Kannst du den Säure-Basen-Haushalt wirklich beeinflussen? | 134 OTL Fitness-Podcast

This is a transcribed episode of the OTL Fitness Podcast discussing whether diet can influence the body’s acid–base balance and how to use the glycemic index and food-combining (Trennkost) in practice. The speaker explains the GI and glycemic load approach (including a Logipyramide ranking of foods) and recommends a ~40:30:30 macronutrient distribution to moderate blood glucose — a method presented as useful for diabetics, obesity and metabolic-syndrome risk groups but not sufficient alone for weight loss (calorie balance still required). The transcript then describes Trennkost theory (separating proteins and carbohydrates to optimise digestion) and notes claimed benefits; however the speaker critiques Trennkost and the idea that diet meaningfully alters systemic acid–base balance, stating the latter is tightly regulated physiologically and not changed by normal food choices. Practical takeaway: GI/GL approaches and occasional food-combining can help with blood-sugar control and digestive comfort, but do not override caloric balance or change systemic acid–base homeostasis.
Können wir durch unsere Ernährung den Säure Base Haushalt unseres Körpers beeinflussen? Und wie können wir unsere Ernährung bezüglich des glykämischen Indexes optimieren? Und welche Vorteile bietet eine Trennkost? Dies und vieles mehr klären wir gleich nach dem Intro. Herzlich willkommen zum Online Trainer Lizenz Podcast. Im Gespräch über Fitness und Ernährung. Lerne von Experten, wie du erfolgreich trainierst, dich richtig ernährst und typische Sportverletzungen vermeidest. Diese Art der Ernährung wurde erst kurz vor der Jahrtausendwende angepriesen und etabliert. Sie basiert auf einer Auswahl der Lebensmittel je nach Höhe des glykämischen Index. Dieser gibt Auskunft über die Blutzuckerwirkung verschiedener Lebensmittel, wobei hierzu Testreihen im Vergleich zu einer Blutzuckerwirkung eines fest vorgegebenen Referenzproduktes angestellt wurden. Die Theorie besagt, dass je geringer der glykämische Index, desto geringer ist die Blutzuckerwirkung. Dieser Fakt wiederum zeigt sich in der Sättigung und Entstehung von Heißhungerattacken nach Mahlzeiten. Gleichzeitig wird durch den Verzicht von stark blutzuckerbeeinflussenden Lebensmitteln eine stets moderate Kohlenhydratzufuhr gewährleistet, da besonders Kohlenhydrate Einfluss auf die Blutglukosekonzentration haben. In diesem Zusammenhang wird in der Praxis zunächst eine Einteilung der Lebensmittel nach glykämischer Last vorgenommen, da dieser Wert deutlich aussagekräftiger bezüglich Blutzuckerwirkung ist. Darüber hinaus gibt es eine sogenannte Logipyramide, welche Lebensmittel in vier verschiedene Stufen unterteilt, um die Lebensmittelauswahl praktikabler zu gestalten. Die Methode der Ernährung eignet sich besonders für Diabetiker, also Adipositas, erkrankte Personen sowie Risikogruppen bezüglich metabolischem Syndrom. Durch die moderate und hochwertige Kohlenhydratzufuhr wird der Blutzucker und auch das Körpergewicht unter Kontrolle gehalten. In der Praxis gibt diese Ernährungsform auch Hinweise bezüglich Nährstoffverteilung mit einem Verhältnis von Kohlenhydrat zu Fett zu Eiweiß von vierzig zu dreiig. Zu dreiig ist hierbei zu erkennen, dass im Vergleich zu üblichen Ernährungsempfehlungen etwa 10 Prozent von der Kohlenhydratzufuhr auf die Protein und Fettzufuhr aufgeteilt wurden. Diese Ernährungsform hat sich besonders bei Krankheiten, die mit hohen Blutzuckerschwankungen zusammenhängen, als erfolgreich herausgestellt. Eine alleinige Ausführung der besagten Regeln führt allerdings nicht zwingend zu einer Gewichtsreduktion. Hierbei muss zusätzlich auf die Kalorienbilanz geachtet werden. Des Weiteren ist diese Ernährungsform sehr