73: Kennst du die Kraft deines Herzens? Interview mit Dennis Del Tiglio
20 Oct 2024 · 60 min
In diesem 59‑minütigen Podcast‑Interview erzählt Dennis Del Tiglio, ein Coach und "Tiefe‑Löser", seine persönliche Reise von einer von Eltern vernachlässigten Kindheit über die Bundeswehr bis hin zu einer tiefgreifenden Depression und schließlich zu einem intensiven Selbst‑Entwicklungs‑Weg. Er beschreibt, wie das Alleinsein während des Militärdienstes unverarbeitete Kindheitstraumata an die Oberfläche brachte, was in einer schweren Depression mit Suizidgedanken gipfelte. Ein einfaches Buch über Depressionen löste für ihn den ersten Aha‑Moment: Das, was er glaubte zu sein, ist nur ein mental programmiertes „Jackett“. Daraufhin begann er, an Persönlichkeits‑Seminaren teilzunehmen – von Jürgen Höller’s Power Days bis zu extremen körperlichen Tests (Barfuß über glühende Kohlen, Glasscherben, Fallschirmsprünge). Diese Erlebnisse zeigten ihm, dass die Begrenzungen meist im Kopf liegen. Durch Coaching‑Erfahrungen lernte er, tief sitzende Muster (z. B. das „nicht gut genug“‑Gefühl und Vorwürfe gegenüber dem Vater) zu lösen und dadurch über 555 Menschen zu coachen. Sein zentrales Konzept ist die Trennung von Verstand (Überlebens‑System, programmiert durch Kindheit) und Herz (energetischer Impuls, der bereits vor kognitiver Wahrnehmung reagiert). Er verweist auf wissenschaftliche Studien (z. B. Joe Dispenza) die zeigen, dass das Herz bereits vor dem Bild im Gehirn reagiert. Praktische Methoden, um das Herz zu aktivieren, werden vorgestellt: Herz‑Atmung, Meditation, Neigungstest (Körper‑Feedback) und das bewusste Einbinden des Herzens in Entscheidungen. Abschließend empfiehlt er einsteigerfreundliche Bücher (Paulo Coelhos „Der Alchimist“, Hermann Scherers „Glückskinder“) und betont, dass das Herz das wahre Leitsystem ist, während der Verstand häufig sabotiert. Das Gespräch endet mit dem Appell, dem Herzen zu folgen und nicht vom rationalen Verstand ausbremsen zu lassen.
Chapters
Hallo lieber Dennis, ich begrüße dich recht herzlich zu Beauty Surf Days. Erzähl doch mal etwas über dich.
Ja, hallo liebe Anna, erstmal vielen, vielen Dank, dass ich hier bei dir in deinem Podcast sprechen darf. Ja, ist für mich eine sehr, sehr große Ehre und diesbezüglich erzähle ich dir einfach mal so ein paar Worte über mich. Ja, wie gesagt, mein Name ist Dennis del Tilio, für alle, die mich halt noch nicht kennen, und ich bin halt jemand, der löst halt Dinge in der Tiefe auf. Also das heißt ja, da wo wo die verborgenen Dinge des Eisbergs sind, da gehe ich halt dran in die Tiefe und löse die Dinge auf, die dir sozusagen im Weg stehen. Das heißt, wenn du dir jetzt irgendwo beim Wegstehen gewisse Dinge nicht traust umzusetzen oder beispielsweise auch gewisse Kindheitstrauma hast, dann gehe ich halt bis in diese Kindheitstrauma rein und löse diese halt im Kern auf, weil ich habe halt auf meinem eigenen Weg feststellen müssen, dass manche Dinge so tief verborgen liegen und wir uns so stark begrenzen in unserem Selbst, dass wir einfach nicht vorankommen und nicht das Leben leben können, was wir uns eigentlich so vorstellen. Das fing sehr, sehr früh bei mir an, dass ich damit konfrontiert war, weil für die, die mich nicht kennen, und das werden wahrscheinlich die meisten in deinem Podcast sein, ich bin aufgewachsen in einem Elternhaus wie viele andere auch. Bei mir war das oftmals so, dass ich das Gefühl hatte, ich sage bewusst Gefühl, weil durch diese ganze innere Arbeit habe ich mittlerweile erkannt, dass es nie böse gemeint war oder dass nie irgendwie ich da herabgesetzt werden sollte. Doch in meinem Gefühl als Kind, und das ist vielleicht schon mal so ein erster Punkt, der sehr, sehr wichtig ist, als Kinder nehmen wir halt Dinge oftmals anders wahr, als sie eigentlich gemeint sind. Damals war das halt so, dass ich oftmals das Gefühl gehabt habe, nicht gesehen zu werden, unterdrückt zu werden, vielleicht auch herabgesetzt zu werden, ja, gerade so von väterlicher Seite. Und von meiner Mama habe ich halt letzten Endes, ja, ich kannte halt nie dieses wirklich, dieses Warmherzige, dieses wirklich Liebe zu erfahren und mal in den Arm genommen zu werden und so weiter und so fort. Ich will das gar nicht verurteilend sagen, sondern ich glaube einfach, dass viele das einfach nie kennengelernt haben und deshalb halt einfach selber Schwierigkeiten haben, diese Dinge weiterzugeben. Und so bin ich halt aufgewachsen und habe dann irgendwann immer mehr an mir selber gezweifelt, habe mein Selbstbewusstsein verloren oder konnte es gar nicht wirklich aufbauen, was dann dazu geführt hat, dass ich versucht habe, mich über Leistung zu kompensieren. Also kennt vielleicht der ein oder andere. Ich habe dann halt angefangen, irgendwie besonders gut in einer Sache zu sein oder vielleicht sogar der Beste zu sein. Um letzten Endes die Aufmerksamkeit meines Papas zu bekommen, um da letzten Endes gesehen zu werden endlich. Ich habe halt festgestellt, egal wie viel ich auch mache, es verändert nichts an dem Verhalten meines Vaters. Das heißt, im Endeffekt bekomme ich immer noch nicht das, was ich eigentlich möchte. Jetzt habe ich mich irgendwann gefragt, so nach der Zeit, was kann ich denn eigentlich machen, um vielleicht noch mehr zu machen, noch besser zu werden? Immer dieses Höher-schneller-weiter-Ding. Das war so ganz präsent. Und habe dann damals nach meiner Ausbildung, ich habe eigentlich was ganz anderes gelernt, ja, also Elektroinstallateur damals, und dann habe ich einfach einen Meisterbrief gemacht. Aber nicht, weil ich eigentlich gesagt habe, so, hey, ich brauche den unbedingt, sondern einfach so, weil ich gedacht habe, okay, der muss, der hat immer die schönen Arbeiten, also nicht die Drecksarbeit, ja, die der Geselle gemacht hat. Und letzten Endes hat er mehr Geld verdient. Dann habe ich gedacht, okay, das hört sich eigentlich ganz cool an, das mache ich jetzt einfach. Ich habe aber nie Spaß wirklich an dem Beruf gehabt. Das heißt, ich habe dann mit 23 Jahren einfach, war ich Elektromeister, habe mir dann letzten Endes gedacht, so hey, jetzt habe ich so einen Titel, den kann ich jetzt zeigen und die Leute sind irgendwie stolz auf mich. Waren sie scheinbar auch, aber ich habe das halt nicht so für mich wahrgenommen. Also für mich war das so, Nichts Besonderes so. Ich habe das zwar geschafft, aber ich habe das halt immer so entwertet. Ach ja, komm, das habe ich mal so gemacht oder das hätte ja jeder geschafft und so weiter. Dann hat mich mein Weg weitergeführt zur Bundeswehr. Bitte?
Ich habe gesagt, kennen wir glaube ich alle.
Dazu noch eine Frage von dir, Anna?
Nein, zurzeit nicht. Ich behalte mir alle auf.
