84: Manchmal beginnt dein Weg genau da, wo du aussteigst – mit Viktoria Neumüller
14 May 2025 · 63 min
Viktoria Neumüller, an Austrian engineer, left her home to live in a camper van in New Zealand while running an online consultancy that helps homebuilders design energy-efficient houses. She built her business remotely, teaching clients about passive solar design, heating systems, and photovoltaic integration while navigating internet connectivity challenges from the road.
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Du bist nur eine begrenzte Zeit auf dieser Welt. Du hast es verdient, ein Leben zu leben, von dem du dir wünschst, es wäre deines. Lass all den Ärger hinter dir und erschaffe dir ein Leben, das dich mehr als überwältigt. Hallo, mein Name ist Anna-Carina und in diesem Podcast dreht sich alles um deine Identität, die du seit Jahren gekonnt versteckst, damit du scheinbar glücklich bist. Jetzt ist die Zeit, aus deinem selbstgebauten Gefängnis auszubrechen und dich mit all deinen Facetten zu verkörpern. Bist du bereit, diese Reise anzutreten? Dann freue ich mich, dich als neuen treuen Hörer begrüßen zu dürfen.
Ich begrüße euch recht herzlich zu einer neuen Episode von You Deserved This, und heute haben wir Viktoria zu Gast. Viktoria hat eine sehr aufregende und spannende Geschichte, wie ich mich so in letzter Zeit erinnern kann. Ich gestehe, bei mir geht es ein bisschen drunter und drüber, aber sie wird uns alles heute erzählen und ich freue mich schon wahnsinnig auf das Gespräch. Ein schönes Hallo, Viktoria, wie geht's dir?
Hallo, liebe Anna, danke, dass ich heute da sein darf. Und ja, mir geht's super gut. Ja, was soll ich sagen, sieht man jetzt im Podcast vielleicht nicht, aber ich sitze da gerade Neuseeland in meinem Mini-Camper-Van und erfüllen mir einen großen Traum. Und ja, hätte ich mir vor 2 Jahren nicht vorstellen können, dass das passiert. Also unglaublich.
Genau, wie kam es dazu? Wie kommt man auf die Idee, dass man nach Neuseeland mit einem Van zuwandert? Vor allem, ist der Van von Österreich nach Neuseeland gekommen, oder?
Na genau, also den Van, den habe ich natürlich da gekauft. War ursprünglich ja gar nicht so geplant, dass ich so in dieses Camping Life einsteige, aber das ist da in Neuseeland gang und gäbe. Deswegen habe ich mich da sehr schnell wiedergefunden und ich genieße das einfache Leben da. Und wie es dazu kam, tatsächlich war das einfach ein langjähriger Traum von mir, mal nach Neuseeland zu reisen. Diese Kombination Berge und das Meer quasi so nahe zu haben, das hat mich einfach schon vor über über 10 Jahren fasziniert. Ich habe aber den Traum dann einfach total aus den Augen verloren, und mit unseren 5 Wochen Urlaub im Angestelltenverhältnis war das irgendwie so unerreichbar für mich. Und ja, durch das, dass ich die letzten Jahre mein Leben ziemlich verändert habe, war plötzlich da irgendwie wieder dieser, dieser Traum da. Also er ist wieder aufgetaucht und Plötzlich war nicht mehr dieses, boah, das geht gar nicht, das ist nicht möglich, sondern ich habe immer mehr an Lösungen gedacht und so ist Schritt für Schritt die Lösung immer näher gekommen.
Genau. Und seit wann hast du diesen Traum? Also wann war das erste Mal der Gedanke, dass du gesagt hast, so, ich möchte nach Neuseeland?
Ganz genau kann ich das nicht mehr zurückdefinieren, also das war sicher schon 2015 oder so, aber ich kann mich noch sehr sehr gut erinnern, wie ich den Traum quasi wieder ausgegraben habe, und das war im Herbst 2022, also jetzt gar nicht so lange her. Ja, hätte mir dort jemand gesagt, dass ich jetzt Anfang 2025 da in Neuseeland bin, dann hätte ich das damals noch immer nicht geglaubt. Für mich war das da noch so in weiter, weiter Ferne. Das Learning daraus war, Es geht oft schneller, als man denkt, wenn man sich auf den Weg macht. Wenn man einfach den Weg zum Ziel quasi anfängt zu gehen, passiert mehr, als man sich vorstellen kann.
Du hast erzählt, du bist selbstständig. Was machst du, damit du in Neuseeland arbeiten kannst? Ist ja doch die andere Seite der Welt, wie man gerade so erkennen kann.
Genau. Dementsprechend ist natürlich da in Neuseeland eine ganz andere Tageszeit. Aber nachdem ich diesen Traum ja schon in mir gehabt habe, war mir auch wichtig, dass ich meinen Job mit dem vereinen kann, weil ja, wie wir alle wissen, Geld braucht man trotzdem zum Leben, also so ganz ohne geht's nicht. Ja, mittlerweile habe ich tatsächlich mein eigenes Ingenieurbüro. Auf das ich ziemlich stolz bin. Und ich begleite da ganz besonders private Häuslbauer, teile mein Wissen, mein Know-how und bin einfach auch dafür da, dass ich die Bauherren motiviere, mehr Eigenverantwortung zu übernehmen, damit man einfach viele gravierende Fehler, die oft leider sehr kostspielig sind, eben schon in der Planung im Vorhinein schon vermeidet. Und ja, das Ganze habe ich eben von Beginn an so aufgebaut, dass das online abläuft. Und von dem her ist jetzt das ganz egal, ob ich mein Wissen von Neuseeland oder von Österreich aus teile. Genau, und ich kriege dann schon ab und zu die Frage, ja, wie, du hast ein Ingenieurbüro, ist jetzt das Büro in Österreich und arbeiten dort deine Mitarbeiter und du bist in Neuseeland? Dann muss ich sagen, nein, so ist es nicht. Ich selber bin quasi das Ingenieurbüro und ich bin auch mein Mitarbeiter und ich bin in Neuseeland. Also dementsprechend ist auch mein Büro gerade in Neuseeland und einfach dort, wo ich bin. Aber ich habe das Wissen in mir, ich habe das Wissen dabei und ich habe Laptop, Handy dabei. Dementsprechend funktioniert das Sehr gut.
Ich kann mir vorstellen, dass das sehr viele individuelle Begleitungen sind. Arbeitest du dann meistens nachts oder die Menschen sind am Abend zu Hause und du untertags?
Genau, also es ist sehr individuell, individuell der Austausch. Ich biete grundsätzlich auch Onlinekurse an, wobei da aktuell nichts am Laufen ist. Dementsprechend, genau, meine Termine sind dann immer abends oder in der Früh. Also das sind dann immer so diese Zeiten, wo ich eben Online-Meetings habe oder eben am Handy bin, Nachrichten beantworte, E-Mails beantworte. Das passiert dann abends oder in der Früh, wo man eben wirklich im Austausch ist. Grundsätzlich gewisse Dinge, also ich habe jetzt gesagt E-Mail beantworten, das kann ich theoretisch ja tagsüber machen, weil das ja kommt dann bei dir halt einfach nachts an und du liest das nächsten Tag. Also das funktioniert ganz gut, also bis jetzt gute Vereinbarkeit.
Spannend vor, wenn ich ehrlich bin, weil das heißt, du hast untertags dann, wenn du eigentlich alle arbeiten, deine Seelenruhe und kannst in Ruhe arbeiten. Also kannst in Ruhe das machen, was dir Spaß macht. Und ich persönlich bin ja auch ein Mensch, der am liebsten ganz in der Früh arbeitet. Also wirklich fokussiert arbeitet, oder eben am Abend. Vielleicht soll ich noch was anderes sagen.
