da, wenn wir nicht mehr in diesem Körper unterwegs sein können. Dann haben wir diese Einheit und Einssein, oder wir sind alle eins, bedeutet für mich auch, gewissermaßen nicht mehr in der Form am Leben zu sein.
Ja, sonst sind wir ja Yin und Yang.
Genau, also so ist so, das ist so mein Gefühl. Ist doch total spannend, mir kommt doch gerade, ich bin so ein, ich springe manchmal in meinen Gedanken, das passiert mir. Ich glaube, das hat auch was mit dem offenen Verstand und offenen Kopf zu tun, es passiert mir sehr oft. Wenn du magst, es geht auch um das Ba Zi Suanming. Was ich daran so schön fand oder was mich am Ba Zi Suanming so gereizt hat, sind halt auch wirklich die Aspekte der Natur, weil das Ba Zi Suanming setzt sich ja auch aus den Naturelementen, die wir sowohl in den Jahreszeiten wiederfinden, aber auch in unserem Körper über die Organe wiedererkennen, was wir in so vielen Prozessen erkennen. Und das finde ich am Batzuan Ming so schön greifbar, den Einklang zwischen Mensch und Natur oder die Verbindung zwischen Mensch und Natur. Das hat mir damals so die Augen geöffnet. Der Mikrokosmos im Makrokosmos. Das Kleine im Großen und auch, dass das Große im Kleinen ist. Also wirklich dieses Zusammenspiel. Und das ist das, was mich am meisten an Ba Zi Suanming so fasziniert hat, was so, ja, mich glaube ich so mit angeschubst hat, mich damit auseinanderzusetzen. Ich habe das damals bei Manfred Kupny gelernt, der das halt wirklich in Taiwan von Ba Zi Suanming-Meistern praktisch in der Praxis miterfahren hat und auch gelebt hat. Und ja, also das ist, das geht sehr, sehr auch sehr, sehr tief auf seine Art. Und ja, ist schon so lange her. Und ja, es sind halt auch Parallelen, nicht, also Parallelen sind doch, Parallelen sind schon da, ob das jetzt aus der fernöstlichen oder aber auch aus der westlichen Seite ist. Halt wirklich dieses Einschnittsdatum, was unsere Geburtszeit mit sich bringt. Also für mich auch wirklich dieses Bildhafte und Verständliche. Es hat einen Grund, warum wir hier sind, was schon dadurch sichtbar wird, an der Zeit und an dem Ort, wo wir geboren werden. Und das ist halt einfach einzigartig. Niemand anders kann unseren Platz einnehmen, weil wir unseren Platz auf einzigartige Weise einnehmen. Hier auf Erden. Und dass das auch auf so vielen Wegen mit so vielen Mitteln oder Werkzeugen sichtbar ist und herausgekitzelt werden kann, das finde ich sehr schön. Also jedes Werkzeug ist für mich so wie eine Straße, die nach Rom führt. Letztendlich geht es nur darum, die Essenz in uns selbst wahrzunehmen und aufzudecken. Und das ist ja das, was auch aus Human Design Sicht wirklich in den letzten 2 Jahren und auch in den kommenden Jahren intensivst passiert und auch angetrieben wird, die innere Wahrheit in uns zu erkennen.
Oh, spannendes Thema, aber ich glaube, wenn wir jetzt noch mehr verraten, dann, oh, dann bekommst du ganz viele, viele, viele Anläufe und ganz viele Anfragen. Okay, außer du möchtest es dann kannst du gerne noch weitererzählen.
Ich habe gerade keine Frage von dir, auf die ich eingehen kann. Das passiert manchmal so. Also ich finde Fragen— ich habe auch so ein Buch vor einiger Zeit gelesen, und ich finde, das macht uns Projektoren auch so besonders. Projektoren dürfen lernen, gute Fragen zu stellen. Also mit Fragen andere zu inspirieren, mit Fragen andere andere anzuregen, besonders auch Generatoren darin zu begleiten, zu unterstützen, durch tolle Fragen die Lebenskraft in ihnen zu entdecken. Wo möchten Generatoren ihre Lebenskraft hineinfließen zu lassen? Und dazu gehören halt einfach gute Fragen. Und da finde ich, da hat mich ein Buch, nur ein Buchtitel zu inspiriert: Fragen können wie Küsse schmecken. Und das finde ich total schön.
