Anatomie des M. biceps brachii / Lerninhalt B-Lizenz

YouTube instructional video (German) by Konstantin explaining the anatomy and function of the Musculus biceps brachii using a demonstrative muscle skeleton. Covers anatomy (caput longum and caput breve origins and distal insertion at the radial tuberosity), primary functions (elbow flexion, forearm supination, and some shoulder anteversion/stabilization), additional minor actions, training recommendations (favor flexion with the forearm supinated, include slight anteversion to engage all functions, and balance triceps training), and an injury warning about distal biceps tendon rupture risk during mixed-grip deadlifts. The video closes with a request for feedback and subscription.
Questions this video answers
Konstantin, Prüfdozent and course developer.
Tuberculum supraglenoidale (origin of caput longum).
Processus coracoideus (origin of caput breve).
Radial tuberosity (described as "Speichenbeinbeule" / tuberositas radii).
Biceps ~1/3 and triceps ~2/3 (by circumference/volume as stated).
Chapters
Moin Sportfreunde, ich bin Konstantin, ich arbeite als Prüfdozent für die OTL und bin auch in der Entwicklung neuer Ausbildungen mit involviert. Und heute wollen wir uns einmal gemeinsam den Musculus biceps brachi anschauen. Dazu haben wir hier dieses Muskelskelett und ich habe das Ganze hier einmal mit so einem Gummiband befestigt, dass wir uns ansatzweise Ursprung und Funktion des Muskels genauer anschauen können. Und zwar der Musculus biceps brachi, so heißt er auf Latein, auf Deutsch zweiköpfige Armbeuger, hat grundsätzlich erstmal zwei Köpfe. Das sehen wir dann eben auch, wenn wir uns den Verlauf des Muskels anschauen. Und zwar hat er seinen Ansatz hier unten an der Speiche, der sogenannten Speichenbeinbeule. Auf Latein wäre das die sogenannte Tuberose tas radi. Und von hier aus verläuft der Muskel nach oben. Und dann sieht man eben auch ganz gut hier, dass wir einmal den Caput longum hier haben, also der lange Kopf des Bizeps und hier den kurzen Kopf des Bizeps. Beim langen Kopf sehen wir, dass er hier durch diese knöcherne Rinne verläuft, das ist dann letztendlich die Sehne des Muskels hier und dieser entspringt hier oberhalb der Gelenkpfanne, der Scapula. Auf Latein wäre das in diesem Fall die Tuberculum supragenoidale, das wäre eben hier vom langen Kopf der Ursprung und der kurze Kopf, der setzt hier am knöchernen Vorsprung an, das ist der sogenannte Rabel Schnabelfortsatz. Aus diesem Verlauf des Muskels ergeben sich nun logischerweise, wenn der Muskel kontrahiert und sich zusammenzieht, logischerweise folgende Funktionen. Zum einen die Flexion, also Ansatz und Ursprung nähern sich jetzt an. Wenn ich den Arm beuge, sieht man eben ganz gut am Gummiband, wie das auf Spannung gebracht wird, ist letztendlich wie unser Muskel, er kontrahiert und es findet eine Flexion im Ellbogengelenk statt. Das heißt, ich beuge hier den Arm und der Bizeps wird beansprucht. Das ist die Hauptfunktion des Bizeps, kennt man ja auch von klassischen Bizeps Curls beispielsweise. Aber eine weitere Funktion ist eben auch die Supination, das heißt, wenn ich den Unterarm hier bewege, diese Rotationsbewegung, sieht man eben auch ganz gut, wie das Gummiband hier angespannt wird. Das heißt, dies ist ebenfalls auch eine Funktion des Bizeps brachi darüber hinaus, weil der Muskel ja auch über zwei Gelenke zieht. Also er bewegt ja hier das Ellbogengelenk, weil er hier unten an der Speiche ansetzt, aber er zieht ja auch bis ins Schultergelenk rein. Demnach hat er auch noch eine Funktion auf das Schultergelenk, das wäre das nach vorne anheben, also die Anteversion. Wenn ich den Oberarm hier nach vorne anhebe, passiert es eben auch, dass es hier eine Spannungsveränderung gibt und demnach