Wenn Lernen plötzlich leicht wird – Druck raus, Beziehung rein | Trixi Tumert

Podcast episode (German) in which host Christopher Endt interviews Trixi Tumert (learning & parent coach, author of 'Heiß Lernen ohne Streit') about school-related pressure, parental attitudes, and building relationship-based motivation. Tumert explains the 'Gerne‑Lerner‑Code' (inner parental Haltung, knowing child's strengths, mindset, relationship), four motivation types, practical tips (validate feelings, trust, mindful responses, simulate exam situations/mental training, green-mark successes), and offers services (1:1 coaching, group program, quiz, 'on ice' consults). The conversation includes examples from Tumert's family experience and concrete scripts for parents.
Chapters
Wie dein Kind lernt, seine inneren Stärken zu entdecken und mit großen Gefühlen zu tanzen. Das zeigen wir dir im neuen Abenteuer. Lily und Tom Die Kraft der fünf Tiere reisen die Zwillinge ins alte China und begegnen den Kräften von Tiger, Kranich, Bär, Affe und Hirsch. Eine Geschichte voller Freundschaft, Mut und Magie mit Qigong Übungen zum Mitmachen für Kinder ab 7 Jahren, jetzt überall im Buchhandel. Heute geht es um ein Thema, das in vielen Familien Druck lernen lernen für die Schule Warum es so oft knirscht, warum Noten so viel Macht bekommen und wie wir Eltern diesen Stress, diesen Druck rausnehmen können, ohne unsere Kinder hängen zu lassen. Darüber habe ich mit Trixi Tumet gesprochen. Dazu gleich mehr. Erstmal schön, dass du da bist. Schön, dass du eingeschaltet hast zu Elterngedöns. Mein Name ist Christopher Ent und ich bring dir hier im Podcast jede Woche Interviews und Tipps, wie wir das Leben mit unseren Kindern so gestalten können, dass wir alle davon profitieren. Ich unterstütze dich auf deinem Weg des Eltern Seins hier im Podcast, darüber hinaus aber auch in Einzelsitzungen, in Online Programmen, zum Beispiel im Kreis der Väter. Ich habe auch ein paar Wut Programme, kannst du dich auf meiner Webseite für eintragen, wenn dich das interessiert. Und ich schreibe auch noch Bücher und ganz viele andere Dinge mehr. Zum Gast der heutigen Trixi Tumert ist Lern und Elterncoach, Speakerin und Autorin von vier Büchern. Ihr neuestes Buch Heiß Lernen ohne Streit. Sie begleitet Familien auf dem Weg zu einem entspannten Schulalltag. Ohne Druck, ohne Machtkämpfe, dafür mit Beziehung und echter Freude am Lernen. Mit ihrer Erfahrung aus der Unternehmensberatung, ihrer Arbeit in verschiedenen Schulen und als Mutter von 3 erwachsenen Kindern verbindet. Sie Praxis, Humor und ein tiefes Verständnis für Lernprozesse. Hallo Trixi, herzlich willkommen im Podcast. Schön, dass du da bist.
Moin Chris. Und super, dass ich hier sein darf.
Du bist Lerncoach und wie war das eigentlich für dich die Schule damals?
Ja, und ich bin Lern und Elterncoach und das Elterncoach ist mir noch so sehr wichtig mit dem Lernen in Verbindung und das Lernen für mich. Die Schulzeit. Ja, die Schulzeit, die war eigentlich, dass ich wirklich immer gute Zensuren haben durfte. Und ich erinnere mich, als ich von der vierten auf die 5. Klasse gekommen bin. Aufs Gymnasium, da waren durchweg meine Zensuren eine Zensur schlechter. Das heißt, überall, wo ich vorher eine Eins hatte, habe ich eine zwei, überall da, wo ich eine zwei hatte, drei. Und das war für mich wirklich echt eine große Änderung. Und das hat was mit mir gemacht. Also ich fühlte mich damals, glaube ich, nicht mehr so wertvoll, weil ich mich sehr über diese Noten, die ich bekommen habe, definiert habe. Und ich wollte immer gut sein. Ich habe immer viel gelernt, ich wollte gut sein. Und Wenn ich eine 4 bekommen habe, dann habe ich einfach mehr gelernt und wurde trotzdem nicht besser. Jedenfalls in manchen Fächern nicht.
OK, wann ist da bei dir der Knoten geplatzt mit dem Lernen.
Dass ich gute Zensuren bekommen habe oder dass mir das Lernen Spaß brachte? Was meinst du mit Knoten?
Erst das eine, dann das andere?
Also, dass ich mitbekommen habe, dass die Noten eigentlich nichts aussagen, ist erst jetzt durch meine Kinder. Das habe ich jetzt erst verinnerlicht.
Krass.
Ja, es hätte mir, glaube ich, sehr viel Druck erspart. Ich will nicht sagen leid, aber Druck, unheimlich Druck. Und ich erinnere mich in meinem Studium, als ich Wirtschaftsingenieurwesen studiert habe, die letzten Arbeiten, die waren wirklich hart. Ich konnte erst um 5 Uhr nachts einschlafen, das weiß ich noch, weil ich so lange wach lag und mir überlegt oh Gott, wenn ich jetzt die Klausur jetzt nicht schaffe, dann passiert jenes und dieses. Das heißt, dieser Druck war immens groß. Nichtsdestotrotz hat mir das Lernen immer Spaß gebracht, weil ich immer das toll fand, was ich nachher wusste, was ich vorher nicht wusste und was ich alles lernen kann, wenn ich dann doch an mich glaube. Und da war für mich dieses Mentale unheimlich wichtig. Ich fand zum Beispiel Mathe immer super. Und ich bin natürlich auch mit dieser Einstellung reingegangen, Super, Mathe bringt mir Spaß. Ich kann das. Wenn ich es jetzt nicht kann, dann muss ich nur noch ein bisschen mehr überlegen und mir Sachen rausschreiben. Ich finde schon die Lösung. Und in Deutsch war das eben nicht so. Entweder mochte der Lehrer meinen Aufsatz oder nicht. Das fand ich immer so unfair. Darum mochte ich immer eher diese technischen Sachen.
Viele von uns Eltern spüren ja diesen Druck, also dieses Lernen, Leistung, gute Note und viele verstehen ja auch, das hat dann was mit der Schule und der Schulform zu tun. Suchen die eine andere Schule oder es hat was mit unserer Gesellschaft zu tun. Es gibt auch Menschen, die verlassen dann das ganze Land. Es hat was mit der eigenen Prägung zu tun. Dann gibt es Menschen, die gucken bei sich, was ist aus deiner Sicht so der wesentliche Punkt zu diesem Druck, den vielleicht die meisten auch nicht verstehen oder übersehen.