Ja, das klingt sehr, sehr interessant. Ich glaube, ich werde mir das mal holen.
Ich habe es mir nicht durchgelesen. Das kam aus dem Aspekt heraus, mein Mann tut sich manchmal schwer mit meinen Fragen. Willst du immer alles so genau wissen? Ja, ich bin Projektor. Ich möchte ganz genau wissen, was mein Gegenüber denkt und fühlt und in ihm los ist. Und du und deine Fragen. Und da fand ich diesen Buchtitel so toll, weil ich dann für mich so diese diese innere Klarheit hatte, so, ja, weil Fragen können wie Küsse schmecken.
Wir haben ja vorher schon kurz noch einmal darüber erzählt, du hättest ein Angebot, das ich mir ehrlich gesagt sogar zulegen werde. Erzähl einmal darüber.
Ja, und zwar, ich habe eins in Arbeit, also das ist praktisch wie so ein Experiment, ja, Ich habe eine Vision davon, wirklich eine Gruppe für Projektoren zu haben, einfach so einen Projektoren-Workshop zu machen, um ja Projektorfrauen in ihre Qualität zu bringen mit allen Herausforderungen, die halt im Alltag sind, und trotzdem bei sich zu bleiben, also lernen, wirklich bei sich zu bleiben und ihrer Fähigkeit, ihrer Stärken, die mit dem Projektorwesen einhergeht, wirklich auch zum Strahlen zu bringen. Weil das für Projektoren kann das echt knifflig werden, das ist meine Erfahrung. Ich freue mich über Erinnerungen, und es ist für mich halt wirklich auch gerade so als 6/2-Profil, das ist dieses herausrufen. Und das brauche ich halt einfach für mich, auch gerade so mit meiner emotionalen Welle, wirklich zwischendurch auch noch mal so herausgehoben zu werden und auch das zu spüren. Und ja, es kommt.
Oh, ich freue mich ganz riesig! Ich bedanke mich bei dir für dieses wundervolle Interview. Es war sehr interessant.
Ich bin schon ganz Ich bedanke mich natürlich recht herzlich, dass du bei dem Interview zugehört hast. Ich verlinke dir, ich verlinke dir alle Links von der lieben Yvonne natürlich in der Bio, auch von der Soulworker Connection. Und wenn sie ihr Programm rausbringt, werden wir noch einmal eine extra Episode dazu machen, denn ich finde das Programm persönlich einfach genial.
Ja, ich wünsche dir jetzt noch einen wunderschönen Tag.
Ich freue mich, dass du das nächste Mal wieder dabei bist. In der nächsten Episode geht es um dich, und zwar warum wir uns eigentlich immer selber blockieren und sabotieren. Und ich bin schon gespannt, was du dazu sagst. Ich freue mich darauf. Und jetzt einen wunderschönen Tag noch.
Bis dann!
Ach so, bevor ich es vergesse, wenn du das Ganze über iTunes oder Google Podcast hörst, bitte ich dich, dass du mir eine Bewertung gibst. Es würde mir wahnsinnig viel bedeuten, dann weiß ich, ob es dir gefällt oder was ich ändern kann. Wenn du es über Spotify hörst, mach bitte einen Screenshot davon, teile es in deiner Story oder schicke es mir unter @anna.hausegger auf Insta. Ich freue mich immer wahnsinnig über Feedback. Außerdem kannst du mich gerne persönlich anschreiben, wenn du weitere Fragen hast. Und allen, die mir diese positiven Energien geben, verlose ich nämlich einmal im Monat mein aktuelles Programm. Also, es lohnt sich definitiv für dich. Aber jetzt wünsche ich dir noch einen wunderschönen Tag und eine wundervolle Woche. Bis dahin, happy Anna-Carina!
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