88: Wie du aus dem Stressmodus in deine Freiheit kommst mit Kerstin Kolb
5 Jun 2025 · 37 min
In dieser Podcast‑Folge von "You Deserve This" spricht Gastgeberin Anna‑Carina Hausegger mit der Mental‑ und Resilienztrainerin Kerstin Kolb über Stressbewältigung, Prävention und das Streben nach persönlicher Freiheit. Kerstin erklärt, dass Stress zuerst körperlich gelöst werden muss und stellt ein Set von Mikro‑Tools vor – einfache Atemtechniken, Klopf‑Akupressur (EFT) und Vagus‑Nerv‑Übungen – die sofortige Entspannung ermöglichen. Sie betont, dass das Erkennen der eigenen Stress‑Auslöser, insbesondere selbst auferlegter Druck und gesellschaftliche Rollenbilder, der nächste Schritt sei. Gesunde Routinen wie bewusste Pausen, ausgewogene Ernährung, Bewegung und das bewusste Abschalten von digitalen Medien werden als präventive Maßnahmen empfohlen. Beide diskutieren die Wirkung von Schumann‑Resonanzen und Klang‑Healing als zusätzliche Entspannungsquelle. Das Gespräch wandelt sich zu Kerstins Vision von Freiheit: orts‑ und zeitunabhängiges Arbeiten, finanzielle Sicherheit, mehr Zeit für Familie und kreative Projekte wie ein Buch oder Retreat‑Angebote. Sie spricht über das Bedürfnis nach Selbstbestimmung, mehrere Wohnsitze, Reisen und das Angebot von Achtsamkeits‑Retreats. Abschließend gibt Kerstin einen Mentoring‑Ratschlag: Selbstfürsorge sei die wichtigste Ressource, ohne die weder das eigene Wohl noch das der Familie gesichert sei.
Chapters
Du bist nur eine begrenzte Zeit auf dieser Welt. Du hast es verdient, ein Leben zu leben, von dem du dir wünschst, es wäre deines. Lass all den Ärger hinter dir und erschaffe dir ein Leben, das dich mehr als überwältigt. Hallo, mein Name ist Anna-Carina und in diesem Podcast dreht sich alles um deine Identität, die du seit Jahren gekonnt versteckst, damit du scheinbar glücklich bist. Jetzt ist die Zeit, aus deinem selbstgebauten Gefängnis auszubrechen und dich mit all deinen Facetten zu verkörpern. Bist du bereit, diese Reise anzutreten? Dann freue ich mich, dich als neuen treuen Hörer begrüßen zu dürfen.
Ich begrüße dich recht herzlich zu einer neuen Episode von You Deserve This. Heute habe ich die liebe Kerstin zu Gast.
Kerstin ist Stressmanagement-Trainerin.
Ich glaube Trainerin, und zeigt Mütter, wie sie ihren Alltag in den Griff bekommen. Hallo liebe Kerstin!
Hallo, ich freue mich da zu sein, vielen Dank.
Erzähl einmal, wie bist du dazu gekommen, dich mit Stressmanagement auseinanderzusetzen?
Ja, ich glaube, das ist ein Thema, das alle betrifft. Ich bin ja Mental- und Resilienztrainerin und in diesem Bereich selbstständig, und irgendwie hat sich die Spezialisierung auf Stress- und Zeitmanagement dann fast von von selbst ergeben, weil ich mit der Zeit erkannt habe, dass Stress ein Thema ist, das alle gemeinsam haben, und das gerade wir Frauen— also ich arbeite ja überwiegend mit Frauen, also nicht nur mit Müttern, sondern generell auch mit selbstständigen Frauen und Unternehmerinnen— dass gerade wir Frauen uns oft in dieses Hamsterrad reinbegeben und wir vor allem davon profitieren können, wenn wir die Tools haben, da auch wieder rauszukommen, und Welche Tools verwendest du dafür? Also bei mir ist es ganz wichtig, mir ist es ganz wichtig zu sagen, dass ich ganzheitlich immer ansetzen möchte. Das heißt, es geht jetzt nicht nur um irgendwelche To-do-Listen schreiben und dann ist der Stress aufgelöst. Das ist es nicht. Es geht mir darum, das ganze System mitzunehmen, wenn es um Stressmanagement geht. Das heißt, ich setze auf körperlicher Ebene an. Also Stress soll immer auch im Körper gelöst werden. Wenn wir in einem Überlebensmodus feststecken, dann fällt es natürlich schwer, irgendwelche Zeitmanagement-Tools umzusetzen, vor allem nachhaltig umzusetzen. Das heißt, zuerst gilt es einmal, diesen Körper aus dem Stressmodus rauszuholen. Und das geht natürlich über verschiedene Wege, ob das jetzt Atemtechniken sind, also Breathwork, ob das eine Kopfakupressur ist oder Meditationsroutinen sind. Da gibt es natürlich verschiedene Möglichkeiten und es spielen auch ganz viele Umweltfaktoren noch mit hinein. Also ich sage mal, eine gute Ernährung, Bewegung, all das spielt natürlich zusammen und sorgt auch dafür, den Körper mal aus diesem Stressmodus rauszuholen. Das ist so der erste Schritt.
Du hast Körper angesprochen, und mein Hauptthema ist ja Körper, wie wir uns selbst individuell verkörpern können. Und du hast Breathwork und Akupressur, also die EFT-Techniken, genannt. Gibt es noch andere Dinge, mit denen du arbeitest?
