Elterncoaching gehört zum Lerncoaching dazu - Trixi Tumert berichtet aus ihrer Praxis

German interview with learning coach and author Trixi Tumert (Hamburg) about why Elterncoaching belongs to Lerncoaching. Tumert explains that parental pressure and fear often worsen children's school problems; her work combines direct learning-strategy coaching with parallel parent coaching to shift parents' perspective, improve communication, and strengthen relationships. She uses tools including learning-strategies, mindset work, and Human Design/metaphysical perspectives. Typical program structure mentioned: four sessions with parents and four with the child. She has published two books; additional titles are forthcoming (one journal and one with 52 impulses for parents). The conversation stresses that every child wants to learn and that changing parental stance reduces stress and improves learning outcomes.
Chapters
Hallo.
Diesmal geht es darum, dass wenn es bei Schülerinnen und Schülern mit dem Lernen nicht so klappen mag und das vielleicht auch etwas länger anhält, manche Eltern ganz schön verzweifeln. Und aus dieser Verzweiflung und dieser Hilflosigkeit heraus neigen manche Eltern zu einem etwas ungünstigen Verhalten. Sie laufen hinterher, sie möchten, dass ihre Kinder noch mehr lernen, sie machen Druck oder drohen vielleicht sogar mit Sanktionen. Und das Resultat ist meist genau das Gegenteil von dem, was sich Eltern wünschen. Die Kinder geraten unter Druck. Ein Gehirn, was gestresst ist, kann nicht gut lernen, kann sich weder gut konzentrieren, noch ist es aufnahmefähig. Und so entsteht eine Mühle, wo beide Seiten unzufrieden und unglücklich über die Situation sind. Ich habe in dieser Folge Trixi Thomat, Lerncoach aus Hamburg und Autorin, zu Gast und sie hat sich auf Elterncoaching spezialisiert. Das heißt, sie kombiniert das Lerncoaching mit dem Elterncoaching und hat da eine sehr besondere, vor allem sehr empathische, wertschätzende Vorgehensweise entwickelt, wie sie Eltern dabei unterstützt, eine andere Perspektive einzunehmen und sie unterstützt sie dabei, zu Hause mit ihren Kindern eine andere Sprache zu nutzen, ein paar Sachen anders zu machen, so dass es dann wirklich zu Lernerfolgen kommt. Ich wünsche dir viel Spaß beim Reinhören. Hallo Trixi, schön, herzlich willkommen hier in dem Lerncoach Café zu einem Experteninterview, Expertinnen Interview. Schön, dass du da bist.
Moin Farida, wie schön, dass ich dabei sein darf.
Ja, und an deiner Begrüßung ist schon ein ganz klein wenig herauszuhören, aus welcher Gegend du kommst. Du kommst aus Hamburg, bist Lerncoach, du bist, du hast viele Zusatzausbildungen, da kannst du gleich später noch ein bisschen was drüber erzählen. Du bist jetzt auch schon seit einigen Jahren in eigener Praxis unterwegs. Du hast wie viele Bücher inzwischen geschrieben?
Ich habe jetzt zwei geschrieben, das dritte kommt nächsten Monat und das vierte nächstes Jahr.
Unfassbar, das sage ich dir.
Ich wollte nie ein Buch schreiben.
Guck an, ich war einmal und dann irgendwann ist wahrscheinlich hat man sich da so eing. Es braucht ja eine Struktur dafür, ein Buch zu schreiben und dann ist man da ganz drin. Vielleicht kommt es nachher auch noch mal drauf, dass du da ein bisschen was über dein gerne Lernerbuch schreibst so nennst du ja auch dein Angebot, so heißt auch deine Seite gerne Lerner. Ja, und was ich von dir auch noch weiß, dass du neben dem Lerncoaching dich ja auf Elterncoaching spezialisiert hast und dass das inzwischen auch den Großteil deiner Unterstützung einnimmt, sich also an Eltern zu wenden mit der Unterstützung, wenn es bei ihren Kindern mit dem Lernen nicht ganz so klappt. Was hat dich denn dazu bewogen, deinen Fokus eher so auf die Eltern zu richten?