Wir dürfen uns bewusst werden, dass dieser Druck, den wir selber spüren, der hat was mit uns zu tun, weil es unsere Prägung. Für mich war damals, wie gesagt, Noten unheimlich wichtig. Das heißt, was habe ich meinen Kindern mitgegeben? Noten sind auch wichtig. Als mein Sohn in der zweiten Klasse, er wurde in Bayern eingeschult, eine 3 in HSU bekam, habe ich gedacht, das geht nicht. Mein Kind ist doch nicht doof alleine, was für eine Vorstellung. Aber das war damals mein Denken. Und dann habe ich gedacht, ich muss mehr aufpassen, dass er jetzt lernt, dass er keine 3 mehr schreibt. Und das ist der Druck. Und der Druck ist dadurch entstanden, dass ich so aufgewachsen bin und dass mir das auch suggeriert wurde. Ich weiß, dass ich in Bayern haben mir die Eltern erzählt, sie setzen sich morgens schon mit ihren Kindern hin, um Lernwörter zu lernen. Nee, das ist ja blöd, so was will ich gar nicht. Aber als mein Sohn jetzt mit dieser 3 kam, habe ich gedacht, vielleicht ist das dann doch der Weg. Das heißt, selbst wenn ich mir vorher sicher war, dass das nicht mein Weg ist, habe ich mich von dem, was außen um mich herum passiert, unheimlich beeinflussen lassen. Und dazu gehört nachher wirklich was. Das ist ja die Message, die ich den Eltern sage. Überlege ich euch, was für euch wichtig ist. Und natürlich, vielleicht sagen sie auch Zensuren und okay, wenn dich etwas stört, dass dein Kind jetzt eine schlechte Note hat, überleg mal, ist das wirklich so? Das, was du glaubst, ist das wirklich so? Und dann sagen mir viele natürlich, Zensuren sind super wichtig. Und nur wenn mein Kind gute Zensuren hat, einen guten Schulabschluss hat, dann öffnen sich alle Türen. Dann sage ich, okay, aber was hältst du davon, wenn sich die eine Tür, die für dein Kind geeignet ist, sich öffnet? Und dazu darf dein Kind wissen, welche Fähigkeiten, welche Stärken es hat. Und ich glaube, das ist einfach dieser immense Druck, der auf uns Eltern lastet, der uns von außen gegeben wird und dass es unsere eigene Prägung ist. Und da dürfen wir einfach mal anders rangehen. Und wir haben es in der Hand. Das ist Ja, das Gute, wie gehen wir da anders ran in dem Moment, wo dich irgendetwas stört an deinem Kind, an dem, was gerade passiert, zu überlegen, okay, was hat denn das mit mir zu tun? Warum ist denn das jetzt so? Warum bringt mich das auf die Palme? Warum erzeugt das jetzt so einen Druck? Und dann darüber bewusst zu reflektieren, ist das wirklich so? Gibt es nicht auch Beispiele, die anders sind? Und was hätte mir in dem Moment vielleicht gut getan? Und ganz besonders finde ich ja diesen tollen Spruch, es gibt diesen Spruch, sei das Elternteil für dein Kind, was du damals gebraucht hättest. Ich würde nicht sagen, dass das so das Richtige ist. Ich würde sagen, sei das Elternteil, den dein Kind jetzt braucht, weil wir so oft von uns auf die Kinder, was wir gebraucht hätten und denken, das ist genau das Richtige fürs Kind. Aber wir sehen eigentlich gar nicht, dass das Kind vielleicht eine ganz andere Persönlichkeit hat. Und da dürfen wir offen sein. Wir dürfen offen sein, das Kind zu erforschen, anstatt es formen zu wollen nach unseren Lebenserfahrungen, die wir gemacht haben. Und wir meinen, was am besten ist. Die Welt hat sich so sehr geändert mit KI. Unbedingt. Da dürfen wir lernen, dass die Kinder sich diesen Veränderungen anpassen dürfen. Und das dürfen wir ihnen auch vorleben, dass Veränderungen zum Leben dazugehören.
Du sagst ja in deinem Buch auch, dass Haltung so eine Grundlage ist, diese innere Haltung der Eltern. Ich unterschreibe das. Und gleichzeitig habe ich letztens wieder bemerkt in einem Vortrag, in einem Webinar, wie viel Unverständnis da bei manchen Eltern war, Weil ich habe angefangen mit den Grundlagen, bisschen Wissen, bisschen innere Haltung. Und dann kam relativ schnell, das ist mir nicht konkret genug, ich brauche hier Tipps und so. Vielleicht kannst du mal sagen, weshalb für dich diese Haltung so wichtig ist oder der Anfang, der erste Schritt eigentlich ist.
Ja, das kann ich gerne. Und du hast gemerkt, ich überlege ein bisschen, weil ich gerade überlegt habe, was du mir erzählst, was du gerade deine Erfahrung berichtet hast, dass Menschen konkret was wissen wollen. Und dann habe ich überlegt, okay, woher kommt denn das? Das ist ja auch eine Art von Ungeduld. Und bevor ich auf deine Frage komme, was mit dieser inneren Haltung ist, diese Ungeduld kommt ja auch ganz groß daher von der Angst. Also Angst getrieben, Ich muss jetzt wissen, was jetzt los ist und ich muss es jetzt wissen, damit ich jetzt eine Lösung habe. Dadurch kommt diese diese Ungeduld und dadurch kommt er auf der Druck. Das ist ja alles zusammen Angst, Ungeduld und Druck. Gib mir jetzt das Mittel, dass ich das jetzt kann. Jetzt muss es sofort können. Und das ist zum Beispiel eine Sache, das ist ja auch eine Art von innerer Haltung. Ich muss es jetzt wissen und wir haben nicht mehr diese Zeit etwas auszuprobieren. Und ein Beispiel für die innere Haltung ist, wenn ein Kind eine schlechte Note hat, geschrieben hat und du hast vielleicht gedacht, es hätte mehr lernen müssen, dann ist eine Sache, wie du so antworten kannst. Naja, habe ich ja gesagt, hättest du mehr lernen müssen. Da hast du eine innere Haltung von deinem Kind macht es erstmal absichtlich. Es hat einen Fehler gemacht, das ist schlecht. Das ist diese innere Haltung. Hast du aber diese innere Haltung, Mensch, deinem Kind geht es jetzt vielleicht echt blöd, weil vielleicht merkt es ja, es hätte lernen müssen und dass du jetzt sagst, hättest mal mehr machen müssen, hilft in dem Moment nicht. Das heißt, in dem Moment, wo du einfach diese innere Haltung hast, dein Kind macht es nicht gegen dich, sondern hat es für sich gemacht, kannst du anders mit deinem Kind reden. Kannst du ist blöd jetzt oder oder einfach nur fühlt sich jetzt blöd an und dann sagt dein Kind entweder gar nichts knallt mit der Tür oder wie auch immer. Aber hinterher habt ihr sicherlich eine Zeit, wo ihr darüber reden könnt und dann kann ein K sagen, ja ist echt blöd. Ich habe gedacht, ich kann das und ich kann es nicht und vielleicht kannst du mir nächstes Mal helfen und dann habt ihr eine ganz andere Beziehung. Und das ist diese innere Haltung. Wenn du diese innere Haltung hast, dein Kind macht es nicht gegen dich, sondern für sich, kannst du ganz anders mit deinem Kind sprechen. Dein Kind ist offen auch für Tipps, die du aus all deiner Lebenserfahrung hast anzunehmen und es fühlt sich nicht für dein Kind an. Ich muss das jetzt so machen, weil meine Mutter oder mein Vater das so sagt.
Also die Haltung ist, das Kind macht das für sich, nicht gegen mich. Und dann im ersten Schritt das zu validieren, einfach das Gefühl, was da ist, was bei dem Kind da ist.
Ja, das ist so wichtig. Du hast ja auch schon so tolle Gäste in einem Podcast, wo es genau um Gefühlsregulierung geht und genau das ist es ja. Wir dürfen damit umgehen und teilweise fällt uns das schwer, weil wir haben ja die gleichen Sprüche gehört. Das ist jetzt nicht so schlimm, Hab dich nicht so oder hetz mal, habe ich dir doch gleich gesagt. Das sind ja die Sachen, die ich im Ohr habe, was meine Eltern zum Beispiel gesagt haben. Und nicht, weil sie mich ärgern wollten, ganz und gar nicht, sondern sie wollen ja immer das Beste und wir wollen ja auch das Beste für unser Leben.
Aber wir haben es doch dem Kind gesagt. Wir haben doch gesagt lernen und es hat nicht gelernt. Ja, auch eine Realität.
Ja, genau. Genau. Weil dein Kind, es gibt ja diese vier Grundbedürfnisse und ein Grundbedürfnis ist Selbstwirksamkeit. Und vielleicht ist das gerade diese Selbstwirksamkeit, die dein Kind in dem Moment nimmt für sich. Ich lerne jetzt nicht, Das ist jetzt meine Art und auch meine Autonomie alleine nur um zu zeigen, ich mache es anders als du. Das ist ja das große Thema auch in der Pubertät nachher, wo dein, wo die Kinder sich selbstverständlich ihren eigenen Weg gehen wollen und überlegen dann, okay, wo kann ich meinen eigenen Weg gehen? Aber meine Eltern, für den ist die Schule so wichtig, okay, dann lehne ich mich da einfach mal gegen auf und lerne jetzt einfach mal nicht mehr. Also tief gesprochen. Und das Ganze passiert unbewusst. Das ist ja nicht eine Sache, wo die Kinder morgen aufstehen. Okay, Moment, ich bin jetzt in der Pubertät, ich mache jetzt was, was meine Eltern blöd finden und ich mache jetzt das. Das ist ja alles unterbewusst.