sorgt auch der Bizeps hier zu einem gewissen Anteil für diese Anteversion. Der Bizeps stabilisiert somit auch etwas das Schultergelenk, da er wie gesagt hier oben seinen Ursprung hat. Der Bizeps unterstützt auch noch andere Funktionen wie die Adduktion, Abduktion und Innenrotation, aber die sind eher zu vernachlässigen, da diese hauptsächlich über andere Muskeln gesteuert werden. Das heißt, wenn wir unseren Bizeps optimal trainieren und beanspruchen wollen, sollten wir schauen, dass wir im Training optimalerweise die Funktion der Flexion im Ellbogengelenk haben, die Supination und eventuell auch eben die leichte Anteversion. Demnach, wenn man das Ganze jetzt einmal demonstriert mit einem Widerstandsbein, wäre es eben optimal, wenn ich zum einen die Flexion habe, aber dabei eben in die Supinationsstellung gehe. Wenn ich eben in dieser Stellung bleibe, habe ich hier noch andere Muskeln, wie zum Beispiel den Brachioradialis und den Brachialis, die hier unter dem Bizeps liegen, die dann viel diese Bewegung mitmachen. Aber wenn ich in dieser Supination bin, dann ist der stärkste Beuger im Arm der Bizeps, also eben Unterarm quasi nach außen drehen, Handfläche zeigt nach oben, wenn ich das Ganze zum Beispiel auch mit der Kurzhantel mache. Und dann führe ich eben diese Bewegung aus, der Ellbogen ist hier nah am Oberarm und dann beuge ich den Arm bisschen nach oben. Und da wir ja auch leicht diese Anteversion als Funktion haben, kann es eben auch sinnvoll sein, dass ich hier etwas mit nach oben gehe und den Oberarm nach vorne mit anhebe. Das heißt, so habe ich alle drei Funktionen des Bizeps hier mit in dieser Bewegung integriert. Was ist sonst noch interessant zu wissen? Der Bizeps ist in seiner Funktion der Antagonist zum Trizeps. Der Trizeps, der Armstrecker, welcher hier auf der Rückseite lokalisiert ist, hat logischerweise die entgegengesetzte Funktion. Also wenn sich dieser anspannt, strecken wir den Arm und beugen ihn nicht. Auf den Trizeps selber gehen wir aber nochmal in einem separaten Video ein. Hierbei ist nur interessant auch zu wissen, dass vom Umfang der Bizeps ein Drittel ausmacht und der Trizeps zwei Drittel. Das heißt, wenn dein Ziel ist, eine ausgeprägte Oberarmmuskulatur aufzubauen, sollte das Trizeps Training in dem Fall auch nicht vernachlässigt werden. Ansonsten ist ganz interessant zu wissen, da der Muskel hier unten seinen Ansatz hat, dass es ab und zu die Verletzungen im Krafttraining gibt des Bizeps Sehnenriss, was vielen zum Beispiel beim Kreuzheben passiert, wenn sie im Kreuzgriff das ganze hoch bewegen und eine leichte Beugung hier haben, wissen wir nun eben, dass hier die Sehne an der Speiche mündet und dass aufgrund zu hoher Muskelspannung diese eben auch reißen kann. Beim Kreuzheben selber sollten wir darauf achten, dass wir die Arme strecken, weil das ein Gewicht ist, was wir nicht curlen können. Und wenn wir den Arm leicht beugen, erhöhen wir sehr stark die Spannung hier auf diesem Teil und dann kann es eben zu einem Abriss kommen und das muss auf jeden Fall operativ behandelt werden. Daher eben wichtig zum Beispiel beim Kreuzheben Arme gestreckt lassen, da wir sonst hier logischerweise die Spannung erhöhen und es hier zu einem Abriss kommen kann. Das ist so eine Verletzung, die vielleicht der ein oder andere mal in so einem Video gesehen hat. Genau das soll es an dieser Stelle auch schon gewesen sein. Ihr könnt gerne Feedback da lassen und in die Kommentare schreiben, wie euch das Ganze gefallen hat, ob ihr Verbesserungsvorschläge habt oder Wünsche, welche Muskeln wir als nächstes vorstellen. Ansonsten abonniert gerne den Kanal und aktiviert die Glocke, damit ihr auch bei neuen Anatomie Videos demnächst direkt informiert werdet.
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