Anatomie + Training der Muskulatur der Wirbelsäule (Bauchmuskeln, Rückenstrecker, etc.)

A German-language instructional lecture for fitness trainers focused on spinal musculature anatomy and training. The presenter describes the erector spinae (Rückenstrecker) as a multi-muscle group running from the sacrum to the vertebrae, responsible for spinal extension, stabilization and lateral flexion, and contrasts it with the antagonist rectus abdominis (origin: xiphoid process and ribs 5–7; insertion: os pubis) which produces spinal flexion and pelvic stabilization. The talk also details the obliquus externus and internus (origins/insertions, roles in rotation, lateral flexion and compression) and introduces the transversus abdominis as the deepest abdominal layer; practical training guidance (dynamic flexion exercises like crunches and static work like planks) is given.
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Muskeln mit primärer Wirkung auf die Wirbelsäule. Hier starten wir jetzt an der Rückseite und zwar mit dem sogenannten Musculus erector spina, der Rückenstrecker oder vielmehr die Rückenstrecker, weil die Muskelgruppe besteht aus ganz vielen kleineren Muskeln, die hier entlang der Wirbelsäule verlaufen, also im Prinzip vom Kreuzbein hier unten einmal hier ganz bis nach oben. Und dort haben wir wie gesagt mehrere Muskeln, die beispielsweise auch hier zu den einzelnen Dornfortsätzen laufen und im Grunde genommen dafür sorgen, die Wirbelsäule zu stabilisieren. Es ist nicht unbedingt wichtig, dass man jetzt die einzelnen kleinen Muskeln kennt, wie zum Beispiel Musculus iliocostalis oder longissimus und so weiter, sondern als Fitnesstrainer sollten wir wissen, okay, das ist die Muskulatur, die für die Rückenstreckung verantwortlich ist. Das heißt, die Hauptfunktion ist neben der Stabilisierung die Bewegung der Extension. Das heißt, wir schauen uns das Ganze wieder einmal an. Wenn ich mich hier jetzt nach hinten beuge und aufrichte, dann muss die Muskelgruppe arbeiten und spannt sich an. Und da wir meistens oder bei vielen Übungen natürlich mit einer geraden bzw. Physiologischen Doppel-S Haltung der Wirbelsäule trainieren wollen, um den Bandscheiben keinen erhöhten Stress auszusetzen, geht es vielmehr darum, dass wir eben unseren Rücken gerade halten, also hier wirklich Spannung, statische Spannung im Muskel haben, um hier eben die Wirbelsäule ausreichend zu schützen und zu stabilisieren. Da der Muskel ja hier auch auf beiden Seiten entlang läuft, hat er aber auch noch zudem die Funktion, dann macht er auch noch zusätzlich die Bewegung der Seitneigung, das wäre eben die Lateralflexion. Der Gegenspieler, also Antagonist vom Rückenstrecker, ist die vordere Bauchmuskulatur bzw. Die gerade Bauchmuskulatur, auf Latein der Musculus rectus abdominis und dieser kennt wahrscheinlich jeder, ist eben auch bei wenig Körperfett zum Beispiel für diese Sixpack Form zuständig, weil der Muskel eben durch Sehnen getrennt wird, sehen Platten und deswe optisch diese Form erreichen kann, bei natürlich wenig Körperfett. Der Muskel hat seinen Ursprung hier wieder mit grün markiert, am Schwertfortsatz, das ist hier diese knöcherne Struktur und an den rippenknorpel, genauer gesagt 5. Bis 7. Rippenknorpel. Von dort aus läuft der Muskel dann hier jeweils einmal runter und hat seinen Ansatz unten am Schambein. Auf Latein wäre das Os pubis, aber so verläuft der Muskel wie gesagt und daraus ergibt sich jetzt wieder die Funktion. Hauptsächlich sorgt der Muskel für eine Flexion der Wirbelsäule, also das Gegenteil zum Rückenstrecker. Das heißt, wir machen jetzt die Bewegung, dass wir uns nach vorne beugen und ihr seht eben, das Gummiband zieht sich zusammen, also der Muskel wird angespannt, kontrahiert und wir machen eine Flexion im Rumpf bzw. In