Wenn wir jetzt an dieser Haltung ein bisschen gearbeitet haben. Und das ist eine Übungssache, meine Überzeugung zumindestens auch, dass wir immer wieder auch uns bewusst sagen, okay, ich gehe jetzt zu meinem Kind, wie ich das dann auch sagen kann, okay, ich weiß Pubertät, das Kind schläft länger. Okay, ich gehe jetzt bewusst freundlich rein weg das Kind freundlich, weil es macht das nicht, um mich zu ärgern, dass es länger aufgeblieben ist, dass es jetzt nicht aufsteht. Also das ist so, wie ich das mache. Also eine bewusste Entscheidung zu okay, jetzt sind wir freundlich, wir denken, du schläfst immer noch, Ich habe dich schon dreimal geweckt. Also diese bewusste Haltung einnehmen, das zu üben. Aber wie beginne ich jetzt so eine Lerneinheit? Weil oft ist ja schon dieser erste Satz Sollen wir jetzt mal was lernen oder wir machen jetzt Mathe? Dann kommt so ein Gesichtsausdruck beim Kind oder Teenager, wo du denkst, okay, ich habe keinen Bock, sprich das Gesicht oder das Kind sagt das auch mit unfreundlichen Worten vielleicht unfreundliche Stimme. Wie beginnen wir so eine Lerneinheit?
Optimalerweise, ja, und ich würde ja gar nicht mal sagen, dass wir sie beginnen, sondern das Kind beginnt Lerneinheit, wenn es. Und für mich, also zu mir kommen ja ganz viele Eltern, die Ich kann mein Kind zum Lernen nicht motivieren. Wie kann ich mein Kind zum Lernen motivieren? Und ich würde erst mal sagen, ist das schon mal der erste Trugschluss. Ich muss mein Kind gar nicht zum Lernen motivieren, sondern das Kind darf für sich diese Notwendigkeit oder wie auch immer die Entscheidung für sich treffen, Ich will jetzt lernen, weil alles, was von außen zugeführt wird, diese extrinsische Motivation mit Belohnung und mit Bestrafung, das sind ja auch solche Sachen, die werden dein Kind nicht nachhaltig dazu motivieren zu lernen. Und in meinem Buch, mein Buch fängt ja nicht damit an, dass ich gleich die Lerntipps gebe für die Kinder, wie die Kinder jetzt lernen, sondern sie fangen bei den Eltern an. Weil wenn es mir so wichtig ist und ich habe so einen Druck, dass mein Kind jetzt lernt, dann spiegelt mein Kind mir das wieder. Ey Mama, wo ist denn der Druck? Warum hast du denn den Druck? Chill mal. Das spiegelt mir mein Kind und ich darf überlegen, okay, warum ist mir das so wichtig? Und dann komme ich wieder auf unsere Prägung. Und in dem Moment, wo ich mir dessen bewusst bin und da komme ich auf deine Bewusstheit, kann ich ganz anders reagieren. Ich kann dann mit meinem Kind reden und das ist wieder eine andere in der Haltung, wenn ich überzeugt bin. Mein Kind will lernen. Mein Kind ist ein Gerne Lerner. Das ist ja eins von meinen Sachen, die ich überzeugt bin. Wenn ich mit dieser inneren Haltung rangehe und mein Kind jetzt gerade keine Lust hat, dann kann ich zum Beispiel fragen, okay, was brauchst du? Jedes Kind ist anders. Manche Kinder brauchen vielleicht doch mehr Schlaf. Manche Kinder brauchen vielleicht auch mal Bewegung hin und wieder mal. Manche Kinder müssen sich auspowern. Manche Kinder brauchen auch vielleicht gerade anderes Essen, als dass sie jetzt irgendetwas nehmen, dass sie, wo die Verdauung damit beschäftigt ist, als dass sie Energie haben zu lernen. Manche Kinder ist das zu anstrengend. Sie wissen schon, wenn ich mich jetzt ans Lernen setze, dann dauert das eine Stunde und ich komme nicht weg davon. Dadurch ist der Ansatz, überhaupt etwas zu machen, viel zu groß. Dann sagen sie nee, Lernen ist anstrengend. Ich habe keine Lust und ich mache das nicht. Oder sie sind unterfordert. Auch diese Möglichkeit gibt es. Das heißt, einfach mal herausfinden, was braucht dein Kind in dem Moment, was es lernt. Und ich habe zum Beispiel vier Motivationstypen herausgefunden. Manche lernen über Herausforderungen. Das heißt, wenn du mit deinem Kind arbeitest oder möchtest gerne, dass es lernt, dann kannst du okay, wer ist schneller fertig? Du mit deinen Aufgaben oder ich mit der Geschirrspülmaschine ausräumen zum Beispiel. Manche Kinder brauchen die Sicherheit. Die brauchen, dass du im Ort im Raum bist, damit sie verstehen, okay, bei einer Frage können sie können sie mit dir sprechen. Manche Kinder brauchen Struktur. Die brauchen dann vielleicht Lernpläne und und dann kannst du dem Kind helfen, diese Lernpläne zu erstellen. Aber das ist nicht für jeden. Und manche Kinder brauchen eine Abwechslung. Die brauchen diesen Spiel und Spaß Effekt und vielleicht auch mehr Kommunikation. Und da gilt es eben herauszufinden. Und oft ist es ja so, dass die Kinder ganz anders gestrickt sind als wir Und dafür haben wir bekommen, damit wir sehen, es gibt noch andere Wege. Wie viel Warte mal. Genau. Und dann kannst du herausfinden einfach mal, wo eure Unterschiede sind und wie interessant das ist. Und du kannst dir vorstellen, wenn du jemand bist als Elternteil, der mega strukturiert ist und Lernpläne braucht und dann hast du aber jemanden und ich nenne den Chili Mango nach meinen Eissorten, der Abwechslung braucht und der braucht Spaß, dass das clashen kann. Wenn du sagst komm, hier, setz dich mal hin, wir machen hier mal einen Plan, will ich nicht Und dann clash das.
Der neue Kreis, der Väter läuft an, die Pre Works sind bereits gestartet und am 4. Dezember treffen wir uns zum ersten Kreisabend. Wenn du spürst, dass da mehr in dir steckt, mehr Kraft, mehr Ruhe, mehr Verbindung, mehr Führung für deine Familie, dann ist das dein Moment. Wir sind eine kleine feste Gruppe, drei Monate, sechs Abende, Deep Learning und Big Moves. Wenn in dir gerade ein Ja aufleuchtet, den Link findest du in den Shownotes. Und wenn du das hörst als Mutter und denkst, ey, das wäre was für meinen Partner, für meinen Mann, für den Vater unserer Kinder, dann schick ihm doch diesen Link. Wie finde ich heraus, was für ein Motivationstyp mein Kind ist?
Also ich habe dazu ein Quiz auf meiner Seite, da kann man mit Fragen herausfinden und auch indem du dein Kind einfach mal beobachtest. Beobachte dein Kind bei den Sachen, wo es wirklich drin aufgeht, wo es Spaß hat, wo es einfach lernt. Weil wir verbinden ja oft das Lernen mit dem schulischen Lernen. Aber wir sehen gar nicht, was das Kind alles noch nach der oder während der Schulzeit oder im Alltag lernt. Sei es ein Fussballtrick, Pokémon Karten, wenn es in der Grundschule ist oder die Fußballweltmeister können sie super auswendig lernen. Aber mit den 16 Bundesländern hapert das. Das liegt ja dann nicht an den Fähigkeiten, dass dein Kind das nicht kann, sondern einfach nur ein Interesse hat. Genau. Also achte einfach mal darauf im wirklichen Leben, im wirklichen Leben, im Alltag, wo dein Kind aufgeht, was es gerne macht und dann wirst du sehen, was für Faktoren es braucht. Oder sprich doch auch einfach mal mit deinem Kind. Warum hast du das jetzt so gekonnt? Was brauchst du dafür? Ah ja, ich brauche vielleicht die Diskussion mit Freunden oder ich wusste, dass ich das schaffe, weil du in der Nähe warst und dann wirst du das schon herausfinden.
Super. Das Quiz verlinken wir auf jeden Fall auf der Webseite auch. Das finde ich immer spannend. Es hilft so ein bisschen manchen Eltern einfach so eine Idee zu bekommen.
Ja, und vor allen Dingen einen anderen Blickwinkel. Chris Darum geht es, dass sie einen anderen Blickwinkel kriegen als das, was wir kennengelernt haben. Und woher sollen die Eltern, woher sollen wir Eltern das bekommen? Ich habe auch gedacht, mein Ich mache das, was für mich gut war und das mache ich für mein Kind. Und in dem Moment, als mein großer Sohn nicht lernen wollte und ich dachte, ich müsste mich neben ihn setzen, weil ich das ja so erfahren habe und er mir gezeigt Ne, ich will nicht lernen. Und mir aber die Beziehung so sehr wichtig war, durfte ich einen anderen Weg gehen und ich durfte ihn sehen, wie er ist, was er braucht.