Okay, sehr, sehr gut. Ja, das heißt, ich bin dann zur Bundeswehr gekommen, habe mich dann da verpflichten lassen für 12 Jahre. Und dann begann eigentlich so eine Reise zu mir selbst, weil, ich weiß nicht, ob du das kennst, ich war das erste Mal in meinem Leben wirklich alleine. Also ohne Familie, ohne Freunde, ohne irgendwie die Leute, die mich normalerweise so umgeben haben. Und ich weiß nicht, ob die ein oder anderen von euch das kennen da draußen, in dem Moment, wo alles um dich herum sehr still wird, wird es in dir drin extremst laut. Und genau das ist passiert. Das heißt, in diesem Moment sind meine ganzen Kindheitsthemen, die ich irgendwie über Feiern gehen oder mit Freunden treffen und so weiter, die dann letzten Endes so in mir noch geschlummert haben, die sind alle plötzlich aufgebrochen und sind wie so eine Lawine einfach aus mir rausgeschossen, haben mich komplett übermannt. Und ich habe das Gefühl gehabt, als wenn unter mir wie so eine Klappe aufgeht und ich falle in so ein richtig tiefes Loch. Dunkles Loch, wo kein Licht mehr ist. Und jeder, der sich einfach so das einfach mal vorstellt, der wird einfach feststellen, das ist nicht so eine angenehme Vorstellung, einfach in so einem dunklen Kerker zu sitzen. Und so habe ich mich gefühlt, und das hat dann dazu geführt, dass ich in die tiefsten Depressionen gefallen bin, die ich mir jemals hätte ausmalen können, mit Suizidgedanken und allem Drum und Dran. Was im Nachhinein aber, wofür ich sehr, sehr dankbar bin für diese Erfahrung, ja, was vielleicht im ersten Moment banal klingt, weil es echt unschön ist und sich überhaupt gar nicht so toll anfühlt. Jeder, der so eine Zeit mal durchstanden hat, der weiß das. Aber diese Zeit war sehr prägend für mich, weil ich war dort ohne Aussicht, jemals dort wegzukommen. Ich war halt 500 Kilometer von zu Hause entfernt stationiert. Aufgrund eines Anratens. Da gibt es ja diese Wehrdienstberatung, der hat mir einfach geraten, hey, nimm einfach irgendeine Stelle an, Hauptsache du bist erstmal Soldat und danach kannst du immer noch gucken, dass du wieder nach Hause kommst. Dem war aber nicht so. Mir wurde dann halt von allen Seiten gesagt oder sehr, sehr deutlich erklärt, du wurdest jetzt für diese Stelle hier eingekauft und du kommst nicht mehr weg. Und ohne diese Aussicht geht es dir natürlich in dem Moment nicht so gut. Jetzt musst du dir vorstellen, Anna, ich hatte halt dieses typische Bundeswehrzimmer, das war halt so 4 Meter lang, zweieinhalb Meter breit. Und jetzt war auf der linken Seite so ein Doppelstockbett, ja, also wie diese Kinderbetten, ne, wo einer unten schlafen kann und einer oben. Dann war rechts so ein ganz kleiner Schreibtisch und links war so ein doppeltüriger Schrank, wo letzten Endes meine ganzen Sachen drin waren. Und Mehr war da nicht. Und dort sind halt diese ganzen Sachen hochgekommen. Und jetzt war es halt so, dass ich dann natürlich auch sehr viel geweint habe in der Zeit. Also sehr, sehr viele Tränen sind geflossen. Also die Seele wurde mal richtig schön gereinigt, könnte man auch aus anderer Sicht sagen. Ich habe sehr, sehr viel geweint. Und irgendwann kam ich halt an den Punkt, da wusste ich einfach nicht mehr weiter. Da war ich einfach so am Boden zerstört, dass ich gesagt habe: Ich weiß einfach nicht mehr weiter, weil irgendwie muss es eine Lösung geben. Weil entweder es geht so weiter und ich gehe wirklich irgendwann aus dem Leben, oder ich finde einen Weg, da rauszukommen. Und dann bin ich am Wochenende nach Hause gefahren, weil ich war immer am Wochenende zu Hause, und bin dann im Prinzip zu einem Freund damals gegangen, oder der ist zu uns gekommen, und ich habe mich dem anvertraut und habe gesagt, hör mal, ich habe mega Probleme, ich bin halt total in so einem Loch drin und ich fühle mich einfach total schlecht. Dann hat er zu mir gesagt, hör mal, Dennis, ich weiß ganz genau, wie du dich fühlst, weil ich habe auch genauso eine Phase gehabt. Und ich habe damals ein Buch gehabt, was mir sehr, sehr geholfen hat. Das war so ein ganz normales, banales Buch über Depressionen und Ängste, also nicht mal jetzt irgendwie das High-End-Persönlichkeitsentwicklungsbuch. Und dieses Buch habe ich mir dann gekauft und habe es gelesen. Und Anna, in diesem Moment habe ich das erste Mal verstanden, Alles, was mir bisher widerfahren ist, alles, was ich an diesem Punkt geglaubt habe zu sein, ist nur die Illusion meines Verstandes, ist nur das, was ich irgendwann mal programmiert habe zu sein. Es bin aber nicht ich. Es ist sozusagen so was Draufgesetztes, irgendwie wie so eine Jacke, die ich mir irgendwann mal angezogen habe und die ich glaube, nicht mehr ausziehen zu können. Und in diesem Moment ging mir so ein Licht auf und ich habe gedacht, hey, wenn das ja so ist, dann habe ich auch die Möglichkeit, da wieder rauszukommen. Dann habe ich mehrere Persönlichkeitsbücher gelesen, mittlerweile sind es Hunderte, die ich gelesen habe. Bin dann auf die ersten Seminare gegangen. Das heißt, damals war das dann so dieses Typische. Du gehst dann halt auf diese Seminare, gerade diese Chakra-Seminare, Motivationsseminare. Warst du da auch schon mal?
Nein.
Okay, okay. Ja, ich war auf jeden Fall damals bei Jürgen Höller. Der ein oder andere wird ihn vielleicht kennen. So, der gilt als Europas erfolgreichster Persönlichkeits- und Erfolgstrainer. Und ich bin dann halt zu ihm gegangen auf diese Power Days. Hat damals 29 € gekostet. Das weiß ich noch ganz genau. Ich habe die damals bei eBay gekauft, weil ich wollte damals noch nicht so viel Geld ausgeben und habe gedacht, ach ja, Komm, gucken wir uns das Ganze erstmal an. Ich habe irgendein Video auf YouTube gesehen von ihm und fand das total cool und dachte, ich gehe da einfach mal hin. Dann ist etwas passiert, was ich vorher noch nie so gespürt habe. Ich bin in diesen Raum reingekommen, das war damals in Hannover, und das war vor 4000 Leuten. Diese Energie von diesen 4000 Leuten ist wie so eine Flutwelle einfach über mich gekommen. Plötzlich habe ich das Gefühl gehabt, ich bin voller Energie, ich habe richtig Power, ich habe diese Kraft und ich fühle mich einfach total super. So ein Gefühl habe ich schon Ewigkeiten nicht mehr gehabt. Und dann hat Jürgen Höller angefangen zu sprechen. Er hat über sein Leben erzählt und so weiter. Und irgendwie hat sich das so angefühlt, als wenn jemand so einen Bogen spannt und ein Pfeil nach dem anderen voll in meine Brust, in mein Herz schießt. Und ich habe diesen Schmerz so tief gespürt, dass ich gedacht habe: Hey, irgendwie redet der gerade von mir. Eigentlich erzählt der gerade so mein Leben. Und das schafft ja auch irgendwo Vertrauen in diesem Moment, weil du dich da mit diesem Menschen identifizierst. Und ich habe dann in dem Moment gedacht, boah, Dennis, hey, wenn dir jemand helfen kann, dann auf jeden Fall der. Dann ist es er, der dir helfen kann. Und dann gab es einen Punkt, da hat er sein weiterführendes Seminar angepriesen, das Lifing 1 Seminar. Und das hat irgendwie damals 1.997 gekostet, natürlich nur für die ersten 50, ist ja klar. Dieses Verknappungsprinzip. Da war es dann halt so, dass ich ein Problem hatte. Ich hatte damals kein Geld. Also ich wusste nicht, wie ich das bezahlen sollte, weil alles Geld, was drin war, war auch wieder raus. Das heißt, ich habe einfach kein Geld gehabt, um das zu bezahlen. Jetzt gab es 2 Stimmen in mir. Die eine war von meinem Verstand, der mir alles versucht hat auszureden. Schaffen wir auch gleich die Brücke zu unserem Thema heute, weil der Verstand oftmals dir vieles, vieles ausredet, weil er eine gewisse Gefahr dahinter sieht. Mein Verstand hat mir das damals ausgeredet. Der hat damals zu mir gesagt, Dennis, das geht nicht, und wie willst du das bezahlen, und was ist, wenn das nicht funktioniert, und alles Mögliche. Dann gab es aber eine zweite Stimme, und die war von meinem Herzen. Zumindest habe ich das Aus heutiger Sicht so gedeutet. Und diese Stimme, die war halt sehr stark und die hat zu mir gesagt: Deniz, aber was ist, wenn du nichts veränderst? Was ist, wenn du jetzt keine Entscheidung triffst? Wenn du jetzt nicht sagst: Hey, ich mache dieses Seminar. Und die Antwort war: Es ändert sich nichts. Alles bleibt genauso, wie es ist. Es wird