Das klingt erst mal komisch, oder? Das klappt mit dem Lernen von den Kindern nicht. Und ich arbeite mit den Eltern, da denkt man ja nie, das hat ja nichts damit zu tun. Und das ist eigentlich auch genau das, weshalb ich zum Elterncoaching gekommen bin. Also ich liebe es, mit Kindern zu arbeiten und ihnen zu zeigen, wie toll das Lernen ist und dass das Lernen wirklich Spaß bringen kann, weil das ist ja auch, was sie denken. Nee, das bringt ja gar keinen Spaß. Und sie sind dann bei mir eine Stunde gewesen, aber kommen dann in ihr gewohntes Umfeld zurück und dieses Umfeld ist geprägt von vielleicht Druck, vielleicht Kontrolle und vielleicht auch ein bisschen Misstrauen Und natürlich nicht, um dem Kind zu schaden. Nein, natürlich nicht, sondern wir Eltern wollen ja nur das Beste fürs Kind und denken, dass so wie wir aufgewachsen sind, so wie wir es gelernt haben, wie unsere Verhaltensmuster sind, dass das das Richtige ist fürs Kind. Und das ist es manchmal überhaupt gar nicht. Und dann rebelliert das Kind dagegen. Das heißt, bei mir lernt es, ey super, ich kann lernen und es bringt Spaß. Das Selbstbewusstsein steigt und es kommt in ein gewohntes Umfeld, inklusive Schule und merkt dann, nee, das klappt doch nicht. Und da unterstütze ich eben die Eltern, dass sie praktisch diese andere innere Haltung bekommen, dass jedes Kind lernen will. Allein schon, wenn man diese innere Haltung hat, dass das Kind lernen will und es nicht böswillig schlecht ist, ist schon mal ganz viel wert für das Kind. Und darum fahre ich sozusagen zweigleisig in mein Coaching, in meine 1 zu 1 Betreuung, arbeite ich mit den Eltern und mit dem Kind, also mit beiden.
Ja, weil ich habe das auch festgestellt, dass wie du schon sagst, also das ist ja ganz klar, Eltern möchten nur das Beste für ihr Kind. Sie möchten, dass ihr Kind eine gute Zukunft hat und dafür natürlich die Schule gut durch läuft und auch erfolgreich abschließt, um dann entsprechend auch studieren zu können. Und da haben sie eine Brille auf, die vor allem das sieht. Und dann gibt es bei Eltern einen sehr großen Schreck, wenn sie erleben, dass es bei ihrem Kind vielleicht generell nicht ganz so gut in der Schule läuft oder nur punktuell in bestimmten Fächern. Und dann kann es in einzelnen Fächern vielleicht auch so gerade ganz besonders nicht gut laufen. Und dann sehen sie einfach für die gut Zukunft ihrer Kinder, dann sehen sie die in Gefahr. Und dann neigen ja Eltern, ich meine, wir beide sind ja auch Mütter, wenn wir da zurückdenken, vielleicht dazu, ich sag jetzt mal ein bisschen überzureagieren, auf einmal Druck auszuüben, Dann ist so ein Motto, mehr zu üben, mehr für die Schule zu machen, mehr von dem, was bisher nicht geklappt hat. Und durch diese Befürchtungsgedanken, die da sind, wird ja auch die Kreativität eingeschränkt oder auch der Blick für Lösungen. Und da an dieser Stelle bist du oder ihr Lerncoaches dann auch da, auch Eltern einen anderen Blick auf die ganze Angelegenheit zu werfen.
Ja, unbedingt. Und was ja auch ist, ich meine, wir Eltern, wir liegen ja dann nachts auch wach und zweifeln erstmal an uns. Warum klappt das nicht? Und vielleicht, wenn man noch mehr Kinder hat, warum klappt es bei dem, aber bei dem klappt das nicht? Und dann kommen noch die Ängste oh Mensch, wenn jetzt die Wissenslücken so groß wird und mein Kind verpasst den Anschluss, dann ist man ja schon in dieser Negativ Spirale drin. Und dann kommt das Kind nächsten Tag nach Hause mit einer 4 im Vokabeltest, wo wir Naja, Vokabeln, da musst du ja jetzt keine 4 schreiben, die kannst du ja auch mal eine 1 schreiben, dann bist du ja nur faul. Und so ist man dann in diesem Strudel drin. Und das kriegt das Kind mit. Und dann ist da dieser Druck, von dem du sprichst, diese Kreativität, die hat da überhaupt gar keinen Platz, die wird dann da richtig eingequetscht. Und da ist es mal ganz toll, wenn wir Lerncoaches da sind, um einen anderen Blickwinkel zu bringen, der ja oft auch nicht von anderen Außenstellen kommt, nicht von den Lehrern, also Lehrkräften, auch meistens nicht von der eigenen Familie, sei es vielleicht vom Partner, weil der auch sagt, naja, da musst du jetzt auch mal durchgreifen, wenn man als Mutter da ist oder vielleicht auch von der eigenen Mutter. Also das hätte es bei uns nie gegeben. Das heißt, die ganze Unsicherheit, die von außen an uns oft rangetragen wird, die ist ja dann in uns. Und wenn das dann in der Schule nicht klappt, dann ist unsere Unsicherheit ja noch viel größer. Darum ist es auch meine Aufgabe, die Eltern zu stärken, dass auch die gut sind, wie sie sind. Also auch das finde ich so sehr wichtig.
