OTL Fitness-Podcast 079 | Welche Risikofaktoren rufen Bluthochdruck hervor?

German-language podcast episode for fitness professionals that explains what blood pressure is, how it is generated (heart contraction/relaxation and vessel diameter), the clinical definition of hypertension (persistent blood pressure >140/90 mmHg), long-term organ damage from sustained high blood pressure, and both modifiable (abdominal obesity, high salt intake, alcohol, smoking, inactivity, stress) and non-modifiable (age, genetics, sex) risk factors. The episode gives practical screening cues (waist circumference, BMI, self-monitoring) and previews advice for trainers in a following episode.
Für dich als Fitnesstrainer ist das Thema Bluthochdruck ein wichtiger Bestandteil, denn viele Menschen dort draußen, vor allem hier in Deutschland, leiden an dem Bluthochdruck. Was sind die Risikofaktoren? Das und vieles mehr klären wir in der heutigen Podcast Folge. Herzlich willkommen zum Online Trainer Lizenz Podcast. Im Gespräch über Fitness und Ernährung. Lerne von Experten, wie du erfolgreich trainierst, dich richtig ernährst und typische Sportverletzungen vermeidest. Die Blutgefäße des Körpers bilden ein weit verzweigtes, flexibles Rohrsystem. In diesem System kreist das Blut. Es wird vom Herzen in den Körperkreislauf gepumpt, versorgt die Organe mit Sauerstoff sowie Nährstoffen und transportiert die Abfallprodukte. Die Blutgefäße, in denen das Blut zu den Organen fließt, werden Arterien oder auch Schlagadern genannt. Gefäße, die das von den Organen kommende Blut zum Herzen zurück transportieren, sind Wehen. Dabei herrscht im arteriellen Teil des Körperkreislaufs grundsätzlich ein höherer Druck als im venösen. Die Blutdruckmessung mit der Manschette sagt etwas über den Druck im arteriellen Kreislauf aus. Das Herz, das sich wie jeder Muskel anspannen und entspannen kann, pumpt das Blut in die Arterien. Mit den Anspannungs und Entspannungsphasen des Herzmuskels steigt oder fällt der Druck. Die dadurch entstehende Druckwelle ist als Puls tastbar. Auch die Blutgefäße können Druck erzeugen. Besonders die Arterien können sich verengen oder erweitern, da ihre Wände teilweise aus Muskelgewebe bestehen. Verengt sich das Gefäß, steigt der Druck an, erweitert es sich, fällt er ab. Der Blutdruck ist also abhängig von dem Durchmesser der Gefäße und der Kraft des Herzens. Doch warum steigt der Blutdruck an? Die Anspannungs und Entspannungsphasen des Herzmuskels sowie die Verengung bzw. Erweiterung der Gefäße werden von vielen körpereigenen Systemen gesteuert. Dank dieser aufwändigen Steuerung können Herz und Gefäße auf alle inneren und äußeren Einflüsse reagieren. Nur so kann Blut permanent kreisen und auch die äußersten Bereiche des Körpers erreichen. Dies wird erschwert, je tiefer der Blutdruck absinkt. Deshalb ist es eine wichtige Aufgabe des Körpers, den Blutdruck phasenweise ansteigen zu lassen. Dies passiert automatisch bei Schmerz oder Anstrengung, während der Blutdruck im Schlaf absinkt. Kurze Hochdruckphasen und Blutdruckschwankungen sind also normal. Ein ständiger hoher Blutdruck dagegen hinterlässt dauerhafte Schäden an Herz Gefäßen. Was bedeutet nun Bluthochdruck? Der gemessene Blutdruck entspricht dem Druck in den Arterien. Bei der Blutdruckmessung werden zwei verschiedene Werte gemessen. Das hängt mit dem An und Absteigen des Drucks in den Arterien während der Pumparbeit des