sich nichts verändern. Das konnte ich nicht akzeptieren. Und deswegen bin ich einfach in der Pause zum Seminarstand gelaufen und habe dieses Seminar gebucht. Obwohl ich nicht wusste, wie ich es machen sollte. Das heißt, ich habe nicht auf meinen Verstand gehört, der mir alles hat ausreden wollen, sondern habe in dem Moment einfach auf mein Herz vertraut. Ja, und wie das so ist, jeder, der schon mal von dem Gesetz der Anziehung gehört hat, was viele natürlich immer so spirituell abtun, heute eigentlich mehr Wissenschaft als Spiritualität schon beinahe ist, hat dann letzten Endes gegriffen. Das heißt, es haben sich danach Türen geöffnet, weil ich einfach dem Universum ein klares Signal gegeben habe: Ich bin bereit, ich gehe gerade all-in, obwohl ich gar nicht weiß, was auf mich zukommt. Und dann haben sich einfach Türen und Wege geöffnet und ich konnte dann letzten Endes dieses Seminar bezahlen. Also die Bundeswehr, die hat mir dann auch noch so ein bisschen dabei geholfen und am Ende hat das Ganze funktioniert. Und ich habe dann ein Seminar nach dem nächsten gebucht und bin dann halt ja in so eine Schleife gekommen. Das heißt, ich habe ein Seminar nach dem nächsten gebucht. Ich habe ein Phänomen gehabt, was die meisten vielleicht kennen, die schon mal solche Seminare besucht haben. Ich bin auf dieses Seminar gegangen, war 3 Tage da, ich bin über 1000 Grad heiße Kohlen barfuß gelaufen, ja, also da, wo der Verstand eigentlich sagt, never ever, das wird nicht funktionieren, ja, deine Füße werden sich extremst verbrennen, da bin ich drüber gelaufen, weil ich es nicht glauben konnte, bin ich einfach 3-mal drüber gelaufen, weil ich gesagt habe, ich muss diesen Beweis für mich haben, dass es funktioniert. Vielleicht klappt es einmal und ist irgendwie Zufall gewesen und irgendwie bin ich irgendwie irgendwie anders oder war vielleicht eine Schicht noch, die nass war oder so. Aber ich bin dann einfach dreimal drüber gelaufen. Ich habe mir bei keinem Mal die Füße verbrannt. Da waren wirklich Menschen dabei, die waren sehr, sehr kräftig. Die konnten nicht mal schnell darüber laufen. Die sind fast gegangen und die haben sich nicht die Füße verbrannt. Und da ist bei mir im Kopf etwas passiert, weil ich gemerkt habe, so, das Unmögliche kannst du möglich machen. Es gibt nur eine Grenze und die ist immer in deinem Kopf. Die einzige Begrenzung ist in deinem Kopf. Und dann bin ich halt weitergegangen, habe diese Seminare eins nach dem nächsten besucht, bin dann auch über Glasscherben barfuß gelaufen, aus dem Flugzeug rausgesprungen und all diese ganzen Sachen. Und dann kam irgendwann ein Punkt, da habe ich jemanden kennengelernt auf einem dieser Seminare. Und der hat mich dann in sein Coaching reingeholt. Der heißt Jurat, also ich mache da auch kein Geheimnis draus, vielleicht kennt der ein oder andere den. Und der hat mich dann in sein Coaching reingeholt als Mindset-Coach. Und dann habe ich plötzlich hochrangige Unternehmer gecoacht, also mit mehreren Mitarbeitern und letzten Endes Leute also wirklich vom Solo-Selbstständigen bis hin zu Menschen, die mehrere Mitarbeiter hatten und so weiter, die schon jahrelang im Unternehmertum waren. Und habe plötzlich festgestellt, hey, ich scheine da wohl irgendwie so ein Händchen für zu haben und das scheint wohl sehr, sehr gut zu funktionieren, weil mein zweiter Call war direkt ein Gruppencall mit 10 Leuten und danach haben einfach, wir hatten so eine WhatsApp-Gruppe und da haben alle angefangen zu weinen. Ja, und die haben dann plötzlich ihre tiefsten Traumata gelöst, sind dann plötzlich, haben wieder Kontakt mit ihrer Mutter aufgebaut, wo die jahrelang keinen Kontakt hatten, ja, oder haben dann plötzlich neue Business-Ideen entwickelt und so weiter und so fort. Und dann habe ich gemerkt, so hey, irgendwie scheine ich das ganz gut zu können. Und daraus hat sich dann im Prinzip mein eigenes Coaching entwickelt, ja, wo ich dann erstmal gar keine Kunden gewonnen hatte und dann festgestellt habe, nachdem ich mir dann einen weiteren Coach gebucht habe, es gibt noch etwas, das jetzt viel, viel tiefer, noch viel, viel tiefer als Glaubenssätze, als dein Wertesystem, als deine Rollenbilder, und das ist letzten Endes dein Selbstbild, ja. Und Da ist die Reise immer weitergegangen, bis in die Energie rein, Spiritualität und so weiter. Das heißt, ich decke halt mittlerweile ein sehr, sehr großes Spektrum ab, um letzten Endes in der Tiefe alles zu lösen. Ja, und das ist so mein Weg mittlerweile. Hohe fünfstellige Summen in mich investiert, ja, über 555 Menschen persönlich gecoacht, über Tausende von Coaching-Gesprächen geführt, ja. Und das ist so eigentlich das, was es zu mir so zu erzählen gibt.
Bist du der Meinung, dass dein Körper mehr damit zu tun hat, was du wirklich tust, wie dein Verstand?
Ja, sehr, sehr wichtig sogar, weil ich glaube einfach, oder das sagt ja auch mittlerweile auch Dr. Joe Dispenza, der den, ich weiß nicht, ob der ein oder andere den kennt, ja, der erforscht das Ganze ja auch auf wissenschaftlicher Ebene, macht da ja auch Studien zu, haben ja, und es gibt ja unzählige Berichte auch dazu, dass wir bis zum 35. Lebensjahr einfach zu 95% auf Autopilot laufen. Und wenn man so eine Analogie schaffen könnte, dann haben wir ja einmal unseren bewussten oder unser Bewusstsein oder bewussten Verstand auch oder halt unser Unterbewusstsein. Und als Analogie kann man so sagen, ja, der Kopf ist so der Verstand und der Körper ist so das Unterbewusstsein, obwohl das natürlich noch viel, viel weiter geht. Aber so, um das einfach mal so bildlich zu machen. Und der Körper, der ist halt auf Zellebene, ist halt programmiert. Das heißt, irgendwann übernimmt halt der Körper die Führung über deinen Geist. Ja, anfangs ist es noch anders als Kind, ne, da ist halt der Geist so der Führende. Es ist gerade irgendwie Reconnecting, steht bei mir. Okay, das heißt im Endeffekt übernimmt dann irgendwann letzten Endes der Körper die Rolle, ja, und sagt halt einfach deinem Kopf noch, was er zu tun hat, ne. Das heißt, du hast tiefsitzende Programmierungen in deinem Unterbewusstsein abgespeichert, und diese senden permanent Informationen an dein Gehirn und sagen im Prinzip, welche Handlung führst du jetzt aus oder welche halt nicht, ne. Das heißt, wir fangen an, uns selbst zu sabotieren aufgrund dieser inneren Muster. Deswegen sage ich ja, der Körper ist schon somit das Mächtigste, ne, auf Zellebene, würde ich jetzt so behaupten.
Ich persönlich bin nämlich der Meinung, dass wir unser Leben nur dann verändern können, wenn wir auf Körperebene Dinge verändern. Also jetzt nicht, wie dein Aussehen ist, auch wie dein Aussehen, weil das hat ja was mit Selbstbild zu tun, sondern wenn ich es am Körper entlasten kann, nennen wir es so, dann kann ich es auch Also vom Unterbewusstsein ins Bewusstsein.
Natürlich, auf jeden Fall. Ja, weil wir haben ja aus unserer Kindheit so viele eingeschlossene Emotionen auch, die einfach noch im Verborgenen sind und wie so Energieblasen letzten Endes in dir sind. Und alles, jede einzelne Energie, du musst dir vorstellen, wenn wir unseren Körper nehmen und wir sagen jetzt, hey, wir teilen den jetzt mal, also nicht jetzt zerteilen, das wäre ein bisschen makaber, sondern wir würden den jetzt einfach mal runterbrechen. Also wir würden jetzt sagen, Woraus besteht eigentlich dieser Körper? Da könnten wir sagen, okay, eigentlich haben wir halt Gewebe, ne? Alles ist irgendwie so eine Art von Gewebe. Das besteht wieder aus Zellen. Dann haben wir chemische Verbindungen, das besteht aus Molekülen. Daraus sind dann letzten Endes Atome. Und im tiefsten Kern haben wir dann irgendwo, haben wir Elektronen, Protonen, Neutronen. Und die bestehen am Ende aus Quanten, also das heißt aus kleinsten Teilchen. Das heißt, wir sind eigentlich nichts anderes als ein kompletter Zusammenschluss von Atomen. Das heißt, wir bestehen halt zum Großteil aus Energie. Und auch wenn man das vielleicht faktisch gar nicht so wahrnehmen würde, ne, es gibt, man sagt sogar, wenn du den energetischen Anteil von 99,99999%, den ein Atom hat, aus deinem Körper entfernen würdest, dann würde die gesamte Menschheit in einen Zuckerwürfel passen. Ja, okay, das heißt, so wenig Materie sind wir eigentlich.