Ja, weil die Fronten zu Hause, die verhärten sich ja dann so schnell. Es ist so eine Anspannung aufgrund der Schulthemen, der Lernthemen, dass dann die Beziehung zwischen Eltern und Kindern so leidet, dass dann manchmal überhaupt gar nichts mehr geht. Oder entweder die Kinder sich total verschließen und auch stiller werden, gar nichts mehr erzählen wollen oder rebellieren, der Widerstand rauskommt. Das ist ja, sondern auch Typ bedingt, dass jedes Kind da auch anders reagiert. Genau. Dann brauchen beide Seiten Unterstützung. Ja. Wie gehst du denn da im Coaching vor? Oder hast du bestimmte Tools, die du da einsetzt, bestimmte Methoden?
Also erstmal ist es für mich sehr wichtig, dass die Eltern, dass es nicht darum geht, um irgendwelche Symptome zu heilen, sondern wirklich an die Ursachen zu gehen, weil das ist nachhaltig. Und dafür ist es für mich wichtig, dass die Eltern einen anderen Blick bekommen, erstmal einen anderen Blick auf die Zukunft, sondern das, was sie sich wünschen. Wie toll ist es, wenn wir ein Ziel haben, ein Hinzuziel haben, was wir uns vorstellen, was wir erreichen wollen. Und die haben jede Eltern. Und da sind meistens Wir möchten gerne, dass unser Kind selbstständig ist, glücklich ist und wir ein gutes Verhältnis haben und dass selbst wenn die Kinder ausgezogen sind, dass sie noch zu uns kommen. Das ist ja meistens so das Ziel, was wir Eltern haben. Und wenn wir das erstmal schon mal visualisieren und mit allen Gefühlen drin sind, vielleicht auch noch mit Musik untermalen, dann ist das schon mal eine starke Motivation. Und das ist für mich wichtig, weil wir daraufhin viele Sachen aufbauen. Wenn jetzt zum Beispiel kommt ja, aber ich muss doch mein Kind da, das muss doch jetzt das durchhalten, dann gehe ich immer zurück, OK, spiel das jetzt auf deine Vision, dein Ziel, was du hast, ein und dann wird oft schnell Ne, das ist es gar nicht. Und das zweite Tool, mit dem ich arbeite, ist Human Design und die Metaphysik und ich kann verstehen, Human Design ist eine relativ neue Wissenschaft, die auf alte Wissenschaften beruht, aus chinesischen Aus jüdischen aus der indischen Chakrenlehre basiert auf dem Geburtsdatum. Und das ist ja da, wo die meisten Leute aufhören. Dann sagen sie ne, Geburtsdatum, das kann ja nicht stimmen und ich kann das gut verstehen. Auch ich habe so gedacht und ich bin ja eigentlich von Haus aus Wirtschaftsingenieur und für mich zählen ja Daten, Zahlen, Daten, Fakten. Und ich habe mich eines Besseren belehren lassen, weil das ist so ein mächtiges Tool. Es zeigt das Human Design zeigt deine Bedürfnisse an, es zeigt deine Besonderheiten, deine Stärken an, auch deine Glaubenssätze. Und wenn wir das nutzen und die Eltern verstehen, dass ihr Kind ganz anders ist, ein ganz anderes Potenzial haben, als was sie jemals gedacht haben und auch, dass sie anders sind, dann fördert das das Verständnis füreinander und einen anderen Blickwinkel. Und das ist ja genau das, was ich mit meiner Arbeit erreichen möchte, dass wir einen anderen Blickwinkel bekommen auf das Kind und vielleicht auch auf uns selber. Und den bekommen wir nicht, weil wir von der Vergangenheit, von unseren Erfahrungen gefüttert werden. Und wie sollen wir da einen neuen Blickwinkel bekommen? Und das ist das, was das Human Design eben schafft. Und da sind ganz viele Aha Momente für die Eltern, dass sie zum Beispiel auch gesagt Ja, ich habe immer schon gemerkt, dass mein Kind also anders ist, dass es das braucht und jetzt weiß ich, dass es so ist. Das gibt so viel Klarheit und Ruhe, weil wir wollen ja eigentlich immer, dass die Kinder reinpassen. Die sollen ja in