der Wirbelsäule. Das ist die Hauptfunktion. Zudem sorgt er aber auch hier natürlich für eine Stabilisierung des gesamten Beckens. Und wenn wir jetzt den Muskel in der Trainingspraxis trainieren wollen, müssen wir natürlich dann auch Übungen aussuchen, wo wir möglichst den Oberkörper dann auch so nach vorne in diese Flexion neigen. Das heißt, hier sind wir auch darauf angewiesen, wenn wir den Muskel effektiv dynamisch trainieren wollen, dass wir wirklich diese Flexion ausführen, zum Beispiel in der Bauchpresse und dort auch quasi dann den Rücken dementsprechend einrunden. Das ist in dem Fall auch kein Problem, weil wir dann bei den meisten Übungen dafür keine hohe Belastung auf den Bandscheiben haben, als dass wir den Rücken gerade halten müssten. Natürlich können wir die Muskulatur aber auch statisch trainieren, weil sie ja auch eine wichtige Aufgabe hat, die Wirbelsäule und das Becken zu stabilisieren mit dem Rückenstrecker. Das heißt, auch statische Übungen, wie zum Beispiel der Unterarmstütz sind gut geeignet. Dort haben wir dann eben nicht die dynamische Funktion, sondern die statische Funktion, aber das trainiert natürlich auch den Muskel. Wir haben natürlich auch noch eine weitere Anzahl an Bauchmuskeln, die ich euch jetzt einmal noch zusammengefasst vorstelle. Starten wir mit dem Musculus oblicus externus, also der äußere schräge Bauchmuskel. Der umschließt den Rumpf quasi wie so eine Art Korsett. Er hat seinen Ursprung an der fünften bis zwölften Rippe und verläuft von dort aus zum Darmbeinkamm, zum Leistenband, zur weißen Linie. Die weiße Linie, also die Linea alba, ist im Prinzip eine Bindegewebsnaht und hat zusätzlich auch noch seinen Ansatz am Schambeinhöcker. Aufgrund dieses Verlaufs macht der Muskel zum Teil auch die Flexion der Wirbelsäule, aber sorgt hauptsächlich für eine Rotation, das heißt, der Muskel kann auch dafür sorgen, dass wir in der Wirbelsäule uns rotieren. Das heißt, diese Bewegung ermöglicht der Muskel und auch bei einseitiger Kontraktion kann er zusätzlich auch eine Lateralflexion machen. Also wenn der Muskel sich hier auf der Seite kontrahiert und anspannt, kann er eben auch dafür sorgen, dass wir uns hier zur Seite neigen. Zudem stabilisiert bzw. Komprimiert er auch den ganzen Abdomen, also im Prinzip unsere Gewebe Organe und sorgt dafür, dass wir hier im Prinzip diese Bauchpresse Funktion ausüben. Der Musculus obliquus internus abdominis ist der innere schräge Bauchmuskel und die Fasern des Muskels kreuzen sich quasi mit denen des Obliquus externus, wobei, wie der Name schon vermuten lässt, liegt der innere schräge Bauchmuskel eben anatomisch gesehen auch unter dem Oblicus externus. Der Ursprung und Ansatz des Obliquus internus ist jetzt allerdings einmal andersrum wie beim Oblicus externus abdominis. Warum das so ist, kann ich euch auch nicht sagen, das wurde irgendwann mal so festgelegt, aber im Grunde genommen hat der Muskel jetzt den Ursprung am Darmbeinkamm, das Leistenband und die thorakolumbale Faszie. Der Ansatz des Muskels ist die neunte Bis zwölfte Rippe und die weiße Linie. Die Funktionen des Obliquus internus abdominis sind dieselben wie des Externus abdominis, das heißt, er führt dieselben Bewegungen aus und wirkt unterstützend in der Flexion der Wirbelsäule, in der Lateralflexion, in der Rotation der Wirbelsäule, aber eben auch für eine Stabilisierung des Beckens und auch eine Kompression des Bauchinhalts. Der Musculus transversus abdominis ist die querverlaufende Bauchmuskulatur und das ist ein Muskel, der am tiefsten in der vorderen Bauchwand liegt, das heißt, man spricht hier häufig ja auch von der tiefen Bauchmuskulatur bzw. Rumpfmuskulatur. Und der Muskel hat seinen Ursprung an den Knorpel der siebte Bis zwölfte.
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