Okay, das ist spannend. Hast du eine Frage? Ich habe nämlich einmal gehört, dass wenn wir das alles, was in dem Moment passiert, was wir physisch sehen können, nur passiert, weil wir gerade sehen wollen. Das heißt, wenn es einen Kilometer weiter, muss die Welt gar nicht so aussehen, wie wir sie gerade, wie wir sie kennen, weil nur weil wir sie jetzt nicht sehen. Es ist spannend mit der Materie.
Deswegen, ja, ich sag immer so, weil viele glauben ja immer nur daran, was sie sehen oder was sie hören oder was sie fühlen, also das, was sie mit ihren 5 Sinnen erfahren. Jetzt muss man aber sagen, die 5 Sinne koppeln uns ja eigentlich an diese wahrgenommene Realität, wo wir so denken, das wäre alles die Realität. Der Punkt ist aber, dass deine Augen und deine Ohren eigentlich die größten Lügner sind. Viele glauben eigentlich auch, dass in letzter Instanz— Moment, ich muss mal kurz Flugmodus anmachen, weil ich werde gerade angerufen. So, das heißt, viele glauben halt auch, dass das— also glauben nur das, was sie sehen können. Der Punkt ist aber, dass unsere Augen gar nicht sehen, ja. Und das ist, das ist spannend. Und die Welt, die im Außen stattfindet, findet eigentlich auch gar nicht im Außen statt, sondern in deiner Innenwelt. Weil du musst dir vorstellen, die Augen sind wie bei einer Kamera die Linse vorne, und jetzt kommen Lichtpartikel. Also wenn du jetzt alles runterbrechen würdest, dann ist alles dieses, dieser Laptop oder wo auch immer du reinsprichst, ja, dieses Mikrofon, was ich hier stehen habe, wir selber sind alles erstmal Lichtpartikel. Und diese Lichtpartikel treffen jetzt auf deine Augen, und diese Augen übertragen diese Lichtpartikel jetzt über den Sehnerv hinten in den visuellen Kortex. Und über diesen visuellen Kortex letzten Endes erschaffen wir das Bild im Gehirn. Das heißt, eigentlich sieht unser Gehirn und nicht unsere Augen. Die Augen sind nur einfach die, die Lichtreflexionen, also nehmen nur die Lichtreflexionen wahr, wie bei einem Fernseher natürlich auch, ne. Da werden ja auch nur Lichtpartikel auf die Bildschirmröhre vorne gezaubert, ja, sozusagen. Und deswegen sehen wir ja irgendwo ein Bild. Die Sache ist aber, wenn ja unser Gehirn die Bilder erschafft, dann kommt es auch darauf an, welche Konditionierungen haben wir, weil diese entsprechen dann letzten Endes dem Bild, das du im Außen siehst. Du kannst es auch vergleichen wie ein Kinofilm. Du hast eine Leinwand, das ist die Projektionsfläche, das ist das, was du im Außen siehst. Du als Mensch bist der Projektor und deine Glaubenssätze, deine Überzeugungen, dein Selbstbild sind die Filme, die du einlegst. Und je nachdem, welchen Film du eingelegt hast, siehst du etwas anderes auf der Leinwand.
Das heißt, wenn wir auf das Thema mit Kindheit zurückgehen, wäre es ja rein theoretisch dann so, dass jeder Mensch eine andere Sichtweise auf die Welt hat.
Im Hinblick seiner Kindheit natürlich, auf jeden Fall, ja. Weil du siehst die Welt niemals so, wie sie ist, sondern du siehst die Welt immer, wie du bist, ne. Du bekommst auch nicht das im Leben, was du dir erwünschst, was du dir ersehnst, was du dir erbittest oder erbittest oder erbettelst sogar, sondern du bekommst halt immer das, was du bist. Also das heißt, das, was du aussendest. Und das ist natürlich aufgrund der Konditionierung in deiner Kindheit, ne. Die ersten 7 Jahre, also Also die ersten 2 Jahre sind wir ja im Delta-Zustand vom Gehirn, das heißt, wir sind so im Tiefschlaf. Danach kommen wir in den Theta-Zustand, das heißt, wir sind halt in einer Dauerhypnose. Und in einer Hypnose kannst du halt dein Unterbewusstsein direkt programmieren, das heißt, du hast keinen Filter. Weil der Verstand ist ja ein Filter, der deine Außenwelt letzten Endes filtert. Das bedeutet, es gibt da unterschiedliche Sichtweisen. Also ich habe mal gehört, Dr. Joe Dispenza hat davon gesprochen, dass 40 Milliarden Informationsbits jeden Tag im Prinzip auf dich einprasseln. Es gibt aber auch Berichte dazu, dass es wohl nur 20 Millionen sind. Am Ende ist es vollkommen egal, weil dein Gehirn filtert halt von diesen ganzen Informationen, die auf dich einprasseln, nur 2000 raus. Und diese 2000, die du letzten Endes wahrnimmst, sind die, die du programmiert hast. Das heißt, den Rest siehst du überhaupt gar nicht. Das heißt einfach mal über 19 Millionen Informationen, Die nimmst du gar nicht wahr.
Stell dir mal vor, du hast jetzt 19 Millionen Staubkörner. Wie viel Dreck das ist.
Ja, natürlich.
Stell dir mal vor, du hast das Ganze in deinem Kopf drinnen. Also mich wundert es ehrlich gesagt nicht, wenn viele Menschen Kopfschmerzen haben. Die haben dann einfach keinen guten Filter.
Das siehst du bei diesen extremst hochsensiblen Menschen. Die haben ja diesen Filter nicht so wie wir jetzt. Also das heißt, bei denen funktioniert der Filter nicht so, dass die jetzt nur diese 2000 rausfiltern, sondern die haben halt so einen weiten Filter. Das heißt, die nehmen halt noch viel mehr Eindrücke wahr, und deswegen sind die auch sehr stark überfordert in ihrem Leben oftmals, weil diese ganzen Eindrücke, die auf die einprasseln, überhaupt gar nicht verarbeitet werden können. Das hat natürlich Vorteile, weil sie halt Dinge erkennen, die viele andere nicht sehen, aber es hat halt auch immer den Aspekt, dass du halt sehr, sehr schnell auch in gewisse Szenarien kommst, die dich erstmal komplett überfordern im ersten Moment. Und du lernst natürlich mit der Zeit irgendwann immer mehr damit umzugehen. Aber es ist halt teilweise manchmal schwieriger.
Da kann ich ein Lied davon singen. Ich bin so ein Mensch. Ich liebe es zu Hause, meinen eigenen Moment ganz alleine, ganz ruhig. Weil es stimmt. Also ich könnte zum Beispiel nie auf so ein Seminar gehen. Ich könnte es nicht. Ich hätte Spaß, es wäre toll. Aber ich weiß, ich bräuchte Minimum 3 Monate nachher Regenerationszeit, damit ich das verarbeiten kann. Ja, ist wirklich so. Ich weiß, als Speaker auf der Bühne, und heute das erste Mal, wo ich sage, so, es geht mir gut. Das ist wirklich extremst extrem.
Wo hast du da gesprochen?
Bei uns in Graz auf einer Bühne bei der WKO. Also, wirtschaftlich schön. Ja, ich freue mich. Du hast etwas zu deinem Vater geäußert, dass du die— wie soll ich sagen— also, dass du dein— also, dass du es nie deinem Vater recht machen konntest und deiner Mutter auch nicht. Wie hat sich das dann als Erwachsener geäußert?