Wie hast du das gemacht?
Dann Ich war mutig genug, ihn seinen Lernweg gehen zu lassen und war weiterhin in in Kontakt mit ihm, weil das ist ja auch etwas Großes, was Eltern mir sagen, okay, ich habe alles probiert, ich habe die Zügel, ich habe die Zügel eng angenommen, ich habe losgelassen und nichts funktioniert. Und da kommt wieder die innere Haltung. Bei dem Loslassen ist es nicht ein du kannst machen, was du willst, es ist mir egal und ich achte mal da drauf, sondern ein Loslassen ist eine bewusste Entscheidung. Ich vertraue dir, dass du deinen Weg gehst und ich bin da, wenn du mich brauchst. Und ich frage dich auch natürlich darf ich dich fragen, was machst du gerade in der Schule, was hast du für Probleme, was sind deine Herausforderungen, was hat gut geklappt? Das heißt ja nicht, dass das Thema Schule total ausgegrenzt wird, kann er auch gar nicht. Ist der Lebensmittelpunkt momentan deines Kindes und dadurch auch in der Familie. Das heißt, in dieser offenen inneren Haltung rangehen und dein Kind entdecken wollen, was braucht es, was war gerade in der Schule Und ja, manchmal sagen die Kinder keine Ahnung oder gar nichts, aber und knallen dann mit den Türen, weil das vielleicht in dem Moment nicht richtig war, aber in einer anderen Situation beim also ich habe besonders gute Gespräche gehabt abends, wenn ich die Kinder ins Bett gebracht habe, okay, wir sprechen hier von zehn, Elfjährigen, ja auch da noch war dann auch noch gute Gespräche, wenn sie dann abgeschaltet haben von dem, was im Alltag passierte oder auch bei irgendwelchen Fahrten zum Einkaufen oder zu irgendwelchen Sportveranstaltungen, dass wir darüber gesprochen haben, also immer in Kontakt bleiben. Und was wir auch festgestellt haben, als wir darüber gesprochen haben im Vorgespräch, dieses wirkliche Zuhören, wirkliches Zuhören, also nicht einfach nur ich höre dich, sondern zuhören mit Interesse, also gerne mal das Handy dann aus der Hand legen oder auch mal den Computerbildschirm runterklappen, wenn ein Kind kommt und das gerade passt und auch nachfragen interessiert nachfragen, dass dein Kind merkt, ah, meine Eltern sind an mir als Person interessiert und nicht an meine Schulentwicklung.
Ja, so wichtig. Ich finde, wir können auch, also für Eltern, denen das nicht so leicht fällt, es gibt auch die Möglichkeit, bewusst Gespräche zu gestalten. Und wie war es in der Schule ist dann oft, wenn es mit dem Lernen nicht so klappt scheiße, da will ich nicht drüber sprechen. Und da spezifischer zu fragen, das geht auch mit Kleinkindern, das kann man auch Kita schon machen, aber auch da ist zu sagen, okay, was war heute wirklich Scheiß in der Schule oder was war heute überhaupt Scheiße? Kann man auch beim Abendessen machen. Jeder darf einmal sagen, was heute der große Shit des Tages war.
Ja, genau. Genau.
Und wenn man es offen macht, sagt, es muss nicht von der Schule kommen, dann kann es auch sein, dass dann Kinder sagen, ja, das hat jemand fast umgefahren auf dem Fahrrad oder sagen, ich habe was Nachrichten gehört, hat mich geärgert und so. Und dann kommt man in den Austausch und genauso gut kann man dann danach fragen und ich finde es gut, mit dem Shit erstmal anzufangen, um danach das Positive zu sagen, okay, und wovon warst du heute richtig begeistert, wo warst du dankbar oder was hat deine Herzen oder was auch immer, wie die Sprache der Kinder ist oder und sowas zu fragen und das aber mit allen zu machen und mich damit einzuschließen oder Partnerin und dann auch zu sagen, okay. Und da kann ein tiefer Austausch so erfolgen.
Ja, absolut. Und das stärkt ja die Beziehung. Und die Beziehung ist ja das Fundament zum Lernen, dass mit dem Lernen klappt. Und jetzt kann man vielleicht denken, was hat denn, dass ich jetzt gefragt werde, was war das Blödste, was mir an dem Tag passiert ist, Was hat denn das jetzt mit dem Lernen zu tun? Naja, alles. Erstmal kann ein Kind sich wirklich auskotzen und sagen, was vielleicht blöd gelaufen ist und gleichzeitig sprecht ihr. Und das finde ich so einen wichtigen Punkt, dass du das sagst, dass es geht um alle. Es geht ja nicht nur um Ausfragen des Kindes, sondern das Kind darf ja auch gerne teilhaben an deinem Alltag. Und das ist ja, dadurch seid ihr ja ein Team. Das heißt, eine Familie ist im besten Fall ein Team, wo jeder versucht, dass der andere die beste Version seiner selbst wird und nicht eine Ansammlung von Menschen, was eine Gruppe ist, sondern ihr seid ein Team. Und damit wächst die Beziehung und damit nimmt dein Kind auch viel besser die Tipps an. Wenn du mal einen Tipp hast, möchtest du eigentlich mal hören, wie ich das früher gemacht habe. Wenn die Beziehung stimmt, wird dein Kind sagen, jo, erzähl mal oder nee, brauche ich nicht. Und dann ist es die Herausforderung bei uns, wenn dein Kind sagt, nee, brauche ich nicht auch wirklich nichts zu sagen. Manchmal hat das geklappt bei mir, aber manchmal wollte ich das auch einfach nur mal loswerden. Habe ich die Tür aufgemacht, habe meinem Kind meinen Tipp gesagt, den ich sagen wollte und habe gesagt, ich weiß, du willst sie nicht mehr hören, aber ich woll dir gesagt haben und habe die Tür dann zugemacht, dass mein Kind das auch versteht, dass ich auch nur ein Mensch bin.
Ich kann auch nur warnen davor, weil wenn man diesen Weg geht, passiert es ja, dass die Kinder lernen von uns und die beginnen auch dann uns zuzuhören und uns auch dann Tipps zu geben und zu sagen, Papa an der Stelle, aber wieso machst du das? Oder ne, wie wäre es, wenn du das anders machst oder oder kluge Fragen stellen. Es hört sich nicht an, als bist du damit glücklich.
Ja und was Ja und dann finde ich echt herausfordernd. Ja, das ist richtig und gleichzeitig können wir auch sagen, finde ich gut, lass mal hören und dein Kind darf ja auch verstehen, dass du es denn trotzdem nicht so machen musst. Wie verstehe das. Interessanter Gedanke. Ich nehme den mal mit, das kenne ich noch aus meiner Beraterzeit, ich nehme den mal mit den Gedanken. Ja sehr gut. Also die Beziehung und das, was du sagst, das ist also ich finde das nach wie vor wichtig und ich finde das auch sehr wichtig, wenn man im Austausch ist. Ich habe dazu einmal ein Würfel entwickelt, wo man dann würfelt, wo man auch sagt, sag dem rechts neben dir seine drei Stärken, die du siehst. Cool, das ist, wenn jemand sagt, das sind deine Stärken. Ich habe das mal mit meinen Kindern gemacht, da waren die kleiner, da war glaube ich 6, 8 und 12 und dann mussten wir haben, mussten wir, durften wir uns gegenseitig die Stärken aufschreiben und ich habe da sehr witzige Sachen bekommen. Eine ich glaube meine Lütte hat gesagt, du kannst so toll die Wäsche zusammenlegen. Okay, fand ich dann auch eine ganz tolle Stärke, aber das ist dann in ihrem Umfeld gewesen, was ihre Stärke dann, was sie dachte, was meine Stärke sei Und diesen Zettel habe ich immer noch und mittlerweile sind meine Kinder Kinder 19, 21 und 25 und es ist immer sehr witzig, diesen Zettel einfach noch mal vorzunehmen und zu gucken, was der eine über den anderen gesagt hat.
Ja und was für eine schöne Lektion auch in Demut, weil wenn ich sehe, dass mein Kind etwas an mir sieht, was mir vielleicht überhaupt nicht so wichtig ist, könnte das andersrum ja auch so sein.
