Mehr SELBSTLIEBE und SELBSTAKZEPTANZ!? Vanessa von StoryOfVanessa im Interview

German-language interview (OTL Fitnesstrainer Podcast) with Vanessa (Instagram: storyofvanessa) about self-love and mindfulness. Vanessa shares her childhood cancer story and resulting limitations in her right arm, describes how acceptance, meditation and fitness helped her cope, and discusses her fitness journey, training with Online Trainer Lizenz (OTL) and plans for future online coaching. The episode mixes personal narrative, practical mindfulness tips, and fitness/trainer education context.
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Herzlich willkommen zum Fitnesstrainer Podcast von OTL. Lass dich von unglaublichen Erfolgsgeschichten motivieren und starte deine Karriere als Fitnesstrainer. Hallo ihr Lieben und herzlich willkommen zum OTL Fitnesstrainer Podcast. Ich bin Niklas von Online Trainer Lizenz und wir befassen uns heute hier im Podcast mal ganz ausführlich mit den Themen Selbstliebe und Achtsamkeit. Mein heutiger Gast kennt sich bestens mit diesen Themen aus, denn sie befasst sich tagtäglich mit genau diesen Themen auf ihrem Instagram Channel. Der Kanal Heiß Story of Vanessa und welche Geschichte Vanessa uns dort erzählt und wie man genau diese Themen, also eben Selbstliebe und Achtsamkeit angeht, das wird sie uns hoffentlich heute hier mit wichtigen Tipps im Podcast verraten. Hallo Vanessa, schön, dass du da bist.
Hi Niklas, danke, dass ich da sein darf.
Ich bin wirklich gespannt, was ich heute zu diesem Thema so lernen darf. Ich mache ja jeden Tag, was so meine Selbstliebe angeht, zumindest packe ich das aktuell in diesen Themenkreis rein. Ich mache jeden Tag Achtsamkeitsübungen und meditiere. Inwiefern kann ich mir das aus deiner Sicht schon bei der Selbstliebe auf die Fahne schreiben?
Also ich finde Meditation oder auch Achtsamkeitsübungen super, weil wir leben in so einer krass schnelllebigen Generation und Zeit, da wo immer alles höher, schneller weitergehen muss und jeder will der Bessere sein. Aber niemand befasst sich auch einfach mal mit sich selbst. Und ich finde, da fängt Selbstliebe auch einfach schon an, dass man auf sich selber achtet, dass man einfach auch mal runterkommt, sich selbst reflektiert, einfach mal Zeit für sich nimmt. Und ich finde Meditation ist da ein super, super Ansatz, wie man Selbstliebe angehen kann.
Da bin ich ja nicht auf einem ganz verkehrten Weg. Also gerade was die Entspannung angeht und die Selbstreflexion, muss ich sagen, hilft mir das auf jeden Fall. Bevor wir gleich noch so ein bisschen mehr auf dieses Thema an sich eingehen, lass uns erst mal über deine Geschichte und auch den Namen hinter deinem Kanal sprechen und halt darüber, wieso du dich so ausführlich mit diesem Thema überhaupt befasst, weil umsonst heißt dein Instagram Account ja einfach eben storyof Vanessa. Magst du uns deine bisherige persönliche Geschichte einmal berichten?
Ja, super gerne. Also ich habe angefangen mit Instagram, ich glaube 2017, Ende 2017 war mir aber nie ganz sicher, was für einen Namen und ich wollte jetzt nicht irgendwie was mit meinem Vor und Nachnamen, aber auch nicht irgendwie was mit irgendeinem Spitznamen oder Kosename, sondern einfach was auf mich zu 100 Prozent zutrifft. Und deswegen Story of Vanessa, weil ich eben da meine Story oder die Geschichte dahinter erzählen möchte. Nicht nur von meinem Fitness und Lifestyle, was ihr auf meinem Instagram Channel sehen könnt, sondern auch von meiner Krebsgeschichte, die ich als Baby erlebt habe und wie sie mich eben bis heute prägt, wie sie mich bis heute einschränkt und auch die ganze Story dahinter, dass ich aber nicht aufgebe und die ganzen Leute eben möchte ich da einfach teilhaben lassen, wie ich mit dieser Krankheit umgehe. Und ja, genau, da kann man eben auf meinem Instagram Channel so ein bisschen Einblicke erhaschen.