Als Erwachsener hat sich das halt darin geäußert, dass ich extrem angefangen habe, mich selbst zu sabotieren. Ja, ich habe halt lange, lange Zeit, lange, lange Jahre bis Erwachsenenalter auch wirklich geglaubt, ich sei nicht gut genug. Und ich habe das wirklich so— übrigens ist das einer der mit am häufigsten oder das mit am häufigsten geschaffene Selbstbild. Es gibt dann natürlich darüber hinaus noch etliche andere. Der Punkt ist nur, das ist eines, was so die meisten irgendwo geprägt hat. Und der Punkt ist einfach, dass ich dadurch, dass ich dachte, nicht gut genug zu sein— das ist ja auch das, was ich lange Zeit nicht verstanden habe— dass alles, was du in dir trägst, sich im Außen spiegeln muss. Das heißt, immer wenn du den, die— und du musst das ja noch nicht mal bewusst wahrnehmen. Also viele sagen immer so, ja, aber ich bin ja total fröhlich und ich gehe durch mein Leben und so weiter, ja, aber trotzdem funktionieren die Sachen nicht. Das liegt nicht daran. Du kannst ja auf kognitiver Ebene— deswegen ist positives Denken alleine auch vollkommener Quatsch. Natürlich ist positives Denken gut. Der Punkt ist nur, wenn du die tiefen Themen in deinem Unterbewusstsein nicht gelöst hast, Da kannst du so positiv denken, wie du willst. Du kannst freudestrahlend durch dein Leben laufen. Aber weißt du, wenn 95%, also von 60.000 bis 80.000 Gedanken, die du jeden Tag einfach denkst, der Großteil einfach die ganze Zeit was anderes aussendet auf subtiler, unbewusster Ebene, dann ziehst du natürlich auch das an, was du zum Großteil aussendest. Und dann kannst du natürlich so positiv sein, wie du willst. Bei mir hat sich das dann darin geäußert, dass ich irgendwie alles sabotiert habe. Also Anna, ich kann dir wirklich sagen, ich habe damals das Gefühl gehabt, ich bin der größte Pechvogel. Ja, ich bin in jeden Kackhaufen reingetreten. Ja, egal wo ich hingegangen bin. Ja, wenn alle dran vorbeigegangen sind, bin ich reingetreten. Ich habe eigentlich nur immer Mist angezogen und irgendwie habe ich alles sabotiert. Also immer wenn, vielleicht kennen das die einen oder anderen, immer wenn es gut lief oder wenn es anfing gut zu laufen, dann ist alles wieder zusammengebrochen. Ja, immer. Ich konnte machen, was ich will, und ich habe auch immer das Gefühl gehabt, jedes Mal, wenn ich irgendwas für mich mache, also so für andere war kein Problem, also ich habe damals auch so, oder wenn ich so banale Sachen verkauft habe, zum Beispiel auf eBay Kleinanzeigen oder so, habe ich so damals so einen Kinderwagen mal verkauft. Hör mal, da war ich so ein Topverkäufer, wo ich das gemacht habe. Ja, ich habe alle möglichen Verkaufstechniken anwenden können und alles Mögliche, Aber wenn es um mich ging, ging gar nichts. Ich habe dann angefangen zu stocken. Ja, ich habe dann irgendwie, bin nervös geworden, oder ich habe dann irgendwie am besten schon vorher gehofft, dass niemand in mein Gespräch kommt. Ja, und habe dann von vornherein einfach alles sabotiert. Ich hätte wahrscheinlich auch gehofft, dass dieser Podcast heute gar nicht stattfindet. Ja, in meinem damaligen Ich, obwohl ich den gebucht hätte vielleicht. Aber ich hätte dann unbewusst irgendwie so, oder innerlich so gedacht, so hoffentlich hat die keine Zeit oder so, weil dann muss ich mich dem Ganzen nicht stellen und so weiter. Und das hat sich so durch mein Leben gezogen. Und ich habe immer das Gefühl gehabt, wenn ich für mich losgehe, dann zieht sich mein ganzer Magen zusammen. Und das war sowieso, als wenn so imaginäre Gummibänder einfach mich komplett immer zurückziehen. Vielleicht kennt das der eine von diesen Footballern, oder die Fußballer machen das auch oft. Diese haben dann diese Bänder um sich, und dann laufen die die ganze Zeit gegen diese Bänder an, und die Bänder ziehen die halt immer wieder zurück. Und genauso habe ich mich gefühlt. Und oder mir ist so wirklich mein Hals zugeschnürt und ich habe keine Luft mehr bekommen. Das hat sich hinterher wirklich körperlich ausgewirkt, weil ich das dann auch so übertrieben habe, weil ich immer höher, schneller, weiter wollte. Weil das Phänomen, was ich feststelle immer wieder, ist Menschen, die ihre Kompetenz anzweifeln, also die glauben, nicht gut genug zu sein, die kompensieren das durch einen extrem starken Antrieb. Ja, das heißt, die wollen immer mehr machen als alle anderen. Das heißt, die hauen richtig rein und bauen sich so eine Stressblase auf. Das heißt, die Aufgaben werden immer größer, der Stress wird immer größer, und das ist der beste Weg oder der schnellste Weg, voll in den Burnout zu laufen, weil diese Menschen einfach glauben, sie müssten einen Beweis liefern durch Erfolg. Also Dadurch, dass ich immer erfolgreicher werde oder immer mehr schaffe, bin ich plötzlich gut genug. Das ist der Glaube. Der Punkt ist nur, mein Unterbewusstsein sagt permanent was anderes und fängt mich ständig an zu sabotieren. Das heißt, mein Selbstwert geht immer mehr in den Keller. Ich zweifle immer mehr an mir, obwohl ich jeden Tag vorm Spiegel stand und habe mir jeden Tag gesagt, ich bin der Tollste und ich bin super und hey, boah, ich schaffe alles, was ich will. Also ich habe ja diese Affirmationen vorm Spiegel, habe ich so runter und rauf gebetet. Morgens nach dem Aufstehen, abends vorm Schlafengehen, tagelang Glaubenssatzprozesse gemacht bis zum Gehtnichtmehr. Aber ich habe mich immer noch kacke gefühlt, weil dieses tiefe Muster in mir saß und mich permanent immer blockiert hat. Und ich konnte das nicht greifen. Ich wusste nie, woher das kommt und wie das— also klar, aus meiner Kindheit irgendwo. Aber ich bin halt nie an die Story rangekommen, die das wirklich gemacht hat. Und dann gab es einen Knackpunkt, und zwar war das, ich habe einfach Akquise gemacht. Ich habe ganz viele Menschen immer damals angeschrieben, weil ich dachte, Akquise ist der heilige Weg und ich muss so viele Menschen wie möglich anschreiben. Und ich habe aber keinen einzigen Kunden gewonnen, keinen einzigen. Und ich habe das wirklich über Monate gemacht. Ich bin fast verzweifelt und habe gedacht, das geht einfach nicht. Und dann habe ich mir im Prinzip damals auch so ein Coaching gebucht, so wie ich das auch mache, nur dass ich jetzt natürlich noch viel, viel mehr dazugelernt habe. Und dort haben wir dieses Selbstbild im Kern gelöst. Und dann ist ein Wunder passiert, was ich damals gar nicht greifen konnte. Da habe ich aber erstmal verstanden, wie Energie wirklich auf subtiler Ebene wirkt, weil, Anna, ob du glaubst oder nicht, ich habe nichts verändert an meinen Strategien, ich habe nichts verändert an meinen Handlungen. Und plötzlich habe ich meine erste Kundin gewonnen, wie aus dem Nichts, obwohl ich nichts verändert habe, weil sich dieses Muster in mir gelöst hat. Und das war für mich so ein Gamechanger, wo ich gesagt habe, ich muss immer mehr dazu wissen und ich muss einfach Menschen da draußen das mitgeben und weitergeben.
Was war das Muster? Jetzt bin ich neugierig.
Es war zum einen das Muster, nicht gut genug zu sein, und zum anderen war das ein extrem starkes Vorwurfsthema gegenüber meinem Vater, wodurch ich meine eigene männliche Energie im Prinzip sabotiert habe. Und das habe ich halt beides aufgelöst. Also ich habe auch wieder Kontakt regelmäßig zu meinem Vater. Ich besuche den auch und alles Mögliche. Und wir führen bessere Gespräche als jemals zuvor auf einer ganz, ganz anderen Ebene. Als ich das jemals im Prinzip gehabt habe. Und ja, all das, weil ich die Themen in mir gelöst habe und nicht, weil ich meinen Vater verändert habe.
Du beantwortest mir die ganze Zeit meine Fragen, bevor ich sie stelle.
Okay.
Die nächste Frage wäre nämlich gewesen: Wie ist denn jetzt der Kontakt zu deinen Eltern?
Ja, sehr gut. Das zeigt, dass wir eine sehr, sehr gute Verbindung zueinander haben. Du stellst dich Fragen schon telepathisch.
So ungefähr. Wie war denn das Thema Bundesheer und Depressionen? Das habe ich mir aufgeschrieben aus dem Grund, weil es mich wirklich interessiert. Sind die offen für so was oder ist das eher was Geheimes, was man nicht dazu erzählen sollte?
Also ich muss tatsächlich sagen, Empfehlen würde ich jedem, damit offen umzugehen, auch bei der Bundeswehr, weil es geht immer noch um dich. Ja, es geht um dich, es geht um dein Leben, es geht um deine Persönlichkeit. Deswegen würde ich es empfehlen. Ich habe es damals nicht gemacht. Ich habe das damals für mich im Bedeckten gehalten, weil ich einfach Angst hatte damals vor dieser Ablehnung, vor diesen Reaktionen. Eigentlich war mir Ablehnung sozusagen egal, aber ich wollte halt nicht als schwach gelten. Ich wollte nicht so gerade bei der Bundeswehr, weißt du, da hast du halt immer so diese, diese sehr, sehr männlich agierenden Typen, also sehr stark in der männlichen Energie. Und die haben sich damals sowieso schon oft lustig gemacht über mich, weil ich immer Persönlichkeitsentwicklungsbücher gelesen habe. Und damals habe ich mal auch so einen YouTube-Kanal im Prinzip erstellt gehabt, und da haben die sich dann auch lustig gemacht, haben sich dann einfach um so ein um so Bildschirme drum gestellt und ich kam dann irgendwann auf die Arbeit und dann habe ich nur so Bushido-Musik gehört und ich dachte erstmal, hä, was machen die jetzt auf einmal mit dieser Bushido-Rap-Musik? Und dann habe ich hinterher, wo ich dann näher auf diesen Bildschirm zukam, habe ich gesehen, was sie gemacht haben. Sie haben halt dann ein YouTube-Video von mir sich angeguckt sozusagen, haben den Ton ausgemacht und haben dann halt so im Hintergrund die Bushido-Musik abgespielt und haben sich darüber richtig kaputt gelacht. Ja, ich bin dann aber sehr, sehr cool geblieben, weil ich habe dann zu denen gesagt, hey, ich wusste noch gar nicht, dass ich so gut rappen kann. Ja, also ich bin da halt sehr, sehr locker mit umgegangen, weil ansonsten hätte mich das kaputt gemacht damals.