Tatsächlich, also die größte Challenge ist tatsächlich das Internet, der Internetempfang. Das ist halt durch das, dass auf der Südinsel, wo ich gerade unterwegs bin, sehr viel Natur ist, sehr wenig Besiedelung, gibt es natürlich dann einfach wirklich wunderschöne Orte, wo halt das Internet Internet jetzt nicht so gut ist. Tatsächlich auch heute, ich bin da an einem total schönen See, habe aber jetzt für unser Podcast-Interview tatsächlich ein bisschen umherfahren müssen und geschaut und gesucht, wo das Internet ein bisschen besser ist. Ich habe am Campingplatz das Internet so gehabt, dass ich Nachrichten schreiben kann, also das ist kein Problem, aber für wirklich Arbeiten am Laptop hat es nicht gereicht. Das ist halt dann die kleine Schattenseite, sage ich jetzt einmal, die man aber gerne in Kauf nimmt bei all dem Positiven drumherum.
Ich muss jetzt ehrlich gestehen, ich wohne in einer Bezirkshauptstadt und unser Internet funktioniert auch nicht. Ich fahre gerade auf 4G, also mobile Daten, weil unser WLAN, für das wir sehr viel Geld im Monat bezahlen, Funktioniert nicht. Also da habe ich lieber eine schöne Aussicht und kein Internet.
Es ist tatsächlich von da, wo ich ursprünglich, also wo ich gebürtig herkomme in Oberösterreich, ist genauso. Und da in Neuseeland auch. Also wenn ich irgendwo bin, wo WLAN ist, arbeite ich trotzdem meistens einfach mit dem Handy-Hotspot, weil der besser ist als das WLAN. Also dürft überall so sein.
Ja, ich habe gehört, angeblich soll es in Rumänien richtig gutes Internet geben. Vielleicht. Ich habe jetzt auch gehört, da gibt es auch eine schöne Landschaft. Also vielleicht dein nächster Spot.
Wer weiß.
Wer weiß. Jetzt hast du erzählt, dass du Häuslbauern hilfst. Wie kann ich mir das vorstellen? Ich meine, ich persönlich werde niemals in meinem Leben ein Haus bauen. Diese Zeiten sind definitiv vorbei. Aber ich höre immer wieder, dass es da so viele Probleme gibt. Erzähl einmal einfach die witzigste Geschichte, die dir passieren hat können. Haha, das würde mich interessieren.
Witzig, ja, also im Nachhinein witzig. Witzig ist ja in dem Sinne eigentlich nur, weil man muss ja sonst einfach weinen, weil es so traurig ist. Und das ist mir tatsächlich nicht selber passiert, aber habe ich vor kurzem auf Instagram gesehen, dass das einer Hausfluenzerin passiert ist. Die Abflussleitung wurde nicht angeschlossen, die ist einfach im Keller gestanden und die haben die Küche bekommen und benützt und dann ist eben das ganze Wasser im Keller einfach von der Decke runtergelaufen. Genau, das ist so ein kleines Worst-Case-Szenario. Wann das Haus eigentlich schon fertig ist. Es gibt aber also ganz viele Geschichten, die als einem normalen Menschen gar nicht so auffallen, aber wenn man selber halt das Know-how hat, dann— also ich schlage oft genug die Hände überm Kopf zusammen und denke mir, was haben sich die dabei gedacht? Nämlich gefühlt aus meiner Sicht nichts. Und das passiert leider ganz oft und gerade in einer Zeit, wo eben Kosten so eine wichtige Rolle spielen und das Hausbauen immer teurer wird, genau solche Dinge dann oft ausschlaggebend, wie viel ein Projekt wirklich kostet. Und genau das möchte ich eben zukünftigen Bauherren vermitteln. Also im besten Fall schon bevor die, also du als Bauherr überhaupt Grundstück kaufst oder eben in die Planung gehst, möchte ich überhaupt einmal dieses Bewusstsein schaffen, was habe ich eigentlich für Lebensträume? Passt da überhaupt der Hausbau dazu oder ist das vielleicht sogar ein übertragener Wunsch oder diese Anforderung, die man von der Gesellschaft spürt, ein Haus bauen zu müssen, beziehungsweise dann wirklich auch Wo ist der richtige Standort für mich? Muss das Haus wirklich so groß sein wie mir aktuell? Wir haben ja riesengroße Häuser jetzt da im Vergleich zu Neuseeland. Also, und da ist einfach die Frage, braucht man das selber wirklich? Da vielleicht gleich vorweg so ein bisschen den Input: Wo kann man das meiste Geld sparen beim Hausbauen? Einfach indem man das Haus kleiner baut. Das ist der allergrößte Sparfaktor, was die Kosten betrifft. Und ja, da geht es mir wirklich darum, die Menschen schon vorher zum Nachdenken zu bringen, damit sie wirklich den Weg finden zu dem, was sie wirklich wollen und brauchen. Und sie nicht da irgendwie nur, weil es die Gesellschaft so vorgibt oder weil es die Eltern so vorgelebt haben, man sich da die nächsten 20, 30 Jahre in ein System, in die Gefangenschaft quasi gibt, weil man eben Kredit zurückzahlen muss und eben auf den Job angewiesen ist, den man oft dann eh gar nicht so gern macht. Also es ist irgendwie so ein bisschen ein Teufelskreis und Genau, das ist so irgendwo mein Herzensanliegen, da wirklich Menschen ins Nachdenken zu bringen und mal zu hinterfragen: Muss mein Haus wirklich so groß sein? Ist das Haus überhaupt das Richtige für mich? Dann auch natürlich: Wie schaut meine finanzielle Situation aus? Kann ich mir das überhaupt leisten? Beziehungsweise was oder wie viel kann ich mir überhaupt leisten oder will ich mir leisten? Und dann, wenn diese Basics mal geklärt sind, dann biete ich natürlich auch technische Unterstützung an. Also ich komme aus der Gebäudetechnik, sprich die ganze Installationstechnik für Heizung, Kühlung, die ganze Trinkwassertechnik, Abwasser, diese Geschichten. Das ist dann mein Spezialgebiet und genau da gebe ich dann das Wissen auch entsprechend an die Bauherren weiter. Nämlich insofern auch, weil sehr viele gar nicht wissen, dass es speziell Gebäudetechnikplaner gibt, die eben das planen, weil der Installateur ist ja eigentlich nur die ausführende Firma auf der Baustelle und kein Planer. Und gerade im Einfamilienhausbereich spart man in der Planung immer an Kosten. Und ja, wer macht dann die Planung? Der Installateur, der kleine Installateur hat oft auch nicht wirklich die Software-Tools und nicht immer das Know-how und schon gar nicht die Mitarbeiterkapazitäten. Und dann wird das oft ein bisschen vernachlässigt. Und deswegen möchte ich da das Wissen dann wirklich einfach auch dem Bauherrn direkt weitergeben. Dann erkennt der die Wichtigkeit und vor allem auch die Zusammenhänge, was schon die Grundrissplanung dann für Auswirkungen auf Heizen und Kühlen und so weiter hat. Also es ist durchaus ein komplexes Thema. Ich habe mir es eben zur Aufgabe gemacht, das Ganze wirklich einfach zu transportieren und auch so zu erklären mit Beispielen, dass das wirklich auch für Leute, die jetzt nicht vom Fach sind, verständlich ist. Und das ist ja das, was mir meine Kunden jetzt auch spiegeln oder zurückgeben, dass sie sagen, boah ja, stimmt, du hast recht, und ich habe so viele Aha-Momente gehabt. Also es kommt wirklich an, es wird angenommen, und ja, das freut mich total.