Und jetzt sagtest du ja gerade schon Krebsgeschichte. Darf ich fragen, was denn da diese Geschichte konkret ist? Was hat dich da so oder was ist da passiert in der Vergangenheit?
Also ich bin eigentlich als kerngesundes Baby damals auf die Welt gekommen und acht Wochen später haben sich dann Tumore gebildet, beziehungsweise Zellen, die haben nicht mehr aufgehört zu wachsen. Und ich hatte dann im rechten Arm so ganz viele große Knoten, die sich dann eben zu einem großen Tumor gebildet haben. Und dann hat man festgestellt, dass der Trizeps davon befallen ist und dass man den halt komplett rausnehmen muss Und man konnte auch nicht ein Stück davon retten. Also der war schon so krass befallen, dass man schon drüber nachgedacht hat, ob man sogar nicht meinen Arm abrotieren muss, weil eben durch so eine große Operation auch sehr, sehr viele Nerven kaputt gehen können. Und es könnte sein, dass ich hätte danach gar nicht mehr greifen können oder den Arm überhaupt bewegen.
Oh, heftig. Wann hast du denn dann, also du warst ja da jetzt damals noch ein Baby, wann hast du denn dann bewusst festgestellt, dass da was in der Richtung anders ist.
Dass ich anders bin? Es kam erst so im Teenageralter. Also ich muss ehrlich sagen, ich hatte nie Probleme als Baby oder auch als Kind mit Krabbeln, mit Schreiben, mit Laufen. Also ich habe schon immer alles gemacht, wie andere Kinder auch. Erst dann so im Teenageralter ist es mir dann aufgefallen oder da kam dann eben diese Zweifel, Du wächst halt oder als junge Frau, dass du dich halt dann in die Pubertät begibst und dann alles wächst, es verändert sich und Du bist halt irgendwie anders. Da ist halt was an deinem Arm, das sieht nicht so aus wie bei anderen Frauen oder bei anderen Menschen. Und das war schon sehr, sehr hart für mich damals.
Und wie hast du dann deinen Weg gefunden, damit dann umzugehen?
Also zum ersten Mal ist es super, super schwierig damit. Ich glaube, da muss man ganz, ganz tief bei sich drinnen anfangen. Ich habe dann versucht, irgendwann es einfach zu akzeptieren, weil ich es nicht ändern kann. Dieser Knackpunkt bei mir im Kopf hat damals stattgefunden. Ich habe ein kleines Mädchen gesehen im Fernsehen, die hat ein Interview gegeben und die hatte ein Wasserbein. Also das ist, wenn ganz viel Wasser sich in einem beIN einlagert und im anderen nicht. Und das behindert sie natürlich auch sehr. Und sie war aber so lebensfroh und ist mit ihrer kleinen Schwester auch immer überall rumgeklettert. Sie hat in dem Interview einen ganz entscheidenden Satz gesagt. Sie hat damals gesagt, entweder du akzeptierst das, was du nicht ändern kannst, oder du heulst jeden Tag darüber, was in der Welt alles so schief geht und wie unfair das Leben ist. Das hat so einen Knackpunkt in meinem Kopf ausgelöst, dass ich dann irgendwann gesagt Hey, hör auf, dich selbst zu bemitleiden und mach was draus und du kannst so vielen anderen Leuten helfen. Erzähl deine Geschichte, Geh raus und zeig einfach, wie stolz du darauf bist und wie krass du mit deiner Einschränkung umgehen kannst, was ich dann letztendlich gemacht hab. Aber dieser Prozess hat so lange bei mir gebraucht, bis das mal angekommen ist bei mir.
Ja gut, das ist ja irgendwo auch verständlich. Dennoch zeigt sich ja häufig, dass der erste Schritt erstmal immer die Akzeptanz ist. Du hast ja gerade schon gesagt, dass es Einschränkungen im Alltag gibt. Wir wissen ja von der Anatomie her, die wir auch in den Fitnesstrainer Lizenzen erlernen müssen, dass der Trizeps für die Armstreckung mitverantwortlich ist. Wie muss man sich eine Einschränkung, die du durchmachen musst im Alltag denn dann körperlich vorstellen?
