Warum bekommst du Hunger? | 106 OTL Fitness-Podcast

Podcast episode (OTL Fitness-Podcast #106) explaining how hunger and thirst arise and how they regulate eating/drinking. Covers hypotheses about hunger (stomach stretch vs. metabolic and brain regulation), key roles for blood glucose and the hypothalamus (lateral and ventromedial regions), behavioral and environmental influences (age, temperature, eating types), and two drinking modes (homöostatic and non-homoeostatic). Concludes with a link to a blog post with a drinking plan.
Wie Trinken deine Gesundheit beeinflusst und wie eigentlich Hunger entsteht. Dies und vieles mehr klären wir gleich nach dem Intro. Herzlich willkommen zum Online Trainer Lizenz Podcast. Im Gespräch über Fitness und Ernährung lerne von Experten, wie du erfolgreich trainierst, dich richtig ernährst und typische Sportverletzungen vermeidest. Hunger und Durst zählen zu den psychophysiologischen Regulatoren unseres Organismus. Beides beschreibt menschliche Gefühle im Rahmen der Ernährung, in dem vor allem vor und auch nach einer Nahrungs und Flüssigkeitsaufnahme Hunger und Durst entstehen bzw. Hauptsächlich auftreten. Nach einem anstrengenden Tag mit wenig Flüssigkeitszufuhr wird schnell ein Gefühl von Durst auftreten. Auch Hunger sollte jedem bekannt sein. Gemeinsam stellen diese beiden Regulationsprozesse des Körpers eine entscheidende Rolle innerhalb unseres Essverhaltens dar und das Verstehen dieser Prozesse kann dazu beitragen, eine erfolgreiche und langfristige Ernährungsplanung durchzuführen. Doch wie entsteht nun eigentlich Hunger? Es gibt in der Wissenschaft einige Hypothesen bezüglich der Regulation von Hunger. Heutzutage wissen wir zumindest, dass die Qualität der Nahrungsmittel, ihre Zusammensetzung bezüglich Makronährstoffen, aber auch sekundären Pflanzenstoffen und Ballaststoffen die Sättigung beeinflussen können. Doch wie genau entsteht das menschliche Gefühl, welches nach Sättigung verlangt? Zunächst vermutet man eine Regulierung durch den Magen. Die Ausdehnung des Magens reguliert das Sättigungsgefühl. Somit lag die Vermutung nahe, dass eine Kontraktion des leeren Magens den Hunger hervorruft. Allerdings haben jüngste Untersuchungen diese these widerlegt. Die eigentliche Regulation des Hungers geschieht über eine Kombination aus dem Zellstoffwechsel und dem Hypothalamus, einer Region unseres Gehirns. Innerhalb des Stoffwechsels spielt vor allem der Blutglukosegehalt eine entscheidende Rolle in der Regulation von Hunger. Sinkt die Konzentration der Glukose in unserem Blut ab, so entsteht Hunger, denn der Körper verlangt nach Nährstoffversorgung. Darüber hinaus spielen umweltbedingte Faktoren wie Wärme und Kälte eine Rolle, denn besonders in kalten Zeiten wird tendenziell mehr gegessen. Schlussendlich ist dies auch eine Regulation des Körpers, der auf die kalten Temperaturen als Ausgleich reagiert. Gleichzeitig reguliert der Hypothalamus das Hungergefühl, dessen zwei Bereiche sowohl Hunger als auch Sättigung bestimmen. Ersteres wird durch den sogenannten lateralen Netzriss durch den ventromedialen Hypothalamus bestimmt. Beide Systeme arbeiten zusammen, jedoch auch gegeneinander. Bei Sättigungsempfinden wird der laterale Hypothalamus ausgehebelt bzw. Unterdrückt, bei Hungerempfinden wiederum der ventromediale Hypothalamus. Durch diese Kombination aus Zellstoffwechsel und nervaler Regulation ist Hunger tagtäglich vorherbestimmt. Bezüglich der Sättigungsregulation schauen wir uns nun ein Modell an. Die Theorie nach Pudel und Wesenhöfer geht so weit, dass das Lebensalter scheinbar entscheidend über Hunger und die Nahrungsaufnahme ist. So gelten Säuglinge als stark beeinflussbar durch körperliche innere Reize bezüglich Hungerentstehung mit voranschreitendem Alter. Hingegen bestimmt eher der Geist darüber, wann und wie viel gegessen wird. Diese sehr interessante Theorie implementiert auch einige typische Esstypen, also Personengruppen, die Nahrung nicht nur als Sättigungsmittel ansehen, sondern eine persönliche Vorliebe damit verbinden. So gibt es beispielsweise den Gourmet Typ, dessen Hauptmotivation für Nahrungszufuhr in der Frische und Qualität der Lebensmittel liegt. Gleichzeitig sollten die Mahlzeiten möglichst fein schmeckend zubereitet sein. Darüber hinaus ließen sich innerhalb der Gesellschaft auch weitere Gruppen wie die Fast Food Liebhaber oder auch die Genussmenschen finden. Letztere neigen dazu, mit dem Essen einen emotionalen, genüsslichen Moment zu verbinden. Aber auch gesundheitsorientierte Personengruppen treten immer wieder auf, deren Ziel es ist, die Ernährung zum maximalen Gesundheitsnutzen zu verwenden. Zum Thema Durst gibt es eigentlich zwei unterschiedliche Arten zu trinken. Wenn tatsächlich das Gefühl von Durst entsteht, bedeutet dies bereits, dass der Körper sich in einer leichten Dehydrierung, definiert als Körperflüssigkeitsverlust, von zwei Prozent befindet. Theoretisch ist eine Flüssigkeitszufuhr nach dem Entstehen von Durst bereits zu spät. Deshalb entscheidet man grundlegend zwei Arten des Trinkverhaltens. Denn heutzutage trinkt man nicht mehr nur bei Durst, sondern versorgt den Körper sicherheitshalber über den Tag verteilt mit ausreichend Wasser. Zum einen gibt es das homöosthetische Trinken. Hiermit ist der durststillende Verzehr von Flüssigkeiten gemeint. Das bedeutet, dass der Körper nach Flüssigkeitsverlust dem Gehirn signalisiert, etwas zu trinken, um diesen Entzug nachsorglich auszugleichen. Körperflüssigkeit befindet sich sowohl innerhalb der Zellen intrazellulär, als auch außerhalb der Zellen extrazellulär. Ein Verlust kann in beiden Gebieten stattfinden und wird mit unterschiedlichen Gründen in Verbindung gebracht. Die Regulierung geschieht dabei vorwiegend enzymatisch durch die Niere und weitere Hormone. Dann gibt es auch das nicht homöästhetische Trinken. Der Mensch passt sich ständig an, nicht nur wir als Person, sondern auch unser Organismus und unbewusst auch unser Gehirn und somit unsere Aktion. So ist es auch beim Trinken der Fall. Wir antizipieren mit unserer Gesundheit ein gewisses Verhalten im Alltag. Das heißt, immer dann, wenn Wasser zur Verfügung steht, trinken wir automatisch, da wir es zum einen so gewohnt sind und zum anderen der Körper somit möglichen Notzuständen präventiv entgegenwirkt. Wenn dich das Thema Durst näher interessiert, dann schau einfach mal auf dem Link zu dem Artikel auf unserem OTL Blog vorbei. Dort gehen wir näher auf das Thema ein und vor allem, du bekommst einen Trinkplan. Das war der Online Trainer Lizenz Podcast. Der Podcast für alle Fitnessfans.
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