Ansatz und Ursprung der Muskeln | Die Anatomie des Menschen [Teil 3] | B-Lizenz Prüfungsstoff

This German YouTube lecture (Study Buddy, B‑Licence exam prep) reviews origins, insertions and functions of major lower‑body muscles and gives practical training/stretching recommendations for trainers and clients. Covered muscle groups include the gluteal muscles (gluteus maximus/medius/minimus), iliopsoas (antagonist to gluteals), adductors (adductor magnus/longus/brevis), tensor fasciae latae, quadriceps (rectus femoris + vasti), hamstrings (biceps femoris longus/brevis, semitendinosus), triceps surae (gastrocnemius, soleus) and tibialis anterior. The speaker emphasizes common postural issues from prolonged sitting (tight iliopsoas, inhibited gluteal extension), and recommends strength and stretching exercises (deadlifts, squats, quadruped hip extensions, targeted stretching) to restore hip extension and muscle length/tone.
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Ja, was denkt ihr, was ist der stärkste und der voluminöste Muskel, den wir haben? Es ist der große Gesäßmuskel, der Musculus gluteus maximus. Er hat seinen Ursprung am Kreuzbein, an der thorakolumbalen Faszie, am Kreuzbein, Sitzbeinhöckerband und auch an der Gesäßseite der Darmbeinschaufel. Das bedeutet, er ist für die Extension im Hüftgelenk verantwortlich, also für die Streckung im Hüftgelenk. Das wird vor allem dann deutlich, wenn wir sitzen und uns dann hinstellen, aufstehen müssen. Dann müssen wir den Gluteus maximus anspannen, um die Hüfte zu strecken. Außerdem bewirkt er eine Außenrotation im Oberschenkel im Hüftgelenk. Der obere Anteil ist für die Abduktion des Oberschenkels zuständig und der untere Teil für die Adduktion des Oberschenkels. Außerdem hat er eine sehr stabilisierende Wirkung auf das Becken. Übungen, um den Gluteus maximus zu trainieren, wären dann zum Beispiel Kreuzheben oder auch Kniebeugen. Das sind so die bekanntesten. Da sind die Beine fixiert oder wenn wir uns in den Vierfüsslerstand begeben, dann sind die Beine nicht fixiert. Und wenn wir dann das beIN anheben, hochheben, auch dann arbeitet der Gluteus maximus. Kommen wir zum nächsten Muskel, dem mittleren Gesäßmuskel, dem Gluteus medius. Er hat seinen Ursprung an der Außenfläche der Darmbeinschaufel und sein Ansatz am großen Rollhügel. Seine Funktion ist vor allem die Abduktion des Hüftgelenkes Und dann kann man noch unterscheiden zwischen den vorderen und den hinteren Fasern. Die vorderen Fasern würden das Hüftgelenk flexieren und innen rotieren und die hinteren Fasern würden dementsprechend eine Extension und eine Außenrotation des Hüftgelenks bewirken. Das bedeutet, wenn wir zum Beispiel eine Manschette am Fuß hätten und uns an den Kabelturm stellen und dann das beIN immer abspreizen, dann würden wir den Gluteus medius trainieren. Und dann haben wir noch den kleinen Gesäßmuskel, den Gluteus minimus. Sein Ursprung ist die Außenfläche der Darmbeinschaufel und sein Ansatz der große Rollhügel, der Trochanter major. Seine Funktion ist wie gesagt auch eine Abduktion des Hüftgelenkes und die Faserverläufe funktionieren ähnlich wie beim Gluteus medius. Die Fasern vor der Frontalachse bewirken eine Flexion und Inrotation und die Fasern hinter der Frontalachse bewirken dementsprechend eine Extension und Außenrotation im Hüftgelenk. Zusammengefasst kann man also sagen, dass diese drei Gesäßmuskeln wirklich wichtig sind, denn sie sind für die Hüftstreckung verantwortlich und viele haben diese Hüftstreckung nicht mehr in ihrem Alltag. Sie sitzen den ganzen Tag, befinden sich in Hüftbeugung und von daher sollten wir darauf Wert legen, unseren Kunden, unseren trainierenden Übungen zu zeigen, wie gesagt, wie zum Beispiel Kreuzheben, wie Kniebeugen, wie im Vierfüsslerstand, damit sie ihre Hüftstreckung trainieren, damit sie auch ihre Gesäßmuskulatur wieder benutzen. Kommen wir als nächstes zu den Antagonisten der Gesäßmuskulatur. Dazu gehört vor allem der Lenden Darmbeinmuskel, der Musculus iliopsoas. Sein Ursprung befindet sich an der Seitenfläche des 12. Brust und ersten bis vierten