Anatomie des Latissimus | Training für einen breiten Rücken | 2022

YouTube tutorial (OTL - Online Trainer GmbH) explaining the anatomy and function of the latissimus dorsi and translating that anatomy into training advice for a broader back. The speaker identifies the muscle's insertion (intertubercular groove of the humerus) and multiple origins (from T7 spinous process, thoracolumbar fascia, sacrum, iliac crest, inferior scapula, ribs 9–12), describes fiber directions (transverse and ascending), and its main actions at the shoulder: adduction, retroversion/extension, and internal rotation. Training takeaways: include both vertical (lat pulldown/pull-up) and horizontal (rowing) pulls and vary grip width and hand position to emphasise different fiber regions; trapezius contributes to back thickness rather than width.
Moin Sportfreunde, in diesem Video soll es zum einen um die Anatomie des Musculus lacissimus dorsi gehen, also um den breiten Rückenmuskel, welcher typischerweise für diese V Form zuständig ist, wenn er denn eben gut ausgeprägt ist. Und zum anderen geht es dann darum, was ich denn im Training eigentlich beachten muss und einen breiten Rücken zu entwickeln. Also schauen wir uns erst einmal genauer Ansatz, Ursprung und die Funktion des Muskels an, weil wir daraus dann wieder ableiten können, welche Bewegung der Muskel eigentlich verursacht und welche Übungen wir machen müssen, um den Muskel optimal zu beanspruchen. Und zwar der Ansatz des Muskels ist hier oben, das habe ich mit dem lilanen Tape markiert, der Oberarmkopf auf der Innenseite, genauer gesagt ist es die Zwischenhöckerrinne des Humeruskopfes. Und wie gesagt, wichtig da ist eigentlich nur zu wissen, dass es eben hier am Oberarm ist und dass er dementsprechend hier eine Wirkung auf das Schultergelenk hat und dies bewegt. Wenn wir da jetzt mal genauer reinschauen, das habe ich mit dem orangenen Tape markiert, wir hier die Ursprünge. Zum einen entspringt er hier ab dem siebten Brustwirbel am Dornfortsatz und läuft dann hier die ganze Wirbelsäule entlang, geht über hier in die thorakolumbale Faszie und hier auch in das Kreuzbein. Von da aus hat er dann hier auch einen Ursprung bis zum Darmbeinkamm. Und hier oben sieht man auch nochmal das orangene Tape, hier ist es nämlich das Schulterblatt hier unten und und die neunte bis zwölfte Rippe ist auch ein Ursprung des Latissimus. Von da aus haben wir dann zum einen hier die querverlaufenden Fasern, die etwas weiter oben sitzen und hier weiter unten die Fasern, die mehr aufsteigen. Das müssen wir nämlich auch schon mal im Hinterkopf behalten für das Training und für den Aufbau des Statissimus dorsi. Wenn wir jetzt wissen, wie der Muskel verläuft, wissen wir dann eben auch, welche Funktion er hat, weil ein Muskel oder das Gelenk bewegt sich immer nur, indem der Muskel kontrahiert, sich also zusammenzieht. Und wenn der Muskel sich jetzt hier zusammenzieht, haben wir verschiedene Bewegungen, vor allem eben im Schultergelenk. Das schauen wir uns jetzt einmal auf der anderen Seite an. Um die Funktion des Musculus lacissimus dorsi zu veranschaulichen, habe ich hier nochmal ein Gummiband angebracht. Ein Gummiband kann man tatsächlich ganz gut mit dem Muskel vergleichen, weil es sich eben auch auseinander ziehen lässt, also dehnbar ist und sich danach wieder zusammenzieht. Und ein Muskel kann ja auch eben kontrahieren, also sich zusammenziehen. Das ist ja dann die konzentrische Phase in einer Übung und und eben auch auseinanderziehen werden mit dem Muskel beispielsweise dehnen oder in der exzentrischen Phase bei einer Übung. Und wenn wir jetzt einmal schauen, was passiert, wenn der Muskel sich zusammenzieht, das ist ja die Kontraktion, welche Bewegung er dann verursacht, sehen wir hier zum Beispiel, alles klar, jetzt ist das Gummiband gespannt, also gedehnt und jetzt zieht es sich zusammen, also der kontrahiert und nicht für den Arm seitlich ran. Das wäre beispielsweise hier die Adduktion. Das ist im Grunde genommen genau die Bewegung, die ich dann tatsächlich beim Latzug mache. Also wenn ich jetzt hier oben die Stange greife quasi und den Arm seitlich ranführe, sehe ich hier, wie vor allem diese Fasern beansprucht werden und ich den Arm seitlich ranführ. Das heißt, hieraus kann ich schon mal ableiten beim Training des Lattzugs, dass ich vor allem darauf achten sollte, wenn ich diese Adduktion ausführe, dass ich den Ellbogen entsteht am Körper halte und quasi versuche hier eben seitlich ranzuziehen und jetzt nicht irgendwie besonders nach hinten weg führe. Das wäre nämlich eher die Funktion der Retroversion. Das heißt, wenn ich den Arm hier nach hinten ziehe, sehe ich, ah OK, das Gummiband zieht sich hier zusammen, wie es dann zum Beispiel bei der Übung Rudern