Haltungsmuster | Bewegungs- und Haltungsanalyse | Personal-Trainer-Ausbildung OTL

This is a German-language instructional YouTube video from OTL introducing posture/movement analysis for personal trainers. Speakers explain core alignment principles (ideal: joints stacked so gravity is borne through the skeleton), how common deviations (forward hips, hyperextended knees, flattened/arched spine, rounded shoulders) change loading, and the simple corrective rule: strengthen muscles that are overstretched and stretch tissues that are shortened/compressed. Practical assessment cues progress feet→knees→hips→spine→shoulders and a toolbox of interventions (rolling, stretching, mobility flows, strengthening, fascia work) is recommended. The video ends with a link to a free demo area containing further videos, scripts and mini-tests.
Herzlich willkommen auf dem Kanal der Online Trainerlizenz. Hier möchten wir dir heute einen kleinen Einblick in unseren kostenlosen Demobereich geben.
Wir haben gelernt, wenn der Kunde perfekt dasteht, dann stehen alle Gelenke übereinander, der Druck ist verteilt und somit ist der Kunde stabil. Er arbeitet gegen die Schwerkraft. Wenn der Kunde nicht stabil ist, sondern quasi so dasteht und die Schwerkraft wirkt von oben, dann wird ja immer mehr gestaucht und und das gibt Probleme in den Gelenken, weil sie gestaucht werden, weil einfach mehr Druck da ist. Ganz einfach so weit. Generell stellen wir das fest, dass die Gelenke ein bisschen gestaucht werden, aber derjenige bewegt sich perfekt, hat eine gut ausgeprägte Muskulatur, hat keine Probleme, dann ist das nichts weiter wie ein Risikofaktor, den wir als Trainer weiter beobachten sollen. Und in dieses Haltungsmuster sollten wir auch nicht weiter rein trainieren. Das heißt, wenn schon jemand so dasteht, zwar keine Nackenprobleme oder ähnliches hat, die Schultern sind so weit vorne, dann machen wir nicht Bankdrücken bis zum Abwinken und Dips und was weiß ich nicht alles, sondern wir achten auch darauf, dass wir gleichmäßig trainieren und den Körper auch aufrichten, dass wir ihn vielleicht ein bisschen da rausholen und den Risikofaktor minimieren. Okay, wenn wir das haben, wir stellen fest, derjenige steht nicht im Lot, sondern die erste Sache die Hüfte geht nach vorne, die Knie sind durchgedrückt und der Rücken geht relativ gerade zurück. Dann haben wir hier so einen Bogen. Dann heißt es, für das, was überdehnt ist, müssen wir kräftigen und das, was gestaucht wird, müssen wir dehnen. Wie wir das machen, ist völlig egal, das könnt ihr selber überlegen. Was sind Methoden? Wo bringe ich diese Zuglinie, die hier quasi nicht mehr, die keinen Zug mehr hat, wie bringe ich die wieder auf Zug? Ich beug mich nach vorne. Also alles, was mich in diese Richtung bringt. Andersrum steht derjenige relativ gerade da, die.
Hüfte, als ob ich hier so einen Knoten habe.
Das könnt ihr auch mit der Hose machen.
Ihr macht hier einfach einen Knoten in die Hose und ihr versucht euch jetzt zu strecken.
Ihr steht ja immer noch so da. Wie korrigiert ihr? Ihr korrigiert auch wieder mit diesem Hohlkreuz und jetzt überstreckt ihr die Brustwirbelsäule, um nach oben zu kommen. Was macht ihr? Wo ist das Problem? Der Knoten ist in der Hüfte, das heißt ich muss ihn öffnen, das heißt, dort muss ich versuchen eine Dehnung reinzubekommen und in der Lendenwirbelsäule, wo die Verkürzung ist, muss ich versuchen über die Bauchmuskulatur, über den Gegenspieler auch wieder einen Zug reinzubekommen. Und das ist im Prinzip alles, was ich erstmal verstanden haben muss. Und dann kann ich meinen Koffer aufmachen, wo hunderte von Werkzeugen drin sind, Massagerollen, irgendwelche, ich nenne es jetzt mal Schaber, wo ich halt die Sensormotorik erhöhe, Kettlebells, Langhanteln, Mobility flows, was ihr wollt und kann dann gucken, okay, wie kriege ich denjenigen aus dieser Position und wie ihr das im Endeffekt erreicht, worauf ihr den Fokus setzen wollt, das überlegt euch. Und diese Aufgabe hat jeder Trainer. Es gibt Trainer, die heißen Mobility Trainer, weil sie sagen, Mobility ist alles. Es gibt Core Performance, die sagen, Rumpfmuskulatur ist alles. Es gibT Strength Coaches, die sagen, Kraft ist alles. Im Endeffekt unterm Strich ist das die Basis, worauf man dann das Training aufbaut. Und welches Werkzeug ihr nehmt, um den Nagel in die Wand zu schlagen, das bleibt euch überlassen. Den Nagel kriegt ihr mit verschiedenen Werkzeugen in die Wand.