Lendenwirbels, als auch an den Wirbelkörpern des 12. Brustwirbels und den Lendenwirbel und auch an der Innenseite der Darmbeinschaufel. Er hat verschiedene Ansätze, zum einen die Kammlinie des Schambeins, die Knochenerhebung des Hüftknochens und er setzt auch an dem kleinen Rollhügel des Oberschenkels an. Wie der Name schon sagt, ist der Hüftbeuger für die Hüftbeugung verantwortlich, also für die Flexion im Hüftgelenk, als auch für die Außenrotation vom Oberschenkel im Hüftgelenk, als auch teilweise verantwortlich für die Lateralflexion der Wirbelsäule, wenn wenn er einseitig kontrahiert wird. Und genau dieses Problem, was ich bereits erwähnte, dieses häufige Sitzen, führt dazu, dass der Lenden Darm Beinmuskel auch einen sehr hohen Muskeltonus hat, also eine hohe Muskelspannung sozusagen verkürzt ist und dementsprechend diese Hüftstreckung kaum zustande kommt. Für uns als Trainer ist wichtig, dass wir versuchen, diesen Muskel vor allem zu dehnen und in seinem kompletten Bewegungsradius zu nutzen, damit die Menschen, die Kunden, die wir haben, wirklich aus dieser ständigen Hüftbeugung wieder rauskommen. Der große Schenkelanzieher, der sogenannte Musculus adductor magnus, hat seinen Ursprung am unteren Schambeinast, an den Sitzbeinhöckern und am Sitzbeinast. Sein Ansatz entspringt der rauen Linie an der Innenseite des Oberschenkelknochens als auch den inneren Gelenkfortsätzen des Oberschenkelknochens. Wie der Name schon sagt, ist der große Schenkelanzieher für das Anziehen der Oberschenkel zuständig, also ist für die Adduktion des Hüftgelenks zuständig, als auch für die Extension des Hüftgelenkes und auch teilweise noch für die Innenrotation des Oberschenkels. Häufig ist auch in diesem Muskel ein sehr hoher Muskeltonus und dann sollten wir als Trainer darauf achten, dass derjenige den Muskel im vollen Bewegungsradius nutzt und auch gründlich dehnt. Dann gibt es noch einen anderen Schenkelanzieher, den kurzen Schenkelanzieher, den Musculus adductor breves. Sein Ursprung ist am unteren Schambeinast und sein Ansatz am proximalen Drittel der rauen Linie und wie auch hier der Name schon kenntlich macht, ist auch eher für das Schenkelanziehen, also für die Adduktion des Oberschenkels im Hüftgelenk verantwortlich. Außerdem hilft er bei der Flexion des Oberschenkels im Hüftgelenk bis ungefähr 40 Grad. Und ein weiterer Schenkelanzieher ist der lange Schenkelanzieher, der Musculus adductor longus. Er entspringt dem oberen Schambeinast und der Schambeinfuge und setzt am mittleren Drittel der rauen Linie an. Auch er bewirkt eine Adduktion im Hüftgelenk und unterstützt die flexion bis ungefähr 40 Grad. Und dann haben wir noch einen Muskel, der auf das Hüftgelenk wirkt, nämlich den Oberschenkel Binnenspanner, dem Musculus tensor fasz. Latae. Er entspringt dem vorderen oberen Darmbeinstachel und hat den Ansatz am Tractus iliotibialis, nämlich den Meissjadband. Seine Funktion ist neben der Flexion im Hüftgelenk auch die Innenrotation im Hüftgelenk und die Abduktion der Hüfte. Diese Muskelstruktur ist häufig bei Läufern beansprucht und dann macht es Sinn, auch diesen Muskel gut zu dehnen und gut zu durchbluten. OK, jetzt kommen wir zu Muskeln, die eine primäre Funktion im Kniegelenk haben. Und da ist der bekannteste Muskel der vierköpfige Beinstrecker der Quadriceps femoris. Wie der Name schon sagt, hat er vier Kö den Rectus femoris, den Vastus lateralis, den Vastus medialis und den Vastus intermedius. Der Rectus femoris entspringt dem vorderen unteren Darmbeinstachel und dem oberen Rand der Hüftgelenkpfanne. Der Vastus lateralis entspringt der lateralen Lippe der rauen Linie und der lateralen Fläche des großen Rollhügels. Der Vastus medialis entspringt der medialen Lippe, der rauen Linie und der Zwischenrollhügellinie. Und zu guter Letzt der Vastus intermedius. Er entspringt der vorderen und lateralen Fläche des Schenkelbeines und sie setzen alle über die Quadriceps Sehne an die Patella und schließlich an die Schienbeinrauigkeit, die Tuberositas tibiae an. Alle vier Köpfe sind für eine Extension, also für eine Streckung im Kniegelenk