Aber das war ja dann wieder ein Muster von, ich bin nicht gut genug.
Natürlich, klar.
Also das heißt, es hat sich natürlich später dann noch weiterentwickelt.
Das hat sich lange, lange Zeit in meiner Bundeswehrzeit gezeigt. Und das hat sich halt auch so dadurch gezogen, hat sich extremst gespiegelt, dass auch viele Sachen schiefgelaufen sind, die ich gemacht habe und so weiter und so fort. Ja, im Nachhinein weiß ich natürlich, hey, das musste so sein, ja, weil ich mich halt permanent innerlich sabotieren musste. Warum das sein muss, ist auch ganz, ganz wichtig, das erkläre ich gleich mal. Der Punkt ist einfach, dass wir, ja, dass ich da halt in diesem Muster sozusagen so gut wie gefangen war. Und wie gesagt, ich bin damit damals nicht öffentlich rausgegangen. Ich habe auch damals über einen Psychologen mich versetzen lassen. Heute kann ich darüber sprechen, damals war mir das peinlich. Also ich habe das lange, lange Zeit, nachdem ich auch versetzt wurde, ich habe das keinem erzählt. Ich habe keinem erzählt. Die dachten einfach, ich hätte mich versetzen lassen über einen ganz normalen Versetzungsantrag und so weiter und so fort. Ich habe keinem davon erzählt, dass ich irgendwie depressiv war oder dass ich dann Ich hatte mich dann auch irgendwann mal in, das war nur eine kurze Zeit, habe ich mich dann auch in Drogen geflüchtet. Also jetzt nicht extrem, ja, so wie das die meisten machen, sondern ich habe dann halt mal so eine Phase, da habe ich Amphetamine dann genommen, ja, für ein paar Wochenenden, bis mir das dann auch im Prinzip wieder dazu geführt hat, dass ich damals meinen Führerschein deswegen verloren habe, ja, weil ich dann halt von der Polizei auf der Autobahn angehalten wurde. Und das hat für mich dann einfach so einen Knackmoment gegeben, wo ich gesagt habe, so hey, das kann so nicht weitergehen auch. Also es gab halt viele Schlüsselmomente, die dazu geführt haben, dass ich dann gesagt habe, hey, ich will einfach da raus und ich will halt in eine ganz, ganz andere Richtung gehen. Weil es ist halt auch nicht die Lösung, sich dann zu betäuben. Es war damals, war das für mich in diesem Moment, war es halt der Weg, den ich gehen wollte, weil ich gesagt habe, so hey, Es geht mir dann eigentlich gut in dem Moment, halt nur in dem Moment. Und deswegen habe ich es damals so gemacht. Im Nachhinein würde ich sagen, ich würde jedem empfehlen, geht offen damit um, weil ich glaube einfach, dadurch entstehen auch viele Suizide, weil wir halt nicht offen mit den Themen umgehen. Und ich glaube auch nicht, viele kommen manchmal zu mir und sagen, ja hey, ich brauche eigentlich so ein Coaching gar nicht, weil ich habe gar keinen an der Klatsche. Ich bin ja nicht irgendwie bescheuert oder so. Ich glaube, das ist halt so ein Trugschluss, den viele haben, dass du dadurch irgendwie total psychisch kaputt sein musst. Nein, wir haben halt einfach gewisse Überzeugungen über uns und über das Leben und über unsere Eltern und so weiter, die begrenzen uns halt einfach im Leben. Wenn wir die halt nicht lösen, dann können wir auch unserem Herzen nicht folgen, weil dann hören wir nur auf die Stimmen in unserem Kopf. In unserem Verstand, die dafür sorgt, dass wir uns permanent sabotieren. Und wenn dein Herz wieder in die gleiche Richtung läuft wie dein Kopf, dann kannst du die Dinge plötzlich auch machen, weil du brauchst beides. Du brauchst dein Herz, was dir den Weg zeigt, was dir zeigt, hey, in welche Richtung geht's, aber du brauchst auch deinen Kopf, der die Entscheidung trifft, das umzusetzen.
Ja, das stimmt. Und jetzt sind wir wieder bei die Kraft deines Herzens und warum du deinem Verstand nicht trauen kannst.
Wir sprechen schon seit 40 Minuten. Genau, ja, genau. Und zwar, weil letzten Endes der Verstand im Prinzip in Begrenzungen läuft. Das heißt, du musst dir vorstellen, der Verstand, der gibt halt immer Entscheidungen, oder der führt immer Entscheidungen aus aufgrund deiner Vergangenheit. Doch wenn die Vergangenheit oder wenn dein Verstand dich ja letzten Endes in das Leben gelenkt hat, was du derzeit vorfindest, dann ist ja die Frage, wie gut ist dieser dann als Ratgeber, um eine andere Zukunft zu schaffen? Ja, weil du kannst halt nicht mit den gleichen Gedankengängen, mit denen du das Problem erzeugt hast, eine Lösung erzeugen. Und der Verstand den, den kannst du halt auch nicht austricksen, weil der Verstand ist ein Überlebenssystem. Das heißt, stell dir vor, du gehst über die Straße und es kommt von rechts ein Auto angefahren. Jetzt muss dein Verstand in Bruchteilen von Millisekunden bewerten: Ist das Auto nah genug, ja, so dass ich stehen bleiben muss, oder ist es weit genug weg, so dass ich über die Straße gehen kann? Was würde passieren, wenn der Verstand in diesem Moment Unrecht hätte?
Anna? Ja, ich überlege gerade. Ich würde einen Autounfall verursachen.
Genau.
Und ich würde um mein Leben.
Genau, das heißt, im schlimmsten Fall würdest du bei diesem Autounfall ums Leben kommen. Und das will dein Verstand natürlich vehement im Prinzip verhindern. Und jetzt macht er das aber nicht nur bei so Sachen wie dem Autounfall oder wie ich springe einfach aus dem Fenster raus, sondern Der macht das auch bei so Sachen wie: Ich bin nicht gut genug. Das heißt, er hat gelernt in diesen ersten 7 bis 12 Lebensjahren, wo dein Verstand letztendlich programmiert wird, hat er gelernt: Hey, alles, was ich in diesem Zeitrahmen abgespeichert habe, hat dafür gesorgt, dass ich in meinem Leben überlebe. Und deswegen versucht er auch alles aus deinem Leben rauszusteuern, was nicht damit zu tun hat. Also das heißt, alles, was dein Überleben gefährden könnte, in Anführungsstrichen. Alles, was nicht mit deinem Glauben in Einklang ist, wird im Prinzip sofort sabotiert. Und deswegen kannst du dem Verstand nicht trauen, weil dein Verstand so viele Fehlentscheidungen trifft, weil dein Verstand dich so oft belügt in deinem Leben. Aber eine Sache belügt dich nie, und das ist dein Herz. Und es gibt da sogar wissenschaftliche Experimente zu, wo Menschen vor einen Bildschirm gesetzt wurden und Denen wurden dann letzten Endes auf diesem Bildschirm Bilder gezeigt von verschiedenen Szenarien. Bilder, die dich in eine Angst bringen, Bilder, die dich wütend machen, Bilder, die dich in eine Freude bringen. Und je nachdem, welches Bild gezeigt wurde, hat dein Gehirn anders reagiert und dein Herz hat anders reagiert. Also das heißt, die haben die Menschen an Elektroden angeschlossen und haben die Herzströme und die Hirnströme gemessen. Und jetzt konnten sie irgendwann ein Muster erkennen: Wie reagiert das Herz bei Angst? Wie reagiert es zum Beispiel bei Wut? Wie reagiert es bei Freude? Und so weiter. Und jetzt hat man festgestellt, dass das Herz schon reagiert hat, bevor das Bild eigentlich auf dem Bildschirm gezeigt wurde. Also das heißt, bevor das Herz überhaupt wissen konnte, welches Bild kommt als Nächstes, hat das Herz schon reagiert. Also das heißt, wenn jetzt als Nächstes ein Bild gekommen wäre, was Angst projiziert, dann hat das Herz schon reagiert, bevor der Verstand überhaupt wissen konnte, was als Nächstes kommt.
Weil energetisch das Bild schon bei dir angekommen ist, aber die Augen es noch nicht verarbeiten konnten.