Es wird ja auch immer wichtiger in meinen Augen, über Heiz- und Kühlsysteme sich Gedanken zu machen aufgrund der Klimakrise, wie auch immer man das jetzt benennen mag. Aber wir haben uns jetzt zum Beispiel erst— wir ziehen jetzt dann bald um und wir haben uns jetzt ein Haus angeschaut, wo in den Decken Heiz- und Klimapanele drinnen sind, um die Wohnungen zu kühlen. Ist das nicht effizienter wie Heizen?
Ich habe jetzt die Kurze ein bisschen abgehackt gehört, aber du hast jetzt von Decken, Klimadecken gesprochen für Heizen und Kühlen. Genau.
Sind die effektiv? Sind die effektiver wie eine normale Heizung zum Beispiel?
Im Endeffekt ist das nichts anderes wie eine Fußbodenheizung. Also wenn das jetzt Klimadecke, die wasserdurchflossen ist, ist, dann ist es wie eine Fußbodenheizung nur mehr oder weniger an der Decke. Da gibt es dann eben verschiedene Systeme, die gibt es aber genauso auch beim Fußbodenaufbau. Das sind eben die Dinge, die ich dann zum Beispiel auch wirklich in meinem Onlinekurs weitergebe, wo man sich diese Unterschiede anschaut und eben Vor- und Nachteile. Genau, da gibt es ganz, ganz viele Möglichkeiten mittlerweile.
In dem Sinn sind dann deine Kurse dafür da, um Grundfragen einmal zu beantworten, wie ich zum Beispiel Wärme oder Kälte in meinem Haus haben möchte.
Also ich habe meinen Onlinekurs Intelligent geplant, den habe ich im Herbst das erste Mal gehalten und da ist es genau darum gegangen. Also da war einmal der erste Punkt eben die Grundriss- und Gebäudeplanung. Das ist eben der Punkt, wo man schon mal beeinflussen kann, damit man so wenig wie möglich heizen und kühlen muss. Genau, also wirklich bei der Grundrissplanung, vor allem Fensterplanung, Raumanordnung, das sind ganz, ganz wichtige Themen. Und das ist eben auch was, was mir ganz wichtig ist zu transportieren, weil es ist oft so dieser Glaube da, ja, ich gehe ja eh zum Architekten oder zur Baufirma, die plant, die wissen das eh. Leider ist meine persönliche Erfahrung, dass die das oft nicht wissen oder nicht wissen wollen und es leider viel zu selten umgesetzt wird und da ein riesiges Potenzial drinnen ist, vor allem auch was die Kosten betrifft. Denn dieses ganze Thema Grundriss und Gebäude ist irgendwo so, dass je einfacher das Ganze ist, desto kostengünstiger ist es auch. Und desto weniger Energie brauchst du. Das heißt irgendwo, wenn wir wieder zurückkommen zur Einfachheit und nicht irgendwie unsere Insta-tauglichen Häuser bauen, dann wird das Ganze auch wieder ein bisschen leistbarer. Und wir waren jetzt beim Onlinekurs, gell? Also das ist so dieses erste Kapitel, wo es wirklich darum geht, und dann geht es im nächsten Step darum, wirklich die Technik, das Energiesystem zu verstehen. Eben welche Möglichkeiten habe ich? Wie bringe ich die Wärme und die Kälte in meinen Raum? Dann im nächsten Step ein ganz wichtiges Thema: Welches Heiz- und Kühlsystem, also welche Heiz- und Kühlanlage eigentlich wähle ich aus? Also da ist dieses zentrale und sehr umstrittene Thema Wärmepumpen. Wo wirklich ein Schwerpunkt darauf liegt, dass ich erkläre den Unterschied Luftwärmepumpe-Erdwärmepumpe. Da ist ja auch so ein großer Mythos weit verbreitet, und ja, Luftwärmepumpe ist weit verbreitet, deswegen muss es die bessere Lösung sein. Das ist leider sehr oft nicht der Fall. Und genau, das ist auch ein wesentlicher Punkt. Ich greife aber genauso alternative Möglichkeiten wie zum Beispiel Pelletsheizungen und so weiter auf. Und dann im nächsten Step ist noch ein Thema, was da dazugehört, was auch sehr, sehr viele, die nicht vom Fach sind, oft nicht wissen. Ist die Warmwasserbereitung, das Thema Warmwasser, das natürlich auch meistens auf die Heizung zurückzuführen ist und auch ein ganz, ganz wichtiges Thema ist. Und da ist auch das Thema Warmwasserzirkulation wichtig, wie weit sind die Leitungswege. Deswegen ist eben auch die Raumanordnung in der Grundrissplanung so wichtig. Also da hängt sehr vieles zusammen, das ich eben da wirklich den Bauherren weitergebe, dass sie sich nicht drauf verlassen müssen, dass der Planer das weiß, weil eben ich die Erfahrung gemacht habe, dass die Planer das sehr oft eben dem Bauherrn nicht erklären, nicht weitergeben und auch nicht drauf aufmerksam machen.
Und das heißt, die planen dann so, dass es schön ausschaut, aber nicht effektiv ist?
Ja, und natürlich auch Wie soll ich sagen, Haus bauen und Haus planen ist ein Prozess. Vor allem auch ein Prozess mit sich selber, dass man herausfindet oder definiert, was ist mir eigentlich wichtig, wie schaut mein Alltag aus, wie sind meine Alltagswege. Also da gibt es wirklich ganz viele Dinge herauszufinden und wenn man das eben selber nicht herausfindet und einfach zum Planer geht. Und sehr gängig ist in Österreich nach wie vor, dass man einfach zur Baufirma geht und sagt, ja, ich möchte Haus bauen, macht mir einen Plan. Und die Baufirma nimmt sich dann sehr selten die Zeit, dass sie wirklich mit dir das alles so im Detail ausarbeitet, ja, damit eben dann wirklich der Plan so hundertprozentig passt. Und da haben wir jetzt eigentlich nur von den persönlichen Bedürfnissen gesprochen. Das heißt, auf der nächsten Seite ist eben dann noch das Thema, dieses technische Wissen zu vermitteln. Also es ist ganz, ganz viel, was da einfach reinspielt. Deswegen ist der Hausbau eben nicht, also die Hausplanung nicht in 2 erledigt. Wie sich viele oft wünschen, sondern es ist ein Prozess, der oft ein Jahr oder noch länger dauert, wo man wirklich intensiv daran arbeitet und eben diese unterschiedlichen Faktoren alle in Einklang bringt. Weil am Ende ist dann meistens das Thema, ja, jetzt habe ich da zwar einen Plan, so wie ich es haben möchte, aber die Kosten sind zu hoch. Fängt man quasi wieder von vorne an und schaut, wo kann man wieder was einsparen, und fängt wieder zum Ändern an. Also es ist dann so ein bisschen Teufelskreis, sage ich jetzt einmal. Und wenn man eben da von Anfang an wirklich tiefer einsteigt, dann braucht man vielleicht im ersten Moment ein bisschen länger, aber spart sich dann die ein oder andere Schleife quasi, wo man das noch mal überarbeiten muss.
Und wenn ich mir das jetzt so anhöre, also ich baue zwar keine Häuser, ich werde wahrscheinlich auch niemals in meinem Leben ein Haus bauen, denn mein Traumhaus hat nämlich, ist sehr groß. Ich liebe es, Platz zu haben. Ich brauche Platz. Also ich rede da wirklich von 150 Quadratmetern auf einer Ebene. Aber in einem südlichen Land, dann erspare ich mir die Heizkosten.