Also bei mir fängt die körperliche Einschränkung schon da an, dass ich meinen rechten Arm nicht über meinen Kopf strecken kann. Also ich kann meinen rechten Arm rechts neben mir hochhalten bis zu einem gewissen Punkt und dann fällt er einfach um. Das hört sich super, super komisch an und auch ganz oft wurde schon darüber geschmunzelt, weil Leute, die es nicht wissen, denken, ich mache sowas mit Absicht. Aber dadurch, dass der Streckermuskel komplett fehlt, kann ich meinen Arm eben nicht oben halten. Da fängt es eben schon an. Oder was ich auch nicht kann, sind Liegestützen. Da fehlt mir komplett die Kraft und die komplette Kraft nehme ich aber aus dem Latissimus, der versucht zum Großteil eben den Trizeps zu ersetzen, aber halt natürlich auch nur bis zu einem gewissen Grad. Und ja, da fängt es eben schon an, die ganzen Einschränkungen bei mir.
Also du gleichst das dann sozusagen mehr durch den Rücken aus. Jetzt hast du ja gerade schon so ein bisschen angekündigt, dass du trotz allem begeisterte Sportlerin bist. Wie kam es denn dazu, dass dich trotzdem der Sport so ergriffen hat?
Also ich habe damals angefangen 2013, da war dieses ganze Fitness und dieser ganze Hype, der war da noch gar nicht da. Das ist ganz, ganz witzig eigentlich. Ich habe da mit zwei Freunden oder durch zwei Freunde habe ich mich eben angemeldet im Gym und die haben einfach Ja, hey Vanessa, probier es doch einfach mal aus. Und dann hatte ich mich damals angemeldet und schwupsdiwupps waren ein Jahr später 18 Kilo runter. Ich war so ein bisschen auch ein bisschen mopelig, würde ich jetzt mal sagen, und habe komplett einen Gefallen daran gefunden, einfach mich da komplett auspowern zu können. Und hab dann auch irgendwann gemerkt, es tut mir richtig, richtig gut. Vor allem auch, weil es eben auch meinen Rücken stärkt, mein Latissimus stärkt. Ich konnte so meine kompletten Muskeln aufbauen und habe es dann eben auch bei meinen Einschränkungen gemerkt, dass die nicht mehr so groß waren.
Also lief der Weg zum Sport dann über die Freunde, die dich zum Kraftsport gebracht haben, sehr gut. Und jetzt hast du dich im Hinblick auf diese Geschichte ja auch dazu entschlossen, Fitnesstrainerin zu werden. Und jetzt bildest du dich bei Online Trainer Lizenz weiter. Wieso OTL?
Also ich finde es krass, was OTL eben so ausmacht. Also ich finde es mega, mega cool und ich kenne auch wirklich kein OTL anderen Anbieter, der das 100 Prozent digital anbietet. Dadurch, dass ich ja oder dass mein Freund und ich immer sehr viel geschäftlich unterwegs sind, muss mich an keine Zeiten irgendwie binden. Vor allem jetzt auch gerade in der Corona Zeit, wäre es wahrscheinlich gar nicht möglich, irgendwie mit zehn anderen in einem Klassenzimmer zu sitzen oder in einem Gym und es dort eben zu lernen. Diesen ganzen.
Das ganze Wissen.
Ja, dieses ganze Wissen, genau, weil es ja einfach überhaupt nicht möglich ist durch Corona. Und deswegen finde ich es echt richtig, richtig cool, bei OTL das einfach digital zu machen. Einfach entweder unterwegs oder auch mal ganz einfach entspannt am Sonntag auf dem Sofa. Das finde ich das, was OTL echt richtig, richtig ausmacht.
Also einfach die Flexibilität dahinter. Jetzt hast du ja gerade schon auch gesagt, du bist viel unterwegs mit deinem Freund und jetzt bildest du dich weiter zur Fitnesstrainerin. Du bist ja so, jetzt kann man ja auch schon sagen, mit deinem Instagram Channel ziemlich erfolgreich. Was hast du dann mit dem Wissen und der Trainerlizenz dann vor?