Sind ganz viele kleine Tools, die die ich gerne verwende. Aber das sind so meine Lieblingstools. Ich muss wirklich sagen, ganz simple Atemtechniken und diese Klopfakupressur sind auf jeden Fall meine Lieblingstools. Was ich noch gerne mache oder anwende, sind auch Vagusnervübungen. So, da hört man schon das Kratzen. Also Vagusnervübungen wende ich auch noch sehr gerne an, weil der Vagusnerv einfach als größter Nerv in unserem Nervensystem und des Parasympathikus perfekt zu nutzen ist, um unser System zu entspannen, da mal rauszukommen aus dem Stress.
Und wenn ich jetzt so eine gestresste Frau bin, ich habe es heute ein bisschen, wenn ich heute eine gestresste Frau bin, was kann ich wirklich jetzt in erster Linie tun, um entspannt zu sein oder mich zu entspannen?
Sagen wir es so, was ganz wichtig wäre, also ich habe ja schon gesagt, Wir setzen körperlich an, um einmal das System zu entspannen. Das ist immer der erste Schritt. Aber der nächste Schritt ist immer auch zu fragen, woher kommt denn dieser Stress? Also mache ich mir denn selbst diesen selbst auferlegten Druck, der mich antreibt, mich ständig in dieses Hamsterrad zu begeben, mir ständig noch mehr auf die Schultern zu laden, als ich überhaupt tragen kann? Also auch diese mentale und innere Arbeit ist ganz, ganz wichtig. Also im ersten Schritt würde ich aber jeder Frau empfehlen, vor allem wenn sie schon dauergestresst ist, körperlich anzusetzen, das System einmal zu beruhigen, ja, sich auch einmal rauszunehmen, sich einmal zu erlauben, einen Schritt zurückzumachen und innezuhalten und zu spüren, was brauche ich jetzt. Also wenn man gerade schon in diesem Dauerstress drinnen steckt, dann sehen wir den Wald vor lauter Bäumen ja nicht mehr. Das heißt wirklich einen Schritt zurück, bewusste Auszeit. Zu sich kommen und dann gesunde Routinen etablieren. Dann kommt diese innere Arbeit. Also wie komme ich überhaupt zu diesem Stress? Was macht mir Stress? Wo kann ich auch ansetzen in meinem Umfeld und es mir leichter machen? Also wir Frauen glauben ja so oft, wir müssen alles allein schaffen. Und das sind natürlich Prägungen von Generationen an Frauen, die in uns stecken. Die dürfen wir auch einmal hinterfragen und auflösen.
Wie sieht so eine extrem gestresste Person aus? Ich glaube, wir kennen das alle, oder?
Das sind die Menschen, oder wir haben das wahrscheinlich auch alle selbst schon erlebt, wenn man nur noch von A nach B hetzt, wenn man beim kleinsten, der kleinsten Kleinigkeit schon fast ausflippt, wenn man nicht mehr ruhig sitzen kann, wenn man Probleme damit hat, sich abends auf die Couch zu setzen und einmal nichts zu tun, oder sich einmal in die Sonne zu setzen und einfach nur nichts zu tun, dann ist das schon ein typisches Anzeichen von Überlebensmodus. Also wenn ich es nicht schaffe, 5 Minuten irgendwo zu sitzen ohne Handy, das zählt jetzt nicht als Entspannung oder als Pause, wenn ich am Handy scrolle. Aber wenn ich wirklich das Nichtstun nicht aushalten kann, ist das schon ein Zeichen, dass mein System überreizt ist. Also da merke ich es schon.
Das heißt, es ist schon eine Art Burnout? Habe ich das richtig verstanden?
Das ist die Vorstufe. Ich sage immer, ich arbeite mit keinen Menschen, die ein Burnout haben, weil dann braucht es einfach schon mehr. Als Mentaltrainerin arbeite ich ja präventiv. Und wenn jemand schon Stress hat, können wir noch präventiv arbeiten. Stress ist immer, oder chronischer Stress und unbeachteter Stress ist die Vorstufe zum Burnout. Und es ist auch nachweislich so, dass unbeachteter Stress das Burnout natürlich begünstigt. Das heißt, wenn ich lange Zeit drüber gehe über diesen chronischen Stress und das ignoriere, die Warnzeichen meines Körpers ignoriere und immer weitermache, mich ständig über meine Grenzen bringe, und nie für Erholung und Auszeiten sorgt, dann ist es natürlich, ist die Chance auf jeden Fall hoch, dass ich in ein Burnout reinrutsche oder in eine Depression auch.
Und wie kann ich da dagegensteuern, wenn ich jetzt zum Beispiel merke, dass ich ein bisschen Stress habe und sag, mir wird das alles zu viel? Wie kann ich da dagegenwirken?