Ja, das ist gut. Aber dann ist wichtig, dass das Haus kühl bleibt.
Für das gibt es ja Deckenventilatoren. Also von dem her, Frage stelle ich mir noch gerade, die Frage: Wie würde für dich das perfekte Haus aussehen, das energieeffizient ist und hübsch ausschaut? Wie würdest du das anordnen?
Gute Frage. Und gleich einmal vorweg, ich teache dann meinen Kunden und den Bauherren natürlich immer dieses Idealbild, wie man es idealerweise plant. Aber nachdem wir ja schon gesagt haben, es spielen ganz viele Faktoren eine Rolle, ist dann wirklich immer individueller vom Bauherrn zu Bauherrn unterschiedlich und eben liegt es im eigenen Ermessen dann, dass man Prioritäten setzt und entsprechend einen guten Mittelweg findet. Und von dem her kann ich jetzt auch nur quasi aus meiner Sicht sprechen oder eben was dazu aus energetischer Sicht, was Sinn macht. Aber diese eine perfekte Lösung für alle gibt es nicht. Zumindest nicht in dieser Form, wie ich einfach auch die Bauherren motivieren will, dass jeder für sich das Richtige findet. Und nachdem wir Menschen alle individuell sind, gibt es dieses eine Pauschale einfach nicht.
Ja, ich habe eher so gemeint, wie es ökonomisch, ökologisch und umweltfreundlich— ich glaube, das sind alles das Gleiche— am besten gebaut wäre, wenn man aber wirklich den Menschen wegnimmt, einfach zum Beispiel, ob ich jemals schon in so einer Wohnung, Haus gelebt habe.
Also würde ich da jetzt wirklich auf alle Begriffe, die du genannt hast, eingehen, dann könnte man da jetzt wahrscheinlich 5 Podcastfolgen füllen. Aber ich beleuchte jetzt vor allem die Themen, auf die ich persönlich auch spezialisiert bin. Und da ist einmal ein ganz wichtiger Faktor eine einfache Bauform. Du kennst vielleicht diesen Spruch, das Haus schaut aus wie eine Schuhschachtel. Und tatsächlich sind eben quadratische oder rechteckige Häuser quasi am energieeffizientesten und auch natürlich am kostengünstigsten. Weil es die einfachste Form ist. Das ist einmal der erste Punkt. Dann ist Fensterplanung ganz ein wichtiger Punkt, und da würde ich persönlich große Fenster eben hauptsächlich im Süden anordnen. Osten, Westen, wenn dort Fenster notwendig, dann normale Größe. Und im Norden Nebenräume mit kleinen Fenstern. Und ja, über die Dachform lässt sich natürlich streiten, da gibt es mittlerweile ganz viele Möglichkeiten. Die Dachform an sich ist für mich jetzt insofern ein bisschen nebensächlich, weil es auch andere Möglichkeiten gibt, zum Beispiel eine PV-Anlage auf der Gstecken sagt man bei uns. Ich weiß jetzt gar nicht, was da das Wort ist in Hochdeutsch, aber kann man zum Beispiel eben auch auf einer Gstecken oder irgendwo anders montieren und muss nicht zwingend das Dach sein, beziehungsweise auch am Flachdach kann man PV-Anlagen montieren.
Auf einer Deiten heißt es auf Steirisch. Auf einem Hang.
Stimmt, kleiner Hang kann man sagen. Genau, aber das Wichtigste beim Dach ist eben der Dachvorsprung im Süden. Der sorgt nämlich dafür, dass man im Sommer durch die großen Fenster keine Überhitzung haben, im Winter aber trotzdem, wann die Sonne da ist, die Sonne wirklich im Wohnraum haben und da eben der Wohnraum aufgewärmt wird. Also wir auch die Sonnenenergie nutzen können als Heizung und uns Heizkosten sparen. Genau, das ist ganz ein wichtiges Thema. Und dann habe ich vorher schon angesprochen die Raumanordnung bezüglich Warmwasser, und da ist dann einfach wichtig, dass Technikraum, Bad und Küche, dass die irgendwo in unmittelbarer Nähe angeordnet sind. Also Technikraum würde ich, wenn es irgendwie geht, nördlich anordnen, weil im Norden haben wir nicht wirklich Sonne, da haben wir Nebenräume. Das Bad, entweder wenn man jetzt zweigeschossig denkt, direkt darüber oder eben irgendwo daneben direkt. Und im Idealfall ist die Küche eben auch in unmittelbarer Nähe, dass die Warmwasserleitung sehr kurz bleibt. Genau, das sind mal so die ersten Basics, was schon sehr viel beitragen zu einer einfachen, energieeffizienten und kostengünstigeren Planung. Dann haben die bei uns in unserer Mietwohnung ja fast alles richtig gemacht.
Sehr gut. Das Einzige, was wir nicht haben, wir haben hier eine riesengroße, also ich habe alle meine Rollos zu und es ist trotzdem hell hier drinnen, und wir haben hier eine riesengroße Glasfront, 10 Meter lang ungefähr, aber wir haben keinen Vorsprung. Das ist das einzige Manko, was ich jetzt feststellen konnte. Alles andere ist wirklich bei den Wasserleitungen. Wir haben 2 Stöcke. Spannend, cool.
Ja, und der Dachvorsprung, also das ist wirklich was, was sehr oft unterschätzt wird. Da habe ich gerade vor ein paar Tagen mit einer älteren Architektin diskutieren dürfen, die gesagt hat, ja, tatsächlich, sie wohnt seit Jahren in so einem Haus und ihr ist das aber erst vor mehr, also erst viel, viel später dann wirklich aufgefallen, also diese Zusammenhänge und wie wichtig das eigentlich wirklich ist. Und ich werde leider noch immer viel zu oft erst hintennach beauftragt, weil oft man vorher den Nutzen noch nicht ganz erkennt, aber später, wenn es dann Probleme gibt, wenn es dann quasi schon nicht funktioniert, dann darf die Viktoria Schadensbegrenzung betreiben. Und da habe ich tatsächlich ein Projekt, wo ich immer wieder beratend unterstützen darf, wo eben auch ein Gebäude ohne Dachvorsprung gebaut wurde und tatsächlich sogar nur so im leichten Halbkreis, dass die Sonnenstrahlen wirklich gefangen bleiben dort. Und das Gebäude erhitzt sich im Sommer auf 35 Grad in die Räume und sind auch sehr viele Schlaf- und Aufenthaltsräume. Und es ist kein normales Einfamilienhaus, es ist tatsächlich ein bisschen größeres Haus und ist auch gar nicht so alt, das Haus, vielleicht 10 Jahre. Aber es hat sich niemand bei dieser Gebäudeplanung über das Thema Kühlung Gedanken gemacht. Ja, jetzt ist einfach wirklich total schwierig, da eine Lösung zu finden. Nämlich bauliche Maßnahmen sind doppelt schwierig, weil das Gebäude rund ist. Da kann man jetzt nicht einfach schnell mal so eine Art Terrassenüberdachung oder so machen. Und zum anderen habe ich natürlich auch jetzt von der Raumhöhe her das nicht vorgesehen, dass ich da, wie du jetzt vorher das Thema Klimadecke angesprochen hast, die braucht ja natürlich auch einen gewissen Platz, wenn man die nachrüstet. Und ja, also es ist total schwierig, dann da im Nachhinein wirklich diese Dinge zu adaptieren. Und ja, je größer eben das Projekt, desto aufwendiger dann auch. Und vor allem, es ist immer teurer im Nachhinein, die Dinge dann zu ändern, bzw. gewisse Dinge kann man im Nachhinein einfach oft gar nicht mehr ändern. Deswegen ist eben meine Message, die Planung das Um und Auf ist. Die Planung ist die halbe Mitte, habe ich tatsächlich auf der Hausbaumesse im Herbst gesagt, und dann hat einer der Besucher gesagt darauf, also ich wette, es ist mehr als die halbe Mitte, und es ist einfach wirklich so.