Herzmuskels zusammen. Der obere systolische Wert entspricht dabei dem höchsten, der unter der diastolische Wert dem niedrigen Druck in der Arterie. Ein ständiger Druck von mehr als 140 zu 90 bedeutet Bluthochdruck. Die meisten Krankheiten sind erkennbar, weil sie Beschwerden, zum Beispiel Schmerzen, auslösen. Ein hoher Blutdruck macht sich häufig nicht sofort bemerkbar. Auf Dauer jedoch schädigt der hohe Druck in den Arterien sowohl das Herz als auch die Gefäße. Die flexible Gefäßwand wird starrer, es entwickeln sich Gefässwandverkalkung, Verhärtung und Verengung, sogenannte Arteriosklerose. Auf längere Sicht entstehen Schäden vor allem im Gehirn im Sinne einer Hirnleistungsstörung durch viele kleine Schlaganfälle. Niere, Nierenversagen, Herz Das bedeutet Herzkranzgefässerkrankungen und auch die Augen können betroffen sein. Neben der Herzkranzgefässerkrankung kommt es meistens zu einer krankhaften Vergrößerung der linken Herzhälfte, der sogenannten Hypertrophie, da diese ständig gegen den hohen Druck im Körperkreislauf anpumpen muss. Beide Faktoren zusammen führen auf Dauer zu einer Herzschwäche. Oft ist es jedoch nicht allein der Bluthochdruck, der die Gesundheit schädigt. Vielmehr wirken verschiedene Risikofaktoren zusammen. Je mehr es gibt, desto größer ist das Risiko, beispielsweise für einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall. Viele Faktoren lassen sich aber beeinflussen, wie Rauchen, Übergewicht oder auch Bewegungsmangel. Doch was sind die Risikofaktoren für Bluthochdruck nun generell? Bei primärem Bluthochdruck sind die Risikofaktoren klar definiert und größtenteils über den Lebensstil beeinflussbar. Bauchbetontes Übergewicht, zu hoher Salzverbrauch, zu starker Alkoholkonsum, Rauchen, Bewegungsmangel, chronischer Stress, Erbanlagen und Alter sowie Geschlecht, also nicht regulierbare Faktoren, spielen ebenfalls eine Rolle. Bei Veranlagungen zu Bluthochdruck können die vom Lebensstil abhängigen Risiken schneller wirken. Gehen wir nun einmal auf die jeweiligen einzelnen Risikofaktoren ein. Zum einen das Übergewicht, die Verteilung der Fettpolster spielen eine Rolle. Um mögliche Kreislaufrisiken einzuschätzen, besonders dem Bauch und der Taille gilt heute das Augenmerk. Der Taillenumfang lässt sich einfach messen, wenn er bei Männern 102 und bei Frauen 88 cm überschreitet. Abhängig von der Körpergröße ist das ein Warnzeichen. Mit wachsender Taille steigt auch das Gesundheitsrisiko. So könnte sich zum Beispiel ein Typ Diabetes entwickeln. Für Herz und Kreislauf verheißt das nichts Gutes, da das Bauchfett zahlreiche ungünstige Veränderungen am Körper auslöst. Zum Beispiel sprechen Leber, Muskel und Fettgewebezellen schlecht auf das zuckersenkende Hormon Insulin an. Es kommt damit zu einer Insulinresistenz. Der Körper benötigt dann mehr Insulin. Das führt letztlich auch zu steigendem Blutdruck. Zudem besteht das Risiko für eine Zuckerstoffwechselstörung, also Typ 2 Diabetes. Die Insulinresistenz kann bei Fettsucht sogar dazu führen, dass sich der Hochdruck hartnäckig festsetzt. Eine weitere Gewichtsgrösse ist der Body Maß Index, auch kurz genannt BMI. Damit wird das Körpergewicht beurteilt. Berechnet wird der BMI, indem man das Körpergewicht in Kilogramm durch das Quadrat der Körpergröße teilt. Übergewicht beginnt mit einem BMI von 25 ab 30 besteht. Eine Fettsucht. Da auch normal oder untergewichtige Menschen vermehrt Bauchfett entwickeln