Eben genau mit gesunden Routinen. Also ich finde immer, der erste, also Das Wirkungsvollste ist es immer, von vornherein, also präventiv, gesunde Routinen zu leben. Und das müssen gar keine großen Dinge sein, aber das sind Kleinigkeiten im Alltag, ja. Bewusste Pausen einzuhalten, nicht stundenlang ohne Pausen durchzuarbeiten, auch mal an die frische Luft zu gehen, sich halbwegs ausgeglichen zu ernähren. Ich bin jetzt auch nicht die, die nur gesund lebt, aber es kommt, glaube ich, immer auf dieses Mittelmaß an, dass man sagt, okay, ich gebe meinem Körper dennoch Nährstoffe, die auch wertvoll sind, und ich gebe meinem Körper regelmäßige Mahlzeiten. Das ist ganz wichtig. Unser Körper hat de facto Stress, wenn wir Mahlzeiten auslassen, wenn wir gar nicht frühstücken. Halte ich auch nicht immer ein, ja, aber wenn ich gesunde Routinen einführen will und wenn ich meinem Körper signalisieren will, dass er sicher ist und dass er keinen Stress haben muss, dann tragen diese gesunden Routinen auf jeden Fall dazu bei. Das heißt, ausgewogene Ernährung, regelmäßige Mahlzeiten, lieber kleinere Snacks als irgendwelche Fast-Food-Portionen mit über 1000 Kalorien dann auf einmal. Achtsamkeit praktizieren, also auch rausgehen, den Moment bewusst erleben, das Handy mal beiseite legen, auch für eine Stunde, tragen dazu bei, dass man insgesamt entspannter ist. Und das, was einem gut tut— ich sage immer, dein Körper, dein System sagt es dir recht deutlich. Du weißt ja genau, was dir gut tut. Das kann sehr individuell sein, ja. Dem einen tut es gut, wenn er 2 Stunden Radtour macht auf dem Rennrad, und dem anderen tut es halt gut, wenn er einen Spaziergang im Wald macht oder einfach in der Sonne sitzt. Also tu das, was dir gut tut, regelmäßig. Und wenn es nur 5 Minuten am Tag ist, ist besser als gar nichts.
Bei mir ist es, in meinem Gewächshaus zu stehen und meinen Zitronenbaum zu pflegen.
Ja, voll schön, oder?
Diese Übungen sein müssen.
Genau, es gibt nämlich auch Menschen, die Dinge angreifen müssen, sich selbst zu spüren. Ja, genau. Also es können ganz simple Routinen sein, und das muss nicht sein, dass ich jeden Tag eine Stunde meditiere. Also ganz viele glauben auch, oh Gott, jetzt muss ich eine Stunde meditieren, damit ich aus meinem Stress rauskomme. Und das stimmt einfach nicht. Erstens, wenn jemand schon im Überlebensmodus ist, tut die Person sich sehr schwer zu meditieren. Das heißt, da gibt es Techniken, die viel früher, viel besser geeignet sind. Und zum anderen gibt es im Alltag Kleinigkeiten, die ich einbauen kann, die auch eine große Wirkung haben können.
Ich kann hierfür Schumann-Frequenzen empfehlen. Schumann-Frequenzen sind ja die Erdfrequenzen von unserer Erde, die 8,67 Hertz oder so. Und die haben mich damals in dieser Zeit, wo ich wirklich— ich war höchstwahrscheinlich eh im Burnout, ich habe keine Ahnung, ich habe es nie diagnostizieren lassen, Gott sei Dank. Und die haben mich da damals rausgeholt, weil die haben mich wirklich— ich bin da wirklich 10 Minuten gesessen mit den Kopfhörern und habe gesagt, okay, diese Zeit nehme ich mir jetzt, 10 Minuten von 24 Stunden. Nicht einmal das haben die meisten Menschen, ja. Und habe mir die wirklich angehört und habe gemerkt, wie mein System runterfährt.
Ich habe es tatsächlich noch nicht versucht, aber das nehme ich mir gerne mit. Schon öfter gehört und noch nie ausprobiert. Also das nehme ich mir gerne mit, das auf jeden Fall mal zu probieren.
Grenzen sind ja die Erdfrequenzgrenzen, wenn du sie hörst. Sind ja die, die immer wieder bei uns schwingen. Und wenn du sie hörst, kalibriert sich dein Körper auf diese, auf diesen Urzustand von Ruhe, von im Einklang mit der Natur zu sein. Und das ist ja der Grund, warum wir Achtsamkeit machen. Und ich gebe es zu, ich höre sie jeden Tag.
Sehr schön. Ich bin kein Mensch, der meditiert.
Ich höre ihre jeden Tag, meine Schumann-Frequenzen. Und vor allem, wenn es zu viel im Kopf wird, ist das das Beste, was ich für mich tun kann. Aber da ist ja auch jeder wieder so individuell und einzigartig, dass es ja keine allumfassende Lösung gibt.
Genau, also das merke ich einfach immer wieder auch bei meinen Kundinnen. Die eine liebt diese Boxatmung, die andere hasst die Boxatmung, weil der Atemrhythmus zu kurz ist. Ja, ich verstehe es auch total. Manche lieben diese Klopfakupressur, anderen ist sie wiederum zu aufwendig. Also man muss einfach finden, das finden, was für einen passt. Du hast vorher noch gesagt, manche haben nicht einmal diese 10 Minuten am Tag. Da wollte ich noch einhaken. Das glauben wir halt immer alle. Wir glauben immer, ich habe nicht mal diese 10 Minuten. Und wenn wir dann aber überlegen, wie oft scrollen wir 15, 20 Minuten am Smartphone, wie oft scrollen wir durch Instagram oder was auch immer, und das sind sofort 10, 15 Minuten um. Eigentlich haben wir die Zeit alle. Und wir reden uns halt immer wieder ein, ich habe es nicht. Wenn man mal bewusst schaut, was man so machen im Alltag, dann könnte man auch ganz viele Kleinigkeiten, wie soll ich sagen, Kleinigkeiten, die uns stressen, ausmerzen. Und auch das Smartphone, Social Media ist ein Faktor, der für unser System halt auch Stress bedeutet, weil einfach zu viele Informationen in unser Gehirn rattern.