Ich könnte mich stundenlang über Gebäude unterhalten, obwohl ich eigentlich gar nicht wirklich mich damit auskenne. Ich hätte mich noch so viele Fragen jetzt. Was hältst du von den begrünten Pflanzen? Ja, aber ich möchte dich auch nicht länger aufhalten, weil es bei dir mittlerweile schon fast dreiviertel neun. Eine, oder habe ich das richtig im Kopf?
Also von dem her ist jetzt überhaupt nicht stressig, sage ich mal. Ich bin nur tatsächlich gerade so ein bisschen klagt, wie du jetzt gesagt hast. Du könntest dich noch ewig über Gebäude unterhalten. Ich bin nämlich tatsächlich in dieses Gespräch mit ganz anderen Vorstellungen hineingegangen. Also ich habe mir gedacht, dieses Thema Gebäudetechnik, meine Selbstständigkeit, wird eher so ein bisschen Nebensache sein.
Das hat sich nicht so ergeben. So wie gesagt, wir fangen einfach an und hören irgendwo auf. Und wenn mich etwas interessiert, dann kann ich schon sehr Interessiert mich halt einfach gerade irgendwie. Ich weiß nicht warum, ich weiß es einfach nicht, mich interessiert es halt einfach. Und ich glaube, das ist ein sehr, sehr wichtiges Thema auch für die Zukunft, nicht nur wegen Geldgeschichten, sondern auch umwelttechnisch. Und es geht ja auch im Endeffekt bei YouTuber Service darum, wie wir eine schönere Welt machen können, und da ist ja alles wichtig.
Ich finde es voll cool, wie du siehst, Ich könnte stundenlang über dieses Thema sprechen, aber was ich da jetzt wirklich kurz dazu sagen möchte, weil ich finde das so cool, dass du das gerade angesprochen hast, dass das einfach dazugehört für You Deserve This und für eine bessere Welt. Und das ist nämlich tatsächlich auch mein innerer Antrieb, unsere Welt verbessern. Und ich glaube daran, dass wir das gemeinsam schaffen können. Und Genau deswegen eben trage ich das Wissen hinaus und gebe das Wissen weiter an die Menschen da draußen, die eben auch gern ein eigenes Haus haben wollen, damit man da wirklich Step für Step gemeinsam diesen Shift hinlegen, dieses Umdenken und das Hausbauen einfach neu definieren.
Was ist mit Mietwohnungen? Gibt es einen Zweig für Mietwohnungen auch?
Tatsächlich ist es nur so, dass du jetzt als Mieter ja tatsächlich keinen Einfluss auf die gebauten Mietwohnungen hast. Entsprechend sind da für mich persönlich jetzt natürlich die Ansprechpartner die Baufirmen. Oder nicht zwingend die Baufirmen, sondern eigentlich die Genossenschaften, die die Häuser bauen. Genau. Und wie ich vielleicht vorher schon mal kurz angeschnitten habe, ich habe deswegen den Weg direkt zu den privaten Bauherren gewählt, Weil ich in meinem Angestelltenverhältnis sehr oft bei anderen Planern, bei Architekten auf taube Ohren gestoßen bin und deswegen die Entscheidung, direkt auf die Bauherren zuzugehen, weil das sind nämlich die Leidtragenden, die das dann zahlen müssen, ohne es zu wissen, was eigentlich teilweise für ein Blödsinn jetzt unter Anführungsstriche da geplant und empfohlen wird. Genau, und eben wirklich direkt mit denen Kontakt aufzunehmen, dass die das dann einfordern können bei den Firmen und so quasi von unten auf die Wende beginnt, ist so mein Viel von innen nach außen. Genau.
Was hast du eigentlich vor, nachdem du in Neuseeland warst? Hast du schon einen Plan, wie es weitergeht?
Ich werde tatsächlich nach Österreich zurückkommen, also auf das freue ich mich auch schon wieder. Ich bin sehr oft gefragt worden, ob ich in Neuseeland bleibe, gerade von den Neuseeländern hier, und es war immer ein klares Nein, weil ich gern in Österreich bin. Was genau dann in Österreich, also wo genau ich dann auch sein werde, also das steht alles ein bisschen in den Sternen und was da genau auf mich zukommt. Klar ist auf jeden Fall, dass ich weiter an meiner Selbstständigkeit arbeite. Ich werde da weiter hinausgehen, ich werde definitiv nächste Wintersaison auf mehr Hausbaumessen sein als diesen Winter durch die Reise leider nur 2 Messen möglich, und es hat mir total Spaß gemacht, dort direkt im Austausch zu sein. Und meine Vorträge sind auch wirklich sehr gut angekommen, also da steht definitiv einiges am Plan. Und natürlich auch meine Angebote für die Bauherren zu erweitern, also Einrichtung, Onlinekurse, da gibt es noch sehr viele Ideen in meinem Kopf, die noch keine Umsetzung gefunden haben. Also da wird man definitiv nicht langweilig.
Dann bin ich schon gespannt. Vielleicht besuche ich dich sogar in Graz auf der Nachhaltigen Bauernmesse, obwohl ich gar kein Haus baue.
Ja, wer weiß. Ich weiß jetzt gar nicht, wann die Grazer Messe ist, weil teilweise überschneiden sich die Termine. Da bin ich dann natürlich immer so, dass ich eher den näheren Standort wähle, weil ist ja dann doch umweltfreundlicher, nicht so weit herumzufahren.
Das heißt, du weißt noch gar nicht, wie es jetzt weitergeht?
Im Detail nicht, aber tatsächlich, es hat sich gerade sehr, sehr aktuell, ich habe gerade dazu heute ein Telefonat geführt, im Hintergrund ein Türchen geöffnet. Wobei da aber jetzt noch gar nichts fix ist. Aber tatsächlich könnte es sein, und ich würde es total feiern und begrüßen, dass ich die Chance habe, in Österreich dann danach in einem Tiny House zu wohnen. Also das würde mir total taugen. Aber wie gesagt, das ist gerade noch so ein bisschen erst in der Entstehung, aber da kann durchaus auch sehr was Großes, was Cooles daraus werden. Und ich habe tatsächlich gelernt die letzten Jahre, dass manchmal wirklich einfach besser ist— überlege ich gerade, wie ich es am besten ausdrücke— aber einfach mit dem Flow zu gehen und nicht die Dinge erzwingen zu wollen. Nicht erzwingen wollen zu wollen, dass ich jetzt wissen muss, was was im Juli oder im August dann ist. Es gibt irgendwo gewisse Vorstellungen in meinem Kopf, aber es ist eben jetzt noch nicht genau definiert, wo dann zum Beispiel meine neue Wohnung sein wird oder wie eben mein neuer Wohnort dann ausschauen wird. Ich habe so quasi für den ersten Step, wo ich zurückkomme, mein Kinderzimmer bei meinen Eltern und von dort quasi werde ich dann früher oder später eben genau das finden, was ich mir wünsche, was ich mir vorstelle. Und da bin ich mittlerweile echt sehr im— natürlich kommen ab und zu dann so diese Zweifel, machst du das nicht? Da ein bisschen schauen und planen. Ja, aber zum Großteil bin ich da wirklich im Vertrauen und es ist echt, also es ist crazy, wie das jetzt mit dem Tiny House, also es ist wirklich crazy. Die Dinge kommen einfach ums Eck und es ergibt sich dann so eins nach dem anderen.