Wir gehen jetzt mal ganz die typischen Haltungsmuster komplett durch, so dass ihr auch vielleicht ein bisschen mehr noch den Zusammenhang bekommt. Okay, wir drehen noch mal ganz kurz zur Seite, wir gucken uns die Füße an. Sind die weggeknicken, die nach innen weg oder nicht? Wichtig ist, der Kunde soll auf dem ganzen Fuß stehen und diesen Bogen versuchen wiederherzustellen, aber die Druckverteilung ist auf dem ganzen Fuß, nicht, wie man früher gesagt hat, auf der Ferse oder sonst irgendwas, sondern auf dem ganzen Fuß stehen. Der nächste Punkt wäre, wie verhalten sich die Knie in Verbindung zur Hüfte und zu den Füßen. Tendenziell sollte der Kunde die Knie leicht gebeugt haben, nicht überstreckt. Wenn das der Fall ist, hat das meistens immer Auswirkungen auf die Hüfte. Die Hüfte ist eigentlich, wenn man es so sehen will, der zentrale Punkt, bzw. Wir haben zwei Punkte, die zentral sind. Einmal die Fußstellung, die hat maßgebliche Haltung auf die Körperhaltung insgesamt. Hat derjenige Plattfüße, steht er tendenziell so da und alles so Sachen. Aber versuch erstmal das Gleichgewicht auf den ganzen Fuß zu bekommen, dann passt es ungefähr so mit diesem Aufbau des Fußgewölbes. Einfach darauf achten, ob der da ist. Dann die Knie sollten leicht gebeugt sein. Der nächste Punkt ist die Hüfte, die sollte möglichst in der Mitte sein, korrigiert hier. Hier gibt es zwei Arten. Wenn jemand viel sitzt, dann kann es auch passieren, dass die Hüfte mehr oder weniger nicht überstreckt ist, sondern dass sie quasi in dieser Position bleibt. Ich sitze acht Stunden und stehe auf, das kennt jeder, und dann strecke ich mich und versuche wieder auf euch in die richtige Position zu kommen. Ist das häufig der Fall, kann es sein, dass die Hüfte mehr oder weniger so ist. Die Knie kannst du ruhig ein bisschen beugen dabei, aber du hast quasi dann hier das Problem. Das heißt, hier sind die Hüftbeuger verkürzt, Gesäß steht so draußen, jetzt würde er auch nach vorne umfallen. Das ist nicht so angenehme Haltung. Das bedeutet genau, er lässt die Hüfte so und er nimmt den Oberkörper dann zurück. Das ist das, was meistens als Hohlkreuz tätowiert wird. Hier wäre die Lösung auch so, dass es versucht wird, hier wieder die Hüfte zu öffnen, den Knochen hier rein zu bekommen und dann meistens korrigiert der Kunde automatisch das Knie mit. Deswegen, ihr müsst immer in beide Richtungen ein bisschen gucken, weil wenn hier der Knochen reingeht, dann ist es für die meisten unnatürlich, das Knie durchzudrücken. Wenn ich so dastehe, auch Knie kann hier auch überstreckt sein und ich korrigiere in die Position, dann nehmen die meistens das Knie mit. Also hier wäre die Aufgabe wieder Rollen, Dehnen vom Hüftbeuger und Kräftigung der abgeschlafften Muskulatur. Das bedeutet dann, wenn derjenige so dasteht, dass wir mal ein bisschen aufpassen müssen, auch wieder was der Bauch macht. Okay, das gucken wir uns an, dann gucken wir, ob korrigiert wird. Danach, wenn wir jetzt hier hochgehen, ist das Hohlkreuz meistens eigentlich schon fast weg. Das Einzige ist, wenn er jetzt hier perfekt steht und er steht quasi hier wieder in dieser Position und unten aber perfekt, dann müssen wir ihn hier wieder zurückholen. Das bedeutet auch hier wieder, dass der, das sind meistens die Leute, die sagen immer die Schultern zurück, wenn die so dastehen, die die dann einfach nur so machen. Die Korrektur ist nicht hier oben im Brustbereich. Das heißt hier den Brustkorb nach vorne holen und hier vor allen Dingen auch wieder den Bauch trainieren, dass derjenige wieder zurückkommt und dann quasi nach oben wieder strecken. Also Brustkorb wieder raus. Genau und in der Position halten, also Schultern schön runter, gerade stehen, Bauch fest und dann steht derjenige wieder in der Mitte. Das ist im Prinzip das, was fast in jedem Trainingsstudio dann empfohlen wird. Rückentraining aufrichten. Aber was viele nicht berücksichtigen ist, stell dich mal nach vorne, dass wenn du so dastehst die ganze Zeit und du nur den Rücken trainierst, dass du die Spannung generell erhöhst. Also versuch auch hier viel die Brust zu stretchen oder wer sich mit Blackroll und sowas auskennt und Faszientraining hier wirklich den kleinen Brustmuskel versuchen zu lösen, um dann einfach den Zug nach vorne zu minimieren und hinten die Schulterblätter nach hinten unten. Alle Übungen, die es dafür gibt, versuchen hinten die Spannung zu erhöhen. Was viele machen ist durch Training, sie erhöhen die Spannung vorne und hinten, aber der Druck auf der Wirbelsäule bleibt gleich. Also versucht da ein bisschen mit drüber nachzudenken, wie ihr quasi beide Sachen immer behandelt. Spannung runternehmen, mobilisieren, kräftigen.
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