Das stimmt. Das ist ein interessanter Blick, den habe ich noch gar nicht so gesehen. Das hast du recht. Ja, das stimmt.
Weil wir denken immer oh, du hast doch diese Stärke, sieh die doch mal. Sei selbstbewusst. Das Kind interessiert die Stärke vielleicht gerade gar nicht, sondern dem ist was anderes wichtig. Die Pokémon Karten, das Pferd oder Fußballspieler oder der stand in irgendeinem Online Game.
Ja nächstes Level bei Minecraft geschafft zu haben. Absolut. Und wer sind wir, dass wir sagen, das ist nicht wichtig.
Okay, das ist die Haltung. Was ist denn jetzt dieser Gerne Lerncode? Weil du sagst ja, alle Kinder sind Gernlerner und es gibt einen Gerne Lernen Code.
Richtig? Den gibt es, den Gerne Lerner Code. Und der besteht eben aus verschiedenen Bestandteilen. Einerseits ist diese innere Haltung von uns so sehr wichtig, welche innere Haltung wir haben. Dann ist es auch wichtig, dass wir uns kennenlernen, dass wir unsere Stärken kennenlernen. Das heißt nämlich, wenn wir bereit sind, unser Kind zu sehen, wie es ist, dann kann das sein, dass von links und rechts irgendwo Gegenwind kommt, die dann Nee, das geht nicht. So kannst du das nicht machen. Und da brauchen wir eine innere Klarheit und eine innere Selbstsicherheit zu okay, das ist mein Weg und der passt für uns und für unsere Familie. Das heißt, da brauche ich da darf ich meine Stärken sehen. Und ich weiß, wenn ich mit den Eltern arbeite und sage so, jetzt nennen wir mal 50 Stärken, dann kriege ich erstmal eine Schnappatmung und dann sagen sie 50, dann kommen sie vielleicht auf 3 und es ist so wichtig, wirklich mehr, mehr zu Also drei ist schon mal toll. Und gleichzeitig können wir mehr Stärken haben. Und dann sage ich bei den Eltern, sage ich Mensch, frag doch mal deine Freunde oder Bekannte und Familien und dann kommen sie wirklich mit einer Liste an Stärken raus und ich sehe richtig, wie sie strahlen und das macht doch was mit uns. Ich meine, Chris, wenn ich dir sage, ich finde das so toll, deine Fragen, die du stellst, die sind wirklich so. Ich habe das Gefühl, du hast wirklich Interesse daran. Das ist doch auch eine coole Stärke. Und vielleicht bist du dir dessen bewusst, weil du es schon öfter gemacht hast. Angenommen, du hättest nicht gewusst würdest du sagen, ach so, das ist doch normal, dass ich das so mache, dass ich mich dafür den Menschen interessiere. Und es macht ja was, wenn auf einmal jemand anders das sagt. Das ist so. Darum jeder, der den Podcast hört, macht es einfach mal. Geht mal zu Freunden, lasst euch mal erzählen, was die an dir so schätzen und spür mal, was das mit dir macht. So, das ist einmal diese innere Selbstsicherheit, die ich brauche. Dann das Mindset, dieser innere Denkrahmen, den ich habe, denke ich, mein Kind macht es gegen mich, denke ich, Schule ist blöd, Lehrer sind sowieso blöd. Dann hat das auch alles einen Einfluss auf dein, auf dein Kind und wie du mit deinem Kind sprichst. Denkst du, wenn ein Kind nicht lernen will, dass es dich ärgern will, dass es das nicht machen will Oder denkst du, okay, es braucht was anderes. Was ist es gerade? Vielleicht ist auch emotional gerade beschäftigt, weil es sich mit einer Freundin gestritten hat. Das heißt, mit dem, wo du dann einen anderen Denkrahmen dir selber gibst, siehst du Lösung, anstatt dass du die Probleme siehst. Wie oft fragen wir, warum lernt mein Kind nicht? Dann kriegst du auch Antworten, nämlich weil dein Kind faul ist, weil du nicht genug durchgreifst, weil in der Schule ist das so schwer, dein Kind wird es sowieso nicht verstehen und so weiter. Und wie hilfreich sind diese Antworten? Gar nicht. Das heißt, wir dürfen uns da hilfreiche Fragen stellen. Das gehört auch zum Gerne Lerner Code. Das heißt, es sind so verschiedene Faktoren. Und das Wichtigste ist die Beziehung. Für mich ist die Beziehung wie die Eiswaffel. Wenn die brüchig ist, dann hält die Eismasse nicht. Und wenn die Beziehung, die Eiswaffel intakt ist, kannst du alles darauf aufbauen. Und dazu dürfen wir erstmal eine gute Beziehung auch zu uns haben.
Ja, das ist deinem Buch sehr deutlich. Das darf vorweg. Wo kommen jetzt die Tipps?
Ja, genau, genau. Also mir geht es im ersten Moment wirklich darum, dass wir Eltern, dass es uns gut geht, dass wir diesen Druck nicht mehr spüren, weil noch mal, dieser Druck erzeugt kommt von der Angst und der erzeugt eine Ungeduld. Und es muss jetzt passieren. Und wenn wir und ich höre schon, ja, wie soll das funktionieren? Ich habe das und das und das, ich arbeite erwerbstätig, ich muss um zwei zu Hause sein, dann muss das Essen auf dem Tisch stehen und dann muss ich noch mit dem Kind lernen, ja, kenne ich, habe ich genauso gehabt. Und umso wichtiger ist, dass du verstehst, wie du diesen Druck loswerst. Einerseits ein Tipp, den ich dann hatte, habe in meinem Buch, ist, der Druck entsteht ja auch mental, weil du so viele Sachen im Kopf hast. Also pack deine, hab einen Ort, wo du deine Aufgaben sammelst, dass du schon mal nicht den Druck hast, wo habe ich jetzt das hingeschrieben, Ich weiß, ich habe das hingeschrieben, sondern hab einen Ort, wo du deine Aufgaben sammelst. Dann sprech alles drauf, was du an Kopf, an Ideen im Kopf hast und sammel das an einem auf, an einem Ort. Das ist zum Beispiel eine Sache. Oder was du auch gesagt hast, wenn du dein Kind weckst, du musst jetzt aufstehen. Das hatte ich übrigens nie. Meine Kinder sind immer eigenständig aufgestanden, weil sie wussten, dass es deren Entscheidung ist und sie haben es dann auch gemacht. So was hätte ich jetzt gemacht, wenn sie es nicht gemacht hätten. Also einerseits in der Oberstufe können sie mir sowieso alles erzählen, wir haben Freistunde und ich weiß das nicht. Das heißt, Kontrolle ist ja immer ein schlechter Ratgeber. Vertrauen ist ja immer das Beste und die Kinder dürfen auch wissen und ich finde nicht, dass sie sich das Vertrauen verdienen dürfen, sondern ich finde, das ist etwas, was sie von uns haben.
Vertrauen wird gegeben, nicht verdient.
Genau, absolut. Meine Kinder müssen das Vertrauen, mir nicht, müssen das nicht verdienen. Die haben das. Und was bei mir auch eine Schwierigkeit mal war, ich hatte immer das Gefühl, ich gebe, ich gebe, ich gebe und dann habe ich das Gefühl, mein Kind muss mir es auch zurückgeben.
Oh ja, oh, das ist auch ein guter.
Genau. Und das ist unfair. Ist auch meine Entscheidung, dass ich das gebe. Und dann habe ich mir überlegt, okay, möchte ich jetzt weniger geben? Nee, möchte ich nicht. Und ich möchte, wenn mein Kind mir das nicht zurückgibt, dann kann ich ja mit meinem Kind sprechen. Ich kann sagen, guck mal, ich mache das und jenes und dieses für dich und ich möchte es machen, Ich mache es auch, wenn du mich nicht zurückgibst. Und gleichzeitig fühlt sich das so viel schöner an, wenn ich irgendeine Resonanz von dir bekomme. Und so können wir schon mit unserem Kind sprechen, damit sie das auch verstehen, dieses Zwischenmenschliche und nicht weil du nicht das tust, mache ich das auch nicht mehr. Das ist ja blöd. Da war aber vorher ein anderer Punkt, Chris, den ich sagen wollte, mit dem Druck und mit dem mit dem Druck aufstehen und Kontrolle, weiß ich nicht mehr. Kommen wir zu, wenn es wichtig war, kommen wir dazu.
