Starke SCHMERZEN im Ellenbogen | 122 OTL Fitness-Podcast

Deutscher Fitness-Podcast (OTL) über typische Schmerzen im Hüft- und Ellenbogenbereich. Behandelt werden Anatomie und Funktion des Musculus piriformis, Ursachen, Diagnostik und Therapie des Piriformis-Syndroms (inkl. Prävention und Reha) sowie Sehnenansatzreizungen am Trizeps: Symptome, Ursachen (Überlastung, falsche Technik) und konservative Therapie/Präventionsempfehlungen.
Was versteckt sich hinter den Schmerzen im Ellbogen und Hüftbereich? Das erfährst du gleich nach dem Intro. Herzlich willkommen zum Online Trainer Lizenz Podcast Im Gespräch über Fitness und Ernährung. Lerne von Experten, wie du erfolgreich trainierst, dich richtig ernährst und typische Sportverletzungen vermeidest. Eine Besonderheit aus dem heutigen Alltag ist die Piriformis Die Funktion des Musculus piriformis sind Rotation des Oberschenkels, die Streckung und Abduktion des Oberschenkels sowie die Stabilisierung des Hüftgelenkes. Damit stellt dieser sehr kleine, aber oftmals vernachlässigte Muskel einen Gegenspieler zum Hüftbeuger dar. Dies wird besonders dann interessant, wenn man sich häufig vorkommende Probleme bezüglich Haltung anschaut. Ein weit verbreitetes Problem ist das häufige Sitzen im Alltag oder im Beruf, sodass der Körper womöglich die gebeugte Position der Hüfte adaptieren möchte. Dies führt nicht selten zu verspannten bzw. Verkürzten Hüftbeugern und zugleich gereizten oder schwachen Hüftstreckern, wie im speziellen Fall des Musculus piriformis. Mit dieser Problematik gehen häufig Beschwerden im Bereich des Gesäßes Oberschenkels oder unteren Rückens einher, die auf den Hüftbereich zurückzuführen sind. In gezielten Fällen kann deshalb eine Kräftigung und Dehnung des Piriformis Muskels Sinn machen. Doch klären wir erstmal das Piriformis Syndrom. Eine besondere Form der Beschwerden im Hüftbereich stellt das sogenannte Piriformis Syndrom dar. Schmerzen treten sehr häufig explizit im Gesäßbereich, aber auch strahlend im gesamten Ischiasbereich auf. Der Musculus piriformis entspringt an der vorderen Fläche des Kreuzbeins und setzt sich am großen Rollhügel an. Im selben Gebiet ist auch der größte Nerv des menschlichen Körpers der Ischiasnerv. Dieser entspringt im Rückenmark auf Höhe des vierten Lendenwirbels bis zum dritten Kreuzwirbel und verläuft je nach genetischer Veranlagung unter, zwischen oder über den Piriformismuskel entlang. Zusammen mit einer fehlerhaften oder übermäßigen Belastung durch Lauf oder Radsport sowie häufigem Sitzen im Alltag kann es auf lange Sicht zum sogenannten Piriformis Syndrom kommen. Dies ist eine Reizung des Ischiasnervs, hervorgerufen durch eine Entzündung des Piriformismuskels. Symptome sind dabei unter anderem die eingangs beschriebenen Schmerzen, die jedoch häufig mit einem Taubheitsgefühl oder Kribbeln im gesamten beIN einhergehen. Wie wird das diagnostiziert? Eine Diagnose des Speziellfalls Piriformis-Syndrom ist im besten. Fall durch ein Arzt oder Fachkraft durchzuführen. Es gibt keine eindeutigen Testverfahren und die Symptome sind zu allgemein gestreut. Zudem kommt der wichtige Fakt hinzu, dass einige der Symptome einem Bandscheibenvorfall im Bereich des Ursprungs des Ischiasnervs ähneln, wodurch eine Fehldiagnose weitreichende negative Folgen haben könnte. Kommen wir nun zur Therapie. Je nach Stadium, Symptomen und Möglichkeiten besteht die Therapie meist aus einer Kombination von manueller Therapie, Kälte oder Ultraschallbehandlung sowie anschließender Stärkung und Dehnung gezielter Bereiche. Wissenschaftlich gesehen führt dies bei etwa zwei Drittel der Betroffenen. Person zu einer deutlichen