Anatomie + Training von Bizeps und Trizeps

A German-language instructional video (OTL - Online Trainer GmbH) explaining the anatomy and training of elbow-related muscles. The speaker details the biceps brachii (two heads: long and short; origins at coracoid process and supraglenoid tubercle; insertion on the radius — enabling elbow flexion, forearm supination, and minor shoulder anteversion) and the triceps brachii (three heads: long, lateral, medial; origins on scapula and humerus; insertion on the olecranon — primary elbow extension with the long head contributing to shoulder retroversion/adduction). The speaker also notes supporting muscles (brachialis, brachioradialis) and gives practical training advice (combine flexion + supination + slight anteversion for biceps; vary elbow position/angle to emphasize different triceps heads).
Kommen wir nun zu den Muskeln, die eine primäre Wirkung auf das Ellbogengelenk haben. Da hatten wir am Anfang schon als Beispiel einmal kurz den Bizeps brachi angerissen und den schauen wir uns jetzt nochmal genauer an. Wie der Name schon sagt, Bizeps, haben wir hier zwei Köpfe. Das habe ich versucht einmal hier mit dem Gummiband mit der Aufteilung zu verdeutlichen. Der lange Kopf zieht hier nämlich quasi über den Oberarmknochen ins Schulterdach rein und der kurze Kopf läuft hier aber auch ins Schultergelenk. Das heißt, wir haben vom Ursprung einmal hier den Rabel Schnabelfortsatz und das Knochenhöckerchen hier im Schultergelenk. Von dort aus zieht der Muskel einmal hier runter und hat seinen Ansatz hier unten an der Speiche, genauer gesagt die Speichenbeinbruch. Wir haben nämlich hier im Unterarm zwei Knochen. Hier oben ist es die Speiche, hier unten die Elle. Wir sehen dann eben auch ganz gut, welche Funktion der Muskel hier jetzt hat. Und zwar, das ist die Hauptbewegung, kennt man ja auch aus Übungen aus dem Fitnessstudio. Wenn ich den Arm beuge, also die Flexion im Ellbogengelenk, trainiere ich hier den Bizeps. Das ist so die Hauptfunktion, die der Muskel eben ausführt. Darüber hinaus kann er aber auch in die Supination arbeiten, das ist ja diese Bewegung. Das heißt, das lässt sich wahrscheinlich nicht ganz so gut erkennen. Aber ihr könnt erahnen, wie der Muskel hier eben auch gespannt wird, wenn ich den Arm hier nach außen drehe. Also die Supinationsbewegung macht der Bizeps auch. Das sind so seine beiden Hauptfunktionen. Aber da er wie gesagt ja auch bis ins Schultergelenk hier rein läuft, also es ist ja auch ein zweigelenkiger Muskel, demnach hat er auch eine Funktion auf das Schultergelenk. Das wäre zum einen die Anteversion. Also ihr seht auch, wenn ich den Arm hier nach vorne führe, sorgt das hier für eine Spannungsveränderung. Das heißt, der Muskel arbeitet da etwas mit und hat auch noch zusätzlich weitere Funktionen aus Schultergelenk. Aber die sind eher zu vernachlässigen, weil es wie gesagt nur zu einem sehr geringen Ausmaß der Fall ist. Aber das Wissen kann man sich auch wieder zunutze nehmen, um dann zu überlegen, wie ich den Bizeps denn gut in der Trainingspraxis trainieren kann. Weil aus der Schlussfolgerung jetzt wissen wir, dass es sinnvoll ist, eine Übung zu haben, wo wir natürlich den Arm beugen, aber auch gleichzeitig zum Beispiel mit der Hantel die Supination ausführen. Und wenn wir sogar eine leichte Anteversion machen, also den Arm seitlich auch noch mit anheben, trainieren wir damit auch unseren Bizeps. Das heißt, so hätten wir drei Funktionen des Bizeps in einer Übung integriert und würden ihn so gesehen sinnvoll trainieren. Der Gegenspieler, also Antagonist zur Musculus biceps brachi ist der Trizeps brachi und der Trizeps brachy heißt eben Trizeps, weil dieser drei