Ich finde es so schön, dass du das gerade gesagt hast, weil ich war früher der Mensch, der alles bis aufs kleinste Detail planen hat müssen. Sicherheit zu haben, dann ist letztes Jahr mein komplettes Leben zusammengebrochen. Also wirklich, als wie wenn jemand mir das Blatt unter den Füßen wegzieht und ich fliege halt mal 10 Kilometer in die Luft. Ich meine, es ist schon öfters passiert, aber letztes Jahr war es so richtig, richtig, richtig schlimm. Und ich bin mittlerweile auch so, schauen wir, was kommt. Ich habe einen Plan, ich weiß, was ich will. Also ich weiß definitiv, was ich will und wie jetzt der Podcast weitergehen soll und was da jetzt alles draus werden soll und wo der überall einmal gefeatured werden muss und was weiß ich. Und ich weiß auch, was ich persönlich als in meiner Selbstständigkeit als Life Coach würde ich jetzt nicht sagen, aber eher als Guide in dieser Richtung mache. Aber ich lasse auch einfach auf mich zukommen. Und es war gerade so schön, dass du gesagt hast. Du gehst da einfach mit dem Flow. Deswegen habe ich auch so gelacht, weil ich gewusst habe, was du meinst.
Ja, und ich muss ehrlich gesagt sagen, ich kann mir auch sehr gut vorstellen, was du meinst, weil ich bin auch nicht einfach an den Punkt gekommen, wo ich jetzt bin, dass ich sage, ich bin in diesem Vertrauen. Ich habe sehr wohl auch genau diese Momente erlebt, wie du jetzt gesagt hast, wo man das Gefühl hat, es reißt einem quasi die Fies aus, wie man so schön sagt. Ja, und das gehört gefühlt dazu, dass man dann erst recht über sich hinauswachsen darf und eben diese Entwicklung machen darf. Und ich habe auch da in Neuseeland echt jetzt noch mal so einen wirklich richtigen Entwicklungsschub hingelegt und Der erste Entwicklungsschritt quasi war, dass ich nach Neuseeland gekommen bin und wieder diese Sicherheit gesucht habe und mir dann tatsächlich ursprünglich was gesucht habe, wo ich jedes Wochenende an denselben Ort zurück muss. Und bin dann losgefahren mit meinem Camper mit dem Wissen, in anderthalb Wochen bin ich wieder dort. Und es war quasi so eine Art Also es war kein bezahlter Job, aber für das, dass ich den Job dort mache, habe ich dort wohnen dürfen. Und ich habe geglaubt, ich brauche das. Und dann auf der Reise, auf die anderthalb Wochen, dann ist dieser Tag, wo ich zurückfahren müssen habe, immer näher gekommen. Und ich habe schon gemerkt, mein Körper hat mir schon Signale gegeben, ich will eigentlich nicht zurück. Aber es war dieses People Pleasing. Ja, ich habe ja gesagt, ich komme wieder. Ich kann ja doch jetzt nicht absagen. Und im Endeffekt ist es auf das hinausgelaufen, dass ich dann wirklich zurückfahren wollte, weil ich habe ja zugesagt. Aber mein Körper hat mir einen Strich durch die Rechnung gemacht und mein Körper hat mir die Rechnung so präsentiert und so gesagt, du willst nicht zurück, also fährst auch nicht. Und ja, das war dann so quasi dieser Schritt, wo ich jetzt dann wirklich diese Sicherheit auch losgelassen habe und diese Freiheit angenommen habe. Und ja, seitdem bin ich halt jetzt wirklich so durchgehend im Van unterwegs. Also es war absolut nicht geplant, nur im Camper unterwegs zu sein. Aber das ist auch das, was mich gleichzeitig gerade am meisten quasi vorwärtsbringt, vor allem in meiner persönlichen Entwicklung.
Ja, und du bist ja auch immer in deiner eigenen Bubble und bist ja auch immer nur mit dir selbst beschäftigt und hast ja auch gar keine Ablenkung eigentlich. Von außen, oder sehe ich das anders?
Nein, also durch die heutige Technik, Smartphone und so, ist die Ablenkung immer da. Aber so grundsätzlich natürlich, also ich genieße das wahnsinnig, einfach an einem ruhigen See zu sitzen, wirklich mein Journal im Buch, da Reflexionsfragen herunterzuschreiben oder irgendwas zu arbeiten. Also das ist wahnsinnig cool. Und im nächsten Punkt, also oder im nächsten Step, ist dann oft auch wie heute zum Beispiel ein Tag, wo ich gleich 2 voll inspirierende Neuseeländer zufällig getroffen habe und wirklich Gespräche führen dürfen habe, die so bereichernd waren und die mich selber auch zum Nachdenken bringen und auch aber gleichzeitig auf meinem Weg bestärken. Und das, ja, das macht mich dann aus. Also dieses Offensein für diese Begegnungen, und ja, das kann man schlecht beschreiben irgendwie, das muss man gefühlt fast selber erleben.
Ich kann mir das sehr gut vorstellen. Ich bin da in der Hinsicht auch ein Mensch, der wirklich ganz irgendwie naiv durch die Welt geht. Also so beschreiben mich halt andere Menschen. Und trotzdem aber immer irgendwo die schönsten Momente dann entwickelt, die die meisten gar nicht verstehen können, weil sie diese Kleinigkeiten gar nicht sehen und auch gar nicht wertschätzen können.
Ja, und tatsächlich war ich persönlich, glaube ich, auch genau in diesem State, wo ich diese Dinge gar nicht gesehen habe, wo für diese Dinge gar kein Platz war. Weil einfach dieser alltägliche Hustle so überhandgenommen hat. Von man ist in der Arbeit, ich muss einkaufen, ich muss mir was zum Essen machen, ich muss schlafen, ich muss das noch erledigen. Also gefühlt ist ja für das oft gar kein Platz in diesem Alltag, den quasi unser System vorgibt. Also so war mein persönliches Empfinden, beziehungsweise empfinde ich jetzt vor allem auch ganz stark, wenn ich da dran zurückdenke. Wo hätte das Platz, also wo hätte da Platz sein sollen für das? Ich war so unter Strom, dass ich für das gar nicht offen war, dass ich für das gar nicht bereit war. Also auch wenn das da gewesen wäre, ich hätte es gar nicht gesehen.
