Stefan Wenzel explains how Temu operates with a radically different model than traditional e-commerce. They test in tiny batches, produce directly from factories with almost no middlemen, and skip the 30% inventory buffer most retailers carry. Their marketing focuses on user retention and organic repeat visits, not buying traffic for every sale.
Chapters
Die haben eine ganz andere DB1-Logik, weil die eben nicht 30% Überhänge haben, weil die eben Kleinstmengen verproben, weil die eben ab Werk produzieren lassen und nicht noch 15 Leute dazwischen haben, die irgendwas veredeln. Das ist halt anders. Die haben ein anderes Marketing-Spielbuch. Die kaufen nicht den ganzen Tag Paid Traffic für jede Bestellung. Die kaufen vorne einen User und machen über Engagement-Konzepte organische Wiederbesuche und Aktivierungsspielbücher. Natürlich können die 3 Milliarden Euro ausgeben, weil sie tiefe Taschen haben, aber deren Spiel besteht nicht darin, das jeden Tag wieder neu einzukaufen an Traffic, sondern den User zu gewinnen und den bei Laune zu halten. Mit diskutablen Methoden, die aber zumindest zu funktionieren scheinen. Und natürlich haben die auch bei den direkten Kosten einen Vorteil, weil sie ganz andere Logistikkonzepte und Netzwerkeffekte und Skaleneffekte damit haben.