verschiedene Köpfe hat. Wir haben nämlich einmal den Caput longum. Ich habe das versucht so mit drei verschiedenen Gummibändern einmal zu visualisieren. Wir haben den Caput laterale, der eben etwas mehr außen liegt und den Caput mediale, der etwas mehr hier innen liegt. Das Besondere ist jetzt, dass einer von den drei Köpfen, nämlich der Caput longum, hier oben am Schulterblatt seinen Ursprung hat. Das heißt, der zieht hier so halb über das Schultergelenk rüber und und die anderen beiden haben ihren Ursprung aber jeweils am Oberarmknochen, genauer gesagt einmal medial und einmal lateral am Oberarmschaft. Von dort aus ziehen aber alle hier zum Ansatzpunkt. Das wäre demnach der Hagfurtsatz der Elle, logischerweise die Elle und nicht die Speiche, weil wir jetzt ja die entgegengesetzte Funktion auch haben. Das heißt, der Muskel hat die Hauptbewegung, wenn wir uns das hier seitlich wieder anschauen, den Arm jetzt nicht zu beugen, sondern zu strecken, also hier den Arm in die Streckung zu führen. Auf Latein wäre das die Extension im Ellbogengelenk. Das ist die Hauptfunktion des Trizeps. Aber dadurch, dass wie gesagt, der lange Kopf seinen Ursprung hier am Schulterblatt hat, wirkt er demnach auch noch unterstützend in weiteren Bewegungen. Das wäre nämlich zum Beispiel die Retroversion, könnt ihr euch denken, weil der Muskel hier oben ja entspringt, hier runter läuft und deswegen auch diese Bewegung etwas unterstützt oder auch das Ranführen beispielsweise. Das wären einige der Bewegungen, wo der lange Kopf noch unterstützt. Aber man sollte sich eben hauptsächlich merken oder festzuhalten ist, dass der Trizeps hauptsächlich den Arm streckt und so trainieren wir ihn auch am besten. Und wir können natürlich auch den Fokus auf die unterschiedlichen Köpfe mal etwas mehr betonen, mal etwas weniger. Das hängt dann damit zusammen, wie wir unseren Ellbogen bei bestimmten Übungen positionieren, ob wir den über den Kopf nehmen und den Arm strecken, ob wir den seitlich neben dem Körper halten. Das heißt, da hat dann der jeweilige Kopf eine unterschiedliche Ausgangslänge und das spiegelt sich dann auch in dem Kraftverhalten des Muskels wieder. Also je nachdem, wie stark der Muskel schon in seiner Ruheposition gedehnt ist oder nicht, kann er eben mehr oder weniger Kraft dazu beitragen. Das heißt, wenn man die unterschiedlichen Köpfe unterschiedlich stark fokussieren will, bietet es sich an, verschiedene Variationen dort im Training des Trizeps mit einzubauen. Dann haben wir noch einige weitere kleinere Muskeln, die auf das Ellbogengelenk wirken. Die stelle ich euch jetzt aber nicht nochmal extra mit dem Gummiband vor, weil es wie gesagt eher kleinere Muskeln sind, die unterstützend bei den Bewegungen arbeiten und wir me auch gar nicht isoliert trainieren können, sondern die eben mitarbeiten. Das wäre zum Beispiel nämlich der Musculus brachialis, der Oberarmmuskel auch genannt, der den Bizeps einfach unterstützt in der Flexion im Ellbogengelenk, also hier die Beugung auch absolviert. Der hat nämlich seinen Ursprung vereinfacht ausgedrückt hier unten am Oberarm und läuft dann hier auch einmal rüber über das Ellbogengelenk logischerweise und setzt an der Elle an. Genauer ist das nochmal im Skript beschrieben, aber das reicht eben zu wissen, dass dieser diese Bewegung auch noch ausführt. Das heißt, wenn wir den Bizeps trainieren, zum Beispiel mit Curls, dann trainieren wir auch immer den Brachialis mit. Ein weiterer kleiner Muskel, der auch immer mit trainiert wird, wenn wir den Bizeps trainieren, ist der sogenannte Musculus brachioradialis. Der Brachioradialis heißt auf Deutsch auch Oberarmspeichenmuskel.
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