Verbesserung bis hin zur Heilung. Weiterhin konnte herausgefunden werden, dass die Therapie in Bezug auf Stärkung und Dehnung bei beiden Beinen durchgeführt werden sollte, selbst wenn die Symptomatik einseitig auftritt. Man sollte nicht erst behandeln, wenn Symptome auftreten, sondern bestenfalls präventiv bereits mögliche Ursachen für Proble beheben. Im Bereich des Personal Trainings kann präventiv auf die Problematik im Bereich der Hüfte Einfluss genommen werden. Zur Therapie sollte jedoch in jedem Fall die Zusammenarbeit mit einem Physiotherapeuten oder Arzt herangezogen werden. Ein weiteres großes Problem im Bereich des Sports, insbesondere dem Krafttraining, sind Sehnenansatzreizungen. Dabei handelt es sich um Überlastungen, die meist durch extreme Übungsausführungen entstehen. Kommen wir nun zu der ersten Sehnenansatzreizung, und zwar des Trizeps. Der Trizeps ist sehr anfällig für Sehnenansatzreizungen, da er am Ellbogengelenk ansetzt, welches bei fast jeder Übung involviert ist. Ein intensives, regenerationsarmes Training ohne geplante Reduzierung der Trainingsgewichte kann auf lange Sicht zu Überbelastungserscheinungen führen. Denn auch wenn die Muskulatur für ständige Progression bereit ist, benötigen Sehnen und Bänder vermehrt Zeit zur Regeneration. Wenn man sich nun in vielen Grundübungen und Isolationsübungen steigern kann, da die Muskulatur stärker wird, können die Sehnen in der Geschwindigkeit nicht mitwachsen. Es kann also zu einer Überbelastung des Sehnenansatzes kommen. Hinzu kommen mögliche Ursachen in Form von zu hohen Trainingslasten bei inkorrekter Übungsausführung oder schlechte Übungsauswahl innerhalb der Trainingsplanung. Übungen, bei denen der Trizeps in der Ausgangsposition in maximaler Dehnung ist, können das Risiko für eine solche Ansatzreizungen der Sehne erhöhen, da eine gewisse Vorspannung auf den Muskel wirkt, die während des Trainings weiter erhöht wird. Gepaart mit eventuell unzureichendem Aufwärmen führt dies schnell zu einer Verletzung an der betroffenen Stelle. Mögliche Symptome sind ziehende und stechende Schmerzen in der Gelenkregion. Die Sehne des Trizeps setzt beispielsweise am Ellbogengelenk an, sodass der Schmerz in diesem Bereich lokalisiert ist. Besonders bei Bewegung oder Dehnung treten punktuelle Leiden auf. Die Therapie ist sehr eindeutig. Bei akuten dauerhaften Schmerzen bleibt eine Trainingspause von mindestens einer Woche unumgänglich. Wird die Sehnenansatzreizung rechtzeitig erkannt, kann durch eine Umstellung des Trainings oder Reduzierung der Lasten bereits eine Besserung eintreten. Auch gezieltes Kühlen direkt bei der Entstehung des Schmerz oder darauffolgenden Wärmen die nächsten Tage kann die Regeneration verbessern. Insgesamt sollte aber die Prävention in Form von ausgiebigem Aufwärmen und der richtigen mentalen Einstellungen vorausgehen. Trainingslasten zu erhöhen ist nur dann sinnvoll, wenn die technische Übungsausführung optimal ist. Eine Erhöhung der Trainingsgewichte auf Kosten der Technik führt über kurz oder lang zu Verletzungen und verringert insgesamt sogar den tatsächlichen Belastungsreiz auf den Zielmuskel, da andere Hilfsmuskeln das Gewicht abfälschen. In der nächsten Podcast Folge schauen wir uns einmal das Arbeiten eines Personal Trainers an. Was ist wichtig, um Kunden bzw. Leuten wie dir zu helfen, dass solche Probleme gar nicht erst auftauchen? Was muss ein Personal Trainer tun, damit dies nicht passiert? Dies und vieles mehr klären wir in der nächsten Podcast Folge. Das war der Online Trainer Lizenz Podcast, der Podcast für alle Fitnessfans.
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