Und unser Gehirn, das gar nicht verarbeiten kann, weil wir ja gar nicht für das geschaffen sind, wenn wir ehrlich sind, dass wir diese Informationsflut überhaupt— überlege mal, vor 20 Jahren, was da, ja, 15 Uhr Fernsehen schauen durfte, und heute kann ich entscheiden, ob ich mir heute die Serie anschaue oder morgen. Wenn ich sie vor 20 Jahren nicht geschaut habe, dann war ich nicht up to date. Ja, und ich glaube, dass das zwar positiv ist, aber auch nicht immer das Beste ist.
Ja, wir können halt, wir können jederzeit auf so viel Informationen zugreifen, das kann unser Gehirn eigentlich nicht verarbeiten. Und diese Reizüberflutung, die haben wir ja permanent, ob wir wollen oder nicht. Also du gehst von der Haustür raus und bist eigentlich dauerbeschallt, oder du schaltest in der Früh ja, das Radio ein und es geht los, oder du setzt dich im Bett auf und die meisten schalten das Smartphone ein oder checken die Nachrichten, es geht sofort los. Da darf man sich dann oft auch nicht wundern, dass unser System immer im Alarmmodus ist, dass es gar nicht abschalten kann.
Wie glaubst du, können wir abschalten?
Ja, das ist eine gute Frage. Ganz abzuschalten, ich glaube, das ist was, was den meisten Menschen sehr, sehr schwer fällt, und da nehme ich mich selbst auch nicht raus. Also ich bin auch ein kopflastiger Mensch, merke auch, dass ich gerne plane, gerne alles im Griff habe, und das ist viel Ablegen von alten Mustern braucht, um daraus zu kommen. Vieles ist mir schon gelungen, aber dieses ganz Abschalten, da braucht es wahrscheinlich wirklich diese bewussten Auszeiten. Und das ist wahrscheinlich auch Übungssache, dass je öfter ich das mache, dass ich sage, okay, die To-do-Liste lasse ich jetzt mal beiseite, ich lege mein Handy weg. Ich gehe einfach nur spazieren, umso leichter wird es auch. Wenn ich aber immer mein Handy zum Spazierengehen mitnehme und währenddessen schon wieder To-do-Listen checke oder Termine koordiniere, dann ist das keine Auszeit. Das heißt, ich glaube, wir müssen da einfach üben, bewusst rausnehmen, alle Reize ausschalten, soweit es geht. Immer, immer können wir natürlich nicht alles ausschalten, das ist klar. Aber zumindest diese Phasen schaffen, wo wir mal offline gehen.
Jetzt hast du gerade so ein schönes Beispiel vom Spazierengehen genannt. Wenn wir uns die Zeit nehmen würden, da sind wir wieder beim Zeitmanagement, zu spazieren zu gehen, dann wäre das ja ein Anfang, von diesem Stress wegzukommen, oder?
Toll, also es sind ja wirklich diese ersten Schritte. Und wie du schon sagst, ganz oft nimmt man sich nicht einmal für den Spaziergang die Zeit. Also es fängt immer damit an, bin ich mir wichtig genug, um mir jetzt diese Zeit zu nehmen? Denn wir alle haben gleich viel Zeit am Tag. Und das heißt ja auch so schön, Zeit hat man nicht, die nimmt man sich. Und das stimmt halt wirklich. Ich, es ist immer eine Frage, wo liegen meine Prioritäten? Ist meine Priorität, meine To-do-Liste, ist es Priorität, jetzt auf Social Media präsent zu sein und noch 5 Stories rauszuballern? Oder ist es jetzt meine Priorität, nach einem langen Tag zu sagen, okay, alles wird jetzt ausgeschaltet, ich bin jetzt dran? Und das hat auch was mit Selbstwert natürlich zu tun.
Wusstest du, dass Spazierengehen deinen Vagusnerv so stimuliert, dass du automatisch abschaltest.
Ja, das gibt sogar Studien. Ich habe jetzt keine genauen Zahlen im Kopf, aber es gibt Studien, die irgendwie schon gemessen haben, wie lange es dauert, wie lange man gehen muss oder wie lange man auch in der Natur sein muss, bis der Körper in diesen Entspannungsmodus schaltet und auch gewisse Frequenzen erreicht. Also unser Körper schwingt ja auch in Frequenzen.
Aha, nein, das habe ich sogar noch was gelernt.
Auch spannend, oder?
Das wusste ich gar nicht, weil ich nehme mir ja die Zeit jeden Tag in der Früh. Das Erste, was ich mache, wenn ich aufstehe, wir packen uns zusammen und wir gehen unsere 30 Minuten spazieren. Ich brauche das, um wirklich in der Früh in den Tag zu starten. Wenn ich das nicht mache, das ist so, dann habe ich schon was erledigt. Das ist auch ein bisschen so eine Art Belohnungssystem für mich. Dann habe ich schon was erledigt, dann kann ich es mir ja erlauben, eine halbe Stunde nur zu sitzen. Ich bin ja schon eine halbe Stunde gegangen. Wenn ich jetzt aber den ganzen— in der Früh zum Beispiel mich gleich zu meinem Tee setzen würde, dann würde ich so in den Tag reinleben und komplett die Zeit übersehen.