das System reinpassen. Und ich glaube, dass genau da der Knackpunkt ist. Sie müssen nicht in ein System reinpassen. Was wir versuchen offenbar ist, dass wir unser Kind, was vielleicht ein Quadrat ist, in die Öffnung eines Kreises versuchen zu drücken, in ein System reindrücken und dann schleifen wir diese ganzen Kanten ab. Dabei sind es genau die Kanten, die das Kind so liebenswert machen. Und was bleibt übrig? Es bleibt übrig ein Kreis. Ein Kind, was nicht mehr seine Besonderheiten hat und auch dadurch seine Identität verliert und gar nicht mehr weiß, wer er ist, wer er oder sie ist. Und da hilft eben das Human Design, um den Eltern zu verstehen zu geben, dein Kind ist gut, wie es ist und auch du bist gut, wie du bist. Und das ist mir immer so wichtig. Also mir geht es hier nicht um irgendwie Schuld oder irgendwelche Bashing oder sowas, sondern es geht darum, jeder ist gut wie es ist und wir dürfen erkennen, wie man ist.
Es geht um Verständnis, um die eigene Welt, die eigene Perspektive zu erweitern. Und durch dieses ja so wie bin ich gestrickt, was bin ich eigentlich so für ein Typ Mensch, eröffnet einmal, wie du schon sagst, den Blick ja auf mich selbst und ein Verständnis dafür, weshalb bin ich denn so in der Welt unterwegs, wie ich unterwegs bin, weshalb ticke ich so, wie ich ticke, weshalb reagiere ich so, wie ich reagiere? Und das Gleiche natürlich dann auch fürs Kind. Und wie du schon auch angedeutet hast, nicht die Unterschiede wären klarer. Was dann? Ach so, wenn ich immer so reagiere, reagiert mein Kind dann daraufhin so was ja ganz schnell eben zu so einer ganz blöden Mühle wird, wenn es eben, wenn dieses Verständnis dafür nicht da ist, wenn dieser Blick dafür nicht da ist. Und dieser neue Blick auf sich selbst und auch auf das eigene Kind ermöglicht ja dann eben auch, also nicht nur zu schauen, okay, wo ist vielleicht so ein bisschen, ich weiß nicht, wie es im Human Design genannt wird, ich nenne es jetzt einfach mal so ein bisschen, wo ist so die Schattenseite von jedem Menschen, Also da, wo wir einfach so ein bisschen Luft nach oben haben, die vielleicht aufgedeckt werden, sondern das beinhaltet ja auch die Stärken eines einer eigenen Persönlichkeit herauszuarbeiten. Und Stärken ist ja nun mal das, was das Wichtigste bei uns im Coaching ist, die herauszuarbeiten, weil die können wir utilisieren oder man sagt auch nutzbar machen, um mir das, was bisher bisher noch nicht so gut klappt, dann in den.
Griff zu bekommen unbedingt. Und manche Schwächen, vermeintliche Schwächen können ja auch Stärken sein. Also zum Beispiel im Human Design, da gibt es Typen, die müssen Sachen ausprobieren, den kannst du dreimal sagen, mach das nicht und die machen erst recht, weil sie einfach so gestrickt sind. Die müssen die, die lernen, wenn sie Sachen tun. Sondern bist du aber jemand auf der anderen Seite als Mutter, jemand, der alles in der Tiefe verstehen muss und sich gar nicht raustraut, bevor du nicht alles hundertprozentig weißt. Und dann hast du so ein Kind, was einfach sagt, ich mache das mal eben so und da denkst du, Moment, das geht ja nicht, das geht ja nicht. Und das ist so ein Moment, wo ich sage ja immer, unsere Kinder sind die besten Coaches, die wir uns wünschen können, wenn wir bereit sind hinzugucken. Und genau da kann ja die Mutter unheimlich viel von dem Kind lernen. Okay, ich muss gar nicht alles in der Tiefe verstehen, um überhaupt zu zeigen, dass ich es weiß und andersrum das Kind auch ah OK, ich kann auch mal was mir angucken, was irgendwo geschrieben steht. Und ich meine, was gibt es Besseres, als wenn sich beide Seiten befruchten?
