Stefan Wenzel live auf der K5: Krise im Handel? Worum es eigentlich geht - These 2

In diesem Live‑Vortrag auf der K5 präsentiert Stefan Wenzel seine zweite These zur aktuellen Krise im Handel. Er argumentiert, dass die Zahlungsbereitschaft (Willingness‑to‑Pay) der zentrale Hebel für die Gewinn‑ und Verlustrechnung (G+V) von Unternehmen ist. Deshalb sollten Firmen ihre Innovations‑, Geschwindigkeits‑ und Adaptionsfähigkeiten gezielt darauf ausrichten. Wenzel zeigt, dass im Einzelhandel die Front‑End‑Erlebnisse (Shops) weitgehend homogen sind und kaum zur Zahlungsbereitschaft beitragen. Im Gegensatz dazu sind die Back‑Office‑Systeme vieler Unternehmen über Jahre stark individualisiert und dadurch komplex und unflexibel geworden, was schnelle Anpassungen und neue Systemeinführungen fast unmöglich macht. Er warnt davor, Individualisierung aus rein technischen Gründen zu betreiben, und empfiehlt, Customization ausschließlich dort einzusetzen, wo sie nachweislich die Zahlungsbereitschaft der Kunden erhöht. Sonstige Backend‑Individualisierungen gelten sonst als Luxus‑ oder Fatal‑Komplexität, die die Agilität des Unternehmens hemmt.