Also zuerst möchte ich natürlich mein Training verbessern. Ich meine, man kann immer dazulernen, es ist immer gut, sich weiterzubilden. Und dann auf der anderen Seite, dadurch, dass ich ja jetzt also mein Instagram Channel ja so aufbaue, auch in die Fitness und Lifestyle Richtung, bekomme ich natürlich täglich ganz, ganz viele Fragen von wegen, wie kann ich so und so trainieren, Was hältst du von der und der Ernährung? Kannst du mir Tipps geben, wie mache ich am besten Kniebeugen? Und ich möchte natürlich da auch nicht so ein halbes Wissen einfach verbreiten, sondern möchte mir auch wirklich sicher sein, dass ich meinen Followern auch was Richtiges erzähle. Nicht, dass es einfach so nichts Halbes und nichts Ganzes ist. Und deswegen ist auch vielleicht eventuell noch ein Projekt hier in Aussicht mit einem Online Coaching Programm, aber dafür darf ich noch nicht so viel drüber erzählen. Aber das habe ich so vor in den kommenden Monaten.
Auf jeden Fall. Die Qualität der Fitness Posts vor der Quantität der Fitness Posts.
Genau, auf jeden Fall. Ja, ich habe ja auch irgendwo eine Verantwortung, oder? Also für meine Follower. Ich möchte da ja auch nicht irgendwie was Falsches dann sagen. Also nicht, dass sie es dann ausprobieren und dann haben sie nachher Schäden und dann bin ich halt noch irgendwie indirekt dran schuld. Das will ich einfach nicht. Und das ist komplett unverantwortlich, meiner Meinung nach.
Das ist eine tolle Sichtweise, von der sich einige definitiv mal eine Scheibe abschneiden könnten. Wir haben ja jetzt schon, jetzt haben wir über das Thema Training gesprochen. Vorhin haben wir das Thema Selbstliebe mal aufgegriffen und ich habe ja auch gesagt am Anfang dieses Podcast, dass wir darüber so ein bisschen detaillierter mal sprechen wollen. Deswegen diese wichtige Frage, Was sind deiner Meinung nach die häufigsten Gründe, warum bei einem Menschen die eigene Selbstliebe nicht gegeben ist?
Das ist eine sehr, sehr gute Frage und auch wirklich sehr, sehr schwierig. Ich hoffe, das kommt jetzt nicht falsch rüber. Es ist auch ein bisschen, ich will nicht sagen paradox, aber irgendwie auch schon. Ich finde, dass zum Großteil Social Media schuld ist, weil ganz früher, also ich meine damals, wo es noch kein Social Media gab, wo das noch nicht so verbreitet war, wo du dir noch nicht von so vielen Medien irgendwas herholen konntest, Da hast du dich vielleicht mit deinem Nachbarn verglichen oder mit deinen 2, 3 Freundinnen verglichen. Was haben die, was ich nicht habe? Guck mal, die hat ein Sixpack, ich habe das nicht. Aber heutzutage gibt es so viele Medien und du vergleichst dich mit Menschen, die du gar nicht kennst. Gerade so 2015, 2016 die Richtung. Da gab es auf Instagram niemand, der irgendwie einen Pickel hatte oder eine Falte oder auch nur eine einzige Speckrolle. Und ich glaube, da steigt natürlich auch immer mehr dieser Selbstzweifel auch warum ich vielleicht nicht so aussehen kann. Warum kann die das und warum bin ich nicht dort? Also weißt du, was ich meine? Das ist echt schade. Gerade auch diese ganz kleinen Mädchen, die jetzt so 14, 15, 16 sind, die mir auch immer wieder schreiben, die dann auch sagen hey, ich will so auch aussehen wie du, aber sie wissen vielleicht gar nicht, was habe ich denn jetzt schon in den letzten Jahren? Also ja, wie war mein Weg? Aus welcher Ausgangssituation komme ich? Sie sehen halt nur, ich sehe so aus, aber dass da sieben Jahre Training dahinter stecken, darüber denken sie halt nicht nach. Und ich muss aber dann auch auf der anderen Seite sagen, dass ich super, super froh bin, dass in den letzten ein bis anderthalb Jahren sich Social Media echt in eine komplett andere Richtung bewegt, weil es ganz, ganz viele Leute gibt, die zu ihren Makeln stehen Und da möchte ich auch dazugehören, einfach zu Hey, ich bin anders, ich bin stolz darauf und ich stehe dazu und nicht, Also niemand ist perfekt von uns. Wir geben alle dieses perfekte Leben vor, aber das ist halt nicht so. Und da ist ein super krasser Wandel gerade bei Social Media und das finde ich echt super, super, super toll. Und da sollten sich halt kleine Mädchen Beispiel dran nehmen, finde ich.