Und für mich ist das nur so, ja, also das Gehen bringt dich in der Früh einerseits schon in Schwung, also an der frischen Luft, also du aktivierst dich ja auch, es macht munter. Und du machst was, was du bewusst tust. Also das finde ich, ist ja voll sinnvolle Routine, so in den Tag zu starten. Die Natur beruhigt, du kommst in Schwung und du bist nicht gleich so im Außen auf Social Media, sondern halt in der Natur einfach einmal nur für—
also wir sind zu zweit mit Hund für uns und können einfach sagen, Ruhe, jetzt geht es langsam in den Tag. Wäre auch vielleicht ein super Tipp für manche, die sagen, sie nehmen sich die Zeit nicht. Die stehen dann halt eine halbe Stunde früher auf und gehen ihre kleine Runde spazieren. Es ist ja an sich nicht das Problem, von dem her machen ja viele, viele diese 5 Uhr, keine Ahnung, 5 AM Club, oder wie das Ding heißt. Sollten sich vielleicht eher in den 5-Uhr-Spaziergang-Club ändern, bringt mehr. Aber ich stehe nicht um 5 auf.
Ja, ich muss sagen, ich bin kein Fan von 5-AM-Clubs, weil es bei mir auch wirklich gegen meinen Rhythmus wäre. Also ich bin eher die Nachteule, die lange wach ist, abends noch produktiv arbeitet. Das heißt, ich bin dann in der Früh schon froh, wenn ich 6 Uhr bis 6 Uhr schlafen kann. Aber grundsätzlich, das in der Früh was für sich zu tun und nicht gleich in diesen Reaktionsmodus zu gehen, sondern noch bewusst zu steuern, was tue ich jetzt, was nehme ich auf, Ist auf jeden Fall sinnvoll, um das System nicht gleich in diesen Stressmodus fallen zu lassen.
You deserve this. Geht es ja darum, was du in deinem Leben verdient hast. Jetzt habe ich eine Frage an dich, und zwar: Was wünschst du dir für dein Leben, wenn alles gleich ist? Und wie sieht die aus?
Für mich wird Freiheit bedeuten, dass ich ja hingehen kann, wann und wo ich will. Also ich kann jederzeit entscheiden, wo ich jetzt hingehe, weil ich nicht abhängig davon bin, dass mein Arbeitgeber jetzt am Ort X sitzt und ich dort auch sitzen muss. Also zeit- und ortsunabhängiges Arbeiten wäre für mich schon ein großer Punkt an Freiheit. Und deshalb schätze ich auch das Online-Arbeiten sehr, weil das kann ich jetzt von überall aus machen. Wenn wir diesen Podcast aufnehmen, könnte ich jetzt genauso gut am Strand sitzen. Tue ich jetzt leider nicht, aber könnte ich. Und ja, Freiheit heißt für mich auch, dass, ich sage mal, die finanziellen Mittel so gut ausgestattet sind, dass ich nicht darüber nachdenke, wann ich welche Ausgaben tätige.
Glaubst du, dass Freiheit die Sicherheit geben kann?
Ich glaube, dass so, dass es umgekehrt ist. Dass es ein gewisses Maß an Sicherheit braucht, um diese Freiheit zu haben. Also finanzielle Sicherheit zum Beispiel, glaube ich, ist es jetzt mein Gedanke, ist die Basis, Freiheit leben zu können, glaube ich.
Ich habe nämlich jetzt gestern in meinem Astrologie-App zum Beispiel gelesen, dass ich ein Mensch bin, und ich habe das ein bisschen drüber reflektiert, deswegen habe ich dir die Frage gerade gestellt. Dass ich mich dann sicher fühle, wenn ich Freiheit empfinde. Das heißt ebenso, wie du gesagt hast, ich kann meinen Tag so gestalten und machen, wie ich möchte. Ich fühle mich heute sicher. Das hat nichts mit Geld am Konto zu tun oder Sonstigem, sondern das ist, ich fühle heute so, ich bin heute so, ich kann das. Wenn ich aber von, wenn mein Tag auch von anderen geplant wird, fühle ich mich gestresst.
Ich hasse es. Ja, das ergibt auch total Sinn. Also selbstbestimmt, also das ist natürlich auch noch ein wichtiger Punkt, selbstbestimmt leben zu können. Also nicht nur zu entscheiden, wann will ich wohin, sondern auch, wann tue ich was, ist für mich auch ein großer Punkt. Wann mache ich meine Arbeit? Also Freiheit heißt für mich nicht, nicht zu arbeiten, sondern zu entscheiden, wann arbeite ich. Kann ich vormittags arbeiten und ab Mittag die Zeit mit den Kindern genießen, zum Beispiel? Ich muss nicht bis 18 Uhr irgendwo am PC sitzen, während die Kinder von Oma betreut werden müssen, weil ich arbeite. Das wäre für mich Freiheit, wirklich zu sagen, ja, ich kann machen, was ich will, wann ich will und wo ich will, wenn man so zusammenfasst. Und ich glaube, da braucht es halt ein gewisses finanzielles Polster auch. Wenn ich jetzt natürlich die Vorstellung habe, ich möchte gerne mal auf den Malediven sitzen und arbeiten, dann brauche ich natürlich auch die finanziellen Mittel.
Das stimmt schon, aber finanzielle Mittel kommen ja immer dann, wenn man glücklich ist.
Ja, schließt sich auf jeden Fall der Kreis. Aber ich verstehe gut, was du meinst. Dieses Fremdbestimmtsein, glaube ich, für viele, die nicht der Typ dafür sind, ein absoluter Stressfaktor. Also wenn man merkt, ich bestimme gern selbst, ich plane gern selbst, dann ist es sicher sinnvoll, auch zu überlegen, in welchen Berufen kann ich maximal selbstbestimmt sein.