Ja, absolut, absolut. Klingt ganz, ganz wunderbar. Also wie so von Beginn an meldet sich ein Elternteil und erzählt, wo zu Hause gerade der Schuh drückt. Wie läuft dann so ein Coaching bei dir dann weiter ab?
Also Wenn ich ein 1 zu 1 Programm habe, dann haben wir erst mal so ein Gespräch. Ich schaue erst mal, ob wir das über, ob das überhaupt zusammenpasst, ob zum Beispiel die Eltern gewillt sind, einen anderen Blickwinkel anzunehmen, Weil wenn sie einfach zu mir kommen und ne, Lerncoaching ist ja lernen zu lernen. Das heißt, du bringst ja meinem Kind die Lernstrategien bei und das passt dann schon, dann ist es in den seltensten Fällen passend, weil es gibt immer etwas, wo wir Eltern unterstützen können und einen anderen Blickwinkel haben können. Und wenn das alles geklärt ist, dann treffe ich mich viermal mit den Eltern und viermal mit dem Kind und mit dem Kind arbeite ich an den Lernstrategien und an dem Selbstbewusstsein, was ja einhergeht. Ich meine, wenn du merkst, dass du lernen kannst, was dir vielleicht vorher immer erzählt wurde, du kannst gar nicht lernen und du merkst auf einmal, du kannst innerhalb von 20 Minuten die 16 Bundesländer merken, das macht ja was mit dir und du weißt sie auch am nächsten Tag noch, Das ist ja fantastisch. Das heißt, das ist immer so einhergehend. Und wir finden dann sein oder ihren oder seinen Lernweg. Also was brauchst du, um anzufangen? Was brauchst du, um dranzubleiben? All solche Sachen. Und das Mindset kommt natürlich mit, aber das passiert ja alles so spielerisch. Und mit den Eltern arbeite ich dann, dass sie einen anderen Blickwinkel bekommen und dass sie sich mit ihren Themen beschäftigen. Also warum ist mir denn das eigentlich so sehr wichtig, dass mein Kind gut ist in der Schule und welche Ängste sind denn da? Warum kann ich meinem Kind denn noch nicht die Verantwortung übergeben? Was hat das mit mir zu tun? Und ganz wichtig, Kommunikation. Also wie rede ich eigentlich? Da sind ja dann so feine Wörter, die dann wie du musst jetzt und die dann eben einen Druck verursachen und da arbeiten wir eben. Arbeiten klingt ja auch immer so hart, da begleite ich sie dabei, einen anderen Blickwinkel zu bekommen. Die Beziehung zu ihrem Kind stärken, das ist mir so wichtig, weil ich sage, die gemeinsame Zeit mit den Kindern ist zu kurz, um sie von Schule und Lernen bestimmen zu lassen. Die Kinder sind zu Hause, sagen wir mal, bis sie 20 sind, dann sind sie 10 bis 13 Jahre in der Schule gewesen. Das heißt, Man hat vielleicht 10 bis 13 Jahre Stress wegen der Schule und dann sind die Kinder in 7 Jahren oder was auch immer weg, dann sind sie weg. Das kannst du nicht mehr nachholen, das weißt du ja genauso von deinen Kindern. Und meine sind auch, Mein ältester ist 24, die kleine ist 18, die sind jetzt weg. Und wie schade wäre es gewesen, wenn mir die Zeit mit der Schule so sehr wichtig gewesen wäre, dass mir das im Vordergrund gewesen wäre, ne, Aber dadurch, dass ich losgelassen habe, konnten sie erst richtig lernen und ich liebe dieses Verhältnis, was wir haben. Und genau das ist das auch, ja, was die Eltern, die möchten gern ein ein Familienleben haben, was entspannt ist und was nicht von Schule dominiert wird. Und sie möchten auch mal wieder mit ihrem Kind lachen und nicht zum Hilfslehrer von ihren Kindern werden. Und dafür bin ich da.