Was ein großes Thema ist, wir hatten es auch schon angeschnitten, sind ja die schlechten Noten und diese Fehlerkultur. Und wir haben ja eigentlich als Eltern alle gesehen, wie Lernen natürlich geht. Krabbel lernen, laufen lernen, sprechen lernen, all das geschieht ja in so einem Ausprobieren, Nachahmen und in einer liebevollen Begleitung. Oh, du hast dich hingestellt oder hast dein erstes Wort gesagt. Da kommt unfassbar viel in der Regel positiv gestimmtes Feedback von den Eltern und eine Freude über jeden neuen Schritt. Und wenn ich dann mal hinfalle oder was Falsches sage und ich meine Kinder sagen nur falsche Sachen, die ersten Jahre, die sprechen nicht perfekt. Es braucht Jahre, bis die ihre Muttersprache fließend perfekt sprechen. Wie können wir das übertragen auf das schulische Lernen? Oder braucht es an der Stelle was völlig anderes?
Also du siehst ja, die natürliche Lernfreude ist einfach da und die natürliche Lernfreude ist auch außerhalb der Schule da, nämlich dann, wenn sie mal oder sonstiges lernen und ist auch da, wenn sie aus der Schule rausgehen, nur nicht in der Zeit, wo sie zwischen 8 und 2 Uhr sitzen und dann in der Schule sind. Und das ist ja eigentlich schade. Und da dürfen wir, wir können das Schulsystem nicht ändern, wir können es nicht so schnell ändern. Und wir gleichzeitig können wir aber die Veränderung für unser Kind sein, indem wir eine andere Priorität setzen, indem wir einen anderen Fokus setzen, weg von den Zensuren, die auch nur eine Momentanaufnahme sind. Das heißt, wenn du jetzt eine fünf in Mathe hast und du hast gezeigt, dass du die binomischen Formeln vielleicht gar nicht kannst, hast es aber danach gelernt, fünf Minuten danach reicht ja schon, steht trotzdem die fünf da, die dir offensichtlich zeigt, du kannst es nicht. Und das stimmt ja nicht. Das heißt, wir dürfen weggehen von dem Fokus auf die Zensuren, die uns eine Vergleichbarkeit vorgaukeln, die es gar nicht gibt, hin zu dem Prozess. Also was hat dein Kind auf dem Weg dahin gelernt? Also und das auch während des Lernens gerne auch bewusst machen, weil für die Kinder ist das ja auch lerne. Genau, ich lerne, dann passiert, ich schreibe die Arbeit, dann passiert vielleicht zwei Wochen nichts, drei Wochen, vier Wochen, dann kriege ich die Arbeit wieder, die mir dann sagt, was ich vor x Wochen gelernt habe. Und das ist ja verkehrt. Das heißt, während des Prozess des Lernens darf ich ja schon mal mein Kind darauf aufmerksam machen, was es jetzt weiß, was es gestern noch nicht wusste, dass es selber merkt, ah, ich bin selbstwirksam, ich kann lernen, ich weiß jetzt mehr. Und dass das Kind merkt, ich merke mir einfach mehr, ich weiß mehr. Und wenn dann die Zensur kommt, die jetzt vielleicht nicht dieses gewünschte Ergebnis hat, sich das anzugucken. Und da auch in der Arbeit gibt es sicherlich Sachen. Guck mal, das hast du gelernt, das hast du super angebracht und den Fokus auf das, was es geschafft hat. Und natürlich kannst du sagen, okay, was machst du nächstes Mal anders? Was war das, dass du das Wissen, was du hattest, nicht abrufen konntest? Hast du vielleicht das Falsche gelernt? Kann ja auch sein. Hast du vielleicht, warst du aufgeregt, dass du das nicht gerade abrufen konntest? War neben dir das Fenster offen oder war gerade der erste Advent und du hast dich so sehr gefreut, dass die erste Kerze anmachen konntest. All das kann sein. Ich hatte ein Mädchen bei mir im Lerncoaching, die hat eine Mathearbeit am 1. Dezember geschickt geschrieben und war überhaupt unter ihren Möglichkeiten. Das, was sie normal konnte, sagte ich war so aufgeregt, das war der Adventskalender. Ich habe das erste Türchen aufgemacht und die war einfach aufgeregt. Und das darf man dann auch sehen.
Also noch mal wieder diese mein Blick auf die Noten und dann zu gucken, was ist eigentlich das, was das Kind gelernt hat und das zu spiegeln, auch zu sagen, okay, hier, guck mal, da hast du was richtig gemacht. Wie diese Idee zu sagen, wie wäre es, wenn wir alles ankreuzen würden in grün, was das Kind richtig gemacht hat in einem Vokabeltest oder in einem Deutsch, in einem Aufsatz zu sagen, jedes Wort das richtige ist, wird grün und kreuz statt alles, was rot, was falsch ist, rot. Okay.
Und auch auf das, was der Fokus war. Ich hatte jetzt einen Jungen bei mir im Lerncoaching, der hatte Angst vor seinen Arbeiten und der hat eine Arbeit geschrieben und darauf haben wir ihn vorbereitet. Auf mental mit mentalen Strategien und dass er diesen Druck nicht mehr spürt. Und er hat diese Arbeit geschrieben. Ich glaube Er hat eine 3 bekommen und dann sagt er, sage ich, bist du zufrieden? Ja, aber blablabla meine ich. Okay, lass uns darauf gucken, auf was wir den Fokus gesetzt haben auf warst du aufgeregt, hattest du den Druck? Ne, überhaupt gar nicht. Ich hab einfach gemacht, was für ein Erfolg, was für ein Erfolg das ist. Und das darf er sehen. Er darf nicht sagen, naja, ist ja logisch sowieso, sondern das ist der Erfolg und Erfolge sehen wir immer gerne und Erfolge motivieren.
Wie habt ihr das gemacht? Die Angst, weil das ist ja auch etwas, wo Kinder dann, wenn sie merken, das funktioniert nicht und diese schlechten Noten sich immer wieder aufsummieren, kommt ja auch diese Erfahrung, ich kann das nicht. Und dann kommt ein wahnsinniger Druck vor. Arbeiten kann übrigens auch kommen, wenn ich immer gute Noten schreibe. Da hatte ich eine Folge mit Stefanie Rietzler zu Perfektionismus bei Kindern kann auch sein, die haben immer gute Noten, können das aber nicht zu sich nehmen. Das dann genauso groß die Angst. Wie seid ihr mit dieser Angst umgegangen? Oder wie können Eltern damit umgehen?
Also wichtig ist erstmal zu wissen, woher kommt denn eigentlich die Angst? Und denn das kann ja auch sein, dass das Kind immer wegen den Noten gelobt wurde. Oh, du bist so schlau und du bist wieder ein Vater. Das war genau, also du bist so schlau und das hat es ja immer wieder gehört. Das heißt, wenn ich gute Noten, hat das Kind abgespeichert, Wenn ich gute Noten habe, bin ich schlau, Wenn ich schlechte Noten habe, bin ich doof. Und damit dürfen wir erstmal arbeiten, dass das überhaupt gar nichts damit zu tun hat. Und auch das kommt nicht unbedingt immer von den Eltern. Das kam kann auch von den Großeltern kommen. Ach du bist ja genauso schlau wie. Und dann haben wir diesen Fix Mindset und nicht dieses Groß Mindset. Das heißt, wir dürfen Fehler machen. Das ist die eine Sache. Und bei dem Kind hat sich im Kopf manifestiert, dass er sagt, okay, diese Arbeit ist mega wichtig, davon hängt alles ab. Davon hängt ab, was für eine Note ich bekomme. Und das erzeugt natürlich mega Druck. Das heißt, wir sind rangegangen, haben das erstmal relativiert. Wie kommt so eine Note überhaupt zustande? Was sagt diese Note überhaupt aus? Dann hat er das vom Verstand her verstanden, aber im Gefühl ist ja immer noch was anderes. Das heißt, wir haben uns dann angeguckt, in welcher Situation ist er denn eigentlich entspannt und gelöst und haben dafür denn auch Synonyme gefunden, dass in dem Moment, wo er, wo er merkt, oh der Druck kommt, dass er sich wieder in diese entspannte Situation zurück katapultieren kann. Und was wir auch noch gemacht haben, wir haben die Situation simuliert, wie es ist, wann er am meisten den Druck verspürt hat und dann in Gedanken das positiv besetzt, weil das ist ja das Coole am Gehirn. Das Gehirn muss es ja nicht wirklich lernen, sondern es kann es sich auch einfach vorstellen, wie es sein kann. Und was haben wir dann gemacht? Das ist eben auch ein Mentaltraining, das machen wir dann nicht einmal, sondern es ist wie ein Training. Und da hat er sich dann eben vorgestellt, wie er die Arbeit umblättert. Er bleibt ruhig und wenn er merkt, da kommt was hoch, dann erinnert sich an diese entspannte Situation. Und das hat er öfter im Kopf durchgegangen. Und dadurch hat sich diese andere Autobahn aufgrund dieser tollen Neuroplastizität gebildet, dass sein Gehirn dann wusste, okay, ich muss nicht immer diese 8, diese abbiegen nehmen Druck, sondern ich kann auch die andere. Und damit hat er das geschafft.