Und ich glaube auch ehrlich gesagt, dass das das Problem der heutigen Generationen ist. Denn wenn wir darüber nachdenken, dass wir alle ja gerne das tun, was wir gerne tun, da ist egal, wie lange wir arbeiten, weil wir tun das, was wir gerne machen. Aber wenn wir jetzt sagen, wir müssen das tun, dann hast du ja so einen Hintergrund, so, ja, du musst ja, das ist so Verantwortung. Ich glaube, dass das das Problem ist und dass deswegen sich auch vieles in unserer Generation, in der nächsten Generation, auch dadurch sehr, sehr viel ändern wird. Dieses Homeoffice und wann wir wo arbeiten wollen, funktioniert ja eigentlich ganz recht gut, wenn die Menschen diszipliniert genug dazu sind. Und das ist das Problem.
Ja, ich glaube sowieso, dass diese jüngeren Generationen Arbeit ganz neu denken und leben wollen. Und das ist doch noch viel mehr Offenheit auch von den Betrieben braucht, wenn sie Angestellte gewinnen wollen. Einfach mehr ja mehr Vertrauen in die Mitarbeiter zu stecken, dass die ihre Sache schon machen, aber das eben zu Hause erledigen oder vielleicht sogar wirklich irgendwo keine Ahnung.
Genau. Nein, ich meine, es geht ja nicht für jeden Beruf. Das ist mir schon bewusst.
Ja.
Ich kann es nicht beim Spaß. Ja, die geht halt keine Arbeit, wir machen das von zu Hause, ist mir schon klar. Aber da geht es wirklich um innovative Berufe, die fortschrittlich sind, die weit sind. Wer weiß, ob wir irgendwann überhaupt Verkäufer haben, ob wir nicht einen 24/7-Store haben, der einfach dann befüllt wird. Wir werden sehen.
Aber um das geht es ja gar nicht.
Und zwar, du hast gesagt, das Einzige, was du in deinem Leben erreichen möchtest, ist Freiheit. Und wie du das definierst, welche Ziele hast du trotzdem noch?
Freiheit ist das Hauptziel. Also ich glaube, da hängt für mich viel drinnen, also da hängt alles dran, ja. Also Freiheit und Selbstverwirklichung würde ich sagen, sind so die Hauptziele für mich, und da hängen halt so Unterziele dran. Also wie schon gesagt, Freiheit bedeutet für mich diese finanzielle Unabhängigkeit, arbeiten wann und wo ich will. Mehr Zeit mit den Kindern haben zu können. Selbstverwirklichung heißt für mich, einer Arbeit nachzugehen, wo die mir mehr Energie gibt, als sie mir aussaugt. Das spüre ich in meinen 1:1-Begleitungen. Das ist einfach das, wo ich mich auflade. Da kann ich einen noch so schlechten Tag haben, bevor ich in diese Session gehe. Sobald ich da drinnen bin, ist es, ist mein Energielevel sofort ein anderes, und danach auch. Das ist für mich immer so ein Zeichen, dass man eine Arbeit auch liebt, wenn es einem mehr Energie gibt, als sie einem zieht. Und das ist das Ziel im Leben, ist für mich schon, ja, dauerhaft eine Tätigkeit zu haben, die mir diesen Sinn gibt, die mir diese Energie gibt, wo es sich nicht nach Arbeiten anfühlt.
Und welchen Meilenstein möchtest du jemals erleben, wenn du jetzt an diese Freiheit denkst?
Also für mich ist es schon ein Meilenstein, die Vorstellung, ich bin vielleicht mit der Familie über Monate weg am Meer irgendwo und arbeite. Ja, das wäre so ein Wunsch auf jeden Fall, oder ein Ziel. Ich will gar nicht sagen Wunsch oder Traum, sondern es ist wirklich ein Ziel zu sagen Wir können mal im Sommer— wir sind natürlich an die Schule gebunden, mein Großer ist schon schulpflichtig, das heißt, es stellt sich ja nicht die Frage, ob man das ganze Jahr irgendwo am Meer leben, weil auswandern möchte ich jetzt auch nicht. Aber im Sommer wirklich 2 Monate durchgehend am Meer zu wohnen, und da arbeite ich dann vielleicht trotzdem ein paar Stunden, das wäre so ein Traum. Und was ich auch immer schon im Hinterkopf habe, lustigerweise seit meiner Jugend schon, dass ich mal ein Buch schreibe. Ich weiß noch nicht mal, über was genau, ob das erst ein Ratgeberbuch zum Thema Mentaltraining, Mindset ist, oder ob das irgendwann ein Roman wird. Ich habe keine Ahnung, aber ich hatte den Gedanken wirklich schon mit 14, dass ich mal ein Buch schreibe.
Das ist spannend, so wie ich schon seit meinem 4. Lebensjahr weiß, dass ich auf große Bühnen gehen muss. Spannend.
Ja, ja.
Ich hatte es mit 4 oder 5 Jahren. Ich war letztes Jahr ja schon auf einer Bühne und ich priorisiere das auch. Aber ich habe wirklich mit 4 oder 5 Jahren hatte ich so den Traum, einen Traum, dass ich auf einer riesengroßen Bühne stehe und diese Bühne ist so ein Stadion, so auf die Art, und ich stehe dort und erzähle den Menschen, wie sie das machen können, was sie schon immer machen. Habe ich sehr, sehr lange wirklich verdrängt. Also ja, ja, deine Träume, blablabla. Aber vor 3 Jahren ist das wieder so hochgepoppt und so, verfolge das.