Es war ganz bestimmt da, aber so wie du sagst, du hast es nicht gesehen. Es ist immer alles da, aber das ist eine Einstellung. Oh, der hat sehr lange gedauert. Aber ich glaube auch, dass wir mittlerweile alle an sich ein bisschen mehr zurückkommen zu dem, wo wir alle wirklich hinwollen. Denn meine Reise persönlich geht ja jetzt schon seit— lass mich nachdenken— 8 Jahren ungefähr. Und immer mal besser und immer mal schlechter. Aber erst seit 3 Wochen habe ich wirklich einen klaren Plan, Also ich kann es wirklich, wie heißt das deutsche Wort dafür, benennen. Ich kann es wirklich benennen, um was es wirklich geht in meiner Welt. Davor war das immer ein bisschen schwammig und es ist immer ein bisschen so hin und her. Aus dem Grund, weil ich zwar wusste, was ich sagen will, aber ich konnte es nicht hören, so wie du sagst, weil alles im Außen so laut war. Du musst das machen, du musst das machen und du noch das machen und du musst noch das machen. Und so ist ja auch diese Challenge eigentlich entstanden, dass ich dann irgendwann so gesagt habe, so, das ist es. Und dann, du hast ja eigentlich mit dem Podcast damals gestartet, weil du es für dich als Medium haben möchtest, weil du eben gerne andere Menschen dabei unterstützt, ihr Leben zu leben, und das Sprachrohren nutzen willst. Nur die Jahre merkt man wirklich, wenn man sie von Anfang an durchhört, wie sehr konditioniert ich von der Online-Welt wurde. Ist das Deutsch? Ich habe keine Ahnung. Und also, wie sehr ich konditioniert wurde, was ich alles zu sagen, zu tun und zu lassen habe, dass meine Stimme— und bei meiner Stimme merkt man wirklich, wie es mir geht. Also, das ist eines meiner kräftigsten Sprach— also meiner kräftigsten Aussage, also aussagekräftigsten Elemente, die ich habe. Und Also da kommt jetzt wieder die Metaphysik ein bisschen ins Spiel. Da merkt man wirklich, wie es, wenn man sich das so durchhört, dass ich am Anfang noch voller Freude war und ja, und ich zeig den Menschen, wie das geht. Und irgendwann habe ich dann so angefangen, so ja, ich muss das ja sagen und das muss man so machen und das muss man so machen. Hörst du? Und genauso hört sich der Podcast an. Und zum Schluss ist jetzt wieder geworden so yay und es geht toll. Aber ich habe die Challenge auf Eis gelegt. Sie war mir definitiv zu viel. Es kommt jede Episode, kommt online, aber nicht in diesem Takt. Es ist mir definitiv zu viel. Das funktioniert so nicht.
Ich habe deine Story gesehen und habe deinen Mut gefeiert und auch dein Einstehen für dich selber. Weil genau darum geht es. Wir sind alle nicht als Meister vom Himmel gefallen, sondern es geht einfach wirklich um Ausprobieren und eben die Richtung ändern, wenn es jetzt nicht ganz stimmig war. Und das ist oft eigentlich die größte Challenge, sich dann einzugestehen, dass das, was man vorher geglaubt hat, es ist richtig, dass das doch nicht dann das Richtige war. Das war ja eigentlich mehr oder weniger genau dasselbe.
Warte kurz, mein PC braucht Strom. So, danke. Mein PC braucht Strom, der schreit gerade, oh mein Gott, stopp, stopp! Und ich, nein, nicht stopp!
Genau, ich wollte gerade die Verbindung noch mal schaffen. Dieses, die Richtung zu ändern, wenn man draufkommt, das war doch nicht das Richtige. Und das war genau auch dieses Thema, das ich gehabt habe in Neuseeland, wo ich da wieder zurück müssen hätte und mir das einfach so wahnsinnig schwer gefallen ist, das einzugestehen und vor allem auch das den anderen quasi mitzuteilen. Das ist doch nicht das Richtige für mich. Und das ist meiner Meinung nach oft die größte Challenge, oder vor allem auch für mich die größte Challenge, da wirklich dann das einfach zu akzeptieren. Ja, okay, habe ich ausprobiert, aber war nicht das Richtige. Es passiert ja im Endeffekt nichts Schlimmes.
Ja, im Endeffekt, das war eigentlich, war das Ganze so, ich habe das geplant gehabt, habe das ja damals in diese Gruppe geschrieben. Und war voll so, okay, ich mach das, ich mach das, ich mach das. Und war auch sehr gut in meinem Progress. Und ich arbeite noch 12 Stunden aufgrund vorheriger unternehmerischer Geschichten, oder sagen wir so Herausforderungen, noch 12 Stunden im Handel. Und mein Problem war, dass ich Montag und Dienstag den ganzen Tag für die Podcast-Vorbereitung der alten Folgen schon vorbereitet hatte und auch schon alles geplant war. Und dann wurde eine Kollegin krank und ich musste von Mittwoch bis Samstag arbeiten. Somit war diese ganze Woche, die ich offiziell frei hatte, war nicht mehr existent. Und wenn ich im Handel arbeite, ich bin ein sehr energiesensitiver Mensch, war das für mich so, ich kann da nichts mehr tun. Also wenn ich am Nachmittag arbeite, ist kein Thema, kann ich am Vormittag arbeiten. Aber wenn ich am Vormittag arbeite, schaffe ich das am Nachmittag nicht. Diese Menschen, dieser Mut dieser Gesellschaft, dieses ewige, dieses typisch österreichische Geraunze, Gejammere und ich weiß nicht was, das zieht mir so viel Energie, dass ich am liebsten, wenn ich heimkomme vom Arbeiten, schlafen will.
Wirklich.
Und ich habe mich dann nicht aufraffen können, mich hinzusetzen und das zu tun. Ich konnte mich einfach nicht aufraffen. Dann war der erste, okay, die erste Folge war fertig, die zweite Folge war fertig und die dritte Ich bin nicht fertig, ich muss aber noch arbeiten, ich habe noch das zu tun, eigentlich habe ich noch 2 Kinder, ich habe noch Haushalt, selbstständig bin ich auch, also ich habe auch noch so Coachings auch noch nebenbei. Ich schaffe das nicht mehr, ich schaffe das nicht mehr. Dann wollte ich auf 2 Tage ausweiten, ich hatte dann aber nicht mehr die Zeit, dieses in— und ich sträube mich auch, glaube ich, ein bisschen, diese eine Folge hochzuladen, die es da eigentlich geht. Es ist eine Folge von einer Dame, die sich damals angefragt hat wegen einem Interview vor eineinhalb Jahren. Ja, machen wir halt, und laden wir dann einfach hoch. Da geht es um Manifestieren, aber ich weiß nicht warum, aber irgendwie habe ich eine kleine Sperre dahinter, mir diese Folge noch mal anzuhören, sie zu schneiden und hochzuladen. Ich weiß nicht warum, sie darf einfach nicht da hoch. Ich habe keine Ahnung, da ist, so wie du sagst, eine innere Blockade, die will einfach nicht, dass das passiert. Und diese Folge wäre aber mit, also an diesem dritten Tag drangekommen. Dann habe ich schon zu schieben probiert und habe gesagt, nein, aus mir ist das zu stressig, ich schaffe das nicht. Ich abarbeite jetzt, es klingt jetzt vielleicht gemein, diese ganzen Interviews ab, habe nebenbei noch meine anderen Folgen, die ich ja sowieso schon aufgenommen habe, aber ich möchte ein bisschen einen Mix drinnen haben und habe beschlossen, ich mache das einfach so, wie ich es immer mache, wöchentlich. Dafür sind die Folgen qualitativ hochwertig, weil irgendwann wird dann die Qualität leiden. Und mir ist wichtiger, die Qualität ist richtig, als wie ich mache das so eine blöde Challenge.
Definitiv. Also egal welches Thema, meiner Meinung nach ist so gut wie immer Qualität vor Quantität. Von dem her beste Entscheidung.
Das war ja auf jeden Fall, es geht wieder besser. Jetzt verkrieche ich mich wieder hinter meiner Homepage. Mein Problem ist, ich bin ja gelernte Webdesignerin und ich habe das ja, es ist ja mein Beruf, den ich gelernt habe. Und das ist so ein bisschen mein Ding, wenn ich auf, wie soll ich sagen, mich ein bisschen überfordert fühle mit allem, dann gehe ich meine Webseite anpassen. Weil das ist was, das kann ich, da kann ich abschalten, da kann ich stundenlang damit verbringen. Aber es ist halt nicht das, was mich wirklich, wenn ich das für andere Menschen machen würde, erfüllen würde. Aber auf meiner eigenen Homepage, da kann ich stundenlang verbringen. Da kann ich die Texte bearbeiten, da kann ich die Bilder bearbeiten, da kann ich ja alles machen, was ich gern mach. Für mich ist Webseiten gestalten Hobby. Und ich glaube auch, dass das hier gerade ein bisschen sein muss. Weil ein bisschen zu viel— ich glaube, wenn man sich zu viel zumutet persönlich, hört man auch das, was da innen passiert, nicht wirklich. Und glaube ich, das ist noch schlimmer wie alles andere.