Das heißt, wenn ich das jetzt noch mal so ganz kurz zusammenfasse, erstmal vielen Dank für diese tolle Aufschlüsselung des Ganzen. Ich hätte jetzt in diesem Fall echt nicht gedacht, dass das so einer der Faktoren ist. Aber wenn ich das jetzt so zusammenfasse, ist es ja dann sozusagen dieses krasse Vergleichen über Bilder, Postings etc. Pp. Und dann eben auch über diese positive Scheinwelt, die eben dargestellt wird in sowas, dass man damit anfängt, sich automatisch zu vergleichen und dass die Leute dann dadurch unglücklich werden. Ich hoffe, das habe ich so einigermaßen korrekt dargestellt. Wenn man jetzt aber vor dieser Situation steht, dass man halt irgendwie da angekommen ist, sich zu lang verglichen hat und so weiter, man möchte aber dann aus diesem Tal irgendwie raus. Wie sollte man denn dann aus deiner Sicht den ersten Schritt gehen?
Das ist eine richtig, richtig schwierige Frage. Also ich finde, der größte Schritt ist einfach, sich nicht zu vergleichen. Das ist wirklich viel, viel schwieriger, als es sich jetzt anhört. Und ich weiß auch, ich erwische mich immer wieder dabei, dass ich mich doch manchmal mit anderen vergleiche, aber jeder Mensch ist komplett unterschiedlich von uns und jeder hat, wie gesagt, eine andere Ausgangssituation. Du weißt nicht, wo der Mensch herkommt, jeder hat eine andere Genetik von uns. Aber das, dieses Grundding ist einfach, sich nicht zu vergleichen und viel, viel mehr Wert darauf legen, wo stehe ich, wo möchte ich hin, ganz, ganz klare Ziele zu haben und viel mehr den Fokus auf sich selbst zu legen, anstatt sich mit anderen zu vergleichen. Wenn du merkst, dir tut es nicht gut, dann entferne dich davon. So was zum Beispiel.
Und da sollte man vielleicht sogar im ersten Schritt erstmal in sich versuchen zu hören, vielleicht auch über das Thema Achtsamkeit, das könnte da ja vielleicht helfen. Wie würde ich denn dann in dieses Nicht Vergleichen eine gewisse Rout reinbekommen?
Das ist auch eine sehr, sehr gute Frage. Ich habe es so angefangen, dass ich irgendwann gemerkt habe, auch gerade zum Beispiel auf Thema Instagram Stories, ich habe irgendwann aufgehört, mir Stories anzuschauen, weil, keine Ahnung, der ist in Dubai, die ist in Mexiko, die ist gerade in Amerika und du sitzt zu Hause und machst gar nichts, weil keine Ahnung, du weiß ich nicht, du hast vielleicht diesen Monat nicht genug Geld, um dir irgendeinen schönen Urlaub erlauben zu können oder sow. Und ich finde, da kriegt man dann irgendwann Routine rein, wenn man sich einfach mehr auf sich selber konzentriert. Und solche Dinge meine ich mit entfernen. Also ich habe auch dann irgendwann aufgehört, die ganzen Stories zu schauen, als ich gemerkt habe, ich falle einfach immer wieder in so ein Loch und vergleiche mich einfach nur noch mit solchen Leuten.
Das hört sich ja eigentlich erstmal so nach einer kleinen Maßnahme an. Also ich mein, das nicht mehr durchklicken scheint ja so erstmal simpel zu sein, aber es ist natürlich auch eine gewisse Gewöhnungssache, die man einfach drin hat. Aber für mich klingt es plausibel, das als ersten Schritt so ein bisschen einzubauen, vielleicht auch einfach mal das Smartphone ein paar Stunden zur Seite legen. Wenn man aber dann das geschafft hat und man begegnet sich mehr selbst, dann kann es aber ja trotzdem sein, dass einem auch auf dem Weg zu sich selber Herausforderungen begegnen. Wie gehe ich damit um?