Was heißt die Eltern? Du sagst nicht vier Termine mit den Eltern, vier Termine mit den Kids. In den vier Eltern Terminen erlangen die Eltern neue Handlungsmuster, wie sie einfach anders vielleicht auch nicht mal mehr nur reagieren können, sondern wie sie agieren können. Das ist ja viel entspannter einfach. Und schaffen vielleicht auch durch die neue Perspektive eine andere Haltung einzunehmen zu all dieser Geschichte mit dem Lernen und der Zukunft und so weiter, was das Leben dann für alle verträglicher, entspannter macht, so dass der Fokus eben nicht mehr nur auf das liegt, was da gerade nicht so klappt, sondern das Große und Ganze wieder, der Weitwinkel wieder eingestellt werden kann. Das heißt also das ganze Kind, die Wichtigkeit der Beziehung, die Freude miteinander, was kann man mal auch außerhalb der Lernthemen schönes miteinander machen, was ja auch wiederum das Kind natürlich entspannt. Genau so darf das sein. Ja. Das heißt also in dem Coaching mit dir entwickeln sich nicht nur die Kinder weiter, sondern auch die Eltern haben ja wirklich eine Persönlichkeit, einen Zugewinn für ihre eigene Persönlichkeit.
Ja. Das ist richtig und das muss man aber auch wollen. Und das ist eben das, was ich abkläre mit den Eltern, mit denen ich zusammenarbeite, ob sie da bereit zu sind, eine andere Haltung einzunehmen. Genau. Und dann hat das ja nicht nur einen Einfluss auf das Kind, mit dem sie gerade bei mir sind, sondern auf alle anderen Kinder, die ja dann noch da sind.
Meistens ist es ja so, dass die an den Ältesten, dann sammeln wir unsere Erfahrungen und die Jüngeren, die hinterherkommen, die können dann davon profitieren. So ist es manchmal. Nicht immer, aber manchmal. Na schön. Ja. Und ich meine, die Kinder brauchen einfach die Rückendeckung ihrer Eltern, Die brauchen die Stärkung aus dem Elternhaus, weil wenn in der Schule etwas nicht klappt, dann schwächt es die Kinder. Es kostet den Kindern so viel Energie und du hast am Anfang einfach andere Worte genutzt. Aber ich sage immer, meine Grundannahme ist, dass wir Menschen, und zwar auch die Kinder, wir Menschen möchten gerne erfolgreich sein bei all dem, was wir tun, so wie wir durchs Leben gehen. Und wenn uns irgendetwas nicht gelingt und das vielleicht auch schon ein bisschen länger anhält, dann frustriert das unglaublich. Und Kinder haben eben noch keine Möglichkeiten, da eigene Ideen zu entwickeln, wie sie aus solchen Situationen herauskommen. Und Schule macht oft schon genügend Druck. Also deshalb, Kinder brauchen die Rückendeckung ihrer Eltern unbedingt.
Und im Human Design gibt es manche Typen, die besser umgehen können mit den ganzen Eindrücken, die sie in der Schule bekommen. Wenn du dir vorstellst, du gehst ein kind geht um 8 Uhr hin, allein das ist schon mega früh für viele Kinder. Und dann haben sie, wenn sie dann haben sie Deutsch, dann haben sie Mathe, dann haben sie Pause, dann sitzen sie neben Peter, den sie gar nicht mögen, dann haben sie Herrn Meier, den sie auch nicht mögen, dann haben sie Kunst, dann haben sie Musik. Dann sind sie nach sechs Stunden Schule ganz schön kaputt, weil sie mit vielen Eindrücken zu tun haben. Und dann kommen sie nach Hause und müssen dann diesen Eindruck Schule ist blöd, Lernen ist blöd, Lernen ist blöd, ist ja dann auch da, obwohl sie gar nicht und können gar nicht sehen, was sie alles neben der Schule lernen. Also das Leben besteht ja aus Lernen. Und auch das versuche ich ihnen wieder beizubringen. Selbst Minecraft spielen ist ja auch Lernen und sich mit dem Freund wieder vertragen ist Lernen oder ein Rezept kochen ist Lernen. Und dass ich das in diesem Zusammenhang wieder sehe, Das heißt, die Kinder sind so kaputt von der Schule, von diesen ganzen Eindrücken und dann geht es im Alltag weiter. Und das macht was mit den Kindern und mit uns Eltern eben auch, weil wir ja nur das Beste möchten für unsere Kinder. Ja, so ist es.