leicht anwendbar und nachhaltig, da durch den konstanten Blutzuckerspiegel Heißhungerattacken verhindert und die Sättigung erhöht werden kann. Die Logipyramide sieht wie folgt An der Spitze haben wir verarbeitetes Getreide, Weißmehl und auch Süßigkeiten. Dann darauf folgt Vollkornprodukte, Kartoffeln, Nudeln und Reis. Darunter gibt es eine weitere Sequenz, das sind Milchprodukte, Eier, mageres Fleisch, Fisch, Nüsse und Hülsenfrüchte. Und die Basis dieser Pyramide besteht aus Obst, stärkefreies Gemüse, zubereitetes Öl. Kommen wir nun zum Prinzip der Trennkost. Das ursprüngliche haische Prinzip zur Trennkost basiert auf der Verdauungsfähigkeit von Mischkost im Vergleich zu getrennter Kost. Das Ziel dieser Ernährungsform ist nicht zwingend eine Diät im engeren Sinne, sondern vielmehr eine Art und Weise, die Verdauungsaktivität des menschlichen Organismus zu unterstützen, indem gewisse Regeln eingehalten werden. Dabei gelten sowohl gewisse Lebensmittelkombinationen als auch Makronährstoffkombinationen laut diesem Prinzip als schwer verdaulich, sodass sich dies negativ auf Gesundheit, Wohlbefinden und Gewichtskontrolle auswirkt. Gleichzeitig werden keine speziellen Verbote von bestimmten Lebensmitteln ausgesprochen, sondern lediglich die Kombination gewisser Nahrungsmittel sollten vermieden werden. Die Theorie dahinter beruht auf einer Grundeinstellung in Eiweiße, Kohlenhydrate und neutrale Lebensmittel. Für Eiweiße gilt im Zuge der optimalen Verdauung eine Entstehung eines sauren Milieus. Innerhalb des Magens kommt es durch das Enzym Pepsin zu einer Zerlegung der Proteine. Dieser Vorgang scheint durch das gleichzeitige Vorhandensein von Kohlenhydraten im Magen gestört zu werden, da das saure Milieu aus dem Gleichgewicht gebracht wird. Demgegenüber steht die Kohlenhydratverdauung, welche optimalerweise in einem basischen Milieu stattfinden sollte. Die Kohlenhydratverdauung beginnt im Mund und wird erst im Dünndarm weitergeführt. Bei gleichzeitiger Eiweißzufuhr herrscht allerdings ein basisches Milieu, sodass sich die Verdauung beider Makronährstoffe gegenseitig nachteilig beeinflusst. Als Vorteile der Trennkost gelten somit laut eigener Bekundung eine Verbesserung von chronischen und degenerativen Verdauungskrankheiten mit gleichzeitigem Gewichtsverlust aufgrund der optimierten Verdauung und Verstoffwechslung der einzelnen Nährstoffe. Praktikabel bedeutet die Umsetzung der Trennkost also, etwa vier bis fünf Stunden Zeit zwischen Kohlenhydrat und Eiweißaufnahme zu lassen, wohingegen die neutralen Lebensmittel davon befreit sind. Aus wissenschaftlicher Sicht liefert die Trennkost keine direkten Vorteile für eine Gewichtsreduktion. Auch die angepriesenen positiven Effekte auf den Säure Basen Haushalt des Körpers sind nicht tragbar. Der Säuren Basen Haushalt des Menschen ist eines der am besten kontrollierten konstantesten Parameter unseres Organismus. Bereits kleinste Schwankungen im Kommabereich würden zu drastischen Folgen führen. Mit der Begründung, durch Nahrungsmittelauswahl einen adäquaten Einfluss auf diesen Haushalt nehmen zu können, kann nicht argumentiert werden, da dies wissenschaftlich nicht belegt ist. Der Körper reguliert unter Normalbedingungen den Säure-Basen-Haushalt je nach Ernährung. Individuell selbst. Gleichzeitig entscheidet die Trennkost nicht über die Kalorienbilanz der Ernährung. Insgesamt ist diese Methode der Ernährung eher bei Verdauungsbeschwerden oder nur teilweise empfehlenswert. Eine indirekte Belastung der Theorie hinter der Eiweiß Kohlenhydrat Trennung kann im Alltag durchaus sinnvoll sein. Beispielsweise kann das Grundverständnis dabei helfen, die Verdauung zu optimieren, indem man gelegentlich oder zu gewissen Mahlzeitenfrequenzen Trennkost durchführt.
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