verantwortlich. Das bedeutet, dass in der Praxis drei der vier Köpfe, zum Beispiel bei der Beinstreckermaschine komplett arbeiten, komplett immer für die Kniestreckung verantwortlich sind, aber nur der Rectus femoris durch die Hüftbeugung so ein bisschen rausgenommen ist. Kommen wir zur ischoralen Muskulatur. Das bedeutet, das sind die Muskeln, die primär für die Kniebeugung verantwortlich sind. Der erste Muskel ist der zweiköpfige Beinbeuger, der Biceps femoris. Auch er hat genauso wie der Biceps brachi zwei Köpfe, einen langen Kopf und einen kurzen Kopf. Der lange Kopf, der Caput longum, entspringt am Sitzbeinhöcker und der kurze Kopf, der Caput breve, entspringt an der lateralen Lippe, also an der äußeren Lippe der rauen Linie. Beide setzen am Wadenbeinköpfchen an und beide Köpfe sind natürlich, wie der Name schon sagt, für die Beinbeugung, also für die Flexion im Kniegelenk verantwortlich, zusätzlich auch für eine leichte Außenrotation. Ähnlich wie der Rectus femoris bei dem Quadriceps hat auch der lange Kopf beim Biceps femoris eine Wirkung auf zwei Gelenke, nämlich auf das Knie und das Hüftgelenk. Beide Köpfe beugen zwar das Kniegelenk, aber zusätzlich bewirkt der lange Kopf auch eine Extension im Hüftgelenk. Zusätzlich gibt es dann noch den Halbsehnenmuskel, den Musculus semitendinosus. Sein Ursprung ist am Sitzbeinhöcker. Der Ansatz ist seitlich der Schienbeinrauigkeit am sogenannten Gänsefuß, dem Pes anserinus. Auch dieser Muskel ist für die Flexion, also für die Beugung im Kniegelenk zuständig und zusätzlich für eine Extension im Hüftgelenk in ähnlich wie der Caput longum des Biceps femoris. Der Unterschied allerdings zum Biceps femoris ist, dass der Semitendinosus das Knie nach innen dreht und nicht nach außen. Genauso wie bei den Muskeln davor wieder im vollen Bewegungsradius trainieren und wirklich auch dehnen. Denn die Rückseite der Oberschenkel, die sind ja auch häufig mit einem sehr hohen Muskeltonus sozusagen auch wieder verkürzt und von daher sollte man darauf achten, mit seinen Kunden wirklich da die Beweglichkeit wiederherzustellen. So, jetzt kommen wir zu den Muskeln, die eine Wirkung im Sprunggelenk haben. Der erste Muskel ist der Zwillingswadenmuskel, der Musculus gastrocnemius. Zwillingswadenmuskel deswegen, weil er eben zwei ziemlich gleiche Muskelbäuche hat. Er entspringt am medialen beziehungsweise auch am lateralen Gelenkknochen des Schienbeins und setzt über die Achillessehne an dem Fersenhöcker an. Seine Funktion ist die Plantarflexion im oberen Sprunggelenk sowie die Supination im unteren Sprunggelenk. Außerdem bewirkt er eine Flexion, also eine Beugung des Kniegelenkes. Und dann haben wir neben diesem Wadenmuskel noch einen weiteren Wadenmuskel, den Schollenmuskel, dem Musculus soleus. Er entspringt dem Wadenbeinkopf und der Hinterfläche des Waden und Schienbeins. Auch er setzt eben über die Achillessehne am Fersenhöcker an. Anders als beim Gastrocnemicus ist es so, dass er nur eine Plantarflexion im oberen Sprunggelenk bewirkt, also da er ja nicht überhalb des Kniegelenks ansetzt, kann er das Kniegelenk nicht beugen. Der Antagonist von den beiden Wadenmuskeln ist der vordere Schienbeinmuskel, der Tibialis anterior. Er entspringt den seitlichen Schienbeinflächen und den Zwischenknochenmembranen. Er setzt am medialen Keilbein an und an der Basis des ersten Mittelfußknochens. Dementsprechend ist er für die Dorsalextension des oberen Sprunggelenkes verantwortlich und und für die Supination des unteren Sprunggelenkes. Also zusammengefasst, das sind Super viele Fremdwörter, viele lateinische Begriffe. Wichtig ist einfach für die Prüfung einerseits, ihr müsst das alles wissen, ihr müsst Ansatz kennen, ihr müsst den Ursprung kennen, ihr müsst die Funktion kennen und ihr müsst wissen, wie trainiere ich den Muskel. Es ist ein bisschen auswendig lernen, aber es ist auch viel verstehen. Ganz oft ist einfach die Biomechanik, die erklärt sich dann von selber. Wenn ihr den Ansatz kennt und ihr den Ursprung kennt, dann ergibt sich die Funktion automatisch.
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