Genau, das heißt, genau, das heißt, auf energetischer Ebene steht schon alles geschrieben. Da steht schon geschrieben, was dein nächster Schritt ist. Da steht schon geschrieben, deswegen auch diesen Podcast, den wir gerade führen. Das war ein Herzimpuls von mir, da letzten Endes in Kontakt zu treten oder das zu machen. Daraus entsteht halt sowas, ja. Und dann entstehen die besten Sachen oftmals, ne. Und das liegt halt daran, weil unser Herz halt weiß, während unser Verstand einfach nur glaubt.
Das ist spannend, ja. Das heißt, im Endeffekt müssen wir nur darauf hören, was unser Herz uns sagt. Aber das ist leichter, wie gesagt, mit Gitarre.
Genau, das heißt, unser Herz ist sozusagen ein Leitsystem. Und du, steht ja überall auch geschrieben, ne, folge deinem Herzen. Ja, gibt's ja unzählige Sprüche von, die dir immer wieder sagen, ja, dass dein Herz letzten Endes der Taktgeber ist. Aber die meisten tun das halt so ab. Und jetzt kommt auch warum: Weil dein Herz oftmals was anderes will als das, was in dir programmiert ist. Das heißt, dein Herz will dich in deiner vollen Größe sehen, will dich in deinem Potenzial sehen, weil dein Herz will nicht einfach, dass du überlebst. Deinem Verstand ist es vollkommen egal, ob du gut lebst. Deinem Verstand ist nur das Einzige, was dem wichtig ist, ist, dass du überlebst. Ob du jetzt irgendwo unter einer Brücke schläfst oder nicht, vollkommen egal. Solange du überlebst, ist es für den okay. Deswegen sabotieren sich beispielsweise auch Obdachlose so stark, dass die draußen sind und überhaupt gar keine anderen Möglichkeiten sehen, Ja, weil der Verstand damit denkt, das Überleben zu sichern, weil alles andere gegensätzlich dazu spricht. Weil diese Menschen haben sehr, sehr oft, haben die eine komplette Existenzfrage in sich. Ja, das heißt, die zweifeln komplett ihre komplette Existenz an, ob die überhaupt auf diesem Planeten erwünscht sind. Ja, die haben einfach überhaupt gar keinen Platz mehr in diesem Leben, und deswegen sabotieren die sich so stark, dass sie dann letzten Endes auf der Straße leben. Und der Punkt ist einfach, dass dieser Verstand alles dafür tut, und jeder hat das schon mal gespürt, ja. Hey, wenn du ein Mann bist und du wolltest schon mal eine Frau ansprechen, dann gibt es alles Mögliche in dir, was rebelliert und dir sagt, hey, du kriegst einen Korb und dies und das, ja. Wenn du auch als Frau vielleicht irgendwie ein Business gründen wolltest, dann gibt es tausende Gründe, die dir erzählen, nee, da kannst du pleite gehen, da kann dies passieren, ja. Was ist, wenn du keine Kunden gewinnst? Was ist, wenn das Am Ende leben wir in einem der besten Auffangnetze überhaupt auf der ganzen Welt. Das heißt, eigentlich kann dir hier in Deutschland gar nichts passieren. Aber trotzdem sind wir Deutschen die, die am meisten Angst haben.
Das wurde uns eingetrichtert aus den vorherigen Kriegen.
Natürlich.
Das sind unterbewusste Ahnenthemen, die uns immer wieder noch nachtragen, die wir uns annehmen dürfen.
Das stimmt, ja.
Sonst hätten wir ja nichts zu tun.
Hast du dazu noch eine Frage, was das Herz zum Beispiel angeht, oder letzten Endes dieses Zusammenspiel?
Ja, schön, dass du es geäußert hast. Und zwar, wie kann ich jetzt meinen Weg gehen? Der Podcast heißt ja You Deserve This, das heißt, du hast es verdient. Und in meinem Leben geht es darum, dass Menschen das Leben, das sie wirklich leben wollen, auch leben können. Deswegen fand ich auch diesen Titel so toll, in dem Sinn, wie kann ich jetzt meinem Herzen folgen, ohne dass ich meinem Verstand zu sehr, also mein Nervensystem zu sehr unter Stress setze und trotzdem das erreichen kann, was ich will?
Also zum einen muss man natürlich sagen, es ist deutlich leichter, den Verstand mit ins Boot zu holen, weil der Verstand wird halt immer aufgrund deiner inneren Überzeugungen rebellieren. Also das heißt, wenn du deinem Herzen folgen willst, dann wird dein Verstand immer rebellieren, wenn Dinge in deinem Unterbewusstsein abgespeichert sind, die letzten Endes dagegen sprechen. Das heißt, der erste Schritt, den ich immer gehen würde— also es gibt da draußen viele Coaches, die sagen einfach, richte dich auf deine Zukunft aus, geh erstmal in das Positive, und die vernachlässigen komplett die Schattenarbeit, ja, wirklich die Schatten, die du nicht sehen kannst. Der Punkt ist aber, weißt du, auch wenn ich es nicht sehe, beeinträchtigt es mich trotzdem. Ja, das heißt, wenn jetzt jemand hinter mir beispielsweise steht und er hält mich die ganze Zeit an meinem Rücken fest, ja, dann sehe ich den vielleicht in dem Moment nicht, aber er hindert mich daran, vorwärts zu laufen. Das heißt, wenn ich den aber erkenne, dann kann er, und der verschwindet hinter meinem Rücken, dann kann ich auch nach vorne laufen. Natürlich kann ich auch mit dem an meinem Rücken laufen, aber es ist viel, viel schwieriger. Ein Heißluftballon, der kann vielleicht bis zu einem gewissen Punkt auch aufsteigen, doch wenn er den Ballast abgeworfen hat, geht es viel, viel leichter. Deswegen ist für mich immer der erste Step, wirklich diese Muster zu lösen. Im besten Fall sich natürlich jemanden da zur Seite zu holen, weil dein Verstand dich natürlich immer davor bewahren will, an diese Themen ranzukommen, weil er dann Überleben halt sichert. Das heißt, es ist für einen selber immer extremst schwierig. Ich habe da auch unendlich viele Coachings und so weiter gemacht, um da wirklich in der Tiefe zu arbeiten. Weil es halt alleine sehr, sehr schwierig ist. Ich sage nicht komplett unmöglich, ich sage aber, es ist extrem schwierig und kostet extrem viel Zeit. Das heißt, das würde ich erstmal machen, weil wenn ich jetzt beispielsweise mein Unterbewusstsein mal aufgeräumt habe und mein Unterbewusstsein neue Programme hat, die förderlich sind mit dem Weg meines Herzens, dann ist es viel, viel einfacher, auch Entscheidungen aus dem Herzen zu treffen, und plötzlich kann ich meinem Herzen folgen. Der zweite Punkt ist, überhaupt mal eine Verbindung wieder zum Herzen zu bekommen, ja, weil gerade so in unserer westlichen Welt sind wir sehr, sehr stark im Verstand. Das heißt, die meisten Menschen haben verlernt, überhaupt ihr Herz zu hören. Und dabei kann ich sagen, was da sehr, sehr gut hilft, ist wirklich die Verbindung mit dem Herzen in Meditationen zum Beispiel. Weil Meditation komplett weibliche Energie sind. Das heißt, du kommst halt wieder so in deine kreative Ader, in deine Intuition, in dein Mitgefühl rein, in deine Empathie. Und alles fängt immer bei dir an. Das heißt, in dem Moment, wo ich wieder mehr Mitgefühl mit mir habe, wo ich wieder mehr Empathie für mich empfinde, kann ich auch wieder mehr mein Herz hören. Und eine gute Übung, um in dieses Herz reinzugehen, selber jetzt einfach nur, ohne dass man vielleicht jetzt jemanden dafür braucht, ist eine Herzatmung. Ja, das heißt, man hat halt festgestellt, wenn man beispielsweise— also du kannst die Hände auf dein Herz legen, das empfehle ich sowieso immer— und man hat halt festgestellt, wenn du 5 Sekunden durch die Nase einatmest und dir dabei vorstellst, dass diese Atmung— ja, kannst du auch mit goldenem Licht oder so machen, um das Ganze noch zu verstärken, ja, mit Liebe in dein Herz atmest und dann 5 Sekunden wieder ausatmest und das mindestens 3-mal machst, in einer Abfolge von 3-mal, du kannst auch mehr machen, dann schaffst du eine Verbindung zu deinem Herzen und du schaffst eine Kohärenz zwischen deinem Herz und deinem Hirn, was so viel bedeutet im Prinzip, dass alle Zellen wieder gemeinsam arbeiten und nicht gegeneinander arbeiten. Ja, und so kannst du halt trainieren, die Stimme deines Herzens wieder mehr wahrzunehmen.
Ich habe die Dinge ein bisschen anders gelernt, aber von diesem Blickwinkel ist das auch gar nicht so unspannend. Ich arbeite viel mit Nervensystemen und mit dem, wie du das beruhigst, sprich den ganzen Körper. Deswegen, wir atmen nicht in das Herz, sondern meistens immer in den Beckenboden. Um diese Stabilität wieder zu sichern. Aber das mit dem Herz, das werde ich probieren.