Ja, so wichtig glaube ich diese Botschaft auch, dass das möglich ist, mit diesen noch mit Ängsten zu arbeiten und das zu verändern. Und das brauch meine Erfahrung auch häufig halt einfach Übung, Wiederholung. Ich kenne auch Menschen, die nach einer einzigen Sitzung eine Veränderung haben, aber in der Regel ist es eine Übungssache.
Und was du auch gesagt hast, ist das Thema Angst. Die ist ja nicht schlecht, die hat ja einen Grund. Da war und das hat er auch erkannt. Er hat gesagt, okay, ich bin konzentrierter, weil ich sie hab. Super, das heißt, sie hat ja Nutzen und jetzt brauchst du sie vielleicht nicht mehr Und dann kannst du ja das auch sagen, wenn sie kommt, sagst du Mensch, klasse, dass du da bist, ich brauche dich gerade nicht, Ich kann anders reagieren. Dass er auch diese Angst praktisch externalisiert, sagen wir da, dass er sie herausnimmt und sagt, klasse, dass du da bist, brauch dich nicht, du kannst gerade Pause machen. Also nicht wegdrücken, weil alles, was wir wegdrücken, kommt ja auf irgendeiner anderen Seite wieder hoch.
Ja, ich kenne das von meiner Auftrittsangst und da war ich bei Toastmasters ist ein Programm, man lernt auf der Bühne zu reden ein bisschen so Peergroup mäßig, also Menschen, die auch glaube ich keine Ahnung haben davon reden, sondern das sind alles Leute, die auf dem Weg sind und man kriegt da Feedback. Eine großartige Sache Und da habe ich auch einmal gemerkt, da kam plötzlich, als ich bei so einem Wettbewerb auf die Bühne kam und ich ging auf die Bühne zu, habe ich eine Wahnsinnsangst wieder gespürt und das halt um zu frame zu sagen, es ist eine Aufregung. Excitement im Englischen ist ein bisschen feiner, da gibt es Excitement, das ist eine positive Aufregung, da freue ich mich auf was und das ist möglich das umzuframe.
Und das wirklich zu verändern, den Nutzen dahinter zu verstehen.
Das gibt mir jetzt die Energie. Es geht um was jetzt aufpassen, das ist ja auch wichtig, ob ich auf der Bühne stehe oder ob ich eine Arbeit schreibe. Es ist eigentlich wichtig, dass ich mich jetzt konzentriere.
Ja genau genau Und wenn das genau wenn du das verstanden hast, das ist nicht gegen dich ist, sondern für dann hast du eine ganz andere innere Haltung. Komme wieder auf diese innere Haltung. Genau kommen wieder darauf. Richtig. Also insofern es hilft ein du brauchst keine Angst zu haben, hilft den Kindern dem Zusammenhang nicht wirklich.
Genau und die Botschaft ist möglich, man kann damit arbeiten und man kann das auflösen. Danke dir.
Absolut. Ich habe ich kann noch mal zurückkommen zu dem Punkt, den wir vorher hatten. Mir ist er wieder eingefallen und zwar hatte ich ja angefangen, dass ich gesagt habe, wir sind hin und her, wir sind in unserer Erwerbsarbeit, müssen um 14 Uhr da sein, dass wir selber diesen Druck haben allein schon auf das, was wir alles leisten. Und da geht es darum, wenn du in Kontakt kommst mit deinem Kind, wie als du dein Kind geweckt hast, du musst jetzt los zu gucken wie bin ich denn jetzt gerade drauf? Bin ich jetzt gerade gestresst oder bin ich in der Ruhe? Und wenn du gestresst bist, dann ist es das, was dein Kind dir spiegelt dann ich meine, wie oft sagen wir unseren Kinder treiben wir unser Kind an, weil wir müssen los, weil es gibt noch den Arzttermin, danach müssen Hausaufgaben und danach müssen wir essen und das ist ja ein Stress, den wir in uns haben Und wenn dein Kind in dem Moment vielleicht trödelt, dann sagt dein Kind dir noch, sagt dein Kind dir hey Moment mal, vielleicht kannst du auch irgendetwas rausnehmen aus diesem Stress, aus diesem Programm, was du hast, weil es dir selber nicht gut tut und wir können einen Schritt zurückfahren. Das heißt immer wenn du in Kontakt mit deinem Kind gehst, achte einmal darauf, Moment, bin ich hier gerade in der inneren Ruhe oder angespannt? Und dieses Angespannte spiegel dein Kind dir natürlich unbewusst. Und in dem Moment, wo du eine innere Ruhe ausstrahlst, überträgst du das auf dein Kind. Super, das wollte ich nur noch mal kurz, fiel mir noch mal ein, wo du jetzt auch gerade was mit Auftrittsangst sagtest, das eben da auch, dass wir einen großen Einfluss haben auf die Stimmung von unserem Kind. In dem Moment, wo wir eine Zuversicht, eine Ruhe ausstrahlen, ist es auch das, was das Kind aufnimmt.
Ja, danke dir noch mal für das Betonen. Lernen ohne Streit heißt ein neues Buch, das noch ein paar andere geschrieben Lernen ohne Streit ist quasi auch dein gerne Lerncode drin, sehr ausführlich beschrieben. Gibt es überall, wo es Bücher gibt. Ist auch vielleicht eine schöne, schönes Geschenk für die Eltern, weil man schenkt ja zur Schule statt und oft dann den Kindern was, aber das könnte man den Eltern schenken, finde ich. Also da großes Dankeschön für. Du hast im Vorgespräch gesagt, du würdest gerne andere Bücher schreiben.
Ja, würde ich, weil ich gesagt habe.
Ich habe manchmal Stress, solche dicken Bücher zu lesen. Was für Bücher würdest du denn schreiben wollen?
Das ist so richtig, Weißt du, wir sagen ja, oh Mensch, unsere Kinder können sich gar nicht mehr lange konzentrieren und so weiter. Und ich merke das aber an mir auch. Ich habe so tolle Bücher und wenn die Art dick sind und klein geschrieben sind, habe ich keine Lust, obwohl ich weiß, dass der Inhalt so, so, so wertvoll ist. Und dann kannst du sagen, okay, dann hör doch das Hörbuch. Oh ne, dann kann ich nicht vorspulen oder ich weiß nicht, wo diese Sache ist. Das heißt, was ich gerne möchte, also was ich immer super finde, ist Bücher, die nicht dick sind, schon mal klasse. Und ehrlich gesagt auch abgeschlossene Sachen. Also wo ich weiß, das ist ein Buch, wo vielleicht 240 Seiten sind, aber ich kann das Netflix mäßig lernen lesen. Das finde ich einfach klasse. Und das habe ich probiert in dem Buch Lernen ohne Streit. Das sind ja die ersten Seiten, die Tipps, die da sind. Du musst nicht das ganze Buch lesen. Du kannst auch rein und quer lesen. Das ist mir wichtig. Und gleichzeitig habe ich aber einen Teil drin, was das Filetstück ist, wie der Verlag sagte, wo es mir wirklich darum geht, um innere Haltung, um unsere Prägung und Lernen ohne Streit. Und ich glaube einfach, dass auch unsere Aufmerksamkeitsspanne reduziert ist, genauso wie bei den Kindern, dass wir es ja kaum schon, ich weiß nicht, ob du das auch kennst, wenn ich irgendwo warte, sei es bei ChatGPT oder bei Google, dann gucke ich doch noch mal kurz auf, ob ich auf WhatsApp was bekommen habe. Das heißt, ich warte auch nicht, bis das zu Ende ist. Das heißt das, was ich meinen Kindern manchmal sage, ey, warte doch, das ist bei mir genauso wenig. Und ich glaube, unsere Bücher dürfen sich da auch ein bisschen anpassen, weil in so vielen Büchern ist so tolles Wissen und wir lesen es einfach nicht, weil wir nicht bereit sind, die Zeit da zu investieren, weil wir schnelle Erfolge haben wollen. Ja, genau. Und trotzdem ist der Inhalt von den Büchern alle so toll und wir können nicht aus jedem Buch einen Film machen. Das wäre doch was, Chris. Oder wir machen einen Film davon.