All das, worüber wir jetzt gerade gesprochen haben und was du auch vor allem aus deiner Praxis erzählt hast, ist das in diesem, was da hinter dir steht, dass in deinem gerne Lernerbuch zu finden oder in dem zweiten? Das ist ja das Erste.
Ja, das ist das Erste, genau. Also das ist wirklich, da geht es um Lernstrategien und es gibt ein Kapitel, wie du als, also nicht du, wie man als Eltern sein Kind unterstützt. Und da gibt es auch ein Kapitel über digitale Medien. Das ist auch da drin. Das Buch, was jetzt rauskommen wird, also das zweite Buch ist ein Journal Buch, weil ich finde, also ich persönlich lerne viel, wenn mir Fragen gestellt werden, weil dann bekomme ich einen anderen Blickwinkel. Das ist das zweite Buch und das ist entlang meiner Gerne Lernen Lerner Methode, die auf fünf Zutaten beruht. Daraufhin ist das Journal geschrieben und das Buch, was jetzt rauskommt, da geht es um Impulse, um 52 Impulse für die Eltern. Da kann man einmal querlesen, wenn man oh, ich habe jetzt einmal ich sitze gerade im Warteraum beim Arzt, zack, und dann lese ich zwei Seiten und kriege einen neuen Impuls. Und das nächste Buch, was rauskommt, das geht mehr darum, dass du als Mutter, wie du als Mutter schnell diesen Druck los wirst. Also der hat den Fokus auf die Mutter, wie du es schaffst, gelassen zu bleiben, Auch wenn du wenn es äußerlich momentan vielleicht alles anstrengend ist wegen des.
Lernens perfekt, das aber erst in 25 dann braucht es dafür noch ein bisschen Geduld brauchst. Ja, dann eben die anderen Bücher klingt einfach sehr, sehr interessant. Die verlinke ich natürlich gerne hier drunter, auch den Kontakt zu dir. Und hast du noch irgendetwas abschließend, was dir wichtig ist zu sagen oder vielleicht noch so ein Motto oder ein Tipp.
Oder das, was meine Haltung wirklich definiert. Jedes Kind will lernen. Also wirklich jedes Kind will lernen und wir dürfen unser Kind entdecken, was es braucht zum Lernen. Und unsere Kinder sind unsere besten Coaches. Ich habe das schon mal gesagt, aber ich bin mehr denn je davon überzeugt, dass wir durch unsere Kinder eigentlich generell durch jeden Menschen, der in unser Leben tritt, uns weiterentwickeln können. Und wenn wir diese Haltung annehmen, eine andere Haltung, dann brauchen wir gar keine Tipps, weil dann haben wir diese Ah ja, mein Kind möchte lernen. Okay, was braucht mein Kind? Ah, okay, mich stört das jetzt gerade an meinem Kind. Was will mein Kind mir damit sagen? Was hat das mit mir zu tun? Dann braucht dann dann, dann ist das alles schon, dann läuft das, würde ich sagen.
Ja, super. Also es ist nicht die, das Motto heißt, es ist nicht die Frage, ob es lernen will, sondern nur die Frage, wie es leichter lernen kann.
Absolut, absolut bin ich mir dann bin ich felsenfest davon überzeugt. Es kann ja nicht sein, dass die Kinder aus der Schule nach Hause kommen und lernen Minecraft und lernen Fortnite oder lernen, wie sie die besten YouTube Videos machen. Die wollen lernen, aber das, was in der Schule vielleicht drankommt, ist vielleicht nicht so interessant.
So ist es. Vielen, vielen herzlichen Dank für dieses wirklich interessante Gespräch mit dir, Trixi. Und ich schicke ganz liebe Grüße nach Hamburg zu dir.
Dankeschön. Viele Grüße den Süden.
Wie immer freue ich mich über ein Like unter diesem Video. Das hilft bei YouTube einfach, dass dieses Video gefunden wird. Und wenn du an mehr Einblicke in die Lerncoaching Praxis interessiert bist, dann abonniere mit der Glocke doch gerne diesen Kanal. Diese Folge mit Trixi hat mich auch dazu inspiriert, Trixi zu fragen, ob sie nicht ein Lerncoach Master Modul mit dem Titel Elterncoaching konzipieren möchte. Und sie wird es ab November 25 in der Lerncoach Profibox anbieten. Und darüber freue ich mich sehr.
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