wäre. Da kann ich aber eben deutlich besser diese Funktion ausnutzen, also die Funktion der Retroversion, dass ich den Arm nach hinten führe. Das sind so die zwei Hauptbewegungen, die der Latissimus macht. Darüber hinaus arbeitet er aber auch in die Innenrotation. Das heißt, wenn wir hier das Schultergelenk bewegen und nach innen rotieren, arbeitet der Muskel quasi auch an dieser Bewegung mit. Darüber hinaus wird der Muskel aber auch beansprucht und trainiert, wenn ich beispielsweise hier oben den Arm fixiert habe, wie beim Klettern und mich hochziehe und den Oberkörper quasi heranführe. Ein anderes Beispiel wäre eben der Klimmzug, wo ich den Oberkörper hier den Arm annähere. Das ist eben auch eine Funktion des Latissimus. Aufgrund dieser verschiedenen Funktion wird der Muskel manchmal auch Schürzenmuskel genannt oder Schürzenbinder genannt, weil wenn ich mir jetzt hier hinten quasi eine Schürze binde, dann übe ich all diese Funktionen aus, dass ich zum einen die Adduktion habe, zum anderen die Retroversion und die Innenrotation. Darüber hinaus ist ganz interessant zu wissen, dass der Latissimus dorsi, ist ja ein sehr großer, flächiger Muskel, an sich alle anderen Rückenmuskeln überdeckt, bis auf den Trapezius, der hier oben ist, welcher wiederum mehr für die Rückendichte zuständig ist und der Latissimus, wie der Name eben sagt, für die Rückenbreite. Gut, wenn wir jetzt einmal wissen, welche Funktion der Muskel hat, gilt es dies dann eben im Training zu berücksichtigen. Ich habe ja gerade schon gesagt, wir haben einmal die Bewegung der Adduktion, was wir mit dem Lattzug oder mit dem Klimmzug sehr gut trainieren, sowie eben die Retroversion des Arms, also das nach hinten führen, was wir beispielsweise mit dem Rudern gut trainieren. Das ist schon mal die Hauptaussage. Das heißt, wir sollten eine horizontale Ruderbewegung haben und eine vertikale Zugbewegung, also einmal in dieser Ebene und einmal in dieser Ebene. Darüber hinaus habe ich ja, wie man hier auf der Seite sieht, noch verschiedene Faserverläufe. Das wird jetzt ein bisschen detaillierter, aber wenn wir uns das Ganze nochmal anschauen, sehen wir hier, dass wir vor allem diese aufsteigenden Fasern hier unten haben und mehr quer verlaufende Fasern auf der Seite haben. Im Optimalfall beanspruche ich jetzt auch wieder alle Faserverläufe und kann das eben etwas fokussieren, wenn mein Ziel wirklich ist, dass ich einen optimal ausgeprägten Latissimus haben möchte. Das heißt, das richtet sich jetzt eher mehr an ambitioniert Trainierende. Demnach, wenn ich jetzt wieder hier auf diese Seite schaue, zum Beispiel wenn ich den Latzug mit einem breiten Griff mache oder auch Klimmzug, die Bewegung ist ja an sich sehr ähnlich, und den Arm hier so seitlich ranführe, hier oben die Stange greife, dann sind es eben eher mehr diese Fasern, weil ich ja den Arm hier also seitlich ranführe, Das heißt, das ist hier so die Zugrichtung, das heißt, diese Fasern hier werden mehr beansprucht, wenn ich jetzt zum Beispiel den breiten Griff habe mit der pronierten Handstellung. Wenn ich jetzt beispielsweise aber beim Lattzug oder beim Klimmzug etwas enger greife und eine neutrale Handstellung habe, also beispielsweise eben so den Klimmzug ausführe, dann sehen wir, wenn wir die Bewegung ausführen, ziehen wir ja den Ellbogen so zu uns heran. Das heißt, wir haben mehr die Beanspruchung auf den Fasern, die hier nach oben laufen. Das heißt, da kann ich wirklich unterschiedlich auch den Fokus setzen und die Faserläufe unterschiedlich beanspruchen. Demnach sollte ich das auch ab und zu mal variieren und im Training anpassen und berücksichtigen, dass ich die quer verlaufenden, aufsteigenden Fasern beide anspreche und so dann eben optimal das Ganze im Rückentraining berücksichtige. Gut, ich hoffe du konntest einiges aus dem Video mitnehmen. Zusammengefasst halten wir noch einmal fest, dass du in deinem Rückentraining vor allem einmal eine vertikale und eine horizontale Zugbewegung einbauen solltest, zum Beispiel das Rudern und den Latzug und vor allem beim Lattzug oder Klimmzug auch mal die Griffposition variieren solltest, um eben die verschiedenen Faserläufe zu beanspruchen. Und beachte, dass eben der Latissimus dorsi, der breite Rückenmuskel, vor allem für die Rückenbreite zuständig ist. Wenn es aber auch darum geht, die Rückentiefe zu verbessern, dann ist eben vor allem der Trapezius relevant. Den werde ich euch noch in einem anderen Video vorstellen. Dies soll es an dieser Stelle erstmal gewesen sein. Ich hoffe, dir hat das Video gefallen. Lass gerne ein Abo da, kommentiere, wenn du noch Fragen hast, wenn du Vorstellungswünsche für andere Muskeln hast und dann wünsche ich dir viel Erfolg im Training.
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