Also bei mir war es so, jetzt gerade zum Beispiel Herausforderungen im Thema Fitnessbereich. Ich kann natürlich auch nicht jede Übung machen durch meine Einschränkungen mit dem Arm. Und ich habe mich dann auch irgendwann zum Beispiel mit anderen Leuten verglichen, die dann eine super krass durchtrainierte Schulter haben als Frau und ich finde es super schön, ich hätte es auch gerne. Ich weiß aber, dass ich das niemals haben kann, weil ich einfach nicht, weil mir einfach dieser Muskel fehlt und dadurch kann ich gewisse Übungen nicht machen. Ich versuche dann trotzdem irgendwie andere Übungen zu machen, zu versuchen irgendwelche Alternativen zu suchen. Aber auch wieder hier dieses Grundprinzip, man muss es eben einfach akzeptieren, dass es so ist, dass man es einfach nicht ändern kann.
Also auf jeden Fall schon mal ein guter Hinweis, wenn ich so mir selbst begegne, dass ich dann auf jeden Fall diese Akzeptanz wieder walten lassen muss. Die Akzeptanz merke ich halt auch irgendwie häufig, wenn ich die vorhin erwähnte Meditation mache. Das ist ja einerseits mal Entspannung, die mir aufzeigt, wie gut es mir tut, einfach mal abzuschalten, runterzukommen. Und andererseits erkenne ich halt in dieser Stille häufig auch, was für mich persönlich wichtig ist. Was gibt es für dich so als wichtigste Zeichen, die mir halt eben zeigen, dass ich mit meiner Selbstliebe auf dem richtigen Weg bin?
Das steht für mich ganz groß im Vordergrund, dass man einfach merkt, dass man selbst glücklich ist. Also ich habe auch gemerkt, als ich dann irgendwann aufgehört habe, mich immer wieder selbst zu bemitleiden, immer wieder zu Warum habe ich das? Warum habe ich die Krankheit? Warum hat es nicht jemand anderes bekommen? Wieso muss das so sein? Und irgendwann habe ich dann damit natürlich aufgehört und wo dieser ganze Prozess durch ist, habe ich gemerkt, wie glücklich ich bin und wie mir das einfach auch gar nichts ausmacht, da anders zu sein. Und ich glaube, da ist auch wirklich dieses Hauptding, einfach glücklich zu sein.
Wie hast du denn selbst an der Reaktion anderer gemerkt, dass du dir selbst mit viel mehr Selbstliebe begegnest? Gab es da irgendwelche Reaktionen, Bemerkungen anderer aus deinem persönlichen Umfeld, so von ah, wir merken das gerade, die Vanessa, die ist jetzt viel mehr im Reinen mit sich selbst. Wie war das?
Ja, auf jeden Fall. Also da gab es super, super viele Reaktionen auch von meinen Freunden. Die haben das ja damals auch mitbekommen, dass ich damals, wo ich durch diese ganz schwere Zeit gegangen bin, wo ich mich auch selbst verschlossen habe, ich bin auch dann irgendwann nicht mehr mit ins Freibad gegangen und dann haben die auch irgendwann gemerkt, hey, sie kommt wieder mit ins Freibad, sie lacht wieder, sie kann Tops anziehen. Das war einfach damals so in dieser ganz schweren Zeit damals von mir, wo ich auch diese Art Depression hatte wegen dieser Krankheit. Ich habe mich ja komplett verschlossen. Ich hatte nie irgendwelche Tops an im Sommer. Und da haben sie dann auch gemeint, sie finden das richtig, richtig gut, dass ich mich davon nicht mehr runterziehen lasse und dass sie mich toll finden, so wie ich bin, egal ob mit einem Muskel mehr oder weniger. Und da kam schon extrem vieles Feedback damals und sehr, sehr aufbauendes natürlich auch von für mich.