Weil das halt, oder diese Seriencharakter, weil du wirklich diese einzelne Elemente konsumieren kannst. Ich habe irgendwo ein Reel gesehen, Netflix würde dich Hast du Lust, einen zwölfstündigen Film zu gucken? No way. Hast du Lust, 24 Episoden eine halbe Stunde zu gucken, die aber du alle hintereinander gucken willst? Ja, OK, komm her. Ist gar nicht so dumm, der Ansatz.
Und das ist eben dieses Cliffhanger. Und darum, wenn ich Serien gucke, mein Sohn, der Große, der guckt schon gar keine Serien, weil er sagt, oh ne, ich weiß genau, ich werde da drin gefangen. Und wenn ich Serien gucke, dann höre ich mittendrin bei einer Folge mittendrin auf, weil dann ist der Cliffhanger nicht und dann kann ich, dann geht das, dann ist es in dem Moment echt langweilig und dann kann ich aufhören. Das ist so meine, meine, meine Theorie oder meine praktische Sache, wie ich denn auf der die Medien nicht suchte.
Ja, danke dir, Trixi, danke dir für das Interview. Danke dir auch für deine Arbeit, also für deine Bücher und Alles, was du teilst, wo du Eltern und Kindern, Jugendlichen hilft, einfach mit dem Lernen einen anderen Blick zu bekommen. Ich finde das so wichtig, weil Vorgespräch auch gesagt, wie viel da verloren geht. Einfach weil wir, also wir beide halt nicht so begleitet wurden, wie es gut gewesen wäre, wo wir ganz anders vielleicht in Potenziale viel früher reingekommen wären, wenn wir mit unserer Besonderheit gesehen worden wären und gefördert worden wären. Und nicht dieses, du musst da reinpassen, sondern zu gucken, okay, wie kannst du in diesem System aufblühen? Weil das System, finde ich, muss nicht per se schlecht sein, auch wenn es natürlich schlechte Seiten hat. Aber wie du sagst, wir können da viel drin verändern. Und dafür bin ich dir dankbar für diesen Blick und für diese konkreten Schritte, wo du den Eltern hilfst. Wo kann man sich mit dir vernetzen? Wo bist du im Netz zu finden?
Also ich bin auf meiner Homepage natürlich unter Trixituma, auf Insta, Trixituma Lerncoach zu finden und auch auf LinkedIn.
Super. Alle Links packen wir in die Show Notes. Wie kann man mit dir zusammenarbeiten?
Einerseits kann man eins zu eins mit mir zusammenarbeiten, da arbeite ich dann mit den Eltern und mit dem Kind zusammen und also getrennt, aber in einem Programm. Und das Ziel ist eben ein entspanntes Familienleben, in dem Schule und Lernen in den Familienalltag reinpassen, wie das Eis essen im Sommer, so dass es wirklich natürlich ist, weil Lernen ist einfach, was natürlich ist. Also das ist ein Programm, das nenne ich stark im Team. Und dann habe ich ein Gruppencoaching für Eltern über den Gerne Lerner Code. Da gehen wir also für drei Wochen genau rein und das ist nur für Eltern. Das ist online. Das 1 zu 1 ist eigentlich übrigens auch offline. Also zu mir kommen auch Eltern hier in meine Lerncoach Praxis. Und dann habe ich ein Eis mit mir, also auf ein Eis mit Trixi, wo du mir eine Frage stellen kannst. Und ich gebe dir konkrete Tipps, wie das funktioniert, was du jetzt machen kannst, damit du gleich eine schnelle Abhilfe schaffen kannst, sowas wie eine Folge auf Netflix zu sehen. Und vielleicht suchtest du dann danach, weil du sagst, du willst mehr, weil du weißt, du kannst dein Leben ganz anders gestalten, als du es bisher dachtest.
Super, danke dir auch dafür. Jetzt zu den letzten Fragen, die ich allen meinen Gästen stelle. Wenn du an deine eigene Kindheit denkst, was hat vielleicht gefehlt, was du dir später selbst beibringen konntest.
Auf meine Bedürfnisse zu hören. Das hat mir gefehlt und das durfte ich erst mal lernen, dass auch meine Bedürfnisse wichtig sind und ich nicht nur gucken musste, damit es anderen Menschen um mich herum gut geht, um mich danach auszurichten, sondern dass es auch wichtig ist, was ich eigentlich möchte. Das durfte ich erst später lernen. Das hätte ich gern früher gelernt.
Wofür bist du deine Eltern dankbar?
Für den, für den Forscherdrang, für das Entdecken wollen. Mein Vater, egal, es ist 90 geworden und er war immer mit interessierten Fragen daran, dass er immer sich interessiert hat für dich, für mich, für dich. Auch vielleicht, wenn er dich gekannt hätte für mich, was in meinem Leben passiert und dass er meine Gedanken ernst genommen hat und nicht abgetan hat. Ich hab ich bin vom normalen Gymnasium runter auf Wirtschaftsgymnasium. Das war damals Nee, Wirtschaftsgymnasium zählt ja gar nicht, ist ja nicht wichtig, ist ja nicht so viel wert wie ein normales. Dann habe ich eine Lehre gemacht, dann habe ich angefangen, das haben meine Eltern alles mitgemacht und das finde ich schon toll. Und ich weiß noch, meine Mutter hatte gesagt nach meiner so jetzt bist du fertig, jetzt kann ich mich loslassen, weil jetzt hast du einen Job, womit du dein Geld verdienen kannst.
Wenn du werdenden Eltern drei Tipps mit auf den Weg geben könntest, deine drei Wahrheiten über das Eltern sein, welche wären.
Das verliere dich nicht selbst, nur weil du ein Kind hast. Also für mich war mein erstes Kind wirklich wie eine Vollbremsung. Ich war vorher Berater, bin überall in Europa bei Firmen gewesen. Auf einmal habe ich mein Kind gehabt und war angebunden und habe mein Leben nach meinem Kind ausgerichtet. Und ich glaube, dass es, dass es auch gut ist, wenn wir verstehen, was unsere Bedürfnisse sind. Und insofern bewundere ich wirklich Eltern, die sagen, sie nehmen ihr Kind und wenn sie unbedingt mit ihrem Kastenwagen oder wenn durch die Gegend fahren wollen, dann machen sie das. Und egal, was andere sagen, das geht nicht mit dem stillenden Kind oder wie auch immer, sondern achte auf deine Bedürfnisse. Wenn deine Bedürfnisse gestillt sind, dann kannst du für dein Kind ganz und gar da sein. Das war der erste Tipp. Der zweite Tipp ist sie dein Kind wie es ist und nicht wie du es haben möchtest oder wie die Gesellschaft meint, dass es am besten sei, sondern sie dein Kind, wie es ist Und achte auf deine Intuition, weil die hast du Und lass dich nicht so verunsichern von dem, was andere sagen.
Danke dir.
Sehr gerne. Vielen Dank für diese Plattform und vielen Dank für deine tollen Fragen.
Gerne. Dir hat die Folge heute gefallen? Dann kannst du drei Dinge jetzt tun. Erstens, du teilst die Folge mit irgendjemand, wo du oh, das würde dem oder derjenigen gut tun, das übers Lernen zu erfahren. Zweitens, du Hinterlässt mir eine 5 Sterne Review auf dem Podcast App, in der Podcast App, wo du das gerade gehört hast. Und drittens, folgt mir doch auf Instagram unter coach hand für mehr Inspiration in deinem Elternalltag. Danke dir dafür. Und wenn es dir heute noch keiner gesagt hat, dann möchte ich dir auch danke sagen für dein Dasein in deinem Elternzeit, dass du das ab machen möchtest. Das macht einen Unterschied. Danke dir. Alles Liebe und bis bald.
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