können, ist auch hier der Blick auf die Taille unerlässlich, um ein mögliches Herzrisiko abzuschätzen. Wer es im Vorfeld selbst angehen möchte, hat neben Blutdruck Kontrollen und BMI Bestimmungen zusätzlich mit dem Messen des Taillenumfangs eine gute Handhabe. Weitere Befunde ergeben ärztliche Untersuchungen. Thema Kochsalz. Das Kochsalz kann Bluthochdruck begünstigen, denn die im Druckaufbau maßgeblich beteiligten kleineren Arterien, die Arteriolen, reagieren empfindlicher auf Kreislaufhormone. Der durchschnittliche Kochsalzkonsum ist in Deutschland mit etwa 8 bis 12 Gramm pro Tag zu. Hoch. Bei Bluthochdruck liegt die obergrenze täglich bei 5 bis 6 Gramm. Maßgebliche Salzquellen sind Brot. Brotbeläge wie Wurstwaren Schinken, Käse und allgemein industriell verarbeitete Lebensmittel. Zu viel Kochsalz kann auch eine blutdrucksenkende Behandlung erschweren. Alkohol. Akut in größerer Menge konsumiert, erhöht Alkohol den Blutdruck vorübergehend und bei dauerndem Zuspruch chronisch. Dann schadet Alkohol nicht nur dem Blutdruck, Herz und Kreislauf, sondern auch anderen empfindlichen Organen wie Leber und Gehirn. Rauchen greift die Gefäße an, besonders die Herzkranzgefäße und Beinarterien. Die beim Rauchen übrigens auch von Wasserpfeifen aufgenommenen Schadstoffe, insbesondere freie Radikale, zerstören das gefäßerweiternde Potenzial der zarten Auskleidung der Gefäße des Endothels. Dadurch fördern sie die Arteriosklerose. Auch die Fließeigenschaft des Blutes verschlechtern sich. Bekannt dafür ist das Raucherbein. Schmerzhafte Durchblutungsstörungen mit zunehmend eingeschränkter Gehstrecke erschweren den Betroffenen das Leben. Körperliche Inaktivität schwächt den gesamten Körper und steigert den Fettansatz. Herz, Kreislauf und lungenkörperlich inaktive Menschen arbeiten unökonomisch. Schon bei kleinen Anstrengungen reagiert das Herz hochtourig. Knochen, Muskeln und Gelenke verlieren an Substanz. Der Stoffwechsel ist unterfordert und einseitig auf Anbau statt Abbau der Fettdepots ausgerichtet. Sogar das Gehirn wird träger und die Psyche anfälliger. Regelmäßige moderate Bewegung mit mündet in einen gesünderen Lebensstil, erhöht das Wohlbefinden und kann vor vielen Krankheiten, darunter Bluthochdruck, schützen. Bei hypertonen Menschen trägt körperliche Aktivität oft dazu bei, erhöhte systolische und diastolische Druckwerte erfolgreich zu senken. Das Thema Stress. Wird er lange nicht ausgeglichen oder überwunden, kann Stress den Blutdruck über den Schalter des vegetativen Nervensystems nach oben treiben. Das vegetative Nervensystem, besonders der Sympathikus genannte Tanteil, steuert viele lebenswichtige Funktionen, allen voran Blutdruck und Kreislauf. Der Sympathikus stellt die Weichen für schnelle Leistungssteigerung und ist daher auch direkt an der Stressreaktion beteiligt. Dämpfende Impulse werden über den Parasympathikus genannten Anteil des vegetativen Systems vermittelt. Anspannung und Stressausgleich haben also eine physiologische Grundlage Unbewältigter Stress führt oft zu Schlafstörungen. Auch sie beeinflussen den Blutdruck ungünstig. Nun kennst du die Risikofaktoren für den Bluthochdruck. Was können wir nun als Fitnesstrainer, als Personal Trainer dagegen machen? Das erfährst du in der nächsten Podcast Folge. Das war der Online Trainer Lizenz Podcast. Der Podcast für alle Fitnessfans. Fitnessfans.
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