Das hört sich nach einer richtig tollen, positiven Entwicklung an. Was würdest du jetzt anderen Menschen als erste Tipps mit auf den Weg geben, wenn sie das Gefühl haben, sich erstmal nicht wirklich selbst zu kennen und auch im zweiten Schritt sich auch gar nicht so wirklich selbst zu lieben. Was würdest du den raten?
Also ich würde ihnen auf jeden Fall raten. Genauso das, was du ja auch machst mit Selbstachtungs und auch mit der Meditation. Damals habe ich damals auch mich da reingelesen und auch immer wieder meditiert. Das würde ich auf jeden Fall den Leuten raten Und wie gesagt, nochmal ganz, ganz einfach versuchen, Dinge, die ihr nicht ändern könnt, zu akzeptieren und damit einfach versuchen zu leben. Ich weiß, es hört sich super oberflächlich jetzt an und oder auch einfach viel leichter als es ist, aber das ist wirklich der allererste Schritt, den ihr machen müsst und euch danach klar werden, was eigentlich das Grundproblem ist und dann einfach zu versuchen, euch auf das Gute zu konzentrieren und auf eure Ziele und auf das, was ihr hinarbeiten möchtet.
Also erstmal, ich finde gar nicht, dass es sich großartig oberflächlich anhört. Ich finde es sehr wichtig, dass du das jetzt noch mal so beschrieben hast. Vielen Dank dafür. Und ich habe so das Gefühl, dadurch, dass ich jetzt gesagt habe, ich mache das mit der Achtsamkeit, mit der Meditationsübung. Ich habe diese Wahrnehmung, dass diese Werkzeuge, um damit zu sich selbst zu fühlen, häufig unterschätzt werden im Alltag. Wie siehst du das?
Ja, auf jeden Fall, auf jeden Fall, Weil ich meine, es gibt so viele Leute, die so viel gleichzeitig, sage ich mal, machen können auch noch mal darauf zurückgreifen mit dem hier immer höher, schneller, weiter. Aber ich glaube, nur die wenigsten können sich einfach mal 10 Minuten hinhocken und einfach mal nichts machen oder einfach mal sich nur mit sich selbst beschäftigen. Ich glaube, so etwas funktioniert ganz, ganz selten heutzutage und ich finde sowas super, super wichtig, dass man auch einfach mal runterkommt und sich selbst reflektiert. Auch im Urlaub mache ich so was immer wieder und auch mit meinem Freund zusammen zu gucken, was lief die letzten Monate gut, was lief die, was lief die letzten Monate falsch, was kann man verbessern. Ich finde das super, super wichtig und es wird immer wieder unterschätzt und auch leider sehr oft belächelt, finde ich.
Also wichtige Botschaft an uns, anfangen mit Achtsamkeitsübungen und Meditation. Es ist der erste Schritt zu sich selbst und in die richtige Richtung. Vanessa, vielen lieben Dank, dass du deine eindrucksvolle und teilweise auch natürlich heftige Geschichte mit uns geteilt hast. Ich finde es wirklich toll, wie offen du damit umgehst und dass du halt eben auch den Weg für andere ebnest, sich selbst zu lieben, zu sich selbst zu finden. Also ich hab mich halt in diesem Kontext dem Thema bisher nur in Form von Sport und Meditation gewidmet, aber ich glaube, ich werde es jetzt auch noch mal detaillierter verfolgen. Ihr Lieben, wenn ihr mehr zu Vanessa erfahren möchtet, dann schaut doch einfach mal gerne auf ihrem Instagram Channel storyofvanessa vorbei. Dort findet ihr schon alles von ihr und wie sie schon gesagt hat, da wird in Zukunft sicherlich auch noch einiges mehr in Richtung Fitness Coaching kommen. Vanessa, danke nochmal und ich hoffe bis bald. Vielen Dank für deine Zeit heute. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht.
Sehr, sehr gerne. Dankeschön für die Einladung. Mir hat auch super viel Spaß gemacht.
In der nächsten Podcast Folge vom OTL Fitnesstrainer Podcast, da spreche ich mit Attila Lakatos aus Österreich über seinen Werdegang zum Fitnesstrainer hier bei Online Trainer Lizenz und über seine riesige Medaillensammlung. Bis dahin, euch eine schöne Zeit und bleibt sportlich.
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