Natürlich, also es gibt in der Selbstständigkeit genauso diesen, diesen Hustle-Modus. Habe ich jetzt da selber wieder gemerkt, immer definitiv nicht in diesem Ausmaß, wie es früher war. Aber durch das, dass ich jetzt da sehr viel mit mir selber mich beschäftigt habe und da gefühlt eben den nächsten Step gemacht habe und die Ideen nur so sprießen, wird die To-do-Liste halt automatisch länger und plötzlich ist da längere To-do-Liste und irgendwie ist dann wieder so, ja, ich hätte ja eigentlich tausend Dinge zu tun. Ich kann doch jetzt dann nicht einfach nur am See chillen oder einfach wandern gehen. Also es kommt dann wieder dieses Leistungsdenken-Gefühl durch.
Indem wir jahrelang konditioniert wurden in der Schule, du musst, du musst, du musst, du musst. Und es ist ja immer nicht genug. Ich kenne das, weil das ist genau das Problem gewesen mit dem Postkasten. Ich habe ein digitales To-do-Programm, nennen wir es so, das eigentlich sehr minimalistisch aufgebaut ist, aber es kann sehr, sehr überwältigend werden. Das ist aufgebaut in Bereichen, dann hast du eigene, deine eigenen Tasks, und die Tasks kannst du auch noch in so Art Gruppen zusammenbauen. Und jede Podcast-Episode hat ja gewisse Tasks. Und wenn dann auf einmal auf deiner Tagesliste steht, dass du hier 8 Folgen hast, wo 20 To-dos in jeder Folge drinnen sind, und du weißt ganz genau, wie viel Arbeit das ist, so, wow, nee, nee, nee, nee, nee, ich gehe heim, entspannen.
Ja, es ist tatsächlich, also für mich ist auch immer dieses, du musst Denken ist für mich schon so dieser, dieser Alarm eigentlich, wo dann quasi man in diesen Hustle-Modus kommt und nicht mehr wirklich bei sich selber ist und mit Freude die Dinge macht.
Man wird ja auch dann so schnell überfordert. Wenn man dann überfordert ist, bin ich der Meinung, dass wenn man sich selbst überfordert und selbst übergeht, verliert man die Freude am Leben. Und erst dann bekommt man nicht das, was man will, weil man gar nicht mehr weiß, was man will.
Definitiv. Also ich glaube, das ist tatsächlich der State, von dem ich aus meine Reise angetreten habe vor ein paar Jahren quasi. Und ja, da habe ich mich dann tatsächlich sehr, sehr fremdbestimmt gefühlt. Also ich habe nicht das Gefühl gehabt, ich lebe mein eigenes Leben. Sondern irgendwie das Leben, das von mir rundherum erwartet wird, aber nicht das, was ich eigentlich wirklich will. Und dann, wie ich ganz am Anfang gesagt habe, war mir die große Frage, was will ich eigentlich? Also es war dann gar nicht mehr präsent. Also ich habe wirklich meine Träume, eben meinen Neuseeland-Traum wieder ausgraben müssen. Also der war wirklich über mehrere Jahre nicht existent in meinem Kopf. Genau dasselbe mit der Selbstständigkeit. Ich habe im Nachhinein Notizen gefunden von Jahren davor, wo ich das schon so klar vor mir gehabt habe, aber ich habe das zwischendurch vergessen. Ich bin dann sogar im Network Marketing gelandet, um dann quasi wieder zurück zu meinem Thema, das ich schon vor Jahren auf einen Zettel geschrieben habe, was ich machen will, zu kommen und zu erkennen, da ist meine Expertise einerseits, aber da ist ganz, ganz viel Leidenschaft auch dahinter, was das Thema Gebäude an sich betrifft. Und also, wo ich mir im Nachhinein oft gedacht habe, das gibt's doch nicht, ich habe das vor Jahren schon auf dem Zettel geschrieben, ich habe das gewusst, wie habe ich das verlieren können? Also das ist echt arg eigentlich, was, was dieses Hamsterrad mit uns macht.
Willkommen in meinem Grundthema: Dekonditionierung sozialer Verhalten. Das ist super.
Und im Endeffekt, ich würde jetzt mal behaupten, ich mache doch eigentlich was Ähnliches wie mit meinem Hausbauthema.
Ist auch eine gewisse soziale, also das Deutsch ist wurscht. Also das stimmt. So, jetzt müssen wir langsam zu Ende kommen, weil jetzt ist auch schon mein Handyakku leer.
Kein Thema.
Schrecklich. Was möchtest du noch der Community mitgeben, wie sie ihre Träume erreicht?
Sehr gute Frage. Mein erster Gedanke war, in Lösungen denken anstatt in Probleme. Also nicht, ich kann nicht und das geht nicht, sondern mal überlegen, einen ersten kleinen Schritt. Und also jeder Weg fängt mit einem Schritt an und man ist nicht sofort am Ziel. Deswegen einfach Schritt für Schritt und dann werden Sachen schneller wahr, als man sich das je vorstellen kann. Und egal, ob es jetzt um persönliche Veränderungen im Leben geht oder ob es konkret da um den Hausbauprozess geht, es ist egal, um welches Thema, es ist überall das Gleiche. Einfach in Lösungen denken und einen Schritt nach dem anderen gehen. Und dann muss das früher oder später kommen. Das kann dann irgendwann gar nicht mehr aus.
Irgendwann ist dann einfach, du musst das jetzt machen, du willst das. Das stimmt.
Genau, also dann kommt dieses Vertrauen, von dem wir vorher gesprochen haben. Und ja, das ist einfach was, was ich wirklich jedem wünsche. Dass er dahin kommt und wirklich das Leben einfach genießen kann und sich die eigenen Träume erfüllen kann.
Ich könnte mit dir jetzt noch stundenlang weiterreden, wirklich, habe ich selten. Wir müssen jetzt aber auch, nicht nur aus Zeitgründen, sondern auch aus Hörergründen leider aufhören. Ich wünsche dir und ich danke dir wirklich mal von allergrößtem Herzen für dieses wunderbare Gespräch. Wir haben über so viele Sachen gesprochen, über so viele verschiedene Sachen. Also wenn ich jetzt zurückdenke, über was haben wir nicht gesprochen?
Definitiv. Und ich kann es nur zurückgeben, also mir geht's genauso. Ich könnte ewig weiterreden. Und auch wenn es am Anfang so den Anschein gemacht hat, wir reden nur übers Hausbauen, wir haben jetzt doch irgendwo noch alles abgeholt. Und ja, vielen, vielen Dank für diesen Raum.
So, Ich danke dir auf jeden Fall. Ich danke allen, die bis zum Schluss zugehört haben, über eine Stunde. Ich gratuliere euch wirklich. Es ist ja auch eine Königsleistung, eine Stunde 2 Menschen zuzuhören, sage ich immer. Und ich freue mich auf jeden Fall schon aufs nächste Mal. Und wir bleiben auf jeden Fall in Kontakt und wir hören uns, wir sehen uns. Wie immer, und bis zur nächsten Folge. Bis dann, deine Anna.
Ciao!
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