Ja, mach das mal. Also da kannst du auf jeden Fall, also natürlich ins Sakralchakra zu arbeiten ist auch gut, ne, also in den unteren Bereich. Aber du kannst natürlich auch ins Herz arbeiten. Also wenn du halt so eine direkte Verbindung zu deinem Herzen aufbaust, weil du musst ja überlegen, Energy flows Where focus goes, also das heißt, da wo meine Aufmerksamkeit liegt, da geht auch meine Energie hin. Das heißt, wenn ich mich auf mein Herz konzentriere, dann schaffe ich halt eine direkte Verbindung zu meinem Herzen. Und wenn ich das halt jeden Tag mache, dann sorgt das dafür, dass ich halt auch durch diese Verbindung zu meinem Herzen anfange, mehr diese Stimme wahrzunehmen. Und jetzt sagt man oftmals so, hey ja, wie unterscheide ich das Ganze denn? So, wie unterscheide ich jetzt, ob jetzt diese Stimme aus meinem Kopf kommt oder ob die aus meinem Herzen kommt? Und das Einfachste ist, dein Herz kommuniziert über Gefühle. Ja, das heißt, dein Herz zieht dich in eine Richtung. Es gibt da auch eine tolle Übung, die man machen kann, um wirklich, wenn man so den Verstand noch mit ins Boot nehmen will und will gucken, okay, klappt das überhaupt? Weil dein Körper ist ja so kinesiologisch im Prinzip ein Leitsystem, ja. Das heißt, dein Körper und Geist sind ja eine kybernetische Schleife, also das heißt, die arbeiten in Einklang. Das heißt, du kannst einen sogenannten Neigungstest machen, ja. Du kannst auch Muskeltests machen, aber ich erkläre jetzt mal den Neigungstest. Bei dem Neigungstest stellst du dich einfach breitbeinig hin, legst die Hände auf dein Herz, und jetzt schließt du deine Augen und jetzt stellst du dir selber eine Frage, ja. Und jetzt wirst du feststellen, und also du versuchst jetzt nicht irgendwie deinen Körper zu bewegen, sondern es passiert automatisch. Wenn etwas dem entspricht, was du gesagt hast, also wenn es der Wahrheit entspricht, dann zieht sich dein Körper automatisch nach vorne. Wenn es nicht der Wahrheit entspricht, dann zieht sich dein Körper nach hinten. Ja, weil wenn wir, wenn uns etwas gefällt, dann neigen wir uns automatisch nach vorne, weil wir dem zugewandt sind. Wenn wir aber etwas abstoßend finden, dann machen wir automatisch immer so eine Reaktion so und gehen nach hinten, weil wir das irgendwie nicht toll finden. Und genauso reagiert dein Körper auch auf diese Fragen. Und so kannst du testen, ob das jetzt letzten Endes auch die Frage, ob das eine Antwort deines Herzens ist, oder was jetzt zum Beispiel dein Herz entscheiden würde. Kannst dein Herz auch direkt befragen. Ja, liebes Herz, was würdest du an dieser Stelle letzten Endes machen? Ja, würdest du in die Richtung oder in die Richtung gehen? Also, okay, du musst natürlich Ja-Nein-Fragen beantworten, also sonst funktioniert es natürlich nicht. Also du müsstest schon fragen, soll ich jetzt zum Beispiel Weg A wählen oder soll ich Weg B wählen? Weg A wäre dann, wenn du den Weg A erstmal abfragst und der geht nach vorne, dann weißt du, das ist der richtige Weg. Da wird er bei Weg B wahrscheinlich nach hinten gehen, der Körper. Also sollst schon nacheinander machen dann.
Genau. Kann er sich nicht entscheiden. Eine Frage habe ich jetzt noch an dich, und zwar: Wie heißt dieses Buch, das du als Erstes gelesen hast?
Das Buch über Depressionen und Ängste kann ich dir tatsächlich nicht mehr sagen, ja, weil ich dieses Buch tatsächlich damals verschenkt habe und das selber gar nicht mehr habe. Also das war aber irgend so ein ganz normales Buch. Ich kann dir aber sagen, was danach so das erste Buch der Persönlichkeitsentwicklung war, was ich gelesen habe, und das war damals das Robbins Power Prinzip von Anthony Robbins, was ich aber einem Einsteiger nicht unbedingt empfehlen würde, weil das sehr, sehr komplex geschrieben ist, ja, und für den Einsteiger sehr überfordernd sein kann. Also wenn ich noch mal neu starten würde und ich würde jemandem empfehlen, hey, was kannst du als Erstes lesen, dann würde ich den Alchemisten empfehlen von Paulo Coelho. Das ist halt eine Geschichte, wo halt jemand, ich glaube in Ägypten ist es, ja, seinem Traum halt folgt. Und dann kommen halt gewisse Hürden und so weiter und so fort. Und der lässt sich halt genau von diesem Herzen leiten. Und es ist wirklich ein extrem tolles Buch über Persönlichkeitsentwicklung, was halt in so einer Geschichte verpackt ist. Das wäre so das Buch, was ich jedem als Einstieg zum Beispiel empfehlen würde.
Habe ich schon sehr oft empfohlen bekommen, nur noch nie gelesen. Ich schwöre. Ja, ich empfehle immer die Glückskinder von Hermann Scherer. Dann geht's darum, das kenne ich tatsächlich nicht, ist wirklich ein sehr, sehr leicht lesbares Buch. Ich habe es in, ich glaube, 4 Stunden oder so durchgelesen. Und dann geht es eben auch darum, wie es halt in Europa ist, seinen in der heutigen Zeit seinem Glück zu folgen und dass uns eigentlich allen gut geht und wir eigentlich nur unser Leben leben sollen.
Genau, schön.
Aber ich werde den Alchemist gerne unten verlinken, so wie alles andere auch. Ich schreibe es mir nur auf, damit ich es nicht vergesse. Ich danke dir. Wir sind mittlerweile bei 59 Minuten angekommen. Ich könnte jetzt noch 2 Stunden, aber ich glaube nicht, dass unsere, meine Hörer, deine Hörer, wie auch immer, sich das eine ganze Stunde länger anhören.
Ich weiß nicht, deswegen, wenn es spannend ist, wenn es hier viele, viele Impulse gibt, die interessant sind für den ein oder anderen, dann hören die sich das auch eine Stunde an.
Deswegen möchte ich den jetzt beenden. Ich danke dir trotzdem ganz, ganz, ganz, ganz, ganz, ganz für deine Zeit, erstens einmal. Zweitens einmal dafür, für diese vielen, vielen interessanten Wissens- Nuggets, die es da gibt. Da habe ich sehr viel Zeit, mir das noch einmal anzuhören und alles noch einmal genauestens zu erarbeiten. Die Beschreibung wird schwer werden. Ich weiß gar nicht, was ich wirklich reinschreiben soll. Und hast du noch—
hör auf dein Herz.
Ja, aber es gibt sehr, sehr vieles, sehr viele Themen, die besprochen worden sind.
Deswegen, ja, weißt du, manchmal ist es so, der erste Impuls ist immer der richtige. Und weißt du, im Endeffekt, auch wenn viele Themen besprochen wurden, spielt alles irgendwo ineinander und alles greift zusammen. Und deswegen glaube ich, ja, mit dem Titel, den wir gewählt haben, sind wir schon ganz gut dabei. Und dementsprechend, ja, wird letzten Endes dort vieles, vieles an Input sein, was spannend ist. Ja, für die meisten. Und dementsprechend, ja, abschließende Worte. Ja, ich kann halt nur sagen, folgt immer eurem Herzen, weil letzten Endes euer Herz ist euer Leitsystem. Und lasst euch nicht so viel von eurem Verstand abhalten, weil wenn ich das gemacht hätte, dann hätte ich wahrscheinlich nie ein Seminar gebucht, und da wäre ich wahrscheinlich niemals Coach geworden, weil ich davor am meisten Angst hatte, andere zu coachen. Und diesbezüglich, euer Herz weiß schon, was für euch das Richtige ist. Aber euer Verstand will euch immer alles ausreden.
Dankeschön, das war schön. Ich freue mich. Ich freue mich natürlich auch, wenn du das nächste Mal wieder einschaltest. Diese Folge wird sehr, sehr schnell online sein, denn es ist ein persönliches Highlight von mir gerade. Sie kommt unter die Besten der Besten, ganz bestimmt. Und ich wünsche dir jetzt noch viel Spaß und freue mich das nächste Mal, wenn du mithörst. Bis dann, tschüss!
Ja, vielen Dank, Anna, dass ich dabei sein durfte, und noch einen schönen Tag wünsche ich dir. Ciao, ciao!
More from Anna-Carina


Selbstoptimierung bringt dir gar nichts, solange du nicht weißt, was du wirklich willst | #111


Nicht die Entscheidung macht dir Angst, sondern die Konsequenz der Wahrheit | #109


Das Minimum deines wahren Lebens | Wie ein GPT-Prompt acht Jahre Selbstbetrug aufdeckte | #108