Und das mache ich jetzt.
Ja, finde ich, wenn man mich diese Frage stellt, sage ich, ich muss auf die großen Bühnen der Welt und andere Menschen zeigen, wie sie ihr Leben leben können, ganz einfach individuell, so wie sie selbst sind.
Finde ich voll schön. Ich glaube, das ist oft so, dass wir Träume haben und irgendjemand sagt dann, geh komm, was willst du überhaupt? Und dann übernehmen wir das so, gerade wenn uns das als Kindern immer wieder gesagt wird, geh komm, das geht ja gar nicht. Also wenn er jetzt sagt, Astronaut sein, sage ich ja, du kannst alles schaffen, was du dir vornimmst. Weil ich ihm sagen will, ich will ihm nicht mein Weltbild überstülpen, mit dem ich sage, ja, Astronaut ist bei uns schwierig, wir wohnen in Österreich und ich glaube eher nicht. Aber ich denke, alles ist möglich, wenn man kontinuierlich darauf hinarbeitet und auch bereit ist, dafür die Extrameile auch manchmal zu gehen. Und wenn es nur kleine Schritte täglich sind, die ich in Richtung eines Ziels mache.
Das Ziel kann sich ja noch ändern, kann ja, ist ja nicht, dass weil ich das entschieden habe, das noch, dass ich das jetzt entschieden habe, kann ja nicht sein, dass das jetzt mein Lebensziel ist. Es kann sich ja immer wieder ändern, aber das Grundziel wird immer das sein. Wir immer schon haben wollten. So sehe ich das. So, genau. Ich habe noch eine Frage an dich, weil du recht zeitgebunden bist.
Alles gut, also wir haben schon noch ein paar Minuten, das ist nicht so stressig.
Ja, die Antwort wird länger, das weiß ich jetzt. Okay, wenn du heute alles haben könntest, was du in deinem Leben haben würdest, also wenn alles für dich möglich ist, was du möchtest, du auf kein Geld keine Ressource, auf nichts achtgeben müsstest, wie würdest du leben?
Sehr gute Frage, wirklich sehr gute Frage. Also ich stelle mir manchmal so ähnliche Fragen, wenn man so drüber philosophiert. Ja, was würdest du machen, wenn du jetzt paar Euromillionen gewinnst? Weil dann bist du ja automatisch auch von Ressourcen unabhängig, sage ich mal. Dann kannst, könntest du dir alles kaufen, also Wenn man dann auch davon ausgeht, man ist gesund und es geht einem gut, weil das ist ja das Wichtigste mal als Voraussetzung, dann ist es wirklich, puh, was würde ich machen? Ich glaube, dass ich ganz vielen Dingen nachgehen würde, wo man jetzt halt auch so sagt, dafür habe ich jetzt gerade keine Zeit. Und das wäre vielleicht, ja, Klavierspielen zu lernen, sowas Banales. Wo würde ich leben? Wie würde ich leben? Ich wäre wahrscheinlich Ich hätte wahrscheinlich sogar mehrere Wohnsitze, wenn ich von Ressourcen ungebunden wäre. Also, denn ich bin jetzt nicht die, die sagt, sie muss jetzt komplett auswandern und ich möchte jetzt in Miami leben für immer, das ganze Jahr über. Aber ich stelle mir das schon so vor, dass ich dann einen Teil der Zeit irgendwo am Meer verbringe und den anderen Teil des Jahres irgendwo, ja, in der Heimat. Das könnte ich mir gut vorstellen, also zu pendeln zwischen Wohnsitzen Ja, und wirklich den ganzen Tag so. Also wahrscheinlich wäre man da, wäre ich da zuerst einmal lange Zeit so unterwegs, dass ich einfach einmal hineinlebe in den Tag und wirklich nur das tue, wonach mir gerade der Sinn steht. Also vermutlich kommt dann ein Zeitpunkt, wo man sagt, okay, jetzt habe ich genug von diesem in den Tag hineinleben, und jetzt hätte ich gern wieder mehr Struktur. Und das habe ich dann wieder einen geregelten Ablauf. Aber ich kann mir vorstellen, dass es eine lange Zeit so wäre, dass man einfach sagt, man lebt so hinein. Aber man muss halt auch bedenken, ich habe keine Kinder und man kann sich aus dem System nicht ganz rausnehmen. Könnte, ja, man kann die Kinder auch selbst beschulen, das habe ich nicht vor. Ja, das wäre eine Option. Aber solange man im Schulsystem bleiben möchte, hat man ja trotzdem gewisse Tagesabläufe und ist an das gebunden. Wenn es— ich wüsste ehrlich gesagt jetzt nicht, ob ich dann so weit wäre, dass ich sage, die Kinder kriegen einen Privatlehrer und wir chatten um die Welt, weil das wäre schon auch so ein Ziel, natürlich so viel wie möglich von der Welt zu sehen. Und wenn wir jetzt sagen, du hast nicht einmal Kinder, okay, warum sollen wir uns in diese Theorie begeben oder in diese Vision?
Einfach nur so, weil man nur so herausfindet, dass man wirklich will.
Die Kinder, die habe ich ja natürlich auch bewusst bewusst bekommen.
Also die waren jetzt auch schon, hätte ich keine Kinder, und ich müsste auch, würdest du auch so leben, wie du gerade gesagt hast, wenn du dann keine Kinder hättest? Wenn ich keine Kinder hätte, erwachsen sind, sagen wir so, wenn deine Kinder schon erwachsen werden.
Okay, damit kann ich leichter mitgehen, wenn die Kinder erwachsen sind, und ich bin quasi meine Ressourcen sind gesichert, würde ich wahrscheinlich wirklich die meiste Zeit des Jahres irgendwo in Miami leben, in einer Villa am Strand. Und vielleicht, das kann ich mir gut vorstellen, in Miami zum Beispiel dort irgendwelche so Achtsamkeits- und Mental-Health-Retreats anbieten am Miami Beach, oder in einer Strandvilla wird es dann Retreats geben. Coole Workshops mit anderen Expertinnen. Also sowas würde ich wahrscheinlich trotzdem machen, weil ich kann mir nicht vorstellen, dass ich jetzt, ich weiß nicht wie viele Jahrzehnte lang, einfach nur alleine in einer Villa am Strand lebe und das Leben quasi Party mache. Weil irgendwie dieses anderen was mitzugeben, das ist schon was, was glaube ich in mir drinnen verankert ist. Mit Menschen zu arbeiten generell ist Ist wahrscheinlich ein Grundbedürfnis von mir.
Das ist eine Mentoringfrage von mir.
Warte mal ganz kurz, ich stecke mal den Akku an, weil sonst ist das Licht zu schlecht. Das schneidest du jetzt eh raus, gell? Ja, ja. Ich habe vorher vergessen, dass ich den Akku noch mal anstecke, und jetzt schaltet sich das Licht gerade dunkel. So, jetzt passt es wieder.
Das ist eine typische Mentoringfrage von mir. Das ist eine typische Mentoringfrage von mir. Und da sind schon die witzigsten Sachen rausgekommen, weil die meisten Menschen sich noch nie über das Gedanken gemacht haben. Also es ist lustig, weil da beschäftige ich mich zum Beispiel monatlich, ob das, was ich will, wirklich das ist, was ich will, ganz ungebunden von dem, was ist. Weil das ist ja das Ziel, das ich eigentlich habe. Ich möchte ja dann genau das. Und natürlich binde ich auch meine Kinder in meine Wahl ein. Aber wenn sie jetzt aber nicht da sind, dann muss ich ja trotzdem schauen, was tut mir gut. Und das mit den Workshops und mit den Retreats, genau um das ist es dann eigentlich gegangen, ob du das dann wirklich machst oder ob du das nur jetzt machst, um dorthin zu kommen. Weil ich habe schon viele Coaches gehabt, die mir dieses, also die ich, also die ich diese Frage gestellt habe, und bei denen ist dann rausgekommen, dass sie das gar nicht machen wollen, was sie eigentlich jetzt machen.
Spannend. Ja, das habe ich nicht. Am Schirm gehabt, dass du darauf hinaus willst, ob ich quasi auch—
weil wenn ich 24 Stunden habe, kann ich am Anfang natürlich die Welt bereisen, das ist natürlich ein Spaß, aber irgendwann geht dir das am Arsch vorbei. Also was machst du dann? Genau, ich habe jetzt 10 Millionen Euro am Konto und ich habe 3 Wohnsitze auf der ganzen Welt. Was tue ich den ganzen Tag? Ich kann nicht den ganzen Tag in einem Wellness-Spa sitzen und den ganzen Tag Kaffee trinken gehen.
Das Ich würde mir wahrscheinlich im ersten Schritt wirklich das um die Welt reisen und mich um eine persönliche Entwicklung kümmern nehmen. Das ist die Zeit dafür. Wahrscheinlich würde ich auch mal in einem Schweigekloster für einen Monat sein. Das wäre cool, die einfach so nicht möglich sind. Das würde ich ganz bestimmt tun. Aber wie du schon sagst, dieses Arbeiten mit Menschen ist was, ich glaube, das Das geht nicht weg. Das ist bei mir jetzt nicht, ich mache das natürlich, mache ich es jetzt, um Geld zu verdienen, aber ich habe mich bewusst damals auch für ein Studium im Sozialbereich entschieden, in dem Wissen, dass es nicht der bestbezahlte Bereich ist. Also es ging mir eigentlich schon damals mit 19 Jahren so, dass ich gewusst habe, ich kann jetzt nicht BWL studieren, weil da werde ich jetzt nicht glücklich, auch wenn ich dort besser verdienen würde. Also das Arbeiten Bitte?
Ist glaube ich heutzutage auch nicht mehr so.
Ja, ja, das mag sein.
Wie viele BWL-Studenten gibt es denn heute?
Ja, ja, zu viele.
Deswegen, was ist es immer? Kommt immer nach Angebot und Nachfrage. Ja, ich danke dir für dieses wunderschöne Gespräch.
Ich danke dir.
Wusste gar nicht, dass das so ausgeht. Ich auch nicht. Es ist immer eine wunderschöne Freude zu hören, wie sich diese Gespräche entwickeln. Denn ich hasse nichts mehr wie bei Gesprächen Strukturen. Das darf so fließen, das darf so funktionieren. Hast du jetzt noch ein paar Worte, die du den Hörern mitgeben möchtest?
Schaut gut auf euch! Also ihr selbst seid eigentlich die wichtige Ressource, die ihr habt, egal ob ihr selbstständig seid, Unternehmerinnen seid, Angestellte, Arbeiter. Wenn ihr nicht gut auf euch schaut, wer soll es dann tun? Wenn es euch nicht gut geht, kann es auch eurer Familie nicht gut gehen. Also schaut gut auf euch selbst.
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